Reise Know-How CityTrip Hamburg - Hans-Jürgen Fründt - E-Book

Reise Know-How CityTrip Hamburg E-Book

Hans-Jürgen Fründt

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9,99 €

Beschreibung

Dieser aktuelle Stadtführer ist der ideale Begleiter, um alle Seiten der Elbmetropole selbstständig zu entdecken: - Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Museen der Stadt sowie weniger bekannte Attraktionen und Viertel ausführlich vorgestellt und bewertet - Faszinierende Architektur: alte Kontore, UNESCO-Welterbe Chilehaus und Elbphilharmonie - Vier abwechslungsreiche Stadtspaziergänge durch die interessantesten Viertel - Erlebnisvorschläge für einen Kurztrip - Ausflüge nach Ottensen, Blankenese und in Hagenbecks Tierpark - Shoppingtipps vom Fischmarkt bis zur hanseatischen Einkaufspassage - Die besten Lokale der Stadt und allerlei Wissenswertes über die Hamburger Küche - Tipps für die Abend- und Nachtgestaltung: vom Musical bis zur Panoramabar - Historie und Histörchen: ehrwürdige Hanseaten und störrische Hafenstraßler, St.-Pauli-Luden und Kaufmannsdynastien - Hamburg zum Träumen und Entspannen: Planten un Blomen, Elbspaziergang, Hirschpark, Alstervorland - Ausgewählte Unterkünfte von preiswert bis ausgefallen - Alle praktischen Infos zu Anreise, Preisen, Stadtverkehr, Touren, Events, Hilfe im Notfall ... - Hintergrundartikel mit Tiefgang: Geschichte, Mentalität der Bewohner, Leben in der Stadt ... CityTrip - die aktuellen Stadtführer von Reise Know-How, mit über 160 Städtezielen die weltweit umfangreichste Kollektion. Fundiert, übersichtlich, praktisch.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 229

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Inhalt

Hinweise zur Benutzung

Stadtplan für Smartphone und Tablet

Verweise im Buch

Restaurantkategorien

Hotelkategorien

Hamburg entdecken

Kurztrip nach Hamburg

Stadtspaziergänge

Erlebenswertes im Zentrum

Erlebenswertes am Hafen

Entdeckungen außerhalb des Zentrums

Hamburg erleben

Hamburg für Kunst- und Museumsfreunde

Hamburg für Genießer

Hamburg am Abend

Hamburg für Shoppingfans

Hamburg zum Träumen und Entspannen

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Hamburg verstehen

Hamburg – ein Porträt

Von den Anfängen bis zur Gegenwart

Leben in der Stadt

Hamburgs neuer Stadtteil – HafenCity

Praktische Reisetipps

An- und Rückreise

Autofahren

Barrierefreies Reisen

Geldfragen

Informationsquellen

Medizinische Versorgung

Mit Kindern unterwegs

Notfälle

Post

Radfahren

Sicherheit

Sport und Erholung

Stadttouren

Unterkunft

Verkehrsmittel

Wetter und Reisezeit

Anhang

Register

Autor und Fotografin

Impressum

Kartenanhang

Hinweise zur Benutzung

Stadtplan für Smartphone und Tablet

Ergänzend zum Zentrumsausschnitt am Ende dieses Ebooks können Sie sich den Faltplan zum Buch auf Ihr mobiles Gerät laden laden: Einfach die kostenlose App „Avenza Maps“ der Firma Avenza™ installieren (erhältlich für Android, iOS und Windows Phone) und anschließend in der App den Stadtplan zum Buch herunterladen.

Die App „Avenza Maps“ ist ohne Internetverbindung nutzbar, es fallen bei der Nutzung keine Datengebühren an. Sie bietet einige Features, z.B. die Anzeige des eigenen Standorts auf der Karte oder den Import und das Speichern von Ortsmarken. Weitergehende Informationen: www.avenza.com/pdf-maps

Verweise im Buch

Alle Sehenswürdigkeiten und interessanten Orte (Points of Interest) im Buch haben eine eindeutige Nummer, die sich als Ortsmarke im Kartenmaterial wiederfinden. (Nummern von Sehenswürdigkeiten stehen in geschweiften Klammern, z.B. {2}, Nummern von Points of Interest in spitzen Klammern, z.B. <16>.)

Restaurantkategorien

€: günstig (bis 15 €)

€€: mittelpreisig (15–30 €)

€€€: hochpreisig (über 30 €)

(Preis für ein Hauptgericht)

Hotelkategorien

€ : bis 60 €

€€: 60–100 €

€€€: über 100 €

(Preise für ein DZ je Nacht)

Hamburg entdecken

Kurztrip nach Hamburg

„Herrreins-paziert!“ würden die Koberer auf der Reeperbahn rufen, wenn Gäste in „ihr“ Lokal gelotst werden sollen. „Los-paziert!“ soll hier allen Besuchern zugerufen werden, denn die Hamburger City wartet. Die Stadt ist auf jeden Fall eine Reise wert – auch durchaus eine längere. Aber natürlich lohnt sich auch ein Kurzbesuch, denn viele der Hamburger Sehenswürdigkeiten liegen auf relativ begrenztem Raum im Zentrum und sind ganz einfach zu Fuß zu erreichen. Wenn Sie nur ein Wochenende Zeit haben, dann möchte ich Ihnen hier einen kompakten Vorschlag für einen effektiven Bummel machen.

