Soulless Millionaire - Freya Miles - E-Book

Soulless Millionaire E-Book

Freya Miles

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Beschreibung

Triff New Yorks ungekrönten König der Underground-Nachtclubs! Das Buch ist in sich geschlossen! (Achtung! Das Buch ist Ende 2017 bereits mit anderem Buchcover und unter dem Pseudonym Jane Arthur erschienen.) »Es gibt keine Gesetze außer meine Gesetze. Es gibt keine Regeln außer meine Regeln. Es gibt kein zweites Treffen, keine Gefühle, keine Romantik. Das Leben ist zu kurz für Monogamie und ich werde mir niemals etwas vorschreiben lassen!« Matt Taylor, New Yorks ungekrönter König der Underground-Nachtclubs, ist dafür bekannt, sein Leben in vollen Zügen zu genießen. Der zwielichtige Bad Boy besitzt alles, egal ob eine Yacht, ein atemberaubendes Anwesen oder schnelle Autos. Dass er ständig mit einem Bein im Knast steht, lässt Matt genauso kalt wie die Frauen, die sich ihm regelrecht anbieten. Er sucht sie sich aus – so wie alles in seinem Leben. Bis ihm eines Tages ein Anwalt offenbart, dass Tina Brooks, eine vermeintliche Affäre, verstorben ist und ihm die kleine Sammy hinterlässt – seine leibliche Tochter, wie der Vaterschaftstest bestätigt. Unfähig, mit der neuen Lebenssituation umzugehen, arrangiert Matt die Nanny Anna Stone, die sich fortan rund um die Uhr um die Zweijährige kümmern soll. Anna versucht alles, um Matt seine Tochter näherzubringen, doch wie soll sie diesen speziellen Bad Boy davon überzeugen, dass die Kleine ihn so dringend braucht? Und wie soll sie ihre eigenen Gefühle für einen Mann zurückhalten, der nichts weiter zu sein scheint als ein bedrohliches Arschloch mit einem wunderschönen Gesicht?

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SOULLESS MILLIONAIRE

FREYA MILES

NADINE KAPP

Copyright © 2023 - 2. Auflage

Freya Miles & Nadine Kapp

Dave Jindal, Am Weidenbach 29, 50676 Köln

Cover: Shutterstock (Zakharchuk)

Lektorat: Martina König

Korrektorat: Nicole Bauer

Umschlaggestaltung: Nadine Kapp (NK Design)

Kontakt: [email protected]

Alle Rechte vorbehalten.

Eine Vervielfältigung oder eine andere Verwertung ist nachdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung der Autoren gestattet. Sämtliche Handlungen und Personen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Orte, Markennamen und Lieder werden in einem fiktiven Zusammenhang verwendet. Örtliche Begebenheiten wurden teilweise dem Storyverlauf angepasst.

Alle Markennamen und Warenzeichen, die in dieser Geschichte verwendet werden, sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.

INHALT

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Kapitel 25

Kapitel 26

Kapitel 27

Kapitel 28

Kapitel 29

Kapitel 30

Kapitel 31

Epilog

PROLOG

Es gibt Momente, da glaubst du, dass dein Leben für immer so bleiben wird. Dass du immer diese Partys feiern wirst, dass dir die Frauen immer zu Füßen liegen werden und dass du für immer jung bleibst.

Und dann gibt es Momente, in denen du von der Realität eingeholt wirst. In denen ein einziger Anruf alles verändert, was du je als Zukunft angesehen hast.

Mein Name ist Matt Taylor. Sie behaupten, ich sei seelenlos, und wahrscheinlich haben sie recht. Ich nehme mir, was ich haben will, und interessiere mich nicht für irgendwelche Konsequenzen. Es ist mein Leben und mit diesem Leben mache ich, was ich will. Ich bin der ungekrönte König der Underground-Nightclubs. Sie gehören mir alle.

