Verlag: Coppenrath Kategorie: Wissenschaft und neue Technologien Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2015

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E-Book-Beschreibung T.R.O.J.A. Komplott - Ortwin Ramadan

Deinem Körper entkommst Du nicht. Du wirst beobachtet, jeden Tag, 24 Stunden live. Und deine Augen sind die Kamera! Gesundheit ist Pflicht. Mit dieser Philosophie ist der 21-jährige Nico aufgewachsen. Wie alle anderen US-Bürger trägt auch er Nanobots in seinen Blutbahnen, die seinen Körper rund um die Uhr überwachen und sogar kleine Operationen vornehmen können. Als Nico als frischgebackener FBI-Agent für das Geheimprojekt T.R.O.J.A. rekrutiert wird, erfährt er allerdings, dass die kleinen Helfer im Körper noch wesentlich mehr können. Wenige Klicks genügen und die Nanobots docken sich an den Sehnerv an. Und schon erhalten die Ermittler Bilder, die direkt aus dem Kopf einer verdächtigen Zielperson kommen. Nico ist fasziniert. Das ist die Revolution im Kampf gegen Kriminalität und Terrorismus. Mit Feuereifer macht der junge Agent sich an seine erste Observation. Doch schon bald kommen ihm Zweifel. Warum ist die 20-jährige Beta überhaupt auf der Liste der Geheimdienste? Und wer steht eigentlich hinter T.R.O.J.A.? Als Nico das Projekt hinterfragt, wird er selbst zum Gejagten. Und vor den Spionen in seinem eigenen Körper scheint es kein Entrinnen zu geben …

Meinungen über das E-Book T.R.O.J.A. Komplott - Ortwin Ramadan

E-Book-Leseprobe T.R.O.J.A. Komplott - Ortwin Ramadan

ISBN 978-3-649-62025-9

© 2015 Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG, Hafenweg 30, 48155 Münster

Alle Rechte vorbehalten, auch auszugsweise

Text: Ortwin Ramadan

Covergestaltung: Eisele Grafik-Design, München

Lektorat: Dr. Rainer Schöttle, Sara Mehring

Satz: Sabine Conrad, Rosbach

eBook-Produktion: book2look Publishing 2015

www.coppenrath.de

PROLOG

Etwas Kaltes kitzelte ihn im Gesicht. Nico öffnete verblüfft die Augen. Er lag auf dem Rücken, eine Wand aus Nadelbäumen umgab ihn von allen Seiten. Ihre verschneiten Kronen verengten den Himmel zu einem winzigen Fleck, und jedes Mal wenn eine Windböe über sie hinwegstrich, rieselten Eiskristalle auf ihn herab. Fasziniert beobachtete er das stumme Schauspiel. Die Stille um ihn herum war grandios, und während er sich noch fragte, wie er an diesen seltsam friedlichen Ort gelangt war, fuhr ihm plötzlich die Kälte wie ein Messer bis ins Mark. Sein Körper krümmte sich, alles an ihm begann zu zittern. Es war kalt. Furchtbar kalt.

Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er lediglich mit einem dünnen Hemd bekleidet im Schnee lag. Er versuchte aufzustehen, aber seine Beine knickten unter ihm weg. Sämtliche Muskeln schienen verrücktzuspielen, und er brauchte mehrere Anläufe, bis er auf seinen gefühllosen Füßen zum Stehen kam, ohne gleich wieder umzufallen. Er schlang die Arme um seinen schlotternden Körper und blickte sich um. Wie war er hierhergekommen?

Um ihn herum bogen sich die Äste unter ihrer weißen Last, und es schien, als sei er das einzige lebendige Wesen in dieser lautlosen Welt. Und dann entdeckte er den Jeep. Jemand hatte ihn zwischen zwei Tannen in einer Schneewehe festgefahren. Die Fahrertür stand weit offen und eine Fußspur führte quer über die Lichtung. Sie endete genau an der Stelle, an der er vor wenigen Augenblicken zu sich gekommen war. Verwirrt starrte Nico auf die Abdrücke, gleichzeitig regte sich sein Überlebenswille. Zitternd und mit unter die Achseln geklemmten Händen stapfte er los. Auch wenn er nicht die geringste Ahnung hatte, wem der Geländewagen gehörte – er konnte seine Rettung bedeuten. Die klirrende Luft biss in seine Lunge und bei jedem Schritt versanken seine Halbschuhe tief im Schnee. Seine Füße spürte er längst nicht mehr, ebenso wenig wie seine Finger. Verzweifelt versuchte er, sich darauf zu konzentrieren, was man ihm in seiner Ausbildung beigebracht hatte, aber auch sein Gehirn schien wie eingefroren. Das Einzige, woran er denken konnte, war die rettende Wärme.

