Beschreibung

Wenn du zugegeben hättest, wie gut wir zusammen sind, müsste ich dir jetzt nicht wehtun. Und es wird wehtun … Nur in Ruhe eine Leiche entsorgen – mehr wollte ich nicht. Stattdessen stört mich ein Kerl, der selbst einen Toten im Gepäck hat. Ich hatte mich so lang auf diesen Abend gefreut und jetzt macht mir dieser Riese einen Strich durch die Rechnung. Wie soll ich mich konzentrieren, wenn er ständig seine Hände an Stellen hat, an denen sie absolut nichts zu suchen haben? Wie soll ich ihn loswerden, wenn er ignoriert, was ich sage? Und wie weh wird es tun, wenn er mich im Bett so hart anfasst, wie er versprochen hat? Dark Romance. Düstere Themen. Eindeutige Szenen. Deutliche Sprache. In sich abgeschlossen.

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Beliebtheit


Sultry Shadows

Mia Kingsley

Dark Romance

Copyright: Mia Kingsley, 2016, Deutschland.

Coverfoto: © Markomarcello – fotolia.com

Korrektorat: http://www.swkorrekturen.eu

Alle Rechte vorbehalten. Ein Nachdruck oder eine andere Verwertung ist nachdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin gestattet.

Sämtliche Personen in diesem Text sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind zufällig.

Black Umbrella Publishing

www.blackumbrellapublishing.com

Inhalt

Sultry Shadows

Vorwort

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

Kapitel 25

Über Mia Kingsley

Sultry Shadows

Wenn du zugegeben hättest, wie gut wir zusammen sind, müsste ich dir jetzt nicht wehtun. Und es wird wehtun …

Nur in Ruhe eine Leiche entsorgen – mehr wollte ich nicht. Stattdessen stört mich ein Kerl, der selbst einen Toten im Gepäck hat. Ich hatte mich so lang auf diesen Abend gefreut und jetzt macht mir dieser Riese einen Strich durch die Rechnung.

Wie soll ich mich konzentrieren, wenn er ständig seine Hände an Stellen hat, an denen sie absolut nichts zu suchen haben? Wie soll ich ihn loswerden, wenn er ignoriert, was ich sage? Und wie weh wird es tun, wenn er mich im Bett so hart anfasst, wie er versprochen hat?

Dark Romance. Düstere Themen. Eindeutige Szenen. Deutliche Sprache. In sich abgeschlossen.

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

an dieser Stelle bekommst du dein Safeword, damit du die Geschichte zu jedem Zeitpunkt unterbrechen kannst.

Der vorliegende Text ist rein fiktional. Fiktionale Figuren müssen sich keine Gedanken um Krankheiten machen, dürfen entführt und getötet werden. Das bedeutet niemals, dass es in der Realität auch so ist!

In diesem Fall wird es sogar passieren, dass die Hauptfiguren selbst zur Waffe greifen – und das mehr als einmal und mit großen Genuss.

Sollte dies nicht deinem Geschmack und deiner Vorstellung einer netten Liebesgeschichte entsprechen, dann flüstere dreimal das Safeword »Zuckerwatte« und kehre um. Wirklich genau jetzt!

Allen anderen Leserinnen und Lesern wünsche ich viel Vergnügen und weise noch einmal darauf hin, dass ich weder für überanspruchte Gelenke durch wiederholt einseitige Bewegungen noch feuchte Höschen haftbar zu machen bin. Bitte sei verantwortungsbewusst im Genuss von Dark Romance und viel Spaß!

Deine Mia

Kapitel 1

Lori

Irgendwie war es schön, der dicken Frau beim Tanzen zuzusehen. Ich rührte mit dem Strohhalm durch meine Cola, sodass die Eiswürfel aneinanderstießen. Bisher hatte ich nichts davon getrunken und ich würde es wahrscheinlich auch nicht tun.

Meine innere Unruhe lenkte mich zu sehr ab. Wieder glitt mein Blick zu Barbara, die sich zu »Eternal Flame« von The Bangles über die Tanzfläche bewegte, als wäre sie mit sich und der Welt im Reinen. Mich freute es, dass es ihr endlich wieder gut ging.

Lange Zeit war es nämlich nicht so gewesen. Wir hatten jeden Abend miteinander telefoniert, bis Barbaras Verlangen, sich die Pulsadern aufzuschneiden, nachgelassen hatte.

Natürlich wusste sie nicht, dass sie mit mir gesprochen hatte, denn alle Anrufe bei der Tampa Telefonseelsorge waren streng anonym. Meine Kollegen schienen sich daran zu halten und die Anonymität der Anrufer zu wahren, aber ich war einfach zu neugierig.