Es gibt dort keine Regeln, außer die, die ich selbst aufgestellt habe. Die Clubs sind ein Ort, wo sich Menschen von ihrer dunklen Seite zeigen dürfen, ohne Zwänge, ohne Tabus. Wer Drogen nehmen will, der nimmt sie, wer seine Frau betrügen will, betrügt sie. Das alles interessiert mich nicht. Hauptsache, die Leute haben Spaß miteinander und lassen mir ihr Geld da, damit ich mein Vermögen weiter ausbauen kann.

Zu meinem 32. Geburtstag habe ich meinen Pool hinter der Villa mit Geldscheinen befüllen lassen und mich darin gebadet, denn scheiße, ja, ich bin so reich, dass ich im Geld schwimmen kann. Und wenn ich Bock darauf habe, warum sollte ich es dann nicht auch tun?

Ich fühlte mich so unendlich frei, so verdammt unbesiegbar, bis zu diesem einen Anruf, der mein gesamtes Leben auf den Kopf stellte. Plötzlich gab es nicht nur mich auf dieser Welt, sondern auch noch sie: Sammy Ava Brooks, ein kleines Lebewesen mit meiner DNA in ihrem Körper. Zumindest sagte das der Vaterschaftstest, den ich umgehend hatte durchführen lassen.

Als eine mir unbekannte Frau dieses kleine Lebewesen an mich aushändigte, wusste ich, dass mein Leben vorbei und ich am Arsch war, doch ich wäre nicht Matt Taylor, wenn ich nicht auch dafür eine Lösung gefunden hätte.

Die Lösung heißt Anna, Sammys Nanny, die sich rund um die Uhr um alles kümmert, was eine Zweijährige braucht, was auch immer das ist.

Mein schickes Loft sieht nun aus wie ein Kinderspielplatz und ich hasse es. Ich hasse das Geheule, wenn ich mich von einer Party erholen muss, ich hasse einfach alles daran, nun eine Zweijährige in meiner Nähe zu haben. Ich bin verdammt noch mal Matt Taylor, ein Kind hat in meinem Leben keinen Platz. Ich bin wirklich am Arsch – wollen wir wetten?

KAPITEL1

MATT

Hallo, Mister Taylor.«

Steve, der Securitychef meines Nachtclubs in der 7th Avenue im Herzen von New York, nickte mir freundlich zu, als ich die Empore des Clubs betrat, der wie immer mit feierwütigem Klientel zum Bersten gefüllt war.

»Vor der Tür warten noch etwa zweihundert Leute. Seht zu, dass ihr das geregelt bekommt«, rief ich ihm zu, was er mit einem kurzen Nicken quittierte. Er war kein Mann der vielen Worte und das schätzte ich so an ihm. Ich brauchte Leute um mich herum, denen ich vertrauen konnte, obwohl ich eigentlich niemandem wirklich vertraute.

Der Club platzte schon jetzt aus allen Nähten, aber jeder zahlende Gast war bares Geld, und zwar mein Geld.

Von der Empore betrachtete ich das lebendige Treiben auf der Tanzfläche für ein paar Minuten, auch wenn es mich nicht wirklich interessierte. Dieser Nachtclub war nicht mehr und nicht weniger als meine perfekte Tarnung für das, was im Underground passierte. Ja, es war ein lukratives Geschäft, doch ich musste mich an unzählige Auflagen, Regeln und Gesetze halten, was mir extrem widerstrebte. Für mich gab es nur meine eigenen Regeln und ich sah es schon lange als meine Berufung an, diese Lebensweise auch anderen Menschen bieten zu können.

Langsam schritt ich die Treppe hinab und verschwand durch einen privaten Gang zu einer weitaus dezenteren Eingangstür, die allerdings bewacht war wie kein zweiter Eingang hier im Club.

»Mister Taylor«, wurde ich höflich begrüßt, bevor mir die Tür geöffnet wurde und ich mich in einem zweiten Club wiederfand, direkt unter dem eigentlichen Etablissement, das weit über die Stadtgrenzen New Yorks bekannt war. Von diesem Club hier wusste kaum jemand, außer den exklusiven Mitgliedern, die sich dank harter Klauseln in einem Vertrag zu absolutem Stillschweigen verpflichteten. Es war ein ausgeklügeltes System, über das ich niemals sprechen würde, denn es war mein höchsteigenes Patentrezept für sehr viel Erfolg und noch viel mehr Geld.

