Ratgeber Somatoforme Beschwerden und Krankheitsängste - Elisabeth Rauh - E-Book

Ratgeber Somatoforme Beschwerden und Krankheitsängste E-Book

Elisabeth Rauh

0,0
7,99 €

Beschreibung

Die meisten Menschen kennen körperliche Beschwerden, wie z.B. Kopf- oder Rückenschmerzen, Schwindelgefühle, Blähungen, Übelkeit oder Sehstörungen und sind erleichtert, wenn diese nach wenigen Tagen wieder verschwunden sind. Was aber, wenn die Beschwerden nicht vergehen und diese nicht durch eine organische Erkrankung, durch eine Verletzung oder durch die Einnahme einer Substanz erklärt werden können, wie dies bei somatoformen Beschwerden der Fall ist? Somatoforme Beschwerden werden von den Betroffenen meist als sehr belastend erlebt und führen häufig zu erheblichen Einschränkungen im Berufsleben, in der Familie und in der Freizeitgestaltung. Die Lebensqualität der Betroffenen ist dadurch erheblich beeinträchtigt, nicht zuletzt auch durch die mit der Störung verbundenen Krankheitsängste. Diese wiederum beeinflussen das Krankheitsverhalten erheblich. Der Ratgeber bietet zahlreiche Empfehlungen für den Umgang mit somatoformen Beschwerden und hypochondrischen Ängsten. Er erläutert, was die Beschwerden chronisch werden lässt und wie die Betroffenen lernen können, ihren Alltag trotz der Beeinträchtigungen positiv zu gestalten. Angehörige erfahren, wie sie Betroffene bei der Behandlung unterstützen und wie sie Verständnis und Geduld bewahren können.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 49

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0



Ratgeber Somatoforme Beschwerden und Krankheitsängste

Ratgeber zur Reihe Fortschritte der Psychotherapie

Band 11

Ratgeber Somatoforme Beschwerden und Krankheitsängste

von Dr. Elisabeth Rauh und Prof. Dr. Winfried Rief

Herausgeber der Reihe:

Prof. Dr. Dietmar Schulte, Prof. Dr. Klaus Grawe,

Prof. Dr. Kurt Hahlweg, Prof. Dr. Dieter Vaitl

Ratgeber

Somatoforme Beschwerden

und Krankheitsängste

Informationen für Betroffene und Angehörige

von Elisabeth Rauh

Dr. med. Elisabeth Rauh, geb. 1964. 1986-1992 Studium der Medizin in Erlangen, Lübeck. 1992 Promotion. Seit 2003 Ärztliche Leiterin der Psychosomatischen Klinik mit dem Zentrum für Verhaltenstherapeutische Medizin am Klinikum Staffelstein.

Prof. Dr. rer. soc. Winfried Rief, geb. 1959. 1979-1984 Studium der Psychologie in Trier. 1987 Promotion. Anschließend Tätigkeit in verschiedenen Psychiatrischen und Pshycosomatischen Kliniken. 1989-2000 Leitender Psychologe in der Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee. 1994 Habilitation. 1999 Approbation als Psychologischer Psychotherapeut. Seit 2001 Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Marburg.

Wichtiger Hinweis: Der Verlag hat für die Wiedergabe aller in diesem Buch enthaltenen Informationen (Programme, Verfahren, Mengen, Dosierungen, Applikationen etc.) mit Autoren bzw. Herausgebern große Mühe darauf verwandt, diese Angaben genau entsprechend dem Wissensstand bei Fertigstellung des Werkes abzudrucken. Trotz sorgfältiger Manuskriptherstellung und Korrektur des Satzes können Fehler nicht ganz ausgeschlossen werden. Autoren bzw. Herausgeber und Verlag übernehmen infolgedessen keine Verantwortung und keine daraus folgende oder sonstige Haftung, die auf irgendeine Art aus der Benutzung der in dem Werk enthaltenen Informationen oder Teilen davon entsteht. Geschützte Warennamen (Warenzeichen) werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann also nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handele.