1. Tag

Seinen Hamburg-Besuch kann man mit einem Frühstück im Alex (–>) starten, wo man einen formidablen Blick auf die Binnenalster genießt. Von hier ist es nicht weit bis zum prächtigen Rathaus {5}, das man unbedingt besichtigen sollte. Eine Führung dauert knapp 50 Min. Auf –> ist ein ausführlicher Spaziergang durch diesen Teil der Stadt beschrieben.

Wem der Sinn nach Shopping steht, der taucht in die vom Jungfernstieg abzweigende Straße Neuer Wall [N/O10] mit ihren Edelgeschäften und den nahen Einkaufspassagen ein oder erkundet die Läden an der Mönckebergstraße {2} und der Spitalerstraße [P10].

Jenseits der „Mö“ wird schnell die Hamburger Altstadt erreicht, wo sich das Kontorhausviertel (–>), die Speicherstadt {27} und die HafenCity {33} befinden. Die Speicherstadt hat ihre ursprüngliche Bedeutung verloren, dort sind nun interessante Museen eingerichtet. Tipps für einen Spaziergang durch Speicherstadt und HafenCity finden sich auf –>.

Abends kann man ein Musical (–>) besuchen oder einmal über die Reeperbahn {46} bummeln. Zur Einstimmung sollte man sich einen Cocktail in der Tower Bar (–>) des Hotels Hafen Hamburg direkt an den Landungsbrücken {43} gönnen. Der Blick über den abendlich beleuchteten Hafen ist einfach phänomenal.

Extratipp: Hamburg von oben

{15} [N11] St. Nikolaikirche. Ein gläserner Lift befördert einen in der Kirchturmruine der ehemaligen St. Nikolaikirche auf 76 m Höhe. Von der dortigen Plattform genießt man durch mehrere Fenster einen schönen Weitblick.

> Von der „Plaza“ genannten Aussichtsterrasse der Elbphilharmonie {34} genießt man aus 37 m Höhe einen schönen Blick auf den Hafen und die HafenCity und kann sogar die fünf Kirchtürme in der Innenstadt erkennen. Infos zum notwendigen Ticketerwerb finden sich auf –>.

{4} [O10] St. Petrikirche. Der Turm der St. Petrikirche in der zentralen Mönckebergstraße misst stolze 120 m. Von oben genießt man einen tollen Weitblick, allerdings erst nach einer ziemlichen Kletterei.

2. Tag

Am Sonntagvormittag gibt es keine Kompromisse. Egal, wie lang die Nacht war, zum Fischmarkt {45} muss jeder! Und zwar möglichst früh, denn um 9.30 Uhr ist bereits alles vorbei.

Da Sie nun schon einmal am Hafenrand sind, bietet sich gleich eine Hafenrundfahrt an. Gestartet wird direkt von den Landungsbrücken. Danach sollte der nicht weit entfernte Michel {37} besichtigt werden. Von oben genießt man aus 82 m Höhe einen fantastischen Ausblick über den Hafen. Zum Mittagessen geht es in den gegenüber vom Michel liegenden Old Commercial Room (–>), wo es Labskaus und andere leckere Gerichte gibt, oder ein paar Schritte weiter in die Ditmar-Koel-Straße {40}, wo es eine breite Auswahl vor allem an portugiesischen und spanischen Lokalen gibt.

Nach dem Essen tut ein Spaziergang sicher ganz gut. Vielleicht direkt an der Elbe entlang, beispielsweise von Övelgönne {54} nach Teufelsbrück (Övelgönne wird per Bus Nr. 112 ab S-Bahnhof „Landungsbrücken“ erreicht). Oder man fährt nach Blankenese {62} (mit der S-Bahn ab „Landungsbrücken“) und läuft vom dortigen Bahnhof in 10 Min. zum Treppenviertel am Elbhang. Ein Spaziergang führt an malerischen Kapitänshäusern vorbei durch schmale Gassen und über Treppen hinunter zum Elbufer. Dort warten ein paar traditionsreiche Lokale am Elbufer und eines sogar auf einem Ponton auf dem Strom auch mit Kaffee und Kuchen, bevor es mit der „Bergziege“, dem Kleinbus Nr. 488, wieder zum Bahnhof Blankenese zurückgeht.

Exkurs: Hamburger Kuriositäten

> Die Zeitung „Hamburger Abendblatt“ erscheint am Morgen, die „Hamburger Morgenpost“ ..., nein, auch am Morgen.

> Der höchste natürliche Punkt liegt in den Harburger Bergen und misst 116,2 m.

> Der Fernsehturm misst 278 m.

> Der Friedhof Ohlsdorf ist so groß (4 km²), dass Buslinien mit regulären Haltestellen dort fahren.