Die Mitgliederzahlen stiegen ständig und so war es nicht mehr nötig, den risikoreichen Weg zu gehen, um neue Mitglieder zu gewinnen.

Auch hier war es berstend voll, was mich weitaus zufriedener stimmte als die Mainstream-Meute, die sich gerade über uns amüsierte.

Ich blickte auf Pärchen, die tanzten, Menschen, die Sex auf den Tischen hatten, und wieder andere, die wahrscheinlich den ersten Trip ihres Lebens in dieser sicheren Umgebung genossen. Die Schicht hier unten war bunt gemischt. Von der Hausfrau bis zum Investmentbanker fand sich in diesem Underground-Club alles wieder, was genug Geld hatte, um sich einen solch exklusiven Ort leisten zu können.

Hier interessierte niemanden, was der andere arbeitete, auch Namen gehörten zu den Tabus. Spaß, Hemmungslosigkeit, pures Verlangen, das war alles, was hier zählte.

Ich ließ meinen Blick durch den Raum schweifen und entdeckte schnell eine Dame, die mit einem Kerl in meinem Alter sprach. Sie war neu hier, keine Frage, und ich würde es mir zu meiner Aufgabe machen, ihr am heutigen Abend zu zeigen, was es hieß, wirklich frei und zügellos zu sein.

»Lady«, sagte ich und wartete, bis sie sich umdrehte. Wenn mir mein Name nicht vorauseilte, konnte ich mich immer noch auf mein Aussehen verlassen, das die meisten Frauen um den Finger wickelte. Ich war mit guten Genen ausgestattet worden, auch wenn sich meine Eltern wahrscheinlich sofort im Grabe umdrehen würden, wenn sie wüssten, was ich hier Nacht für Nacht trieb.

In ihren Augen konnte ich Überraschung aufblitzen sehen, bevor sie sich genüsslich über ihre Lippen leckte. Eine kleine, versteckte Geste, die mir nicht entgangen war. Ich liebte es, Menschen genau zu studieren und ihre Körpersprache sagte mir bereits alles. Ich würde meine Männlichkeit heute Abend noch in ihr versenken – Jackpot, denn die Kleine gefiel mir.

Ihre Lippen waren voll – wahrscheinlich war der Beautydoc daran nicht ganz unschuldig –, aber noch praller als ihre Lippen waren ihre voluminösen Brüste, wahrscheinlich Doppel-D. Ihre Taille war schmal, doch was mich am meisten faszinierte, waren ihre blauen Augen, die mich unter den dichten künstlichen schwarzen Wimpern so unschuldig anfunkelten, dass ich es ihr fast sogar geglaubt hätte. Und doch wusste ich es besser. Niemand war grundlos hier und niemand in diesem Raum war unschuldig. In die Underground-Clubs ging man nicht aus Zufall. Alle hier wussten, worauf sie sich eingelassen hatten, auch Miss Unschuld.

»Folge mir«, sagte ich und wandte mich zum Gehen. Ich musste nicht zurückblicken, um zu wissen, dass sie hinter mir herging. Mich hatte noch niemals eine Frau stehen gelassen. Und so wartete ich am Eingang meines privaten Spielzimmers auf sie und schloss die Tür, als sie eingetreten war.

»Diesen Bereich habe ich noch nie gesehen«, sagte sie und fuhr mit der Hand über die Lederpeitschen an der Wand, als wäre sie in einer Boutique und würde sich schöne neue Kleider ansehen.

»Dann habe ich dich bis jetzt wohl noch nicht ausgewählt, mein Gast zu sein.«

»Dein Gast?« Sie hob die Augenbrauen und gab sich wieder schüchtern und unnahbar. Es törnte mich an, das konnte ich nicht bestreiten.

»Zieh dich aus. Ich will dich nackt sehen«, machte ich ihr unmissverständlich klar.

