Radio Heimat - Frank Goosen - E-Book

Radio Heimat E-Book

Frank Goosen

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Beschreibung

"Woanders is auch scheiße!" Erfrischend ehrlich, wahrhaft komisch, entwaffnend sentimental - Frank Goosens geschichtensattes Hohelied auf das, was ihm und auch uns allen Heimat ist: die liebenswerte Haut, aus wir nicht mehr können. Wo sonst auf der Welt wird die fröhliche Begrüßung "Ey, Jupp, du altes Arschloch!" als freundschaftliche und ehrerbietig empfunden? Nirgends, nur entlang der A 40, im Herzen der schönsten deutschen Provinz, die zwar nicht wirklich viel Gegend hat, dafür aber jede Menge skurrile, herzliche, raue, gnadenlos ehrliche Ureinwohner. Denn "es geht um die Menschen", und von diesen Menschen erzählt Frank Goosen in seinem ganz besonderen, sehr persönlichen Ton. Er fördert Kindheitserinnerungen von Omma und Oppa (die im Bochumer Rathaus wohnten und stadtbekannt waren) zutage, er durchstreift mit Mücke, Pommes und Spüli die Untiefen einer Jugend, er steht an der Seltersbude auf ein Bierchen, leidet und jubelt mit den Fans im Stadion, durchkämmt Schrebergärten und Zechen, Industriebrachen und Einkaufszentren.

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Lübbe Digital

Vollständige E-Book-Ausgabedes in der Bastei Lübbe GmbH & Co. KG erschienenen WerkesLübbe Digital in der Bastei Lübbe GmbH & Co. KG© Januar 2010 by Eichborn Verlag in der Bastei Lübbe GmbH & Co. KG, KölnUmschlaggestaltung: Christiane Hahn unter Verwendung eines Fotos von Philipp WenteDatenkonvertierung: Fotosatz Amann, AichstettenISBN 978-3-8387-2325-9Sie finden uns im Internet unter www.luebbe.deBitte beachten Sie auch: www.lesejury.de

»Sag mal, Omma, stimmt das denn alles, was du da so erzählst?«»Hasse dich gelangweilt?«»Nö.«»Na also!«

Für Omma

Inhalt

Land und Leute

Nicht schön, aber direkt

Wir sind Strukturwandel

Onkel Josef und Tante Henni: Staying Power

Saubere Unterwäsche

Der Currywurst−Vorfall

Helden

Der Laberfürst

Weine nicht, meine Freund!

Kinderstunde

Alte Leute

Vonne Alleestrasse weg

Rathauskind

Ostern

Wenn Ali boxte

Abschied von der Bimbo−Box

Steh auf, du Mädchen!

Fast berühmt

Pokerface

Blagen according to Theo

Fakten für Verbraucher

Budenzauber

Mach die Augen zu und iss!

Akropolis adieu!

Watt der Mensch braucht, datt muss er haben!

Ungesunde Getränke

Payback

»Ich glaube, wir müssen das hochkant nehmen!«

Billich wird datt nich!

Der lachende Zahnarzt

Schwiegermutter

Unterhaltung am Wochenende

Wieder voll da!

Eichhörnchen sehen

Once upon a Sendeschluss

Datt gibbet nur bei uns!

Spielen statt arbeiten!

Der Salon des kleinen Mannes

Gartenarbeit

Jahrhunderthalle

Nachrichten, Wetter, Verkehr

Im Land der Autobahnen

Oh 40 du!

Kadett

Bluesmobil

Dies ist kein Lieblingslied

Taxi Bochum

Schnee von gestern, Schnee von heute

Wichtig für die Region

Land und Leute

Nicht schön, aber direkt

An lauen Sommerabenden stehe ich gern auf der Eisenbahnbrücke am Lohring in Bochum und schaue auf meine Stadt. Ich sehe das Mercedes-Hochhaus am Bahnhof, die Fiege-Brauerei, das neue Hochhaus der Stadtwerke (das ein bisschen aussieht wie der Monolith aus »2001«), die Türme von Propstei- und Christuskirche, und ganz rechts erkenne ich sogar noch den Förderturm des Bergbau-Museums. Und dann denke ich: Boah! Schön ist das nicht!

Wir im Ruhrgebiet laden Auswärtige gern ein, zu uns zu kommen, um ihren Begriff von Schönheit zu erweitern. Eine mittelalterliche Garnisonsstadt mit Stadtmauer, Fachwerkhäusern und Fürstenresidenzen schön finden, das kann jeder. Aber auf dem Gasometer in Oberhausen stehen, sich umgucken und sagen: Wat ne geile Gegend!, das muss man wollen. Dafür muss man von hier sein.

Was wird am Ruhrgebiet am meisten überschätzt? Das viele Grün! Wir können es nicht mehr hören, wenn die Zugereisten sagen: Ich hätte nie gedacht, dass es hier so viele Bäume gibt! Ja, stellt euch vor, wir haben sogar fließend Wasser!

Aber »Gegend«, von der wir bei uns nebenbei bemerkt gar nicht so viel haben, ist auch nicht so wichtig. Das Wichtige sind immer die Leute.

Was sind wir für ein Menschenschlag im Ruhrgebiet? Nun, man sagt uns nach, wir seien nicht besonders höflich, dafür aber sehr direkt. Das heißt, man kommt mit uns ins Gespräch, ob man will oder nicht. Und erfährt bisweilen Dinge, ohne die man durchaus hätte weiterleben können. Ich selbst stand mal an einer Ampel und gewahrte aus dem Augenwinkel einen älteren Herrn, der nonverbal, durch aggressives Gucken, mit mir Kontakt aufnehmen wollte. Ich hatte daran kein Interesse und versuchte, das rote Männchen zu hypnotisieren, auf dass es schneller dem grünen Platz mache. Da sprach der Mann mich doch noch an.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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