> Hamburg hat eine eigene Nordseeinsel: Neuwerk.

> Das älteste Bauwerk der Stadt steht eben dort, auf Neuwerk. Es ist ein Leuchtturm aus dem 14. Jh.

> Knapp 100 Konsulate gibt es in der Hansestadt, damit hat Hamburg nach Hongkong und New York die meisten.

> Seit 1356 findet immer am 24. Februar (Matthiastag) das Matthiae-Mahl statt. Es ist damit eine der ältesten Festivitäten weltweit.

> 2479 Brücken gibt es, mehr als in Amsterdam und Venedig zusammen.

> Der HSV ist erstmals seit 1963 aus der Bundesliga abgestiegen. Bislang zeigte im Stadion eine Uhr die Zeit der Liga-Zugehörigkeit an. Nach dem Abstieg wurde sie umgestellt und verweist nun auf die Zeit seit der Vereinsgründung.

> Am 7. Mai 1189 erhielt Hamburg von Kaiser Friedrich Barbarossa das Privileg, Waren zollfrei zu handeln: die Geburtsstunde des Hafens. Dessen „Geburtstag“ wird alljährlich riesengroß gefeiert. Auch wenn man heute davon ausgeht, dass jener Brief gefälscht war ...

Stadtspaziergänge

Der Verlauf der hier beschriebenen Spaziergänge kann mittels unserer kostenlosen Web-App nachvollzogen werden.

Spaziergang 1: Durch die Innenstadt und das Kontorhausviertel

Länge: ca. 2,7 km

Dauer: ca. 1½ Stunden

Startpunkt: U-/S-Bahn-Station Hauptbahnhof [P/Q10]

Endpunkt: Sprinkenhof {21} [P10]

Dieser Spaziergang führt durch die Hamburger Innenstadt. Zunächst geht es durch die Haupteinkaufsmeile hinunter zur Binnenalster, dann schlagen wir einen Bogen am Rathaus {5} vorbei und tauchen dann ein in die historische Zone mit den eindrucksvollen rund einhundertjährigen Backsteinbauten im Kontorhausviertel, allen voran dem Chilehaus {20}, das von der UNESCO 2015 zum Weltkulturerbe geadelt wurde.

Vom Hauptbahnhof {1} kommend, schlendert man entweder durch die breite Mönckebergstraße {2} oder durch die parallel verlaufende Fußgängerzone Spitalerstraße [P10] Richtung Westen. Entlang der Mönckebergstraße stehen mehrere große Kaufhäuser und zwei eindrucksvolle Kirchen.

Eine reine Fußgängerzone ist die parallel zur „Mö“ verlaufende Spitalerstraße. Die Auswahl an Geschäften ist hier größer, neben den Warenhäusern gibt es sehr viele kleine Fachgeschäfte und auch ein paar Restaurants. Bei Hausnummer 10 befindet sich im Eingangsbereich ein lebensgroßes Denkmal für den Hamburger Architekten Gottfried Semper. In Dresden baute er die großartige Oper, die seinen Namen trägt, in seiner Vaterstadt kam er dagegen nie so recht zum Zuge. Die Spitalerstraße mündet schließlich in die „Mö“. Etwa am Schnittpunkt beider Straßen befinden sich der Mönckebergbrunnen und der 1911 erbaute Hamburg-Pavillon, in dem heute das Elbphilharmonie Kulturcafé untergebracht ist. Hier gibt es neben Kaffee auch Infos und Tickets zu Hamburger Kulturveranstaltungen.

Man folgt nun dem weiteren Verlauf der Mönckebergstraße, die den Gerhart-Hauptmann-Platz (auf der rechten Straßenseite) passiert, einen uralten Platz, der schon 1266 als Marktplatz bekannt war. Im 18. Jh. stand hier ein Schandpfahl, an dem u. a. auch „liederliche Frauenzimmer“ an den Pranger gestellt wurden.

Hinter der wenige Meter weiter aufragenden St. Petrikirche {4} wird nach wenigen Schritten die nach rechts abzweigende Bergstraße erreicht. Diese führt hinunter zum Jungfernstieg {8} und zur Binnenalster {6}. Von der Brücke, die über die Alster führt, hat man einen phänomenalen Blick auf das Rathaus {5}, die weißen Alsterarkaden {9} und die Straße, die zur Binnenalster führt. Außerdem steht hier der Alsterpavillon, ein Traditionslokal, das heute eine Filiale der Gastronomiekette Alex (–>) beherbergt.

Weiter geht es durch die nach links abzweigende Luxusshoppingstraße Neuer Wall [N/O10], wo Hamburgs Geldadel einkauft und sich sehr hochpreisige Geschäfte befinden. Direkt bei der Bücherstube Felix Jud (–>) öffnet sich eine kleine Perle, die 1864 eröffnete Mellin Passage mit einer wunderschönen Deckenmalerei im Jugendstil. An der folgenden Kreuzung biegt man nun nach links ab und geht auf das prächtige Rathaus {5} zu. Rechts vor dem Gebäude steht ein kleines Tastmodell der Hamburger Innenstadt.