»Du verlierst wohl keine Zeit, was?«

»Das war keine Bitte. Das hier ist mein Reich und hier hast du zu tun, was ich dir sage. Verstehen wir uns?«

»Natürlich«, erwiderte sie.

So viel zu ihrer unschuldigen Ahnungslosigkeit. Sie wusste ganz genau, wen sie vor sich hatte. Durchtriebenes kleines Luder.

»In diesem Raum gibt es keine Gesetze, außer die, die ich selbst aufstelle. Es gibt keine Regeln außer meine Regeln. Wir werden uns nach diesem Treffen niemals wiedersehen. Du wirst einen anderen Club besuchen, der dir zugewiesen wird. Wir werden das hier nicht wiederholen, es gibt hier keine Gefühle. Du wirst dich nicht in mich verlieben und mich niemals privat aufsuchen!«, stellte ich klar, auch wenn diese Dame das und alles Weitere bereits unterschrieben hatte. Sollte sie auch nur gegen eine einzige meiner Regeln verstoßen, würde sie ihres Lebens nicht mehr froh werden. Dafür hatte ich bereits im Vorfeld ausreichend Sorge getragen.

»Ich bin bereit«, erwiderte sie und nun war ich es, der sich über die Lippen leckte. Ich schaltete Musik ein und nahm auf einem schwarzen Sessel Platz.

»Dann zieh dich aus und überzeug mich, dass du es wert bist, dich zu vögeln.«

Ich lehnte mich zurück und griff nach meinem Drink, der wie immer auf einem kleinen Beistelltischchen neben dem Sessel bereitstand. Die Damen von der Bar hatten genaue Instruktionen, denen sie stets Folge leisteten. Ganz so, wie ich es wollte.

Die Lady ließ sich nicht zweimal bitten und begann, mit ihren Hüften zu kreisen, während sie sich von ihrem äußerst spärlichen Dress befreite. Auch wenn ihre Choreografie und ihre Bewegungen mich nicht gerade vom Hocker rissen, würde ich sie trotzdem ficken. Zu gern wollte ich meinen Kopf in diesen üppigen Bergen versenken.

Ihre verkrampfte Art, sich zu bewegen, ließ mich noch weitaus mehr erahnen, als es ihr vielleicht bewusst war. Ich ließ jede Frau zu Anfang für mich strippen, damit ich besser einschätzen konnte, wie ich sie anschließend nehmen würde.

Sie würde auf jeden Fall festgebunden werden, denn ihre Körperbewegungen waren nichts, was ich heute Abend noch ein weiteres Mal verkraften könnte.

»Leg dich auf den Tisch«, befahl ich ihr, als sie endlich nackt war, und drehte die Musik noch etwas lauter. Der Bass törnte mich an und ich befreite mich von meinen Klamotten, bevor ich mich wieder zu ihr umdrehte.

Wie ich es ihr befohlen hatte, lag sie nun bereit und wartete darauf, was ich mit ihr anstellen würde.

Ich war nicht der Typ für Zärtlichkeiten, doch ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass sie ebensolche von mir erwartete. Schließlich band ich sie gerade splitterfasernackt an einen Tisch.

Wahrscheinlich würde ich nie verstehen, wie eine Frau sich einem Mann so dermaßen hingeben konnte. Ich war wildfremd für sie und doch ließ sie sich von mir fesseln, wehrlos und willenlos machen.

»Matt!«

»Halt die Klappe! Oder habe ich dir erlaubt, zu sprechen?«

»Nein, entschuldige«, stammelte sie und ich nahm einen Knebel aus dem Schrank.

»Wenn du es nicht schaffst, ruhig zu sein, werde ich dich entsprechend ruhigstellen – ist das klar?«

Sie nickte zu meiner Zufriedenheit nur noch und gab sich mir hin. Ganz so, wie ich es gewohnt war und wie ich es von jeder Frau verlangte. Schließlich war ich nicht irgendjemand, sondern Matt Taylor, der Prince.

»Wiederhole das Safeword!«

»Black!«, erwiderte sie und ich nickte.

