Steinalt und Kerngesund - Marcus Lauk - E-Book

Steinalt und Kerngesund E-Book

Marcus Lauk

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Beschreibung

Wie können wir 100 Jahre erfüllt leben? Um das herauszufinden, machte sich Gesundheitsforscher Marcus Lauk auf die Reise zu den 100-Jährigen dieser Welt. Zurück kam er mit einem Koffer voller Erkenntnisse und praktischer Tipps, die Sie nun in Ihrem Alltag sofort umsetzen können. GANZHEITLICH Der Lebensstil der gesündesten Menschen der Welt KÖSTLICH Lebensverlängernde Rezepte für zu Hause WEGWEISEND Profitieren Sie von den Geheimnissen der 100-Jährigen "Ich will lange gesund leben - und Sie?" Marcus Lauk, Der Gesundheitsphilosoph

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Seitenzahl: 231

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Inhalt

Vorwort

Einfach reich an Leben - Meine Reise zu den 100-Jährigen

Weltmeister des Lebens

Wo die Menschen länger leben - Ikaria, Loma Linda, Sardinien und Okinawa

Ikaria - Auf der Insel der Kräuter die Zeit vergessen

Meine Armbanduhr hat Urlaub

Schlemmersalat und Fastentag

Griechische Gelassenheit

Rostschutz für die Zellen

Wer richtig schläft, hat mehr vom Leben

Flugs zurück aufs Festland

Loma Linda - Herzgesundes Kleinstadt-Leben

Im Mekka des Bodybuildings

Von der Stadt der Engel zu den Adventisten

GeNuss made in California

Vorsicht Fett?

Adventisten leben länger …

Ernährung als Berufung

Die unterschätzte Super-Saat

Der Tempel des Heiligen Geistes

Sardinien - Wo die «Old Superstars» zu Hause sind

Asterix auf Korsika

Ich auf Sardinien

Mauerschau und stolzes Alter

Madig gemacht

In vino veritas

Rundfahrt zum Dessert

Okinawa - Hier wird Bittermelone mit einem Lächeln serviert

Hungrig über den Wolken

Jetlag und kalter Kaffee

Traditionell gut

Die Kunst der leeren Hand

Spätstücken statt Frühstücken

Die zweite Schlacht um Okinawa

Nur Reis und Fisch?

Feinkost Fernost

Mit wenig zufrieden

Fortschritt oder Fortschrott

Die Gesundheits-Karte - Vier Stationen für mehr Lebensqualität

Whid?

Langes Leben à la carte

Gesundheit als Pol-Frage

Nicht viel, sondern das Richtige

Ernährung

Steinalt durch Vielfalt

Öfter Pause vom Essen

Der Elefant «Gewohnheit»

Globalisierung mal anders

Meine Stadt in Grün

Smoothies – Einfach so was von cremig

Fotomodelle auf dem Teller

Verzicht war gestern

Essen Sie mehr Schokolade

KNACKFRISCH & KERNGESUND - Auf kulinarischer Weltreise

Bewegung

Aus eigenem Antrieb

Ordentlich Feuer

Die Zeit ist da

Kraft auf Dauer

Schlaue Schlinge

Psyche

Reizvoller Kometenregen

Blüte im Rosengarten

Nur Fliegen ist schöner

Täglich ein kleines Licht

Zurück ins Gleichgewicht

Umfeld

Luft und Liebe

Ich bau mir meine Welt…

Der Langlebigkeits-Kompass - Finden Sie Ihren persönlichen Weg

Das Glück des Weges

Großartig eingespielt

Nichts bereuen

Mehr Jahre, mehr Leben

Steinalt & Kerngesund – Das LIVE-Event!

Quellenverzeichnis

Impressum

Register

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

R

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T

U

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W

Z

«WIE KÖNNEN WIR DEM LEBEN MEHR JAHRE UND GLEICHZEITIG DEN JAHREN MEHR LEBEN GEBEN?»

Vorwort

MEINE Reise UM DIE WELT UND ZU MIR SELBST

Oft braucht es einen kräftigen Stolperer oder einen handfesten Bruch im Lebenslauf, um sich einem gesünderen Lebensstil zuzuwenden. Genau so war es bei mir. Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann begann ich mein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Nebenher gründete ich zwei Unternehmen, einen Musikverlag und eine Musikproduktionsfirma, und arbeitete dafür Tag und Nacht. Als Jugendlicher war ich sportlich, aber jetzt ging ich durch negativen Stress, fehlende Bewegung und Fast-Food-Exzesse heftig in die Breite. Die beruflichen Erfolge waren die eine, der körperliche Tribut die andere Seite der Medaille. 27 Kilo nahm ich während dieser zwei Jahre zu, meine Gesundheit währenddessen ebenso viel ab. Irgendwann schaute ich in den Spiegel und sagte mir: So kann es nicht weitergehen! Es kam zur Krise und Selbstbesinnung mit 27 Jahren. Die Entscheidung: Alles muss anders werden. Aber wie?

