Schwimmen - Rüdiger Schneider - E-Book

Schwimmen E-Book

Rüdiger Schneider

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Beschreibung

In diesem grundlegenden Titel über das Schwimmen beschreibt der Autor den Weg von den ersten Übungen der Wassergewöhnung bis hin zum Erwerb leistungssportlicher Techniken in den vier Lagen Schmetterling, Rückenkraul, Brust und Kraul. Anhand zahlreicher Übungsformen mit vielen verschiedenen Variationen wird die Methodik zum Erlernen der Schwimmstile, der Starts und der Wenden Schritt für Schritt erarbeitet. Die biomechanischen Technikanalysen der vier Hauptlagen, gezeigt anhand von Unterwasseraufnahmen von Topathleten, werden durch sportwissenschaftliche Erkenntnisse gestützt und präsentieren auf diese Weise eine mögliche Idealtechnik im Leistungsschwimmen. Pädagogisch-psychologische Aspekte werden ebenso behandelt wie die Rolle der Eltern, des Trainers und selbstverständlich die des Schwimmers/der Schwimmerin selbst. Ein umfassender und praxisorientierter Ratgeber mit fundierten Quellen und über 200 Farbfotos.

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Schwimmen

RÜDIGER SCHNEIDER

Schwimmen

Wassergewöhnung –

Technik und Methodik der vier Hauptlagen –

Starts und Wenden

unter Mitarbeit

von Josephin Köhler und Reinhard Roth

Danksagung

Bedanken möchte ich mich bei meiner Mutter Heike Schneider und meiner Großmutter Karin Habersack, die mich in meiner Autorentätigkeit immer unterstützt haben. Großer Dank gebührt vor allem Reinhard Roth, meinem Lehrer und Josephin Köhler, meiner langjährigen Kollegin, die mir mit Rat und Tat während des gesamten Projekts zur Seite standen.

Rüdiger I. Schneider

Würzburg, im Frühjahr 2012

Impressum

Vollständige eBook-Ausgabe der im Copress Verlag erschienenen Printausgabe (ISBN 978-3-7679-1077-5).

Cover-Foto: Imago

Alle Abbildungen des Innenteils aus dem Archiv des Autors

Umschlaggestaltung: Stiebner Verlag

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© 2012 Copress Verlag

in der Stiebner Verlag GmbH, München

Alle Rechte vorbehalten.

Wiedergabe, auch auszugsweise,

nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags.

Gesamtherstellung: Stiebner, München

ISBN 978-3-7679-1174-1

www.copress.de

eBook-Herstellung und Auslieferung: Brockhaus Commission, Kornwestheimwww.brocom.de

Der Autor

Rüdiger Schneider ist Student für Mathematik und Sport der Universität Würzburg und dort seit einigen Jahren für die Technikanalysen im Bereich Schwimmen zuständig. Er arbeitet als Trainer und Wissenschaftler mit dem Schwerpunkt Biomechanik schwimmerischer Bewegungen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1            Gesundheitsaspekt des Schwimmens

