Beschreibung

Inzwischen sind Helen und Frederik seit einigen Jahren verheiratet und eine gewisse Routine hat sich eingeschlichen. Als Frederik beruflich für drei Tage unterwegs ist, kann Helen ihn zum ersten Mal nicht begleiten, da sie selbst an einem Projekt arbeitet — mit einem anderen Mann. Bei seiner Rückkehr stellt Frederik fest, dass seine Frau irgendwie anders ist als sonst. Distanziert und noch verschlossener als üblich … Für den vollen Lesegenuss wird die vorherige Lektüre von "Die zweite Nacht" unbedingt empfohlen! Gefühlvolle Handlung. Explizite Szenen.

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Seitenzahl: 63

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Schon wieder die verflixte zweite Nacht

Natalie Rabengut

Kurzgeschichte

Copyright: Natalie Rabengut, 2014, Deutschland.

Korrektorat: Claudia Heinen – http://sks-heinen.de

Cover: © Pixelbliss – adobe.stock.com

Alle Rechte vorbehalten. Ein Nachdruck oder eine andere Verwertung ist nachdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin gestattet.

Sämtliche Personen in diesem Text sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind zufällig.

www.blackumbrellapublishing.com

Inhalt

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Epilog

Über Natalie Rabengut

Kapitel 1

Frederik

Sonntag

»Du bringst jemanden mit?«, fragte ich ungläubig und sah zu Helen, die am Schreibtisch saß und fröhlich in die Tasten schlug.

Auch sie schaute überrascht auf und nutzte die Gelegenheit, um die Brille wieder hochzuschieben, die sie neuerdings bei der Arbeit brauchte. »Bertram?«, formte sie lautlos mit ihren Lippen und ich nickte.

»Natürlich freue ich mich«, protestierte ich, als Bertram mich fragte, ob ich ein Problem damit hätte. »Also am Sonntag bei uns?«

Ich verabschiedete mich von meinem älteren Bruder und betrachtete den Telefonhörer, als hätte ich mir das Gespräch möglicherweise eingebildet.

Helen nahm die Brille ab und rieb sich über die Augen. »Bertram bringt jemanden zum Essen mit? Ich habe mich schon gewundert, warum er sich außer der Reihe gemeldet hat.«

»Eine Frau.« Während ich den Hörer weglegte, grübelte ich schon, wie ich mir die Frau an der Seite meines Bruders vorzustellen hatte – es war unmöglich. Ich musste mich wohl überraschen lassen.

Helens Finger flogen bereits wieder über die Tastatur und ich runzelte die Stirn. Es war wirklich nicht leicht, mit einem solchen Workaholic verheiratet zu sein. Sie fand fast immer einen plausiblen Grund, warum sie doch noch ein bisschen mehr arbeiten musste, und da ich nichts von kreativer Arbeit verstand, wagte ich es nie, zu protestieren. Deswegen lag ich auch an einem Sonntagnachmittag alleine auf der Couch und langweilte mich. Auf der anderen Seite würde ich schneller Helens nächstes Buch lesen können, wenn ich sie in Ruhe arbeiten ließ. Es war wirklich eine blöde Situation, Pest oder Cholera sozusagen.

Offenbar hatte ich finster in Richtung des Schreibtisches geschaut, denn Helen hob nach einer Weile den Blick und sah mich aus ihren unwiderstehlichen braunen Augen an. »Ich bin gleich fertig. Wirklich«, versicherte sie mir. »Und ich möchte nur anmerken, dass ich dich vorher gefragt habe, ob es okay ist. Ich habe eine Überraschung für dich, weil du es mir erlaubt hast.«

Ihre Stimme bekam einen einschmeichelnden Tonfall, der mir vor Aufregung die feinen Härchen im Nacken hochstehen ließ. »Eine Überraschung?«

Sie lächelte nur und zwinkerte mir zu, bevor sie weitertippte. Ich legte mich auf den Rücken und verschränkte die Hände hinter dem Kopf. Unser Deal war es, dass Helen maximal an einem Sonntag im Monat arbeiten durfte und wir sonst gemeinsam etwas unternahmen. Da hatte ich mich rigoros durchgesetzt. Obwohl Helen anfangs wütend gewesen war, hatte sie letztlich nachgegeben. Ich hatte einfach darauf bestehen müssen, sonst würde ich immer nur das Klackergeräusch der Tasten in den Ohren haben und nie mit meiner Frau reden können.

Als ich die Rollen des Schreibtischstuhls auf dem Holzfußboden hörte, hob ich den Kopf. »Fertig?«, fragte ich erwartungsvoll.

»Für heute ja. Ich bin bei meinen Recherchen auf etwas gestoßen, bei dem ich mir gedacht habe, dass es dir gefallen könnte.« Sie bewegte sich auf das Schlafzimmer zu, bedeutete mir aber, liegen zu bleiben. Ihre Aussage war überhaupt nicht hilfreich. Da meine Frau es hasste, über ihre Arbeit und unfertige Texte zu sprechen, wusste ich nicht einmal, was sie recherchiert hatte.