Nachdem ich Barbara Stück für Stück ihre Geschichte entlockt hatte, hatte ich mir selbst ein Bild von ihr machen wollen. Vor einer Weile hatte sie aufgehört, mich anzurufen, und ich musste nur sichergehen, dass es ihr wieder gut ging.

Ohne mich selbst zu loben, wusste ich, dass ihr die Gespräche mit mir sehr geholfen hatten. Wir waren dazu angehalten, völlig neutral zu lauschen und niemals in irgendeiner Form Ratschläge zu geben oder etwa Vorwürfe zu machen – es sei denn, die Hilfesuchenden riefen mehrfach an und wir waren mit ihrer Situation vertraut. In dem Fall konnten wir psychologische Betreuung vorschlagen, die das Ganze aus der Anonymisierung hob.

Barbara war vor einigen Monaten überfallen und mehrfach vergewaltigt worden, doch nachdem sie zur Polizei gegangen war, hatten die betreffenden Polizisten sie mehr oder weniger ausgelacht, weil sie sich nicht vorstellen konnten, dass ein Mann sich freiwillig an einer übergewichtigen Frau vergreifen würde, und sie nach Hause geschickt.

Glücklicherweise hatte sie bei uns angerufen, bevor sie so weit gegangen war, sich etwas anzutun. Jeden Abend hatte sie mir etwas mehr ihrer Geschichte anvertraut und schließlich geschildert, was genau der Kerl mit ihr angestellt hatte. Oft war es mir schwergefallen, schweigend zuzuhören und Barbara nicht mit meinem Mitleid zu ertränken. Das brauchte sie nicht – sie brauchte jemanden, dem sie alles erzählen konnte.

Ich konnte exzellent zuhören. Es gab nur eine Sache, die ich noch besser konnte: Schweine wie den Kerl, der Barbara überfallen hatte, aufzuspüren und zu töten.

Mit großem Genuss.

Barbaras Freundin, der sie sich auf mein Anraten hin ebenfalls anvertraut hatte, ergriff ihre Hand und gemeinsam folgten sie dem Takt des langsamen Songs. Ich glitt von dem hohen Hocker. Hier wurde ich nicht mehr benötigt.

Als ich die Bar verließ, lief ich geradewegs in eine Wand aus Hitze und abgestandenem Zigarettenrauch. Die hohe Luftfeuchtigkeit und die Windstille der letzten Tage hatten dafür gesorgt, dass ein klebriger Hitzemantel über Tampa lag.

Auf Dauer würden die hohen Temperaturen dafür sorgen, dass die Menschen durchdrehten, und meiner Meinung nach machte exakt das einen großen Teil des Charmes von Florida aus.

Weil vor der Bar einige Fußgänger unterwegs waren, widerstand ich dem Impuls, in den Kofferraum zu sehen, um nachzusehen, wie es meinem Gast ging.

Stattdessen stieg ich in meinen ganzen Stolz, einen liebevoll restaurierten, pechschwarzen 1963 Chevrolet Impala SS, und startete den Motor. Ich wusste, dass ich noch mehr als eine Stunde hatte, bevor John das Bewusstsein wiedererlangen würde.

John – ich nannte ihn nur der Einfachheit halber so, weil seine Identität eigentlich keine Rolle spielte – hatte mich nicht kommen sehen. Allerdings war ich wirklich eine miese Schlange und schlich mich immer von hinten an. Im Verlauf der letzten Jahre hatte ich meinen ganz persönlichen Betäubungsmittelcocktail perfektioniert und nach weniger als einer Minute war John wie ein nasser Sack in sich zusammengefallen.

Ich hatte nur noch das Auto holen müssen, um ihn einzuladen. Obwohl er gute dreißig Kilo mehr wog als ich, war es einfach eine Frage der Technik gewesen, ihn in den Kofferraum zu hieven, bevor ich ihn gefesselt und geknebelt hatte.

Mein Muay-Thai-Coach hatte schon damals, als ich mit dem Training angefangen hatte, immer gesagt, dass alles nur auf der richtigen Technik basierte und ich trotz meiner schmalen Statur fast jedem Mann gewachsen sein würde.

John war ich auf jeden Fall gewachsen, und ich konnte es kaum erwarten, mit ihm darüber zu reden, was er mit Barbara getan hatte.

Gut, wenn ich ehrlich war, würde er wahrscheinlich sehr viel mehr reden, während ich zuhörte, bevor er schließlich dazu übergehen würde, zu betteln.

Obwohl es noch relativ früh war, lag der Davis Boulevard verlassen vor mir. Ich passierte das Tampa General Hospital und fuhr weiter Richtung Columbia Drive.