Das Safeword war in jedem Vertrag eindeutig niedergeschrieben und ihr wie jeder anderen Frau, die sich auf das Spiel mit mir einließ, wohlbekannt.

Ich blickte auf ihren nackten festgeschnallten Körper, umfasste ihre Brüste mit meinen Händen. Sie fühlten sich gut an, verdammt gut sogar. Mit meiner Zunge umkreiste ich ihre Brustwarzen und saugte daran, bevor ich über ihren Bauchnabel bis in ihren Schritt fuhr.

Die Dame winselte leise und ich lächelte. Ich würde sie um den Verstand bringen und irgendwann zwischendrin würde sie sich wünschen, mich niemals kennengelernt zu haben.

Soweit es ihr durch die Fesseln möglich war, reckte sie mir ihren Unterleib entgegen. Meine Zunge umspielte ihren Kitzler und anhand ihrer Feuchte konnte ich erkennen, wie bereit sie war. Mit meinen Fingern drang ich in sie ein, erforschte sie. Ihr Eingang war eng, ganz so, wie ich es mochte, doch was mich bei ihr wirklich antörnte, war die Tatsache, dass sie schwieg. Sie bettelte und flehte nicht, so wie es die meisten Frauen nach einer Weile taten.

Ich griff zu einer Feder und stimulierte damit bestimmte Partien ihres Körpers, was sie nur noch wilder werden ließ. Sie biss sich auf die Lippen und warf den Kopf stöhnend nach hinten, als ich zwischen ihren Beinen angelangt war. Oh ja, ich würde in den kommenden Stunden viel Spaß mit ihr haben.

Als ich schlussendlich in sie eindrang, stöhnte sie nur noch leise. Zu oft hatte ich ihr den Höhepunkt verwehrt und ihn ihr dann doch geschenkt. Sie bewies Ausdauer, doch ich hatte sie genau beobachtet. Die Lust war Qualen gewichen, weshalb ich beschloss, sie und auch mich zu erlösen, denn mein Schwanz pulsierte mittlerweile drängend zwischen meinen Beinen.

Ich ergoss mich in das übergestreifte Kondom und sank für einige Sekunden kraftlos auf ihr zusammen, bevor ich mich aus ihr zurückzog.

Triumphierend lächelte ich sie an und befreite sie von ihren Fesseln, doch die Dame machte keine Anstalten, sich zu bewegen oder gar aufzustehen.

»Leg deine Arme um meinen Hals«, sagte ich und trug ihren kraftlosen Körper zu dem Bett, das sich ebenfalls in dem Raum befand. Ich deckte sie zu und drehte mich noch einmal zu ihr um, als sie meinen Arm ergriff.

»Ich heiße Betty«, sagte sie, was ich mit einem Schulterzucken beantwortete.

»Sehe ich so aus, als würde mich das interessieren?«, fragte ich zurück und zog mich an. Ich würde sie niemals wiedersehen, ihr aber wahrscheinlich ein Leben lang in Erinnerung bleiben.

»Bleib liegen, so lange du willst. Vor Clubschließung wird man dich informieren«, sagte ich und verschwand aus dem Hinterzimmer. Es war ein gelungenes Spiel gewesen und doch törnte es mich schon lange nicht mehr so an wie am Anfang. Wahrscheinlich würde ich mir bald einen neuen Kick suchen müssen.

Ich betrachtete das zügellose Treiben im Underground-Club noch für einige Minuten, bevor ich nach oben in den eigentlichen Club ging, wo immer noch die Hölle los war.

Ein Blick auf die Uhr signalisierte mir, dass es kurz nach vier war. Ich genehmigte mir einen schnellen Drink an der Bar, bevor ich in meinen Porsche stieg und nach Hause fuhr. Mein stattliches Penthouse befand sich in der bei New Yorkern verschrienen Billionaires Avenue direkt neben dem Central Park. Von meinem Schlafzimmerfenster hatte ich einen herrlichen Blick auf den Park, der einem fast suggerieren konnte, sich auf dem Land zu befinden und nicht in der überfülltesten und hektischsten Großstadt, die ich je kennengelernt hatte. Ich liebte New York. Ich liebte alles hier. Und doch konnte die Stadt zwischenzeitlich nerven.