Es folgte der unvermeidliche Diät-Marathon, aber ohne befriedigende Ergebnisse. Schließlich stieg ich weitgehend aus der Musikbranche aus und studierte Ernährungswissenschaften und Gesundheitsmanagement. Heute bin ich längst selbst als Hochschuldozent in Sachen Gesundheit tätig. Ich habe buchstäblich am eigenen Leib erfahren, wie schwierig es ist, umzukehren und einen gesünderen Weg einzuschlagen. Mit anderen Worten: Ich kenne sowohl die Praxis als auch die Theorie der Gesundheits- und Ernährungswunderwelt. Die 27 Kilo bin ich übrigens schon lange wieder los – geblieben sind meine Schlüsse, wie man die eigene Gesundheit ruinieren oder fördern kann. 

Viermal länger leben

Meine Reise zu mir selbst war der Grund, warum ich zu einer Reise um die Welt aufgebrochen bin. Ich war zwei Jahre lang unterwegs, flog nach Okinawa, Sardinien, Ikaria und Loma Linda, um Land und Leute kennenzulernen. Warum? Weil die Menschen dort ein paar Jahre länger gesund bleiben und älter werden als im Rest der entwickelten Welt. Ich wollte wissen, wie die Bewohner dieser «Langlebigkeitszonen» das schaffen und was man von ihnen lernen kann. Was ich erfahren habe, wie die Menschen leben, was sie anders und besser machen – davon möchte ich Ihnen berichten.

Im zweiten Teil dieses Buches geht es um die Frage: Wie können wir mit den Geheimnissen der 100-Jährigen selbst ein langes, erfülltes Leben führen? Dazu habe ich die besten Strategien und Tipps aus allen vier Langlebigkeitszonen zusammengetragen. Wählen Sie in aller Ruhe aus, was in Ihren Alltag passt. Mögen Sie etwas nicht, lassen Sie es einfach links liegen. Es ist Ihr Leben, und das gestalten Sie allein. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Ausprobieren und Genießen. 

 

Auf ein langes und gesundes Leben!

Ihr

www.marcus-lauk.de

Einfach reich an Leben - Meine Reise zu den 100-Jährigen

EINFACH REICH AN LEBEN

Meine Weltreise zu den 100-Jährigen

Weltmeister des Lebens

Weltmeister DES LEBENS 

Gibt es eine biologische Höchstgrenze, ein eingebautes Verfallsdatum, über das unser Körper nicht hinaus kann? Und wenn ja, bei wie vielen Jahren liegt es? Wie reizen wir es maximal aus? Wissenschaftler geben uns auf diese Fragen zum Teil sehr unterschiedliche Antworten. Von 120 oder gar 150 Jahren ist da die Rede. Halten wir uns lieber an die Praxis, und die spricht in diesem Falle Französisch: Jeanne Calment aus Arles in der Camargue stellte den bis heute gültigen Altersrekord auf. Sie wurde 1875 geboren und blieb bis 1997 – insgesamt 122 Jahre und 164 Tage.

1889, als die kleine Jeanne 14 Jahre alt war, arbeitete sie in einem Geschäft, in dem Kunstmalerfarbe verkauft wurde, und bediente unter anderem einen gewissen Vincent van Gogh, der allerdings ungepflegt, schlecht gekleidet und nicht gerade höflich gewesen sein soll. 1965, da war sie immerhin schon stolze 90, verkaufte sie die Wohnung, in der sie lebte, an einen damals 47-jährigen Rechtsanwalt – gegen lebenslängliches Wohnrecht und eine monatliche Leibrente von 2.500 Francs. Der Anwalt glaubte, ein gutes Geschäft zu machen, tatsächlich aber war es das schlechteste seines Lebens. Die rüstige Rentnerin von der Côte d’Azur überlebte den «jungen Mann» und erhielt unterm Strich ein Vielfaches des Wertes ihrer Wohnung.

