Schlacht um Eden - think.corp - E-Book

Schlacht um Eden E-Book

think.corp

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Beschreibung

Aditis Geschichte beginnt in einem Kloster vor unserer Zeit (500nCh). Auf seiner Reise findet er nicht nur zur Unsterblichkeit sondern er wird auch in eine Schlacht hineingezogen die schon seit Äonen andauert und eines der Geheimnisse der Galaxie darstellt.

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Seitenzahl: 218

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Ähnliche


Schlacht um Eden

Science Fiction Abenteuer

by think.corp - alpha-city.org

Impressum:

Verlag: alpha-city.org copyright

Autor: think.corp copyright

E-book Ausgabe 2013

Inhaltsverzeichnis
Prolog
1. Kapitel – Der Fall des Mönches
2. Kapitel – Die Wanderschaft
3. Kapitel – Alpha City
4. Kapitel – Dunkelheit
5. Kapitel – Licht
6. Kapitel – Chi
7. Kapitel – Das Schloss
8. Kapitel – Der Lord der Finsternis
9. Kapitel – In Perpetum Caligo
10. Kapitel – Chaos
11. Kapitel – Nachricht an die Galaxie
12. Kapitel – Die Flotte
13. Kapitel – Die Verbündeten
14. Kapitel – Überlast Sie Mir!
15. Kapitel – Ares
16. Kapitel – Der blaue Geist
17. Kapitel – Die rote Kaiserin
18. Kapitel – Das schwarze Loch
19. Kapitel – Der Lauf der Dinge
Epilog

Prolog

Am Anfang der Zeit, im Urzeitalter der Galaxie, als sich die ersten intelligenten Wesen aus dem Staub erhoben, hatte eine Superintelligenz die Vision, dass es eines Tages nötig sein würde, dass auch materielle Wesen Unsterblichkeit erlangen. Und so erschuf Es die Schriften des Falls in die Materie.

So wurde dieses Buch in der ganzen Galaxie im Geheimen überliefert.

Doch dieses Buch wurde gehasst, da es nur bei Wenigen zur Unsterblichkeit führte. Und so kam es, dass fast alle Exemplare vernichtet wurden, …das Wissen ging verloren. Einige dieser Bücher blieben jedoch erhalten, eines davon befand sich auf der Erde…

1. Kapitel – Der Fall des Mönches

Die Geschichte beginnt in einem buddhistischen Kloster im Himalaya im Jahre 750 n. Ch. Aditi war eigentlich ein ganz normaler Mönch. Er war 45 Jahre alt etwas grösser als seine Klosterbrüder, er hatte einen rasierten Kopf und eine orange Robe an, die übliche Erscheinung eines buddhistischen Mönches. Er hatte schon sein ganzes Leben im Kloster verbracht, in Meditation und Gebet vertieft. Was ihm jedoch bevorstand konnte er nicht im leisesten erahnen.

Die Jahre vergingen und so kam es, dass der Älteste ihn in die geheimen Techniken der Meditation einweihte. So gelang es ihm seinen Geist zu beherrschen. Eines Tages kam ein erleuchteter Wandermönch zu Besuch. Alle waren anwesend, um ihn zu empfangen und seinen Segen zu erhalten. Der Abt begrüsste ihn und bot ihm an, sich zu erfrischen. Doch der Weise wollte als erstes den Mönch Aditi sehen. Alle waren erstaunt, denn Aditi war vorher nicht besonders aufgefallen.

Der Erleuchtete sagte zu ihm: „Du bist der Erleuchtung sehr nahe. Jedoch wird eine harte Prüfung auf dich warten. Solltest du sie meistern, wirst du erleuchtet sein. Wenn aber das zutrifft, was ich in meiner Vision sah, wirst du eine lange, lange Reise antreten, mit vielen Hindernissen. Vergesse nicht auf deinem Weg zu bleiben, egal was passiert.“

Nachdem er allen seinen Segen erteilt hatte, verabschiedete er sich und ging seines Weges...

Die Mönche des Klosters feierten Aditi und sie nannten ihn von diesem Tag an Boddhisatva, was so viel heisst wie „der, der kurz vor der Erleuchtung steht“.

