Ruinentod - Maik Harmsen - E-Book

Ruinentod E-Book

Maik Harmsen

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Beschreibung

In Etterode lebte Klaus Blum. Als er sechs Jahre alt war, sagte ihm sein Opa: «Ich brachte 1932 den Mann ins Zuchthaus, der drei Mädchen aus dem Dorf killte.» Sechs Jahre später brachte jemand aufs Neue Kinder um. Klaus war klar: Es war Rache. Er ahnte, wer es war. Mit Elke und Stefan stellte er ihm eine Falle. Hierbei kam es zum Kampf auf Leben und Tod. Was sich dann abspielte, nahm keiner an ...

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Seitenzahl: 283

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel A

Kapitel B

Kapitel C

Kapitel D

Kapitel E

Kapitel F

Kapitel G

Kapitel H

Kapitel I

Kapitel J

Kapitel K

Kapitel L

Kapitel M

Kapitel N

A

Klaus lag auf dem Rücken am Ufer vom Gründsee im Sand. Er hatte eine Badehose an, kuckte in den Himmel, an dem keine Wolke zu sehen war und die Sonne wärmte ihn. Er hörte den Wellen zu, die leise plätscherten, und döste ein ...

Abrupt wachte er auf und ihm war kalt. Er machte die Augen auf und sah, dass etwas die Sonne verdeckte. Er erschrak, da jemand da stand. Doch er konnte nicht erkennen, wer es war. Da sagte eine sonore knurrige Stimme: «Na endlich ist die kleine Ratte wach. Ich drücke dir jetzt die Kehle ab. Dann sehe ich zu, wie du den letzten Atemzug machst.»

Klaus hatte Angst, fragte sich, meinte der das im Ernst. Da rief der Kerl: «Jetzt dreh dich um und knie dich hin. Mach schon!»

Klaus stützte sich auf die Ellbogen und legte sich auf den Bauch. Sein Herz pochte wie wild. Er musste jede Sekunde damit rechnen, dass der Kerl ihn würgt. Ihm blieb nur eins, um sein Leben rennen.

«Geht das nicht schneller?», raunzte der Kerl ihn an. So folgte er dem Geheiß. Er kniete sich hin, ließ aber den Kopf auf dem Boden. Die Arme legte er neben sich. Er wollte wie beim 100 Meter Lauf starten. Da rief der Kerl: «Na geht doch! Und jetzt reck dich aufrecht in die Höhe. Dann mach die Augen zu. Wir wollen doch nicht, dass dir, wenn ich dich erwürge, die aus den Höhlen fallen. Jetzt genieß die Zeit, kneifst du den kleinen Arsch zu. Das geschieht dir nur ein Mal im Leben ...»

Da sah Klaus, dass er näher kam. Jetzt oder nie sagte er zu sich, streckte sich empor und rannte los. Nach ein paar Metern packte er ihn von hinten an die Hose, da taumelte er und fiel längs hin. Da rief der Kerl hämisch: «Ich sagte dir doch, dass du mir nicht durch die Lappen gehst. Warum machst du es dir denn so schwer, du kleine Ratte.»

In dem Moment war er schon über ihm. Im Nu legte er den rechten Arm um den Hals und zog ihn hoch. Klaus bekam keine Luft. Er fasste den Arm von ihm an, um den Griff zu lockern. «Ja, du Ratte, wehr dich. Das steigert meine Lust, dich zu töten.»

Als er auf den Beinen stand, drückte er fester zu. «Na, gefällt dir das du kleine Ratte? Jetzt drück ich dir die Gurgel zu. Dann sehe ich zu, wie du strampelst, bis dir der Atem ausgeht und du tot bist.»

Klaus merkte, dass er es jetzt ernst meinte, und hatte eine Idee: Schnell sog er tief Luft ein, bis die Lunge von ihm voll war. Da drückte der Kerl ihm schon mit aller Kraft die Kehle zu und hob ihn hoch. Klaus schlug wie wild um sich und traf ihn oft. Er versuchte, mit den Händen den Druck zu lockern. Das gelang ihm nur nicht. «So ist es gut! Gleich bist du im Jenseits.»

Da bewegte sich Klaus abrupt nicht mehr und stellte sich Tod. Der Kerl ließ ihn fallen und meinte: «Ich sagte dir doch gleich, dass du dich nicht wehren sollst. Und jetzt wirst du im See ertränkt. Ich will ja sicher sein, dass du auch tot bist.» Er fasste seine Beine an, schleifte ihn bis zum Wasser und drehte ihn um. Da atmete Klaus so viel Luft ein, wie in die Lunge passte. Und schon drückt er den Kopf von ihm unter ins Nass. Er hörte, wie der Kerl rief: «So du Ratte! Dann ein für alle Mal gute Reise ins Reich der Toten ...» Klaus wurde schwarz vor Augen. Er rang nach Luft, wandt sich hin und her, um nicht zu sterben ...

