SM/BDSM - Vier mal Dominanz und Unterwerfung - Eva van Mayen - E-Book

SM/BDSM - Vier mal Dominanz und Unterwerfung E-Book

Eva van Mayen

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Beschreibung

Vier Geschichten über Dominanz und Unterwerfung. Ich habe für Sie, liebe Leserinnen und Leser, vier Geschichten aus der Welt der Herrinnen, der Sklavinnen und Sklaven zusammengetragen. So schlittert ein ehrgeiziger Manager in die Hände einer Domina, die ihn aus einem dunklen Tief zurückholt. Francesca hütet ein Geheimnis, das ihr Mann unter Einsatz seines Lebens aufdeckt. Ein junger Mann ist Herr und Sklave zugleich. Und die nette Manuela wird im Verlaufe ihrer Geschichte zur Lady Manuela, die einen jungen knackigen Mann dominiert. Die Protagonisten berichten offen von ihren lustvollen und geilen Erlebnissen. In vielen Details werden die Geschichten erzählt, die Einblicke in die unterschiedlichsten SM-Praktiken wie auch in die Seelen und Herzen der Akteure geben. - Die Verwandlung - Francescas Geheimnis - Zugleich Herr und Sklave - Lady Manuela Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre Eva van Mayen

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SM/BDSM

Vier mal Dominanz und Unterwerfung

4 erotische SM-Geschichte von

Eva van Mayen

Impressum:

Titel: SM/BDSM – Vier mal Dominanz und Unterwerfung

Autor: Eva van Mayen

ISBN: 9783959247054

Alle Rechte vorbehalten.

Es ist ohne vorherige schriftliche Erlaubnis nicht gestattet, dieses Werk im Ganzen oder in Teilen zu vervielfältigen oder zu veröffentlichen.

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titel

Impressum

Vorwort

Die Verwandlung

Antriebslos

Email von Margot

Das Haus im Wald

Bedingungslos

Folterkammer

Sie sagt: es muss sein!

Ein anderer Mensch

Francescas Geheimnis

Kletterpartie

Maier hilft

Beobachtungen

Herrin Stella

Konfrontation

Zugleich Herr und Sklave

Hauptmann Mariella Mertens

Major Tajowa kontrolliert

Spezialausbildung

Erste Lektion

Mariella will dienen

Lady Manuela

Manuela

Kai ist bester Laune

Manuela ist real

Untergeben!

Lady Manuela und ihre Höhepunkte

Vorwort

Vier Geschichten über Dominanz und Unterwerfung.

Ich habe für Sie, liebe Leserinnen und Leser, vier Geschichten aus der Welt der Herrinnen, der Sklavinnen und Sklaven zusammengetragen. So schlittert ein ehrgeiziger Manager in die Hände einer Domina, die ihn aus einem dunklen Tief zurückholt. Francesca hütet ein Geheimnis, das ihr Mann unter Einsatz seines Lebens aufdeckt. Ein junger Mann ist Herr und Sklave zugleich. Und die nette Manuela wird im Verlaufe ihrer Geschichte zur Lady Manuela, die einen jungen knackigen Mann dominiert.

Die Protagonisten berichten offen von ihren lustvollen und geilen Erlebnissen. In vielen Details werden die Geschichten erzählt, die Einblicke in die unterschiedlichsten SM-Praktiken wie auch in die Seelen und Herzen der Akteure geben.

- Die Verwandlung

- Francescas Geheimnis

- Zugleich Herr und Sklave

- Lady Manuela

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre

Eva van Mayen

Die Verwandlung

Eine SM-Geschichte von

Eva van Mayen

Antriebslos

Keine Ahnung, wie ich da hinein schlittern konnte.

Meine Welt war düster geworden.

Antriebslos.

Oh nein! Ich war sehr erfolgreich! Mit einem organisierenden Geist gesegnet, konnte ich mich an keine Zeit meines Lebens erinnern, zu der ich nicht im gleichen Augenblick, in dem ich eine Situation wahrnahm, bereits ein Gesamtkonzept entwickelte. Das passierte von ganz alleine. Ich kaufte mir frühmorgens nur mal schnell eine Semmel beim Bäcker und erkannte, im Vorbeigehen, woran es lag, dass sein Laden nicht lief, obwohl er Meisterhände hatte. Obwohl mich das überhaupt nichts anging, stellte ich seinen Betrieb im Geist um, bis ich im Büro war oder bis ich zu einer Kreuzung kam, die schlecht geregelt war und mich veranlasste, ein Verkehrskonzept zu dieser exponierten Straßenstelle zu erstellen.