Eines Morgens, einige Jahre später, bat der Führer des Klosters ihn zu sich und sagte: „Du wirst mein Nachfolger sein, denn ich sterbe bald. Aber es ist noch genug Zeit übrig um dich in alle Geheimnisse des Klosters einzuweihen.“

Kurz darauf starb der Führer des Klosters und Aditi leitete nun die Meditationen im Kloster. Doch noch vor seinem Tod zeigte der Abt dem Mönch die geheime Bibliothek.

Er sprach: „Hier in der geheimen Bibliothek findest du Bücher die seit vielen Jahrhunderten nur den Auserwählten zugänglich sind. Hier findest du auch das Buch des Falls. Lese dieses Buch, aber wisse, dass es nur dazu dienen soll es zu kennen, zu wissen, nicht aber dessen Pfad zu folgen. Dieses Buch darf keinem Aussenstehenden zugänglich gemacht werden. All diese Bücher sind von grosser Bedeutung aber entbehrlich im Gegensatz zum Buch des Falls. Beschütze es mit deinem Leben, falls es nötig ist vernichte es, aber es darf nicht in falsche Hände geraten, zu gross ist die Macht, die es beinhaltet!“

Wieder einige Jahre später im Kloster...

Die Mönche waren gerade in einer Meditation versunken, da kam ein Bote aus dem Tal durch die Tür hereingestürmt. Aditi unterbrach die Meditation und fragte den Boten was er wünsche.

Der Bote antwortete aufgeregt: „Eine kleine Gruppe von Leuten ist auf dem Weg hierher. Sie wurden speziell dafür rekrutiert, Klöster wie Eures zu plündern und töten jeden, der sich ihnen widersetzt. Ich habe ihr Symbol erkannt, als sie im Dorf ankamen. Ich eilte so schnell ich konnte hierher, sie liegen so eine Stunde hinter mir. Flieht so schnell ihr könnt über die Bergpfade.“

Mönch Aditi: „Wir folgen dem Pfad des Friedens und wir haben keine böse Absicht. Wieso sollte uns jemand töten wollen?“

Der Bote antwortete: „Über deren Ziele weiss ich nicht viel, nur dass Sie im Auftrag von jemandem mit grosser Macht handeln, wesshalb sich ihnen niemand widersetzt!

Aditi: „Es ist unsere Bestimmung, selbst in solch einer Situation friedlich zu bleiben und keinen Widerstand zu leisten und nichts wird uns davon abbringen.“

Bote: „Noch ist Zeit zu flüchten!“

Aditi: „Dies ist seit langer Zeit ein Ort des Friedens, wenn es unser Schicksal ist zu sterben, dann werden wir diesen Weg gehen.“

Bote: „Ich habe euch gewarnt!

Aditi: „Ich danke euch für diese Information! Anstatt zu fliehen, werden wir für ihre Seelen beten.“

Bote: „Ich hoffe ihr habt recht...!“

Der Bote verabschiedete sich und flüchtete über die Bergpfade.

Ein paar Tage zuvor war Aditi in der geheimen Bibliothek. Ihm ging der Satz des alten Oberhauptes durch den Kopf, „wisse, dass es nur dazu dient, es zu wissen, nicht aber dessen Pfad zu folgen“. Der Mönch ging in der Bibliothek umher, betrachtete all die Bücher und Schriftrollen aus Pergament, die alle sorgfältig aufbewahrt wurden. Sein Blick ging umher..., und da lag es..., das Buch des Falls, vor dem er gewarnt worden war. Er setzte sich hin und begann darin zu lesen.

Als er das Buch aufklappte stand in goldener Schrift auf der ersten Seite: „Wer seinen Geist kontrolliert, die Mysterien versteht, in tiefer Meditation versinken kann und der Erleuchtung nahe ist, kann weder umdrehen noch fallen. Aber er kann seine geistige Kraft in die Materie stürzen und so ewiges Leben erlangen. Der materielle Körper wird ewig sein und so für immer auf Erden wandeln. Seine Kraft wird unbegrenzt sein, seine Macht grenzenlos, sein Wille unaufhaltsam. Dieses Buch öffnet sich nur dem, dem diese Reise möglich ist. Sprichst du dann folgende Worte, beginnt deine Reise des Falls: „Mein Körper ist unsterblich, mein Geist fällt in die Materie, meine Energie materialisiert sich“.