2            Schwimmen in jungen Jahren

2.1         Angst vor dem Wasser

2.2         Bedeutung der Wassergewöhnung

3            Anfängerschwimmen

3.1         Aufgabenverteilung beim Anfängerschwimmen

3.1.1      Rolle der Eltern

3.1.2      Rolle des Trainers

3.1.3      Rolle des Schwimmers

3.2         Wassergewöhnung

3.2.1      Erster Wasserkontakt im und am Wasser

3.2.2      Spielformen im flachen Wasser

3.2.3      Richtig atmen

3.2.4      Tauchen

3.2.5      Springen

3.2.6      Schweben und Gleiten

3.2.7      Antreiben

3.3         Nützliche Utensilien für den Schwimmsport

3.3.1      Schwimmnudel

3.3.2      Schwimmbrett

3.3.3      Badebekleidung/Schwimmbrille

3.3.4      Pullbuoy/Pullkick

3.3.5      Flossen

3.3.6      Badekappe

3.4         Motivierender Schwimmunterricht

4            Technik, Hauptfehler und Methodik zum Erlernen der vier Lagen

4.1         Kraulschwimmen

4.1.1      Beinschlag des Kraulschwimmens

4.1.1.1   Technik des Kraulbeinschlags

4.1.1.2   Hauptfehler des Kraulbeinschlags

4.1.1.3   Methodik desKraulbeinschlags

4.1.2      Atmung und Körperlage

4.1.2.1   Technik der Atmungund Körperlage

4.1.2.2   Hauptfehler bei der Atmung und der Körperlage

4.1.3      Armzug des Kraulschwimmens

4.1.3.1   Technik des Kraularmzugs

4.1.3.2   Hauptfehler des Kraularmzugs

4.1.3.3   Methodik des Kraularmzugs

4.2         Brustschwimmen

4.2.1      Beinschlag des Brustschwimmens

4.2.1.1   Technik desBrustbeinschlags

4.2.1.2   Hauptfehler desBrustbeinschlags

4.2.1.3   Methodik desBrustbeinschlags

4.2.2      Armzug des Brustschwimmens

4.2.2.1   Technik des Brustarmzugs

4.2.2.2   Hauptfehler des Brustarmzugs

4.2.2.3   Methodik des Brustarmzugs

4.2.3      Atmung beim Brustschwimmen

4.2.3.1   Technik der Atmung

4.2.3.2   Hauptfehler beim Atmen

4.2.4      Tauchzug des Brustschwimmens

4.3         Rückenschwimmen

4.3.1      Beinschlag des Rückenkraulschwimmens

4.3.1.1   Technik des Rückenkraulbeinschlags

4.3.1.2   Hauptfehler beim Rückenkraulbeinschlag

4.3.1.3   Methodik des Rückenkraulbeinschlags

4.3.2      Rückenkraularmzug

4.3.2.1   Technik desRückenkraularmzugs

4.3.2.2   Hauptfehler beim Rückenkraularmzug

4.3.2.3   Methodik desRückenkraularmzugs

4.4         Schmetterlingsschwimmen

4.4.1      Delphinbeinschlag

4.4.1.1   Technik desDelphinbeinschlags

4.4.1.2   Hauptfehler beimDelphinbeinschlag

4.4.1.3   Methodik desDelphinbeinschlags

4.4.2      Schmetterlingsarmzug und Atmung

4.4.2.1   Technik des Schmetterlingsarmzugs und der Atmung

4.4.2.2   Hauptfehler beim Schmetterlingsarmzug

4.4.2.3   Methodik der Koordination des Schmetterlingsschwimmens

4.5         Technik und Methodik des Starts

4.5.1      Grab- und Trackstarts

4.5.1.1   Technik von Grab-und Trackstarts

4.5.1.2   Methodik von Grab-und Trackstarts

4.5.2      Rückenstart

4.5.2.1   Technik des Rückenstarts

4.5.2.2   Methodik zum Rückenstart

4.6         Technik und Methodik der Wenden

4.6.1      Kippwende

4.6.1.1   Technik der Kippwende

4.6.1.2   Methodik der Kippwende

4.6.2      Kraulrollwende

4.6.2.1   Technik der Kraulrollwende

4.6.2.2   Methodik der Kraulrollwende

4.6.3      Rückenkraulrollwende

4.6.3.1   Technik der Rückenkraulrollwende

4.6.3.2   Methodik der Rückenkraulrollwende

5            Auszug aus der Wissenschaft

6            Wissenschaftliche Studie der Deutschen Hochschulmeisterschaft Schwimmen 2011

Von Rüdiger Schneider & Josephin Köhler

6.1         Einführung

6.2         Material und Methoden

6.3         Statistische Datenanalyse

6.4         Ergebnisse

6.5         Diskussion

6.5.1      SR-SL-Verhältnis bei Sprintstrecken (25–100 Meter)

6.5.2      SR-SL-Verhältnis bei Mittelstrecken (200–400 Meter)

6.5.3      Alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede

6.6         Zusammenfassung

Anhang

Verzeichnis der zitierten Quellen

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Vorwort

Jeder Meisterschwimmer, der Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen oder den Weltmeisterschaften gewinnt, war zu Beginn nichts anderes als ein Schwimmanfänger. Auch er oder sie musste durch die Kapitel des Schwimmenlernens. Was zunächst als langer mühseliger Weg erscheint, kann nach Aussagen von Topathleten dennoch als Spaß und Freude beschrieben werden. In den seltensten Fällen bereuen sie ihre Entscheidung, sich dem Schwimmsport verpflichtet zu haben. Vor allem der sportliche Erfolg im Wettkampf nach harten und langen Trainingseinheiten beschreibt den Lohn, den Schwimmer und Trainer einfahren. Diese Hoffnung auf Erfolg ist sozusagen das Benzin für den täglichen Trainingsmotor. Trotzdem kann nicht jeder Goldmedaillen gewinnen, aber positive Erlebnisse, wie der Erwerb von Schwimmtechniken und deren ständige Optimierung sowie die soziale Eingebundenheit prägen das Bild des Vereinsschwimmens. Folglich lohnt es sich, das Schwimmen zu lernen, was im Verein meist mit Spaß, Freude und Wohlbefinden einhergeht. Dem Prozess des Schwimmenlernens entspringt der Kern dieses Werks, welches sich sowohl an Schwimmanfänger aller Altersklassen als auch an Schwimmathleten und Trainer richtet.

