Senioren im Internet - Andy Wydler - E-Book

Senioren im Internet E-Book

Andy Wydler

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Beschreibung

Diplomarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien, Höhere Fachschule für Wirtschaft, Baselland, Sprache: Deutsch, Abstract: Absicht und Ziele dieser Abschlussarbeit Diese besteht in erster Linie darin, einer breiten Leserschaft ein aktuelles Bild der oft unterschätzten Teilnahme der Generation „60plus“ im Internet zu vermitteln. Gleichzeitig sollen gewisse Missstände aufgezeigt und mögliche Lösungsansätze für die weitere Gewinnung von Senioren zur Nutzung des Internets aufgezeigt werden. Primärziel: Die Erarbeitung eines klaren, detaillierten Überblicks über den aktuellen Ist-Zustand der Nutzung des Internets durch Senioren. Dies nicht nur innerhalb der Schweiz, sondern auch in unseren Nachbarländern, wie auch in einzelnen weiteren Ländern. Im Weiteren die Recherche nach Problemen/Hindernissen, welche sich für Senioren im Umgang mit dem Internet stellen, diese erkennen, aufzeigen und die gewonnen Erkenntnisse zu sammeln wie auch zu dokumentieren. Sekundärziel: All diese gewonnen Erkenntnisse wurden durch eine eigens dafür durchgeführte Online-Befragungen weiter gestützt oder hinterfragt. Dazu wurde die Unterstützung durch Einbeziehung zur Zusammenarbeit mit Senioren aus verschiedenen Privatkreisen, zwei bis drei Alterswohnheimen, Stiftungen, Vereinigungen, Betreuungsdienstleiter und mit renommierten, spezialisierten Senioren-Webportalen gesucht. Zusätzlicher Gewinn: Alle diese Erkenntnisse können als Ausgangslage/Ansatzpunkt für ein allfällig zukünftiges Projekt mit dem Ziel, interessierten Senioren einen Zugang zum Internet zu bieten, beziehungsweise das Medium Internet näher zu bringen, als kompaktes Basis/Grundwissen genutzt werden.[...]

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2008

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Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort.
2. Management Summary.
3. Einleitung
4.1 Ausgangslage
4.2 Definitionen
4.3 Auszüge der Weltkarte.
4.4 Eigene Erhebung (Online-Befragung)
4.5 Die Grundlagen des Seniorenmarktes
4.5.1 Sind die Senioren im Internet wirklich ein Markt?
4.5.2 Das Konsumverhalten.
4.6 Die verschiedenen Aspekte der Nutzung.
4.6.1 Motive der Nutzung/Nichtnutzung des Internets
4.6.2 Faktoren welche die Nutzung beeinflussen
4.6.3 Nutzungsschwerpunkte/Interessenfelder
4.6.4 Nutzwertanalyse.
4.7 Zielgruppengerechte Werbung im Internet.
4.7.1 Handlungsempfehlungen zur besseren Ansprache
4.8 Der Seniorengerechte Computer
4.8.1 Computertechnische Entwicklungen
4.8.2 Gewünschte Ausstattungsmerkmale.
4.8.3 Seniorenspezifische Software.
4.9 Accessibility/Usability für Senioren
4.10.1 Beispiele bestehender Angebote.
5. Denkanstösse
6. Empfehlungen für Folgeprojekte
7. Ein Blick in die Zukunft.
C Dank.
D Abkürzungsverzeichnis
E Begriffsverzeichnis
F Literaturverzeichnis
G Quellenverzeichnis (Internet)
H Tabellenverzeichnis
I Beilagenverzeichnis

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Abschlussarbeit zum vertiefenden Selbststudium, verfasst im Rahmen des Nachdiplomstudiums Projektmanagement-Praxis an der Höheren Fachschule für Wirtschaft, Bildungszentrum kvBL in Reinach, BL.

Eingereicht am 28. Mai 2008

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1. VORWORT

Diese Thematik hat mir die Entscheidung bei der Auswahl der vorgegebenen Themen relativ einfach gemacht.

Auf der einen Seite beschäftige ich mich berufsbedingt sehr oft mit dem Medium Internet und auf der anderen Seite werde auch ich jedes Jahr ein Jahr älter.

