Reportage Persischer Golf - Helge Sobik - E-Book
Beschreibung

Sie haben Sand zu Gold und Wüste zu Geld gemacht, so etwas wie die Alchimisten-Formel des 21. Jahrhunderts gefunden. Mit Öl-Milliarden und mehr noch mit cleveren Schachzügen und Marketing-Geschick ist es den Scheichs in den Fürstentümern am Golf gelungen, einen ungeahnten Boom zu entfachen. Sie machten binnen eines Jahrzehnts Ortschaften zu Metropolen, schufen aus Beton, Glas und Teflon Skylines mit Wiedererkennungswert. Sie katapultierten ihre Städte binnen kürzester Zeit auf die Weltkarten - ganz ohne dafür Kriege zu führen. Sie entfachten einen Sog, zogen Menschen wie magisch an, erfanden fast täglich neue Attraktionen, lockten Investoren auf künstliche Palmeninseln und in die Wüste, Urlauber in Ski-Paradiese im Sand und Sieben-Sterne-Hotels am Meer. Kein Weg führt mehr an ihnen vorbei - und allen Unkenrufen zum Trotz werden sie stärker aus der Weltwirtschaftskrise hervorgehen als jeder andere. Wenn Geld wirklich die Welt regiert, werden sie die neuen Herrscher sein: Ortstermin in den Emiraten - Helge Sobik berichtet Erstaunliches aus Dubai, Abu Dhabi, Umm al-Qaiwain und Ras al-Khaimah, außerdem aus Qatar und Oman und von der iranischen Überraschungs-Insel Kish.

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Helge Sobik

Reportage Persischer Golf

Helge Sobik

Reportage Persischer Golf

Sand zu Gold, Wüste zu Geld

Picus Verlag Wien

Für Anja

Copyright © 2011 Picus Verlag Ges.m.b.H., Wien Alle Rechte vorbehalten Grafische Gestaltung: Dorothea Löcker, Wien Umschlagabbildung: © Helge Sobik Datenkonvertierung E-Book: Nakadake, Wien ISBN 978-3-7117-5066-2 Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt

Informationen über das aktuelle Programm des Picus Verlags und Veranstaltungen unterwww.picus.at

Das Übermorgenland am Golf

Dubai: Wo gestern Wüste war, ist heute Wunderland. Ortstermin vor und hinter den Kulissen

Hamad Hassan Obeid Jalaf ist der Gegenwart im Weg und erst recht der Zukunft. Er ist ein Mann der Vergangenheit – einer, der Schiffe wie aus der Zeit von Sindbad dem Seefahrer baut: traditionelle arabische Dhaus, diese bauchigen Kähne mit großem Laderaum und Steuerhaus wie aus einem Hollywood-Abenteuerklassiker. Er braucht keine Pläne dafür, er baut sie aus dem Gedächtnis, legt Holzbalken über Kreuz in den Sand am Ufer des Dubai Creek und lässt seine Männer loslegen. Wie vor ihm sein Vater und sein Großvater. Neben seiner kleinen Dhau-Werft, der letzten in Dubai, stehen bereits die Baukräne, rattern die Betonmischer, ragen die Pfeiler einer neuen Brücke in die Luft. Gegenüber entsteht der neue Stadtteil Dubai Festival City. Hamad Hassan Obeid Jalaf passt da nicht mehr ins Bild. Er kostet Platz, belegt wertvollen Baugrund im neuen architektonischen Gesamtkunstwerk.

Jalaf soll weichen, wird mitsamt seiner Werft irgendwohin an den Stadtrand umgesiedelt. Er kennt das neue Grundstück noch nicht, weiß nicht mal den genauen Ort. Aber er hat von den Behördenvertretern gesagt bekommen, alles werde okay sein, und die Umzugskosten bekäme er erstattet, eine kleine neue Lagerhalle und neue Quartiere für seine pakistanischen Mitarbeiter dazu. Er hat bereits zugestimmt. Nicht wegen der Kostenübernahme – mehr, weil er stolz auf das neue Dubai ist und der Zukunft nicht im Weg stehen will. Hamad Hassan Obeid Jalaf will den rasanten Boom in seiner Heimat am Golf auf keinen Fall behindern – obwohl nicht jedes Bauwerk seinen Geschmack trifft. Aber wo in der Welt ist das schon so.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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