Für andere war dies Arbeit, für mich war das ein Spiel. Ich gehörte - von Experten getestet, sonst hätte ich meinen Job nicht bekommen - zu der seltenen Gruppe derer, die lenken konnten. Mich konnte man in einen leeren Raum sperren. Dort begann ich zu überlegen. Im Geist schuf ich die wunderbarsten Welten und war weit, weit abseits unserer realen Umgebung.

Ich war wirklich gut! Ich konnte stets darauf vertrauen, wenn spontan neue Anforderungen an mich gestellt wurden, dass ich ebenso schnell Bilder, einen taktischen Plan und die richtigen Ansätze vor Augen hatte. Von einem Moment auf den anderen sog mich diese neue Welt in sich auf. Weggebeamt vom Hier und Jetzt.

Womit ich noch nie richtig umgehen konnte war die menschliche Führungsrolle. Das wirklich Besondere, das mir mitgegeben wurde, waren diese bunten Welten, die sich in mir auftaten. Was mir wirklich nicht mitgegeben wurde, war es, Menschen zu führen.

Das war schon immer so. Mir war es egal, welchen Titel man trug oder benötigte, um seine Arbeit machen zu können. Es zählte immer nur Eins: Die Berechtigung zu haben, sie tun zu können und sie zu tun!

Hier angekommen, wünschte ich mir ein Team aus Menschen, die selbst wussten, was zu tun war. Das war es aber nicht. Angetroffen habe ich Menschen, wie Tom, Neffe des Vorstandsvorsitzenden. Der Eindruck, den ich von ihm hatte war, dass man hier dem Chefsöhnchen ein warmes Plätzchen schaffte. Was sollte der für Interesse haben, an dem, was uns wichtig war.

Angetroffen habe ich unter anderem Chrissy. Das gackernde Huhn, das ständig nur von ihrem Kind erzählte und dabei übersah, dass, hätte sie hier nicht ihre Arbeit, der Fratz nichts zu essen haben würde!

Heute habe ich mein Team fest im Griff!

Der Leistungsdruck, der von oben kam, war derart hoch, ich hatte nur die Wahl zu lernen gnadenlos die Peitsche zu schwingen, oder ich war weg vom Fenster. Das Team würde weiter bestehen bleiben. Es würde nur der Leader ausgewechselt werden. Nämlich ich.

Ich hatte keine Freunde.

Deswegen hatte ich gelernt: je emotionsloser und härter ich durchgriff, umso mehr funktionierte es mit diesem Team. Ich fand bei jedem eine schwache Stelle und auf diese drückte ich brutal drauf, wenn meine Autorität auch nur mit einem Blick angegriffen wurde.

"Tom! Sie können sich am Abend gerne am Schoß ihres Onkels ausheulen, aber nun habe ich in fünf Minuten ihren Bericht auf dem Tisch! - Chrissy, wenn sie heute noch einmal ihr Kind anrufen, werde ich dafür sorgen, dass sie mit ihm ab morgen von Angesicht zu Angesicht reden können, so lange es ihnen beliebt!"

Ich war über so viele Jahre Kapitän Bligh, sprich: Blei, geworden. Ich traute niemand, gab null auf ein schönes Gesicht. Ich stand auf der Brücke und unter mir war ich ständig von sich zusammenrottenden Meuterern bedroht.

Mit mir kannte umgekehrt auch keiner Gnade! Gab ich eine Arbeit ab, mit der wir Gewaltiges schufen, flatterte per Mail dieses Formblatt von "Dankeschön" ein. "Post von Dr. Steinwender". Ein Formular, in dem für alle gleichermaßen "Danke" stand. Als weitere Anlage befand sich jedoch ein neuer Auftrag anbei. Und im Text fand sich kein Wort von der erbrachten Leistung, sondern lediglich Vorgaben, wie der neue Auftrag, natürlich - wie immer - unter Zeitdruck, auszuführen sei.