Abrupt wachte er auf ... Sein Herz pochte wie wild. Er merkte, dass sein Schlafanzug nass vom Schweiß war und froh, dass es nur ein Traum war. Schuld war Opa, der ihm am Morgen etwas Grausames sagte ...

Es war Sonntag, der 28. Mai 1961. Die Sonne schien vom Himmel ohne eine Wolke. Klaus war da sechs Jahre alt und ging noch nicht in die Schule. In der Früh marschierte er mit Großvater in den nahen Wald. Dort sah er, dass ein Baum auf der Erde lag. Der Stamm war einen Meter dick und ein idealer Platz für eine Pause.

«Opa, wollen wir da Rast machen?», fragte er.

«Ja! Das ist ja ein Sitz für einen König.»

«Stimmt Opa! Fehlt nur die Königin ...»

«Dann pack schnell die Brote aus, kommt sie, kriegt sie eine Stulle ab.»

«Ich geb ihr meine. Zum Dank heiratet sie mich, ich werde König und wohne danach im Schloss.»

«Da wäre ich total traurig, da wir uns dann nicht mehr sehen.»

«Aber Opa! Ihr kommt doch alle mit. Ein Schloss ist riesengroß und da ist eine Menge Platz für uns.»

«Das ist lieb von dir ... So! Jetzt lass uns erstmal essen. Ich hab Hunger.»

Klaus packte den Rucksack aus. Da waren zwei Butterbrote und ein Stück «Ahle Wurst» drin. Eine Flasche mit Limo und eine mit Bier. Sie fingen mit dem Essen an und Opa sagte: «Mein lieber Klaus. Ich denke, dass du alt genug bist, für das, was ich dir jetzt sage. Es ist keine Fabel, die ich mir ausgedacht habe. Das, was du heute von mir hörst, passierte hier im Dorf. Ich hielt es stets geheim. Doch ehe ich sterbe, lasse ich dich das wissen. Du darfst es aber auf gar keinem Fall einem sagen. Versprochen?»

«Mach ich Opa, das schwöre ich dir.»

«Prima! Dann fang ich mal an: 1932 brachte bei uns im Dorf ein Mann drei Kinder um. Alles fing im Juni an. Wir holten an dem Tag Heu vom Rodland. Maria war mit, sie war wie deine Mutter sechs Jahre alt. Oma erlaubte das Versteck-Spielen den Kindern am Rand vom Wald. Da spielten sie jedes Mal, waren wir da. Einer schloss die Augen, zählte bis zehn und der Rest versteckte sich. War die Zeit um, ging er auf die Suche. Fand er einen, war der dran. Wir luden in der Zeit das Heu auf den Wagen. Als wir fertig waren, lief Oma los und rief die Kinder. Alle waren da, nur Maria kam nicht.

Wir gingen auf die Suche und brüllten uns die Lunge aus dem Hals. Doch sie antwortete nicht. Da fuhren wir nach Hause und riefen die Polizei an. Eine Menge Polizisten suchte den Wald gleich ab. Doch Maria fand man nicht.

Drei Tage später war es ein Mann, der sie hinter einem Stein im Steinbruch fand. Sie war Tod und hatte nichts an. Bei der Leichenschau stellte man fest, dass ein Mann sich an ihr vergriff und sie zu Tode würgte. Es folgte ein Mord auf den anderen.

Ein paar Leute aus dem Ort hatten gleich den Lehrer Arthur Heinze im Verdacht. Der nahm seit dem Tag, an dem jemand, die Frau von ihm erschoss, nicht mehr am Leben im Dorf teil und grenzte sich ab. Da er ein sehr guter Lehrer war, traute man ihm das nicht zu. Beweisen konnte man ihm das zu der Zeit nicht.

Dann kam ein Tag, den ich nie vergesse. Am Morgen kam ein Mädchen verspätet in die Schulklasse. Sie vergaß ein Heft, rannte nach Hause, holte es und war aus dem Grund spät dran ... Das war noch in der alten Schule bei der Linde. Da gab es nur einen Raum für alle und nur einen Lehrer. Heute in der Neuen sind es zwei Klassenräume und zwei Lehrer.

Als sie da war, maulte der Lehrer die Kleine an und brummte ihr, eine Stunde nachsitzen auf. Nachdem der Unterricht rum war, schickte er alle nachhause. Nur die Kleine musste bleiben. Ihre Geschwister kamen ohne sie heim. Die Mutter fragte nach ihr und sie erfuhr, was sich abspielte. Wenig später kam der Vater von der Frühschicht an. Seine Frau sagte ihm das gleich. Er war erbost von der Willkür des Lehrers und wollte ihn zur Rede stellen. Sofort lief er los. Auf dem Weg zur Schule traf er den Nachbarn und sagte ihm, was er vor hatte. Der ging spontan mit. Falls es zum Streit kommt, meinte er.

