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Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing, Note: 1,0, Universität Kassel, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit Mitte der 80er Jahre haben sich die ökonomischen Rahmenbedingungen für Unternehmen stark verändert. Während es früher ausreichte, Produkte mit einem adäquaten Preis-Leistungsverhältnis anzubieten, ist jetzt eine ausschließliche Differenzierung über das Produkt selbst nur noch begrenzt möglich. Den Markterfolg bestimmen vielfach die Lieferfähigkeit bei kurzen Auftragsdurchlaufzeiten, Liefertreue, das Angebot an maßgeschneiderten Produktvarianten und Serviceleistungen sowie Flexibilität bei kurzfristigen Änderungswünschen - Kundenorientierung hat heutzutage oberste Priorität. Zunehmende Globalisierung, rasche Veränderungen der Märkte, steigende Kundenanforderungen, verkürzte Produktlebenszyklen, radikale Fortschritt auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien, geringere Fertigungstiefe und verstärkter Kostendruck sind die Rahmenbedingungen auf die sich Unternehmen heute in immer stärkeren Maße einstellen müssen. „Dabei ist es vor allem die Geschwindigkeit der Veränderungen, der viele Unternehmen immer weniger gewachsen sind“. Heutige Unternehmen sind dazu gezwungen, ihre betrieblichen Abläufe noch stärker als bisher zu straffen und dem Kunden verbesserte Qualität und Produktvariantenvielfalt bei gleichzeitig verkürzten Lieferzeiten und reduzierten Preisen zu gewährleisten. Immer größere Produktvariantenvielfalt, weltweite Absatzmärkte und neue Vertriebskanäle stellen enorme Anforderungen an die Flexibilität von Unternehmen. In der betrieblichen Praxis wird zunehmend versucht, dass an einem Produkt innerhalb der Wertschöpfungskette beteiligten Partner: Lieferanten, Hersteller und Distributoren auf die gemeinsamen Zielsetzungen abzustimmen und ihre unternehmensübergreifenden Prozesse abgleichen, bei denen die Kosten der Integration gerechtfertigt scheinen. Ferner zeichnet sich immer stärker ein unternehmensübergreifendes Prozessmanagement ab, mit dem Ziel eine fehlerlosen, effizienten Versorgungskette - ein Gesamtoptimum hinsichtlich Kosten, Liefermengen, Lieferzeiten und Beständen für alle Akteure in der Wertschöpfungskette zu schaffen.
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Veröffentlichungsjahr: 2006
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Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Supply Chain Management
2.1 Begriffsdefinition
2.1.1 Definition von SCM aus den Entwicklungsstufen der Logistik
2.1.2 SCM als interorganisationales Management von Geschäftsprozessen
2.2 Gestaltungsfelder des Supply Chain Management
2.2.1 Das Konzept „Integriertes Management“ als Bezugsrahmen
2.2.2 Normatives Supply Chain Management
2.2.3 Strategisches Supply Chain Management
2.2.4 Operatives Supply Chain Management
2.3 Ziele und Potenziale von SCM
2.3.1 Grenzen und Potenziale von SCM- Lösungen
2.3.2 Ziele von SCM
2.3.2.1 Kostenvorteile
2.3.2.2 Zeitvorteile
2.3.2.3 Qualitätsvorteile
3 Supply Chain Management Systeme
3.1 Die Entwicklung der SCM – Software