In sechs Kapiteln wird der Weg vom Anfänger zum Leistungsschwimmer beschrieben, der dem Leser beim Erlernen der Schwimmlagen behilflich sein soll und als Fernziel den schwimmsportlichen Erfolg im Blick behält. Der gesundheitliche Wert des Schwimmsports liefert zu Beginn eine Begründung, warum gerade Wasseraktivitäten förderlich für die physische und psychische Gesundheit sind. Der erste Wasserkontakt und die Ideen wie man mit ängstlichen Schwimmanfängern umgehen könnte, wird im Rahmen der Wassergewöhnung dargeboten. Desweiteren werden der Einsatz verschiedener Schwimmutensilien beschrieben, welche den Schwimmunterricht erheblich vereinfachen.

Im Anschluss an die Kapitel der Wassergewöhnung folgen die jeweiligen Schwimmlagen, die in Technik, Fehlerbilder und Methodik untergliedert sind. Auch auf die unterschiedlichen Starts und Wenden wird ausführlich eingegangen. Die ersten drei Kapitel werden dem psychologisch-pädagogischen Anspruch gerecht und sprechen daher Trainer und Eltern aller Leistungsklassen an, wohingegen die letzten drei Kapitel wissenschaftlich geprägt sind. Wer eine hohe schwimmtechnische Qualität für sich selbst oder seine Athleten beansprucht und die wissenschaftlichen Grundlagen und Erkenntnisse nicht scheut, für den ist dieses Werk genau richtig.

Würzburg, im Frühjahr 2012

Josephin Köhler und Rüdiger I. Schneider

Quellenverweise im Text sind in eckigen Klammern ausgewiesen und werden jeweils im »Verzeichnis der zitierten Quellen« im Anhang erläutert.

1Gesundheitsaspekt des Schwimmens

Anhand dieses Kapitels sollen Möglichkeiten, aber auch Grenzen des sportlichen Schwimmens bezogen auf den gesundheitlichen Wert dargestellt werden. Folglich geht es um die Frage, wirkt sich das Schwimmen positiv auf die Gesundheit aus oder geht es mit Negativfolgen einher?

Um diese Frage eruieren zu können, bedarf es zunächst einer allgemein gültigen Definition von Gesundheit.

Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO) definiert den Begriff Gesundheit wie folgt:

»Health is a state of complete physical, mental and social well- being and not merely the absence of disease or infirmity«

(http://www.who.int/suggestions/faq/en/index.html).

Übersetzt also: »Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen«.

Es gilt daher zu klären, ob dieser Zustand durch schwimmerische Bewegung erlangt werden kann.

Obwohl das Schwimmen als gesundheitsorientierter Sport von Ärzten vielfach propagiert wird, muss dennoch eingeräumt werden, dass dieser Sport nicht frei von Verletzungen und anderen Risiken ist.

So wird berichtet, dass ein zu langer Aufenthalt im Wasser zu Verengung der Arterien und Erweiterung kleinster Venen führt [vgl. 342]. Pausen an Land und Abtrocknen verhindern eine Blutanstauung und somit ein Auskühlen.

Die Gefahr der Verletzung beim Schwimmen besteht weniger in der Ausführung der Sportart, als mehr in Situationen außerhalb des Beckens, bei denen das Laufen auf nassen Fließen zu Stürzen führt [vgl. 188]. Stürze, die Frakturen bis hin zum Schädel-Hirn-Trauma zur Folge haben können. Desweiteren kann eine Gefahr bei Sprüngen ins Wasser gesehen werden, da aus der Unachtsamkeit des Startenden andere Schwimmer übersehen werden und sich daraus Zusammenstöße ergeben können. Gleichzeitig birgt eine unzureichende Wassertiefe die Gefahr des Aufschlages auf dem Beckenboden, was Schädel- und Wirbelsäulenverletzungen nach sich ziehen kann [vgl. 160, 243]. Obwohl sich die häufigsten Verletzungen beim Schwimmsport außerhalb des Beckens zutragen [vgl. 355], belegen Studien dennoch, dass Verletzungen auch im leistungssportlichen Schwimmen auftreten können [vgl. 106, 153, 200, 262]. Diese gehen allerdings meist auf Überlastungsschäden zurück, die durch hartes Leistungstraining provoziert werden [vgl. 129]. Untersuchungen zeigten Verletzungen über einen Zeitraum von 15 Jahren bei Männern und Frauen für die Sportarten Schwimmen und Wasserball in folgenden Bereichen: Sprunggelenk, Arm, Genick, Gesicht, Fuß, Hand, Hüfte, Knie, Unterschenkel, Schulter und Oberschenkel [vgl. 270]. Für die Gruppe von Wettkampfschwimmern auf professionellem Niveau konnten Verletzungen am häufigsten im Bereich der Schulter und des Oberarms lokalisiert werden [vgl. 57, 253, 355], gefolgt von Knie- und Genickbeschwerden [vgl. 270]. Probleme in diesen Bereichen konnten bei Frauen signifikant öfter nachgewiesen werden. In anderen Körperregionen wurden innerhalb von 15 Jahren nur 0 bis 2,34 Verletzungen pro 100 Probanden festgestellt.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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