Aus der Erfahrung heraus wusste ich, dass sich am Ende der Straße nie eine Menschenseele aufhielt, seit der Pier geschlossen worden war. Zuerst hatte ich befürchtet, dass Teenager sich den Spot sichern würden, um dort heimlich zu trinken und miteinander herumzumachen, aber irgendetwas schienen die leer stehenden Buden und das verwitterte Holz an sich zu haben, das selbst Landstreicher davon abhielt, sich dort herumzutreiben.

Ich liebte diese Stelle. Schon als damals das Riesenrad außer Betrieb genommen wurde, war ich oft hergekommen, um das rostige Gerippe zu bewundern.

Mittlerweile entsorgte ich dort regelmäßig Leichen und genoss die Stille, bis die Sonne aufging.

Trotz der relativen Sicherheit, nicht erwischt zu werden, pulsierte die Aufregung in hohem Tempo durch meine Adern und erfüllte mich mit einem unnachahmlichen Kribbeln.

John hatte es eindeutig verdient, zu sterben, und das besser gestern als heute. Ich war mir sicher, mindestens noch eine weitere Frau aufgespürt zu haben, die er misshandelt und vergewaltigt hatte – doch da er nicht einmal eine Vorstrafe hatte, würde es sicherlich nicht zu einer Verurteilung kommen, selbst wenn die Frauen sich irgendwann dazu durchringen konnten, ihn anzuzeigen.

Ohne Beweise würde Aussage gegen Aussage stehen, bis John sich damit herausreden würde, dass die Frauen ihn darum gebeten hatten, ihnen einen gigantischen Dildo in den Arsch zu rammen.

Heute Nacht würde ich dafür sorgen, dass er selbst erfuhr, wie sich das anfühlte.

Wie immer nahm ich die kleine Zufahrt neben dem Pier, fuhr bis zum Ende des Weges und stoppte kurz vor der Stelle, an der es sandig wurde. Das Letzte, was ich brauchte, war, im Sand stecken zu bleiben.

Ich öffnete den Kofferraum und schleifte John zu dem Pfosten, an den ich ihn anbinden würde. Unbedingt viel Mühe, vorsichtig zu sein, gab ich mir nicht, und er schlug zweimal mit dem Kopf auf dem Boden auf, als ich ihn losließ und anschließend umdrehte.

Der Schweiß lief mir den Rücken hinunter, als ich ihn dort hatte, wo ich ihn haben wollte. Ich wischte mir mit der Hand über die Stirn, bevor ich meine Haare zusammennahm und sie zu einem Knoten band. Es war einfach zu warm für eine andere Frisur.

Meine Vorfreude steigerte sich, als ich den Wagen wieder nach oben fuhr, um ihn ordnungsgemäß am Straßenrand zu parken. Es waren die kleinen Dinge, die dafür sorgten, dass ich nie erwischt wurde.

Ich hielt mich an gewisse Regeln und alles lief glatt. Als ich ein Lied summte, während ich den Motor abschaltete und nach der Tasche auf dem Beifahrersitz griff, stellte ich belustigt fest, dass es tatsächlich noch immer »Eternal Flame« war.

Gott, wie alt war dieser Song inzwischen eigentlich?

Weil ich noch ein bisschen Zeit hatte, bevor John aus seinem Schlummer erwachen würde, zog ich mein Handy aus der Hosentasche und war überrascht, dass der Song schon 1989 veröffentlicht worden war.

Wieder etwas dazugelernt, dachte ich mir und lief den gleichen Weg hinab, den ich gerade mit dem Auto genommen hatte.

John regte sich nicht, doch mir war langweilig, deswegen ließ ich die Tasche fallen, und stieß ein paarmal mit dem Fuß gegen sein Bein, bis er sich zu bewegen begann.

Endlich!

Langsam blinzelte er, bevor er die Augen schockiert aufriss und mich mit dem Blick fixierte. »Wo bin ich?«

Er lallte noch ein bisschen und war nicht gerade leicht zu verstehen. Als er aufstehen wollte, merkte er, dass er gefesselt war, und grunzte empört. »Was soll das? Mach mich los, du Miststück.«

Statt ihm zu antworten, gab ich ihm eine Ohrfeige, die dafür sorgte, dass sein Kopf zur Seite flog. Ich hatte eine ziemlich gute Technik entwickelt, nachdem ich im Internet ein Video gesehen hatte, in dem die Ohrfeige des Todes beworben worden war.

Was sollte ich sagen? Johns Kiefer knackte, als er ihn danach wieder bewegte, und Speichel war auf sein Hemd getropft.

»Kein Grund, seine Manieren zu vergessen«, sagte ich und stand auf.

Gelassen zog ich den Reißverschluss an meiner Tasche auf und holte meinen ganzen Stolz heraus: ein Jagdmesser mit einer neunundzwanzig Zentimeter langen Klinge, ein sogenannter Hirschfänger.