3.1.1 Von MRPI- über ERP- zu SCM- Systemen
3.1.2 Schwächen betrieblicher PPS- und ERP- Systeme
3.2 Begriff und Charakterisierung von SCM- Systemen
3.3 Systematische Strukturierung der Software- Funktionalitäten mit Hilfe SCOR
3.4 Aufbau und Funktionen der Supply Chain Management Software
3.4.1 Supply Chain Configuration
3.4.2 Supply Chain Planning
3.4.2.1 Absatzplanung
3.4.2.2 Bestandplanung und Bestandsteuerung
3.4.2.3 Masterplanung - Netzwerkplanung
3.4.2.4 Beschaffungsartfestlegung
3.4.2.5 Fertigungsplanung
3.4.2.6 Transportplanung
3.4.2.7 Available to Promise (ATP)- Verfügbarkeitsprüfung
3.4.2.8 Abstimmungsmechanismen
3.4.3 Supply Chain Execution
4 Erfolgreiches SCM aufbauen
4.1 Gescheiterte Projekte , Hemmschwellen
4.2 Erfolg eines SCM-Systems
4.2.1 Strategische Erfolgsfaktoren
4.2.2 SCM beruht auf einer strategischen Entscheidungsfindung
4.2.3 Vertrauen und Kooperation als Basis
4.2.4 Klares übergreifendes Projektmanagement
4.3 Schnelle und zielorientierte Auswahl SCM- Software
4.4 Forderungen an Software-Systeme
5 Der Anbietermarkt von SCM- Software
5.1 Marktübersicht SCM
5.2 Strukturierung des Anbietermarktes von SCM-Software
5.2.1 Anbieter integrierte SCM- und E- Business- Suiten
5.2.2 Anbieter spezialisierte SCM- Suiten
5.2.3 Anbieter funktional erweiterter ERP-Systeme
5.2.4 Nischenanbieter im Bereich SCP
5.2.5 Anbieter von Chain Execution- Suiten/- Software
5.3 Kleine und mittlerer Unternehmen im Supply Chain Management
5.4 Europa und Deutschland im internationalen Vergleich
5.4.1 US SCM- Software für Europa ungeeignet
6 SCM- Softwarenanbieterübersicht
6.1 Der Anbieter SAP
6.1.1 Das Unternehmen
6.1.2 Leistungsfähigkeit und Systemarchitektur des APO
6.1.3 Die wichtigsten Kritikpunkte aus Anwendersicht
6.2 Der Anbieter i2 Technologies
6.2.1 Charakteristika und Lösungsansätze
6.2.2 Softwaremodule bei i2
6.2.3 Anwendung – eine kritische Nutzenbetrachtung
6.2.4 Schwierige Zeiten für i2 Unternehmen
6.3 Der Anbieter Manugistics
7 Zukünftige Entwicklungen in SCM - Softwaremarkt
7.1 Markttendenzen
7.1.1 Veränderungen SCM- Markt und SCM- Anbieter
7.1.2 Veränderungen SCM- Netzwerke und SCM- Kooperationsformen
7.1.3 Funktionale Veränderungen der SCM- Systeme
7.1.4 Veränderungen SCM- Basistechnologien
8 Fazit
9 Literaturverzeichnis
Abbildung 1: Supply Chain Management
Abbildung 2: Konzeption des SCM
Abbildung 3: Marktdurchdringung betrieblicher Unterstützungssysteme
Abbildung 4: Entwicklung des Softwaremarktes
Abbildung 5: SCOR- Ebenen
Abbildung 6: Befürchtungen der SCM- Anwender bei der Bereitstellung von Informationen in Supply Chains
Abbildung 7: Erwartungen und Realität bei SCM
Abbildung 8: Vorgehensweise zur systematischen Auswahl von SCM- Software
Abbildung 9: Klassifizierung von SCM- Systemen
Abbildung 10: Weltmarkt für Software-Produkte
Abbildung 11: Einsatz von Software in der deutschen Lebensmittelindustrie und Einzelhandel
Abbildung 12: Architektur des APO
Abbildung 13: SAP aus Anwendersicht
Abbildung 14: Softwaremodule bei i2
Tabelle 1: Potenziale durch Softwareeinsatz
Tabelle 2: Vergleich ERP und SCM
Tabelle 3: Die Planungsebenen mit den jeweiligen Hauptfunktionen.