Der Mönch klappte das Buch wieder zu. Er war recht nachdenklich und ernst gestimmt, so etwas hatte er sicherlich nicht erwartet. Er hatte gedacht, dass es sich bei dem Buch um so etwas wie einen Satanskult handelt, um eine Lehre, wie Macht über Andere gewonnen werden kann, oder so in der Art. Aber das war etwas ganz Anderes.

Der Mönch dachte: „War es das, was der Meister befürchtete? Dass ich zu einem..., einem Schüler der Lehren des Falls werde?“

Wieder im Kloster zum Zeitpunkt als der Bote flüchtete...

Alles ging seinen gewohnten Lauf. Die meisten Mönche waren wieder am Meditieren. Aditi war bei seinem Lieblingsplatz und schaute ins Tal. Ein Mönch kam zu ihm und fragte ihn: „Abt Aditi, ist es war, dass eine Gruppe von Leuten auf dem Weg hierher ist um uns zu überfallen?“

Aditi: „Ja, es ist wahr..., aber sei unbesorgt. Es wird uns nichts geschehen egal was passiert, wir werden unseren Weg des Friedens nicht verlassen.“

Eine halbe Stunde später war es so weit. Alle hatten sich vor dem Kloster versammelt und die Gruppe der Söldner vor denen sie gewarnt worden waren traf ein.

Der Anführer sprach zu den Mönchen: „Ich bin Sitor, Gesandter des Ordens der Erhalter. Wir haben den Auftrag alle Bücher und Schriften für den Orden der Erhalter einzusammeln, auf dass sie die Zeit überdauern. Gebt eure Schriften heraus oder sterbt!“

Mönch Aditi: „Wir besitzen nur einfache Schriften, die uns durch Meditationen leiten und uns die Natur lehren.“

Sitor: „Willst du mich zum Narren halten? Ich weiss, dass es in diesem Kloster eine geheime Bibliothek gibt! Zeigt uns den Zugang und ihr werdet schnell sterben!“

Die Mönche begannen zu tuscheln und einer sagte: „Wir haben keine geheime Bibliothek..., der Mönch hatte das letzte Wort kaum ausgesprochen, da fiel sein Kopf zu Boden.“

Sitor: „Und jeder der sich erdreistet uns für dumm zu verkaufen wird ihm auf der Stelle folgen.“

Keiner der Mönche rührte sich. Mönch Aditi setzte sich und begann mit den Worten „Om mani padme hum“ die anstehende Abendmeditation. Alle Mönche liessen sich nieder und verfielen in tiefe Meditation.

Sitor: „Du bist also ihr Oberhaupt! Bringt ihn zu mir!“

Vier seiner Gefolgsleute stürzten sich auf Aditi und schleppten ihn zum Anführer der Söldner.

Sitor: „Haltet ihn fest. Und nun bringt mir einen Mönch!“

Er begann den Mönch zu foltern. Die Schreie hallten von den Mauern des Klosters. Die Mönche reagierten nicht, sondern setzten ungerührt ihre Meditation fort. Auch nachdem ein zweiter und ein dritter Mönch unter Qualen das Zeitliche segnete.

Sitor zum Mönch Aditi: „Und, kannst du das weiter verantworten? Zeig uns endlich die geheime Bibliothek! Bringt mir den Nächsten!“

Die Schreie versetzten Aditi in einen tranceähnlichen Zustand. Ohne sein Zutun begann er die Worte aus dem Buch des Falles zu rezitieren: „Mein Körper unsterblich, mein Geist fällt in die Materie, meine Energie materialisiert sich.“

Nun war er in einem Zustand reiner Energie. Alle Vier liessen ihn los, als wäre er glühend heiss. Einer der Mörder versuchte ihn mit einem Schwert zu töten, doch es erreichte seinen Körper nicht; Blitze schossen aus dem Mönch und verwandelten die Widersacher in Asche. Alles wurde wieder ruhig, keine Schreie waren mehr zu hören. Der Mönch Aditi sank zu Boden und wurde bewusstlos. Etwas später wachte er abrupt auf, einer der Mönche benetzte sein Gesicht mit kaltem Wasser. Die Mönche, die überlebt hatten waren alle um ihn versammelt.