Er war auch einer, der den Lehrer in Verdacht hatte. Sie kamen an und die Tür vom Haus war auf. Der Vater wollte die Tür vom Klassenraum öffnen, doch die war zu. Nachsitzen fand aber immer dort statt. Da sagte der Nachbar, dass hier was nicht stimmt.

Der Vater meinte das auch. Gleich gingen sie leise die Treppe hoch. Die Tür der Wohnung vom Lehrer stand einen Spalt weit auf. Der Vater machte sie lautlos auf und lief auf Zehenspitzen durch den Flur. Der Nachbar folgte ihm. Kein Mucks war zu hören. Doch dann knarrte eine Holzdiele. Der Vater erschrak und ihm stockte das Blut in den Adern. Er blieb stehen und verharrte dort. Ich hoffe, der kommt jetzt nicht raus, dachte er. Da hörte er, dass sich im Raum vor ihm etwas regte. Er ging leise bis zur Tür. Die stand einen Spalt auf. Er kuckte hinein und sah, dass es das Zimmer war, wo er schlief. Er sah Schrank und Nachttischchen vor dem Bett. Doch er musste den Raum im Ganzen sehen. So machte er die Tür leise weiter auf ...

Da rief der Lehrer: Hör auf zu weinen! Du brauchst keine Angst zu haben, ich tu dir auch nicht weh ... bevor du in den Himmel kommst. Da nickte der Vater dem Nachbarn zu. Er stieß die Tür auf, eilte in den Raum und die krachte vor die Wand. Da sah er, dass der, wie Gott ihn schuf, auf dem Bett in der Mitte der Beine von einem nackten Mädchen kniete. Der Vater rannte wütend auf ihn zu und brüllte: Du Drecksau! Da drehte der Lehrer sich um und starrte geschockt ihn an. Er rechnete ja nicht mit dem. Im Nu legte der Vater ihm einen Arm um den Hals und zog ihn vom Bett auf den Boden. Der wehrte sich mit Hand und Fuß. Doch es war zwecklos, denn der Nachbar kam ihm zu Hilfe. Der schlug gleich mit den Fäusten auf ihn ein. Der Vater hatte große Mühe, ihn zu stoppen. Zu gern drosch der ihm den Schädel ein.

Die zwei drehten ihn so, dass er auf den Bauch lag. Da kniete der Vater sich auf seinen Rücken. Der Nachbar sagte, dass er ihm die Füße verschnürt und er ein Seil sucht. Er kam zurück und hatte zwei Kordeln bei sich, mit denen man Vorhänge anband. Eine band er um die Füße die andere an die Hände.

Das war gar nicht so leicht, da der Lehrer sich heftig wehrte. Er schrie wirre Worte und da er auf dem Gesicht lag, verstand man nicht, was er von sich gab. Da sagte der Nachbar, er deckt ihn zu und dann ruft er die Polizei. Wir standen vom Boden auf und er trat ihm fest auf den Hintern, so dass der Lehrer vor Schmerz schrie. Dann lief er in den Flur, wo der Telefonapparat war. Der Vater machte rasch die Seile an Füssen und Händen von dem Mädchen ab. Sofort krabbelte er auf das Bett ...

Er zog rasch das Tuch vom Gesicht weg. Was er da sah, ließ ihm das Blut in den Adern stocken: Es war in der Tat die Tochter von ihm. Dann machte er eilig den Knoten vom Schal los, mit dem er ihr den Mund zuband. Da erhob sich die Kleine und fiel ihm auf der Stelle um den Hals, weinte, drückte ihn und sagte, dass er ihr sehr weh getan hatte, sie um Hilfe rief und da band er ihr den Mund zu. Sie weinte heftiger und presste sich an den Vater. Der redete mit Engelsgeduld auf sie ein. Zum Schluss sagte er ihr, dass es nur ein Spiel war und ihr nichts passiert wäre. Sie ließ ihn los und er tupfte ihr die Tränen ab. Als sie sich beruhigt hatte, wollte sie zu Mama. Da gehen wir jetzt auch hin, doch erst müssen wir dich anziehen, sagte der Vater.

Da kam der Nachbar rein und rief, dass er gleich abgeholt wird. Er brachte ihre Kleidung mit und der Vater zog sie dem Kind an. Kaum war er fertig, kam irgendwer eilig rein. Da er die Tür im Rücken hatte, sah er nicht, wer das war. Der Nachbar rief, dass die Schutzmänner da sind. Früher nannte man die von der Polizei so. Die zwei waren völlig aus der Puste. Der Dickere schnappte nach Luft und der Dünnere fragte, was passiert ist.