Tabelle 4: Der deutsche Markt für SCM-Software
Seit Mitte der 80er Jahre haben sich die ökonomischen Rahmenbedingungen für Unternehmen stark verändert . Während es früher ausreichte, Produkte mit einem adäquaten Preis-Leistungsverhältnis anzubieten, ist jetzt eine ausschließliche Differenzierung über das Produkt selbst nur noch begrenzt möglich. Den Markterfolg bestimmen vielfach die Lieferfähigkeit bei kurzen Auftragsdurchlaufzeiten, Liefertreue, das Angebot an maßgeschneiderten Produktvarianten und Serviceleistungen sowie Flexibilität bei kurzfristigen Änderungswünschen - Kundenorientierung hat heutzutage oberste Priorität.[1] Zunehmende Globalisierung, rasche Veränderungen der Märkte, steigende Kundenanforderungen, verkürzte Produktlebenszyklen, radikale Fortschritt auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien, geringere Fertigungstiefe und verstärkter Kostendruck sind die Rahmenbedingungen auf die sich Unternehmen heute in immer stärkeren Maße einstellen müssen.[2] „Dabei ist es vor allem die Geschwindigkeit der Veränderungen, der viele Unternehmen immer weniger gewachsen sind“.[3]
Heutige Unternehmen sind dazu gezwungen, ihre betrieblichen Abläufe noch stärker als bisher zu straffen und dem Kunden verbesserte Qualität und Produktvariantenvielfalt bei gleichzeitig verkürzten Lieferzeiten und reduzierten Preisen zu gewährleisten.[4] Immer größere Produktvariantenvielfalt, weltweite Absatzmärkte und neue Vertriebskanäle stellen enorme Anforderungen an die Flexibilität von Unternehmen.[5] In der betrieblichen Praxis wird zunehmend versucht, dass an einem Produkt innerhalb der Wertschöpfungskette beteiligten Partner: Lieferanten, Hersteller und Distributoren auf die gemeinsamen Zielsetzungen abzustimmen und ihre unternehmensübergreifenden Prozesse abgleichen, bei denen die Kosten der Integration gerechtfertigt scheinen. Ferner zeichnet sich immer stärker ein unternehmensübergreifendes Prozessmanagement ab, mit dem Ziel eine fehlerlosen, effizienten Versorgungskette - ein Gesamtoptimum hinsichtlich Kosten, Liefermengen, Lieferzeiten und Beständen für alle Akteure in der Wertschöpfungskette zu schaffen.[6]
Wissenschaft und Unternehmensberatungen sehen Potenziale vor allem in unternehmensübergreifenden Kooperationen. Dies wird in Fachmagazinen und Konferenzen unter dem Begriff des „Supply Chain Management“ (SCM) als innovativer Ansatz im Logistikbereich diskutiert. In Beraterkreisen wird Supply Chain Management und entsprechende SCM- Software als „das wesentliche Konzept“ angesehen, mit dem sich Wettbewerbsvorteile auch in einer schwieriger werdenden Umwelt generieren lassen. Durch ein erfolgreich umgesetztes Supply Management lassen sich die Bestände in der gesamten Supply Chain reduzieren.[7] „Die Synchronisierung von Produktionsplänen führt zu einer Reduktion der Durchlaufzeiten um bis zu 50 %. Mit Hilfe von SCM- Lösungen können weiterhin die Liefertreue bis nahe an 100% gesteigert werden und die Lieferzeit für Schlüsselkomponenten, beispielsweise in Automobilindustrie, von 20 auf 8 Tage reduziert werden.“[8] Die SCM- Software muss in der Lage sein , sowohl die Prozesse und die Abläufe innerhalb eines Unternehmens als auch unternehmensübergreifend zwischen den Partnern in der Beschaffungs- und in Distributionskette durchgängig zu unterstützen. SCM beschränkt sich nicht auf Einsatz eines EDV-Tools, sondern ist vielmehr als eine neue Organisations- und Managementphilosophie von Wertschöpfungspartnern zu verstehen .[9] „Supply Chain Management erfasst die realistische Prognose des Marktbedarfs, die optimale Positionierung von Unternehmensressourcen zur Deckung des Bedarfs und dessen effiziente Erfüllung. Es ist eine umfassende Kombination sämtlicher untergeordneter Geschäftsprozesse zur Beschleunigung dieser, d.h. rascher und intelligenter Austausch von Informationen, Bewegung von Waren und Kapital zwischen Endverbraucher und Lieferanten von Komponenten oder Rohmaterial“[10]
Das Ziel der Diplomarbeit ist einen Überblick über Thematik - Supply Chain Management- Software zu vermitteln.
