Quantenland - Gerhard Klügl - E-Book

Quantenland E-Book

Gerhard Klügl

4,8
14,99 €

  • Herausgeber: Arkana
  • Kategorie: Ratgeber
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2012
Beschreibung

Einer der bedeutendsten Heiler unserer Zeit

Das Phänomen »Aurachirurgie« wird mit Hilfe der Quantenphysik wissenschaftlich erklärt und in einen neuen, aufregenden Kontext gestellt.

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Seitenzahl: 255

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Gerhard Klügl

Tom Fritze

QUANTENLAND

Ein Leben als Aurachirurg

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Der Verlag weist ausdrücklich darauf hin, dass im Text enthaltene externe Links vom Verlag nur bis zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung eingesehen werden konnten. Auf spätere Veränderungen hat der Verlag keinerlei Einfluss. Eine Haftung des Verlags ist daher ausgeschlossen.

3. Auflage

Originalausgabe

© 2012 Arkana, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH, Neumarkter Str. 28, 81673 München

Neumarkter Str. 28, 81673 München

Lektorat: Ralf Lay

Fotos im Innenteil: Tom Fritze

Satz: KompetenzCenter, Mönchengladbach

ISBN 978-3-641-07439-5V003

www.arkana-verlag.de

»Wenn du nur Logik gebrauchst,

um die Welt zu erklären,

hast du später sehr viele Lücken.«

Sujata Banerjee

Inhalt

Meine Neugierde ließ den Aurachirurgen Gerhard Klügl zu

Vorwort von Dr. med. Hermann Stephan

Neue Dimensionen von Gesundheit und Krankheit erkennen

Vorwort von PD Dr. med. habil. Albrecht Hempel

»Er war meine letzte Hoffnung und bewirkte gleich ein doppeltes Wunder«

Die unerklärliche Heilung der Josefine Steininger

Wenn ich es nicht geglaubt hätte, hätte ich es nicht gesehen

Eine neue Wahrnehmung der Welt

Ein Weltenmensch wie du und ich

Gerhard Klügls Lebensweg und seine Entwicklung zum Geistheiler

Die Aura als Wirkungsstätte der Geistheilung

Grundlagen für ein besseres Verständnis

Schmerzbilder als Hinweis auf karmische Verstrickungen

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit – Klügl denkt biophysikalisch, nicht biochemisch

Eine aurachirurgische Sitzung im Allgemeinen

Schuld und Gelübde als größte Geißel der Gesundheit

Abtasten, gezieltes Heilen, Auflösen alter Gelübde

Resonanz, Heilung, Nachhaltigkeit – Chancen und Grenzen der Aurachirurgie

Aurachirurgie: Vernetzte Ursachenfindung und Behandlung

Fall 1: Wenn Rücken- und Darmbeschwerden zusammenhängen

Überlegungen aus Sicht der modernen Informationsmedizin

Aurachirurgie: Energie manifestiert sich in Materie

Fall 2: Ein neuer Muskel für die Schulter

Fall 3: Mandelentfernung in der Aura

Erklärungsmodelle durch die Quantenphysik

Aurachirurgie: Heilung an der Quelle der Erkrankung – im Gehirn

Fall 4: Ein unerfüllter Kinderwunsch wird wahr

Studienergebnisse der Hirnforschung

Ein neues Zeitalter beginnt: Paradigmenwechsel auf allen Ebenen

Einblicke in die moderne Naturwissenschaft

Wunderheilung als kultureller Bestandteil der Menschheit

Eine neue Humanität in der Medizin

Ganzheitliche Heilung: ein notwendiger Schritt für den Patienten

Aurachirurgie im Einsatz als fester Bestandteil im »Medizin-Mix«

Von Mensch zu Weltenmensch

Gerhard Klügl im persönlichen Gespräch

Das eigene Quantenland entdecken

Schlusswort und Perspektiven

Danke!

Anmerkungen

Glossar

Meine Neugierde ließ den Aurachirurgen Gerhard Klügl zu

Vorwort von Dr. med. Hermann Stephan

Die Neugierde hatte mich getrieben, den Aurachirurgen Gerhard Klügl kennenzulernen. Was ist ein Aurachirurg? Was macht er? Wie sieht ein Aurachirurg aus?

Chirurgische Tätigkeiten sind einem Allgemeinmediziner auf dem Lande wie mir bestens vertraut, sie gehören zum »täglich’ Brot«. Auch der Begriff der menschlichen Aura ist einem komplementärmedizinisch Interessierten sicherlich nicht unbekannt. In der Aura chirurgisch tätig zu sein überstieg mein Vorstellungsvermögen jedoch bei weitem, da man sie weder optisch noch haptisch erfassen kann. Darüber wollte ich nun mehr erfahren und es verstehen lernen.

