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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing, Note: 1.0, Bergische Universität Wuppertal, Veranstaltung: Business-TV/neue Medien/E-commerce, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Projektarbeit befasst sich mit der Veränderung, welche die Musikindustrie in diesen Jahren erfährt. In einem so bedeutenden Bereich wie der Musik ist das Potential von Neuerungen stets groß, da viele Verknüpfungen innerhalb des Umfeldes der Musik sowie auch mit anderen Bereichen der Umwelt bestehen. Angefangen als Kunst ist die Musik längst zu einem eindeutigen Industriezweig geworden, was nicht zwingend bedeutet, dass es sich nicht mehr um Kunst handelt, jedoch unterliegt der kommerzielle Teil - genau wie alle anderen Wirtschaftszweige auch - den Gesetzen des Marktes. So kann es zu grundlegenden Veränderungen der Strukturen kommen, z.B. durch technischen Fortschritt oder durch gesellschaftlichen Wertewandel. Betrachtet man die Geschichte der Musikindustrie, so stellt man fest, dass es immer wieder Ereignisse gab, die Veränderungen hervorriefen. Vom Standpunkt der Anbieter in der Musikindustrie, deren Perspektive in dieser Arbeit hauptsächlich angenommen werden, soll war zum Beispiel die Einführung der Compact Disc (CD) ein rettendes Ereignis, ebenso gibt es aber auch unangenehme Veränderungen. Seit einiger Zeit fühlt sich die Musikwirtschaft sehr stark betroffen vom Fortschritt in der Internettechnologie und der Möglichkeit der Konsumenten, selbst CDs und DVDs zu brennen. Besonders der erste Punkt verdient besondere Beachtung, ihm zur Folge haben sich Musiktauschbörsen entwickelt und so ein weltweites Austauschen von Musikdateien möglich gemacht. Jedoch kann man den Fortschritt auch positiv bewerten, wenn man bedenkt, welche Chancen dadurch entstanden sind; ein neuer Vertriebsweg für die Tonträgersparte ist nur eine davon. Hier soll nun näher untersucht werden, welche Veränderungen durch das CD-Brennen und das sog. File sharing hervorgerufen wurden und welchen Handlungsspielraum die Musikindustrie hat, um dem zu begegnen. Dabei ist es notwendig zu beleuchten, um was es sich bei dem Produkt Musik eigentlich handelt. Das Besondere ist, dass es weiter gegeben werden kann, ohne direkt an Wert zu verlieren, dass es also (seit langem schon) von Konsumenten selbst vervielfältigt werden kann. Nach einem Rückblick über die historische Entwicklung der Musikindustrie soll hierauf näher eingegangen werden, bevor die Ursachen der derzeitigen Krise näher untersucht werden. [...]
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Veröffentlichungsjahr: 2007
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Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen
Verzeichnis der Abbildungen
Abbildung 1 Gesamtumsätze des deutschen Phonomarktes S. 7 Abbildung 2 Verkaufte vs. gebrannte Musik S. 13 Abbildung 3 Absatzentwicklung von Leermedien S. 14 Abbildung 4 Entwicklung der Internetnutzer (BRD) S. 16 Abbildung 5 Anzahl der Musikdownloads (BRD) S. 18 Abbildung 6 Anzahl der Personen, die Musik downloaden (BRD) S. 18 Abbildung 7 Umsatzbeitrag nach Altersgruppe im Vergleich zur S. 19
Bevölkerungsstruktur (BRD), 2004 Abbildung 8 Aufteilung des weltweiten Musikmarktes, 2002 S. 22 Abbildung 9 Startseite von musicload.de S. 27 Abbildung 10 Entwicklung der Umsätze mit M-Business in Südkorea S. 28 Abbildung 11 Szenarienmatrix S. 32
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Strukturwandel in der Musikindustrie
Die vorliegende Projektarbeit befasst sich mit der Veränderung, welche die Musikindustrie in diesen Jahren erfährt. In einem so bedeutenden Bereich wie der Musik ist das Potential von Neuerungen stets groß, da viele Verknüpfungen innerhalb des Umfeldes der Musik sowie auch mit anderen Bereichen der Umwelt bestehen.
Angefangen als Kunst ist die Musik längst zu einem eindeutigen Industriezweig geworden, was nicht zwingend bedeutet, dass es sich nicht mehr um Kunst handelt, jedoch unterliegt der kommerzielle Teil - genau wie alle anderen Wirtschaftszweige auch - den Gesetzen des Marktes. So kann es zu grundlegenden Veränderungen der Strukturen kommen, z.B. durch technischen Fortschritt oder durch gesellschaftlichen Wertewandel.
Betrachtet man die Geschichte der Musikindustrie, so stellt man fest, dass es immer wieder Ereignisse gab, die Veränderungen hervorriefen. Vom Standpunkt der Anbieter in der Musikindustrie, deren Perspektive in dieser Arbeit hauptsächlich angenommen werden, soll war zum Beispiel die Einführung der Compact Disc (CD) ein rettendes Ereignis, ebenso gibt es aber auch unangenehme Veränderungen. Seit einiger Zeit fühlt sich die Musikwirtschaft sehr stark betroffen vom Fortschritt in der Internettechnologie und der Möglichkeit der Konsumenten, selbst CDs und DVDs zu brennen. Besonders der erste Punkt verdient besondere Beachtung, ihm zur Folge haben sich Musiktauschbörsen entwickelt und so ein weltweites Austauschen von Musikdateien möglich gemacht. Jedoch kann man den Fortschritt auch positiv bewerten, wenn man bedenkt, welche Chancen dadurch entstanden sind; ein neuer Vertriebsweg für die Tonträgersparte ist nur eine davon. Hier soll nun näher untersucht werden, welche Veränderungen durch das CD-Brennen und das sog. File sharing hervorgerufen wurden und welchen Handlungsspielraum die Musikindustrie hat, um dem zu begegnen. Dabei ist es notwendig zu beleuchten, um was es sich bei dem Produkt Musik eigentlich handelt. Das Besondere ist, dass es weiter gegeben werden kann, ohne direkt an Wert zu verlieren, dass es also (seit langem schon) von Konsumenten selbst vervielfältigt werden kann. Nach einem Rückblick über die historische Entwicklung der
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Musikindustrie soll hierauf näher eingegangen werden, bevor die Ursachen der derzeitigen Krise näher untersucht werden. Es folgt eine aktuelle Bestandsaufnahme, bei der auch rechtliche Aspekte berücksichtigt werden. Zum Schluss werden schließlich die Möglichkeiten aufgezeigt, welche die Anbieter im Musik-Business haben, um den Veränderungen zu begegnen.
Es ist sicher schwierig, einen genauen Anfangspunkt der Musik als Wirtschaftszweig zu setzten. Jedoch könnte man von einem Beginn sprechen, seit eine Vervielfältigung stattfindet, die es überhaupt erst ermöglicht, Musik anderen als ihren Erschaffern zugänglich zu machen. Früher war es nur den Wohlhabenden möglich große Künstler zu hören, sie mussten viel reisen um Konzerte zu besuchen. Es gab noch kein Medium, welches es ermöglichte, Musik zu speichern. Man konnte sich die Noten kaufen und es nachspielen, sofern man dazu fähig war, oder eben Konzerte besuchen.