Als Nico den Geländewagen endlich erreicht hatte, sank er erschöpft zu Boden. Sein Herz pumpte, zudem verhinderte das Zittern seiner Muskeln jede kontrollierte Bewegung. Der Impuls, einfach liegen zu bleiben und sich der Kälte widerstandslos zu ergeben, wurde beinahe übermächtig. Stöhnend vor Anstrengung, zog er sich an der offenen Autotür hoch, dann schob er sich Zentimeter für Zentimeter hinter das Lenkrad. Als er den Schlüssel im Zündschloss entdeckte, hätte er beinahe laut gejubelt, aber ihm fehlte die Kraft dazu. Stattdessen griff er mit seinen gefühllosen Fingern nach dem Schlüssel, und als er ihn schließlich zu fassen bekam, drehte er ihn auf die Startposition. Nichts geschah. Nico versuchte es erneut. Vergeblich. Der Motor sprang nicht an. Ein Blick auf die Anzeige bestätigte seine Befürchtung. Der Tank war leer. Wer immer den Wagen hier zurückgelassen hatte, musste den Motor laufen gelassen haben. Nico sackte auf das Lenkrad. Eine Welle der Panik durchflutete seinen Körper, drohte ihn mit sich zu reißen. Er zwang sich, trotz der Schmerzen in seiner Lunge möglichst gleichmäßig zu atmen. Auf keinen Fall durfte er jetzt die Nerven verlieren. Vielleicht fand er im Kofferraum ja wenigstens eine Decke, mit der er sich warm halten konnte.

Vorsichtig ließ er sich durch die offene Fahrertür zurück in den Schnee gleiten. Dann umrundete er den festgefahrenen Wagen. Als er sein Heck erreichte, stutzte er. Zuerst nahm er an, seine benebelten Sinne würden ihm einen Streich spielen, aber die Erscheinung verschwand nicht. Sie war real. Der Mann lag mit dem Gesicht nach unten, eine dünne Eisschicht bedeckte seinen Rücken und sein Hinterkopf wies eine grauenhafte Verletzung auf. Nico kämpfte gegen die aufsteigende Übelkeit an, aber ihm blieb keine Wahl. Der Tote trug einen warmen Parka und pelzgefütterte Stiefel und im Gegensatz zu ihm würde der Mann die Sachen nicht mehr brauchen. Also ließ er sich neben der Leiche in den blutrot gefärbten Schnee sinken, wobei er mit dem Knie gegen etwas Hartes stieß. Ungläubig starrte er auf den freigelegten Gegenstand. Anhand der Perlmutteinlagen in der Griffschale erkannte er die Waffe sofort. Mit einem Mal überkam ihn eine unheilvolle Ahnung. Schieres Entsetzen verdrängte die bittere Kälte. Er packte den Toten an der steif gefrorenen Schulter und drehte ihn mit letzter Kraft auf den Rücken. Als er ihm in die leblosen Augen sah, spürte Nico, wie etwas tief in seinem Inneren zerbrach.

Er richtete sich auf und legte den Kopf in den Nacken. Dann schrie er wie ein waidwundes Tier seinen Schmerz in die Stille des verschneiten Waldes hinaus.

BUCH I

GEISTER

1

Marine Corps Base Quantico, Virginia. Vier Wochen zuvor …

Die angehenden Special Agents waren spürbar nervös. Sie trugen Sportkleidung und ihre Reihe füllte den fensterlosen Gang bis zu den Aufzügen.

»Der Nächste, bitte!«

Nico löste sich aus der Schlange und betrat die Sicherheitsschleuse. Nachdem sich die automatische Tür mit einem kaum hörbaren Zischen hinter ihm geschlossen hatte, blickte er sich um. Die Kabine war mit antibakteriellen Synthetik-Kacheln ausgekleidet, ein Metallspind und ein knallgelber Plastikstuhl bildeten das einzige Mobiliar.