Der Nachbar wollte es ihnen grade sagen. Da ging der Vater mit der Kleinen in den Flur, da er nicht wollte, dass sie das Gesagte hörte. Da lag ihr Ranzen in einer Ecke. Sie bückte sich und hob ihn auf. Der Vater wollte, dass sie mal nachsieht, ob alles drin ist.

Da hörte er, wie der Nachbar ihnen erzählte, was passiert ist. Der Heinze schwieg zuerst. Auf die Frage, warum er nackt ist, hatte er keine Ausrede. Er gab es am Ende doch zu und die Morde die er verübte auch.

Als er seine Kleidung angelegt hatte, legte ihm der Dicke die Handschellen an. Dann kamen die Schupos mit ihm an. Der Heinze senkte den Kopf zu Boden und weg waren sie. Dem Vater schien, dass er froh war, dass es für ihn ein Ende fand. Es grenzte fast an ein Wunder. Ein paar Minuten später, lebte die Kleine, denke ich nicht mehr. Auf dem Weg nach Hause, bat sie der Vater, dass sie nie sagt, was passierte. Schon gar nicht ihrer Mama, da sie das nie begreift ... Und das sie sich so nur unnötig Sorgen macht. Und sie schwor es ihm nie zu tun ...» Klaus sah den Großvater erstaunt an und fragte: «Opa, wie kommt es, dass du das so genau weißt?»

«Weil ich der Vater war. Tante Emma war das Mädchen. Der Nachbar war Heinrich und mein Bruder. Den zog man im 2. Weltkrieg zum Militär ein und kam nicht mehr heim. So blieb es bis jetzt das Geheimnis von Emma und mir. Du bist der Erste, der die wahre Geschichte kennt. Und ich hoffe, dass das für immer unter uns bleibt. Zwei Tage später kam ein neuer Lehrer. Na ja und seit der Zeit ist Ruhe im Dorf.»

«Opa, dann bist du ja ein Held! Du hast ja den Mörder gefasst ...»

«Nein! Das bin ich nicht, denn es war ein Zufall. Sagte mir Oma nichts, ging ich nie zur Schule. Nur so konnte ich das Leben von Emma retten. Die Polizei sagte mir, dass sie ihm auf der Spur waren ...»

«Das ist mir egal, für mich bist du ein Held.»

«Gut Klaus! Dann bin ich das eben. So und jetzt gehen wir nach Hause. Wir sind schon spät dran. Du weißt ja: Kommen wir nicht rechtzeitig, gibt es wieder Ärger.»

«Stimmt, Opa! Dann kriegt der Held einen auf die Schiebermütze, die du bei Wind und Wetter trägst.»

«Genau! Und von den vielen Schlägen von ihr auf meinen Kopf, wurde ich immer kleiner.»

«Ha, ha, ha ... aber wenn sie das von dir wüsste ...»

«Was wäre dann?»

«Dann würde sie dich auf den Händen tragen.»

«Das glaub ich nicht, dazu bin ich zu schwer. Doch komm nicht in die Versuchung. Ich will es nicht darauf ankommen lassen. So und nun Abmarsch!» Da standen sie auf, Klaus packte ihre Sachen ein und sie liefen nach Hause ...

Eine Woche später war ihr Ziel der Gründsee. Das Wetter spielte mit, die Sonne schien und es war warm. Sie liefen los und kamen an der Weide an, wo ihre Kühe grasten. Der Opa sah nach, ob alles in Ordnung war. Dann prüfte er den Stand vom Wasser im Fass. Da es fast voll war, liefen sie gleich weiter. Nach zehn Minuten waren sie am See. Sie setzten sich auf einer kleinen Landzunge auf eine Bank. Da packte Klaus den Rucksack aus. Als sie ihr Brot aßen, sagte der Opa: «Ist es nicht schön hier?»

«Ja, Opa das ist es. Ich würde ja gern mal auf die Ruine gehen?»

«Das geht nicht Klaus. Es ist mir zu weit und selbst wenn wir das schafften, kämen wir nicht zur rechten Zeit zum Essen. Und Du weißt, was dann geschieht.»

«Ja, Oma ist sauer auf uns und spricht den ganzen Tag nicht mehr mit dir ... Sag mal Opa, war der See schon ewig hier?»

«Nein! Bis vor ein paar Jahren baute man hier Braunkohle ab. Hier wo der See ist, baggerte man die Kohle aus der Erde. Dann gab es noch unter der Erde Stollen. Die Kohle wurde im Bunker gelagert und mit dem Zug weggeschafft. Als man die Zeche schloss, lief die Grube mit Wasser voll.»