Der jahrzehntelange Umgang mit kranken Menschen hat mich oft genug gelehrt, dass es Dinge gibt, die man rein verstandesmäßig nicht erklären kann. Unsere einmalige Stellung in der Evolution hat uns übermütig gemacht, und unser im Vergleich zu früheren Zeiten hoher Wissensstand hat viele Menschen vergessen lassen, tolerant und demütig gegenüber Geschehnissen und Zusammenhängen zu sein, die sich rational nicht von vornherein in unser Denkgebäude einfügen. Doch auch die in der Quantenphysik beobachteten Phänomene wie das der verschränkten Photonen, die Unschärferelation oder die belegte Erkenntnis, dass unser Geist unsere Wirklichkeit formt, bringen uns doch oft genug an die Grenzen des in der Alltagserfahrung Verstehbaren. Ein fehlendes Verständnis fordert meines Erachtens aber auch das wissbegierige und vorurteilslose Betrachten solcher Dinge – meine Neugierde ließ also den Aurachirurgen Gerhard Klügl zu.

Ich hatte mich gerüstet. Meine Ehefrau – komplementärmedizinischen Methoden gegenüber äußerst skeptisch eingestellt – sollte das »Versuchskaninchen« sein, und eine mir gut bekannte Heilpraktikerin, Bettina Zapf, die die menschliche Aura sehen kann, gab mir Rückendeckung.

Die erste Begegnung war spannend und überraschend zugleich. Uns trat ein geradliniger, sympathischer, offener und sehr belesener Mensch entgegen. Tja, es kam wie so oft im Leben erstens anders und zweitens, als man denkt!

Während der Behandlung meiner Frau erklärte uns Gerhard Klügl, was er beim Abtasten der Aura spürte, welche Bedeutung es hatte und welche therapeutischen Konsequenzen sich daraus ergaben. Dabei vollführte er, ohne meine Frau zu berühren, »Manipulationen« in der Aura, die Bettina Zapf durchaus erkennen konnte. Anschließend führte er noch geringfügige »Restkorrekturen« aus, bis meine Frau deutliche Verbesserungen spürte.

Davon ermutigt, erklärte auch ich mich bereit für eine Aurasitzung. Anlass dafür waren meine chronischen Rückenschmerzen im Zusammenhang mit einem Bandscheibenvorfall. Und siehe da: Auch sie hatten gegen die aurachirurgischen Maßnahmen des Geistheilers keine Chance. Was mich dabei aber am meisten erstaunte, war die Tatsache, dass ich während der gesamten Behandlung spontan einen körperlichen Schmerz oder ein Ziepen oder Stechen hier und dort vernahm, ohne Sichtkontakt mit Klügl gehabt zu haben oder von ihm berührt zu werden. Er »justierte« meine Rückenwirbel schließlich durch Drehen an imaginären Stellschrauben, und jedes Mal, wenn er zu stark in die eine oder andere Richtung drehte, verspürte ich eine physische Reaktion.

Was waren wir alle erstaunt, Dinge gesehen und gespürt zu haben, die unser kartesianisch geschulter Geist in keiner Schublade unseres Gehirns unterbringen konnte! (Siehe auch das Glossar am Ende dieses Buches.) Ein Mensch, der vor 200 Jahren unvorbereitet Zeuge beim Landeanflug eines Jumbojets gewesen wäre, hätte sich wohl nicht anders gefühlt. Alles erschien zunächst so unglaublich und unerklärbar, und doch war am Ende alles wahr und existent!

Als einzige Erklärung hierfür glaube ich, dass das Erfassen feinstofflich gespeicherter Informationen in der menschlichen Aura eine Gabe bedeutet, die bei den meisten Menschen im Laufe der Entwicklung verlorengegangen ist. Gerhard Klügl besitzt diese Gabe noch. Er nimmt Informationen in der Aura auf und nutzt sie therapeutisch wie ein Chirurg, der mit ganz realen Organen arbeitet. Die Voraussetzung dafür ebenso wie für eine positive Veränderung oder Heilung ist allerdings die Resonanz zwischen Therapeut und Patient. Die »Wellenlänge« zwischen beiden muss stimmen. Ist diese Resonanz nicht vorhanden, wird es wohl über die Aurachirurgie keine Heilung geben – was Gerhard Klügl aber schon sehr schnell während der Sitzung erkennen und dem Patienten mitteilen würde.

Gerhard Klügl hat in all den Jahren vielen mir persönlich bekannten Patienten geholfen. Die meisten hatten wie ich eigentlich nicht recht verstanden, was er verändert hatte oder woher er derart detaillierte Informationen erlangen konnte, ohne je mit einem von ihnen gesprochen oder ihn gesehen zu haben. Ungeachtet dessen hat mich seine Art, mit Menschen umzugehen und ihnen zu helfen, tief beeindruckt und beeindruckt mich auch heute noch immer wieder aufs Neue.

Die Aurachirurgie ist ein ernstzunehmender komplementärer Weg der Heilung, ein Mosaikstein in der Palette der Therapiemöglichkeiten. Ich möchte diesen Weg im Sinne meiner Patienten nicht mehr missen und schicke sie deshalb immer auf die Reise, wenn ich der Meinung bin, dass die »Wellenlängen« stimmen.