»Bitte entkleiden Sie sich!«, säuselte eine computergenerierte Stimme im Anti-Stress-Modus. Woher sie kam, konnte Nico nicht feststellen; nirgendwo gab es einen sichtbaren Lautsprecher. Er biss sich auf die Unterlippe und öffnete den Metallschrank. Auf der einen Seite stapelten sich sterile Kittel, daneben Einweg-Pantoffeln aus einem weichen, recycelbaren Material.

»Bitte entkleiden Sie sich!«,forderte ihn die Stimme erneut auf.

Plötzlich verspürte Nico das heftige Verlangen, einfach abzuhauen. Warum, das wusste er selbst nicht. Schließlich handelte es sich lediglich um die vorgeschriebene medizinische Abschlussuntersuchung. Eine Standardprozedur. Angesichts der Härten, die er in den vergangenen siebzehn Wochen seiner Ausbildung ertragen hatte, war seine Angst vor diesem Test geradezu lächerlich. Er hatte die theoretischen Prüfungen mit Bravour abgelegt, sich auf dem Schießplatz hervorgetan und auch den berüchtigten Yellow-Brick-Lauf und die Lügen detektortests überstanden. Jetzt blieb nur diese eine, diese letzte Hürde. Wenn er die ebenfalls nahm und das Ergebnis positiv ausfiel, würde man ihm morgen im Rahmen einer feierlichen Zeremonie die Urkunde und seine Dienstmarke überreichen. Dann hatte er es geschafft. Aber vielleicht war genau das der Grund dafür, dass ihm mit einem Mal der Schweiß ausbrach. Was, wenn er auf den letzten Metern scheiterte? Zu Beginn ihrer Ausbildung zum FBI-Agenten waren sie in ihrer Jahrgangsklasse über vierzig Anwärter gewesen. Jetzt warteten draußen auf dem Gang nur noch zweiundzwanzig Männer und Frauen darauf, dass sie an die Reihe kamen. Das Auswahlsystem war gnadenlos.

»Bitte ziehen Sie einen der bereitliegenden Kittel an!«,ermahnte ihn die künstliche Stimme. Ihre Tonlage hatte sich leicht geändert. Offenbar registrierten unsichtbare Sensoren sein Zögern.

Nico zog sich widerwillig aus. Er hängte seine Sporthose und das Laufshirt an die dafür vorgesehenen Haken, streifte einen der Kittel über und schlüpfte in die knisternden Plastikschlappen. Kaum war er fertig, öffnete sich die gegenüberliegende Wand und gab den Weg frei.

»Bitte verlassen Sie jetzt die Kabine!«

Erleichtert darüber, der Enge zu entkommen, flüchtete Nico in das angrenzende Behandlungszimmer. Ein leises Geräusch verriet ihm, dass sich die Kabinentür hinter ihm geschlossen hatte.

»Treten Sie näher!«

Der Arzt saß vor einem Monitor und drehte ihm den Rücken zu. Er deutete auf den hüfthohen Untersuchungstisch in der Mitte des Raumes. Er ähnelte einer flachen, mit Gel gefüllten Badewanne. Zahllose verschiedenfarbige Kabel verbanden die Hightech-Liege mit einem Computerterminal, das die Größe eines Kühlschranks besaß.

»Bitte machen Sie es sich schon einmal bequem«, forderte der Arzt Nico über die Schulter hinweg auf. Sein Kittel spannte auf seinem schmalen Rücken, und dem spärlichen weißen Haarkranz nach zu urteilen, musste er kurz vor dem Ruhestand stehen.

Nico raffte widerwillig den Kittel und kletterte in die flache, mit leitfähigem Gel gefüllte Wanne. Sofort spürte er, wie sich die träge Flüssigkeit seinen Körperformen anpasste. Sie fühlte sich kalt und warm zugleich an, beinahe wie lebendig. Der Arzt drehte ihm noch immer den Rücken zu. Aus den Augenwinkeln konnte Nico sehen, wie er mit dem Zeigefinger ungeduldig über einen Monitor wischte. Erst nach rechts. Dann wieder nach links.

