Reise Chronik - Juliane Cieslik - E-Book

Reise Chronik E-Book

Juliane Cieslik

0,0

Beschreibung

Cori und Ulf sind Reisebuddys. Zusammen meistern sie jedes Abenteuer, rund um die Welt. In diesem ersten Teil hatte Ulf keinen Bock zu Verreisen, aber Cori ist da ganz anderer Ansicht. Sie reißt ihn von seiner Pizza los und nur wenige Stunden später, sitzen sie im Flieger nach Teneriffa. Witzig und informativ wird die Kanaren-Insel hier von Ulfs Perspektive aus beschrieben. Das Pärchen trifft auf typische, touristische Hotspots und auf einige nicht so stark frequentierte Orte. Während ihrer Reise lernen sie lustige Menschen kennen und schließen neue Freundschaften. Die Reisechroniken sind eine Mischung aus Reiseroman und Reiseratgeber. Hierin verarbeitet die Autorin ihre Erlebnisse auf Reisen. Die Bücher sollen eine gute Einstimmung auf den bevorstehenden Urlaub geben, den Leser erheitern und gleichzeitig über das gewählte Urlaubsland informieren. Aber auch ohne Reiseabsichten kann man mit den Protagonisten auf eine abenteuerliche und wahnwitzige Reise gehen.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern

Seitenzahl: 171

Veröffentlichungsjahr: 2019

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.


Ähnliche


Juliane Cieslik

Reise Chronik

Teneriffa

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Reise Chronik Teneriffa

Kapitel 1: Urlaub auf Balkonien

Kapitel 2: Pizza oder Teneriffa

Kapitel 3: Denn Vorfreude ist die schönste Freude

Kapitel 4: What a day, what a night…

Kapitel 5: Ein guter Tag fängt morgens an

Kapitel 6: Tapas aber nicht zu knapp(as)

Kapitel 7: Einfach nur Tag zwei

Kapitel 8: Ein Bier in der Hand, zwei Füße im Sand

Kapitel 9: Steig ein, wir fahren der Sonne entgegen

Kapitel 10: Mit dem Teide im Rücken, die restliche Zeit überbrücken

Kapitel 11: Abenteuer in La Orotava

Kapitel 12: Icod de los Vinos, nur ohne Wein

Kapitel 13: Ein Ausflug zum Loro-Parque

Kapitel 14: Ein Hoch auf unser Auto

Kapitel 15: Masca at it‘s best

Kapitel 16: Hippe Hipster Hippies

Kapitel 17: Früh am Morgen danach

Kapitel 18: Ein ganz ruhiger Tag

Kapitel 19: Ein künstliches Paradies

Kapitel 20: Über den Wolken scheint immer die Sonne

Kapitel 21: Ein Morgen wie zuvor

Kapitel 22: Vamos a la Anaga

Kapitel 23: Fisch, Musik und ein Haus in Afrika

Kapitel 24: Verflixt und zugesperrt

Kapitel 25: Zeichen der Natur

Kapitel 26: Tumult in der Nacht

Kapitel 27: Mein Traum wird wahr

Kapitel 28: Wie Mein Traum platzte

Kapitel 29: Der Wanderweg Nummer 12

Kapitel 30: Unterwegs im Vulkankessel

Kapitel 31: Los Gigantes

Kapitel 32: Das bunte, fantastische Leben der Insel!

Kapitel 33: Der letzte Urlaubstag

Kapitel 34: Back again…

Impressum neobooks

Reise Chronik Teneriffa

TENERIFFA

Juliane Cieslik

»Glück kann man nicht kaufen.

Aber man kann eine Reise buchen und das ist ziemlich nah dran«

Impressum

Texte: © Copyright by Juliane CieslikUmschlag: © Copyright by Bianca MüllerVerlag: Juliane Cieslik

Blumenstraße 8204155 [email protected]

la.viajane.de

Lektorat: Kerstin Koch

Druck: epubli, ein Service der neopubli GmbH, Berlin

Printed in Germany

Die Figuren im Roman-Teil sind frei erfunden, ihre Erlebnisse stimmen oft mit selbst erlebten Geschehnissen überein.

Die Angaben zum Ratgeber Teil sind recherchiert und aus eigenem Wissen zusammengetragen.