Der letzte Bissen war verdrückt und da sagte Opa: «So und jetzt gehen wir zur Waldschänke und da kriegst du ein Eis.»

Klaus sprang von der Bank auf und rief: «Ja, Opa das freut mich. Dann laufen wir gleich los ...»

«Immer mit der Ruhe! Ein alter Mann ist doch kein D-Zug.» Er stand auf und Klaus packte die Flaschen in den Rucksack.

Sie liefen los. Erst ein Stück am See entlang, dann bogen sie in einen Weg ab, der durch den Wald verlief. Am Ende kamen sie auf eine Straße. Da bogen sie links ab und schon waren sie da. Opa machte die Tür auf und da rief die Wirtin: «Guten Morgen Paul, schön das du wieder mal da bist. Ah ... wie ich sehe, ist dein Enkel heute bei dir.»

«Morgen Lisa, der musste mit. Wir kommen grad von Gründsee und haben jetzt Durst.»

«Na den kann man löschen! Trinkst du ein Bier?»

«Ja, wie immer!»

«Und du kleiner Mann?»

«Ich hätte gern ein Eis!»

«Kein Problem! Geh da zur Truhe und such dir eins aus. Ich zapf deinem Opa schon mal sein Bier.»

Der nahm Platz an einem Tisch. Nach und nach kamen andere Männer rein. Klaus setzte sich mit dem Eis neben ihn. Als Opa das dritte Bier getrunken hatte, sagte er: «So Klaus, wir brechen jetzt auf. Ich bezahle und dann gehen wir los.» Vor der Tür meinte er: «Klaus verplapper dich nur nicht bei Oma ...»

«Ja, Opa das weiß ich! Ich schweige wie ein Grab und verrate nicht, das du drei Bier getrunken hast.»

«Das ist nett von dir! So und jetzt: Abmarsch!»

Dann liefen sie gleich ohne Umweg nach Hause. Um zwölf waren sie da. Sein Vater saß schon am Tisch. Er nutzte die Zeit am Sonntag in der Früh für all das, zu dem er unter der Woche keine Zeit hatte. Dann gab es Essen. Das machte Mutter und Oma.

Zwei Wochen später saßen sie wieder auf der Bank. Als sie ihr Brot aßen, fragte Klaus: «Opa, wie trafen sich Mama und Papa? Der wohnte ja weit weg ...»

«Um genau zu sein, lebte er in Haselfels. Er war mit Heinz dem Freund hier auf der Kirmes und lernte Tante Elfriede kennen. Nach der Heirat zog sie zu ihm. Und deine Mama verliebte sich in Papa und er blieb hier. Nach der Hochzeit kamst du neun Monate später auf die Welt.»

«Und wie lerntest du Oma kennen?»

«Na, du bist aber heute voller Neugier? Na gut! Das sag ich dir und dann gehen wir zur Waldschänke. Also das war so: Die erste Frau von mir starb kurz nach der Geburt vom vierten Kind. Das war ein Drama für mich, denn ich war ab da alleine. Ich konnte mich ja nicht um alles bekümmern. Ich hatte Arbeit in der Grube. Hatte die Kinder, den Garten, das Haus und den Hof. Auch musste ich die Kühe, Schweine und die Hühner versorgen. Dann gab es noch die Feldarbeit.

Das Gras musste abgemäht werden und Heu für den Winter brauchten wir auch. Das schaffte ich allein nicht. Gut war das Uroma, Uropa und Verwandte mir halfen.

Wir hatten einen Schneider. Er kam aus Hopenfelde, nahm sich aus dem Dorf eine Frau und zog hier her. Da ich eine Hose brauchte, ging ich zu ihm. An dem Tag war die Schwester von ihm da. Wir verstanden uns auf Anhieb. Ich nahm sie zur Frau und so wurde sie deine Oma. Nach der Hochzeit zog sie bei mir ein.

Wir kriegten noch vier Kinder und die Mama von dir war 1929 die Achte und Letzte. 1954 lernte sie den Vater von dir kennen. Der war Maler in einem Betrieb in Aunett. 1955 kamst du auf die Welt .... So und jetzt gehen wir! Ich hab schon einen völlig trocknen Mund.»

«Ja Opa ich auch!»

«Du?»

«Ja, vom Zuhören ...»

«Du Frechdachs! So und jetzt pack die Sachen ein und dann nichts wie los ...»

Im März 1963 starb der Opa von Klaus. Es war ein herber Verlust für ihn. So trauerte er lange, bis er den Tod von ihm überwand.