»Ah, da haben wir Sie ja endlich!«, rief er aus, als hätte er soeben den Hauptgewinn gezogen. Doch dann verstummte er gleich wieder. Offenbar studierte er die elektronische Gesundheits-Akte seines Patienten. Die Minuten vergingen und das fortdauernde Schweigen machte Nico zunehmend nervös. Schließlich hielt er es nicht mehr länger aus. Er hob den Kopf über den schmalen Rand der Liege.

»Gibt es ein Problem?«, erkundigte er sich vorsichtig.

Keine Antwort. Stattdessen drehte sich der Arzt endlich um. Er hatte die Fünfzig tatsächlich weit überschritten. Das obligatorische Namensschild an seiner Brust verriet, dass er Dr. Halborg hieß.

Halborg stieß sich auf dem glänzenden Boden ab und rollte auf seinem Plastikhocker quer durch den Raum, bis er die Scanner-Liege erreicht hatte. Er musterte Nico.

»Sie haben Ähnlichkeit mit Ihrem Vater«, bemerkte er nach einer Weile.

Offenbar konnte er Nicos Verwirrung an seinem Gesicht ablesen, denn er lachte laut auf, was sich wie das Schnauben eines Ackergauls anhörte.

»Jetzt sehen Sie mich nicht so entgeistert an! Immerhin war Ihr Vater eine Legende. Der besteGhost, den dasBureauje hatte!«

Was ihn nicht davor bewahrt hatte, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, dachte Nico. Halborg nahm seinen rechten Arm und platzierte ihn in der aufgeklappten Schiene, die seitlich an dem Tisch befestigt war. Nachdem er mit der Ausrichtung des Handgelenks zufrieden war, verschloss er den Scanner wieder. Beinahe sofort glaubte Nico die winzigen Maschinen in seiner Blutbahn spüren zu können. So als würden sie in Erwartung neuer Aufgaben freudig hin und her flitzen. Aber das war natürlich reine Einbildung. Die medizinischen Nanobots, die er wie jeder andere im Körper hatte, waren so winzig, dass man sie mit bloßem Auge nicht einmal hätte erkennen können. Trotzdem bereitete ihm ihre schiere Existenz ein diffuses Unbehagen. Wie die meisten Menschen konnte er sich nur schwer daran gewöhnen, Maschinen in seinem Körper mit sich herumzutragen.

Ohne aufzustehen, rollte Dr. Halborg zur Steuerkonsole der Scanner-Liege hinüber. Die Gummisohlen seiner Schuhe verursachten auf dem glatten Boden ein quietschendes Geräusch.

»Ihr Vater und ich, wir waren zusammen in der Ausbildung«, sagte er, während er den in Nicos Arm implantierten Steuer-Chip mithilfe der Tastatur programmierte. »Wir waren so grün hinter den Ohren, wie Sie es jetzt sind.« Er hielt inne und sah ihn an. »Das, was passiert ist, tut mir wirklich leid. Wie lange ist das nun schon her? Zehn Jahre? Sie waren sicher gerade erst in der Schule, habe ich recht?«

Als die Bombe explodierte, war er in der vierten Klasse gewesen. Es geschah genau einen Tag vor den Sommerferien. Nico würde diesen Tag nie vergessen, aber was wusste dieser geschwätzige Arzt schon davon, wie es sich anfühlte, ohne Vater aufzuwachsen?

»Er war ein guter Mann und ein echter Patriot!« Dr. Halborg schüttelte mitleidig den Kopf und widmete sich wieder seiner Arbeit. Zuerst las er den Datenspeicher des Bio-Chips aus, der in Nicos linkem Unterarm implantiert war und die Nanobots in seiner Blutbahn steuerte, danach schickte er die dort gesammelten medizinischen Informationen an den zentralen Rechner. Nach und nach erschienen auf dem Bildschirm immer mehr bunte Zahlenkolonnen.

»Dann wollen wir mal«, murmelte Halborg. Er setzte eine altmodische Brille auf und begann damit, die farbigen Diagramme zu studieren, die der Computer in Sekundenschnelle aus den gesammelten Biodaten gezaubert hatte. Nico hielt unweigerlich die Luft an. Schließlich nahm Dr. Halborg seine antiquierte Sehhilfe wieder ab.

