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Diplomarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich BWL - Bank, Börse, Versicherung, Note: 1,3, Technische Universität Dortmund, Sprache: Deutsch, Abstract: Das der Einleitung anschließende zweite Kapitel stellt zunächst den Weg zu den neuen Baseler Eigenkapitalanforderungen dar. In diesem Kapitel wird auf die historische Entwicklung der Bankaufsicht (Abschnitt 2.1) eingegangen. Darüber hinaus wird in diesem Kapitel die Grundkonzeption von Basel I vorgestellt (Abschnitt 2.2) und die Schwachpunkte der alten Regelungen beschrieben (Abschnitt 2.3). Anschließend erfolgt die Darstellung der Ziele von Basel II (Abschnitt 2.4) und ein Überblick über den Zeitplan des neuen Akkords (Abschnitt 2.5). Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Regelwerk der neuen Eigenkapitalanforderungen. Im Rahmen dessen wird der Eigenkapitalbegriff erläutert (Abschnitt 3.1) sowie das 3-Säulen-Konzept von Basel II beschrieben (Abschnitt 3.2). Darauf aufbauend erfolgt die Darstellung der Umsetzung der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen in deutsches Recht (Abschnitt 3.3). Den Abschluss des dritten Kapitels bilden schließlich die Ansätze zur Ermittlung der Min-destkapitalanforderungen für Kreditrisiken unter Berücksichtigung der für die Bundesrepublik Deutschland geltenden Regelungen der SolvV und MaRisk (Abschnitt 3.4). Dabei beinhaltet dieser Abschnitt neben der Erläuterung des Kreditrisiko-Standardansatzes (Abschnitt 3.4.1) und der auf internen Ratings basierenden Ansätze (Abschnitt 3.4.2) auch eine Übersicht über die aufsichtsrechtlich zugelassenen Kreditrisikominderungstechniken (Abschnitt 3.4.3). Im vierten Kapitel erfolgt die Darstellung eines finanztheoretischen Ansatzes zur Kalkulation von risikoadjustierten Kreditkonditionen. Das Kapitel gibt zunächst einen Überblick über die Bestandteile des Kreditzinses (Abschnitt 4.1). Es folgt die Erläuterung der einzelnen Deter-minanten des Kreditzinses sowie die Darstellung möglicher Ansätze, die Werte der einzelnen Komponenten mit Hilfe öffentlich zugänglicher Informationen selbst abzuschätzen (Abschnitt 4.2 bis 4.6). Anschließend werden die geschätzten Kreditzinsen mit Kreditkonditionen aus der Praxis verglichen (Abschnitt 4.7). Der letzte Abschnitt beschäftigt sich mit den Auswirkungen der neuen Eigenkapitalregelungen auf die Kreditzinsen. Hierbei werden die Unterschiede in der Eigenkapitalunterlegung zwischen der alten und der neuen Eigenkapitalregelung herausgestellt. Das letzte Kapitel besteht aus einer abschließenden Zusammenfassung und einem kurzen Ausblick.
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Veröffentlichungsjahr: 2007
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Coverbild: pixabay.com
Diplomarbeit
Vorgelegt dem Fachbereich Wirtschaft
der Fachhochschule Dortmund
Risikoadjustierte Bepreisung von Krediten unter besonderer Berücksichtigung der Regelungen der Solvabilitätsverordnung (SolvV) und der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)
eingereicht von
Christian Brigadski
Castrop-Rauxel, den 15.02.2007
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Symbolverzeichnis
