Straße des Todes - Robert Crais - E-Book

Straße des Todes E-Book

Robert Crais

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Beschreibung

Ihre Spur ist ausgelöscht

Jack Berman macht mit seiner Freundin Krista einen Ausflug in die kalifornische Wüste. Plötzlich zerreißen Motoren die Stille, Scheinwerfer schneiden durch die Nacht. Die beiden beobachten, wie eine Gruppe Mexikaner von mehreren Männern brutal zusammengetrieben wird. Dann fallen Schüsse. Sechs Tage später wird der Ermittler Elvis Cole mit der Suche nach dem jungen Pärchen beauftragt. Für ihn und seinen Partner Joe Pike beginnt ein Albtraum ...

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Seitenzahl: 444

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Inhaltsverzeichnis

WidmungProlog:TEIL 1
ELVIS COLE: Sechs Tage nach ihrer Entführung
1.2.
JOE PIKE: Elf Tage nach ihrer Entführung
3.4.5.
JACK UND KRISTA: Entführt
6.
ELVIS COLE: Sechs Tage nach ihrer Entführung
7.8.9.10.
JOE PIKE: Sechs Tage nach ihrer Entführung
11.
ELVIS COLE: Vier Tage vor seiner Entführung
12.13.
JACK UND KRISTA: Neun Stunden nach ihrer Entführung
14.15.
ELVIS COLE: Vier Tage vor seiner Entführung
16.17.
JACK UND KRISTA: Vier Tage nach ihrer Entführung
18.19.
JON STONE: Drei Tage vor Coles Entführung
20.
TEIL 2
ELVIS COLE: Drei Tage vor seiner Entführung
21.22.23.24.
JACK UND KRISTA: Sechs Tage nach ihrer Entführung
25.26.27.
TEIL 3
28.ELVIS COLE: Zweiundvierzig Minuten vor seiner Entführung
29.
JOE PIKE: Am Tage von Elvis Coles Entführung
30.31.32.33.
JACK UND KRISTA: Sieben Tage nach ihrer Entführung
34.
ELVIS COLE: Entführt
35.36.
TEIL 4
Riverside County Jail Indio, Kalifornien Hermano Pinetta
37.
JOE PIKE: Ein Tag nach Elvis Coles Entführung
38.39.40.41
DIE DATTELFARM
42.43.44.45.46.47.
DANKSAGUNGCopyright

Für Aaron Priest (mehr als ein Agent): meinem guten und zuverlässigen Freund in Liebe

»Cut you, I bleed. Our name is love.« – Tattooed Beach Sluts

Jiminy Cricket: Hey, wohin gehst du? Pinocchio: Ich werd ihn finden!

Prolog:

Jack und Krista

Jack Berman schlang die Arme um seine Freundin Krista Morales und beobachtete, wie sein Atem in der kalten Wüstenluft kondensierte. Zwanzig Minuten nach Mitternacht, vierzehn Meilen südlich von Rancho Mirage in der ansonsten undurchdringlichen Finsternis der Anza-Borrego wurden Jack und Krista in das grelle violette Licht der Scheinwerfer getaucht, die oben an Danny Trehorns Truck prangten. Jack liebte dieses Mädchen so sehr, dass sein Herz im Gleichtakt mit ihrem schlug.

Trehorn ließ den Motor aufheulen.

»Kommt ihr jetzt oder was?«

Krista kuschelte sich tiefer in Jacks Arme.

»Lass uns noch ein bisschen bleiben. Nur wir beide. Ohne die. Ich möchte dir was sagen.«

Jack rief seinem Freund zu:

»Mañana, Alter. Wir bleiben noch.«

»Morgen geht’s früh los, Bruder. Wir sehen uns um neun.«

»Wir sehen uns gegen Mittag.«

»Weichei! Wir werden deinen Arsch schon aus den Federn holen!«

Trehorn zog sich in seinen Truck zurück und wendete Richtung Stadt. »Ritt der Walküren« schmetterte aus seiner Anlage. Chuck Lautner und Deli Blake klemmten sich mit Chucks altem Land Cruiser dicht hinter ihn, ihre Scheinwerfer glitten kurz über Jacks Mustang, der ein Stück weiter oben an der alten County-Straße parkte, wo das Gelände flacher war. Sie waren hier rausgekommen, um Krista das Wrack eines Drogenschmugglerflugzeugs zu zeigen, das 1972 hier abgestürzt war. Krista hatte es unbedingt sehen wollen.