John begann, an den Fesseln zu zerren. »Was hast du vor, Schlampe?«, stieß er erstickt hervor, und ich holte aus, um ihn erneut zu ohrfeigen. Dieses Mal platzte seine Unterlippe auf.

»Manieren habe ich gesagt.« Mein Tonfall war eisig und ließ keinen Zweifel daran, dass ich … nun ja … ein wenig verrückt war.

Er versuchte absolut nutzlos, vor mir davon zu kriechen, als ich die Messerspitze in die Kuhle unterhalb seines Halses genau zwischen seinen Schlüsselbeinen presste. Ein roter Tropfen erschien und ich konnte den Kupfergeruch erahnen.

Glücksgefühle wirbelten durch mich hindurch und erfüllten mich schon jetzt mit einer großen Zufriedenheit. Gab es etwas Besseres?

»Ich möchte mich unterhalten«, erklärte ich und drückte das Messer fester in die Haut – nicht viel, nur ein bisschen, bis mehr Blut lief.

Mein Gefangener schluckte schwer, sein Mund klappte mehrfach auf. Wie lange wollte er so tun, als wäre er die Unschuld in Person?

»Reden wir darüber, was du mit einem Messer machen würdest, wenn ich gefesselt wäre.« Ich zwinkerte ihm zu und zog die Klinge zurück. Mit der Spitze strich ich langsam über sein Shirt nach unten, verharrte lange genug über seinem Schritt, um ihn sehr nervös zu machen, und glitt bis zu seinem Oberschenkel. »Oder warte – bin ich dir zu dünn? Ist es das?«

»Keine Ahnung, wovon du redest«, stammelte er und schwitzte dabei wie ein Schwein. Es war leider so heiß, dass ich nicht genau wusste, ob er aufgrund von Angst oder der Hitze dermaßen saftete.

»Falsche Antwort.« Meine Stimme war sanft, ich lächelte und blickte ihm direkt in die Augen, als ich das Messer der Länge nach durch sein Bein rammte. Es war lang und scharf genug, um wie durch Butter hindurchzugleiten. Ich hatte oft genug geübt, um zu wissen, wie ich den Knochen und die wichtigsten Blutgefäße verfehlte, damit ich möglichst lang etwas von meinem Spielzeug hatte.

John brauchte eine ganze Weile, bis er aufhörte, zu schreien, und nur noch wimmerte.

Ich schnalzte mit der Zunge. »Dafür, dass du selbst so ein kleiner Perverser bist, stellst du dich ganz schön an. Dir ist klar, dass ich das Messer auch wieder rausholen muss, richtig?«

Er wurde kreidebleich, als ich den Griff mit den Fingern umfasste und fragte: »Bereit? Nein, warte. Das war eine rhetorische Frage. Es interessiert mich eigentlich gar nicht.«

Kapitel 2

Everett

Scheiße. Das war nicht geplant gewesen.

Mit einer merkwürdigen Mischung aus Betroffenheit und einem zufriedenen Gefühl blickte ich auf den Toten hinab.

Dabei hatte ich mir doch fest vorgenommen, meine Impulse besser unter Kontrolle zu haben. Na ja, morgen war ein neuer Tag, eine neue Chance.

Ich strich mir durch den Nacken und überlegte, wie ich die Leiche jetzt am besten loswurde. Wenigstens war es dunkel, und hier an diesem alten Pier war absolut nichts los, sodass ich mir alle Zeit der Welt lassen konnte.

Der Nachteil an einem Umzug war, dass ich mich in der Stadt nicht auskannte – und im Internet nach der Antwort auf die Frage, wo man in Tampa, Florida, eine Leiche unerkannt entsorgen konnte, zu suchen, erschien mir nicht unbedingt klug. Es war ja schon schwer genug, eine vernünftige Restaurantempfehlung zu bekommen.

Bis vor zehn Minuten hätte ich als Vorteil an einem Umzug aufgezählt, dass man in eine neue Stadt kam, in der man noch niemanden getötet hatte.

Mit einem Seufzen stieß ich den Toten mit dem Fuß an. Doch wie zu erwarten gewesen war, blieb er leider tot. Ich suhlte mich in meinem Selbstmitleid.

Ich hatte gestern erst die Schlüssel zu meinem neuen Zuhause bekommen und würde Montag meinen neuen Job beginnen. Das war alles sehr ungünstig gelaufen.

Wann würde ich endlich lernen, mich in den Griff zu bekommen?

Vorsichtig tastete ich nach meiner Lippe, doch ich schien Glück gehabt zu haben: Sie war intakt, dabei hatte ich nach einem Schlag gedacht, sie wäre aufgeplatzt. Das wäre jammerschade gewesen, denn mein hübsches Gesicht kam bei den Ladys so gut an, dass ich es nicht ruinieren wollte.