1Einleitung: Die Bedeutung des riskoadäquaten Pricings von Krediten gemäß den neuen Eigenkapitalregelungen
2Der Weg zu Basel II
2.1Entwicklungsgeschichte der Bankaufsicht
2.2Grundkonzeption von Basel I
2.3Schwachpunkte des Eigenkapitalakkords nach Basel I
2.4Zielsetzung des neuen Eigenkapitalakkords
2.5Verabschiedung und Zeitplan des neuen Eigenkapitalakkords
3Basel II - Der neue Baseler Eigenkapitalakkord
3.1Begriffsdefinitionen des Eigenkapitals
3.23-Säulen-Konzept von Basel II
3.2.1Säule 1: Mindesteigenkapitalanforderungen
3.2.2Säule 2: Überprüfung durch die Aufsicht
3.2.3Säule 3: Marktdisziplin
3.3SolvV und MaRisk: Nationale Umsetzung des neuen Akkords
3.4Ermittlung der Mindestkapitalanforderungen für Kreditrisiken gemäß der SolvV
3.4.1Kreditrisiko-Standardansatz
3.4.2Die IRB-Ansätze
3.4.3Kreditrisikominderungstechniken
4Finanztheoretischer Ansatz zur Kalkulation risikogerechter Kreditkonditionen
4.1Determinanten des Kreditzinses
4.2Risikoloser Fremdkapitalmarktzins
4.2.1Realer Fremdkapitalkostensatz
4.2.2Inflationsrisikoprämie
4.2.3Laufzeitprämie
4.3Liquiditätsrisikoprämie
4.4Kreditausfallrisikoprämie
4.4.1Standardrisikokosten
4.4.2Eigenkapitalkosten
4.5Kosten der Kreditbearbeitung und Gewinnmarge
4.6Zusammenfassung und Vergleich der Resultate mit Konditionen aus der Praxis
4.7Auswirkungen der SolvV auf die Kreditkosten für Unternehmen
5Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick
6Anhang
Literaturverzeichnis
Danksagung
Abbildung 1: Effekt undifferenzierter Kreditkonditionen
Abbildung 2: Gefahr der Fehlallokation des Kapitals durch Basel I
Abbildung 3: Eigenmittel der Kreditinstitute
Abbildung 4: Das 3-Säulen-Konzept von Basel II
Abbildung 5: Unterlegungspflichtige Risiken
Abbildung 6: Übersicht der Ansätze nach Basel II
Abbildung 7: Kategorisierung der operationellen Risiken
Abbildung 8: Die vier Prinzipien des Supervisory Review Process
Abbildung 9: Offenlegungspflichten im Rahmen der dritten Säule
Abbildung 10: Umsetzung von Basel II in deutsches Recht
Abbildung 11: Nationale Umsetzung und Aufbau der SolvV
Abbildung 12: Eigenkapitalunterlegung nach Basel I und SolvV
Abbildung 13: Ratingcodes externer Ratingagenturen
Abbildung 14: Prinzip des Ratingverfahrens
Abbildung 15: Risikoparameter im IRB-Ansatz
Abbildung 16: Bestimmung der Verlustquote
Abbildung 17: Klassifizierung der Aktiva des Anlagebuches im IRB-Ansatz
Abbildung 18: Kreditzinsbestandteile und ihre primären Faktoren
Abbildung 19: Erwartete und unerwartete Verluste
Abbildung 20: Deckung des unerwarteten Verlustes mit Eigenkapital
Tabelle 1: Bonitätsgewichte der einzelnen Schuldnerkategorien
Tabelle 2: Weg bis zum Inkrafttreten von Basel II
Tabelle 3: Zeitplan der nationalen Umsetzung von Basel II
Tabelle 4: Risikogewichte für Forderungen an Staaten
Tabelle 5: Risikogewichte für Forderungen an andere öffentliche Stellen
Tabelle 6: Risikogewichte für Forderungen an Banken und Wertpapierhäuser
Tabelle 7: Risikogewichte für Forderungen an Unternehmen
Tabelle 8: Zulässige Sicherheiten zur Kreditrisikominderung
Tabelle 9: Prognosen 3-Monats-Euribor und Inflation
Tabelle 10: Laufzeitadjustierte PD ohne Berücksichtigung vonBonitätsmigrationen
Tabelle 11: Historische Ausfallraten
Tabelle 12: Schätzung der erwarteten, laufzeitadjustierten Ein-Jahres-PD.