"Ich glaube, dafür wurde ich nicht geschaffen", sinnierte ich zunehmend die letzten Monate über.

Ich durfte kein Loch in der Deckung zeigen! Seit Wochen lebte ich nun permanent in schwarz-weiß. Panik breitete sich mit zunehmender Inhaltslosigkeit und Resignation aus. Ich suchte nächtelang im Netz nach entsprechenden Blogs, psychologischen Seiten, Erfahrungen anderer.

Ich konnte es mir nicht leisten einen Psychologen aufzusuchen. Da waren schon mehrere daran zu Grunde gegangen. Kam man drauf, dass jemand diese Art Hilfe brauchte, waren seine Stunden im Unternehmen gezählt. Wurde man aus dem Unternehmen geworfen, verlor man seinen Marktwert und brauchte auch sonst nirgendwo mehr anzuklopfen.

Dieses Forum, das ich da gefunden hatte, war ganz nett. Geholfen hat mir bisher nichts. Irgendwie war es, als ob man sich in einer Herde Gleichgesinnter befand. Das war aber das einzig Positive. Darüber hinaus schien es, als ob das Volk der gleichartig Verrückten, wie ich, planlos umherirrte, um nach Lösungen zu suchen. Einzelne spielten sich als Propheten auf, behaupteten, dass sie die magische Lösung gefunden hätten. Schwachsinn. Wär’s so, würden die wohl nicht in diesen Foren auf sich aufmerksam machen.

Auf einige Debatten ließ ich mich ein, nur um danach auf der einen Seite zornig zu sein und auf der anderen vermutlich wieder krank, weil ich es nicht zuließ, mir da Blödsinn einreden zu lassen.

Ich war nicht so krank, dass ich mich von jemand belehren oder beherrschen oder verzücken ließ! Wer mich provozierte, dem fuhr ich routiniert in die Eingeweide!

Email von Margot

"Sie haben Post von Margot", stand da in meinem Posteingang.

Margot? Das ist doch das Mäuschen, das da im Forum links unten irgendwo existierte. Am Grünleuchten ihres Namens erkannte man, dass sie wirklich sehr oft online war. Allerdings war mir noch nie aufgefallen, dass sie irgendetwas von sich gegeben hätte.

Was die wohl will? Mit einem Doppelklick öffnete ich ihre Mitteilung.

"Hi! Ich bin Margot. Seit Wochen verfolge ich Deine Meldungen und Reaktionen. Du unterscheidest Dich von den anderen. Bei Dir bin ich mir sicher, Dir helfen zu können. Ich bin mir sicher, dass ich Dich das finden lassen kann, wonach Du suchst. Liebe Grüße Margot."

Lach! So ein Trampel.

Mein Gott! Die ist ja noch einfallsloser, als die anderen. "..ich bin mir sicher, dir helfen zu können..", äffte ich sie in Gedanken nach.

Trampel!

Teilweise erzürnten mich diese Wunderheiler. Und bei der Kreativität und dem "gewaltigen" Inhalt, den sie mir sandte, bin ich wohl auf eine wirklich dumme Nuss gestoßen, die meint, mir zwei nette Worte zu sagen, auf die ich genau von ihr gewartet habe.. grummmmelll....

Eigentlich ignorierte ich solche wirklich dummen, inhaltslosen Mails. Aber in meinem Zorn - schon alleine der Ehre halber, nämlich nun schon vom letzten Idioten für durchschaubar gehalten zu werden - klickte ich wild auf "Antworten".

"Hi! Hilfe? Du willst mir helfen? Wobei genau? Was fehlt mir? Hast Du vielleicht den guten Rat für mich, mich selbst zu lieben? Soll ich Dir umgekehrt was sagen? Ich durchschaue Dich! Nicht umgekehrt! Du bist so derart gemobbt worden, dass Du hier nur ein Schatten Deiner selbst bist!"

Mein Dampf war raus. Vor mir stand die so begonnene Mail. Mein Inhalt stimmte! Er war die richtige Antwort, um diese Närrin zu desillusionieren! Ich schaffe mir hier keine Götzen, die meinten auf mich wie auf ein dummes Schaf herunterblicken zu können. Da soll sie mich lieber für ein Arschloch halten und einen Bogen um mich schlagen!