Der Typ hatte sich als erstaunlich zäh erwiesen und im Gegensatz zu meiner Lippe waren die Knöchel meiner rechten Hand lädiert. Darüber konnte ich mich später noch ärgern.

Jetzt musste ich erst einmal zusehen, wie ich die Leiche verschwinden lassen konnte. Mit dem Kanalisationssystem war ich nicht vertraut, ich wusste nur, dass hier vor dem Pier der Seddon-Kanal floss. War es zu naheliegend, den toten Körper hier zu versenken und zu hoffen, dass er mit der Strömung in die Tampa Bay gespült wurde, bevor man ihn fand?

Vermutlich würde ich aus Ermangelung anderer Möglichkeiten genau das tun. Ich wollte ihn packen und zum Ufer schleifen, als ich den schrillen Schrei hörte.

Zuerst dachte ich, jemand hätte mich entdeckt, weil der Schrei sehr nach Schrecken und Panik klang, doch egal, wie oft ich mich um meine eigene Achse drehte, konnte ich niemanden entdecken.

Wieder ertönte der gleiche Laut und ich fuhr zusammen. Was war hier los?

Obwohl es mir zutiefst widerstrebte, ließ ich die Leiche liegen und schlich in Richtung der Geräusche. Der Mond schien so hell, dass ich kein Problem hatte, die Umgebung zu erkennen, und die Ursache schnell entdeckt hatte.

Schweiß lief über meinen Rücken, und ich fragte mich nicht zum ersten Mal, warum zum Teufel ich es eigentlich für eine gute Idee gehalten hatte, ausgerechnet nach Florida zu ziehen. Ich mochte Hitze doch eigentlich überhaupt nicht und sah in Shorts einfach nur lächerlich aus.

Die riesigen Pfähle, die den Pier trugen, waren groß genug, dass ich mich dahinter ungesehen verstecken konnte.

Mein Mund wurde trocken, als ich erkannte, wer da geschrien hatte.

Nur zwei Pfosten weiter saß ein Mann auf dem festgetretenen Sand, sein Oberkörper war an den Pfeiler gebunden – zumindest glaubte ich, das unter dem ganzen Blut erkennen zu können, das an seinem Brustkorb herunterlief.

Was mich jedoch viel fertiger machte, war die Tatsache, dass vor ihm eine junge, verdammt attraktive Frau auf und ab lief. Sie hielt ein langes Messer in der Hand, von dessen Schneide Blut tropfte. Während sie offensichtlich zuhörte, was der Mann von sich gab, malte sie Figuren mit der Messerklinge in die Luft, was selbst mich nervös werden ließ.

Der strenge Kupfergeruch kitzelte meine Sinne und ich spürte das vertraute Verlangen in mir aufsteigen. Mit Mühe kämpfte ich es hinunter, was mir nur gelang, weil ich gerade erst getötet hatte.

Das machte keinen Sinn. Die Lady wirkte nicht, als würde sie hierher gehören – zumindest wenn man davon absah, dass ihr rechter Unterarm von der Hand bis knapp vor dem Ellenbogen mit Blut besudelt war.

Dem Wetter angemessen trug sie knappe, schwarze Shorts, die schlanke, wohlgeformte Beine enthüllten. Ich war bereit, darauf zu tippen, dass sie Läuferin war. Das enge Tanktop betonte die schmale Taille und die nicht zu verachtenden Brüste. Jetzt war ich doppelt froh, nur den einen Schlag ins Gesicht bekommen zu haben.

Wann traf man schon einmal eine solche Frau?

Sie sah eher aus, als sollte sie an einem Sonntagmorgen Pancakes backen, und nicht, als sollte sie mitten in der Nacht Männer am Strand filetieren.

Ihre Füße steckten in Flipflops und die dunklen Haare waren zu einem lässigen Knoten gebunden. Das war doch kein Outfit, um Männer zu foltern – jedenfalls nicht auf die Weise, die sie sich offensichtlich darunter vorstellte. Ich fand die Vorstellung, sie nicht aus ihrer Kleidung schälen zu dürfen, viel grausamer als die Aussicht, gefesselt vor ihr zu liegen. Ich widerstand dem Impuls, meinen Schwanz zurechtzurücken, der just in der Sekunde angefangen hatte, sich zu regen.

Es war die denkbar ungünstigste Situation, aber ich verspürte den Wunsch, mich ihr vorzustellen.

»Was?«, fragte sie und beugte sich näher zu dem Mann, um die Messerspitze in seine Wange zu bohren.

Er keuchte gurgelnd, bevor sein Kopf nach vorne kippte und er das Bewusstsein verlor. Bei der Menge Blut, die ihn umgab, wunderte es mich, dass es nicht schon viel früher geschehen war.