Der Rekord von Madame Calment ist bisher einzigartig geblieben. Doch die Zahl der 100-Jährigen nimmt weltweit ständig zu. Oft führt man das auf «gute» Gene zurück. Wer alt wird, hat eben Glück gehabt, wer früh stirbt, Pech. Doch die Genetik spielt, wie viele Untersuchungen nahelegen, nur eine untergeordnete Rolle. Hauptverantwortlich für das erreichte Alter sind der Lebensstil, unser Verhalten und unsere Gewohnheiten. Die Gene lassen sich dabei mit einer Klaviatur vergleichen, der Lebensstil beschreibt die Fähigkeiten des Pianisten. Ein meisterlicher Pianist kann auf einer mittelprächtigen Klaviatur wunderschöne Stücke spielen – und einem schlechten Pianisten nützt die beste Klaviatur nichts. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO ist «Lebensstil» die Todesursache Nummer eins. Im Jahr 2020 werden, so die Prognose, 70 Prozent aller Sterbefälle lebensstilbedingt sein. Wir haben es also weitgehend selbst in der Hand, wie weit der Weg geht. Die moderne Wissenschaft hat mittlerweile so viel Detailwissen zu Gesundheitsthemen angehäuft, dass das Ganze nur schwer zu überblicken ist. Es fehlen praxiserprobte, bewährte Gesamtkonzepte, die einfach funktionieren. Weil das so ist, habe ich mich auf die Suche begeben. Nach denen, die diese Gesamtrezepte immer schon hatten, und zwar in der Regel ohne es selbst zu wissen. Ich habe auf meinen Reisen keine Leistungssportler oder Top-Models der Gesundheit getroffen, sondern ganz normale Menschen in ihrem Alltag. Menschen, die auf natürliche Art gesund geblieben sind, ohne dass Genuss, Lebensfreude und Glück zu kurz gekommen wären. Ich habe «Weltmeister des Lebens» gefunden. 

Wo die Menschen länger leben - Ikaria, Loma Linda, Sardinien und Okinawa

WO DIE MENSCHEN länger leben

Ikaria, Okinawa, Sardinien und Loma Linda – drei echte Inseln im Wasser und eine religiöse Insel in den Vereinigten Staaten des Fast Foods. Ich lade Sie ein, gemeinsam mit mir diese Langlebigkeitsinseln zu besuchen!

LOMA LINDA

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist weltweit verbreitet, ihr Zentrum bildet jedoch eine Kleinstadt in Kalifornien: Loma Linda liegt östlich von Los Angeles, in der Nähe von San Bernardino, und zählt 20.000 Einwohner. Hier sind die Menschen mit der höchsten Lebenserwartung der USA zu Hause: Aus religiösen Gründen ernähren sich die Adventisten sehr gesund und fahren damit gut – sie werden deutlich älter als die Mehrheit der US-Amerikaner. 

 

SARDINIEN

Faltig, aber quicklebendig. So präsentieren sich die Uralt-Sarden der Gebirgsdörfer. Sie leben fernab der touristisch erschlossenen Küsten, im Inneren der Insel. Hier gibt es Ziegenhirten, halb verfallene Hütten und herbe Landschaften vor dem Panorama von Kalksteinbergen. Eine weithin unberührte Natur – die besonders langes Leben schenkt.

IKARIA

Eine kleine und nur schwer erreichbare griechische Insel vor der Küste der Türkei. Hier leben gerade einmal rund 8.000 Menschen. Ein Fleckchen Erde im Mittelmeer, auf dem es ungemein gemütlich zugeht. Die Uhren scheinen hier stehen geblieben zu sein. Und manche Einwohner, die man auf 60 oder 70 Jahre schätzen würde, entpuppen sich im Gespräch als steinalte, aber sehr lebensfrohe 100-Jährige.

OKINAWA

Südlich von Japan, auf halbem Wege nach Taiwan liegt sie im Meer: die Inselgruppe Okinawa mit der gleichnamigen Hauptinsel. Es herrscht subtropisches Klima. Überall, besonders in ländlichen Gegenden, sieht man den Stolz der Okinawaner: die nicht immer hübschen, dafür umso praktischeren Nutzgärten, in denen die alteingesessenen Bewohner noch eigenhändig ihre traditionellen «Überlebensmittel» anbauen. Alteingesessen – das ist das richtige Stichwort, denn viele Insulaner wohnen hier schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts. 

 

Ikaria - Auf der Insel der Kräuter die Zeit vergessen

IKARIA

Auf der Insel der Kräuter die Zeit vergessen

Meine Armbanduhr hat Urlaub

MEINE ARMBANDUHR HAT Urlaub

Von Köln aus gibt es keinen Direktflug nach Ikaria, deshalb lege ich in Piräus einen Zwischenhalt ein. Von hier aus fliegen drei bis vier Maschinen pro Woche auf die kleine Insel vor der türkischen Küste, zum Flughafen Ikaria Island National Airport «Icarus» im Nordosten bei dem kleinen Ort Fanario. Das Ganze ist mir aber nicht ganz geheuer, denn immerhin ist die Nördliche Ägäis so etwas wie das Bermuda-Dreieck der Antike, also beschließe ich, die Fähre zu nehmen. Die ist statistisch gesehen zwar auch nicht sicherer, aber was soll's.