Tabelle 13: Ermittlung der Standardrisikokosten
Tabelle 14: Korrelationsabschläge ausgewählter Unternehmensgrößen
Tabelle 15: Ermittlung der Eigenkapitalkostenprämie
Tabelle 16: Ermittlung der Default Risk Premium
Tabelle 17: Ermittlung des Kreditzinses
Tabelle 18: Bonitätsbedingte Wertvernichtung
Tabelle 19: Vergleich mit Kreditkonditionen aus der Praxis
Tabelle 20: Auswirkungen der SolvV auf die Kreditzinsen der Unternehmen
Im Dezember 2006 veröffentlichte das Bundesministerium der Finanzen die neuen Eigenkapitalregelungen der seit Anfang Januar geltenden Solvabilitätsverordnung (im Folgenden SolvV), die eine stärkere Orientierung der Eigenkapitalunterlegung an das Kreditrisiko der Kreditnehmer verlangt. Nach Basel I war ein Kreditinstitut dazu verpflichtet, 8 % des Kreditbetrages als regulatorisches Eigenkapital zu hinterlegen. Somit musste eine Bank gemäß den alten Regelungen für Kunden guter Bonität denselben Eigenkapitalbetrag hinterlegen wie für Kunden schlechter Bonität. Diese Verfahrensweise führte jedoch dazu, dass die bonitätsschwachen von den bonitätsmäßig guten Schuldnern subventioniert wurden. Denn der Kreditpreis der bonitätsmäßig schlechten Kreditnehmer war nicht hoch genug, um die tatsächlichen Ausfallrisiken des Kreditnehmers abzudecken. Das daraus resultierende Risikoprämiendefizit wurde so durch einen unangemessen hohen Kreditpreis für bonitätsmäßig gute Kunden vereinnahmt. Deshalb war wesentliches Ziel der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarungen, die geforderte Eigenkapitalunterlegung vom Kreditausfallrisiko des Schuldners abhängig zu machen. So werden ab dem 1. Januar 2007 in Deutschland durch die Regelungen der SolvV und der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (im Folgenden MaRisk) Kredite an Schuldner schlechter Bonität mit einem höheren Eigenkapitalbetrag hinterlegt als Kredite an Schuldner, die eine gute Bonität aufweisen. Die bonitätsabhängige Eigenkapitalunterlegung wird dazu führen, dass sich die Kreditzinsen für Kreditnehmer schlechter Bonität im Vergleich zu den alten Eigenkapitalregelungen erhöhen werden. Dies könnte sich insbesondere für kleine und mittelgroße Unternehmen in Deutschland als nachteilig erweisen, da ein Großteil dieser Unternehmen aufgrund ihrer niedrigen Eigenkapitalquoten ungünstigeren Bonitätsklassen zugeordnet wird. Allerdings beinhaltet die SolvV Regelungen, die kleine und mittelgroße Unternehmen entlasten werden. Trotzdem ist die Angst vor enormen Kreditpreissteigerungen beträchtlich, denn insbesondere die kleineren Unternehmen wissen oftmals nicht, wie sich ihre Kreditkonditionen zusammensetzen und wie groß der Anteil ihres Kreditrisikos am Kreditzins ist.
Daher ist Ziel dieser Arbeit, die Auswirkungen der neuen Eigenkapitalregelungen auf die Kreditzinsen für deutsche Unternehmen unterschiedlicher Größe und Bonität zu quantifizieren. Dafür werden im Rahmen dieser Arbeit die einzelnen finanztheoretischen Kreditzinskomponenten erläutert und einige auf empirische Daten basierende Verfahren vorgestellt, mit denen die einzelnen Zinskomponenten abgeschätzt werden können. Dabei liegt der Schwerpunkt dieser Arbeit darin, die bankaufsichtlich geforderte Eigenkapitalunterlegung zu bestimmen und somit Aussagen über die Auswirkungen der neuen Eigenkapitalregelungen auf die Kreditkonditionierung zu treffen.
Gang der Untersuchung:
Das der Einleitung anschließende zweite Kapitel stellt zunächst den Weg zu den neuen Baseler Eigenkapitalanforderungen dar. In diesem Kapitel wird auf die historische Entwicklung der Bankaufsicht (Abschnitt 2.1) eingegangen. Darüber hinaus wird in diesem Kapitel die Grundkonzeption von Basel I vorgestellt (Abschnitt 2.2) und die Schwachpunkte der alten Regelungen beschrieben (Abschnitt 2.3). Anschließend erfolgt die Darstellung der Ziele von Basel II (Abschnitt 2.4) und ein Überblick über den Zeitplan des neuen Akkords (Abschnitt 2.5).
Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Regelwerk der neuen Eigenkapitalanforderungen. Im Rahmen dessen wird der Eigenkapitalbegriff erläutert (Abschnitt 3.1) sowie das 3-Säulen-Konzept von Basel II beschrieben (Abschnitt 3.2). Darauf aufbauend erfolgt die Darstellung der Umsetzung der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen in deutsches Recht (Abschnitt 3.3). Den Abschluss des dritten Kapitels bilden schließlich die Ansätze zur Ermittlung der Mindestkapitalanforderungen für Kreditrisiken unter Berücksichtigung der für die Bundesrepublik Deutschland geltenden Regelungen der SolvV und MaRisk (Abschnitt 3.4). Dabei beinhaltet dieser Abschnitt neben der Erläuterung des Kreditrisiko-Standardansatzes (Abschnitt 3.4.1) und der auf internen Ratings basierenden Ansätze (Abschnitt 3.4.2) auch eine Übersicht über die aufsichtsrechtlich zugelassenen Kreditrisikominderungstechniken (Abschnitt 3.4.3).