»In Ordnung, fangen wir mit dem Erfreulichen an«, sagte er, während er die Gläser mit dem Zipfel seines Kittels zu putzen begann. »Ihre Werte sind bestens. Allerdings sollten Sie mit sofortiger Wirkung das Kaffeetrinken einstellen.«

Er tippte mit dem Brillenbügel auf den Monitor.

»Hier, am 22. und 23. letzten Monats, verzeichneten die Nanobots einen Koffeingehalt in Ihrem Blut, der weit über dem erlaubten liegt. Auch Ihr Konsum von tierischen Produkten ist zeitweise bedenklich. Als angehender Special Agent sollten Sie eigentlich wissen, dass das allgemeine Gesundheitsvorsorge-Gesetz auch für Staatsbedienstete gilt. Sie sollten ein Vorbild sein, vergessen Sie das nicht!«

Nico schwieg. Was sollte er schon sagen? Auch wenn er sich sonst streng nach Vorschrift ernährte, bei Koffein machte er schon mal eine Ausnahme. Seltsamerweise hatte es eine beruhigende Wirkung auf ihn.

»Also gut«, seufzte Halborg, als er keine Antwort erhielt. Er setzte die Brille wieder auf. »Sie wissen, dass ich Ihnen den weiteren Genuss von koffeinhaltigen Getränken für eine Zeit untersagen muss«, erklärte er, während er seine soeben getroffene Maßnahme in Nicos G-Akte eintippte. »Vorschrift ist Vorschrift. Außerdem muss ich Ihren Konsum von tierischen Nahrungsmitteln herabsetzen. Ihre Cholesterinwerte schwanken mir zu sehr. Man wird Ihnen also vorerst kein Steak servieren. Dabei handelt es sich um eine rein prophylaktische Maßnahme, aber ich rate Ihnen, sie nicht zu ignorieren. Bei der nächsten Quartalsuntersuchung wird sich feststellen lassen, ob Sie sich daran gehalten haben. Denken Sie daran: Unseren kleinen Freunden bleibt nichts verborgen!«

Nico starrte an die weiß getünchte Decke. »Hat das Einfluss auf meine Diensttauglichkeit?«

Etwas anderes interessierte ihn nicht. Gleichgültig, wie gut man war – am Ende entschied allein die Einstufung auf der G-Skala darüber, wer in den Dienst übernommen wurde und wer mit einem feuchten Händedruck in das Nest zurückgeschickt wurde, aus dem er gekommen war. Seltsamerweise stammten die meisten aus Nicos Jahrgangsstufe an der Academy aus der tiefsten Provinz. Offenbar erhofften sie sich eine Art Erlösung. Bei ihm war das etwas anderes. Er hatte einen Auftrag. Deshalb durfte er auf keinen Fall scheitern.

Dr. Halborg schien seine Gedanken zu erraten. Er stand von seinem Hocker auf und trat neben den Untersuchungstisch.

»Keine Sorge, mein Junge«, sagte er, während er Nicos Unterarm aus dem Lesegerät befreite. Er wirkte amüsiert. »Der Analyse Ihrer Med-Daten nach sind Sie kerngesund. Sorgen Sie einfach dafür, dass es so bleibt!«

»Und meine Ernennung?«

»Aus medizinischer Sicht steht Ihrer Übernahme in den aktiven Dienst nichts im Weg«, erklärte Dr. Halborg. »Ich habe bereits mein Häkchen gemacht und Sie zur weiteren Verwendung empfohlen.«

Er lächelte:

»Ich begrüße Sie an Bord,Agent Stiller jr.!«

2

Niemand schenkte dem jungen Mann mit den Rastalocken Beachtung, der in dem Hauseingang herumlungerte und geräuschvoll einen verbotenen Energydrink durch einen Strohhalm schlürfte. Dabei ließ er das abgewohnte Mietshaus auf der anderen Straßenseite keine Sekunde aus den Augen.

»Geht das nicht leiser!?«, stöhnte Beta, die mit geschlossenen Augen neben ihm an der Wand lehnte.

»Sorry!« Sebastian zerknautschte den leeren Trinkkarton mit einer Hand und peilte durch die Menge der vorbeieilenden Passanten hindurch den Papierkorb an der Laterne an. Zu seinem Verdruss warf er zu kurz. Das Geschoss prallte auf den Korbrand, fiel auf den Asphalt und kullerte unter den Wäschereiwagen, der unter dem überdimensionierten Kampagnen-Plakat des Bostoner Gesundheitsamts parkte.