Dr. med. Hermann Stephan

Neue Dimensionen von Gesundheit und Krankheit erkennen

Vorwort von PD Dr. med. habil. Albrecht Hempel

Das erste Mal begegnete ich Gerhard Klügl vor vier Jahren auf einer Jahrestagung der Gesellschaft für biophysikalische Medizin in Bad Liebenzell. Die Gesellschaft widmet sich vor allem der Erforschung von Informationen als Auslöser für Erkrankungen. Dieser aus meiner Sicht hochwissenschaftliche Ansatz geht davon aus, dass es vor der Erkrankung eines Organs immer eine gestörte Funktion geben muss, der wiederum eine gestörte Information vorausgeht. Entsprechend ging es auf dieser Jahrestagung also um die Übertragung von Information, damit sich gestörte Funktionsabläufe normalisieren und chronische Krankheiten verbessern, ja oft sogar ausheilen können.

Gerhard Klügl war damals zufällig mein Nachbar im Auditorium. Wir kamen ins Gespräch, und er erzählte mir von seinem früheren Leben als Patentforscher und seinem heutigen Leben als Aurachirurg. Sehr bald fanden wir schließlich erste Übereinstimmungen dahingehend, dass wir beide die menschliche Seele beziehungsweise unseren Geist als ein Informationsfeld verstehen, das auf weit mehr Dinge Zugriff hat als der bloße physische Körper.

So erläuterte mir Klügl in diesem Zusammenhang eine, wie ich meine, sehr unkonventionelle und überraschende Idee: Wenn ein Mensch erkrankt und sich auch bei genauester Befragung keine Ursachen für diese Erkrankung, Gesundheitsstörung oder Phobien im aktuellen Leben finden lassen, suche er auch jenseits des jetzigen Lebens des Patienten nach Ursachen. Dies täte er durch Abtasten der menschlichen Aura und durch Auflösen bestimmter karmischer Erinnerungen unter Zuhilfenahme von Surrogaten und Körperrepräsentationen, also anatomischen Modellen und Darstellungen.

Als gestandener Schulmediziner und Kardiologe folgte ich mit großem Interesse seinen Ausführungen, denn mir war bereits bekannt, dass man Symbole und Bilder aus dem Unterbewusstsein für die Heilung einsetzen konnte, wie es beispielsweise bei der Logotherapie nach Viktor E. Frankl, der psychotherapeutischen Methode des katathymen Bilderlebens oder auch bei der kulturenübergreifenden Symbolik der Märchen und Mythen geschieht. Entsprechend ist es bei diesen Techniken für den Heilungsvorgang besonders wichtig, innere Bilder von ihrer Verknüpfung mit etwas »Schwierigem«, vor allem von schwierigen Gefühlen zu befreien. Hierzu darf im Grunde alles erlaubt sein, was der Geist beziehungsweise die Seele annehmen kann – solange unser Verstand nicht durch ein »Veto« den Heilungsprozess blockiert.

So kam es in der Folgezeit zu einer Zusammenarbeit zwischen Gerhard Klügl und mir, bei der wir sein Prinzip außerordentlich erfolgreich umgesetzt haben. Unter anderem erinnere ich mich an einen Patienten mit panischer Höhenangst, bei dem alle therapeutischen Versuche inklusive Psychotherapie, Verhaltenstherapie bis zur medikamentösen Behandlung erfolglos geblieben waren. Nach Auflösung der sogenannten »karmischen Muster« durch Gerhard Klügl war er vollkommen angstfrei.

Darüber hinaus jedoch folgte die Aurachirurgie nicht nur bestimmten seelischen Mustern, sondern ließ sich auch auf zahlreiche körperliche Probleme anwenden, die scheinbar in keinerlei Zusammenhang mit wie auch immer zu verstehenden Erfahrungen aus früheren Leben standen. Durch Klügls Auraarbeit mit Surrogaten konnten die Beschwerden bei einigen, sicher nicht bei allen Patienten aufgelöst werden. Die Wirksamkeit seiner Behandlung lässt sich mit in der Wissenschaft anerkannten Methoden wohl objektivieren, und auch ich kam in meiner Praxis zu vergleichbar guten Ergebnissen, die mit keiner mir sonst bekannten Methode erzielt werden könnten. Allerdings war es dabei stets völlig ohne Belang, was mein Verstand dazu sagte – er bemüht sich bis heute mit unterschiedlichem Erfolg, eine Verbindung zu jener Welt von Gerhard Klügl herzustellen. Ob und wie wir jedoch seine erfolgreiche Art der Behandlung letztlich erklären können, wird zukünftigen Forschungsarbeiten vorbehalten bleiben.

In jedem Fall bin ich sehr dankbar, von einem vormals doch stark in der materiellen Welt der Patente forschenden Beamten »verführt worden« zu sein und diese komplexen Vorgänge der Heilung in einer ganz neuen und offensichtlich wirksamen Weise kennengelernt zu haben.