Über die Autorin:

Juliane Cieslik, geboren 1986 im schönen Harz, hat nun endlich ihre Leidenschaften verbunden und zur Berufung gemacht. Im Tourismus ist sie seit ihres Tourismusmanagement-Studiums (2006-2010) zu Hause. Das Schreiben war schon immer ihr Hobby. Nicht zuletzt durch das Bloggen bei einem Baby-Blog fand sie mehr und mehr Gefallen daran, dass sie sich jetzt dazu entschlossen hat, den Weg eines Autors zu gehen und das erste Buch zu schreiben.

Überdies vermittelt sie Menschen die schönste Zeit im Jahr, ihren Urlaub. Als Reiseberaterin hat sie umfangreiche Zielgebietskenntnisse, was ihrer Bücherreihe „Reise-Chroniken“ zu Gute kommt. Hierin verarbeitet sie ihre Erlebnisse auf Reisen. Die Bücher sollen eine gute Einstimmung auf den bevorstehenden Urlaub geben, den Leser erheitern und gleichzeitig über das gewählte Urlaubsland informieren.

Diesen ersten Band der Reise Chroniken widme ich meinen Eltern,

die mir ermöglicht haben, ihre Lieblingsinsel mit alteingesessenen Augen neu für mich zu entdecken.

Besonderer Dank gilt außerdem all meinen Unterstützern! @Kerstin Koch, vielen Dank für’s Lesen und dein kritisches Auge. @Bianca Müller, vielen Dank für die Umsetzung meines Wunsch-Covers. @Toni Cieslik, vielen Dank für’s Zuhören, Kritisieren und Unterstützen!

Kapitel 1: Urlaub auf Balkonien

Hallo, mein Name ist Ulf und ich reise gerne. Na gut, auf alle Fälle reist meine Freundin gern und ich begleite sie natürlich. Ich weiß nicht recht, ob man die vielen kurzen Ortswechsel, die mehrmals im Jahr stattfinden, nun als mein Hobby bezeichnen kann. Eigentlich finde ich es zu Hause wunderbar. Wir haben eine hübsche Wohnung mitten in München. Das Zentrum der Stadt ist nur einen Katzensprung (oder einen Ulf-Sprung) entfernt. Es gibt so unendlich viele Wirtshäuser mit leckeren bayerischen Schmankerln. Mittlerweile verstehe ich auch die Bayern ganz gut. Man kann hier abends weggehen und Berge und Seen sind nicht weit. Theoretisch leben wir also da wo andere Urlaub machen. Auf unserem Balkon kann man auch ganz toll seinen Urlaub verbringen. Das Klo ist nicht weit und nie besetzt (wir haben zwei Toiletten), die Cocktailbar ist immer reich gefüllt und im Supermarkt gegenüber verstehe ich, wie viel Geld mir die Kassierer beim Bezahlvorgang abknöpfen wollen. Einen Mietwagen brauchen wir nicht, denn das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel in und um München ist primstens ausgebaut. Selbst zum Starnberger See fährt eine Bahn. Dort gibt es genügend Abkühlung an warmen Tagen. Wozu also die gewohnte Umgebung verlassen, wenn es zu Hause doch so schön ist?

Das Einzige was hinkt, ist der Roomservice. Naja, ich muss sagen, dass ich im Urlaub nie so richtig Lust dazu habe sauber zu machen. Dann wäre es ja kein Urlaub mehr. Meine Freundin vermutlich auch nicht. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ausgerechnet an unseren freien Tagen, wo wir ja viel Zeit haben, weil wir ja nicht arbeiten gehen müssen, keine Betten gemacht werden, eine Staubmaus die nächste jagt und sich das dreckige Geschirr in der Küche stapelt, während das saubere Geschirr extra Zeit in der Spülmaschine beim Wellnessprogramm bekommt. Genau so ging es uns nämlich schon einmal. Es ist gar nicht so lange her. Wir hatten Sommersemesterferien und wollten die freie Zeit einfach mal zu Hause in Ruhe verbringen.