Eine Mönch sagte: „Ich dachte schon ich wäre tot, aber dann war da plötzlich dieses helle Licht und all die Mörder zerfielen zu Asche. Aditi könnt ihr uns sagen was passiert ist?“

Aditi: „Nun, das ist schwierig zu erklären.“

Mönch: „Hast du etwa damit zu tun?“

Aditi: „Ja.“

Mönch: „Hast du irgendeine Art Waffe benutzt?“

Aditi: „Nein, ich habe meine geistigen Fähigkeiten in der Materie benutzt..., ich bin jetzt ein Gefallener.“

Die Mönche diskutieren ein kurze Weile miteinander, dann sagte einer: „Auf jeden Fall ist es nicht unsere Philosophie, mit den geistigen Kräften zu töten. Du musst unser Kloster verlassen und kannst nicht mehr zurückkehren.“

…zustimmendes Gemurmel…

Aditi: „Ich verstehe, ihr wart bereit zu sterben.“

Der gefallene Mönch Aditi ging in die geheime Bibliothek, nahm das Buch des Falls, steckte es in seine Tasche, versiegelte die Bibliothek und verliess schweren Herzens, das Kloster, das nun nicht mehr seine Heimat war.

2. Kapitel – Die Wanderschaft

Nach den Ereignissen im Kloster legte der Mönch seine Robe nieder und trug von nun an gewöhnliche Kleider und so zog der Mönch umher. Er wanderte von Dorf zu Dorf, und das jahrelang. Eines Tages kam er in ein Dorf und wurde von einer Familie eingeladen bei ihnen zu essen und zu schlafen. Er nahm dankend an und als sie bei Tisch waren wurde er gefragt, was ihn denn zum Wandern bewege, was er früher getan habe.

Aditi antwortete: „Ich war einst ein Mönch..., doch durch sonderbare Umstände, die ich nicht erörtern will, wurde ich zum Wanderer.“

Der Mann blickte seine Frau an und sagte dann: „Willst du nicht bei uns bleiben? Du könntest dir in der Nähe ein Haus bauen und einen Beruf ausüben?“

Aditi: „Das könnte ich mir gut vorstellen. Es ist ein schönes Dorf!“

Mann: „Dann bleib bei uns..., wir helfen dir beim Bau eines Hauses und wenn du willst zeige ich dir die Kunst der Schneiderei.“

Mönch: „Ich nehme dankend an.“

In den folgenden Jahren lernte er die Kunst der Schneiderei, was ihm viel Spass bereitete. Er lebte jetzt in seinem eigenen Haus und fertigte Kleider für die Leute an. Sich selbst kleidete er nun wie die Dorfbewohner, Leinenhemd, Lederhose und Lederstiefel. Nur seine Tasche hatte er nach wie vor immer dabei. Sein schwarzes Haar trug er nun halblang da er seinen Kopf nicht mehr rasierte. 40 Jahre vergingen und die Dorfbewohner fingen an ihn zu fragen warum er immer noch so aussah wie am ersten Tag als er das Dorf betrat. An dieses Problem hatte er noch gar nicht gedacht. Es blieb ihm nur eine Option, das Dorf zu verlassen. Wieder war er heimatlos. Was sich schon bald änderte, denn als er nach Tagen der Wanderschaft in einem entfernten Dorf ankam und seine Schneiderei anpries, verliebte er sich in eine Frau und sie sich in ihn.

Der Mönch dachte bei sich: „Nun ist schon so viel Zeit vergangen und ich bin schon lange kein Mönch mehr, also muss ich auch nicht mehr der Enthaltsamkeit folgen. Ich sollte meinen Gefühlen nachgeben...“

Es ging nicht lange und sie wollten heiraten. Nach einigen Monaten war es soweit und sie gaben sich das Jawort. Sie lebten viele Jahre glücklich miteinander, der Mönch hatte seine Leben im Kloster hinter sich gelassen.