Es war ein Sonntag, im Mai 1967. Klaus saß auf dem Stamm, auf dem er oft mit dem Opa von ihm saß. Er dachte an ihn und wie er den Killer schnappte. Doch er war nicht allein. Bei ihm waren Elke, seine Cousine und Stefan sein Cousin. Da brach Klaus den Eid, den er Opa gab. Er sagte es den beiden. Nur verschwieg er, dass es sein Opa war und dass ihm Onkel Heinrich half. Der war der Opa von Elke. Als Klaus fertig war, fragte sie: «Das ist ja grausam, was damals vorfiel. Ich hoffe, dass das nie mehr passiert.» Und Stefan: «Von wem weißt du das? Keiner sagte je was davon ...»

«Von Opa! Die Polizei brachte den Lehrer weg. Das bekam im Dorf kein Aas mit. So waren es nur drei, die es wussten, und die hielten dicht. Die zwei die ihn fassten und der Bürgermeister. Ein Mann brachte das Mädchen nach Hause. Der Zweite berichtete es ihm. Der wollte es nicht an die große Glocke hängen. Er befürchtete Nachteile für den Ort, käme das raus, meinte er. Er meldete gleich den Ausfall vom Heinze dem Schulamt. Und die Polizei rief er an. Die sollten nur publik machen, dass der Mörder in Haft ist. Doch wer es war und wo, das sollte nicht genant werden.

Dann brachte er einen Zettel an der Schule an. Auf dem war zu lesen, dass für zwei Tage der Unterricht ausfällt. Der Grund: Der Lehrer ist erkrankt und kommt nicht mehr wieder. Am Tag darauf stand in der Zeitung, dass man den Mörder gefasst hatte. Nicht wann, nicht wo und nicht wer. So wie es der Bürgermeister wollte. Zwei Tage später kam der Nachfolger.»

Stefan sah ihn skeptisch an und meinte: «Und woher wusste es dein Opa? Es waren ja nur drei! Und der Opa von dir war nicht dabei ...»

Klaus dachte nach, er wollte nicht, dass er es erfuhr. So erwiderte er: «Vom Bürgermeister. Da der verwandt mit uns war, sagte er es ihm im Vertrauen. Im Übrigen sind jetzt auch schon alle tot.» Da meinte Elke: «Ich denke, dass wir jetzt nach Hause gehen, es sieht nach Regen aus.» Sofort machten sie sich auf den Weg. Mit Ach und Krach schafften sie es. Dann goss wie es aus Eimern.

Klaus war in der siebten Klasse. In der Schule gab es zwei Lehrer: Herr Nickel für die eins bis vier. Er war 43 Jahre alt, hatte Frau und zwei Töchter. Christine und Bärbel gingen in Aunett auf die Oberschule.

Herr Asbrand für die von fünf bis acht. Er war 62 Jahre alt und lebte allein mit seiner Frau. Da er nicht gesund war, suchte man einen Ersatz, der ihn vertrat. Neben der Schule war das Haus der Lehrer. Darin wohnte Herr Nickel unten und Herr Asbrand oben.

In Etterode gab es den «Dorfkrug», ein Gasthaus mit Gästezimmer. An einem Sonntag in der Früh ging der Vater von Klaus mit ihm, Elke und Stefan dort hin. Er wollte ein Bier trinken und das neuste aus dem Dorf erfahren.

Sie setzten sich mit an den «Stammtisch», an dem schon vier Männer saßen. Der Vater bestelle sich ein Bier und für die drei gab es Brause. Als der Wirt die Getränke brachte, setzte er sich mit an den Tisch. Da sagte der Vater von Klaus: «Habt ihr Lust, könnt ihr am Kicker spielen.»

Das wollten sie, uns so liefen sie los. Dann redeten die Großen über Gott und die Welt.

B

Nach einer Weile ging die Tür auf und ein älterer Mann kam rein. Als der Wirt ihn sah, stand er auf und schritt zu ihm. Der Fremde fragte: «Sind Sie der Wirt?»

«Ja, der bin ich. Mein Name ist Hermann Bäcker.»

«Gut, Herr Bäcker! Haben Sie ein Zimmer frei?»

«Ja! Mit Frühstück kostet das 20 Mark pro Nacht.»

«Das ist in Ordnung! Dann nehme ich es.»

«Sind Sie auf der Durchreise?»

«Nein! Ich bewarb mich in der Schule als Lehrer. Jetzt vertrete ich den Jetzigen bis zu den Ferien. Mein Name ist Manfred Seitz.» Der Wirt lächelte ihn an und meinte: «Na das ist ja prima! Da werden sich die Schüler freuen. Bis jetzt fiel der Unterricht oft aus ... Hier ist der Schlüssel. Zimmer drei. Das ist in der Ersten Etage, die zweite Tür rechts.»

«Danke!»

«Möchten Sie hier essen?»

«Gern! Um 20:00 Uhr.»

«Gut! Dann reserviere ich Ihnen einen Tisch.»

