Stiller Engel - Nina George - E-Book
Beschreibung

Er führt ein Leben im Schatten - bis sie ihn sieht. Es war an Heiligabend, als er unbemerkt in Emmas Leben trat: Raguel, der Engel, der der sensiblen Schauspielerin von da an wie ein Schatten folgt, unsichtbar und voller Hingabe. Doch dann, eines Abends, beginnt Emma ihn zu sehen. Eine romantische Geschichte über zwei Leben, die nur gemeinsam funktionieren. »Stiller Engel« erscheint zusammen mit »Die Weihnachtsverweigerin« von Gabriella Engelmann, »Eingewickelt« von Kirsten Rick und »Gut geplant ist halb verloren« von Steffi von Wolff in der Anthologie »Morgen, Freundchen, wird´s was geben« bei feelings – emotional eBooks, München. »Stiller Engel« ist ein eBook von feelings –emotional eBooks*. Mehr von uns ausgewählte romantische, prickelnde, herzbeglückende eBooks findest Du auf unserer Facebook-Seite: www.facebook.de/feelings.ebooks Genieße jede Woche eine neue Liebesgeschichte - wir freuen uns auf Dich!

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MOBI

Seitenzahl:17


Nina George

Stiller Engel

Eine romantische Weihnachtsgeschichte

Knaur e-books

Über dieses Buch

Er führt ein Leben im Schatten - bis sie ihn sieht.

Es war an Heiligabend, als er unbemerkt in Emmas Leben trat: Raguel, der Engel, der der sensiblen Schauspielerin von da an wie ein Schatten folgt, unsichtbar und voller Hingabe. Doch dann, eines Abends, beginnt Emma ihn zu sehen.

Eine romantische Geschichte über zwei Leben, die nur gemeinsam funktionieren.

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*∗ Stiller Engel ∗*

von Nina George

Bei den Frauen gibt es zwei Möglichkeiten«, sagte Otto, während er Emma nachsah. »Entweder sie sind Engel. Oder sie leben noch.«

Emma war jung, frisch von der Schauspielschule und im Theater Augsburg untergekommen. Otto war alt und auch auf der Schauspielschule gewesen, allerdings in München und als Hausmeister. Jetzt unterhielt der redundante Rentner zu einer der Thekenladys der Kantine im Stadttheater Augsburg ein Verhältnis, eins von der Art, das nur dann beginnt, wenn eine Frau einfach zu genervt vom dauernden Werben ist, ihn schließlich gewähren lässt und dann für immer an der Backe hat.

Otto zuckte zusammen, als er ein verächtliches Schnauben hörte. Er sah niemanden. Dabei war er beobachtet worden. Von Raguel. Obwohl dessen Interesse eigentlich nicht ihm gegolten hatte.

 

Raguel folgte Emma aus der Kantine, die Treppen hoch, durch den schmalen Gang in die Katakomben der unteren Bühne. Er hatte sich angewöhnt, keinen Schatten an die Wand zu werfen, denn er war selbst ein Schatten. Auch wenn er den Namen eines Engels trug.

Raguel, der siebente erschaffene Engel Gottes, der Racheengel. Raguel trug seinen Namen – das Einzige, was ihm gehörte – allerdings mit anderem Ansinnen: Er rächte nie. Er schaffte einen Ausgleich. Das war etwas anderes.