Andererseits tat sie mir leid. Gemobbt... sicher selbst eine große Ruine in ihrem Inneren, und.. sie meinte es ja gut. Also atmete ich meinen Restzorn tief aus und schrieb weiter:

"Schau, ich will Dich nicht angreifen. Und alleine, dass Dich Dein Leben hier her geführt hat, ist schlimm genug. Ich will da nicht auch noch meinen Beitrag leisten. Es war gut gemeint, aber ich sage es Dir ganz offen: Es erzürnt mich, wenn jeder Dahergelaufene meint, ich sei ein offenes Buch für ihn. Alles Gute. Ich wünsche Dir wieder von hier hinaus zu finden. Stefan"

Während ich das Forumfenster in meine Taskleiste legte, stöberte ich nach Abschlussarbeiten von Psychologen, die sich mit meiner inneren Dunkelheit befasst hatten.

"Sie haben Post von Margot".

Nun wurde ich aber sauer. Aggressiv klickte ich auf ihre Mail.

"Hi! Das wird Dich nun noch mehr erzürnen: Aber ich habe gewusst, dass ich meine Mail so verfassen musste, damit Du mir zurück schreibst. Nun bin ich mir felsenfest sicher: Dir kann ich helfen. Ich kann Dich finden lassen, wonach Du suchst. Liebe Grüße Margot"

Ja ist denn die..?

Irritiert, zwischen Zorn und Neugierde schwankend, klickte ich auf "Antworten":

"Na dann hilf mir, bitte. Sag an, lass mir Deine heilende Worte, Deine Wunderbotschaft zuteil werden! Stefan."

Ich hatte den Anschluss verloren an die Abschlussarbeit eines bemerkenswerten Psychologen, den ich durch mein Stöbern im Netz ermittelt hatte. Neugierig fixierte ich meinen Bildschirm.

"Sie haben Post von Margot".

Hektisch klickte ich auf ihr Mail.

"Das kann ich hier nicht. Dazu müssen wir uns persönlich treffen: Kommenden Samstag, siebzehn Uhr! Klick auf den folgenden Link, da hast Du die Wegbeschreibung. Ich freue mich, Dich in Dein Leben zu führen!"

"Die meint das doch nicht allen Ernstes", schoss es mir durch den Kopf, während ich auf "Antworten" klickte und meine Finger wild auf die Tasten meiner Tastatur einhämmerten.

"Du meinst doch nicht allen Ernstes, dass ich mich von Dir verarschen lasse? Stefan."

Der Cursor blinkte. Mein Posteingang blieb leer.

Ich konnte es nicht fassen, dass ich bis über Mitternacht einfach da saß und den Posteingang fixierte, der leer blieb.

Während der nächsten beiden Tage wollte mir bei meiner Arbeit nichts gelingen. Seit meine Welt ihre Farbe verloren hatte, kostete es mich auch so schon ungemein Konzentration, meine Aufgaben so zu erfüllen, dass ich nicht auffiel. Aber nun, seit der Mail von Margot, war ich gefesselt in einer Endlosschleife an Gedanken.

Ich war ein stolzer Mensch. Hatte nicht vor, mich so billig rumkommandieren zu lassen. Ich war der Herr über meine Zeit. Und mit was ich mich beschäftigte und auseinander setzte, das bestimmte ich! Niemand anderer! Trotzdem. Mit dieser blöden, nichts sagenden Mail, die mich zu einer schlimmen Enttäuschung führen würde, hatte es Margot geschafft, meine Gedanken zu kontrollieren. Ich ärgerte mich darüber.

Vermutlich ist sie Energetikerin, lockt auf diese Weise ihre Kunden an. Eine Kerze, ein irrer, weltentrückter Blick und die Zusicherung, dass nun Erleuchtung in mich einfließt. So dass mir ab Montag das Leben wieder sowas von Spaß machen würde.. grrrr..

Am Samstag versuchte ich mich abzulenken. Legte mir einen Terminplan zurecht, der mich über die von Margot vorgegebene Zeit in Anspruch nehmen würde. Ich konnte nichts! Mir gelang null! Mein Geist blieb fest verankert bei Margot.

