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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Soziologie - Alter, Note: 1,0, Technische Universität Dortmund, Veranstaltung: Soziale Netzwerke und soziale Beziehungen über den Lebenslauf, Sprache: Deutsch, Abstract: Die steigenden Zahlen der Singles haben in den letzten Jahren eine intensive öffentliche Auseinandersetzung mit der Single-Thematik hervorgerufen. Die Presse hat sich ihrer so ausgiebig bedient, dass Singles zu einer öffentlichen Angelegenheit geraten sind. Gemeinhin wird "der Single" dort als demographische Bedrohung und als egoistischer Alleingänger diffamiert, der keine Gelegenheit auslässt, sich an einer hedonistischen Lebensweise zu ergötzen. Demgegenüber muss er ebenso oft als Leitbild für das vereinsamte Individuum der Moderne herhalten. Dieser Arbeit liegt die Motivation zugrunde, den "Mythos Single" einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Dies geschieht in der Weise, dass Antworten auf die Fragen gegeben werden, wer "Singles" überhaupt sind, wie häufig sie in der Gesellschaft vertreten sind, warum es sie gibt, und schließlich, wie sie leben.
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Veröffentlichungsjahr: 2007
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Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um die schriftliche Ausarbeitung der am 08.12.2005 gehaltenen Seminargestaltung „Singles und ihre sozialen Netzwerke“, die im Rahmen des Hauptseminars „Soziale Netzwerke und soziale Beziehungen über den Lebenslauf“ stattfand.
Die steigenden Zahlen der Singles haben in den letzten Jahren eine intensive öffentliche Auseinandersetzung mit der Single-Thematik hervorgerufen. Die Presse hat sich ihrer so ausgiebig bedient, dass Singles zu einer öffentlichen Angelegenheit geraten sind. Wie sich die Gefahren einer vorurteilshaften Bewertung durch eine verzerrende öffentliche Darstellung von Singles vermehren können, soll daher zunächst im ersten inhaltlichen Abschnitt der Arbeit, den „Darstellungen von Singles in der Öffentlichkeit“ skizziert werden.
Ein großes Problem der Darstellungen von Singles resultiert dabei v.a. aus der problematischen Begriffsbestimmung von Singles. Im dritten Abschnitt, der „Begriffsbestimmung“, soll versucht werden, diese Problematik anhand verschiedener gängiger Definitionen zu erörtern, wobei einerseits geklärt werden soll, welche Defintionen sich als sinnvoll und welche sich als weniger sinnvoll erweisen. Andererseits werden die beiden für die folgenden Abschnitte der Arbeit relevanten Definitionen beschrieben.
Als wesentlicher Anlass für die Beschäftigung mit der Single-Problematik wird häufig der drastische Anstieg von Singles gesehen. Wie sich die zahlenmäßige Entwicklung der Single-Zahlen in den letzten Jahrzehnten tatsächlich gestaltet hat, wird im anschließenden Teil der Arbeit, „Häufigkeiten von Singles“, darzustellen versucht.
Die Begründung für den Anstieg der Häufigkeiten von Singles erfolgt im fünften Abschnitt durch „Gesellschaftliche Bestimmungsgründe für den Anstieg der Single-Zahlen“ sowohl anhand einer Skizzierung der wichtigsten Determinanten als auch durch eine Darstellung der theoriegebundenen Argumentation von Ulrich Beck (1986) und Elisabeth Beck-Gernsheim (1983,1986), die mit ihrem Ansatz den Diskurs um gesellschaftliche Individualisierungsprozesse nachhaltig geprägt haben.
Die Beschaffenheit der sozialen Netzwerke von Single soll in den daran folgenden Abschnitten der Arbeit erörtert werden. Im einzelnen wird erst dargestellt, wie viele und