Ich ziehe durch die Straßen von Piräus, ohne Plan und Ziel, um ein paar Ecken der Stadt ungefiltert kennenzulernen. Es ist heiß, glücklicherweise nicht zu heiß, und es macht mir großen Spaß, das bunte Treiben im Hafen vor den Toren Athens zu beobachten. Bald bin ich mittendrin und schwer beeindruckt. Piräus ist nämlich der drittgrößte Passagierhafen der Welt und zugleich die Nummer eins in Europa. Ungefähr 20 Millionen Menschen fahren hier jedes Jahr ein und aus. Noch mehr werden nur im Epizentrum des weltweiten Kreuzfahrerbusiness, in Miami und Port Everglades in Florida, gezählt. Von Piräus aus gehen Fähren auf quasi alle griechischen Inseln. Meine schippert über Kythnos, Syros, Tinos und Mykonos nach Ikaria, von dort aus weiter nach Samos, das direkt vor der türkischen Küste liegt, und Patmos. Ich freue mich auf die Überfahrt, schließlich gibt es unterwegs viele griechische Inseln zu sehen. Und dazu hat man reichlich Zeit und Gelegenheit, denn während das Flugzeug nur kurz starten muss und gleich wieder landet, dauert meine Reise mit der Fähre inklusive eines Zwischenstopps geschlagene drei Tage. 

Während es in Piräus drunter und drüber ging, hektisch wie auf einem indischen Basar, laut, großstädtisch und etwas schmuddelig, wird es an Bord sofort viel ruhiger. In Zeitlupe tuckert die Fähre durch die ägäische Badewanne, mitten durch die Kykladen. An Bord ist kaum jemand zu sehen. Viele verbringen die Überfahrt in ihren Kabinen, um der knallenden Sonne zu entgehen. Auf Mykonos übernachte ich ein Mal, die berühmte Urlaubsinsel ist kein Vergleich zu dem Hafenstadtmoloch, alles glänzt und blitzt voller Stolz, schließlich geben sich hier zahllose Touristen aus aller Welt die Klinke in die Hand.

Noch im touristischen Dornröschenschlaf schlummert dagegen Ikaria. Einst hieß die Insel Dolichi, wurde dann aber nach Ikarus benannt, der zusammen mit seinem Vater Dädalus vor König Minos von Kreta geflohen sein soll. Mit selbst gebastelten Flügeln aus Vogelfedern, zusammengehalten nur von Wachs. Aber Ikarus wurde übermütig, kam der Sonne zu nah, das Wachs schmolz, die Federn lösten sich und er stürzte ins nasse Grab. Und zwar der Sage nach genau hier, wo ich gerade meine langsame, aber doch ziemlich sichere Fähre verlasse und festen Inselboden betrete.

«IM TOURISTISCHEN DORNRÖSCHENSCHLAF SCHLUMMERT IKARIA – BENANNT NACH IKARUS, DER MIT SELBSTGEBAUTEN FLÜGELN AUS VOGELFEDERN VOR KÖNIG MINOS GEFLOHEN IST.»

Dass es mit der touristischen Erschließung von Ikaria nicht weit her ist, merke ich schnell am eigenen Leib. Die Fähre legt um 5 Uhr morgens in Agios Kirykos an, und außer mir verlassen noch geschätzte 70 bis 80 Reisende den schwimmenden Blechkoloss. Im kleinen Hafen warten aber nur sieben oder acht Taxis, die zwar aufnehmen, was geht, aber doch bei Weitem nicht ausreichen. Die Passagiere blasen zum Angriff auf die freien Plätze, während ich darauf verzichte zu drängeln, zu schieben und zu drücken. Am Ende bleibt ungefähr die Hälfte der Neuankömmlinge in der Dämmerung auf dem Pier zurück, die angenehmere, freundlichere, zurückhaltendere Hälfte. Jetzt ist guter Rat wirklich teuer, und nach und nach schultern die orientierungslosen Reisenden ihre Siebensachen, gehen in Richtung des noch im Tiefschlaf daliegenden Orts und betreten größtenteils ein kleines Hafencafé, in dem schon – oder noch? – Licht brennt. Der Wirt startet umgehend eine Massenproduktion von «Greek Coffee», den ich eigentlich unter dem Namen «Türkischer Kaffee» kenne. Es handelt sich dabei um «Schlammkaffee» im Kännchen, das heißt, das Kaffeepulver und das heiße Wasser werden bloß zusammengeschüttet, das Pulver sinkt zu Boden, wo sich eine Schlammschicht bildet.