Weiter geht es rechts am Rathaus vorbei in die Große Johannisstraße [O10], in der sich viele kleine Geschäfte befinden, u. a. der Tropenausrüster Ernst Brendler (–>), bei dem sich Hamburger Kaufleute für ihren Aufenthalt in fernen Ländern ausstaffierten.

Jetzt geht es zunächst nach links in die Straße Börsenbrücke und dann nach rechts in die Trostbrücke {11}. Dort stehen die Denkmäler zweier Gründer Hamburgs, des kirchlichen Herrschers Bischof Ansgar und des weltlichen, Graf Adolf von Schauenburg.

Geradeaus spaziert man nun bis zur stark befahrenen Willy-Brandt-Straße (dort nach links), an der auch das Mahnmal St. Nikolai {15} steht. Die Kirche erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden und wurde nicht wieder aufgebaut. Nach 200 m sollte man nach links gehen und einen Blick auf die älteste Brücke Hamburgs, die Zollenbrücke {14} werfen, deren Vorgängerbau bereits 1355 existierte.

An der nächsten Ampel quert man nun die Domstraße und schlendert weiter durch die Große Reichenstraße. Diese führt ins Kontorhausviertel (–>), wo noch heute zahlreiche prächtige, über 100 Jahre alte Bürogebäude stehen. Unter der Hausnummer 27 findet man beispielsweise das 1899 erbaute Afrikahaus einer Reederei, die im Ostafrikahandel tätig war. Am Eingang steht ein Wahehekrieger aus Tansania. Schaut man durch den Eingangstunnel im Hintergrund, erkennt man zwei Elefanten.

An der folgenden Kreuzung geht man ein kurzes Stück nach links und dann weiter nach rechts durch die Straße Schopenstehl [O11]. Diese führt an mehreren markanten Backsteingebäuden des Kontorhausviertels wie dem Montanhof {26} oder dem Mohlenhof {24} vorbei. Die Schoppenstehl mündet in die Niedernstraße, die schließlich Burchardstraße heißt. Hier stehen die beiden auffälligsten Häuser überhaupt, der Sprinkenhof {21} (links) und das Chilehaus {20} (rechts). Das Chilehaus mit seiner markanten Spitze, die an einen Schiffsbug erinnert, erkennt man erst von dem kleinen Parkplatz vor dem benachbarten Verlagsgebäude des Heinrich-Bauer-Verlags so richtig gut. Hier endet der Spaziergang. Zurück gelangt man entweder mit der U-Bahn oder man läuft ca. 300 m über den nach links abzweigenden Johannisweg, der zurück zur Mönckebergstraße {2} führt.

Spaziergang 2: Durch die historische Speicherstadt und die moderne HafenCity

Länge: ca. 3,3 km

Dauer: ca. 1½ Stunden

Startpunkt: U-Bahn-Station Messberg [P11]

Endpunkt: U-Bahn-Station Baumwall [M11]

Dieser Spaziergang führt zunächst durch das historische Viertel der Speicherstadt {27}, die Hamburg lange Zeit prägte, und dann in das relativ neue Stadtviertel HafenCity {33}, wo ultramoderne Apartmenthäuser stehen und das neue Wahrzeichen der Stadt, die Elbphilharmonie {34}.

An der U-Bahn-Station Messberg sollte man den Ausgang Wandrahmsteg wählen und dann sogleich über die Brücke Wandrahmsteg das Fleet queren und die Speicherstadt betreten. Man läuft direkt auf die eindrucksvolle Erlebnisausstellung Dialog im Dunkeln {32} zu.

Zunächst aber geht man ca. 20 m nach links bis zur Poggenmühlenbrücke, von wo man einen schönen Blick auf einige typische Speicherhäuser hat, die mit einer Seite immer am Wasser stehen und sowohl von Land als auch vom Wasser beliefert werden konnten. Nun schlendert man 20 m zurück und biegt nach links in die Straße Alter Wandrahm ein. Hier spaziert man zwischen den Speichergebäuden hindurch und kann beim Hinaufblicken Kranwinden erkennen, mit denen einst schwere Lasten wie Kaffeesäcke oder Teppichballen hochgehieft wurden. Heute gibt es hier mehr Kreativbüros als Speicherfirmen.

Nun geht es nach links in die Dienerreihe und gleich danach weiter nach rechts in den Holländischen Brook. Auch von hier sieht man sehr schöne Gebäude, u. a. auch das Wasserschloss {29}, heute ein Restaurant und Teekontor. Früher wohnten hier Techniker, die einzigen Menschen, die überhaupt in der Speicherstadt leben durften.

An der folgenden Kreuzung bei St. Annen geht man nach links. Genau dort steht auch das sogenannte Rathaus der Speicherstadt {28}, dessen prächtige Fassade an das „echte“ Rathaus {5} erinnert. Es trägt seinen Spitznamen, weil sich hier der Verwaltungssitz der Hamburger Hafen- und Lagerhaus-Aktiengesellschaft befindet, welche die meisten Speicher besitzt.