Beta zog die Lederjacke enger um ihren schmächtigen Körper. Ihre kurzen, knallrot gefärbten Haare glichen einem von nächtlichen Stürmen zerzausten Vogelnest.

»Wie spät ist es?«, erkundigte sie sich, ohne die Augen zu öffnen.

Sebastian warf einen Blick auf die Uhr an der nahen U-Bahn-Station.

»Zeit zum Aufstehen!«

»Mann, red keinen Scheiß!«, ächzte Beta. Sie streckte sich.

»Es ist gleich halb neun.« Sebastian griff nach dem Rucksack, der neben ihm auf den Stufen lag. »Wenn der Typ pünktlich ist, müsste er demnächst auf der Bildfläche erscheinen. Und pünktlich sind die immer, wenn es was zum Abgreifen gibt.«

»Du hättest wenigstens eine vernünftige Zeit ausmachen können!«, beschwerte sich Beta. »Für mich ist es noch mitten in der Nacht. Welcher normale Mensch läuft denn um die Zeit schon auf der Straße rum?«

Sie zog sich den Kragen ihres dünnen Pullovers bis unter die Nase und klemmte ihre Finger unter die Achseln. Der Wind war so früh am Morgen empfindlich kalt.

»Hey!«, empörte sich Sebastian. »Je früher, desto besser – das weißt du genau! Außerdem konnte ich nicht wissen, dass du wieder die ganze Nacht in diesem Laden rumhängst!«

Beta stellte sich taub. Sie hatte nicht die geringste Lust, sich zu rechtfertigen, nur weil sie ab und zu imTangokellnerte. Keine Frage, die Bar unten am Hafen war eine üble Spelunke, aber wen kümmerte das? Sie brauchte das Geld und außerdem war sie wie vereinbart am Treffpunkt erschienen. Der Rest brauchte Sebastian nicht zu interessieren. Auch wenn er in dieser Hinsicht anderer Meinung war.

»Entspann dich!«, sagte Beta. »Verrate mir lieber, wie viel heute im Jackpot ist.«

Sie rieb sich ihre pochenden Schläfen, um den Kopfschmerz zu vertreiben. Die Nachtschicht in dem muffigen Laden steckte ihr wie immer in den Knochen.

»Vierhundert«, brummte Sebastian beleidigt.

»Vierhundert!?« Mit einem Schlag war Beta wach. »Bist du bescheuert? Dafür lohnt sich ja nicht mal das Aufstehen!«

Sebastian schnaufte. »Wir können nicht jeden Tag einen Luxusschlitten verticken. Oder bist du heiß darauf, in den Knast zu wandern? Ich jedenfalls nicht!«

Der Porsche war ihr bislang einträglichster Fischzug gewesen. Sie hatten den potenziellen Käufer – einen jungen, arroganten Banker mit Hang zum Größenwahn – zur Probefahrt in eine Tiefgarage bestellt und ihn nach allen Regeln der Kunst hochgenommen. Der Coup hatte glatte Fünfzehntausend eingebracht. Für jeden von ihnen.

»Okay, okay, ist ja gut! Reg dich ab! Man darf doch mal fragen, wofür man seinen Arsch riskiert.« Beta massierte sich wieder ihre pochenden Schläfen. »Was hast du denn diesmal online gestellt?«

»Eine Karaoke-Anlage!«, erklärte Sebastian. »Supergeiles Teil und originalverpackt! Ein echtes Schnäppchen! Der Typ ist ganz versessen darauf. In seiner Mail hat er geschrieben, dass er das Ding unbedingt haben muss, weil ihn seine Enkelin sonst mit ihrer Bettelei in den Wahnsinn treibt.« Er grinste. »Schätze, jetzt wird die Kleine wohl auf ihr Geschenk verzichten müssen.«

»Und wenn schon!«, meinte Beta trocken. »Mir hat auch nie einer was geschenkt.«

Plötzlich stieß Sebastian sie an. Er deutete auf die andere Straßenseite. »Sieh mal: Ich glaube, da drüben ist unser Goldesel. Es geht los!«

Vor dem Mietshaus war ein älterer Mann stehen geblieben. Er trug einen Regenmantel und reckte unschlüssig den Hals. Ganz so, als suche er nach der richtigen Hausnummer.

