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Diplomarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Pädagogik - Sonstiges, Note: 1,0, Universität Wien, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Diplomarbeit handelt von Supervision in Wirtschaftsunternehmen, wobei sich das Hauptinteresse auf die Aufgabenfelder und Einsatzgebiete bezieht. Zu Beginn wird der teilnehmerorientierte Bildungsansatz und dessen Bedeutung für die Supervision erklärt. Im weitern Verlauf wird auf die Geschichte der Supervision eingegangen und mehrere Definitionen angeführt, sowie das vorliegende Verständnis, dass in dieser Arbeit vertreten wird dargelegt. Anschließend werden die verschiedenen Supervisionsformen – Einzel-, Team- und Gruppensupervision – aufgezeigt. Im darauf folgenden Kapitel wird gezielt auf die Supervision in Wirtschaftsunternehmen eingegangen. Im Zuge dieses Kapitels wird eine Studie angeführt und die Ergebnisse in Form eines Balkendiagramms dargestellt. Weiters werden die Aufgabenfelder „Führungskräfteentwicklung“ und „Teamentwicklung“ beschrieben. Anschließend folgt ein allgemeiner Überblick über die Systemtheorie und im weiteren Verlauf wird auf die Supervision mit systemischem Ansatz eingegangen. Neben Supervision werden von Firmen auch andere Beratungsformen genutzt und diese werden im Anschluss beschrieben. Abgeschlossen wird die vorliegende Diplomarbeit mit einem Resümee.
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Veröffentlichungsjahr: 2008
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I. Abstract
Die vorliegende Diplomarbeit handelt von Supervision in Wirtschaftsunternehmen, wobei sich das Hauptinteresse auf die Aufgabenfelder und Einsatzgebiete bezieht. Zu Beginn wird der teilnehmerorientierte Bildungsansatz und dessen Bedeutung für die Supervision erklärt. Im weitern Verlauf wird auf die Geschichte der Supervision eingegangen und mehrere Definitionen angeführt, sowie das vorliegende Verständnis, dass in dieser Arbeit vertreten wird dargelegt. Anschließend werden die verschiedenen Supervisionsformen - Einzel-, Team- und Gruppensupervision - aufgezeigt. Im darauf folgenden Kapitel wird gezielt auf die Supervision in Wirtschaftsunternehmen eingegangen. Im Zuge dieses Kapitels wird eine Studie angeführt und die Ergebnisse in Form eines Balkendiagramms dargestellt. Weiters werden die Aufgabenfelder „Führungskräfteentwicklung“ und „Teamentwicklung“ beschrieben. Anschließend folgt ein allgemeiner Überblick über die Systemtheorie und im weiteren Verlauf wird auf die Supervision mit systemischem Ansatz eingegangen.
Neben Supervision werden von Firmen auch andere Beratungsformen genutzt und diese werden im Anschluss beschrieben. Abgeschlossen wird die vorliegende Diplomarbeit mit einem Resümee.
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Vorwort
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Thema Supervision, und mein spezielles Interesse gilt dabei deren Aufgabenfeldern im Wirtschaftsbereich. Im Zuge meiner Ausbildung und universitären Weiterbildung lernte ich das Berufsfeld Supervision theoretisch kennen. Aufgrund meiner mehrjährigen beruflichen Tätigkeit als Sozialpädagogin in einer Wohngemeinschaft nehme ich Supervision seit drei Jahren in Anspruch. Mein Arbeitgeber ist die Magistratsabteilung 11 der Gemeinde Wien, wo ich im Jugendwohlfahrtsbereich beschäftigt bin. Im Schichtdienst, in einem Fünfer Team, betreuen wir eine Gruppe aus acht Kindern im Alter zwischen 9 und 17 Jahren. Teamarbeit, Flexibilität, Konfliktbewältigung sind nur ein paar Arbeitsanforderungen, die von unserer Leitung vorausgesetzt werden. Supervision wird daher von meinem Arbeitgeber vorgeschrieben und als Dienstzeit angerechnet. Im Laufe meines beruflichen Werdeganges hatte ich bis jetzt die Möglichkeit, Einzel-, Team- und Fallsupervision kennen zu lernen. Somit begleitet mich diese spezielle Beratungsform schon mehrere Jahre. Je nach Thema bedeutet Supervision für mich Unterstützung, Hilfestellung, Raum und Zeit für mich und meine Anliegen, sowie Motivation. Supervision bietet mir einen geschützten Rahmen, in dem ich die Möglichkeit habe meine Frustration kundzutun, Probleme zu besprechen und mit Hilfe eines Supervisors neue Sichtweisen zu entwickeln. In Zukunft möchte ich meine im Sozialbereich erworbenen Erfahrungen und Kenntnisse auf den Bereich der Wirtschaft übertragen und somit mein Blickfeld und Wissen erweitern.