© 2006 Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG

Göttingen • Bern • Wien • Toronto • Seattle • Oxford • Prag

Rohnsweg 25, 37085 Göttingen

http://www.hogrefe.de

Aktuelle Informationen • Weitere Titel zum Thema • Ergänzende Materialien

Copyright-Hinweis: Das E-Book einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Nutzungsbedingungen: Der Erwerber erhält ein einfaches und nicht übertragbares Nutzungsrecht, das ihn zum privaten Gebrauch des E-Books und all der dazugehörigen Dateien berechtigt. Der Inhalt dieses E-Books darf von dem Kunden vorbehaltlich abweichender zwingender gesetzlicher Regeln weder inhaltlich noch redaktionell verändert werden. Insbesondere darf er Urheberrechtsvermerke, Markenzeichen, digitale Wasserzeichen und andere Rechtsvorbehalte im abgerufenen Inhalt nicht entfernen. Der Nutzer ist nicht berechtigt, das E-Book – auch nicht auszugsweise – anderen Personen zugänglich zu machen, insbesondere es weiterzuleiten, zu verleihen oder zu vermieten. Das entgeltliche oder unentgeltliche Einstellen des E-Books ins Internet oder in andere Netzwerke, der Weiterverkauf und/oder jede Art der Nutzung zu kommerziellen Zwecken sind nicht zulässig. Das Anfertigen von Vervielfältigungen, das Ausdrucken oder Speichern auf anderen Wiedergabegeräten ist nur für den persönlichen Gebrauch gestattet. Dritten darf dadurch kein Zugang ermöglicht werden. Die Übernahme des gesamten E-Books in eine eigene Print- und/oder Online-Publikation ist nicht gestattet. Die Inhalte des E-Books dürfen nur zu privaten Zwecken und nur auszugsweise kopiert werden. Diese Bestimmungen gelten gegebenenfalls auch für zum E-Book gehörende Audiodateien.

Umschlagabbildung: © Getty Images, München

Format: EPUB

Konvertierung: Brockhaus/Commission

EPUB-ISBN: 978-3-8444-1781-4

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1      Somatoforme Störungen – Was ist das?

1.1    Die Beschreibung des Krankheitsbildes

1.2    Woran erkennt man somatoforme Störungen?

1.3    Wer hat somatoforme Störungen?

1.4    Wie entwickeln sich somatoforme Störungen und Krankheitsängste weiter?

1.5    Wie wirken somatoforme Beschwerden auf andere?

2       Wie kommt es zur Diagnose „Somatoforme Störungen“ und warum gehen die Beschwerden nicht von alleine weg?

3       Was kann man gegen somatoforme Störungen unternehmen?

3.1    Kann man selber etwas tun?

3.2    Medikamentöse Behandlung der Beschwerden

3.3    Selbsthilfegruppen

3.4    Wie sieht die Behandlung aus?

3.5    Was kann ich zu meiner Behandlung beitragen?

3.6    Was kann ich von der Behandlung erwarten?

3.7    Muss ich vielleicht etwas in meinem Leben ändern?

3.8    Rückfallprophylaxe

3.9    Befindlichkeitstagebuch

Anhang

Literaturempfehlungen

Arbeitsblätter

Vorwort

Somatoforme Störungen sind ein häufiges Krankheitsbild, obgleich die Diagnosebegriffe „Somatisierung“ bzw. „somatoforme Störungen“ eher unbekannt sind. Im Gegensatz dazu ist das Krankheitsbild der Hypochondrie allgemein bekannt, obwohl es weitaus seltener ist.

Als Betroffene von somatoformen Störungen oder hypochondrischen Ängsten möchten wir Sie informieren und beraten, damit Sie

–  einen Überblick über Ihre eigene Behandlungssituation gewinnen;

–  erkennen, was Beschwerden chronisch werden lässt;

–  lernen, wie Sie Ihren Alltag trotz Beschwerden gestalten können.

Im Anhang des Ratgebers finden Sie Arbeitsblätter, die aus der täglichen Arbeit mit Betroffenen entstanden sind. Diese sollen Ihnen die Umsetzung der vorgestellten Bewältigungsstrategien erleichtern.

Angehörige von Betroffenen mit somatoformen Beschwerden oder hypochondrischen Ängsten fühlen sich oft in einer Zwickmühle. Einerseits machen sie sich Sorgen über die fehlende Erklärung für die Beschwerden und das Nicht-Abklingen der Beschwerden, andererseits können die Beschwerden des anderen mit der Zeit die Beziehung strapazieren. Deshalb möchten wir Sie als Angehörige darüber informieren, wie

–  Sie den Behandlungsplan Ihrer betroffenen Angehörigen unterstützen

–  und wie Sie Verständnis und Geduld bewahren können.

Mit somatoformen Beschwerden zu leben und diese aktiv zu bewältigen ist eine Herausforderung. Aber auch wenn die Ursache der Beschwerden unklar bleibt, so gibt es doch klare, Erfolg versprechende Empfehlungen für den Umgang mit den Beschwerden.

Staffelstein und Marburg, Herbst 2005              E. Rauh und W. Rief

1     Somatoforme Störungen – Was ist das?

1.1    Die Beschreibung des Krankheitsbildes

Das Wort „soma“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet Körper, Leib. Unter somatoformen Beschwerden versteht man demnach schlicht und einfach Beschwerden, die die Form körperlicher Erkrankungen annehmen, sich jedoch nicht körperlich nachweisen lassen. Alle körperlichen Beschwerden vom Scheitel bis zur Sohle könnten an sich somatoform