Da ich eh die meiste Zeit des Tages verschlief, umging ich die Hektik allerdings meistens.

Ich genehmigte mir einen weiteren Drink aus meinem eigenen Bestand und blickte noch eine Weile gedankenverloren aus dem Fenster, bevor ich duschen ging.

Allein mein Badezimmer war so groß wie die Gesamtwohnfläche einer vierköpfigen Familie, doch wieso sollte ich mich einschränken, wenn ich mir das alles hier locker leisten konnte?

In dieser Nacht schlief ich unruhig. Ich fühlte mich unbefriedigt, aufgewühlt und Tausende Gedanken beschäftigten mich, obwohl ich keinen von ihnen am nächsten Tag mehr benennen konnte.

Müde und ausgelaugt schlich ich in den lichtdurchfluteten Hauptraum und ließ mich auf die Couch fallen. Ich hatte keine weiteren Pläne bis zum Abend.

Normalerweise arbeitete ich tagsüber in meinem Büro, um alles, was die Clubs betraf, zu managen. Außer sonntags – und heute war ausgerechnet Sonntag. Ich hasste Langeweile, fühlte mich gleichzeitig aber auch nicht dazu imstande, etwas zu tun.

Nach einer weiteren Stunde der Nichtsnutzigkeit beschloss ich, meinen Körper, an dem sich kein Gramm Fett befand, weiter zu stählen.

Zum Apartment gehörte ein exzellent ausgestatteter Fitnessraum, der es mir ermöglichte, in Ruhe zu trainieren, ohne lästige Blicke oder Menschen, die versuchten, ein Gespräch mit mir zu beginnen.

Heute Abend würde ich wieder in den Club gehen und eine neue Spielgefährtin für den Abend auswählen. Und ich würde mich an der breiten Drogenauswahl des Clubs bedienen, so viel stand für mich bereits jetzt fest. So ausgelaugt und sonderbar wollte ich mich keine Sekunde länger fühlen.

KAPITEL2

ANNA

Ich seufzte, während ich auf der Mauer vor der Uni saß. Meine Beine baumelten in der Luft und ich kaute frustriert auf meinem Bleistift herum. Vor bemerkenswerten sieben Tagen hatte ich mein Sozialpädagogik-Studium mit Bestnoten abgeschlossen und doch wohnte ich immer noch auf dem Campus, da ich bislang noch keine geeignete Wohnung gefunden hatte. Wahrscheinlich lag es auch eher daran, dass ich keinen Job vorzuweisen hatte und mir somit das Geld für die Miete fehlte.

Anders als meine Kommilitonen oder meine beste Freundin Cara hatte ich meinen Job kurz vor Ende des Studiums gekündigt, damit ich mich voll und ganz auf die Prüfungen konzentrieren konnte. Wie eine Wahnsinnige war ich Tag und Nacht in meine Bücher vertieft gewesen und es hatte sich gelohnt. Gleich morgen würde ich mich endlich auf die Suche nach einer neuen Stelle machen oder den Weg wählen, ins Ausland zu gehen, wenn sich mir hier keine Chance bot.

Ich seufzte erneut, als sich ein Schatten vor mir aufbaute. Ich zog den Bleistift aus meinem Mund und hob den Blick.

»Lachen, Anna. Das ist eigentlich ganz einfach.«

Meine beste Freundin setzte eine Grimasse auf und ich hob fragend eine Augenbraue.

»Sollte das jetzt ein Lachen darstellen? Ich bin mir nicht sicher, ob das zählt«, erwiderte ich und sie verdrehte die Augen.

