Shillers CAPE-Ratio - Lukas Lindemann - E-Book

Shillers CAPE-Ratio E-Book

Lukas Lindemann

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich BWL - Bank, Börse, Versicherung, Note: 1,3, Berufsakademie für Bankwirtschaft, Hannover, Sprache: Deutsch, Abstract: Vor dem Hintergrund der aktuellen Niedrigzinspolitik wagen viele Anleger den Schritt an die internationalen Aktienmärkte, um ihr Vermögen vor inflationären Einflüssen zu schützen. Aufgrund der überdurchschnittlich hohen Nachfrage könnte jedoch bereits eine Überbewertung in Frage kommen. Im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit wird dem Leser das CAPE-Ratio von Robert Shiller nähergebracht, welches zur Registrierung von Spekulationsblasen und zur Renditeschätzung genutzt wird. Der Autor gelangt durch eine Untersuchung der historischen Prognosekraft zu der Erkenntnis, dass die Kennzahl sich anbahnende Krisenerscheinungen zwar identifizieren, deren Beginn jedoch nur ungenau prognostizieren konnte. Es wurde eine negative Korrelation zwischen CAPE-Höhe und der zu er-wartenden Rendite ermittelt. Vor dem Hintergrund unberücksichtigter US-amerikanischer Bilanzierungsänderungen ist das CAPE-Ratio aktuell zwar zu pessimistisch bewertet. Dennoch empfiehlt der Autor ein vorsichtiges Agieren an den Aktienmärkten.

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Veröffentlichungsjahr: 2014

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Inhaltsverzeichnis

 

Abkürzungsverzeichnis

Zusammenfassung

1 Einführung

2 Einordnung und Modellierung des CAPE-Ratios

3 Empirische Prüfung der Prognosefähigkeit

3.1 Prognosekraft unter Krisenerscheinungen

3.2 Prognosekraft unter marktüblichen Rahmenbedingungen

4 Nutzung empirischer Ergebnisse zur Zukunftsprognose

5 Kritik

6 Fazit

Anhang

Anhangsverzeichnis

Literaturverzeichnis

 

Abkürzungsverzeichnis

Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund der aktuellen Niedrigzinspolitik wagen viele Anleger den Schritt an die internationalen Aktienmärkte, um ihr Vermögen vor inflationären Einflüssen zu schützen. Aufgrund der überdurchschnittlich hohen Nachfrage könnte jedoch bereits eine Überbewertung in Frage kommen.

Im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit wird dem Leser das CAPE-Ratio von Robert Shiller nähergebracht, welches zur Registrierung von Spekulationsblasen und zur Renditeschätzung genutzt wird.

Der Autor gelangt durch eine Untersuchung der historischen Prognosekraft zu der Erkenntnis, dass die Kennzahl sich anbahnende Krisenerscheinungen zwar identifizieren, deren Beginn jedoch nur ungenau prognostizieren konnte. Es wurde eine negative Korrelation zwischen CAPE-Höhe und der zu erwartenden Rendite ermittelt.

1 Einführung

 

Im Zeitalter der Globalisierung unterliegt die Welt einem außergewöhnlichen ökonomischen Wachstum.[1] Die daraus hervorgehenden internationalen Handelsverflechtungen bieten den Unternehmen zunehmend Chancen auf dem Weltmarkt, sodass letztlich die Profitabilität und das Betriebsergebnis gesteigert werden können.[2]

 

Zeitgleich wird seitens der EZB versucht, die durch die Finanzkrise verursachte und stets andauernde wirtschaftliche Schieflage im europäischen Raum zu stabilisieren.[3] Mit äquivalenten Problem sieht sich die US-Notenbank Federal Reserve Systems (FED) konfrontiert.[4] Die Zentralnotenbanken entschieden sich infolgedessen für eine Niedrigzinspolitik, die schrittweise etabliert wurde. Zuletzt fixierte die EZB den Hauptrefinanzierungssatz auf 0,15% - ein historisches Zinstief.[5]

 

Unter diesen fundamentalen Rahmenbedingungen erlebten die internationalen Aktienmärkte, insbesondere nach 2008, einen außergewöhnlichen Aufschwung. Investoren gingen höhere Risiken ein, um trotz des niedrigen Zinsniveaus reale Renditen zu erwirtschaften.[6]

 

So legte der Deutsche Aktienindex (DAX) von 3.668 Punkten im März 2009 auf zeitweise mehr als 10.000 Punkte im Juni 2014 zu. Der US-amerikanische Aktienindex S&P 500 konnte zeitgleich ein Wachstum von 692 Punkten auf 1.973 Punkte für sich verzeichnen.[7]

 

Anlegern stellt sich aus diesem Grunde die Frage, ob die Aktienmärkte nach den vergangenen Entwicklungen überbewertet sind oder noch immer eine attraktive Anlagemöglichkeit darstellen.

 

Robert Shiller entwarf zu diesem Zweck das sogenannte CAPE-Ratio, das eine Sonderform des Kurs-Gewinn-Verhältnisses darstellt und Überbewertungen identifizieren soll. Unter Experten wird das CAPE-Ratio einerseits als bedeutungsvoller, andererseits aber auch als umstrittener Schätzparameter für künftige Renditen angesehen.[8]

 

Darauf bezugnehmend wird im Rahmen dieser Studienarbeit der Frage nachgegangen, inwiefern das CAPE-Ratio von Shiller ein aussagekräftiges Instrument für die fundamentale Aktienanalyse darstellt. Ziel der Arbeit ist es, gemeinsam mit dem Leser den praktischen Nutzen des CAPE-Ratios zu erarbeiten.

 

Diesbezüglich wird zunächst unter dem Gliederungspunkt 2 eine fachliche Einordnung sowie ein Überblick über das Konzept der Kennzahl gewährt. Daraufhin werden unter den Gliederungspunkten 3 und 4 die historische Prognosefähigkeit sowie eine Einschätzung der künftigen Marktentwicklung erarbeitet. Anschließend wird das Konstrukt des CAPE-Ratios kritisch hinterfragt und durch Alternativansätze untermauert. Zuletzt schließt die Studienarbeit mit einem Fazit sowie der Beantwortung der zentralen Leitfrage ab.

 

2 Einordnung und Modellierung des CAPE-Ratios

 

Robert J. Shiller, US-Ökonom und Professor für Wirtschaftswissenschaften an der US-amerikanischen Eliteuniversität Yale, wurde für seine empirische Analyse von Kapitalmarktpreisen sowie der Vorhersage des Börsencrashs zur Jahrtausendwende mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet.[9]

 

Um zu einer solch wegweisenden Einschätzung zu gelangen, bedarf es einer sorgfältigen Marktanalyse. Wirtschaftsforscher und Analysten bedienen sich unter anderem einer geeigneten Kennzahl aus der fundamentalen Aktienanalyse, wie z.B. dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): [10]

 

 

Das KGV drückt aus, in wie vielen Jahren der Börsenkurs durch Unternehmensgewinne refinanziert wäre, wenn der gesamte Gewinn an den Anleger fließen würde.[11]