«Danke! Ach ... eins noch: Ich erfuhr, dass es hier einen See gibt. Kann man da baden?»

«Jein! Von Amts wegen ist das verboten. In dem See kamen schon ein paar Leute ums Leben. Ein Mann starb sogar im Auto. Er parkte am westlichen Teil. An der Stelle ragt eine Landzunge in den See. Von da aus hat man den schönsten Blick über ihn und bis zur Ruine Steinberg. Die gehört zum Ort Schaabenbach. Der ältere Mann stellte sein Auto auf der Kuppe ab. Es wird vermutet, dass er einschlief. So rollte das langsam in den See, lief mit Wasser voll und der Mann ertrank.

Als man das Auto aus dem See zog, sah man, dass die Handbremse nicht angezogen war. Auch für sehr gute Schwimmer ist der See gefährlich. Im letzten Sommer schwamm dort ein Mann am Fuß vom Steilhang. Da löste sich eine Gesteinsmasse, die wie eine Lawine in den See rutschte. Der Sog zog ihn mit in die Tiefe und er ertrank. Ab da gab es Badeverbot.

Ist es heiß, zieht es viele Menschen an den See. Dann halten sich etliche nicht daran. Auch zelten da oft junge Leute aus der Stadt. Das ist zwar auch verboten, doch ist das denen egal.

Ein Ort, an dem gebadet und gesonnt wird, ist im Osten, am Fuß der Ruine. Da ist ein Sandstrand, und das Wasser ist nicht tief. Da ist es am Ende der Woche recht voll. Es sind dann viele Eltern mit Kindern da.

Nach Süden ist der See steil. Der von Norden ist flacher. Nur ist da der Wuchs von Büschen sehr hoch. Da sieht man von oben den See nicht. Es gibt aber einen Pfad bis zum See runter. Der ist etwa 80 Meter lang.

Ist man unten, kommt man auf einen schmalen Pfad, der am Ufer entlang führt. Geht man da nach links, kommt man zum Strand. Nach rechts endet der am westlichen Ufer. Da trifft man oft Paare und FKKler an, die da fast allein sind. Aus dem Grund treiben sich da auch Spanner rum ...»

«Danke, danke, danke, das genügt mir fürs Erste. Ich werde mir den See und die Ruine mal ansehen ... So und jetzt hole ich mein Gepäck.»

«Ja, machen sie das. Bis später ...»

Herr Seitz ging raus, kam nach einer Weile mit einer Tasche wieder und ging die Treppe hoch. Da zahlte der Vater von Klaus und rief: «So ihr drei! Macht euch bereit, wir müssen los.» Sie hörten auf und nach einem: «Machts gut!», nahm er Abschied von den anderen. Dann gingen sie nach Hause.

Am Montag war das Wetter trocken und sonnig. Die Kinder tobten in der Pause auf dem Schulhof. Da sah Klaus, wie Herr Seitz kam. Der Eingang auf den Hof grenzte an das Haus der Lehrer. Er lief los und setzte sich auf die Treppe, so dass er ihn nicht erkennen konnte. Die zwei Lehrer waren vertieft im Gespräch. Durch den Lärm der Kinder hörten sie ihn nicht. Er rief: «Guten Morgen die Herren! Ich bin Herr Seitz.»

«Äh, ja äh ... Guten Morgen Herr Seitz! Ich bin Herr Nickel und das ist mein Kollege Herr Asbrand.» Der sagte: «Wir haben Sie schon erwartet. Ich freue mich sehr, dass Sie da sind.»

Die drei reichten sich die Hände. «Wie ich gehört habe, sind Sie nicht gesund.»

«Ja, das stimmt! Das Herz macht mir Kummer. Aus dem Grund muss ich die Schule verlassen. Die Gesundheit ist mir jetzt wichtiger.»

«Ja, das verstehe ich.» Dann fragte Herr Nickel: «Wo wohnen Sie?»

«Im Dorfkrug. Ich reiste gestern hier an. Da bleibe ich bis zu den Ferien. Wann gibt es die hier?»

«Am 14. Juli», erwiderte er. «Na prima, dann sind Sie ja bis dahin mein neuer Kollege. Da die Pause gleich um ist, schlage ich vor, dass wir uns morgen um 7 Uhr 30 treffen. Dann bleiben Sie gleich da. Und sind die Schulstunden um, besprechen wir den Rest.»

«In Ordnung. So machen wir das.» Dann klatschte Herr Nickel mit den Händen und rief: «H-a-l-l-o Kinder! Die Pause ist um.» In der Sekunde schrillte auch die Pausenglocke. Herr Asbrand sagte: «Herr Seitz! Meine Frau und ich möchten Sie heute Nachmittag um 15 Uhr zum Kaffee einladen. Ist Ihnen das Recht?»