Meine liebe Freundin lag den ganzen Tag auf dem Balkon und las. Reiseromane. Sie sagte, damit wenigstens ein bisschen Urlaubsstimmung aufkommt. Ich schlug ihr vor, zu Alfredo ums Eck zu gehen und eine Riesen-Pizza zu verschlingen. Das würde einem Italien-Urlaub schon ziemlich nahe kommen. Wir waren beide Studenten, ein richtiger Urlaub war damals nicht drin. Eine Riesenpizza schon. Gesagt, getan. Wir machten uns auf den Weg zu unserer Lieblings-Pizzeria, vorbei an einem Schneider, dem Schlüsseldienst, einer Autowerkstatt und… einem Reisebüro. Nein! Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Verträumt schaute sich Corinna die Reiseangebote an. Ich glaub', ich habe sie noch gar nicht vorgestellt: ;-) Corinna ist die Liebe meines Lebens. Sie ist ein wenig kleiner als ich, hat das Herz am rechten Fleck und lange blonde Haare. Ihr Hobby ist definitiv das Reisen. Ich glaube sie mag jeden Aspekt: von der Organisation, übers Koffer packen, bis hin zum Entdecken vor Ort. Nur die Rückflüge, die mag sie erfahrungsgemäß nicht. Man kann also sagen, sie hat ausgeprägtes Reisefieber und kein Arzt der Welt kann ihr mehr helfen.

Wir kennen uns nun schon fünf Jahre, sie war sozusagen meine erste richtige Freundin. Wir lernten uns ganz romantisch in der Schule kennen. Ich war der Neue und sie fiel mir gleich auf, als ich in die Klasse kam. Erst vor Kurzem sind wir beide aus Thüringen in den Süden gezogen. Eine Wohnung in München ist sauteuer und unsere Studentenjobs lassen die Haushaltskasse nicht überquellen. Deshalb sind unsere gemeinsamen Urlaube seit dem Beginn des Studiums ziemlich rar. Wir haben es zum Zelten an die Ostsee geschafft und waren ein-, zweimal am Gardasee. Mich stört das nicht besonders, aber Cori, wie ich meine Süße liebevoll nenne, leidet schon sehr darunter.

Egal, zurück zum Schaufenster vom Reisebüro. Mein Magen knurrte und ich konnte nur noch an Pizza denken. Ich sagte ihr, dass ich schon mal vorgehe und unser Mittagessen bestelle. Man könnte es auch als Frühstück bezeichnen. Das gab es nämlich auch noch nicht. Keine sauberen Teller, weder in der Spülmaschine noch im Schrank. Dem Stapel des Grauens auf der Spülmaschine wollte ich keine Beachtung schenken. Außerdem war es erst 11 Uhr. Ich gab meiner Cori einen Schmatzer und ihre Augen verrieten mir – Pizza Margherita mit Salami, Thunfisch, Mais, BBQ-Soße und Käse, wie immer.