»Mach dich mal locker. Du wirkst wieder so, als würde gleich die Welt untergehen. Hey, wir haben das Studium hinter uns und ich habe eine Überraschung für dich!«

Cara strahlte über das ganze Gesicht und mir schwante Böses. So sah sie entweder aus, wenn sie gerade Sex gehabt hatte, oder …

»Keine Party, Cara! In den letzten Tagen hast du mich ständig überreden können, aber dieses Mal nicht. Ich fühle mich heute nicht so gut.«

Sie winkte ab. »Wir machen uns um 9 Uhr heute Abend auf den Weg. Wir müssen die restliche Zeit, die uns gemeinsam bleibt, noch ausnutzen.« Cara schob ihre Unterlippe vor und setzte ihren typischen ›Ich bin so unglaublich traurig‹-Blick auf, der mich jedes Mal weich werden ließ.

Ach, verflucht! Aber sie hatte recht. Wer wusste schon, wohin es mich trieb und wie oft ich sie danach noch sehen würde? Sie war die einzige Bezugsperson, die ich hatte, und es würde ungewohnt werden, bald ohne sie leben zu müssen.

»Na schön«, erwiderte ich stöhnend. »Aber ich muss vorher noch zu Pater Holston. Ich habe ihm versprochen, dass ich ihm helfe, alles für die morgige Messe vorzubereiten.«

Vielleicht war es seltsam für eine vierundzwanzigjährige Collegeabsolventin, dass ich mich oft in der Kirche aufhielt, doch nachdem ich auf meine Familie nicht zählen konnte, hatte ich Hilfe in der Kirche gesucht und sie in Gott gefunden.

Bisher hatte ich mit keinem Mann geschlafen, doch ich wollte mir Zeit lassen. Es gab genug Arschlöcher dort draußen, deswegen wollte ich mir sicher sein, dass er der Richtige war. Der, mit dem ich mir vielleicht sogar vorstellen konnte, mein restliches Leben zu verbringen.

»Anna, du weißt, ich liebe dich. Aber mach dich mal locker! Dieser ganze Kirchenmist ist doch vollkommen übertrieben. Ich garantiere dir, dass dich aus diesem Grund die ganzen Kerle hier nicht anquatschen. Sie halten dich für eine Heilige, die ihr Höschen nicht vor der Hochzeit herunterlassen wird.«

Ich errötete prompt und räusperte mich. »Was ist falsch daran? Diese ganzen Collegejungs interessieren mich nicht.«

Ich dachte an meine Mutter, die wohl das komplette Gegenteil von mir war. Bei dem Gedanken an sie schüttelte ich mich. Sicher wäre sie froh gewesen, hätte sie damit gewartet, um zu vermeiden, dass mein Vater sie schwängerte. Nicht, dass sie wüsste, wer er war. Sie hatte mich dennoch des Öfteren spüren lassen, dass ich ein Unfall war, den sie am liebsten aus der Welt geschafft hätte.

»Ich bleibe lieber Jungfrau, als für die Männer als eine Hure zu gelten.«

Cara zog ihre Augenbrauen so weit in die Höhe, dass es wirkte, als würden sie beinahe an ihrem Haaransatz sitzen. »Sex macht dich noch lange nicht zur Hure. Ich habe ja nicht gesagt, dass du dich durch die Betten des gesamten Colleges schlafen sollst. Du solltest einfach versuchen, die ganze Sache etwas lockerer anzugehen, und es auf dich zukommen lassen. Vielleicht ist ja wirklich mal ein richtig netter Typ dabei. Doch das wirst du niemals erfahren, wenn du dich gegenüber anderen Männern so verschließt.«

Ganz unrecht hatte sie nicht, doch das gab ich natürlich nicht zu. Cara war sexuell aktiv und so manche Geschichte hatte mir vor Verlegenheit die Röte ins Gesicht getrieben. Wahrscheinlich wusste ich dank ihr mehr über Sex als jeder andere Mensch auf diesem Planeten.

»Versuch es einfach«, fügte sie noch hinzu und ich tat das, was ich an diesem Tag für meine Bestimmung hielt: Ich seufzte.

KAPITEL3

MATT

Als ich am Montagmorgen erwachte, fühlte ich mich noch immer wie gerädert, aber deutlich zufriedener als noch am gestrigen Tag.