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Einleitung
Überall dort, wo sich Menschen in einer organisierten Form zusammenfinden und miteinander arbeiten, kann es zu Spannungen und Konflikten kommen. Diese können psychische Folgen für den Einzelnen und negative Auswirkungen auf das Arbeitsergebnis haben. Aufgrund dessen wird Supervision in der Wirtschaft, im Sozial- und Gesundheitswesen, in der Politik und im Sport eingesetzt. Sie dient der psychosozialen Unterstützung, Begleitung und Reflexion von Arbeitsprozessen mit dem Ziel, die Beziehung der Menschen untereinander und bei ihren Tätigkeiten zu verbessern (Belardi 2002, 2). Supervision ist somit für viele Arbeitsbereiche eine spezifische Form der Beratung, die von Mitarbeitern begleitend und unterstützend genutzt wird. Sie wirkt sich positiv auf das Wohlergehen des Einzelnen, sowie des Teams aus und fördert die Verbesserung der Arbeitsläufe. Belardi nennt mehrere Arbeitsfelder in denen Supervision eingesetzt wird, wobei zu beachten ist, dass sich die vorliegende Arbeit auf den Wirtschaftsbereich fokussiert. Supervision ist in pädagogischen Arbeitsfeldern eine gängige professionelle Beratungsform und findet in diesem Bereich schon lange Verwendung. In der Wirtschaft wird sie erst seit geraumer Zeit eingesetzt, wobei die Nachfrage nach dieser speziellen Form der Beratung ständig steigt. Die vorliegende Diplomarbeit bietet die Möglichkeit, theoretische Erklärungen für diese Neuorientierung zu finden. Weitere zentrale Aspekte beziehen sich auf die Fragen: Wann und wozu wird Supervision eingesetzt? Wer ist der/die Auftraggeber/in? Aus welchen Gründen entscheiden sich Firmen Supervision anzubieten? Warum suchen einzelne Mitarbeiter/innen Unterstützung in der Supervision? In welchem Zeitraum wird sie in Anspruch genommen? Und vor allem: Wie lautet der Auftrag, den die Supervisoren zu erfüllen haben? In diesem Zusammenhang sind die Aufgabengebiete der Supervision von besonderem Interesse.
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Ausgehend vom genannten Interesse an Supervision ergibt sich folgende Fragestellung:Auf welche Fragen und Probleme in Wirtschaftsunternehmen kann Supervision eine Antwort geben?
oDie erste Hypothese besagt, dass in der Wirtschaft der Begriff Coaching sehr oft an Stelle des Begriffes Supervision verwendet wird, die Inhalte jedoch supervisionstheoretisch orientiert sind.
oWeiters ist anzunehmen, dass in Wirtschaftsunternehmen Supervision mit systemischem Ansatz eingesetzt wird.
oDie dritte Hypothese besagt, dass Supervision in wirtschaftlichen Betrieben bei Mitarbeitern und nicht bei der Führungskraft eingesetzt wird. Unterstützung bei der Führungsebene übernimmt hierbei das Coaching.
oIn der vierten Hypothese wird angenommen, dass der Einsatz von Supervision in Wirtschaftsunternehmen mit der Betriebsgröße steigt.