Kapitel 2: Pizza oder Teneriffa

Mampfend saß ich draußen an einem Zweier-Tisch als Corinna triumphierend um die Ecke kam. Sie strahlte bis über beide Ohren und wedelte hektisch mit ein paar Zetteln durch die Gegend. Sie setzte sich zu mir, griff sich ein Stück Pizza, schob es in den Mund und erzählte mir kauend, dass wir uns beeilen müssten. 15:55 Uhr ginge unser Flieger nach Teneriffa und wir müssten noch packen und eine Ferienwohnung organisieren. Mit aufgerissenen Augen und offenem Mund blickte ich sie an, fast wäre mir ein Stück Pizza hinaus gefallen. Ich räusperte mich. In meinem Kopf schossen die Gedanken quer durcheinander. Ich sagte nichts. Das kann doch nicht sein, diese Frau macht mich fertig. Als ich meine Worte fünfmal hin und hergeworfen und den Eindruck hatte, dass jetzt ein wohl sortierter Satz meinen Lippen entspringen würde, brachte ich nur: „Bitte, wieso, was?“, heraus. Cori schaute mich entgeistert an. Alfredo auch. „Ist alles in Ordnung, Don Ulf?“, sprachen er und sie: „Freust du dich denn gar nicht Ulf?“, zeitgleich. „Nee, äh ja, ich meine doch, na klar“, meinte ich und schaute beide abwechselnd an. Noch bevor ich richtig verstand, hatte sie mich schon im Schlepptau und eilte Richtung Wohnung. „Ciaoi Popaui Alfredo, wir sehen uns in zehn Tagen!“, rief sie meinem Lieblings-Pizza-Macher noch zu und ich sah, wie er verwundert den Kopf schüttelte und meine drei viertel Riesenpizza Margherita abräumte. Ich machte Anstalten sie mir zurückzuholen, aber der Befehl vom Gehirn kam offensichtlich nicht bei den Füßen an, denn die trotteten brav hinter Corinna her. Ich tippte ihr auf die Schulter. „Äh du, wie ist das möglich, wir haben doch kein Geld für einen Urlaub und wollten deshalb mal zu Hause bleiben“, sprudelte es aus mir heraus. Sie erzählte mir ganz aufgeregt, wie sie die Urlaubslust beim Anblick der vielen Reiseangebote packte und sie aus Spaß kurz in das Innere des Reisebüros trat, um zu fragen, welchen absoluten Schnapper sie denn auf keinen Fall verpassen dürfte. Cori erhoffte sich nichts dabei, aber sie ist immer der Meinung: „Wer nicht fragt, der nicht gewinnt“, oder ging das Sprichwort anders? Egal, jedenfalls sagte sie dem netten Herrn hinter dem Tisch: „Urlaub vorhanden, Bikini vorhanden, Fernweh vorhanden, Geld aber knapp. Wo kann's hingehen?“ Der Reisebüro-Mitarbeiter strahlte sie an und entgegnete ihr: „Das trifft sich gut, wir haben gerade die Last Minute Schnäppchen für verschiedene Flüge rein bekommen. Lassen Sie mich kurz schauen – aaaah jaaaaa, Teneriffa wäre ganz günstig im Angebot. Allerdings geht es heute noch los, ab München, 15:55 Uhr, 89 € pro Person, Hin- und Rückflug. Da müssen Sie zugreifen. Relativ schnell, es sind noch drei Plätze frei. Ich reserviere Ihnen gleich den Flug und checke Sie schon mal ein. Fliegen Sie denn allein?“ In diesem Moment war wohl Corinna die Verblüffte, sagte sie zu Ulf und winkte energisch, denn wir gingen an eben jenem Reisebüro vorbei. Der Sunnyboy da im Inneren grinste immer noch und wedelte ebenfalls mit seinem Arm. Er wusste ja gar nicht was er mir antat. Ich hatte mich schon so auf mein Feierabendbierchen gefreut, was ich nach der Pizza auf dem Balkon genießen wollte. Gibt es das überhaupt? Feierabendbier, wenn man Urlaub hat? „Jedenfalls“, sprach sie weiter, „fand er kein Hotel mehr, das in unser Budget passt. Ich meinte das sei nicht so schlimm, denn wir hausen ja auch gern in Ferienwohnungen oder bei anderen Leuten über Airbnb*. Wir könnten ja auch mal das Couchsurfing ausprobieren, da hat meine Cousine Emma in Australien beste Erfahrung gesammelt.“ Währenddessen überlegte ich, wo Teneriffa liegt und wie lang ich heute noch im Flieger sitzen muss. „Außerdem“, sagte sie, „habe ich noch einen kleinen Geldpuffer für den Fall der Fälle. Nicht verreisen zu können, ist definitiv ein Notfall!“

* Airbnb ist eine Online-Plattform zum Einstellen und Buchen von privaten Ferienwohnungen, -Häusern oder Gästezimmern.

Teneriffa

Teneriffa ist eine der beliebtesten Urlaubsinseln der kanarischen Inselgruppe und zudem auch die Größte. Man fliegt von Deutschland etwa 4-5 Stunden, je nachdem von welcher Stadt und wie der Wind steht. Bei Ankunft muss die Uhr eine Stunde zurückgestellt werden. Teneriffa gehört zu Spanien, liegt aber westlich der Nordafrikanischen Küste. Die Insel ist ca. 84 Kilometer lang und 45 Kilometer breit. Der Golfstrom, die Passatwinde und die Lage verschaffen Teneriffa und den anderen Kanarischen Inseln ein stetig mildes Klima. Man nennt die Inseln auch „Inseln des ewigen Frühlings“. Die Jahres-Durchschnitts-Temperatur beträgt ca. 20 bis 30 Grad. Allerdings muss man dazu sagen, dass der Süden der Insel vor allem im Winter das sonnigere Urlaubsgebiet ist, da es im Norden aufgrund der Kondenswolken, die sich am Teide bilden, öfter regnet oder neblig ist. Da kann es auch schon mal bis zu 10 Grad kalt werden. Der Süden hat eigentlich fast immer garantierten Sonnenschein, allerdings sind die Urlaubsorte auch typisch touristisch. Uriger und spanischer wird es dann im Norden, in Garachico beispielsweise, oder in Icod. Im Sommer allerdings ist es dafür auch im Norden milder und im Süden ziemlich heiß. ACHTUNG – Teneriffa hat zwei Flughäfen! Einer befindet sich im Süden und einer im Norden, dieser ist allerdings sehr klein.

