16,99 €
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich VWL - Geldtheorie, Geldpolitik, Note: 2,0, , Sprache: Deutsch, Abstract: Das deutsche Hochschulwesen ist in jüngster Zeit wiederholt in die Kritik geraten. Die Studienzeiten sind im internationalen Vergleich mit sechs Jahren überdurchschnittlich lang (OECD-Durchschnitt: 4,8 Jahre, Frankreich 5,5, Niederlande 3,9 Jahre) und die Abbrecherquoten mit rund 30 % recht hoch. Zudem nimmt in Deutschland ein nur vergleichsweise geringer Anteil eines Altersjahrgangs (32 %) ein Studium auf (OECD-Durchschnitt 47 %). Insgesamt betrachtet, wird dem deutschen Hochschulsystem ein Problem sowohl in der Masse als auch in der Klasse der Absolventen attestiert. Eine Reihe von Industrieländern scheint dagegen bessere Erfolge bei der Universitätsausbildung zu erzielen. Es stellt sich daher die Frage, ob und was man von diesen Ländern lernen kann. Denn gerade für ein rohstoffarmes Land wie die Bundesrepublik Deutschland gewinnt die Ausbildung junger Menschen zunehmend an Bedeutung, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Wandels von der Industrie zur wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft und der anstehenden demographischen Entwicklung. Es ist unabdingbar, dass jeder – unabhängig von seinem sozialen Umfeld – eine seiner Leistungsfähigkeit und seinen Neigungen entsprechende Ausbildung genießen kann. Soziale Barrieren im Bildungssystem sind nicht nur aus gesellschaftspolitischer Sicht bedenklich sondern ebenso eine Verschwendung von Humanressourcen. Im Folgenden soll mit der Studienfinanzierung ein spezieller Aspekt des Hochschulwesens beleuchtet werden.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2007
Page 1
Thema:
Vorgelegt am: 28.01.2007
Studienrichtung: Bankwirtschaft
Page 3
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1: 17. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes 5 Abbildung 2: Zwei Büros 1948 in der Gutleut- Strasse 40 21 Abbildung 3: KfW in Frankfurt / Main 23 Tabelle 1: Studienkreditsysteme in ausgewählten Industrieländern 16 Tabelle 2: Studienkredite in Deutschland 19 Tabelle 3: Struktur der KfW Bankengruppe 22 Tabelle 4: Tilgungsplan unter Annahme konstanter Zinsen 26 Tabelle 5: db BAföG Rückzahlung 28 Tabelle 6: db BAföG Ablöse, Beträge in Euro 28
Page 4
AbkürzungsverzeichnisCHE: Centrum für Hochschulentwicklung CSLA: Canada Student Loans Act CSLS: Canada Student Loans System DLSC: Direct Loan Servicing Centre FDLP: William D. Ford Federal Direct Loan Program FFELP: Federal Family Education Loan Program HECS: Higher Education Contribution Scheme NSLSC: National Student Loans Service Centre OECD: Organisation for Economic Cooperation and Development PAngV: Preis-Angabe-Verordnung R.O.P.: Roll-Over-Periode SLC: Student Loans Company SLMA: Student Loan Marketing Association (Sallie Mae)
Page 2
Das deutsche Hochschulwesen ist in jüngster Zeit wiederholt in die Kritik geraten. Die Studienzeiten sind im internationalen Vergleich mit sechs Jahren überdurchschnittlich lang (OECD-Durchschnitt: 4,8 Jahre, Frankreich 5,5, Niederlande 3,9 Jahre) und die Abbrecherquoten mit rund 30 % recht hoch. Zudem nimmt in Deutschland ein nur vergleichsweise geringer Anteil eines Altersjahrgangs (32 %) ein Studium auf (OECD-Durchschnitt 47 %). Insgesamt betrachtet, wird dem deutschen Hochschulsystem ein Problem sowohl in der Masse als auch in der Klasse der Absolventen attestiert. Eine Reihe von Industrieländern scheint dagegen bessere Erfolge bei der Universitätsausbildung zu erzielen. Es stellt sich daher die Frage, ob und was man von diesen Ländern lernen kann. Denn gerade für ein rohstoffarmes Land wie die Bundesrepublik Deutschland gewinnt die Ausbildung junger Menschen zunehmend an Bedeutung, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Wandels von der Industrie zur wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft und der anstehenden demographischen Entwicklung. Es ist unabdingbar, dass jeder - unabhängig von seinem sozialen Umfeld - eine seiner Leistungsfähigkeit und seinen Neigungen entsprechende Ausbildung genießen kann. Soziale Barrieren im Bildungssystem sind nicht nur aus gesellschaftspolitischer Sicht bedenklich sondern ebenso eine Verschwendung von Humanressourcen. Im Folgenden soll mit der Studienfinanzierung ein spezieller Aspekt des Hochschulwesens beleuchtet werden.
Das zentrale Instrument, mit dem in Deutschland der Benachteiligung Studierender aus einkommensschwachen Familien begegnet wird, sind Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, dem so genannten BAföG. Die Gewährung der Förderung erfolgt nach dem Subsidiaritätsprinzip, dass heißt die Höhe der individuellen BAföG-Leistung orientiert sich in der Regel am Einkommen der Eltern und des Ehepartners, an der Vermögenssituation sowie am eigenen Einkommen, wobei eigener Verdienst bis zu einer bestimmten Bemessungsgrenze nicht angerechnet wird. BAföG-Zahlungen sind an entsprechende Studienfortschritte gekoppelt und zeitlich begrenzt, wobei sich die Förderungshöchstdauer an der Regelstudienzeit orientiert. In der Regel wird die Hälfte der Leistungen als Zuschuss, die andere Hälfte als unverzinsliches Darlehen herausgelegt. Die Rückzahlungsmodalitäten sind ebenfalls sehr studentenfreundlich gestaltet, ein Beispiel ist hier der Rückzahlungsbeginn erst 3 Jahre nach Abschluss des Studiums wenn eine Beschäftigung vorliegt.