Jack fröstelte, als ihre Hecklichter langsam verschwanden, und die Wüste wurde dunkler. Eine schmale Mondsichel und ein bewölktes Sternenfeld spendeten gerade genug Licht, um noch einigermaßen sehen zu können.

»Dunkel«, meinte Jack.

Sie antwortete nicht.

»Kalt«, sagte Jack.

Er schmiegte sich dichter an sie, drängte sich eng an ihren Rücken. Beide starrten ins Nichts. Jack fragte sich, was sie wohl gerade sehen mochte.

Krista war den ganzen Abend nachdenklich gewesen, obwohl gerade sie darauf gedrängt hatte herzukommen, und dass sie ihm jetzt etwas sagen wollte, ließ irgendwie nichts Gutes erahnen. Jack hatte das mulmige Gefühl, dass sie entweder schwanger war oder ihn abservieren wollte. Krista stand zwei Monate vor ihrem Examen mit summa cum laude an der Loyola Marymount University und hatte bereits einen Job in D.C. angenommen. Jack dagegen hatte das Studium an der USC, der University of Southern California, abgebrochen.

Er drückte ihr seine Nase ins Haar.

»Mit uns alles okay?«

Sie rückte weit genug von ihm ab, um ihn aufmerksam zu mustern, dann lächelte sie.

»Es ging zwei Menschen nie besser als uns. Ich liebe dich unendlich.«

»Hab mir schon Sorgen gemacht.«

»Danke, dass du Danny rumgekriegt hast, mit uns hier rauszufahren. Ich glaube, er wollte eigentlich gar nicht mit.«

»Es ist ein langer Weg, wenn man’s schon eine Million Mal gesehen hat. Seit der Highschool kommt er nicht mehr her.«

Laut Trehorn war die zweimotorige Cessna 310 nachts während eines Sandsturms mit einer Ladung Koks abgestürzt. Ein Dealer aus der Gegend namens Greek Cisneros hatte genug Kakteen und Steine beiseitegeräumt, um eine Landepiste mitten in der Wüste zwanzig Meilen außerhalb von Palm Springs anzulegen, und mit dem Flugzeug hatte er Kokain und Marihuana aus Mexiko ins Land geholt, fast immer nachts, wenn der Umriss der Landebahn mit Kübeln voll brennendem Benzin markiert war. In der Absturznacht streifte eine Tragfläche den Boden, das Fahrwerk knickte ein, und der linke Flügel riss hinter dem Propeller ab. Treibstoff, der aus dem aufgerissenen Tank auslief, entzündete sich und hüllte die Maschine in Flammen. Die Motoren und Instrumente waren schon vor langer Zeit ausgeschlachtet worden, aber der aufgerissene Rumpf blieb rostend an der Absturzstelle liegen, korrodiert und mit Generationen sich überlagernder Graffiti und aufgesprayter Initialen bedeckt: LJ+DF, leck mich, PSHS#1.

Krista nahm seine Hand und zog ihn Richtung Flugzeug.

»Komm mit. Ich möchte dir was zeigen.«

»Kannst du mir das nicht auch im Auto erzählen? Mir ist kalt.«

»Nein, nicht im Auto. Es ist wichtig.«

Jack folgte ihr den Rumpf entlang zum Heck und fragte sich, was sie ihm an diesem blöden Flugzeug zeigen wollte, doch stattdessen führte sie ihn auf die Reste der zugewucherten Landebahn. Sie starrte in die Dunkelheit, die die Wüste verhüllte. Ihre klugen schwarzen Augen leuchteten wie Juwelen, in denen sich das Sternenlicht brach. Jack berührte ihr Haar.

»Kris?«

Sie kannten sich nun seit einem Jahr, zwei Monaten und sechzehn Tagen. Und hatten sich Hals über Kopf, total verrückt, komplett, von den Zehenspitzen bis zum Scheitel vor fünf Monaten, drei Wochen und elf Tagen ineinander verliebt. Er hatte ihr die Wahrheit über sich erst erzählt, nachdem sie ihm eine Liebeserklärung gemacht hatte. Wenn damals er Geheimnisse hatte, dann tat sie es ihm jetzt gleich.

