Serrahn- Weltnaturerbe im Müritz-Nationalpark - Hans-Jürgen Spieß - E-Book
Beschreibung

Im Jahre 2011 verlieh die UNESCO den Wäldern um Serrahn im Ostteil des Müritz- Nationalparks das Prädikat Weltnaturerbe. Der Titel stellt diese wertvollen Relikte großer naturbelassener Buchenwälder auf eine Stufe mit so bedeutenden Landschaften wie den Galapagosinseln, dem Yellowstone oder Grand Canon Nationalpark. Die Biologen Dr. habil. Hans-Jürgen Spieß und Dr. Peter Wernicke stellen die urtümlichen Buchenwälder Serrahns, ihre wechselvolle Geschichte, die Besonderheiten der Wälder, Moore und Seen sowie die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt in prägnanten Texten und eindrucksvollen Fotos vor. Die von der letzten Eiszeit geprägten Serrahner Berge dienten den Großherzögen von Mecklenburg-Strelitz seit 1849 als Wildpark für ihre Jagden, dessen eingeschränkte forstliche Nutzung den alten Baumbestand sicherte. 1952 zu einem der größten komplexen Naturschutzgebiete der DDR erhoben, blieben große Teile unbewirtschaftet. Es entwickelten sich urwaldartige Lebensräume, wie sie andere Tieflandbuchenwälder nicht mehr besitzen. Das hügelige Waldland voller Seen und Moore mit seinem hohen Totholzanteil umfasst eine Vielzahl seltener Biotope. 1990 wurde das Naturschutzgebiet Teil des Müritz-Nationalparks. Die Autoren plädieren eindringlich für die Bewahrung dieses einzigartigen, verletzlichen Weltnaturerbes und laden mit Ausflugstipps und Wanderempfehlungen zum eigenen Erkunden ein.

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Seitenzahl:143

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Hans-Jürgen Spieß und Peter Wernicke

Serrahn – Weltnaturerbe

im Müritz-Nationalpark

Gedruckt mit freundlicher Unterstützung von:

der Ursula-Merz-Stiftung Berlin

der Gesellschaft für Naturschutz und Landschaftsökologie e. V. Kratzeburg

der GTA-Geoservice GmbH Neubrandenburg

Frau Ilse Jaszcz, Klein Vielen

Frau Dr. Regina Spieß, Klein Vielen

Bibliographische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über https://dnb.d-nb.de abrufbar.

Serrahn – Weltnaturerbe im Müritz-Nationalpark

Hans-Jürgen Spieß / Peter Wernicke

Rangsdorf: Natur+Text 2013; 156 S.; 24 x 22 cm

ISBN 978-3942062-07-7

© Verlag Natur+Text GmbH

Friedensallee 21, D-15834 Rangsdorf, Tel. 033708 / 20431

verlag@nut-online.de; www.naturundtext.de

Layout und Satz: Reinhard Bär

1. digitale Auflage 2013

Digitale Veröffentlichung: Zeilenwert GmbH

Das Werk ist urheberrechtlich geschützt.

ISBN 9783942062107

Zwergschnäpper

Inhalt

Cover

Titel

Copyright

Inhalt

Vorwort

Der Wildpark Serrahn und das Schweizerhaus (von W. Karbe geschrieben im November 1941)

Ein Wort zum Verständnis

Das Schweizerhaus

Geschichte der Siedlung Serrahn

Das Naturschutzgebiet Serrahn und die Biologische Station

Die Gründung des NSG „Großer Serrahn und Schweingartensee“

Serrahn wird zu einem Zentrum der Natuschutz-forschung

Das Naturschutzgebiet wird vergrößert

Ausbau der Biologischen Station in den 1980er Jahren

Wildforschung und Staatsjagd

Die Wendezeit 1989/90 – Serrahn wird Nationalparkteil

Serrahn – Teil des Müritz-Nationalparks

Wälder

Entwicklung des Waldes nach der Eiszeit

Die Spuren des Großherzogs in den Serrahner Bergen

Auf dem Weg zum Urwald

Die Grünower Buchen

Erlenwälder – Entwicklungschance durch Wasser

Kiefernwälder – Beginn der Entwicklung zum Buchenwald

Die Pflanzen- und Tierwelt der Buchenwälder

Seen

Großer Serrahnsee

Schweingartensee

Zwirnsee, Großer Fürstenseer See und Hinnensee

Moore – Lebensräume zwischen Land und Wasser

Kesselmoore

Verlandungsmoore

Moorrenaturierungen

Pflanzen und Tiere der Moore

Naturerlebnis Serrahn

Region Zinow, Serrahn und Carpin mit dem Weltnaturerbegebiet.