Eines Tages kam er von der Arbeit auf dem Feld nach Hause und seine Frau sagte: „Wann verrätst du mir, was eigentlich mit dir los ist?

Aditi: „Ich weiss nicht was du meinst?“

Frau: „Du siehst noch genauso aus wie damals..., und ich habe schon graue Haare.“

Mönch: „Das ist schwierig zu erklären.“

Frau: „Ich habe Zeit!“

Mönch: „Also gut..., ich bin unsterblich, ein sogenannter Gefallener.“

Frau: „Gefallener?“

Mönch: „Ja, einst brach ich mein Gelübde kein Lebewesen zu töten, um meine Freunde im Kloster zu retten.“

Frau: „Ich verstehe nicht ganz...“

Mönch: „Ich sagte ja, es ist kompliziert..., sagen wir einfach, dass ich meine geistigen Kräfte eingesetzt und so unsterblich wurde.“

Frau: „Nun gut, das war es also, was ich seltsam an dir fand.“

Mönch: „Ja.“

Die Frau des Mönchs akzeptierte, dass er unsterblich war, sie war sogar froh, dass er für immer leben würde. Das Angebot, mit dem Buch ebenfalls unsterblich zu werden, lehnte sie ab. Sie wollte sterblich bleiben und zu ihren Ahnen gehen, wenn die Zeit gekommen war.

Und so vergingen weitere fünf Jahre. Eines Morgens kam ein sonderbarer Wanderer ins Dorf. Er steuerte direkt das Haus an, in dem der Mönche und seine Frau wohnten und klopfte an die Haustür.

Die Frau öffnete die Tür und sagte: „Kommt doch herein, ihr seid sicher müde von der Wanderschaft, es gibt auch was zu essen.“

Der Wanderer erwiderte: „Ich danke euch, jedoch bin ich nicht aus Zufall hier.“

Die Frau antwortete: „Ja, denn es ist ja schliesslich das Schicksal dass Sie hierher geführt hat.“

Wanderer: „Das meinte ich nicht..., ich bin aus einem bestimmten Grund hier.“

Frau: „Und warum?“

Wanderer: „Das geht nur mich und deinen Mann etwas an.“

Frau: „Dann kennst du ihn!“

Wanderer: „Nicht so direkt...“

Der Mönch hatte Stimmen gehört und fragte seine Frau: „Wer ist denn da?“

Frau: „Ein Wanderer kam in unser Dorf und er ist wegen dir hier.“

An der Tür schauten sich der Mönch und der Wanderer in die Augen. Dem Mönch stellten sich die Nackenhaare auf und es lief ihm kalt den Rücken hinunter. Der Wanderer war etwas grösser als Aditi, hatte grüne Augen und langes weisses Haar, seltsame Kleider mit einem ihm unbekannten Symbol, in der Hand einen Wanderstock und auf dem Kopf einen Hut. Der Wanderer strahlte eine unglaubliche Kraft aus.

Der Wanderer sagte: „Können wir unter vier Augen sprechen?“

Mönch: „Gehen wir ein Stück zusammen...“

Sie verliessen wortlos das Dorf und gingen schweigend einige Kilometer. Sie kamen in eine abgelegene Gegend, die von den Dorfbewohnern gemieden wurde.

Der Wanderer stellte sich vor: „Mein Name ist Fendor der Wanderer.“

Der Mönch antwortet: „Und ich bin Aditi. Was hat dich zu mir geführt.“

Wanderer: „Ich gehe alle Jahre wieder auf Wanderschaft und als ich in der Nähe dieses Dorfes war spürte ich eine mächtige Aura und wurde neugierig. Ich komme von Alpha City und gehöre der Fraktion der Elfen an.“

Aditi: „Was ist eine Fraktion und wo liegt Alpha City? Davon habe ich noch nie gehört.“

Wanderer: „Das weisst du nicht? Bist du allein, kennst keine anderen deinesgleichen?“

Mönch: „Also weisst du, dass ich ein Gefallener bin?“

Wanderer: „Du hast wirklich keine Ahnung! Glaubst du dass du der einzige Unsterbliche bist?“