Gerhard Klügls Herangehensweise bedeutet für uns Schulmediziner eine unglaubliche Herausforderung. Denn um medizinisch effektiv zu arbeiten, wird es für einen Arzt immer wichtiger, sich diesen neuen Dimensionen von Gesundheit und Krankheit zu nähern und sie in das ärztliche Handeln mit einzubeziehen. Ich bin sehr sicher, dass eine zukünftige Medizin die Bedeutung von Geist und Seele, von Glauben, Glaubenssätzen und Spiritualität zunehmend berücksichtigen wird, um erfolgreich zu sein. Allein chemische oder klassisch-chirurgische Lösungswege sind und bleiben für eine umfassende Heilung unzureichend. Stellvertretend für dieses neue Denken sind der seit dem Herbstsemester 2010 bestehende Lehrstuhl an der Ludwig-Maximilians-Universität in München für Spiritualität und Medizin wie auch der neue universitäre Studiengang »Integrative medizinische Wissenschaften« an der Steinbeis-Hochschule zu Berlin seit Oktober 2011. Hier wird für Ärzte ein postgradualer Studiengang angeboten, der in wissenschaftlicher Weise die Synthese aus konventioneller Medizin und Verfahren der Informations-, Energie- und Regulationsmedizin (Forschungen aus den USA, Russland und Fernost) zu einem anwendungsbereiten Wissen herstellen wird.

Zweifellos ist Gerhard Klügl dank seiner profunden Auraarbeit auch hier ein Wegbereiter und Pionier gewesen. Ich möchte ihm dafür sehr persönlich danken, wie sicherlich auch so mancher Kollege, der mit Herz und Verstand und einer notwendigen Offenheit neue Wege bei der Behandlung von Erkrankungen gefunden hat.

PD Dr. med. habil. Albrecht Hempel

»Er war meine letzte Hoffnung und bewirkte gleich ein doppeltes Wunder«

Die unerklärliche Heilung der Josefine Steininger

Josefine Steininger sah sich um, und ihr Blick glitt hinüber auf den Tisch, wo sorgsam nebeneinander aufgereiht die verschiedenen chirurgischen Instrumente lagen. Sie erschauerte und musste unwillkürlich an ihre OP zurückdenken, bei der ihr zwei Jahre zuvor der linke Eierstock entfernt worden war.

Was war bloß los? Wieso ließ sie das Schicksal in letzter Zeit nicht mehr zur Ruhe kommen? Erst diese Sache mit dem Eierstock, dann der Unfall mit dem Lkw, der ihr über den Fuß fuhr, und jetzt auch noch das: Diabetes Typ 2! Dabei hätte sie es noch gar nicht mal selbst gemerkt, wenn nicht … wenn eben der Lastwagen nicht gewesen wäre und man in der Notaufnahme ihr Blut nicht untersucht hätte. Tja, und nun nahm sie schon seit Monaten Medikamente, und es reichte immer noch nicht – ihre Zuckerwerte stiegen und stiegen: 247, 304, 323, 407.

Am Montag sollte sich nun entscheiden, ob sie künftig Insulin würde spritzen müssen. Aber das können die vergessen! Nie und nimmer würde sie das tun, nicht, ohne dass sie vorher alles unternommen hätte, einen anderen Weg zu finden. Na ja, wenigstens diesen einen anderen Weg, auf dem sie sich gerade befand … Was für ein Glück, dass Gerhard Klügl sie heute noch »reinschieben« konnte – obwohl Wochenende ist. Nein, nein, die Unglücksserie musste endlich ein Ende haben. Und wann, wenn nicht heute?

Josefine Steininger rutschte nervös auf ihrem Stuhl, den Gerhard Klügl in die Mitte des Raumes gestellt hatte. Sie befand sich im Behandlungszimmer einer Allgemeinärztin, die mit dem Aurachirurgen regelmäßig zusammenarbeitete. Gerhard Klügl stand, ihr den Rücken zugewandt, an einem Körpermodell aus Plastik, bei dem der Bauch offen war und man die Organe herausnehmen konnte, und er richtete ein paar Innereien wieder zurück an Ort und Stelle.

»Und Sie sind direkt aus dem Krankenhaus hergekommen?«, fragte Gerhard Klügl und drehte sich mit einem freundlichen Lächeln zu ihr um.

»Direkt«, bestätigte sie, eigens für diesen Termin habe sie um Ausgang gebeten und müsse auch gleich nach der Behandlung wieder zurück.

»Na, dann sollte es sich ja wenigstens gelohnt haben – bei dem Schneetreiben heute«, entgegnete er schmunzelnd und bat sie, sich hinzustellen, um ihre Aura abzutasten.

Das tat sie, und Gerhard Klügl erhob seine Hände über ihren Kopf. Dann schloss er die Augen, konzentrierte sich und ließ die Hände in einer ruhigen, sanften Bewegung an ihr hinabgleiten. Auf der Höhe ihres Halses hielt er inne. Ob sie häufig Probleme mit dem Hals habe, Heiserkeit, Verspannung oder Ähnliches? Sie bejahte. Gerhard Klügl nickte und machte eine Handbewegung unmittelbar vor ihrem Kehlkopf, als würde er ihr gegen die Gurgel drücken, hin und zurück, hin und wieder zurück. Ob sie dabei einen Druck verspüre? – »Ja.« – Klügl nickte wieder und griff ihr hinter den Kopf, umschloss irgendetwas nicht Sichtbares, ein »virtuelles Seil« oder etwas in der Art, und zog es nach oben.

»Und jetzt – spüren Sie etwas?«

»Ja, ich bekomme keine Luft.«

Der Aurachirurg schmunzelte. Dann ging er zu seinem Tisch mit den Instrumenten und holte eine Schere. Er ergriff wieder den imaginären Strick und schnitt ihn unterhalb seiner Hand ab.