 

Eine zeitraubende Prozedur, Kännchen um Kännchen dauert und dauert, und den einen oder anderen Mitteleuropäer und Metropolenbewohner nervt das augenscheinlich. Ich kapiere schnell, dass die Uhren hier anders ticken, und versuche, gelassen zu bleiben. Nach circa 27 Minuten bekomme auch ich einen ungefilterten Kaffee, gehe sorgsam damit um, um den Bodenschlamm nicht aufzuschrecken, nippe vorsichtig und bin erstaunt, wie gut er schmeckt. Starker, weder saurer noch bitterer Kaffee. Sehr zu empfehlen. Wenn Sie mal hierher kommen, lassen Sie das Taxi stehen und probieren Sie den Kaffee aus der Hafenpinte. Über dem Hafen liegt eine buchstäblich zeitlose Stimmung, die mir sehr gut gefällt. Schnell habe ich vergessen, was ich eigentlich wollte, und erwische mich dabei, wie ich völlig zeit- und selbstvergessen in ein paar leichte Nebelschwaden, die sich gerade auflösen, starre. Ich nehme meine Armbanduhr ab und verstaue sie im Rucksack. Ich denke, ich werde sie erst einmal nicht mehr brauchen.

Einer ganzen Reihe ungeduldiger Mitreisender brennen wichtige Fragen unter den Fingernägeln. Wann kommen wieder Taxis? Was ist mit Bussen? Die Antworten sind vielsagend: Heute Abend oder erst morgen, vielleicht aber auch gleich schon. Ich trinke aus und wandere ins langsam erwachende Dorf. Ich spreche auf Englisch und Deutsch an, wen ich treffe, allerdings ohne Erfolg. Da kaum jemand auf den Straßen unterwegs ist und ich wenig Hoffnung habe, begebe ich mich auf die Suche nach einem Zimmer. In dem ersten Haus, das ich für eine Pension halte, treffe ich auf einen jungen Mann, der sogar ein paar Brocken Englisch kann. Ich schildere ihm meine Situation, und er zaubert seine Schwester Agapi aus dem Hut, die mich gerne fährt. Die wiederum kann sogar ein paar Wörter Deutsch, denn sie war vor Jahren, wie sie mir mit einem Gebräu aus Griechisch, Deutsch und Englisch sowie mit Händen und Füßen verständlich macht, in München auf dem Oktoberfest. «Oa Maß, a Brezn un a Haxn, aba ruckizucki … Oans, zwoa, g‘suffa … Pfirti», präsentiert sie lachend ihre Bayrisch-Kenntnisse. Als die Morgensonne die letzten Reste der Nacht vollkommen verdrängt hat, treffen wir an der Nordküste in Nas, das auch Kato Raches genannt wird, ein. Das Erste, was ich sehe, ist wieder ein Café, in dem ein älterer Mann entspannt die Sonne und ein Kännchen Kaffee genießt – und ich beschließe, es ihm gleichzutun. Zeit ist schließlich noch genug …

Geheimnisse des Alltags

DAS IST TYPISCH FÜR IKARIA:

• den Dingen ihre Zeit lassen und geduldig bleiben

• andere Menschen um Hilfe bitten

• auf Netzwerke aus Verwandten und Bekannten zurückgreifen

Schlemmersalat und Fastentag

Schlemmersalat UND FASTENTAG

Agapi macht, während ich mir die Sonne auf den Bauch scheinen lasse, sogar noch ein Zimmer für mich klar, nicht ganz uneigennützig, es bleibt in der Familie, in der sehr entfernten Verwandtschaft, aber immerhin. Ich nutze den Tag, um anzukommen, was mir auch gelingt. Zu mehr reicht es nicht, der Virus der Langsamkeit, Gemütlichkeit und Zeitlosigkeit hat mich längst gründlich infiziert.

Am nächsten Morgen wache ich spät auf, ziehe verschlafen den Vorhang zum Hof auf und sehe, wie dort emsig Tische aufgebaut und Vorbereitungen, wofür auch immer, getroffen werden. Ich nutze den Tag, um noch mehr anzukommen, was mir sehr gut gelingt. Am späten Nachmittag kehre ich in meine einfache, bescheidene und eben deswegen perfekte Unterkunft zurück. Im Hof hat das Fest bereits begonnen, eingeladen ist – gegen einen Unkostenbeitrag, kein Schnäppchen, aber auch nicht teuer – jeder. Ich lasse mich nicht zweimal bitten, schließlich habe ich es ja nicht weit.

Der eine oder andere Besucher spricht, wie sich herausstellt, den einen oder anderen Brocken einer Sprache, in der auch ich stolpernd zurechtkomme. Ich erkundige mich nach dem Anlass des Festes und bekomme zur Antwort, es handele sich um eine Feier zu Ehren eines Heiligen, dessen Name meinem Gesprächspartner aber einfach nicht einfallen will. Kein Wunder, meint er, solche Feste zu Ehren eines Heiligen, Märtyrers, Propheten, Wunderwirkers et cetera seien hier an der Tagesordnung. Praktisch sei das, so habe man immer was zu feiern. Im Ort oder gerne auch außerhalb in den Bergen. Morgens gebe es erst einen Gottesdienst, dann Musik und Tanz den ganzen Tag über bis in die Nacht, so lange wie der Diesel für den Stromgenerator reiche, den ganz Gemütlichen mache es aber auch nichts aus, in der Dunkelheit weiter sitzen zu bleiben.