Sie stützte die saubere Hand in die Hüfte und schnaubte geräuschvoll. »Das ist wieder typisch. Waschlappen.«

Gott. Ihre Stimme allein reichte, um mich hart werden zu lassen. Leicht heiser, wunderschön dunkel und so samtig, dass ich sie stöhnen hören wollte. Ich beugte mich weiter nach vorne, um sie besser sehen zu können.

Ihre großen, braunen Augen funkelten im Mondlicht, als sie sich zur Tasche bückte, die sie offensichtlich mitgebracht hatte, und ich staunte nicht schlecht, als sie eine Axt und eine Rolle Plastiksäcke hervorholte.

Sie war ganz offensichtlich sehr viel besser vorbereitet als ich – und ich war mir sicher, dass sie nicht zum ersten Mal jemanden umgebracht hatte. Mit routinierten Bewegungen zählte sie die Müllbeutel ab und ließ sie zu Boden segeln, nachdem sie diese von der Rolle getrennt hatte. Bei acht oder neun hörte sie auf, verstaute die restlichen Beutel wieder in der Tasche und holte stattdessen eine Rolle Klebeband hervor.

Sie würde die Leiche zerhacken, in den Säcken verschnüren und dann vermutlich in den Kanal werfen. Das war … brillant.

Ob sie mir ein paar Müllsäcke leihen würde, wenn ich sie fragte?

Mein Herz klopfte immer schneller, und ich spürte etwas, das ich eigentlich nur selten fühlte: Aufregung.

Es war unglaublich spannend, sie zu beobachten, aber ich wusste, dass ich sie kennenlernen musste.

Sie verschwand aus meinem Blickfeld, und ich trat eilig nach links, damit ich sie weiter beobachten konnte. Leider hatte ich den trockenen Ast nicht gesehen und das laute Knacken schien durch ganz Tampa zu hallen.

Erstaunlicherweise reagierte sie nicht. Bestand die Möglichkeit, dass sie es nicht gehört hatte? Sie war nicht einmal zusammengezuckt.

Außerdem hatte sie sich nicht umgedreht, sondern beugte sich wieder über die Tasche.

Ich entspannte mich und atmete ganz leise aus, während ich mich wieder hinter dem Pfeiler versteckte. Das Blut rauschte laut in meinen Ohren und der Schweiß rann inzwischen in kleinen Bächen über meine Wirbelsäule. Gott, ich hasste Florida jetzt schon.

Als ich hinter dem Pfosten hervorschielen wollte, blickte ich geradewegs in den Lauf ihrer Waffe.

Erste Lektion: Sie war eine grandiose Schauspielerin, denn obwohl sie mich ganz offensichtlich gehört hatte, hatte sie nicht einen Muskel gerührt.

Ich hob die Hände.

Zweite Lektion: Ihr Blick war dermaßen kalt, dass er selbst mir Angst einjagte.

Dritte Lektion: Viel Zeit blieb mir nicht, denn ihr Finger krümmte sich schon am Abzug, und da sie bereits einen Mann so gut wie getötet hatte, würde sie bei mir keine Hemmungen haben.

Vierte und wichtigste Lektion: Ihre Titten sahen aus der Nähe viel besser aus.

Kapitel 3

Lori

»Ich wollte mir ein paar Müllbeutel leihen.«

Seine tiefe Stimme löste ein Prickeln auf meiner Kopfhaut aus, das ich verbarg, so gut es ging.

Eigentlich hatte ich ihn erschießen wollen, doch der lässig dahergesagte Satz belustigte mich. »Was?«

Er hielt die Hände brav oben, deutete aber mit dem Kopf hinter sich. »Mir ist da ein kleines Missgeschick passiert und ich bin neu in der Stadt.«

Misstrauisch musterte ich ihn. »Was hat das eine mit dem anderen zu tun?«

»Hätte ich gewusst, dass das hier deine Stelle ist, wäre ich woanders hingegangen.«

Ob er die Wahrheit sagte? Mein Puls jagte, und mir war bewusst, dass ich die Waffe nicht ewig so halten konnte, dazu war sie zu schwer.

»Zeig mir dein Missgeschick«, forderte ich und war froh, ihn auf diese Weise dazu bringen zu können, mir den Rücken zuzudrehen. Gott, der Kerl war wirklich ein Schrank – groß und breit. Obwohl ich selbst nicht klein war, hätte ich ihm in dieser Position maximal einen Kuss zwischen die Schulterblätter drücken können. Ich war so verwirrt, dass ich nicht einmal Zeit hatte, mich über meinen merkwürdigen Gedanken zur Größenreferenz zu wundern.