Nun wird an der Ampel die breite Straße Brooktorkai überquert und wir erreichen die moderne Welt der HafenCity. Der Weg führt geradeaus über die Osakaallee. Auf der linken Seite steht jenseits des Fleets das Internationale Maritime Museum {36}, das von dieser Straßenseite über die Busanbrücke erreicht wird. Direkt neben der Brücke steht die Skulptur des Piraten Klaus Störtebecker, der angeblich an dieser Stelle 1401 enthauptet wurde und den noch heute viele Legenden umranken (–>).

Wir überqueren nun die Osakaallee gegenüber der Busanbrücke und tauchen über die Tokiostraße in das Überseequartier ein, ein Viertel innerhalb der HafenCity, im dem es Geschäfte, Gastronomiebetriebe und sogar einen Kindergarten gibt. Immer geradeaus geht es zwischen den modernen Hochhäusern hindurch am kleinen Sandtorpark vorbei bis zu den Magellan-Terrassen. Hier öffnet sich ein Wasserarm, an dem Traditionsschiffe liegen, rechts und links eingerahmt von modernen Wohngebäuden, was insgesamt einen schönen optischen Kontrast bietet zwischen Alt und Neu, zwischen historischer und moderner Bauweise. Gelegentlich werkeln auch einige Handwerker auf den Schiffen herum und nicht selten lassen sie sich in ein informatives Schwätzchen verwickeln. Weiter geht es etwa 50 m nach links auf dem Großen Grasbrook und dann nach rechts in den Kaiserkai. Nun geht man bei erster Gelegenheit nach links zwischen den Gebäuden zur Dalmannkaipromenade hinunter. Dort angekommen, geht es am Wasser nach rechts bis zur eindrucksvollen Elbphilharmonie {34}. Man geht direkt am Wasser entlang, blickt hinüber auf den Hamburger Hafen und passiert auch ein paar Lokale.

An der Philharmonie vorbei geht es rechts über die Mahatma-Gandhi-Brücke, von der sich erneut ein schöner Blick auf den Traditionsschiffhafen bietet. An der nun folgenden Querstraße Am Sandtorkai spaziert man vor dem Columbushaus nach rechts. Hier verlässt man die HafenCity und erreicht erneut die Speicherstadt, passiert mehrere Museen (Speicherstadtmuseum und Spicy’s, beide –>) und biegt schließlich nach links ab in die Straße Auf dem Sande. Dort steht auf der rechten Straßenseite das ehemalige Kesselhaus, in dem heute ein gut gemachtes Informationszentrum zur HafenCity mit einem eindrucksvollen Modell dieses recht neuen Stadtteils untergebracht ist (–>). Ein Café gibt es dort auch.

Weiter geht es dann nach links in die etwas holprige Straße Kehrwieder. Geradeaus ginge es übrigens über eine der Hauptbrücken, die Brooksbrücke, wieder hinaus aus der Speicherstadt. Früher war hier aber die Zollgrenze und man musste seinen Pass vorzeigen und Autos wurden kontrolliert. Die Zollbediensteten saßen in dem leicht grünlich eingerahmten Gebäude neben der Brücke. An der Straße Kehrwieder befinden sich zwei der meistbesuchten Ausstellungen der Stadt, das Dungeon {30} und das Miniatur Wunderland {31}.

Der weitere Weg führt nun immer geradeaus zwischen Speichergebäuden und Hafenkanal entlang bis zur Niederbaumbrücke, über die wir die Speicherstadt endgültig verlassen und die U-Bahn-Station Baumwall erreichen.

Schönes Wohnen mit Blick aufs Wasser in der HafenCity {33} (150ha Abb.: sm)

Spaziergang 3: Von der Alster zur Elbe

Länge: ca. 3,3 km

Dauer: ca. 1½ Stunden

Startpunkt: U-/S-Bahn-Station Jungfernstieg [O10]

Endpunkt: U-/S-Bahn-Station Landungsbrücken [L11]

Dieser interessante Spaziergang führt vom innerstädtischen Bereich bei der Binnenalster {6} durch die etwas feinere Shoppingzone Hamburgs, wechselt dann in ein sehr geerdetes Viertel, das früher zu den ärmeren Teilen der Stadt gehörte, und erreicht schließlich beim Hamburger Wahrzeichen, dem Michel {37}, den Hafenrand und damit die Elbe.

Vom Jungfernstieg [O10] gehen wir den Weg entlang der Binnenalster vorbei am traditionsreichen Kaufhaus Alsterhaus (–>) und dem ebenso traditionsreichen Alsterpavillon (–>) in Richtung Gänsemarkt [N9]. In dessen Mitte steht ein Denkmal für den Dichter Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781), der einst in Hamburg als Dramaturg wirkte. Ebenso unübersehbar befindet sich am Platz die ehemalige „Finanzdeputation“, die heutige Finanzbehörde, ein Backsteinbau, der 1926 eingeweiht wurde. Bemerkenswert sind dort auch einige eingearbeitete künstlerische Elemente.