Dazu soll untersucht werden:
Begriffsdefinitionen und Gestaltungsfelder des Supply Chain Management
Ziele und Potenziale
Konzepte und Funktionen der SCM- Software
Software-Anbieter, Bewertung und Nutzen
Phasen und Erfolgsfaktoren von SCM- Projekten
Potenziale und Grenzen der SCM- Software
Zukünftige Entwicklungen in SCM – Softwaremarkt und Markttendenzen
Die Arbeit gliedert sich in insgesamt 8 Kapitel die konsequent aufeinander aufbauen .
Nachdem mit Kapitel 1 in die Gesamtthematik eingeführt wurde, wird mit der Begriffsdefinition „Supply Chain Management “ im Kapitel 2 die Grundlage für die weiteren Kapitel gelegt.
Der Abschnitt zur historischen Entwicklung des Begriffs Supply Chain Management wird ausgehend vom Definition von SCM aus den Entwicklungsstufen der Logistik und SCM als interorganisationales Management von Geschäftsprozessen dargestellt. Ebenso werden die Gestaltungsfelder des SCM skizziert. Anschließend werden die Ziele und Potenziale des SCM ausführlich beschrieben.
Dritter Kapitel fängt mit der Entwicklung des SCM – Softwaremarkts an. Danch werden Begriff ,Charakterisierung von SCM- Systemen und die Grundstruktur von Supply Chain Management Systemen definiert und die Funktion der einzelnen Systemkomponenten näher erläutert. Es werden die Hauptebenen von SCM- Systemen beschrieben und die Aufgabenteilung aufgezeigt. Ausgehend von den Hauptebenen:
- Supply Chain Configuration,
- Supply Chain Planning und
- Supply Chain Execution
werden die einzelnen Systemkomponenten benannt und deren Funktionsweise näher erläutert.
Im 4 Kapitel wird an Erfolgsfaktoren für die Einführung von SCM- Software angegangen, Implementierungsprobleme anhand einer Marktstudie genannt . Es werden auch für die Einführung von SCM– Systemen notwendigen Rahmenbedingungen definiert , Methoden zur Einführung von SCM- Systemen dargestellt und die Auswahlkriterien benannt.
Im 5 Kapitel wird in einem Überblick die Strukturierung des Anbietermarktes von SCM- Software dargestellt und aktuelle Situation am europäischem Softwaremarkt mit Problemen bei der Anwendung US SCM- Software erläutert.
Im 6 Kapitel werden einige in Deutschland aktuelle Supply Chain Management Systeme vorgestellt und näher beschrieben. Dabei wird sowohl die Ausrichtung der Systeme, als auch auf die Funktionsumfang der betrachteten Systeme betrachtet.
Kapitel 7 soll den Kreis schließen, um wiederum auf die neusten Entwicklungen im Bereich SCM – Software einzugehen.
Abschließend fasst Kapitel 8 die Ergebnisse dieser Arbeit zusammen und endet mit einem Ausblick auf mögliche Weiterentwicklungen. Es wird die Situation auf dem SCM- Softwaremarkt resümiert und die sich aus der Einführung ergebenen Vorteile in Hinblick auf die globalen Unternehmensziele dargestellt.