»Wir haben allerdings nicht viel Zeit, denn ich habe einen Tisch bei Mario’s reserviert.« Ihre Stimme kam gedämpft aus dem Schlafzimmer. Mario’s war mein Lieblingsrestaurant und ich konnte mein Glück kaum fassen. Es war schon ein starkes Stück, dass Helen von sich aus etwas plante, das nicht bei uns zu Hause stattfand. Und dann hatte sie auch noch freiwillig mit der Arbeit aufgehört? Hoffentlich gab sie sich nicht bloß so viel Mühe, weil sie schlechte Nachrichten für mich hatte.

Deutlich hörbar räusperte sie sich hinter der Schlafzimmertür und ich richtete meine volle Aufmerksamkeit darauf. Die Tür schwang langsam heraus und Helen spazierte in einem sehr knappen, sehr aufreizenden Hausmädchenkostüm heraus und lächelte mich einladend ein.

»Was zum Teufel recherchierst du?«, fragte ich und merkte selbst, wie belegt meine Stimme klang. Meine Frau sah aber auch einfach verboten sexy aus. Ihre braunen Locken hatte sie auf dem Kopf aufgetürmt und so ihren zarten Nacken entblößt.

Mit wiegenden Hüften kam sie auf mich zu und kletterte auf meine Oberschenkel. »Und? Was sagst du?«

»Ich bin ein sehr glücklicher Mann«, brachte ich so eben hervor, bevor ich mich räuspern musste. An manchen Tagen konnte ich es noch immer kaum fassen, dass ich es geschafft hatte, diese Frau für mich zu gewinnen. Natürlich hatte sie ihre Macken, aber in solchen Momenten wie jetzt gerade wollte mir partout nicht mehr einfallen, welche das noch gleich waren.

Meine Hände glitten vorsichtig über ihren Rücken, hinunter über den Steiß bis zu ihrem Po, den ich fest packte. Helen keuchte leise und spreizte ihre Oberschenkel weiter. Mit flinken Fingern zog sie meine Hose einfach nur ein Stück hinunter. Für einen kurzen Moment schloss ich die Augen, als sie meinen harten Schwanz berührte, der bereits ungeduldig pulsierte.

Ich dirigierte sie nach vorne, zog sie näher an mich, spürte die Hitze ihres Schoßes, während ich an ihrem Hals knabberte. Belohnt wurde ich mit einem heiseren Stöhnen.

Helen legte ihre Hände auf der Sofalehne ab und ließ ihr Becken auf mir kreisen, rieb sich an mir. Kurz verschwand ihr Gewicht, dann sank sie auf meinen harten Schaft und murmelte erregt: »Ja, genau so.«

Der Ausschnitt an dem ohnehin knappen Kostüm war so tief, dass ich ihn nur ein Stück herunterziehen musste, bevor ihre Brüste sich mir verführerisch entgegenreckten. Meine Zungenspitze kreiste um die harten Nippel, während meine Finger die empfindliche Perle zwischen ihren Schenkeln fanden. Helens Stöhnen wurde tiefer, ihr Atem ging schneller.

»Du fühlst dich so gut an«, murmelte ich, während Helen gleichmäßig auf und ab ritt. Nach und nach wurden ihre Bewegungen schneller, dementsprechend bewegte ich meine Hand schneller, rieb ihre Klit fest mit zwei Fingern.

Sie bebte auf mir, als ihr ganzer Körper sich verkrampfte und sie leise ächzte. Ein süßerer Laut war vermutlich nie an mein Ohr gedrungen. Für einen Moment drückte sie sich mir fest entgegen und machte sich ganz steif, bevor ihr Körper wieder weich und biegsam wurde.

Ich packte ihre Hüften, meine Finger bohrten sich in ihre Haut, und zog sie meinen Stößen entgegen, bis auch ich heftig kam.

Meine Stirn gegen ihre Schulter gelehnt, rang ich nach Atem und lauschte meinem eigenen Herzrasen. Helen streichelte meinen Nacken, strich durch meine Haare.

»Das Kostüm ziehe ich jetzt wohl öfter an.«

»Dagegen werde ich bestimmt nicht protestieren«, erwiderte ich zufrieden und zog sie näher an mich. Es war selten, dass sie dermaßen anschmiegsam war, und ich gedachte diesen Umstand voll auszunutzen.

Kapitel 2

Helen

Montag

Als ich aufwachte, brauchte ich eine Weile, um mich zu orientieren. Richtig, es war Montag. Obwohl es erst sieben Uhr war, war die Bettseite neben mir leer und ich hörte das Wasser in der Dusche laufen.

Frederik würde heute für drei Tage nach München fahren, weil dort irgendeine superwichtige Messe stattfand und er seine Firma repräsentierte. In den letzten Jahren war ich immer mitgefahren, doch dieses Mal hatte ich selbst tatsächlich Termine, die sich nicht verschieben ließen, und konnte ihn nicht begleiten.