»Besser?«

Josefine Steininger konnte es kaum glauben: Ja – es war besser, viel besser sogar! Wie konnte das denn gehen? Wie hatte er das gemacht?

»Sie wurden wahrscheinlich in einem früheren Leben erhängt«, erklärte Klügl, als wäre es das Natürlichste auf der Welt. »Bitte jetzt den Kopf mal nach links und nach rechts drehen.«

Josefine Steininger wandte den Kopf nach beiden Seiten. Na ja, hier nach links, lachte sie, könne sie nicht so weit, aber das habe sie schon lange, da könne man halt nichts machen.

Klügl verkniff das Gesicht, er war ganz und gar nicht derselben Meinung. Er ging wieder hinüber zu seinem Tisch. Nach kurzer Überlegung kam er mit einem flachen Spatel zurück. »Sooo«, sie solle sich jetzt bitte umdrehen, er werde ihre Halswirbel anheben und wieder in die richtige Position bringen! Josefine Steininger zögerte, denn sie wollte sehen, welches Instrument der Aurachirurg diesmal ausgewählt hatte, aber es gelang ihr nicht. Er drehte sie behutsam mit dem Gesicht zur Wand und begann mit dem Spatel knapp oberhalb ihres Rückens zu hantieren.

Gut, dachte sie, vielleicht ist es auch besser, wenn ich gar nicht mitbekomme, was vor sich geht, und sie konzentrierte sich auf die weiße Wand – so würde sie wenigstens nicht beeinflusst werden.

»Sooo«, wandte sich Gerhard Klügl nach einer Weile wieder an sie, nachdem er in der Luft an mehreren Stellen angehoben, leicht gedrückt und reguliert hatte. »Bitte den Kopf nochmal nach links drehen!«

Etwas enttäuscht, dass sie überhaupt nichts gespürt hatte, drehte Josefine Steininger ihren Kopf … langsam, immer weiter, noch ein Stück, dann doch vorsichtiger, weil sie auf den Stich wartete, der ab einem gewissen Winkel immer kam … weiter, noch kein Schmerz, ein kleines Stückchen, noch immer kein Schmerz! Unglaublich – sie konnte den Kopf wieder frei nach links drehen! Sie strahlte.

Klügl zog kritisch die Stirn in Falten. »Aha, gut, der Strick ist weg und die Erinnerung auch«, sagte er, hob erneut die Hände und schloss die Augen, um ihre Aura nachzutasten.

Diesmal blieb er auf der Höhe ihres Beckens hängen. Ob sie nachts häufig auf die Toilette müsse. – »Hm, eigentlich nicht«, sie habe einen guten Schlaf, wenn sie allerdings am Abend zuvor recht viel getrunken habe, dann vielleicht …

Und wie es mit dem Blinddarm stünde, noch drin? – »Ja, noch drin.« – Und andere Organe? – »Alles drin.« – Nun, das sei aber komisch, weil es sich so anfühlte, als seien Löcher im Bauch.

Josefine Steininger stutzte. Unmöglich, dachte sie, sollte er etwa … »Der Eierstock, ja, die linke Seite fehlt«, gestand sie, »und ich habe manchmal auch noch ein leichtes Ziehen.«

Klügl sah sie eindringlich mit sehr konzentriertem Gesichtsausdruck an. Er überlegte, doch schien er irgendwo anders zu sein, ganz weit weg, wohin man ihm nicht folgen konnte. Ohne ein Wort zu sagen, ging er dann wieder zum Instrumententisch und kam mit einer Pinzette und einer chirurgischen Nadel zurück.

»Ich werde jetzt die Löcher energetisch schließen«, kündigte er an und begann, Josefine Steiningers Unterleib symbolisch mit Pinzette und Nadel zuzunähen. Dabei hielt er mit der Pinzette andeutungsweise etwas zusammen und machte Stiche, ein paar hier, ein paar dort … »Fertig, Frau Steininger, jetzt müsste es wieder gut sein!«

Josefine Steininger war ein bisschen enttäuscht. Nach dem ersten Erfolgserlebnis mit ihrem Hals, als sie die Verbesserung gleich hatte spüren können, war das mit dem »Löcherzunähen« für ihr Empfinden einfach zu spurlos an ihr vorübergegangen. Eilig kam sie daher gleich zur Sache, zu dem, warum sie überhaupt hier war. Sie schilderte kurz ihre Krankheitsgeschichte, den Unfall mit dem Lkw, den Befund in der Notaufnahme, Zuckerwerte, Langzeitzucker, deren stete Verschlechterung, ihr sechswöchiger Aufenthalt im Krankenhaus und die »Galgenfrist« bis Montag.

Klügl hörte aufmerksam zu. Schließlich tastete er vorsichtig unmittelbar vor ihrem Bauch, ohne ihn zu berühren. Ob sie hier etwas spüre? – »Nein.« – »Und hier?« – »Nein.« Er wanderte hinüber zum Solarplexus. »Und hier?« – »Ja, hier tut’s leicht weh.« – »Und wie ist es hier?« – »O ja, hier tut’s noch mehr weh!« – »Aha. Dann … weiß ich vielleicht, was es ist«, sagte er, mehr zu sich selbst, stand auf und verließ das Zimmer.