Aditi: „Darüber habe ich noch nicht nachgedacht..., du bist der Erste der mich darauf anspricht. Bist du denn auch einer?“

Wanderer: „Ja spürst du das denn nicht?“

Aditi: „Deine unglaubliche Stärke habe ich schon gespürt.“

Wanderer: „Nur zu deiner Information, es gibt viele von uns! Natürlich sind wir nicht viele im Vergleich zu all den Sterblichen im Universum. Wie kommt es, dass du diesen Weg eingeschlagen hast? Jeder hat eine andere Geschichte wieso und warum er zum Ewigen, wurde. Es ist wichtig für mich das zu wissen!“

Mönch: „Ich war das Oberhaupt in einem buddhistischen Kloster und hatte mein bisheriges Leben mit Meditation und Enthaltsamkeit verbracht, als dann all meine Brüder sinnlos sterben sollten, folgte ich dem Weg der Schriften des Falls in die Materie um sie zu beschützen..., ich kann mich noch daran erinnern als wäre es gestern gewesen.“

Wanderer: „Wie lange ist das her?“

Aditi: „Etwa 80 Jahre.“

Wanderer: „Das heisst du hattest noch keine Unterrichtung auf deinem Weg?“

Aditi: „Ja so ist es.“

Der Wanderer erkannte, dass der Mönch noch gänzlich unerfahren war und sprach: „Wenn du möchtest kann ich dich unterrichten. Ich werde dir alles beibringen was ich kann und dich in die Welt der Unsterblichen einführen, dir alles zeigen.“

Mönch: „Was kann ich denn bei dir lernen?“

Wanderer: „Da du diesen Weg betreten hast, solltest du auch alles darüber lernen. Es gibt einige die Deinesgleichen jagen und keine Konkurrenz mögen, deshalb musst du lernen dich zu verteidigen.“

Aditi: „Nun gut, aber wie komme ich zu dieser Ehre?“

Wanderer: „Ich spüre grosses Potenzial in dir und ich hätte dich gerne in meiner Fraktion.“

Aditi: „Also trainiere mich, aber was ist denn eigentlich eine Fraktion?“

Wanderer: „Eine Fraktion ist ein Verbund von Unsterblichen. Der Stärkste und Mächtigste wird als Lord bezeichnet. Vor etwa 500'000 Jahren waren die Fraktionen barbarisch. Sie bekämpften einander unerbittlich. Jede Fraktion wollte die Vorherrschaft erringen. Sie spalteten sich primär in zwei Lager. Einige Gruppen blieben aber neutral und einige Wenige kämpften für einen Vertrag, der das miteinander regeln und die Kämpfe beenden sollte. Nachdem die beiden Lager sich fast aufgerieben hatten wurde der Vertrag schlussendlich durchgesetzt. So wurde der Vertrag der Lords gegründet. Aber noch bist du nicht bereit meiner Fraktion beizutreten. Bis dahin stehst du unter meinem Schutz. Nun lass uns herausfinden wie du die Mönche in deinem Kloster beschützt hast!“

Der Wanderer dreht sich um und entfernte sich einige Schritte. Plötzlich raste er mit einer unglaublichen Geschwindigkeit auf den Mönch zu. Aditi hatte keine Zeit zu reagieren, er wurde meterweit weggeschleudert.

Er rappelte sich auf und sprach verdutzt: „Was sollte denn das?“

Doch schon war der Wanderer hinter ihm und versetzte ihm einen weiteren Stoss. Aditi wurde gegen einen Felsen geschleudert und sank zu Boden. Sein Herz pochte, sein Kopf dröhnte, der Mönch erinnerte sich an die Trance in die er im Kloster versank, als er seine Brüder schützte. Diesem Zustand war er nun sehr nah! Der Mönch sah auf und der Wanderer stand noch am selben Ort, an dem er ihm den 2. Schlag verpasst hatte. Aditi spürte eine unglaubliche Energie, die sich um den Wanderer aufbaute. Plötzlich schoss eine Kugel aus purer Energie auf ihn zu. Der Mönch fiel in Trance und wich intuitiv aus und schleuderte unbewusst einen Blitz in Richtung des Wanderers. Der Wanderer liess sich vom Blitz treffen und sagte dann: „Gut, das reicht...!“

Aditi kam wieder zur Besinnung.

