Systemisches Coaching für Eltern von Kindern mit ADS oder ADHS - Günter Plagemann - E-Book

Systemisches Coaching für Eltern von Kindern mit ADS oder ADHS E-Book

Günter Plagemann

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Pädagogik - Familienerziehung, Note: +++ ( 2,5 Punkte), Akademie Deutscher Genossenschaften ADG e.V., Veranstaltung: Ausbildung zum Diplomierten Systemischen Coach, Sprache: Deutsch, Abstract: Systemisches Coaching als Alternative oder Ergänzung in der Pädagogik bei Kindern mit ADS oder ADHS.Ein Ratgeber für Eltern, Lehrer und allen, die mit dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom konfrontiert sind.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Impressum:

Copyright (c) 2013 GRIN Verlag GmbH, alle Inhalte urheberrechtlich geschützt. Kopieren und verbreiten nur mit Genehmigung des Verlags.

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I. Inhaltsverzeichnis

 

II. Vorwort

III. Einleitung

1. ADS und ADHS

1.1 Ursachen aus Sicht des Arztes

1.2 Merkmale bei ADS

1.3 Zunahme der Symptomatik

1.4 Die Rolle der Eltern

2. Systemisches Coaching

2.1 Was ist Coaching?

2.2 Systemisches Coaching

2.3 Systemisches bei ADS

3.0 Systemisches Coaching mit Eltern

3.1 Methoden und Werkzeuge im Coaching

3.2 Reframing

3.3 Stufen der Einflussnahme

3.4 Auftragsklärung und Zieldefinition

3.5 Der leere Stuhl

3.6 Die Wunderfrage

4.0 ADS – ein Teil des Systems

5.0 Lösungsfokussierte Arbeit

IV. Schlusswort

V. Literaturverzeichnis

II. Vorwort

 

Meine Hausarbeit im Rahmen meiner Ausbildung zum Systemischen Coach soll eine Brücke bauen zwischen meinen persönlichen Erkenntnissen, dem systemischem Coaching, verzweifelten Eltern und entmutigten Kindern. Mein Wunsch dabei ist, möglichst vielen Eltern neue Perspektiven zu eröffnen, um die Stärken deren Kinder umzusetzen. Der Mediziner bezeichnet das ADS als das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Das Syndrom ist das gleichzeitige Vorliegen verschiedener Symptome, deren Entstehung weniger bekannt ist oder vermutet wird.[1] Je mehr man sich in die Literatur zum Thema ADS vertieft, umso weniger Antworten wird man finden. Ob ADS als Krankheit, ererbte Störung oder als Besonderheit der Persönlichkeit zu bezeichnen ist hängt davon ab, wen man danach fragt. Wenn ein Medikament Symptome vertreibt, muss es sich dann bei ADS um eine Krankheit handeln? Die Diskussionen über die Einnahme von Medikamenten und deren Wirkungen und Nebenwirkungen verunsichern zu Recht die nach Rat suchenden Eltern.

 

Im Teil 1 meiner Hausarbeit werde ich das ADS aus allgemeiner und medizinischer Sicht beschreiben, sowie auf die Rolle der Eltern eingehen. Teil 2 beschreibt das systemische Coaching in Bezug auf ADS Familien.

 

III. Einleitung

 

Jede Woche reizen die Medien die Diskussionen zum Thema Erziehung und Bildung an. Mehr Verantwortung und Engagement wird von den Eltern gefordert,

 

pauschale Schuldzuweisungen machen es den Eltern nicht leichter, ihren Aufgaben gerecht zu werden. Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen werden entweder als gesellschaftliches Phänomen oder als Folge von falscher Erziehung interpretiert. Sollten Eltern in Zukunft einen Kompetenznachweis erbringen, aus dem hervorgeht, dass Sie über ausreichende Kenntnisse in Pädagogik und Psychologie verfügen, bevor Sie ihren Kinderwunsch in die Tat umsetzen? Auch wenn ich diesen Gedanken an dieser Stelle nicht weiter vertiefen möchte, wäre es sehr wünschenswert, wenn unsere Gesellschaft den Bedürfnissen unserer Kinder und Jugendlichen mehr Beachtung schenken würde. Besondere Unterstützung benötigen Eltern von Kindern mit Veranlagungen, die von unserer Gesellschaft als „anders“ bezeichnet werden. ADS ist eine der häufigsten Auffälligkeiten bei Kindern. Aus ärztlicher Sicht haben ADS Kinder eine Aufmerksamkeitsstörung und sind durch eine mangelnde Impulssteuerung beeinträchtigt[2] . „ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität) erklären sich durch neurobiologische Besonderheiten.“[3] Das ADS hat in den letzten Jahren kaum zugenommen und dennoch sind Kinder mit einem ADS zunehmend auffälliger geworden, was nicht an willigen Ärzten oder unfähigen Eltern liegt, sondern vielmehr an den veränderten Rahmenbedingungen, in denen unsere Kinder aufwachsen[4]. ADS und ADHS betrifft 4-8% aller Schulkinder in Deutschland[5], wobei bei der Ermittlung dieser Werte berücksichtigt werden muss, dass bereits einzelne Symptome bei 31% der Jungen[6] festgestellt wurden und gerade Kinder mit ADS ohne Hyperaktivität nicht so auffällig sind und daher weniger diagnostiziert werden. Ein fachkompetenter Arzt wird für die Diagnose Tests durchführen und bestimmte Eigenschaften des Kindes mittels Fragebögen (z.B. Conners-Skala) in Erfahrung bringen. Hieraus werden entsprechende Behandlungsmethoden mit den Eltern festgelegt. In vielen Fällen wird den Eltern eine Behandlung mit Medikamenten vorgeschlagen. In den USA nehmen derzeit 6% der Schulkinder Ritalin oder ein verwandtes Produkt zur Steigerung der Konzentration und Dämpfung des impulsiven Verhaltens (lt. Statistik leben in den USA 60 Mio. Kinder unter 15 Jahren).