Vom Strand in Costa Adeje sieht man eigentlich ständig die Nachbarinsel La Gomera. Bei ganz guter Sicht liegen El Hierro direkt dahinter und La Palma zum Nordwesten hin. Von der Ostküste Teneriffas, zum Beispiel von der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife, kann man Gran Canaria erblicken. In der Mitte der Insel thront wie ein Riese mit heller Zipfelmütze der Pico del Teide. Der Vulkan ist mit 3.718 Metern Höhe die höchste Erhebung Spaniens. Um ihn herum befindet sich eine 12 mal 17 Kilometer große Caldera, also eine Art Kessel, in dem dann die eigentliche Bergspitze hockt. Teneriffa ist mit einer Dreiviertel Million Einwohnern die bevölkerungsreichste Insel der Kanaren, dazu reisen jährlich ca. 5 Millionen Urlauber an.

Die Insel bietet für jedes Touristenherz etwas. Man kann die Zeit einfach nur an einem der vielen Strandabschnitte verbringen, man kann wandern, Radfahren, tauchen, surfen, schlemmen, shoppen und sich der Kultur und Natur der Insel widmen. Ein zweiwöchiger Urlaub vergeht hier also wie im Fluge. Viele der deutschen und englischen Gäste „überwintern“ hier sogar. Sechs Wochen bis vier Monate Aufenthalt sind da keine Seltenheit. Und das kann man auf Teneriffa auch durchaus aushalten, ohne einen Inselkoller zu bekommen.

Kapitel 3: Denn Vorfreude ist die schönste Freude

Zu Hause angekommen, setzte sich Cori gleich an den Laptop und suchte nach einer passenden Unterkunft für uns. Ich rannte derzeit vom Kühlschrank, zum Bett, zum Kleiderschrank und wieder in die Küche, zum Badezimmer und auf den Balkon. Ich atmete tief durch. Zu schön wäre auch mal ein wenig Ruhe gewesen. So richtig wusste ich nicht wo ich starten sollte. Reiseführer? Fehlanzeige! Zum Belesen im Internet war es auch zu spät. Die Kanaren kannten wir noch nicht und ein wenig Vorbereitung wäre ja auch nicht schlecht gewesen.  „Buch' eine Ferienwohnung mit WLAN!“, rief ich Cori zu. Dann sammelte ich alle Sachen zusammen, die ich mitnehmen wollte und warf sie aufs Bett. So einen Spontan-Urlaub hatten wir auch noch nie.

Corinna war fix mit ihrer Auswahl, so viel war auch nicht mehr verfügbar, denn die Buchung war ja im wahrsten Sinne des Wortes „Last Minute“. Oder heißt das dann „Last Hour“? Schnell holte sie unsere Koffer aus dem Keller. In den Pinken packte sie ein paar Kleider, T-Shirts, kurze Hosen und Röcke zusammen. Bloß nicht die Badesachen vergessen. Eine knappe halbe Stunde später hatten wir eigentlich auch alles. Unser Kamera-Equipment und Tablet kamen ins Handgepäck. Die Koffer waren verschlossen und wir schauten uns an. Cori grinste fröhlich, nahm mich in den Arm und flüsterte mir ins Ohr, dass sie sich sehr auf unsere gemeinsame Zeit auf Teneriffa freut. So langsam steckte sie mich mit dem Reisefieber an und ich konnte mich nun auch ein wenig auf den doch ungeplanten Urlaub freuen. Hilfe, holt den Notarzt!!!*