Seine dunklen Haare waren auf sorgfältige Art und Weise zerwühlt und wieder in Form gebracht worden. Zusammen mit dem gepflegten Dreitagebart war ich bereit, jede Wette einzugehen, dass er mehr Zeit im Bad verbrachte, als er in der Öffentlichkeit zugeben würde.

Für seine Größe lief er ziemlich leichtfüßig. Es war vermutlich purer Zufall gewesen, dass er auf den Ast getreten war und ich ihn gehört hatte. Nur knappe vierzig Meter von der Stelle entfernt, wo ich John angebunden hatte, blieb er stehen und deutete auf den Boden.

Der Typ, der dort lag, war eindeutig tot, und für mich war angesichts der Würgemale auf seinem Hals schnell ersichtlich, was eigentlich passiert war.

Mit einem Seufzen nahm ich die Waffe herunter. Er schenkte mir ein selbstbewusstes Lächeln und hielt mir die Hand hin.

»Everett.«

Ich zögerte einige Sekunden, bevor ich sie ergriff, da ich immer noch nicht wusste, was ich von der ganzen Situation halten sollte. »Lori.«

»Angenehm.« Sein Lächeln wurde breiter, und ich fragte mich, ob er wirklich gerade den Nerv hatte, mit mir zu flirten.

»Hm«, machte ich. »Wir sollten vielleicht zusehen, dass wir die Leichen loswerden.« Damit er sich erst gar keine Hoffnungen machte, ließ ich mein Gesicht unbewegt.

»Kennst du den Typen?«, wollte ich von ihm wissen.

Everett schüttelte den Kopf. »Nein. Er hat mich von hinten angegriffen und mir sind die Sicherungen durchgebrannt.«

Langsam ließ ich meinen Blick über ihn gleiten. Er musste gute zwei Meter groß sein und besaß Hände, mit denen er meine Taille mühelos umfassen konnte. Unter dem engen Shirt zeichneten sich deutlich sichtbar Schulter- und Brustmuskeln ab, und ich vermutete, dass er schräge Bauchmuskeln hatte, für die es sich lohnen würde, zu töten. Der Kerl auf dem Boden war schmächtig und ungefähr einen Meter achtzig groß gewesen und wog wahrscheinlich so viel wie ich. Es war also klar, dass er ein absoluter Idiot gewesen sein musste, wenn er Everett angegriffen hatte.

»Warum?«, fragte ich.

Everett zuckte mit den Schultern und hockte sich hin. »Ich bin dazwischengegangen, als er mit seinen Freunden eine Frau vor der Bar bedrängt hat, in der ich mein Bier getrunken habe. Sie war alleine, die Männer zu viert. Das erschien mir irgendwie ungerecht. Sie haben sich getrollt und ich habe das Mädchen in ein Taxi gesetzt. Danach bin ich hierher spaziert, weil es ein guter Ort zu sein schien, um wieder herunterzukommen. Ich habe nicht gemerkt, dass er mir gefolgt ist, bis …« Er machte eine Pause und legte den Kopf schräg. »Man könnte sagen, dass ich ein paar Probleme habe, mein Temperament zu zügeln.«

Ich sah zu dem Toten und war mir sicher, dass nicht mehr viel gefehlt hatte, bevor Everett ihm das Genick gebrochen hätte. »So könnte man es auch formulieren.«

Wäre ich eine normale Frau gewesen, hätte ich wahrscheinlich Angst vor Everett gehabt, aber angesichts der Tatsache, dass ich bis gerade selbst knappe drei Quadratmeter Strand mit Blut besudelt hatte, war ich nicht allzu nervös.

Außerdem hatte ich eine Waffe und er nicht. Trotzdem wog ich mich nicht in Sicherheit, sondern blieb alarmiert.

»Du kannst ihn hier einfach ins Wasser werfen, die Strömung ist stark genug, und die Fische tun ihr Übriges, bevor er gefunden wird. Wenn du Glück hast, erwischt ihn vorher eine Schiffsschraube.«

»Okay«, sagte er und hinterfragte nicht einmal, was ich ihm erzählt hatte.

Ich musste zugeben, dass ich ein wenig neidisch war, als ich sah, wie mühelos er den leblosen Körper hochhob und über seine Schulter legte. Er wirkte nicht einmal sonderlich angestrengt, während er auf das Ufer zulief.

Meine Pflicht war ganz offensichtlich getan, und ich wandte mich ab, um zu John zurückzukehren. Der Abend war eh schon verdorben, weil John ein Schwächling war, der ständig das Bewusstsein verlor. Das waren mir immer die Liebsten: reihenweise Frauen quälen und selbst nach nur fünfzehn winzig kleinen Schnittwunden und ein paar Schlägen schlappmachen. So weh konnten die gar nicht getan haben. Dieser verdammte Wichser.