Ich hatte mich am Abend reichlich am Giftschrank des Clubs bedient, wie mein Securitymann es immer so nett umschrieb, und mit der Dame meiner Wahl komplett über die Stränge geschlagen. Vermutlich lag sie noch immer in dem Zimmer und konnte sich nicht bewegen.

Sie war anders gewesen als die Letzte.

Schon bei ihrem Striptease war mir das Wasser im Mund zusammengelaufen. Wahrscheinlich war sie Tänzerin, anders hatte ich mir ihre Bewegungen und die damit zusammenhängende Beweglichkeit nicht erklären können.

Ich fickte sie mehrmals in dieser Nacht und war hinterher selbst erschöpft, was ich mit einer weiteren Line Kokain bekämpfte. Ich endete am Abend sogar noch an der Bar, wo es mich eigentlich nie hin verschlug, da ich keine Gespräche mochte, die ich nicht selbst aktiv suchte, und doch amüsierte ich mich.

An den Weg nach Hause fehlte mir jegliche Erinnerung. Ein Blick auf die Uhr erzählte mir, dass es spät gewesen sein musste.

Es war bereits kurz nach fünf am Nachmittag. Den Tag im Büro konnte ich also vergessen, aber nach gestern würde ich es vermutlich verkraften, mich am heutigen Abend nicht um den Verstand zu vögeln, sondern zu arbeiten.

Erst eine Dusche und ein ausgiebiges Frühstück brachten mich wirklich nach vorn. Eine Prise Koks hätte wahrscheinlich Wunder bewirkt, doch ich brach meine eigenen Regeln nie: Wenn ich Drogen konsumierte, war danach erst einmal für mindestens eine Woche Schluss. Das Letzte, was ich wollte, war, zu einem heruntergekommenen Junkie zu mutieren. Ich hatte bereits genug Leute an dieser Scheiße zugrunde gehen sehen.

Ich war gerade dabei, in meinen Porsche einzusteigen, als mein Telefon klingelte. Es war Steve, mein Securitychef.

»Boss, wir haben hier ein Problem im 53«, sagte er und ich verstand sofort. 53 war die Abkürzung für den Underground-Club in der 7th Avenue, den Club, in dem ich meinen Dreh- und Angelpunkt hatte. In die anderen Underground-Clubs ging ich nie. Es war ein ungeschriebenes Gesetz: Wer mich antreffen wollte, der traf mich nur in der 7th Avenue.

»Ich bin auf dem Weg«, antwortete ich und ließ den Motor aufheulen.

Im Club angekommen, ging ich auf direktem Weg nach unten, wo Steve bereits mit Eduardo, einem unserer Hauptdealer, auf mich wartete.

»Wo ist das Problem?«, fragte ich und ging durch den leeren Club auf die beiden zu.

»Eduardo ist mit der Bezahlung nicht einverstanden«, erklärte Steve, was ich mit einem höhnischen Lachen quittierte.

»Ach so, du bist mit der Bezahlung nicht zufrieden?«, fragte ich und legte meine Hand dabei auf Eduardos Schulter, ohne den Blick von seinen Augen abzuwenden.

»Die Preise sind gestiegen – und ich muss mehr berechnen. Auch für meine Schweigepflicht.«

Ich lachte noch einmal höhnisch und klopfte Eduardo auf die Schulter, während ich zu Steve blickte. »Steve, hörst du das? Der liebe Eduardo hat Ansprüche.« Ich schüttelte den Kopf und blickte in die verunsicherten Augen des Dealers.

»Eduardo, sehe ich wirklich so aus, als würde ich mit dir verhandeln?«, fragte ich.

»Ich will mehr Geld! 200.000 in bar. Ich werde sonst …«

»Du wirst sonst was?«, fragte ich und schleuderte ihn mit meiner gesamten Kraft gegen die gegenüberliegende Wand, bevor ich die Waffe aus meinem Hosenbund zog, die ich nur wenige Sekunden später gegen seinen Kopf presste.

»Was hast du gesagt?«, fragte ich drohend und blickte in die ängstlichen Augen des Drogenboten.

---ENDE DER LESEPROBE---