Der Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Erwerbsleben stellt einen bedeutsamen und nicht zu unterschätzenden Einschnitt im Leben dar. Unter Projektleitern würde man von einem bedeutenden Meilenstein sprechen, den wir hoffentlich alle erreichen und gesund feiern dürfen.

Und wenn wir alle die dazu notwendige Medienkompetenz bis zu diesem Zeitpunkt erworben haben oder dann noch erlernen können, meine ich, dass wir uns mit diesem Medium ein Fenster zur Welt offen halten, welches entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann.

Ich persönlich war völlig überrascht über die, im Vorfeld vielleicht allgemein etwas unterschätzte, Generation „SilverSurfer“. Ich wurde eines Besseren belehrt und bin beeindruckt von der hohen Präsenz, des Umfangs sowie der Qualität sämtlicher Aktivitäten im Internet.

Im Laufe der Recherchen im Rahmen dieses Studiums bin ich auf einen beeindruckenden Artikel gestossen, den ich hier abschliessend für dieses Vorwort wiedergeben möchte:

Im Februar 2008 wird in einem Beitrag auf dem beliebten Senioren Internetportal www.seniorweb.ch von einem 96-jährigen (!), pensionierten Lehrer berichtet, welcher in seinem hohen Alter die Faszination des Internet für sich entdeckt hat. Auf das Interesse stiess er, als er sich als einziger Teilnehmer eines Computerkurses anmeldete, dessen Lokalität zur Durchführung in der Ecke der Cafeteria seines Seniorenzentrums eingerichtet wurde. Er hat sich humorvoll auch über die „alte Kiste“ beschwert und prompt nach einem Artikel in der Aargauer Zeitung einen neuen Computer erhalten. Meines Erachtens ein Paradebeispiel, dass auch noch im hohen Alter Wissen angeeignet und angewendet werden kann. Solche Berichterstattungen sollten auch bei „jüngeren“ Senioren die letzten Zweifel beseitigen.

Gründe genug, um mich diesem äusserst interessanten Thema anzunehmen und mein Wissen darüber in einem Selbststudium zu vertiefen.

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2. MANAGEMENT SUMMARY

Seit längerer Zeit ist bekannt, dass in den Industrienationen immer weniger Kinder geboren werden und die Menschen dank fortgeschrittener Medizin und gesünderem Lebensstil durchschnittlich ein deutlich höheres Lebensalter erreichen können.

Bei Eintritt in den Ruhestand hat der Durchschnitt der Senioren noch ein Viertel, häufig sogar noch ein Drittel des Lebens vor sich.

Die Bevölkerungsentwicklung ist gekennzeichnet durch eine stetige Zunahme des Anteils der älteren Menschen an der Gesamtbevölkerung. Wir sprechen daher von zwei parallel verlaufenden Trends: Niedrige Geburtenrate und steigende durchschnittliche

Lebenserwartungen. Diese beiden Trends sind vergleichbar mit den meisten Ländern in der Europäischen Union (EU).

[„Trotzt der steigenden wirtschaftlichen Bedeutung dieser Altersgruppe im Internet gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber, wie diese Nutzergruppe seitens Marketing optimal angesprochen werden sollte...“]1. Laut Ochel gilt es ältere Menschen durch Marketingmassnahmen in drei Bereichen zur erstmaligen Internetnutzung zu gewinnen:1

1. Informieren über die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten 2. Umfangreiches Angebot an einfachen Zugangsmöglichkeiten zum Internet bieten 3. Unterstützung beim Aufbau der eigenen Internetkompetenz

Vor allem im Bereich der Information über die Nutzungsmöglichkeiten sehe ich das grösste Potenzial. Ganz im Sinne des verstorbenen französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry mit seinem Zitat „Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer“. Wenn Senioren nicht zielgruppengerecht informiert werden, welchen Nutzen sie haben, kann man sie unmöglich für dieses Medium gewinnen. Gerade diese Zielgruppe nutzt das Internet nicht aus Unterhaltungszwecken, sondern primär um gewünschte Informationen zu erhalten. Die Hälfte der SilverSurfer bestätigt, mehr Kontakte zu gewinnen, der Hauptgewinn liegt jedoch darin, dass es ihnen das Leben interessanter macht und den Alltag erleichtert. Das Internet ist den allermeisten von ihnen ein Fenster zur Welt, das entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität beiträgt. Sich informieren, recherchieren und E-Mail sind mit Abstand die beliebtesten Aktivitäten im Internet. Dies gemäss einer grossen Umfrage bei feierabend.com in Deutschland.