Wanderer: „Wie gesagt, du hast Potenzial..., aber ausbruchsartig nützt dir deine Energie nicht viel. Du musst lernen, sie willentlich zu kontrollieren. Dein Training wird erst beginnen wenn du das geschafft hast. Es wird langsam dunkel, lass uns Holz sammeln und ein Feuer machen.“

Wortlos trugen sie genug Holz für die Nacht zusammen. Sie sassen am Feuer und nach einer Weile des Schweigens fragte der Wanderer: „Wenn dich niemand eingeweiht hat, wie bist du dann auf diesen Weg geraten?“

Der Mönch kramte in seiner Tasche und nahm das Buch des Falls hervor, das er immer dabei hatte: „Das ist das Buch des Falls in die Materie“.

Er reichte es dem Wanderer. Erstaunt und voller Ehrfurcht nahm der Wanderer das Buch entgegen. Er schlug es auf. Seine Augen schauten wie gebannt auf die Seiten des Buches. Nach einer Weile schloss er es und gab es Aditi zurück.

Wanderer: „Selbst Kopien dieses Buches sind äusserst selten, doch das ist eines der Originale! Es ist sehr lange her, dass ich eines in Händen gehalten habe. Dieses Buch ist eine Legende! Zeige es niemanden und beschütze es mit deinem Leben!“

Aditi: „Das habe ich auch vor. Ich habe es dir nur gezeigt, weil du auch ein Gefallener bist und ich dir irgendwie vertraue.“

Wanderer: „Ja, ich bin auch ein Ewiger, so nennen wir uns.“

Er nahm einen Stein aus seiner Tasche und reichte ihn Aditi.“

Wanderer: „Mit diesem Stein werde ich dich überall finden, trage ihn immer bei dir.“

Mönch: „Das werde ich.“

Wanderer: „Das Buch das du da hast wird dir helfen dein Potenzial zu entfalten und deine Energie bewusst zu kontrollieren. Bis dahin brauchst du meine Hilfe nicht. Ich werde dich in 100 Jahren wieder aufsuchen, dann wirst du die erste Lektion gemeistert haben. Deine Frau wird irgendwann sterben..., danach kannst du ungestört trainieren.“

Aditi: „Meine Frau..., ja, es stimmt, sie wird weiter altern und sterben..., dieser Gedanke kommt mir ziemlich absurd vor und schmerzt mich.“

Wanderer: „Wenn du solange gelebt hast wie ich wirst du das als gegeben akzeptieren..., in 100 Jahren werde ich dir die geheime unterirdische Stadt Alpha City zeigen. Dort habe ich ein Domizil im 4. Ring der Stadt. „

Aditi: „Im 4. Ring?“

Wanderer: „Ja, die Stadt ist so aufgebaut. In der Mitte, im obersten Ring, ist der Sitz des Lord der Finsternis, dann kommen die anderen Ringe, Bezirke die drum herum angelegt wurden.“

Aditi: „Lord der Finsternis?“

Wanderer: „Er ist das Oberhaupt einer Fraktion, doch darüber brauchst du noch nichts zu wissen. Ich werde dich jetzt verlassen.“

Mönch: „Aber es ist Nacht und deine Stadt ist sicher weit entfernt.“

Wanderer: „Keine Sorge, ich werde in wenigen Augenblicken dort sein.“

Der Wanderer öffnete ein Portal und verschwand als er es betrat. Das Portal schloss sich und Aditi war allein am Feuer.

Einige Jahre später, es war an einem heissen Sommertag, die Kinder spielten auf der Wiese und es waren viele Leute auf dem Markt im Dorfzentrum. Einige spielten Musik andere tanzten und Schmetterlinge flogen durch die Luft.