Gerhard Klügl kam mit einer netten Dame zurück, die sich als Fußreflexzonentherapeutin vorstellte. Sie holte sich sogleich einen Stuhl heran und bat um Josefine Steiningers Fuß.

»Ich habe einen Verdacht und möchte ihn überprüfen«, erklärte der Geistheiler und gab der freundlichen Therapeutin noch einen Hinweis: »Bitte nur an dem Organ, das ich Ihnen genannt habe.«

Die Therapeutin nickte und suchte nach der entsprechenden Stelle am Fuß. »Ja, das hier müsste sie sein, so – tut Ihnen das hier weh?«, fragte sie.

»Au! – O ja!«, antwortete Josefine Steininger und zog den Fuß weg.

»Ha!« So habe er sich das gedacht, freute sich Klügl. Er ging wieder zu seinen Instrumenten und kam mit einer Injektionsspritze zurück. Er packte sie aus, steckte die Nadel auf. »Keine Angst, ist nur symbolisch«, beruhigte er Josefine Steininger, aber dort, wo die Bauchspeicheldrüse und die Gallenblase zusammengehen und in den Dünndarm führen, da fühlte es sich an, als ob der Zufluss blockiert sei. »Irgendwie kommt da kein Insulin mehr in den Darm.«

»Ach, blockiert?«, staunte sie. »Könnte es vielleicht sein, weil ich vor zwei Jahren so viel Eiter im Bauch hatte, dass …?«

Ob das vom Eiter komme, wisse er nicht, meinte Klügl, aber in jedem Fall müsse der Zufluss wieder frei gemacht werden. Er konzentrierte sich, hielt die Spritze vor sein Stirnchakra und schloss die Augen. Behutsam zog er den Kolben auf. Eine schweigende Weile verging, Josefine Steininger saß da und sah ihm zu. Dann setzte er die Spritze bis kurz vor die betreffende Stelle und führte die Kanüle – sehr langsam – mit einer Drehbewegung in ihre Aura ein. Dort gab er eine Injektion, hielt kurz inne und zog dann den Kolben gleichmäßig wieder auf. Währenddessen neigte er die Spritze in verschiedenen Winkeln, drehte sie immer wieder, als würde er irgendwo in verborgenen Ecken absaugen. Schließlich zog er die Nadel ab.

»Haben Sie da jetzt etwas herausgezogen?«

»Ja, erst ausgespült, dann abgesaugt.«

Klügl tastete mit der Hand über den Solarplexus. »Noch Schmerzen? Nein? Dann wollen wir’s doch nochmal probieren«, bat er die Therapeutin wieder um Unterstützung. Sie nahm sich Josefine Steiningers Fuß und tastete: »Hier … da … hier vielleicht … oder hier? …«

Sie wagte kaum, sich richtig zu freuen – aus Angst, der Schmerz würde womöglich zurückkehren. Und dennoch konnte und wollte sie ihre innere Euphorie nicht unterdrücken. Sie hatte keinerlei Schmerzen mehr bei der Nachprüfung durch die Therapeutin gehabt. Und sie wusste auch, wieso: weil Gerhard Klügl sie geheilt hatte. Daran zweifelte sie jetzt keine Sekunde mehr.

Josefine Steininger kehrte ins Krankenhaus zurück und begab sich unter die Dusche, dann erzählte sie ihrer Zimmernachbarin von ihrem ereignisreichen Nachmittag. Als sie sich währenddessen den Morgenmantel überziehen wollte, deutete die Nachbarin plötzlich erstaunt auf eine kleine Einstichnarbe unterhalb des Solarplexus. Ob sie dort womöglich von dem Aurachirurgen gepiekst worden sei? »Narbe, wo?« – »Na, hier.« – »Aber nein, die habe ich noch nie gesehen!«

Josefine Steininger erstrahlte übers ganze Gesicht … Das war er, dachte sie zufrieden, der endgültige Beweis, das untrügliche Zeichen, dass ihre Unglücksserie unwiderruflich ein Ende gefunden hatte!

Am darauffolgenden Montag, dem 23. April 2001, wurden bei Josefine Steininger letzte Laborwerte und Untersuchungen gemacht, bevor eine Umstellung auf Insulin erfolgen sollte. Nach Abschluss der Auswertungen waren alle ihre Zuckerwerte allerdings normal und ohne Befund. Der behandelnde Arzt, der sich zunächst nur getäuscht zu haben glaubte, verglich die Untersuchungsergebnisse mehrfach mit dem Krankenbericht und ließ sämtliche Untersuchungen wiederholen. Doch auch das brachte nichts Neues. Man behielt Frau Steininger noch sechs Wochen in der Klinik, führte Tests durch und beriet sich in zahllosen Sitzungen. Schließlich kam man zu dem Schluss, dass es sich um Schwankungen handeln musste und der Diabetes früher oder später wieder ausbrechen würde. So wurde Josefine Steininger erst auf eine minimale Medikation gesetzt, und als ihre Werte weiter stabil blieben, durfte sie ab Mai desselben Jahres schließlich auf alle Medikamente verzichten. Gespritzt hat sie bis heute nicht.