Als ich zurückkehrte, war er erstaunlicherweise wach und wimmerte leise. »Bitte nicht«, hustete er und spuckte ein bisschen Blut.

»Ach, halt die Klappe«, raunte ich und packte seine Haare, damit ich seinen Kopf hochhalten konnte. Ich hatte das Messer schon in der Hand, um ihm die Kehle durchzuschneiden, als Everett auftauchte.

»Brauchst du Hilfe?«, fragte er wie ein eifriger Musterschüler.

»Nein, danke«, knurrte ich. Merkte der Kerl nicht, dass er nervte?

Ich war gern mit meinen Opfern allein, weil ich fand, das gehörte sich so.

Mit einem Zuschauer war es nicht das Gleiche.

»Hilf mir«, stieß John hervor und blickte Everett flehend an.

Everett hingegen musterte ihn wie einen Hund, der ihm gerade ans Hosenbein gepinkelt hatte, und sah mich wieder an. »Ist gar kein Problem. Du hast mir doch auch geholfen.«

»Ich habe dir nicht geholfen«, widersprach ich. »Ich habe dir lediglich das Offensichtliche nahegelegt. Früher oder später wärst du sicher von alleine draufgekommen, die Leiche einfach ins Wasser zu werfen. Auf Wiedersehen.«

Leider bewegte mein ungeladener Gast sich keinen Zentimeter, und ich konnte schlecht die Polizei rufen, um ihn entfernen zu lassen. Verdammt! Dabei war ich nicht einmal bei dem Teil mit dem Dildo angelangt und es war noch so früh.

»Es macht wirklich keine Umstände.« Er kam einen Schritt näher und sah aus, als würde er jede Sekunde nach meiner Tasche greifen wollen.

Kurz spielte ich mit dem Gedanken, ihm mit der Axt den Kopf zu spalten, doch dieser Plan bot mehrere Risiken. Ich hatte John bereits hierher geschleift und war körperlich müde – ganz abgesehen davon, dass ich ihn gleich zerkleinern musste.

Außerdem war Everett groß und sehr stark und würde sicherlich nicht freiwillig stillhalten, damit ich ihn mit der Axt attackieren konnte. Traute ich es mir zu, mit ihm zu kämpfen?

Grundsätzlich ja, in dieser Minute allerdings nicht.

»Hör zu, Everett …«

Bevor ich weiterreden konnte, unterbrach er mich. »Ich mag die Art, wie du meinen Namen sagst.«

Das beantwortete meine Fragen von vorhin. Er flirtete tatsächlich mit mir. Obwohl ich blutige Hände hatte und offensichtlich einen Mann schwer verletzt hatte. Was stimmte denn nicht mit diesem Typen?

»Grundsätzlich arbeite ich allein und gern in völliger Ruhe. Ich wäre dir also dankbar, wenn du verschwinden würdest, damit ich das hier zu Ende führen kann.«

Er nickte, als würde er mich verstehen, bevor er auf John deutete. »Ich schätze, das hat sich gerade erledigt.«

»Was?« Ich senkte das Messer, beugte mich vor und legte die Finger an seinen Hals. Nein, da war definitiv kein Puls mehr. Scheiße! Mein ganzer Abend war ruiniert!

Jetzt musste ich ihn zerstückeln, obwohl ich nicht einmal das Vergnügen gehabt hatte, ihn töten zu können. Das war doch nicht fair!

Everett bückte sich und hob die Axt auf, sein Shirt rutschte ein Stück hoch und enthüllte einen hübschen, muskulösen Rücken. Doch selbst der Anblick konnte mich nicht trösten.

Ich blickte zu John und verfluchte ihn erneut. Mit Mühe hielt ich mich davon ab, wie ein trotziges Kind die Unterlippe vorzuschieben.

»Also? Wie fangen wir an?«

Von mir aus, dachte ich und rollte mit den Augen. Ich konnte ihm getrost die Arbeit überlassen und ihm danach erklären, dass es kein »Wir« gab.

»Normalerweise löse ich zuerst die Fesseln, zerhacke die Leiche, bis ich die Hände, Unterarme, Oberarme, Kopf, Torso, Oberschenkel, Unterschenkel und Füße einzeln habe, bevor ich alle Teile in die Säcke stecke, mit Klebeband umwickele und anschließend im Kanal versenke.«

Er nickte und legte die Axt zu Boden, um die Fesseln zu lösen, bevor er tatsächlich verfuhr, wie ich es vorgeschlagen hatte.

Es war ungewohnt, Körperteile von jemand anderem angereicht zu bekommen, aber ich würde mich nicht beschweren. Das war nämlich nicht gerade mein liebster Teil des Jobs.

Everett versuchte gar nicht erst, ein Gespräch anzufangen, und arbeitete recht effizient.