Krista umschloss seine Hand mit beiden Händen und sah ihn mit diesem ernsten, vollkommen nüchternen Blick an.

»Dieser Ort hier hat eine ganz besondere Bedeutung für mich und meine Familie.«

Jack hatte nicht die geringste Ahnung, worauf sie hinauswollte.

»Die Landepiste der Drogenkuriere?«

»Dieser Stelle hier, genau hier zwischen den Bergen, diese Stelle ist leicht zu finden für Leute, die aus dem Süden kommen, und zwar aus genau den gleichen Gründen, warum die Drogenschmuggler ihre Landebahn hier angelegt haben. Als meine Mutter sieben war, brachten Kojoten sie aus dem Süden durch die Wüste herauf. Mom, ihre Schwester und zwei Cousinen. Ein Mann mit einem Leichenwagen wartete hier bei diesem Flugzeug, um sie in die Stadt zu fahren.

»Ohne Scheiß?«, fragte Jack.

Krista lachte, aber ihr Lachen klang unsicher.

»Ich hab nichts davon gewusst. Sie hat es mir erst vor ein paar Wochen erzählt.«

»Mir egal.«

»Hey, ich erzähle dir hier was Wichtiges aus meiner Familiengeschichte, und dir ist das egal?«

»Ich meine, dass sie illegal ist – ein illegaler Einwanderer eben. Wen kümmert’s?«

Krista beugte sich etwas zurück und sah zu ihm hoch, dann packte sie ihn unerwartet an den Ohren und küsste ihn.

»Illegal, aber du musst hier jetzt keinen auf PC machen.«

Kristas Mutter hatte ihr von einem zwölftägigen Trip erzählt, zurückgelegt zu Fuß, in Autos und in einem Lieferwagen, in dem es so heiß wurde, dass ein alter Mann an einem Kreislaufkollaps starb. Die letzte Etappe ihrer Reise hatten sie nachts in einem geschlossenen Pick-up zurückgelegt, am Salton Sea vorbei und ein sechzehn Meilen langes Stück durch die Wüste zu der alten Absturzstelle. Der Mann mit dem Leichenwagen hatte sie zum Parkplatz eines Supermarkts am Ostrand von Coachella gefahren, wo ihr Onkel auf sie wartete.

Sie blickte nach Süden in die Dunkelheit, als könnte sie die Schritte ihrer Mutter sehen.

»Ich würde nicht hier sein, wenn sie nicht an diesen Ort gekommen wäre. Sie hätte meinen Dad nicht kennengelernt. Ich hätte dich nicht kennengelernt. Es würde mich gar nicht geben.«

Krista blickte auf, und ihre Miene wirkte summa cum laude konzentriert.

»Kannst du dir vorstellen, wie ihr Trip gewesen sein muss? Ich bin ihre Tochter und schaff es nicht mal ansatzweise.«

Sie wollte gerade noch etwas hinzufügen, als Jack irgendwo weit weg einen schrillen Schrei hörte. Er richtete sich auf, lauschte in die Nacht, sagte aber nichts, bis er es wieder vernahm.

»Hörst du das?«

Krista drehte sich um, als das leise Geräusch eines gedämpften Motors zu ihnen drang und sich zwei schwankende Umrisse aus dem matten Sternenlicht schälten. Jack beobachtete sie einen langen Moment und begriff dann, dass es Trucks mit gelöschten Scheinwerfern waren, die da über die Wüste auf sie zugekrochen kamen. Er bekam es plötzlich mit der Angst zu tun und flüsterte ihr aufgeregt ins Ohr.

»Das gefällt mir gar nicht, Mann. Lass uns von hier verschwinden.«

»Nein, nein, nein – ich will mir das mal ansehen. Psst.«

»Das könnten Drogenkuriere sein. Wir sollten nicht hier sein.«

»Bleib ganz ruhig!«

Sie zog ihn auf die andere Seite des Flugzeugwracks, wo sie sich in eine Senke zwischen den Kakteen duckten.