Startpunkt Zinow

Ausgangspunkt Dianenhof bei Carpin

Region Fürstensee – Wokuhl

Region Grünow – Steinmühle

Ausgangspunkt Steinmühle

Ausgangspunkt Grünow

Fachtafeln

Walter Karbe

Eisvorstoß im Serrahner Gebiet

UNESCO Welterbe

Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit

Pilze

Buchen

Urwälder

Deutschland – ein Buchenland

Armleuchteralgen (Characeen)

Wollgräser

Moore als Archive der Zeitgeschichte

Sonnentau

Literatur

Anhang

Zeittafel

Glossar

Abbildungen

Die Autoren

Summary

Vorwort

Der kleine Ort Serrahn mit seinen wenigen Einwohnern bietet kaum Anlass für die Veröffentlichung eines Buches. Doch der Ortsname steht auch für eines der wertvollsten und beeindruckendsten Naturschutzgebiete Deutschlands, den über sechstausend Hektar großen östlichen Teil des Müritz-Nationalparks. Die alten Buchenwälder um Serrahn wurden im Sommer 2011 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Die Wurzeln des Schutzgebietes lassen sich bis in das 19. Jahrhundert zurück verfolgen, als der damalige Großherzog Georg von Mecklenburg-Strelitz in den Wäldern des Gebietes aus jagdlichen Gründen einen Wildpark einrichtete. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden große Bereiche zum Naturschutzgebiet und mit der politischen Wende 1990 Teil des Müritz-Nationalparks. Der Wald mit seinen mächtigen Buchen, wie sie sonst kaum noch in Deutschland zu finden sind, kann sich natürlich entwickeln. Er vermittelt den Eindruck eines Urwaldes, wie er in Mitteleuropa einst weit verbreitet war. Heute gibt es solche Wälder in Europa kaum noch und dies war der Anlass, sie in die Weltnaturerbeliste aufzunehmen.

Dass das möglich wurde, ist der Verdienst vieler Personen, die mit den unterschiedlichsten Aufgaben und Absichten in Serrahn wirkten. Durch ihre Tätigkeit haben sich die Wälder, die vielfältigen Moore und klaren Seen sowie eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt bis heute erhalten. Sie bilden in ihrer Verzahnung einen besonders wertvollen und schützenswerten Naturraum und vermitteln einen Eindruck davon, wie die norddeutschen Lebensräume unter natürlichen Verhältnissen aussehen würden.

Die wesentlichen Entwicklungsabschnitte vom Wildpark zum Nationalpark, die Besonderheiten der Natur des Serrahner Gebietes, dessen Bedeutung als Gegenstand der Naturschutzforschung und das Wirken von Personen und Institutionen wie der Biologischen Station sind Themen des Buches.

Es soll zugleich einen Beitrag leisten zur Unterstützung der Umsetzung der Weltnaturerbeverpflichtung und nicht zuletzt auch Anregungen für naturkundliche Wanderungen durch die ausgedehnten Wälder entlang von Seen und Mooren geben sowie Verständnis für das Schutzziel Serrahns wecken.

Blick über das Serrahnbruch auf die mit Buchenwäldern bestandene Endmoräne, an deren Rand sich die Gebäude der kleinen Siedlung Serrahn befinden.

Der Wildpark Serrahn und das Schweizerhaus (von W. Karbe geschrieben im November 1941)

Ein Wort zum Verständnis

Im ersten Abschnitt kommt mit dem Heimatforscher Walter Karbe ein Autor zu Wort, dessen Wirken in besonderer Weise dem Serrahner Gebiet verbunden ist. Seine Texte aus dem Jahre 1941 zur Beschreibung des Gebietes, seiner Flurnamen und naturkundlichen Besonderheiten sind ein einmaliges historisches Zeugnis und geben einen hervorragenden Eindruck vom damaligen Zustand des Gebietes. Er fand und untersuchte zwischen 1939 und 1955 die alte Dorfstelle Saran und entwickelte so eine starke Beziehung zum Gebiet des heutigen Nationalparkteils Serrahn. Die ungewohnte, altmodische Sprache Karbes versetzt den Leser oder jetzigen Besucher von Serrahn zurück in die Vergangenheit und vermittelt dabei einen Eindruck der Entwicklung der letzten 80 Jahre, wie es kein moderner Text vermag. Viele der Flurnamen und Sachverhalte, die Karbe beschreibt, werden in den anderen Abschnitten aufgegriffen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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