Weiter geht es nach links durch die Gerhofstraße und danach nach links in die Poststraße, wo viele kleine Läden zu finden sind. Man folgt ihr ein Stück und biegt rechts in die Große Bleichen ein, wo eher schickere Geschäfte zu finden sind.

Passiert wird auch das Hanseviertel, über dem Haupteingang ist ganz schwach das Wort „Polen“ lesbar, das polnische Arbeiter beim Bau einarbeiteten. Zu jeder vollen Stunde erklingt hier ein Glockenspiel. Die Große Bleichen mündet schließlich an der breiten Querstraße in den Axel-Springer-Platz [N10], der überquert wird. Rechts erhebt sich das hohe Gebäude des Axel-Springer-Verlags.

Weiter geht es rechts über die Kaiser-Wilhelm-Straße. Nun ändert sich das Bild schlagartig. Keine schicken Läden bestimmen hier die Szenerie, sondern geerdete Normalität mit älteren Wohnblocks, die teilweise noch aus der Vorkriegszeit stammen, und normalen Nachbarschaftsläden. Hier lebte schon immer die ärmere Bevölkerung, Straßen tragen noch heute Namen wie „Kornträgergang“. Nach etwa 300 m biegt man nach links in den Bäckerbreitergang ein. Dieser Name steht für eines der letzten Überbleibsel des heute verschwundenen Hamburger Gängeviertels, einst eine verrufene Gegend. Hier stößt man auf die letzten übriggebliebenen schmalen Budenhäuser aus dieser Epoche, zu finden bei den Hausnummern 49–58. Die Gebäude Nr. 49 und 50 wurden um 1780 erbaut, die Häuser 51–58 erst Anfang des 19. Jh. Der Breite Gang bildet die Verlängerung des Bäckerbreitergangs und stößt auf den Rademachergang.

An der Ecke Breiter Gang/Rademachergang zeigt eine kleine Figur – halbhoch am Haus – ihr Hinterteil und streckt es einer Wasserträgerfigur entgegen, dem Hummel-Denkmal. Diese Szenerie spielt auf den Hamburger Gruß an: Auf „Hummel, Hummel“ folgt unweigerlich die Antwort „Mors, Mors“. Hintergrund ist die Geschichte mit dem Wasserträger Johann Bentz (1787–1854), genannt „Hummel“ (–>).

Der Rademachergang erreicht schließlich die Straße Kohlhöfen, über die man nach links zum Großneumarkt [M10] gelangt. Hier befand sich eine Zeit lang eines der Ausgehzentren Hamburgs. Etliche Kneipen und Restaurants gibt es immer noch, in den Seitenstraßen befinden sich Shops, in denen Nachwuchsdesigner werkeln. Vom Großneumarkt kann man schon gut den Michel {37} sehen, das Wahrzeichen Hamburgs. Dorthin machen wir uns nun auf den Weg und erreichen über die nach links und dann wieder nach rechts verlaufende Erste Brunnenstraße die stark befahrene Ludwig-Erhard-Straße, der man nach rechts folgt. Die Straße wird an der Ampel vor dem Michel überquert. Nun spaziert man weiter durch die Englische Planke am Haupteingang des Michel vorbei.

Kurz vor den herabführenden Treppen zur kleinen Grünfläche vor dem futuristischen Gebäude des Verlags Gruner+Jahr sieht man rechts ein paar silberne Kugeln. Hier spielte früher die englische Gemeinde ein Ballspiel („Boßeln“) und damit die Kugeln nicht den Elbhang herabrollten, wurden Holzplanken errichtet, daher rührt auch der heutige Straßenname. Man geht die Treppen nun hinunter und folgt dann der nach rechts verlaufenden Ditmar-Koel-Straße {40}.

Hier liegt das Portugiesenviertel Hamburgs. An buchstäblich jeder Straßenecke findet man ein spanisches oder portugiesisches Lokal, außerdem stehen hier die Kirchen der vier skandinavischen Gemeinden. Mitte November finden noch vor dem ersten Advent an diesem Ort beliebte Weihnachtsmärkte statt. Die Ditmar-Koel-Straße mündet in die breite Straße Johannisbollwerk. Jenseits dieser Straße befinden sich die Landungsbrücken {43}.

Spaziergang 4: Durch St. Pauli zum Hafenrand

Länge: ca. 3,4 km

Dauer: ca. 1½ Stunden

Startpunkt: U-Bahn-Station St. Pauli [L10]

Endpunkt: Dockland {53} [G12]. Von dort kann man mit Bus Nr. 111 oder per Hafenfähre 62 zurück zu den Landungsbrücken {43} fahren.

Bei diesem Spaziergang bummeln wir zunächst über die Reeperbahn {46}, tauchen dann in das Kneipenviertel von St. Pauli ein, steigen herab zu den Landungsbrücken {43} und spazieren zum Schluss über die Große Elbstraße {52}, wo noch heute Fisch gehandelt wird und man ein astreines Fischbrötchen auf die Hand bekommt.