Über dem Spieß brät ein gerade erst geschlachtetes Zicklein, die Tische stehen voller riesiger Schüsseln mit Salaten, die mit dem, was man hierzulande «Griechischen Salat» nennt, nur bedingt etwas zu tun haben. Dazwischen stehen zahllose Karaffen und Flaschen mit hiesigem Wein. Es ist angerichtet …

Besonders die Salate haben es mir angetan. Sie sind superfrisch, ultrageschmackvoll und megalecker.

 

In den Schüsseln finden sich Bohnen, Bohnen und noch mal Bohnen, Zucchini, Auberginen, Tomaten, wilder Fenchel und andere wildwachsende Gemüse und Kräuter. Bombastisch ist der «Auberginensalat», der allerdings gar kein Salat, sondern eine Paste ist. Auberginen werden dafür im Ofen mit viel Knoblauch, Olivenöl und Kräutern gegart und dann püriert. Manche der «Wild Greens», die hier überall auf den Feldern wachsen, kann ich nicht einmal identifizieren – sie schmecken jedenfalls fantastisch. Anders als man es sonst häufig aus dem Mittelmeerraum kennt, werden die Gemüsegerichte und Salate nicht in Olivenöl ertränkt, sondern man geht vergleichsweise sparsam damit um – nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Öl hier ungemein würzig ist und deswegen als Geschmacksgeber eingesetzt wird. 

Ein typischer Fall von «mediterraner Küche», die seit Längerem auch bei uns hip und in ist. Nicht nur, weil sie einfach großartig schmeckt, sondern auch wegen der gesundheitsfördernden Wirkungen, die ihr nachgesagt werden. Besonders gerne wird kolportiert, das Kochen mit Olivenöl halte den Herzinfarkt und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen fern.

Die frohe Botschaft von der mediterran-gesunden, olivenölbasierten Ernährungsweise hat dazu geführt, dass hierzulande so mancher glaubt, wenn er nur genug vom gesunden Öl über irgendetwas schütte, wäre er fein raus in Sachen gesunder Lebensführung.

Tatsächlich ist der Herztod am Mittelmeer eindeutig seltener, aber über der Liebe zum Olivenöl werden zahlreiche Faktoren vergessen, die auch zu diesen Statistiken beitragen. Dazu zählen vor allem religiöse Ernährungsvorschriften. Sie spielen im Mittelmeerraum traditionell eine sehr starke Rolle. Und in der griechisch-orthodoxen Kirche finden sie sich besonders streng ausgeprägt. Da gibt es viele Fastentage und zahlreiche Nahrungsmittelverbote. Mittwochs und freitags sind Olivenöl, Fleisch, Fisch, Eier und Käse tabu, außer in den Wochen nach Weihnachten, Ostern und Pfingsten; an den 40 Tagen vor Weihnachten sind Fleisch, Milchprodukte, Eier verboten, Fisch und Olivenöl dürfen verzehrt werden, jedoch nicht mittwochs und freitags; während der 48 Tage vor Ostern ist Fisch nur an zwei Tagen erlaubt, Fleisch, Milchprodukte und Eier gar nicht, Olivenöl nur am Wochenende; an 15 Tagen im August gelten die gleichen Regeln, Fisch ist nur an einem dieser Tage zugelassen. Macht summa summarum 180 bis 200 Fastentage im Jahr, also mehr Fasten- als Masttage, salopp gesagt. 

Ähnliche, nicht immer ganz so strikte Ernährungsvorschriften hat es früher an allen Mittelmeerküsten gegeben. In Spanien, Italien, Nordafrika, nicht nur in den christlichen Einzugsgebieten, sondern auch in der islamischen Mittelmeerwelt. Obwohl religiöse Motive im mediterranen Raum auch heute noch eine vergleichsweise große Rolle bei der Lebensführung spielen, sind solche extremen religiösen Ernährungsgebote bei den jüngeren Generationen weitgehend auf dem Rückzug. Besonders Griechen, Spanier und Süditaliener essen immer mehr wie wir Mitteleuropäer. Die mediterrane Ernährungsweise «verwestlicht» – mit dem Ergebnis, dass der Gesundheitsvorsprung der Bewohner seit Jahren dahinschmilzt und stattdessen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs auf dem Vormarsch sind. 