Aditi dachte: „Das ist eigentlich die perfekte Gelegenheit um mit meinem Training zu beginnen, meine Frau ist auf dem Markt und ich habe Zeit dafür.“

Der Mönch wanderte weg vom Dorf bis er in die entlegene Gegend kam, in der er mit dem Wanderer gekämpft hatte. An einer Stelle, die von Felsen umgeben war, setzte er sich auf einen Stein und fing an, in seinem Buch zu lesen, was er bis dahin nicht gewagt hatte. Die erste Seite hatte er im Kloster gelesen und das Buch dann wieder geschlossen. Nun blätterte er weiter. Da stand in goldenen Lettern: „Die Entfaltung des Potenzials.“ Und weiter stand da: „Da du dieses Buch in Händen hältst, und sich dir diese Zeilen offenbaren, bist du bereit. Beginne mit dem Kleinen und komme zum Grossen. Materialisiere bewusst eine Energie ausserhalb deines Körpers. Gelingt es dir wird das Buch dich weiter leiten.“

Aditi schloss das Buch und steckte es in seine Tasche. Eine Weile sass er reglos auf dem Stein und dachte über das Gelesene nach. Wie sollte er Energie materialisieren? Dann erinnerte er sich wieder, wie er den Wanderer mit einem Blitz attackiert hatte und auch was im Kloster geschah. Sogleich versuchte er es. Doch auch nach einigen Stunden brachte er nicht mehr als ein kurzes Flackern zustande.

Er dachte: „Es ist viel schwieriger Energie zu materialisieren als ich gedacht habe!“

Aditi trainierte jeden Tag. Er brauchte Monate, doch dann konnte er jederzeit eine Energiekugel zwischen seinen Händen bilden.

Viele Jahre später war es soweit, seine Frau wurde schwächer.

Aditi: „Geliebte du wirst mich verlassen? Ich kann das nicht akzeptieren.“

Frau: „Du musst es akzeptieren, nicht jeder hat so viel Glück wie du unsterblich zu sein..., und ich hatte ein schönes Leben..., mit dir war es wundervoll, versprich mir mich nicht zu vergessen.“

Aditi: „Niemals werde ich dich vergessen!“

Sie machten noch einen letzten Spaziergang und am nächsten Tag starb seine Frau. Alle Dorfbewohner kamen zusammen um von ihr Abschied zu nehmen. Am dritten Tag wurde ihr Körper verbrannt. Der Mönch war wieder allein. Da seine Frau recht wohlhabend war bekam er einen guten Preis für das Haus und alle Habe. So könnte er eine ganze Weile leben ohne etwas zu tun, dachte er. Das kam ihm gelegen, denn er hatte vor zu trainieren bis ihn der Wanderer Fendor wieder aufsuchen würde.

Der Mönch wanderte umher, und das monatelang, bis er an ein Dorf kam, das an eine Wüste grenzte.

Er dachte: „Das wäre der perfekte Ort für mein Vorhaben!“

Also fragte er die Dorfbewohner ob sie bereit wären ihm Essen zu verkaufen. Und er baute sich an einem entlegenen Ort, weit vom Dorf entfernt eine Hütte, um dann in der Wüste zu trainieren. Einmal in der Woche ging er ins Dorf um Lebensmittel zu besorgen. Nun war der Mönch am zweiten Abschnitt des Kapitels angelangt, da stand: „Du hast es geschafft Energie zu materialisieren, dann schreite fort, indem du dessen Masse ausdehnst.“

Dies übte er Tag für Tag, monatelang, bis er es meisterte.

„Ich mache langsam Fortschritte“, dachte der Mönch, „denn das was mir der Wanderer aufgetragen hat, habe ich bald gemeistert, meine Energie bewusst zu kontrollieren, denn jetzt kommt der letzte Abschnitt des Kapitels.“

In der folgenden Zeit lernte der Mönch seiner materialisierten Energie jegliche Form zu verleihen, was die letzte Übung darstellte.

Eines Abends stand der mysteriöse Wanderer vor seiner Tür.

Wanderer: „Ein hübscher Ort an der Grenze zu einer Wüste, ein guter Platz um zu trainieren!“

Mönch: „So habe ich mir das gedacht!“

Wanderer: „Denkst du, du hast deine erste Lektion gelernt?“

Mönch: „Ja.“