An der U-Bahn-Station St. Pauli wählt man den Ausgang „Reeperbahn“. Oben angekommen, geht es rechts auf die sündige Meile, die tagsüber gar nicht so sehr glitzert und gar nicht so verrucht wirkt. Hier befinden sich unter anderem das einfache, geerdete Lokal „Lehmitz“ (–>), wo Livemusik auf dem Tresen gespielt wird. Auf der anderen Straßenseite findet man beim Spielbudenplatz eine ganz andere Art der Unterhaltung: Im ehemaligen Operettenhaus werden heute Musicals aufgeführt (–>). Dort befinden sich auch das Wachsfigurenkabinett Panoptikum {48}, das kleine Schmidt-Imperium (–>), mehrere angesagte Musikklubs (u. a. das Docks, –>), das altehrwürdige St. Pauli Theater (ältestes deutsches Privattheater, seit 1841, –>) und nicht zuletzt die Davidwache, die Europas kleinstes Polizeirevier kontrolliert (0,92 km²).

Kurz nach dem Passieren der Davidwache geht es nach links zum Hans-Albers-Platz {50}, wo eine markante Skulpur vom „Blonden Hans“ steht, erschaffen von Jörg Immendorff. Hier wird es nun etwas kiezmäßiger und es finden sich viele kleine Lokale, ein paar Kultklubs, aber auch einfache Pauli-Pinten. Am Wochenende ist an diesem Ort immer richtig was los, tagsüber bleibt es meist aber doch ruhig, sodass man geradeaus in die Gerhardstraße [K11] weiterspazieren kann, wo sich eine Kneipe an die nächste reiht.

Links zweigt die Herbertstraße ab, die eine reine Bordellstraße ist und weder von Jugendlichen unter 18 Jahren noch von Frauen betreten werden darf. Sichtblenden versperren den Eingang.

Die Gerhardstraße stößt auf die Erichstraße. Hier geht es nach links weiter und dann an der nächsten Kreuzung nach rechts in die Davidstraße. Auch hier befinden sich noch typische St.-Pauli-Kneipen („Zur scharfen Ecke“ beispielsweise gibt es schon seit dem Jahr 1911), aber so langsam verlassen wir die Kneipenzone.

Auf der anderen Straßenseite erheben sich bereits einige topmoderne Wohnblocks und auch ein Hotel. Die Bernhard-Nocht-Straße wird überquert und dann geht es die Treppen hinunter zur vielbefahrenen Hafenstraße. Auch diese wird überschritten und es geht weiter geradeaus zur Elbe und den Landungsbrücken {43}. Hier befindet sich mit dem „Brücke 10“ ein Kultlokal, in dem man sagenhafte Krabbenbrötchen bekommt und einen tollen Blick auf den Hafen hat (–>).

Wer möchte, spaziert auf den leicht schwankenden Landungsbrücken einmal auf und ab und kehrt in einem der Lokale ein, wo es gutes Essen und einen ebensolchen Hafenblick gibt. Der eigentlich Spazierweg führt aber von Brücke 10 zurück zur Hafenstraße.

Dieser folgt man nach links und hat dabei immer die Elbe und den Hafen im Blick. Rechts erheben sich einige auffällig bunte Häuser. Diese waren Ende der 1980er-Jahre besetzt und es entbrannte ein erbitterter Häuser- und Straßenkampf, in dessen Zuge ein Hamburger Bürgermeister zurücktrat. Heute ist alles geregelt – sogar mit Mietverträgen – und es bleibt friedlich. Weiter oben verschwenkt die Hafenstraße schließlich, geradeaus führt die Große Elbstraße weiter.

Dort findet am Sonntagmorgen der Fischmarkt {45} statt. Unter der Woche ist es eher etwas trist. Ganz früher gab es hier nur einfache Pinten („Eier Coarl“ beispielsweise existiert noch), aber heute hat sich das Areal schick gemacht: Moderne Häuser mit viel Glas sind entstanden, schicke Geschäfte und angesagte Restaurants zogen ein, aber immer noch bleiben wie letzte kleine Inselchen auch einige urige Kneipen erhalten. Eine von ihnen, der Schellfischposten, findet sich beispielsweise rechts an der abzweigenden Carsten-Rehder-Straße. Bei ihr handelt es sich um eine urige Seemannskneipe, in der die TV-Sendung Ina’s Nacht mit Ina Müller („saufen, singen, sabbeln“) aufgezeichnet wird.

Weiter oben sind dann die Fischhändler tätig, die teilweise nur im Großhandel aktiv sind, zum Teil aber auch an Privatkunden verkaufen. Einige verfügen sogar über gemütliche kleine Bistros („Frischeparadies Goedeken“ oder „Meeres-Kost“ beispielsweise).

Noch ein Stückchen weiter zweigt vor einer weiteren Hamburger Institution, dem Fischereihafen Restaurant (–>), nach links die Van-der-Smissen-Straße ab. Diese biegt nach ca. 100 m nach links, wir gehen aber geradeaus auf das auffällige Haus zu, das eine leichte Trapezform hat und tatsächlich auch von außen begehbar ist. Das Gebäude heißt genau wie die Anlegestelle der Hafenfähre davor: Dockland {53}. Von hier kann man mit der Fähre zurück zu den Landungsbrücken {43} fahren oder von oben von der Van-der-Smissen-Straße mit dem Bus Nr. 111, der sogar bis zur HafenCity {33} fährt, dorthin gelangen.