«EINE EINFACHE, OFT VERGESSENE WEISHEIT: FÜR UNSERE GESUNDHEIT ZÄHLT NICHT NUR DAS, WAS WIR ESSEN, SONDERN GENAUSO AUCH DAS, WAS WIR NICHT ESSEN.»

Was lehrt uns das? Dass wir schnellstmöglich das nächste griechisch-orthodoxe Kloster aufsuchen sollten? Ich möchte bestimmt niemanden davon abhalten, aber darum geht es mir nicht. Sondern um die einfache, aber fast immer vergessene Weisheit, dass zu unserer Ernährung nicht nur das gehört, was wir essen, sondern auch das, was wir nicht zu uns nehmen. An der traditionellen mediterranen Ernährungsweise ist nicht nur gut, was gegessen wird, sondern auch, dass nicht immer gespachtelt wird, bis nichts mehr reingeht. Fasten heißt nicht nur, dass bestimmte Nahrungsmittel tabu sind, sondern auch, dass zeitweise die Kalorienzufuhr sehr niedrig oder null ist. Ein wesentlicher Bestandteil der mittelmeerischen Gesundheitsküche ist die sogenannte Kalorienrestriktion, die Drosselung der Kalorienzufuhr. 

Geheimnisse des Alltags

DARUM IS(S)T MITTELMEER GESUND:

• die Feste feiern, wie sie fallen

• abwechslungsreiche Salate mit frischen regionalen Zutaten genießen

• öfter mal einen Fastentag einlegen

Griechische Gelassenheit 

GRIECHISCHE Gelassenheit

Ikaria ist eine kleine Insel, aber doch nicht klein genug, um sie mal eben so zu Fuß zu erkunden. Also beschließe ich, mir einen Mietwagen zu besorgen, was gar nicht so einfach ist. Schließlich gelingt es mir, ein halbwegs fahrtaugliches Gefährt aufzuspüren. Todesmutig lasse ich mir den Fahrtwind um die Ohren wehen. Auch aus dem Auto heraus wirkt Ikaria sehr gemütlich. Kaum einmal trifft man auf andere Blechkutschen, dafür gibt es Natur satt, wohin das Auge sieht. Auf dem Rückweg meiner Erkundungstour fahre ich über endlos geschwungene kleine Straßen durch hügeliges, weitgehend menschenleeres Terrain. Ich komme um die circa dreihundertsiebenundachtzigste Kurve, als ich plötzlich erstarre und die Bremse bis zum Anschlag trete.

Am Straßenrand steht ein ziemlich alter Mann, sehr schlank, ein kleines Päckchen über der Schulter, mit seinem Daumen weist er sich als Anhalter aus. Ich lasse mich nicht zweimal bitten und winke ihn heran. Da er nur Griechisch spricht, zeigt er mir mit Gesten, wo es langgehen soll. Während der Fahrt saugt George, wie er sich nennt, die Umgebung mit Blicken förmlich auf, als würde er all das zum ersten Mal sehen. Sein Ziel ist auch mein Ziel, nämlich Nas, wo ich ihn vor einer Taverne absetze und mich verabschiede. So schnell komme ich ihm allerdings nicht davon. Er besteht darauf, mich auf ein Getränk einzuladen, Gegenwehr zwecklos.

Giorgios, wie George eigentlich heißt, kommt von hier und hat nie woanders gewohnt. Knapp 90 Jahre kennt er die Landschaft, und trotzdem betrachtete er sie vom Beifahrersitz wie jemand, der noch nie hier war. Im Lokal treffen wir Anna, seine Tochter. Sie spricht Englisch und vermittelt zwischen uns. Giorgios arbeitet in seinem hohen Alter immer noch als Imker in den Bergen. Er sieht deutlich jünger aus, nicht nach 90, sondern sagen wir wie 70, hat einen klaren Blick und ist geistig absolut frisch. Der Arzt rät Giorgios immer, doch mal «etwas ruhiger zu machen», aber er lehnt genauso oft dankend ab. Ich frage ihn, was er gemacht hätte, wenn ich ihn nicht aufgegabelt hätte, und er antwortet lapidar, dann wäre er eben gegangen, wie sonst auch, wie jeden Tag. Und lacht dabei, als sei das eine furchtbar dumme Frage gewesen.