Ein großer Kastenwagen tauchte aus der Dunkelheit auf wie ein Schiff aus dem Nebel. Er rumpelte auf die überwachsene Landepiste und hielt dann keine dreißig Meter entfernt von ihnen an. Es leuchteten keine Bremslichter auf, als er hielt. Jack versuchte, sich noch kleiner zu machen, und wünschte, er hätte Kris einfach mit sich fortgeschleift.

Einen Augenblick später öffneten sich quietschend die Türen des Fahrerhauses, und zwei Männer stiegen aus. Der Fahrer ging ein paar Meter vor dem Laster weiter und starrte dann auf den beleuchteten Bildschirm irgendeines elektronischen Geräts. So tief in der Wüste, vermutete Jack, konnte es sich nur um ein GPS handeln.

Während der Fahrer sein Navi anstarrte, ging der Beifahrer zum Heck des Lasters und öffnete mit lautem Geklapper die Tür. Er sagte irgendwas auf Spanisch, dann hörte Jack leise Stimmen, und Schemen von Menschen stiegen von dem Laster herunter.

»Was machen die da?«, raunte Jack.

»Psst. Es ist unglaublich.«

»Das müssen Illegale sein.«

»Psst.«

Krista änderte ihre Position, und Jack zuckte unter einem neuerlichen Angstschub zusammen. Sie machte Fotos mit ihrem Mobiltelefon.

»Hör auf damit! Die werden uns noch entdecken.«

»Kein Mensch entdeckt irgendwas.«

Die Leute aus dem Laderaum blieben in der Nähe des Lasters, als seien sie verwirrt. Es waren so viele, dass Jack sich fragte, wie sie alle dort hineingepasst hatten. Nicht weniger als dreißig Personen standen beklommen herum und murmelten mit gedämpften Stimmen in fremden Sprachen, die Jack zu identifizieren versuchte.

»Das ist kein Spanisch. Was reden die, Chinesisch?«

Krista ließ das Telefon sinken und lauschte ebenfalls.

»Ein paar Spanisch, doch die meisten klingen nach Asiaten. Aber da ist noch was anderes. Vielleicht Arabisch?«

Der Mann, der den Laderaum geöffnet hatte, kehrte zum Fahrer zurück und sprach in deutlichem Spanisch. Jack vermutete, dass es sich bei den beiden um die Kojoten handelte – Schlepper, die engagiert wurden, um Menschen illegal über die Grenze in die Vereinigten Staaten zu führen. Er beugte sich dichter zu Krista, die fließend Spanisch sprach.

»Was hat er gesagt?«

»›Wo zum Teufel sind sie? Die Scheißkerle sollten doch längst hier sein.‹«

Der Fahrer nuschelte etwas, das weder Jack noch Krista verstanden, und zuckte dann sichtlich zusammen, als drei Scheinwerferpaare samt den an Überrollbügeln montierten Lampen einige hundert Meter hinter dem Kastenwagen aufflammten und die Wüste in ein Relief aus harten Kontrasten verwandelte. Drei Geländewagen kamen dröhnend näher, sprangen auf ihren überdimensionierten Reifen hoch in die Luft. Die beiden Kojoten brüllten etwas, und die Menschen aus der Gruppe liefen aufgeregt herum und plapperten wild durcheinander. Der Fahrer rannte in die Wüste hinaus, während sein Partner zurück zum Laster lief. Mit einer Schrotflinte im Arm tauchte er wieder auf und rannte seinem Freund hinterher, während zwei der Pick-ups schon in einer engen Kreisbahn um den Lieferwagen schlitterten und die Luft mit Staub erfüllten. Der dritte Wagen verfolgte die flüchtenden Männer, und Schüsse peitschten durch die Nacht. Die Menge lief in alle Richtungen auseinander, manche weinten, andere schrien, und wieder andere kletterten zurück in den Laderaum des Kastenwagens, als wären sie dort sicher.

Jack zog Krista nach hinten, dann sprang er auf und rannte los.

»Lauf! Komm schon, lauf!«

Er stürmte auf seinen Mustang zu und bemerkte dann, dass Krista nicht bei ihm war. Männer mit Knüppeln und Schrotflinten sprangen von den Pick-ups, um Jagd auf die Flüchtenden zu machen. Und Krista war immer noch zwischen den Kakteen und schoss Fotos.