Monate später fiel Josefine Steininger erst auf, dass sie auch keinerlei Ziehen mehr aus ihrer linken Leiste spürte. Mit einer leisen Hoffnung angesichts der wunderbaren Heilung ihres Diabetes beschloss sie, sich ein genaues Bild zu machen, ob Gerhard Klügls »Löchervernähen« vielleicht ebenfalls Wirkung gezeigt hatte. Sie suchte zu diesem Zweck eine ihr unbekannte Frauenärztin auf und ließ sich routinemäßig untersuchen. Die Untersuchung war ohne Befund! Selbst nach zwei- und dreimaliger Überprüfung auf ihre Bitte hin konnte die Gynäkologin nichts Außergewöhnliches feststellen – es ließ sich beim besten Willen weder etwas finden, was da nicht hingehörte, noch bemerken, dass dort etwas fehlte!

Josefine Steininger war fassungslos. Mit zitternder Stimme fragte sie vorsichtig nach, ob denn auch der linke Eierstock vorhanden sei. Die Ärztin lachte. Warum er denn um Himmels willen nicht da sein sollte, erwiderte sie fragend, nunmehr doch neugierig geworden. Die Patientin aber verzichtete auf mühsame Erklärungen, die sie selbst nicht einmal verstand. Dass bei ihr am Ende wie bei einem Salamander ein Organ wieder nachgewachsen war, übertraf selbst ihre kühnsten Erwartungen und wäre von der Ärztin ganz bestimmt nicht ernst genommen worden.

Josefine Steininger lebt heute, über zehn Jahre nach ihrer Aurabehandlung durch Gerhard Klügl, glücklich und gesund, mit zwei Eierstöcken und perfekten Blutzuckerwerten.

Wenn ich es nicht geglaubt hätte, hätte ich es nicht gesehen

Eine neue Wahrnehmung der Welt

Können Sie sich vorstellen, dass es neben unserer Welt der reinen Materie auch feinstoffliche »höhere Instanzen« gibt, die alles steuern? Besitzen Körperzellen ein Bewusstsein und Objekte eine Ausstrahlung? Sind wir alle in einer Art Matrix über Raum und Zeit miteinander verbunden? Glauben Sie, dass die Kraft positiver Gedanken unheilbar Kranke heilen kann? Und dass im umgekehrten Fall negative Gedanken und dauerhafter Kummer krank machen? Ja? Vielleicht? Keine Ahnung? Eher nicht … oder doch?

Um sich ein richtiges Bild von Gerhard Klügl und seinem Wirken als Aurachirurg zu machen, muss man sicher eine gewisse Grundoffenheit für neue Ideen und Konzepte mitbringen, auch wenn sie nach schulmedizinischen Erkenntnissen nicht fassbar sind. Die moderne Physik hat festgestellt, dass es für alternatives Heilen ein neues wissenschaftliches Fundament geben könnte, das wesentlich auch auf Theorien beruht, die sich durch die Quantenphysik erklären. Diese neue Wissenschaft ist fundamental und behandelt Phänomene, die dem rein logischen Menschenverstand Paroli bieten und ein notwendiges Maß an Interpretation zulassen. Will man hier Verständnis erlangen, ist es darum umso entscheidender, keinerlei vorgefasste Meinung zu haben. Man muss sich davon befreien und eine »grenzüberschreitende« Sichtweise zulassen, sodass man möglichst auch nicht unterbewusst nach Gelegenheiten sucht, das Ganze vom »logischen Verstand« aus zu beurteilen. Und wie unwirklich auch immer Ihnen die in diesem Buch beschriebenen Wunderdinge vorkommen mögen, es bedarf weder eines bedingungslosen Glaubensbekenntnisses, noch muss man einen Gerhard-Klügl-Fanclub gründen. Das wäre ebenso unsinnig wie eine kategorische Ablehnung oder sogar Verteufelung. Es geht allein um die Chancen, die diese ungewöhnliche Heilmethode für Sie eröffnen kann.

Wie andere Formen der Geistheilung ist die Aurachirurgie das Ergebnis einer neuen Wahrnehmung der Welt, die den Beginn einer Epoche kennzeichnet, in der sich etwas Revolutionäres anbahnt, das mehr ist als nur das Wunschdenken von Fantasten. Ziel ist es nicht, esoterisches Gedankengut dem schulmedizinischen Wissen vorzuziehen oder sich klar für das eine und gegen das andere zu positionieren. Schließlich geht es ja gerade darum, nicht erneut in starren Sichtweisen zu verharren, wie es großenteils noch unter Schulmedizinern, aber ebenso in der »alternativen Szene« geschieht.

Geistheilung ist ein reales Phänomen, tausendfach dokumentiert und von hochrangigen Wissenschaftlern als sogenannte Spontanheilung bestätigt. Diese Wunderheilungen geschehen wirklich, unabhängig davon, ob man daran glaubt, dass Heilenergie Geschwüre schrumpfen und sogar Organe nachwachsen lassen kann, dass wir in unserer Aura karmische Verstrickungen aus früheren Leben mit uns tragen oder dass geistähnliche Erscheinungen einen Einfluss auf die Gesundheit haben und vieles andere mehr. Glücklicherweise muss man eine Heilung ja nicht unbedingt verstehen, damit sie stattfindet.