„Hauptsache das Bier schmeckt da“, entgegnete ich ihr und wir lachten beide. Ich brachte noch fix unseren Schlüssel zu den Nachbarn, damit sie unsere Blumen gießen konnten. Diese waren zunächst ebenso überrumpelt, aber sie freuten sich für uns. Das alte Pärchen verreiste nicht mehr, jedoch lauschten sie gern unseren Geschichten von Abenteuern aus der Ferne. Viel Zeit zum Quatschen blieb mir heute nicht und schnell wie der Wind sauste ich das Treppenhaus noch winkend hinunter. Cori wartete schon, jetzt doch ein wenig angespannt. Eine S-Bahn brachte uns zum Flughafen, wo wir uns in die lange Schlange reihten und unsere Koffer am Drop-off Schalter abgaben. Als unser Gepäck außer Sichtweite war und wir am Gate saßen, atmete ich erst mal richtig durch. Lasst mich überlegen, das hatte ich heute das letzte Mal kurz nach 11 Uhr machen können, bevor Alfredo meine Pizza brachte. Das war mittlerweile vier Stunden her. Prompt meldete sich mein Magen. Mensch, den hatte ich in der Aufregung ganz vergessen. Ich wägte ab was sinnvoller war. Teures Essen im Flieger zu kaufen oder teures Essen hier am Flughafen zu besorgen. Ich entschied mich für letzteres und trieb eine Packung Kekse und zwei belegte Brötchen auf. „Du bist mir heute Abend eine Pizza Margherita mit Salami, Thunfisch, BBQ-Soße, Mais und Käse schuldig!“, raunte ich Corinna zu und reichte ihr ein belegtes Brötchen mit Salat, Paprika und Ei. Sie lachte und versprach mir so viel Pizza wie mir nur lieb sei.

Ferienwohnungen/-Häuser vs. Hotel

Aufgepasst! Auf diversen Portalen treiben Betrüger ihr Unwesen. Man bucht eine Traum-Ferienwohnung und kurz vor Aufenthalt bekommt man die Info, dass die Ferienwohnung wegen „einer Havarie“ nicht verfügbar sei und man Ersatz bekommt. Es wird einem vorgegaukelt, dass die neue Ferienwohnung ja noch viel luxuriöser ist, als die eigentlich gebuchte und man so ein Glück hat, diese jetzt für den selben Preis angeboten zu bekommen. Dabei sind die neu angebotenen Ferienwohnungen dann meistens die Ladenhüter - irgendwo in den Bergen, weit entfernt von Stadt und Strand. Ein Mietwagen ist dann essentiell. Häufig finden die Ferienwohnungen fernab vom Schuss keine Beachtung und so bekommen die Betreiber sie wenigstens halbwegs voll. Laut einer netten FeWo-direkt Mitarbeiterin ist das natürlich Betrug und es wird auch immer wieder gemeldet, nur leider kann man es im Vorfeld nicht prüfen. Achtet auf Schlagwörter wie luxuriöse und fantastische Ausstattung bei verhältnismäßig günstigem Preis, oder auf Anbieter, die nicht auf eine bestimmte Person schließen lassen.

Außerdem kam es in der Vergangenheit auch schon oft vor, dass Ferienwohnungen angeboten wurden und man, nachdem die Anzahlung geleistet wurde, nie wieder etwas vom Anbieter gehört hat. Bestenfalls bucht ihr eure Unterkunft also über seriöse Portale (z.Bsp. Airbnb oder FeWo-direkt) und mit Absicherung eurer Bezahlung. Achtet auch immer auf die Gästebewertungen.

Abgesehen davon ist Teneriffa ein Urlaubsziel, das bestens für die Mischung Flug/Ferienwohnung/Mietwagen geeignet ist. Mietwohnungen gibt es wirklich wie Sand am Meer. Oft werden sie aus russischer Hand vermietet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie dann zwar günstig, aber nicht besonders komfortabel eingerichtet sind. Die Architektur ist ja sowieso eine ganz andere als in Deutschland und nicht mit unseren Standards vergleichbar. Wer sich also an undichten Duschen, schiefen Wänden und klemmenden Türen stört, sollte doch lieber ins Hotel gehen und oder etwas tiefer in die Tasche greifen.

Auch für Pauschalurlauber bietet Teneriffa das passende Umfeld. Hier gibt es Hotels mit sämtlichen Verpflegungs-Stufen. Ob F, HP, VP oder AI. Für alle Selbstversorger gibt es aber auch genügend Supermärkte und Restaurants, sofern man in einer größeren Stadt untergekommen ist. Kleine Restaurants mit typisch kanarischem Essen sind in den Touristenhochburgen allerdings leider etwas seltener. Im Laufe der Geschichte gibt es aber den einen oder anderen Geheimtipp für einen unvergesslich kulinarischen Teneriffa-Urlaub.

* Die Abkürzungen für Verpflegungsarten sind wahrscheinlich nicht jedem bekannt. Hier eine kurze Aufschlüsselung: F=Frühstück, HP=Halbpension, VP=Vollpension, AI=All Inclusive

Kapitel 4: What a day, what a night…