Jack wollte schon nach ihr rufen, hielt sich dann aber zurück, er wollte keine Aufmerksamkeit erregen. Krista und er waren außerhalb des hell erleuchteten Bereichs, verborgen in der Dunkelheit. Er riskierte ein scharfes Zischen.

»Kris…«

Sie schüttelte den Kopf, bedeutete ihm, es sei alles bestens mit ihr, und knipste weiter. Jack lief zu ihr zurück und packte sie am Arm. Fest.

»Lass mich los!«

»Alles klar. Okay …«

Sie wollten sich gerade aufrichten, als vier Asiatinnen um das Heck des Flugzeugs herumgerannt kamen und keine zehn Meter entfernt an ihnen vorbeiliefen.

Ein Mann mit einer Schrotflinte kam hinter ihnen her, brüllte etwas auf Spanisch, wobei sich Jack fragte, ob diese armen Frauen überhaupt ein Wort davon verstanden. Dann blieb der Mann stehen, verharrte absolut reglos, sein Umriss zeichnete sich vor dem Nachthimmel ab, als hätte man ihn aus einem Stück Pappe ausgeschnitten.

Jack hielt die Luft an, betete. Er fragte sich, warum der Mann sich nicht bewegte, und bemerkte dann, dass er ein Nachtsichtgerät trug.

Er starrte sie an.

Dort, in der nur von Sternen beschienenen Wüste, wo niemand die Schüsse hören würde, hob der Mann seine Schrotflinte und richtete sie auf Jack Berman.

1.

Wenn Menschen einen Privatdetektiv anrufen, weil jemand, den sie lieben, verschwunden ist, dann brodelt die Angst in ihrer Stimme wie kochender Talg. Als Nita Morales an diesem Morgen wegen ihrer verschwundenen Tochter anrief, klang sie überhaupt nicht verängstigt. Eher irritiert. Mrs. Morales rief an, weil sie etwa acht Wochen zuvor in der Sonntagsausgabe des Los Angeles Times Magazine eine Geschichte über mich gelesen hatte, ein wiederaufgewärmter Fall, bei dem ich einem unschuldigen Mann, der wegen mehrfachen Mordes verurteilt worden war, aus der Patsche geholfen hatte. Die Leute der Wochenendbeilage waren in mein Büro gekommen, hatten ein paar ziemlich gute Fotos geschossen und mich dann wie eine Mischung aus Philip Marlowe und Batman klingen lassen. Ich an Nita Morales’ Stelle hätte mich auch angerufen.

Ihre Firma, Hector Sports & Promotions, lag östlich des Los Angeles River in der Nähe der Sixth Street Bridge, nicht weit von der Stelle, wo James Arness in seinem Klassiker Formicula aus dem Jahr 1954 radioaktive Riesenameisen aus der Kanalisation hochkriechen ließ, um sie sodann zu rösten. Inzwischen war es ein Gewerbegebiet mit Lagerhäusern, aber kaum weniger gefährlich als damals. Die Gebäude waren mit Gang Tags und Graffiti überzogen, und auf Schildern wurden Beschäftigte ermahnt, ihre Autos abzuschließen. Fenster waren mit Stahlstangen gesichert, und NATO-Draht säumte die Dachkanten – allerdings nicht, um irgendwelche Ameisen fernzuhalten.

Der Himmel an diesem Frühlingsmorgen um fünf vor neun war von einem tief hängenden Dunstschleier überzogen, der das Licht so grell machte, dass ich hinter meiner Wayfarer die Augen zukniff, als ich die Adresse fand. Hector Sports & Promotions residierte in einem neueren Gebäude, dessen Parkplatz von einem drei Meter hohen Maschendrahtzaun umgeben war.

Ein junger Latino mit breiten Schultern und dumpfem Blick kam aus dem Tor heraus, als ich anhielt. Als hätte er auf mich gewartet.

»Sind Sie der Typ aus dem Magazin?«

Der Typ aus dem Magazin.

»Richtig. Elvis Cole. Ich habe um zehn einen Termin mit Mrs. Morales.«

»Ich muss aufschließen. Sehen Sie die freie Stelle, wo Anlieferung steht? Da parken Sie. Vielleicht wollen Sie auch das Verdeck schließen und den Wagen verriegeln.«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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