Schweizer Sennenhunde - Michael Moos - E-Book

Schweizer Sennenhunde E-Book

Michael Moos

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2,99 €

Beschreibung

Michael Moos hat in 25 Jahren Hundebetreuung mit vielen Hunden der verschiedensten Rassen und Mischungen in seinem Haus zusammen gelebt, darunter auch Hunde aller vier Schweizer Sennenhundrassen. Die ursprünglich als reine Bauernhof - und Arbeitshunde gehaltenen Sennenhundschläge sind heute beliebte Familienhunde, allen voran der Berner Sennenhund. Dieses Buch soll ein kleiner Leitfaden sein zur Anschaffung und Haltung dieser wunderbaren Hunde.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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MOBI

Seitenzahl: 38

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Abbildung 1: Rocky

Abbildung 2: Appenzeller Sennenhündin Lola

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einführung

Überlegungen zur Anschaffung eines Schweizer Sennenhundes

Sie haben sich entschieden, ein Schweizer Sennenhund zieht bei ihnen ein

Die Bindung zwischen Hund und Mensch

Was tun, wenn man einmal ohne den Hund verreisen möchte

Mehrhundehaltung Der Zweit – oder Dritthund

Ernährungs – und Pflegehinweise

Anmerkungen

Anhang Episoden aus meiner Hundebetreuung (Entnommen meinem Buch Cäsar, Shirley & Co.)

Vorwort

Ich habe es schon öfter erlebt, das Hunde der Schweizer Sennenhundrassen unüberlegt angeschafft wurden, kaum erzogen sind und ihrem Besitzer „über den Kopf“ gewachsen sind.

Selbst bei Hundebesitzern, welche schon vorher einen Hund oder sogar mehrere Hunde dieser Rasse oder einen anderen Hund gehabt haben, kommt es häufig vor, dass der „neue“ Hund schlechter erzogen ist als der/die früheren Hunde.

Oft werden statt einem Hund wie früher jetzt auch zwei oder sogar drei Hunde gehalten und statt besser ist alles schlechter geworden.

Ich habe mein Leben bislang mit vielen Hunden verbracht, darunter auch mit Hunden aller vier Schweizer Sennenhundrassen sowie Sennenhundmischlingen.

Dieses Buch soll grundlegende Informationen zur Haltung von Schweizer Sennenhunden sowie deren Mischlinge vermitteln, um einer unüberlegten Anschaffung vorzubeugen.

Michael Moos

Abbildung 3: Berner Sennenhund Rocky

Einführung

Es gibt vier von den Verbänden FCI und VdH anerkannte Rassen von Schweizer Sennenhunden.

Die größte ist der Große Schweizer Sennenhund.

Rüden erreichen hier eine Schulterhöhe bis 72 cm, Gewicht bis zu 65 kg.

Er hat ein stockhaariges Fell.

Der große Schweizer Sennenhund ist allgemein nicht so bekannt wie die anderen Rassen und leiden wegen der geringen Bestände unter Inzuchtproblemen.

Der Berner Sennenhund wird ähnlich groß, als ideal gilt beim Rüden eine Schulterhöhe bis 68 cm, Gewicht bis zu 60 kg. Er hat ein halblanges Fell.

Der Appenzeller Sennenhund ist wesentlich kleiner als die beiden vorgenannten Rassen.

Rüden haben eine Schulterhöhe bis 56 cm.Gewicht bis zu 35 kg

Sie haben ein stockhaariges Fell.

Ähnlich dem Appenzeller ist der Entlebucher Sennenhund.

Rüden erreichen jedoch nur eine Schulterhöhe bis 50cm. Gewicht bis zu 30 kg.

Bei allen Rassen sind die Hündinnen in der Regel ca, 5 – 10 cm niedriger in der Schulterhöhe und wiegen entsprechend weniger als die Rüden.

Appenzeller und Entlebucher Sennenhunde gehören zu den seltenen Hunderassen und haben einen geringen Zuchtstamm mit den daraus entstehenden Problemen.

Sie waren auch früher schon auf lokale Gebiete in der Schweiz beschränkt, aber meist nicht so „reinrassig“ gezüchtet wie heute.

Die Schweizer Sennenhunde wurden ursprünglich als Hofhunde gehalten und sind sehr gute Wach- und Schutzhunde.

Alle sind sie stark an ihren „Herrn“ und dessen Familie gebunden, die beiden kleinen Rassen meiner Erfahrung nach noch stärker als die beiden großen Rassen.

Gegen Fremde sind sie eher reserviert und „misstrauisch“.

Die beiden kleineren Rassen wurden und werden auch als Viehtreiber bei den Kuhherden verwendet.

Sie sind auch in der Regel aktiver und ausdauernder als die beiden großen Sennenhunde.

Abbildung 4: Shirley und Lola

Überlegungen vor der Anschaffung eines Schweizer Sennenhundes.

Vor der Anschaffung eines Hundes aus der Gruppe der Schweizer Sennenhunde sollten Sie sich erst einmal in Ruhe überlegen, ob Sie überhaupt in der Lage sind, den Ansprüchen eines solchen Hundes gerecht zu werden, vor allem natürlich, wenn Sie bisher noch keinen Hund hatten.

Unter einer vernünftigen Hundehaltung verstehe ich, das der Hundehalter auf die Bedürfnisse des Hundes eingeht und diesen als das betrachtet was er ist, nämlich ein Tier, und den Hund daher nicht vermenschlicht, was meiner Meinung nach viel zu oft vorkommt.

Wenn Sie nicht alleine leben, sollten alle Familienmitglieder an der Entscheidung für einen Hund beteiligt sein.

Niemals sollte ein Hund nur für die Kinder angeschafft werden, denn die meistens Kinder und Jugendlichen haben neben der Schule noch andere Interessen und verbringen ihre Freizeit viel mit ihren Freunden.

Oft bleibt dann die Hauptarbeit mit dem Hund an der Frau des Hauses hängen, vor allem, wenn der Mann berufstätig ist.

Als Alleinstehender sollte man nicht den ganzen Tag über berufstätig sein, wenn man einen Hund bei sich aufnehmen will, es sei denn, man ist selbständig und arbeitet überwiegend zu Hause oder man kann den Hund mit in das Büro nehmen.

Wenn man bisher noch keinen Hund hatte, sollte man sich noch einmal genau überlegen, warum man überhaupt einen Hund haben will.

Möchte man einen Partner, weil man einsam ist, braucht man ein Prestigeobjekt, weil es zunehmend in Mode kommt, einen der Schweizer Sennenhunde zu halten?