Der Internetzugang scheint heutzutage keine Zugangsbarriere mehr zu sein. Die Kosten sinken und sogenannte „Accesspoints“ nehmen nahezu flächendeckend rasend schnell zu. Bleibt also noch Punkt drei, der Aufbau der eigenen Internetkompetenz. Die Unterstützung sollte meiner Meinung nach durch Paket-Konzept erfolgen, bei welchem alle vier Servicebereiche von einer und dergleichen Institution abgedeckt werden:

1. Schulung 2. Hardware 3. Software 4. Support

1Ochel, Jens: Senioren im Internet, Josef Eul Verlag GmbH, Lohmar; Köln 2003

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Vor allem im Bereich Support sehe ich noch grossen Nachholbedarf. Betreffend Schulung besteht, zumindest in unserer Region Nordwestschweiz, ein gewisses Angebot und auch in Sachen Hardware müssen keine all zu grossen Entwicklungen aus dem Hut gezaubert werden. Dies schon gar nicht aus irgendwelchen pseudo-marketingtechnischen Gründen, da Senioren äusserst ungern als eine solche Zielgruppe in eine Schublade gesteckt werden möchten. Jedoch was die Software betrifft, damit wäre also auch ein Betriebssystem gemeint, besteht noch ein gewisses Verbesserungspotenzial. Hier gilt es noch viele sogenannte Usability-Kriterien zu beachten und entsprechend zu erfüllen.

Dies sind auch die Gründe, warum die „Computer Literacy“, die Fähigkeit allgemein mit einem Computer umgehen zu können, und diese Fähigkeit weiter entwickeln zu können, deutlich an strategischer Bedeutung für die Volkswirtschaft gewinnen wird2. In diesem Bereich schlummert möglicherweise ein Konsumpotential, das sich zukünftig - mit dem Älterwerden der PC (Personal Computer)- und Internet-erfahrenen Generation - verwirklichen lässt. Mit Spannung werden wir daher verfolgen können, ob die Senioren in den nächsten Jahren in Sachen Internetnutzung im Vergleich zu anderen Altersgruppen aufholen werden oder es zu einem weit grösseren digitalen Graben kommen könnte. Oft vorhandene Vorurteile wie „das brauche ich in meinem Alter doch nicht mehr zu lernen“ sind bei den kontinuierlich ansteigenden Lebenserwartungen in unserem Zeitalter unbedingt zu überwinden und durch zielgruppengerechtes Informieren und Aufzeigen von Argumenten zu widerlegen.

SilverSurfer sollen und werden, das ist meine volle Überzeugung, zukünftig weniger Verwunderung in der Bevölkerung auslösen. Es gilt durch intensive Aufklärungsarbeit, im speziellen das Aufzeigen der vielseitigen Möglichkeiten und den damit verbunden Vorteilen, die gesellschaftliche Akzeptanz der Senioren im Internet zu verbessern.

2www.seniorenfreundlich.de

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3. EINLEITUNG

Absicht und Ziele dieser Abschlussarbeit

Absicht:

Diese besteht in erster Linie darin, einer breiten Leserschaft ein aktuelles Bild der oft unterschätzten Teilnahme der Generation „60plus“ im Internet zu vermitteln. Gleichzeitig sollen gewisse Missstände aufgezeigt und mögliche Lösungsansätze für die weitere Gewinnung von Senioren zur Nutzung des Internets aufgezeigt werden.

Primärziel:

Die Erarbeitung eines klaren, detaillierten Überblicks über den aktuellen Ist-Zustand der Nutzung des Internets durch Senioren. Dies nicht nur innerhalb der Schweiz, sondern auch in unseren Nachbarländern, wie auch in einzelnen weiteren Ländern. Im Weiteren die Recherche nach Problemen/Hindernissen, welche sich für Senioren im Umgang mit dem Internet stellen, diese erkennen, aufzeigen und die gewonnen Erkenntnisse zu sammeln wie auch zu dokumentieren.

Sekundärziel: