Verlag: Verlag Peter Hopf Kategorie: Fantasy und Science-Fiction Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2018

Strikeforce Orion 1.4 - Das Orion-Projekt: Todeszone E-Book

Marc Thomas  

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E-Book-Beschreibung Strikeforce Orion 1.4 - Das Orion-Projekt: Todeszone - Marc Thomas

Michael Reed und Kamal Bundajar müssen gegen ihre eigenen getöteten Kameraden kämpfen, die von den Außerirdischen wie Marionetten eingesetzt werden. Trotz aller Gefahren dringen sie in die Forschungsstation ein und erkennen, dass es sich bei den Bestien um hochintelligente Wesen handelt, die offenbar alles über die Menschheit in Erfahrung bringen wollen. Um sie zurückzuschlagen, lassen sich die beiden Marines auf ein Himmelfahrtskommando ein.

Meinungen über das E-Book Strikeforce Orion 1.4 - Das Orion-Projekt: Todeszone - Marc Thomas

E-Book-Leseprobe Strikeforce Orion 1.4 - Das Orion-Projekt: Todeszone - Marc Thomas

 

MARC THOMAS

Das Orion-Projekt: Todeszone

 

Strikeforce Orion 1.4

 

Inhalt

1.

2.

3.

4.

5.

 

Impressum

 

Erstveröffentlichung November 2018

Copyright © 2018 ›Strikeforce Orion‹ by Marc Thomas

Copyright © 2018 der eBook-Ausgabe by Verlag Peter Hopf, Petershagen

 

Cover & E-Book-Konvertierung: Die ebook-Manufaktur

Redaktionelle Betreuung: Wolfgang Kollmann

 

ISBN ePub 978-3-86305-274-4

 

www.verlag-peter-hopf.com

 

Alle Rechte vorbehalten

 

Die in diesem Roman geschilderten Ereignisse sind rein fiktiv. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Begebenheiten, mit lebenden oder verstorbenen Personen wäre rein zufällig und unbeabsichtigt.

Der Nachdruck, auch auszugsweise, die Verarbeitung und die Verbreitung des Werkes in jedweder Form, insbesondere zu Zwecken der Vervielfältigung auf fotomechanischem, digitalem oder sonstigem Weg, sowie die Nutzung im Internet dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages erfolgen.

 

 

1.

 

Die Explosion hatte die Kuppel bis zum Sockel der Metallumfassung aufgerissen. Meterhoch war das Glas fortgesprengt worden, Stahlstreben ragten verkrümmt in die Höhe. Es war ein durchgehender Riss, gut zwei Meter breit.

Dabei schien die Detonation unmittelbar neben der Schleuse erfolgt zu sein, die den Durchgang zum ausgelagerten Gebäude bildete. Die Forschungseinrichtung selbst wirkte auf den ersten Blick unbeschädigt. In weitem Umfeld lagen Trümmerstücke verteilt, über und über bedeckt von Glasscherben. Noch immer hing Staub in der Luft, der sich nur langsam senkte und so die Sicht erschwerte.

Doch er hielt ihn auch verborgen, und das zählte für Michael Reed.

Immer wieder dachte er an die Kreatur zurück, die sich ohne Raumanzug in der tödlichen Atmosphäre des Mars wie selbstverständlich bewegt hatte.

Was für Wesen waren das?

Sie waren aus Fleisch und Blut, keine Androiden oder Cyborgs. So viel war sicher. Er hatte selbst mehrere von ihnen getötet. Doch wie mussten sie beschaffen sein, um in solchen Umweltbedingungen überleben zu können?

Er hastete weiter und hielt sich so gut er konnte im Schutz der Trümmer verborgen. In seinem Helm leuchtete unablässig ein Warnhinweis auf. Es hätte ihn nicht gebraucht. Sein Atem ging immer flacher. Die Sauerstoffanzeige stand nun bei unter fünf Minuten. Und das galt für den Ruhezustand. Jede Bewegung, erst recht unter diesen unbarmherzigen Bedingungen, bedeutete, dass die Reserve noch schneller aufgebraucht wurde.

Ihm blieb nicht einmal mehr die Zeit, die Kuppel zu erreichen …

»Einsatzleitung?«, versuchte er sein Glück. »Captain Imani, bitte melden.« Er hatte Kamal Bundajars Signal vorhin unterdrückt, aus Angst, die Kreatur könnte ihn durch die Schallwellen im Inneren seines Helms selbst in dieser nahezu luftleeren Atmosphäre ausmachen. Doch ihm blieb jetzt keine andere Wahl mehr. Falls er überhaupt gerettet werden konnte.

Eine Sekunde lang hörte er eine Antwort. Bruchteile von Silben, die wieder verschluckt wurden. Dann Stille.

Reed wiederholte seine Anfrage. Es knackte erneut, ein einziges Mal. Danach herrschte eine gespenstische Ruhe im Helmfunk. Nicht einmal statisches Rauschen war zu hören. Sein Körper versteifte sich. Dasselbe war auf der OMNI geschehen.

Aufmerksam sah er sich um und achtete auf jede Bewegung in seiner Umgebung. Auch wenn es eigentlich unmöglich war, beschlich ihn eine Ahnung, als seien es diese Wesen selbst, die die Funkverbindung störten oder sogar zum Erliegen brachten.

Er packte den Griff seiner MK-5 fester und stellte die Waffe auf Dauerfeuer. Vorsichtig ging er weiter. Er kam keine fünf Schritte weit, als er unweit vor sich etwas Dunkles im Staub liegen sah.

Reed zögerte einen Moment, dann jedoch erkannte er den Schulterpanzer einer Kampfausrüstung und ging langsam weiter. Der Marine bewegte sich nicht. Bereits in der kurzen Zeit war der Körper halb von einer Staubwehe bedeckt worden.

Reeds Atem ging immer flacher, und er wurde nur von einem Gedanken beherrscht. Die Rüstung enthielt Sauerstofftanks! So sehr es ihm widerstrebte, den Leichnam eines gefallenen Marines zu plündern, war das im Augenblick seine einzige Chance, das eigene Überleben zu sichern!

Er hastete die wenigen Meter über den Sand und ließ sich neben dem regungslosen Körper auf die Knie fallen. Sein Magen drehte sich bei dem Anblick um. Der Torso war auf Höhe der Hüften regelrecht durchtrennt worden. Eingeweide und das abgerissene Stück der Wirbelsäule ragten aus der Rüstung.

Er drehte den Toten auf den Rücken. Es war eine Frau. Ihr Helm war auf der linken Seite wie aufgeschnitten. Das Visier war weggesprengt und darunter konnte er ihr entstelltes Gesicht erkennen. Reed schloss für einen Moment die Augen und suchte dann nach dem Namensschild auf der Brust.

›Michalsky‹ war dort nur schwer entzifferbar zu lesen. Er legte den Daumen an einer bestimmten Stelle an das Schild und es löste sich mit einem Schnappen aus seiner magnetischen Halterung. Die Tote würde nach wie vor anhand des Chips im Anzug identifiziert werden können. Doch es war nach wie vor Brauch, ein ›Dog Tag‹ zur Hand zu haben, für den Fall, dass ein Kamerad nicht geborgen werden konnte.

Reed schloss seine Finger fest um das Metallstück und verstaute es in einer Gürteltasche.

Die Anzeige in seinem HUD blinkte nun immer schneller.

2 Prozent noch.

Er atmete so flach wie möglich und suchte nach der Lasche, mit der die Tanks unterhalb der Achseln abgedeckt wurden, und ließ den Riegel aufschnappen. Wie viel Atemluft ihr noch verblieben war, konnte er nicht sagen. Aber das würde er in wenigen Sekunden wissen …

Er löste die Lasche an seinem eigenen Anzug und warf die Kartusche zu Boden. In einer eingeübten Bewegung setzte er die neue ein und legte den Verschluss um.

»Komm schon …«, murmelte er und starrte wie gebannt auf die Anzeige im HUD. Die Sekunden krochen davon, bis endlich eine ›68 Prozent‹ in hellem Grün aufleuchtete.

Er atmete tief durch, und das nicht nur vor Erleichterung. Es tat gut, die frische Luft mit vollen Zügen einzuatmen.

Die zweite Kartusche!, rief er sich ins Gedächtnis und drehte den Torso auf die andere Seite.

Gerade als er die Lasche löste, verharrte er mitten in der Bewegung. Ihm war, als könne er regelrecht spüren, wie sich etwas seiner Position näherte. Vor seinem inneren Auge formte sich ein Bild. Als habe er sich selbst nicht mehr unter Kontrolle, wandte er wie ferngesteuert den Kopf nach rechts – und sah es hinter dem Fundament auftauchen.

Es war keiner der Kampfkolosse, die unter den Marines gewütet hatten. Es war viel feingliedriger, schlanker, und er hatte es schon einmal gesehen.

An Bord der OMNI!

Die Kreatur wandte ihm in diesem Augenblick den Kopf zu. Auch sie trug keinen Schutzanzug, sondern schien sich ebenso mühelos in der Marsatmosphäre bewegen zu können.

Ihr langgezogener Schädel war bedeckt von mehreren fleischigen Tentakel, die sich in einem fort bewegten. Das scheinbare Grinsen ihrer entblößten Zahnreihen schien beim Anblick von Michael Reed noch breiter zu werden.

Er griff nach seiner MK-5, riss sie hoch und legte sie auf die Kreatur an.

 

 

2.

 

Kamal Bundajar warf sich herum und versuchte unter dem heranjagenden Schatten hinwegzutauchen. Doch der untote Körper prallte mit voller Wucht gegen seine Schulter und riss ihn zu Boden.

Seine Kampfrüstung fing den größten Teil des Aufpralls ab, dennoch keuchte er auf und musste nach Luft schnappen. Mehrere Augenblicke vergingen, in denen er versuchte, sich zu orientieren, und so sah er die Hand, die vorschoss und sich um seine Kehle legte, viel zu spät. Bundajar riss den rechten Arm hoch, um den Marine abzublocken, der ihn unter seinem Körper begraben wollte. Es gelang ihm, dessen Oberkörper ein wenig zur Seite zu wuchten, doch seine Hoffnung, damit auch den Griff zu brechen, erfüllte sich nicht. Der Arm verbog sich in einem unnatürlichen Winkel, der jeden Menschen dazu gezwungen hätte, die Finger zu lösen.

Er ist tot!, schoss es ihm durch den Kopf. Er fühlt keine Schmerzen mehr!

Unerbittlich drückten die Finger zu. Nun zuckte auch der zweite Arm durch die Luft und suchte nach seinem Hals. Bundajar fühlte, wie sich die Halsmanschette immer mehr wie eine Schraubzwinge um ihn schloss. Alleine seine massiven Halsmuskeln bewahrten ihn davor, den Atem zu verlieren. Doch es war nur eine Frage der Zeit, bis sie dem Druck der Finger nachgeben würden.

Er zwang sich dazu, nicht in Panik zu verfallen und stieß eine Verwünschung aus, die kaum mehr als ein Krächzen war. Der natürlich Impuls war es, den Griff zu brechen, doch das war gegen einen Gegner, der auf seinen eigenen Körper keine Rücksicht zu nehmen brauchte, ein aussichtsloses Unterfangen.

Anstatt den zweiten Arm noch länger abzuwehren, ließ er seine Hand sinken. Sie fuhr zur Hüfte und suchte nach dem Griff des Vibromessers. Wie eine Klaue packte nun auch die zweite Hand zu, und die Manschette gab nach. Unwillkürlich schnappte Bundajar nach Luft. Seine Lungen rangen um Sauerstoff. Endlich bekam er das Messer zu fassen und riss es aus der Scheide.

Die Klinge schnitt durch die Luft. Es war unmöglich, sie gezielt zu führen, und konnte er kaum mehr machen, als sie in die Richtung seines Gegners zu stoßen. Im schlimmsten Fall traf er sich selbst, das war ihm bewusst. Doch darauf konnte er keine Rücksicht nehmen.

Ungehindert durchdrang sie den ersten Widerstand, auf den sie traf.

Bundajar verlor keine Sekunde und zog die hochfrequent vibrierende Klinge nach oben. Aus dem Augenwinkel konnte er sehen, wie sie am rechten Ellenbogengelenk des toten Marines austrat. Blut spritzte durch die Luft.

Seine freie Hand legte sich um den Unterarm, der am halb durchtrennten Ende blutgetränkt war. Er hebelte ihn zur Seite und konnte spüren, wie die restlichen Sehnen und Hautschichten, mit denen er noch mit dem Körper verbunden war, rissen. Von einer Sekunde auf die andere lösten sich die Finger um seine Kehle. Der Druck ließ ein wenig nach, und so japste Bundajar, als er nach Luft rang.

In seinem Helmfunk hörte er wie aus weiter Ferne unaufhörlich eine weibliche Stimme. War das Captain Imani? Er öffnete den Mund, ohne einen Ton herauszubringen. Wusste sie, was vor sich ging?

Was ist mit den anderen?, ging es ihm durch den Kopf. Sollte er sich nicht befreit haben, bevor die übrigen getöteten Marines ihn erreicht hatten, war er verloren.

Alleine der Gedanke daran, unter den untoten Körpern rettungslos begraben zu werden, setzte die letzten Kraftreserven in ihm frei. Er drosch die rechte Faust gegen den Helm des Marines und stach mit dem Messer in den entblößten Halsbereich. Die breite Klinge drang bis zum Heft ein, und Bundajar wuchtete sie herum.

Blut schoss aus der durchtrennten Halsschlagader hervor. Kein lebender Gegner wäre nach dieser Attacke noch in der Lage dazu gewesen, den Kampf fortzusetzen, doch die Finger drückten nach wie vor zu.

Im Hintergrund sah Bundajar mehrere Silhouetten, die sich schwankend in sein Sichtfeld schoben.

Ihm blieb nur noch eine Option, obwohl sich alles in ihm weigerte, sie in die Tat umzusetzen. Bundajar presste die Lippen aufeinander und verbannte jeden Gedanken aus seinem Kopf. Er konzentrierte sich alleine auf die Klinge, die nach wie vor im Hals des Marines steckte.

Mit einer kraftvollen Bewegung zog er sie nach oben durch. Er konnte spüren, wie sie Fleisch und Knochen durchtrennte und dann am Nacken des Marines austrat.

Der Kopf sackte nach vorne. Übergangslos erschlafften alle Bewegungen in dem Körper und die Finger lösten sich.

Bundajar fühlte sich elend bei dem Gedanken an das, was er gerade getan hatte. Augenblicke lang wollte er einfach nur die Augen schließen und an nichts mehr denken müssen. Dann jedoch trieb ihn sein Überlebenswille an. Er schob den schweren Körper zur Seite und stieß ihn mit dem angewinkelten Bein von sich, um sich vollends unter ihm zu befreien.

Sein Hals brannte höllisch. Noch immer schnappte er nach Luft, um seine Lungen zu füllen. Er stützte sich auf eine Hand und zwang seine schmerzenden Beine dazu, aufzustehen.