Wir sprechen hier über ein paar sehr hügelige, unwegige Kilometer, die Giorgios jeden Tag ohne alle technischen Hilfsmittel absolviert, um zu seinen Bienen und wieder zurück zu kommen. Er kennt das nicht anders. Schon als Kind brach er täglich in aller Herrgottsfrühe zu Fuß auf, um zur weit entfernten Schule zu gelangen. Seine Mutter drückte ihm als Proviant ein Stück Brot und ein Stück Ziegenkäse in die Hand, und los ging’s. Oder er nahm mit, was die Ikarier von heute ironisch «Ikaria Red Bull» nennen, mit Rotwein und Olivenöl beträufeltes Brot plus Kräuter, das hier auch für Kinder als Start in den Tag durchaus üblich war. Nach der Schule, zum Abendbrot, stand meistens saisonales Gemüse aus dem heimischen Garten mit wenig Öl auf dem Speiseplan. Durch diese armutsbedingte Ernährung hat sich sein Stoffwechsel von klein auf an wenig Essen gewöhnt. Giorgios ist so schlank und fit, weil er sein Leben lang immer ein klein bisschen zu wenig Kalorien zu sich genommen hat. Keine Mangelernährung, kein unfreiwilliges Hungern, keine Auszehrung, sondern knapp darüber. 

Mit anderen Worten: Giorgios ist schon sein Leben lang leicht kaloriengedrosselt, dabei aber sehr gut gefahren. Völlerei, Esslust und Fresssucht sind ihm fremd. Auch er besucht bis heute gerne das eine oder andere Fest, womit seine Frau allerdings nicht ganz einverstanden ist, denn sie fürchtet, dass er zu viel trinkt und sich mit den jungen Dingern verlustiert, die ihm schöne Augen machen. Eine völlig unbegründete Sorge, denn Giorgios schäkert bloß nach dem Motto «Nur gucken, nicht anfassen» und weist alle Avancen, wenn es hart auf hart kommt, ab. Seine Frau betreibt seit ein paar Jahren (Start-up mit 78 Jahren!) ein gutes Restaurant, ihr Gatte könnte sich mit üppigem Essen und reichlich Alkoholika also eine ordentliche Fettleber und einen kugelrunden Bauch zulegen, aber auch diesen Avancen widersteht Giorgios und bleibt bei seinen kleinen Portionen. Ihm fehlt nichts … Er ist einfach nur glücklich und zufrieden.

Nicht überall auf der Welt pflegt man ein so entspanntes Verhältnis zum Essen wie auf Ikaria. Zwei Extreme fallen mir hierzu ein, beides echte Dramen – das eine Komödie, das andere Tragödie.

Die Komödie: Abnehmwillige aus aller Herren Länder der Ersten Welt machen eine Zeit lang Diät und verringern ihre Kalorienzufuhr unter großen Entbehrungen. Nicht selten machen sie die Erfahrung, dass der Zeiger der Waage erneut nach oben schnellt, sobald sie wieder auf «normale» Ernährung umstellen. Der sogenannte Jo-Jo-Effekt: Der Stoffwechsel pegelt sich runter, läuft langsamer, stellt sich auf weniger Nahrung und Kalorien ein – das «Notprogramm» läuft; wird dann die Kaloriendrosselung gelockert oder gar wie vorher gegessen, setzen die Fettpölsterchen umso schneller wieder an. Giorgios dagegen bleibt immer auf seinem Sparprogramm. Bei ihm ist die Kalorienrestriktion dauerhaft – und deswegen funktioniert sie so formidabel. 

Die Tragödie: Wäre «Unterernährung» generell eine gute Sache, dann wären im Umkehrschluss Hungersnöte in Dritte-Welt-Ländern Langlebigkeitsgarantien, in Wahrheit sind sie aber das Gegenteil. Zum einen leiden die Menschen dort an Unterernährung: Es gibt nicht genug zu essen, um den Bedarf an Kalorien zu stillen. Hinzu kommt eine Mangelernährung: Die vorhandenen Lebensmittel enthalten zu wenig Nährstoffe. Diese beiden Faktoren sorgen zusammen für die traurige Tatsache, dass die afrikanische Lebenserwartung in 35 Ländern und bei vielen Millionen Menschen unter 60 Jahren liegt. 

Bei Giorgios kann von Mangelernährung zum Glück keine Rede sein. In dem, was bei ihm auf den Tisch kommt, steckt alles drin, was der Mensch braucht. Seine Nahrung stammt zum größten Teil direkt aus der umliegenden Natur: Da ist der Honig aus seinen Bienenkörben. Dazu Gemüse aus dem großen Garten rund um den Ort. Wilde Kräuter und Pflanzen, die hier überall wie Unkraut aus dem Boden sprießen. Milch, Käse und Fleisch von den allgegenwärtigen Ziegen, die sich wiederum selbst von eben jenem wildwachsenden Grünzeug ernähren und deswegen hochklassige Produkte liefern. Natur pur! 

Geheimnisse des Alltags

SO HÄLT SICH GIORGIOS FIT:

• viel Bewegung an der frischen Luft, bergauf, bergab, ganz ohne Stress

• die bekannte Umgebung immer wieder neu entdecken und achtsam sein