»Bist du sicher, dass es diesmal der Richtige ist?«, erkundigte sich Beta. »So eine Pleite wie letzte Woche will ich nicht noch mal erleben.«

»Keine Angst, diesmal gehen wir auf Nummer sicher!« Sebastian griff nach dem Rucksack zwischen seinen Beinen und löste die Verschnürung. In ihm lag ein Gerät mit einer kurzen Hochleistungsantenne. Es besaß die Maße eines Laptops, wobei das Gehäuse um einiges massiver und klobiger wirkte.

»Was soll das sein?«, wollte Beta wissen.

»Ein mobiler Bio-Scanner«, erklärte Sebastian stolz. »Das Teil hat mich ’ne Menge Geld und Theater gekostet. Damit kann man die Bio-Chips anzapfen.«

»Ich dachte immer, die Scheißdinger sind verschlüsselt …«

»Glaubst du etwa alles, was die dir da oben erzählen?« Sebastian klappte den Scanner auf, ohne ihn aus dem Rucksack zu nehmen. »Das Teil hat leider nur eine Reichweite von ungefähr zwanzig Metern. Je nach Störungsquellen. Mehr ist noch nicht drin, aber ich arbeite daran.«

»Und wozu soll das gut sein?«, erkundigte sich Beta ohne großes Interesse. Sie wollte die Sache hinter sich bringen und endlich in ihr warmes Bett.

Sebastian sah sie an, als hätte sie den Verstand verloren. »Mann, das ist doch ganz einfach: Information bedeutet Geld, oder lebst du hinter dem Mond? Was glaubst du, was ein braver Familienvater dafür zahlt, dass seine Geschlechtskrankheit geheim bleibt?«

Auf dem Display des Apparats erschien eine Vielzahl von sich bewegenden, farbigen Icons. Die meisten leuchteten grün, einige waren gelb, andere wiederum rot. Sebastian zoomte mit seinen Fingerspitzen einen Bildausschnitt heran, woraufhin sich die Anzahl der rastlosen Punkte deutlich verringerte. Im Gegenzug wuchs ihre Größe und unter jedem von ihnen wurde eine sechzehnstellige Nummer lesbar.

»Und was ist das da?« Beta deutete auf ein neu aufgetauchtes lila Dreieck ohne Identifikationsnummer.

»Der Typ ist entweder Bulle oder irgendein Promi. Deren G-Akten sind wirklich verschlüsselt. Mit einem normalen Scanner wie dem hier kommt man da nicht ran.«

Endlich hatte er gefunden, was er suchte. »Da! Das müsste unser Freund sein!«

Mit der Fingerspitze tippte er auf ein Icon. Es war gelb und bewegte sich im Gegensatz zu den anderen nicht von der Stelle. In Sekundenschnelle öffnete sich eine Datei.

»Bingo«, sagte Sebastian, nachdem er sich durch die auf dem Chip gespeicherten Informationen geklickt hatte. »Gottfried Hansen – derselbe Name wie in der Mail. Irrtum ausgeschlossen!«

Beta schaute ihm fasziniert über die Schulter. »Ey, da ist ja sogar was zum Thema Sex verzeichnet! Ich wusste gar nicht, dass so was auch auf diesen Dingern gespeichert wird.«

Sie kratzte sich unwillkürlich die Stelle an ihrem linken Unterarm, an der auch bei ihr der Bio-Chip unter der Haut steckte. Währenddessen scrollte Sebastian weiter durch die medizinischen Aufzeichnungen.

»Oha, viel zu hohe Prostatawerte! Jetzt weißt du, warum bei dem Opa nichts mehr läuft«, grinste er. »Ich wette, der geht mindestens dreimal die Nacht pinkeln.«

Mit einem Fingertippen schloss er die Akte wieder und erneut wuselten unzählige bunte Lichtpunkte über den entspiegelten Bildschirm. Als Sebastian das Gerät ausschalten wollte, hielt er mitten in der Bewegung inne. Er strich sich eine verfilzte Locke aus den Augen und sah Beta entgeistert an.