«Ja, die Einladung nehme ich gerne an.»

«Prima! Dann sage ich Ihnen auch gleich, was Sie alles wissen müssen.»

Die Kinder waren in der Zeit fast alle weg. Nur Klaus ging als letzter und so bekam er mit, wie die drei Abschied nahmen. Herr Seitz ging fort und die zwei Lehrer folgten ihm.

Am Dienstag um acht Uhr kam Herr Asbrand und Herr Seitz in die Klasse. Im Nu wurde es still. Die Kinder standen auf und riefen: «Guten Morgen Herr Lehrer!»

«Guten Morgen Kinder! Setzt euch ...» Dann sagte er mit Wehmut in der Stimme: «Wie ihr längst wisst, verlasse ich euch heute. Herr Seitz unterrichtet euch bis zu den Ferien. Dann hab ich noch ein Geschenk zum Abschied: Nach der vierten Stunde ist frei. Und Hausaufgaben gibt es auch keine auf. Jetzt Kinder sag ich Lebewohl ... Und lernt fleißig. Und ist es nur so viel, dass ihr versetzt werdet. Die das bis heute nicht taten, verlieren bitte keine Zeit mehr. So Herr Seitz, das sind ab jetzt die Schüler von ihnen.»

«Danke Herr Asbrand! Wir sehen uns ja später.»

«Ja, ich hoffe, dass ich rechtzeitig vom Arzt zurück bin. Bis später ...» Er winkte kurz in die Klasse und in der Folge fiel die Tür ins Schloss.

Die Schüler freuten sich, als die vierte Stunde um war, und liefen nach Hause. Der elf Jahre alte Hansi Schmidt tat das mit Klaus und Heinz. Er fragte: «Habt ihr Lust mit mir nachher mal zum Gründsee zu laufen? Da will ich wieder mal schwimmen. Danach könnten wir zur Ruine Steinberg gehen.»

«Das geht nicht, ich muss um drei Uhr mit Mutter nach Aunett zum Zahnarzt», sagte Heinz. Und Klaus: «Ich helfe meinem Vater. So kann ich auch nicht.»

«Gut, geh ich eben allein ...» Dann trennten sich ihre Wege und jeder lief zu sich nach Hause.

Um halb sieben kam die Mutter von ihm zu Klaus und sagte, dass Hansi noch nicht da ist, und ob er bei ihm ist. «Nein, wie kommen Sie darauf?»

«Als er mit dem Essen fertig war, sagte er, dass er zu dir geht, um zu bolzen. Gut, sagte ich und er sollte um sechs Uhr zu Hause sein. Das versprach er mir.»

«Bolzen? Mich fragte er, ob ich mit ihm zum Gründsee gehe, da er dort baden wollte.»

«Baden? Er kann doch gar nicht schwimmen ... Oh, mein Gott! Hoffentlich ging er nicht unter.»

«Das war nicht alles: Er wollte im Anschluss zur Ruine.»

«Das verboten wir ihm strikt. Ich geh jetzt heim. Ist er nicht da, fahren wir zum See, um ihn zu suchen. Finden wir ihn nicht, rufen wir gleich die Polizei an.» Sofort lief sie los ...

In der Früh in der Schule ging kurz nach acht Uhr die Tür der Klasse auf. Ein Mann kam rein, lief zum Lehrer und sagte: «Guten Morgen, mein Name ist Bachmann. Ich bin von der Kripo.»

Er zeigte ihm dem Ausweis. «Guten Morgen Herr Bachmann, mein Name ist Seitz und ich bin der Lehrer. Worum geht es?»

«Seit gestern Abend wird Hansi Schmidt vermisst. Laut Aussage der Eltern kam er nicht nach Hause. Er machte sich allein auf den Weg zum Gründsee. Da suchten wir am Abend, bis es dunkel wurde. Wir fanden ihn aber nicht. Es könnte sein, dass ihn ein Kind sah. Sollte das nicht der Fall sein, ordne ich eine große Suchaktion an.»

«Gut», sagte Herr Seitz trocken, drehte sich zur Klasse um und meinte: «Kinder ihr bekamt ja mit, was eintraf. Sah gestern von euch jemand Hansi?»

Da sagte ein Junge, der in der letzten Reihe saß: «Ich war am Nachmittag kurz dort. Da kuckte ich zum Ort, wo man nur baden kann. Es waren ein paar Kinder und Ältere da. Die lagen im Sand oder waren im Wasser. Dann sah ich dort ein Zelt. Vor dem saßen drei Männer und kuckten zum See. War er da, sahen sie ihn gewiss.»

«Danke Junge. Dann fahren wir gleich hin. Wäre möglich, dass die noch da sind.» Er nahm Abschied und ging raus. Der Unterricht ging wie üblich weiter.