Erlebenswertes im Zentrum

Wer an Hamburg denkt, hat sicher Bilder vom Hafen und von der Reeperbahn vor Augen. Diese Zonen sollen natürlich auch erkundet werden, aber es gibt noch mehr zu entdecken: Viele Sehenswürdigkeiten liegen im Zentrum zwischen Alster und Elbe. Dieses Zentrum ist kompakt, überschaubar und (fast) alles kann zu Fuß erreicht werden.

{1} Hamburger Hauptbahnhof * [Q10]

1906 wurde der gewaltige Hauptbahnhof in Betrieb genommen und machte damit mehrere verstreut liegende Regionalbahnhöfe überflüssig.

Das Gebäude wird von einer 35 m hohen und 150 x 120 m großen Glas-Stahl-Konstruktion überspannt. Die Gleiskörper wurden etwas tiefer in den ehemaligen Wallgraben verlegt.

Die Bahnhofshalle wurde als eine Art Brückengebäude errichtet, das quer oberhalb der Gleise verläuft. Zwei quadratische Türme von 45 m Höhe flankieren sie. 1991 wurde die Halle aufwendig umgebaut, heute befindet sich auf beiden Seiten des Bahnhofs je eine gut besuchte Galerie mit Geschäften und etlichen Lokalitäten. Für viele Hamburger bieten sie eine gute Gelegenheit, von 6–23 Uhr auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten zu shoppen.

Der heutige Bahnhof ist im Prinzip ein reiner Durchgangsbahnhof, nur ganz wenige Züge enden oder beginnen hier. Endbahnhof für fast alle Züge ist in Hamburg der Bahnhof Hamburg-Altona.

{2} Mönckebergstraße ** [P10]

Benannt nach dem ehemaligen Bürgermeister Johann Georg Mönckeberg (1839–1908), erstreckt sich die „Mö“, wie sie auch liebevoll abgekürzt wird, vom Hauptbahnhof {1} bis zum Rathaus {5} und gilt heute als Shoppingmeile.

Erbaut wurde die Mönckebergstraße erst 1908, als das damals völlig überfüllte „Gängeviertel“ saniert wurde. Heute reihen sich hier große Kaufhäuser, aber auch einige kleinere Läden von bekannten Marken aneinander. Die Straße ist verkehrsberuhigt, nur Taxen und Busse dürfen durchfahren. Bereits das Verhältnis von etwa 800 m Länge, aber insgesamt nur 31 Hausnummern zeigt, dass hier hauptsächlich große Gebäude errichtet wurden. Diese sind zwar generell eher in einem etwas nüchternen, fast gleichförmigen Stil erbaut, ihre Fassaden weisen aber teilweise ganz individuelle gestalterische Nuancen auf. Die Mönckebergstraße ist ziemlich breit (gute 30 m) und hat auffällig breite Bürgersteige.

Bei Hausnummer 3 befindet sich das Klöpperhaus, in dem heute eine große Kaufhof-Filiale residiert. Benannt ist das Haus nach dem Bauherrn Alfred Klöpper, Inhaber eines Wollhandels. Genau daran erinnert die Plastik mit den drei Schafen links vom Eingang.

Das Levante Haus (Mönckebergstraße 7) wurde 1911/12 als Kontorhaus erbaut. Einer der ersten Mieter war die Deutsche Levante-Linie. Vor ein paar Jahren wurde das Haus grundlegend umgebaut. Es beherbergt heute auf zwei Ebenen diverse kleine Geschäfte – zumeist der etwas gehobeneren Art – und ein paar Lokale, außerdem ist hier ein 5-Sterne-Hotel untergebracht. Über dem Haupteingang schwebt eine auffällige Figurengruppe um einen bronzenen Zentauren. Pausen-Tipp: Im Levante Haus befindet sich das charmante Grand Café Roncalli (–>), wo man so richtig nett Kaffee und Kuchen genießen kann.

Die Fußgängerzone Spitalerstraße, die im spitzen Winkel von der Mönckebergstraße abzweigt, ist die zweite Shoppingmeile der City. Hier liegen überwiegend mittelgroße oder gar kleinere Geschäfte, aber die größeren Kaufhäuser der Mönckebergstraße haben auch von der Spitalerstraße einen Zugang. Die Einmündung der Fußgängerzone in die Mönckebergstraße wurde durch einen auffälligen Bau gekrönt: ein kleines Haus mit dorischen Säulen, in dem heute das Kulturcafé der Elbphilharmonie untergebracht ist. Hier gibt es neben Kaffee auch Infos und Tickets zu Kulturveranstaltungen. Direkt davor befindet sich ein kleiner Brunnen zum Gedenken an den ehemaligen Bürgermeister Mönckeberg.

Leicht versetzt von der Spitalerstraße öffnet sich der Gertrudenkirchhof.