Bei der Studie von Veröffentlichungen zum Thema Supply Chain Management stößt man heute schnell auf eine verwirrende Vielfalt von Definitionen und sich teilweise widersprechenden Aussagen. Der Begriff Supply Chain Management ist in betriebswirtschaftlichen Forschung ein noch relativ junger Begriff, wurde zum ersten Mal Beginn der achtziger Jahre in den USA verwendet[11] und bezeichnete damals eine Weiterentwicklung bereits eingeleiteter Veränderung in der Zusammenarbeit zwischen Kunden und Lieferanten. Die traditionelle Kunden- Lieferanten Beziehung, die auf den Gesetzen des Angebots und der Nachfrage beruhte, wurde bereits früher durch die Prinzipien des SCM ersetzt. Supply Chain Management steht für eine strategische und langfristig angelegte Reduktion der Anzahl Lieferanten zu Gunsten einer schnellen und unproblematischen, operationellen Auftragsabwicklung.[12] Seit Anfang der neunziger Jahre gewannen Begriff und dazugehörige Konzepte im Rahmen zunehmender Globalisierung auch in Europa stärker an Bedeutung.[13] Set dem wird der Begriff Supply Chain Management und seine inhaltliche Ausgestaltung mit Hilfe von zahlreichen Praxiserfahrungen innerhalb sich immer schneller ändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen intensiv diskutiert und es ist eine Vielzahl von Definitionen, sogar Denkschulen entstanden. Unter Theoretikern und Praktikern gibt es bislang keine einheitliche Definition des Begriffes SCM.[14] Die Verschiedenartigkeit des Verständnisses von SCM resultiert aus den Perspektiven unterschiedlicher Gruppen, die sich mit dieser Thematik befassen. Es wird folgende Definition zugrunde gelegt: „Supply Chain Management koordiniert alle Aktivitäten von der Rohstoffbeschaffung bis zum Verkauf eines Produktes an den Endkunden und integriert diese in einem nachlosen Prozess, wobei Abteilungen in einem Unternehmen ebenso eingeschlossen werden wie externe Partner“.[15]
Die zahlreiche Definitionsvorschläge können auf zwei große Gruppen von Standpunkten reduziert werden, die in Kapitel 2.1.1 und 2.1.2 ausführlich erläutert werden.
Der Begriff der Supply Chain stammt aus dem angelsächsischen und bedeutet , wenn es man wörtlich übersetzt „Versorgungskette“. Supply Chain wird In der deutschsprachigen Literatur mit dem Begriff auch eine Logistikkette, eine Lieferkette, eine Absatzpartnerschaft oder eine Wertschöpfungskette beschrieben.[16] Die Idee des SCM ist : Information, Waren und Kapital entlang der gesamten Wertschöpfungskette unternehmensübergreifend zu koordinieren, ausgehend vom Rohstofflieferanten bis hin zum Endverbraucher. Dabei wird der gesamte Prozess von der Rohmaterialbeschaffung über die Produktion von Halbfertigerzeugnissen bis zum Endprodukt berücksichtigt .[17] Dadurch wird das Ziel verfolgt, ein Gesamtoptimum über alle Unternehmungen hinweg hinsichtlich Zeit, Kosten und Qualität zu erreichen, durch eine Verringerung bestehender Informationsdefizite und die Schaffung einer gemeinsamen Koordinationsbasis Puffer in den Kapazitäten, Durchlaufzeiten und Beständen zu vermeiden und dabei den Liefer- oder Versorgungsservice zu verbessern.[18] Das SCM stellt hierfür geeignete Methoden und Hilfsmittel bereit, die sich von der unternehmensübergreifenden Gestaltung der Supply Chains über die interne Ausrichtung der eigenen Geschäftsprozess auf die definierten Supply Chains bis zur informationstechnischen Vernetzung und Integration sowie der Verbesserung und Intensivierung der Disposition und Planung erstrecken.[19]
