Stepan, der Partisan - Friedrich Wolf - E-Book
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Stepan, der Partisan E-Book

Wolf Friedrich

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Beschreibung

Inmitten des Zweiten Weltkriegs meldet sich der sechzigjährige Stepan, ein entschlossener Veteran und Invalide, erneut zum Dienst. Erzählt wird die packende Geschichte eines Mannes, der trotz körperlicher Gebrechen unermüdlich für seine Heimat kämpft. Von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs bis zu den verschneiten Wäldern, in denen er als Partisan gegen die deutschen Besatzer kämpft, zeigt Stepans unerschütterlicher Wille, was wahre Hingabe bedeutet. Erleben Sie eine Geschichte voller Mut, Entschlossenheit und die unaufhaltsame Kraft eines Mannes, der nie aufgibt.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 19

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Impressum

Friedrich Wolf

Stepan, der Partisan

ISBN 978-3-68912-070-2(E–Book)

Die Erzählung ist von 1942.

Das Titelbild wurde mit der KI erstellt.

© 2024 EDITION digital®

Pekrul & Sohn GbR

Godern

Alte Dorfstraße 2 b

19065 Pinnow

Tel.: 03860 505788

E–Mail: verlag@edition–digital.de

Internet: http://www.edition-digital.de

Stepan, der sechzigjährige Vollinvalide, Landsturmmann und Partisan

Dieser sechzigjährige Graukopf mit den grauen Bartstoppeln und den hellgrauen Augen meldete sich am ersten Kriegstag als Freiwilliger. Das war er seiner Vergangenheit – von der wir später reden werden – und seinem Lande schuldig.

Nun, die Ärztekommission ermittelte bald, dass der sechzigjährige Vollinvalide an einer schweren Ischias, Nervenwurzelentzündung und zudem an Arteriosklerose litt. Man nahm seine Meldung als Freiwilliger achtungsvoll zur Kenntnis; dann schrieben die Ärzte etwas in das Untersuchungsbulletin. Und Stepan erfuhr, dass sein Gesuch abgelehnt sei. Bei seinem Gesundheitszustand und Alter schien er untauglich zum Heeresdienst. Aber zu Hause sitzen? Als Pensionär, in diesen Zeiten? Unmöglich!

Besonders unmöglich für Stepan.

Er geht zu seiner Gewerkschaft. Er kann in diesen Tagen nicht wie ein kranker Mann herumsitzen. Er ist nicht krank, wenn es gilt, das Leben seines Volkes zu verteidigen, wenn es gilt, die Ideen zu verteidigen, für die er von Jugend an gearbeitet und gekämpft hat. Hitler greift nach dem Nerv und dem Herzen seines Landes. Da ist Stepan nicht mehr krank. Stepan will helfen, er muss arbeiten, er ist nicht krank, er ist nicht alt, man muss ihm Arbeit geben! Er rennt in Moskau von einer Verwaltungsstelle zur anderen. Er lässt nicht locker. Schließlich hat man eine Arbeit für ihn gefunden. Stepan wird Leiter aller Gaststätten des größten Moskauer Kulturparks. Das ist eine recht verantwortliche, große Aufgabe, zumal im Kriegssommer 1941, da der Park jeden Abend überfüllt ist von Arbeitern und Arbeiterinnen der Moskauer Kriegsbetriebe, da fast alle Massenmeetings dort stattfinden.

Stepan allerdings scheint dieser Posten eines Leiters sämtlicher Kulturpark-Restaurants nicht sonderlich zu behagen. Als Anfang Juli die ersten Moskauer und Leningrader Landsturmregimenter aufgestellt, die Opoltschenzy einberufen werden, da meldet der alte Stepan sich sofort als Freiwilliger. Diesmal klappt es. Seine Gruppe wählt ihn zum Starschina, dem Obmann, auf Grund seiner früheren langjährigen Erfahrung als Organisator und Kämpfer.

Darüber wäre jetzt ein Wort zu sagen.