"Also gut! Aber ich werde es bereuen!", fluchte ich innerlich, als ich mich duschte, umzog und zu diesem Termin aufbrach. "Sie wird aber Einiges zu hören bekommen, wenn sie meint, über mich verfügen zu können und mich mit solchen Blödheiten abspeisen will. Sie wird sich wundern, wer hinter dem steckt, den sie meint, kontrollieren zu können!"

Das Haus im Wald

Mit diesen Gedanken folgte ich meinem Navi. Es war mir nicht möglich, den Zielort einzugeben, aber zumindest den Ort, der davor lag, erfasste mein Gerät. Hier war ich mein Lebtag lang noch nicht gewesen. An sich nicht allzu weit, aber mir ebenso fremd, wie die Umgebung um Fairbanks in Alaska, wo ich auch noch nie war.

Wald. Sie foppte mich. Hier war nur Wald!

Ich nahm die Karte zur Hand, zu der der Link führte, den sie mir mit gesandt hatte. Tatsächlich, hier führte mitten in der Wildnis eine kleine Forststraße zwischen dem dichten Bewuchs hindurch. "Nur für Anrainer". Also musste es dort tatsächlich jemand geben, der da wohnte.

Nach knapp zehn Minuten auf einer teils ausgeschlagenen und ausgewaschenen Sandstraße, wollte ich aufgeben. Auf der Suche nach einer Möglichkeit zum Wenden stand ich unverhofft vor einem alten Forsthaus. Ein Blockhaus, zwar augenscheinlich sehr alt, aber bestens erhalten. Licht schimmerte aus einem der Fenster. War es da drinnen so finster? Es wirkte wie Kerzenlicht. Es war zwar schon später Nachmittag, aber es war Sommer und siebzehn Uhr! Wohl noch lange nicht Dämmerung!

Niemand, der mir entgegen kam. Nun war ich mir sicher, einem dummen Streich aufgesessen zu sein. Ich würde sie sowas von..

Da knarrte die seitlich gelegene Eingangstür.

"Das konnte sie ja wohl nicht sein", lachte ich innerlich. Ich suchte nach einem Häufchen Frau Unsicherheit. Die Frau, die mir nun aber entgegen kam hatte mit der gemobbten Aus-dem-Leben-Geworfenen nichts zu tun. Sie war elegant, trug langes, dunkles Haar, war schlank und bewegte sich anmutig. Was aber wirklich ausschloss, Margot zu sein, war ihre Ausstrahlung: selbstbewusst, mit aufrechter, fast ‚herrischer’ Haltung glitt sie auf mich zu, während sie mir mit ihren großen Augen tief und ernst in meine blickte.

Das war nicht Margot! Das war die Gebieterin über diese Liegenschaft, die es satt hatte, dass sich ständig jemand hierher verirrte oder von einer gewissen Margot auf ihr Anwesen in den April geschickt wurde. Möglicherweise war Margot eine Kontrahentin und wollte auf diese Weise dieser Frau eins auswischen.

Der Auftritt dieser Frau ließ mich förmlich werden.

"Ich möchte mich vielmals dafür entschuldigen, dass ich ihr Grundstück..."

"Du kommst zu spät!", rügte sie mich, ohne ihre Ruhe zu verlieren oder ihren Blick abzuwenden.

"Margot?"

Wie redete sie mit mir? War sie es? Zwischen Entrüstung und Verunsicherung schwankend, wartete ich auf eine Antwort, um mich entsprechend einstellen und mich positionieren zu können.

Sie kam aber nicht, diese Antwort.

"Bin ich hier richtig? Bist du Margot?", fragte ich nun, mit einem mühsam hervor gezaubertem Lachen, das nicht richtig funktionieren wollte und auch nur für die Liegenschaftseigentümerin gedacht war, welche nicht Margot war und deren Grundstück ich irrtümlich betreten hatte, um mich nett zu entschuldigen.

Die Ruhe und Selbstsicherheit der Frau brachte mich durcheinander. "Was soll das?", ärgerte ich mich innerlich "ich bin doch kein Rotzbub! Dann hab ich mich halt verfahren, was soll’s!" Eben wollte ich eine Floskel der Entschuldigung vorbringen und dieses bizzare Treffen beenden...

"Wie lange hast du es schon?"

Ich drehte mich irritiert um. Da war nichts, außer mein Wagen.

"Ihn?" erkundigte ich mich zu dieser absurden Frage "seit 3 Jahren."