Um die Forschungsfrage beantworten und die dargestellten Hypothesen überprüfen zu können, wird in dieser Diplomarbeit mit einer Literaturrecherche gearbeitet. Das Hauptinteresse gilt den Einsatzgebieten, den Aufgabenfeldern, sowie den Zielen der Supervision. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit konzentriert sich auf den supervisorischen Ansatz in Wirtschaftsunternehmen.
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Im ersten Kapitel wird kurz auf den teilnehmerorientierten Bildungsansatz eingegangen und dessen Bedeutung für die Supervision erläutert. Die Notwendigkeit dieser Erklärung resultiert daraus, dass es sich bei der vorliegenden Diplomarbeit um die Fortbildungssupervision handelt. Bei diesem Setting werden die Teilnehmer miteinbezogen, ihre Anliegen werden besprochen und reflektiert. Das zweite Kapitel zeigt die Geschichte der Supervision auf, um einen Einblick in das Thema zu bekommen und ein Verständnis für den weiteren Verlauf der Arbeit zu erlangen. In diesem Kapitel soll deutlich werden, dass der Gegenstand Supervision nicht zufällig entstanden ist, sondern sich aus einer Notwendigkeit entwickelt hat. Ihren Ursprung hat sie im sozialen Bereich, wobei es in den letzten Jahren zu einer Erweiterung des Arbeitsfeldes der Supervision gekommen ist. Sie wird vermehrt im wirtschaftlichen Sektor angewandt und konnte in diesem Bereich Fuß fassen. Da in der Hypothesenbildung angenommen wird, dass in Wirtschaftsunternehmen Supervision mit systemischem Ansatz eingesetzt wird, wird auch auf diese Entwicklungslinie eingegangen.
Im dritten Kapitel wird anhand mehrerer Definitionen dargestellt, was in der einschlägigen Literatur unter dem Begriff Supervision verstanden wird und dargelegt, welches Verständnis im Rahmen dieser Arbeit vorliegt.
Anschließend wird im nächsten Kapitel auf die einzelnen Supervisionsarten - Einzel-, Team- und Gruppensupervision - eingegangen. Dadurch soll die Spannbreite dieses Bereiches aufgezeigt und die Komplexität dieses Arbeitsbereiches übersichtlicher werden. Folglich werden im fünften Kapitel die Fragen, welche Chance Supervision für die Wirtschaft bietet und welche Inhalte sie in diesem Bereich verfolgt, beantwortet. Es wird begründet warum es sinnvoll ist, diese Beratungsform in der Wirtschaft einzusetzen. Im Zuge dieses Kapitels werden drei Ergebnisse einer Studie angeführt, mit der die theoretischen Annahmen untermauert werden. Im weiteren Verlauf werden gezielt die Aufgabenbereiche Führungskräfteentwicklung und Teamentwicklung detailliert
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beschrieben. Abschließend wird in diesem Zusammenhang auf die Rolle des Supervisors in Wirtschaftsunternehmen eingegangen.
Da, wie in der Hypothese angenommen wird, im Wirtschaftsbereich Supervision mit systemischem Ansatz angewandt wird, ist es nötig auf die Systemtheorie näher einzugehen. Das sechste Kapitel handelt folglich davon, wobei zu Beginn ein geschichtlicher Rückblick den ersten Überblick schaffen soll. Im weiteren Verlauf wird auf die Themen Systemisches Denken und Systemisches Menschenbild eingegangen. Anschließend werden die Begriffe, Kybernetik 1. und 2. Ordnung beschrieben, wobei im zweiten Abschnitt die Bedeutung von Beobachtung 1. und 2. Ordnung erläutert wird. Es gibt viele Vertreter der Systemtheorie, wobei sich nach dem vorhin allgemeinen Teil der weitere Verlauf der Arbeit auf die Theorie nach Niklas Luhmann konzentriert. Aufgrund dessen bezieht sich der nächste Abschnitt auf die „Sozialen Systeme“ und in Folge auf die Begriffe „System“ und „Umwelt“. Im weiteren Verlauf geht es um die Bedeutung von Autopoiesis und Kommunikation in der Systemtheorie. Abgeschlossen wird dieses Kapitel durch die Erklärung der Begriffe „Doppelte Kontingenz“ und „Sinn“. Die Ausformulierung der Systemtheorie soll einen Einblick in diesen komplexen und umfassenden Bereich schaffen. Dieses Verständnis ist nötig, um die folglich beschriebene Supervision mit systemischem Ansatz zu verstehen.