Die Erkenntnisfähigkeit jeder medizinischen Disziplin findet ihre Grenzen dort, wo ihr selbstgewählter Fachbereich endet.

Wir befinden uns mitten in einem medizinischen Paradigmenwechsel, und immer mehr Menschen setzen ihre Hoffnung auf alternative Heilmethoden. Doch warum ist das eigentlich so?

Bis heute »funktioniert« die Schulmedizin noch immer nach dem Weltbild Isaac Newtons, also auf Grundlage von Ideen, die weit bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Zwar hat sie seitdem zweifellos bahnbrechende Fortschritte bei Therapien und der Symptombekämpfung auf rein körperlicher Ebene gemacht, dem Verständnis der grundlegenden Mysterien unseres eigenen Daseins jedoch hat sie uns nicht wesentlich näher gebracht: wer wir sind, warum wir sind, wie wir funktionieren und warum wir krank werden.

Wenn wir erkranken, wünschen wir uns nichts sehnlicher, als dass der Schmerz vergeht und wir wieder gesund sind. Um dies zu erreichen, sind viele Menschen zu fast allem bereit und lassen nichts unversucht – besonders jene, die unter jahrelangen chronischen Beschwerden leiden. Sie begeben sich auf eine Odyssee mit unzähligen Arztbesuchen und suchen ihr Heil in kostspieliger Diagnosetechnik und teuren Medikamenten. Leider ist ihnen dabei meist nicht klar, dass das »Heil« in jedem Fall nicht nur das Körperliche betrifft, sondern ebenso gut auch »Seelenheil« oder das »Heil-Sein« auf anderen, feinstofflicheren Ebenen bedeutet. Doch wen wundert’s? Die jahrhundertealte kartesianische Auffassung, dass Körper und Seele – Materie und Geist – verschiedene Substanzen, also etwas Getrenntes, sind und allenfalls aufeinander einwirken, ist eben nicht nur zum Stützpfeiler der klassischen Medizin geworden, sondern prägte auch nachhaltig das eigene Krankheitsbewusstsein dahingehend, dass ein Problem möglichst an einer genau definierten Stelle des Körpers behoben, bestrahlt, herausgeschnitten oder wie auch immer »repariert« werden müsse. Das ist klar und eindeutig und geht auch schneller, als würde man sich stets mit dem gesamten Organismus und vielleicht auch noch mit dem eigenen Seelenleben befassen. Die Psychosomatik und alternative Heilmethoden hingegen versuchen, diese Trennung zwischen Körper und Geist zu überwinden, und befassen sich in erster Linie mit deren Wechselwirkungen. So glauben sie die Ursachen von gesundheitlichen Störungen ausfindig zu machen, um auch scheinbar rein körperliche Krankheiten nachhaltig heilen beziehungsweise ihr Auftreten verhindern zu können. Ein toller Gedanke, möchte man meinen, dennoch bleiben derartige Therapieansätze Sonderdisziplinen. Das Gros der Behandlungen findet nach wie vor in den Praxen der herkömmlichen Schulmediziner statt.

Trotz alledem ist die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten, da immer mehr Ärzte die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Behandlung erkennen und auf alternative, komplementäre Heilmethoden setzen: Neben »Klassikern« wie der Homöopathie, der Energie- und Informationsmedizin, der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), den diversen Physiotherapieformen und dem Einsatz von altem Heilwissen geht man heutzutage auch immer öfter auf schamanische Reisen zu inneren Bildern der Heilung, setzen Krankenhäuser verstärkt Geistheiler ein, und Krankenschwestern legen ihre Hände auf. Sogenannte »Medical Intuitives« – »medizinisch Intuitive« (»mediale Beisitzer«) – wohnen klinischen Untersuchungen bei, Ärzte greifen vor der Therapie zum Pendel, und Schmerzen werden inzwischen völlig ohne Medikamente gelindert. Eine ganz neue Welt der Medizin eröffnet sich – wir müssen sie nur betreten.

Das Gesetz der Kausalität besagt, dass ein Ereignis nicht stattfindet, wenn bestimmte Ursachen oder Bedingungen nicht erfüllt sind, oder aber, dass es zu einer Wirkung kommen muss, wenn alle Umstände dafür gegeben sind. Wendet man dies nun in der Medizin auf die sogenannten Spontanheilungen an, hätte eine Heilung gar nicht stattfinden dürfen, weil die Bedingungen dafür ja nicht erkennbar waren. Dennoch geschehen Spontanheilungen. Und zwar in einem weit höheren Maße, als man bislang angenommen hatte. Entgegen einschlägigen Berichten, denen zufolge Spontanheilungen nur in einem von 100.000 Fällen eintreten, belegte eine sorgfältig durchgeführte Mammografiestudie1 aus dem Jahr 2008 eine Spontanregressionsquote bei kleinen Tumoren von 22 Prozent. In anderen Worten: Wenn der Krebs noch nicht zu weit fortgeschritten ist, treten bei fast jedem vierten Patienten unerklärbare Heilungsprozesse ein!