Das siebente Kapitel handelt, wie zuvor erwähnt, von Supervision mit systemischem Ansatz. Aus der Vielfalt von Ansätzen - psychoanalytische, klientenzentrierte, gruppendynamische, konstruktivistische - wird, wie zuvor in der Hypothese angenommen, der systemische Ansatz in der Wirtschaft eingesetzt.
In diesem Abschnitt wird erklärt, mit welchen Themen sich diese Form beschäftigt und wie die Teilnehmer betrachtet werden. Weiters wird beschrieben woran sich Supervision mit systemischem Ansatz orientiert und in welchen Kontexten sie angewandt wird. Abschließend werden kurz die angewandten Methoden, umrissen. Neben Supervision gibt es auch andere Beratungsformen, die von
Wirtschaftsunternehmern genutzt werden. Diese Spannbreite wird im nächsten Kapitel aufgezeigt und es wird auf die einzelnen Formen eingegangen. Im Abschnitt Organisationsberatung wird kurz der Begriff Organisation erklärt, anschließend werden Aufgaben sowie Rolle des Beraters näher erläutert. Weitere Punkte,
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die in diesem Kapitel beschrieben werden, sind die Phasen und die Ziele der Organisationsberatung.
Eine weitere Unterstützungsform ist die Unternehmensberatung. Nach der Begriffserklärung wird auf die Aufgaben und Ziele dieser Beratungsform eingegangen. Im nächsten Abschnitt geht es um die Projektarbeit. Dabei wird zu Beginn der Begriff Projekt und dessen Merkmale erklärt, um anschließend die Projektberatung mit ihren Aufgaben zu beschreiben. Die letzte Beratungsform, die in diesem Zusammenhang näher erläutert wird, ist das Coaching. Nach der Definition werden die Geschichte und die ursprüngliche Bedeutung von Coaching aufgezeigt. Anschließend werden einige gewerberechtliche Vorschriften und die Kompetenzen eines Coaches aufgelistet, die einen positiven Verlauf gewähren sollen. Abschließend konzentriert sich dieses Kapitel auf die Anlässe für einen Coachingprozess.
Abgeschlossen wird die vorliegende Diplomarbeit mit einem Resümee. In diesem Kapitel wird die Arbeit zusammengefasst, es wird gezielt auf die Forschungsfrage und die Hypothesen eingegangen und die Ergebnisse dargelegt.
Die Verfasserin möchte auf die weibliche Bezeichnung verzichten, da es den persönlichen Lesefluss stört. Demnach sind in dieser Arbeit alle männlichen Bezeichnungen immer für beide Geschlechter gemeint.
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SUPERVISION
In der Erwachsenenbildung ist die Teilnehmerorientierung ein Grundprinzip: Einerseits besteht Interesse daran, dass die Teilnehmer wiederkommen, andererseits wird die Ansicht vertreten, dass nur das intensiv gelernt wird, was für den Lernenden anschlussfähig und relevant ist.
Da die Vorkenntnisse und Lernmotive in der Erwachsenbildung meistens unterschiedlich sind, ist es wichtig gemeinsame Schnittmengen zu finden. Teilnehmerorientierung heißt aber nicht, die Wünsche der Teilnehmer uneingeschränkt zu erfüllen, sondern das, was für die Verwendungssituation (Praxis) erforderlich und thematisch wichtig ist, mit den Teilnehmerperspektiven zu verknüpfen.
Unter teilnehmerorientiertem Arbeiten versteht man, sich möglichst viel über Interessen und Lerngewohnheiten zu erkundigen. Die Teilnehmer sollten dabei jedoch nicht ausgefragt werden, sondern die Möglichkeit erhalten das was ihnen wichtig ist mitteilen zu können. Zu diesem Bildungsansatz gehört die Nutzung spezieller Erfahrungen und es zählen die Kenntnisse, sowie auch die Hobbys der Teilnehmer. Alle werden als Experten anerkannt (Siebert 2004, 97).
Weiters besagt der teilnehmerorientierte Bildungsansatz, dass jeder Teilnehmer an der Bildungsveranstaltung aktiv teilnimmt und auch dessen Erwartungen beinhaltet (Siebert 1997, 104). Die lernenden Erwachsenen werden ermutigt ihre Vorkenntnisse und Interessen zur Sprache zu bringen, nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben, Gedanken zu äußern und Lösungen selber zu entdecken, sowie auch Fehler zu machen. Zu einer Teilnehmerorientierung gehört eine Haltung der Sympathie, eine Einstellung der Ermutigung und Unterstützung der Teilnehmer, sowie ein Interesse für andere Weltbilder. Dieser Bildungsansatz hat somit eine ethische Grundlage (Arnold 1999, 64).
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1. Die Weiterbildungsplanung orientiert sich an der Zielgruppe und nimmt deren Interessen und Lebensbedingungen zum Maßstab für die Arbeit, da diese für das Verhalten der Lernsituation konstitutiv sind.
2. Der teilnehmerorientierte Bildungsprozess ist von der Partizipation der Teilnehmer abhängig. Ihre Mitwirkung an der Festlegung und Eingrenzung der Inhalte drängt die Lehrerzentrierung und Außensteuerung zurück. Der Lernprozess ist daher bei diesem Ansatz umso erfolgreicher, je stärker sich der Lernende mit den Verfahren und den Inhalten identifizieren kann.
3. Der erwachsene Teilnehmer wird als jemand, der in eigener Sache kompetent ist, angesehen, denn die Informationen, die zur Planung und Durchführung eines qualifizierten Bildungsprozesses notwendig sind, kann sich niemand besser beibringen als er selbst. Die Kompetenz der anderen am Lernprozess Beteiligten wird durch diese Zuschreibung an Kompetenz eingegrenzt. Der teilnehmerorientierte Bildungsansatz resultiert aus dieser notwendigen Unterstellung von Kompetenz und Autonomie.
4. Es wird bei der Teilnehmerorientierung davon ausgegangen, dass der lernende Erwachsene Teil einer Lerngruppe und eines gesellschaftlichen Ganzen ist. Gruppenbeziehungen und -konflikte hat der Teilnehmer internalisiert. Daher erfordert dieser Ansatz eine Lerntheorie als Gesellschafts- und Gruppentheorie. Der besondere Stellenwert der persönlichen Lebensbedingungen, die Teilnahme am Lernprozess, die Kompetenzen und die verinnerlichten gesellschaftlichen Verhältnisse zusammen, machen das Prinzip des teilnehmerorientierten Bildungsansatzes aus. Da jeder Teilnehmer in die Weiterbildung eine ausgereifte Identität, an der er bereit ist verändernd zu arbeiten mitbringt, sind zwei weitere Punkte zu beachten:
oDer Zusammenhang von affektiver, kognitiver und psychomotorischer Ebene, ist nicht nur ein Instrument verbesserter Planung des Unterrichts, sondern eine Möglichkeit den Teilnehmer durchschaubarer zu machen.
oDer Zusammenhang von personellen, sozialen und sachlichen Bezügen muss im Bildungsprozess laufend in Balance gehalten werden (Dahm 1980, 311f.).