»Dein … dein G-Status ist rot!«, stammelte er.

»Zeig her!« Beta riss den Scanner aus dem Rucksack, woraufhin ihr Sebastian das Gerät sofort wieder entwand und es hastig zurückstopfte.

»Bist du verrückt?«, zischte er, während er sich besorgt umblickte. Niemand schien sie zu beobachten. »Du bringst uns in Teufels Küche! Wenn sie uns mit dem Ding erwischen, sind wir geliefert. Die machen uns fertig!«

Nachdem er den Scanner wieder sicher verstaut hatte, sah er seine Partnerin fragend an. Beta wich seinem Blick aus, aber Sebastian ließ nicht locker. Schließlich wurde es Beta zu bunt.

»Ich bin clean,okay!?«, schnauzte sie ihn an. »Keine Ahnung, warum diese Schwachköpfe meinen Status wieder auf Rot gesetzt haben. Wahrscheinlich ist es nur ein Softwarefehler.« Sie erhob sich von den Betonstufen, gleichzeitig schloss sie mit einem energischen Ruck den Reißverschluss ihrer Lederjacke. »Also lass uns endlich anfangen. Sonst hätte ich mich auch ins Bett legen können.«

Sie nickte in Richtung des Mannes, der noch immer die Klingelschilder neben dem Hauseingang studierte. Er machte nach wie vor einen ratlosen Eindruck. Offenbar konnte er den gesuchten Namen nicht finden. Als eine Mutter mit Kinderwagen aus dem Haus kam, beobachteten Beta und Sebastian, wie der Alte sie ansprach, aber die Frau schüttelte nur gestresst den Kopf und eilte davon. Der Mann blickte ihr eine Zeit lang unschlüssig hinterher. Endlich wandte er sich mit einem Achselzucken zum Gehen.

»Na, los!«, sagte Beta. »Sonst verschwindet er noch in der U-Bahn. Und da sind Kameras!«

Sie trat zwischen die geparkten Autos, um die Straße zu überqueren, aber Sebastian bewegte sich nicht vom Fleck. Er blieb auf der Treppe hocken und knabberte an seiner Unterlippe.

»Mann, was ist los mit dir? Ich brauche die Kohle! Also komm endlich!«

Sebastian rührte sich nicht. »Nur wenn du mir erzählst, warum dein Status rot ist«, meinte er.

»Mann, ich hab’s dir doch gesagt: Da ist nichts! Vielleicht sind diese Nano-Scheißdinger in meinem Körper ja kaputt. Oder der Steuerchip hat eine Macke. Was weiß ich!«

»Versprich mir, dass du mich nicht anlügst.« Sebastian machte ein ernstes Gesicht.

Betas Blick tanzte zwischen dem Rentner und ihrem Partner hin und her. Schließlich gab sie nach.

»Also gut!«, stöhnte sie. »Ich verspreche dir: Das ist die Wahrheit! Ich habe keine Ahnung! Und jetzt beweg endlich deinen Hintern!«

Sebastian zögerte. Doch dann schnappte er sich den Rucksack, warf ihn über die Schulter und folgte Beta über die Straße. Drüben angekommen, hefteten sie sich unauffällig an die Fersen ihres Opfers. Es sah tatsächlich so aus, als wollte der Alte die U-Bahn nehmen. Beta beschleunigte ihre Schritte und verfluchte ihre hohen Absätze. Sie hatte es nicht mehr geschafft, in die WG zu fahren und sich bequemere Schuhe anzuziehen. Wie immer lief Sebastian ein paar Schritte hinter ihr, damit niemand bemerkte, dass hier ein perfekt eingespieltes Team am Werk war.

Sebastian ließ beim Gehen seine Fingerglieder knacken. Über Betas Schulter hinweg beobachtete er, wie ihr Opfer mit der Hand flüchtig gegen seine linke Mantelseite klopfte. Es war ein unbewusster Reflex, aber nun wusste er, wo sich das Geld befand. Vermutlich steckten die Scheine in einem Briefumschlag, fein säuberlich sortiert. Dann sah er, wie Beta vor ihm den Alten überholte und unmittelbar vor der U-Bahn-Treppe stehen blieb. Sie fasste sich an die Stirn, so als sei ihr soeben etwas Wichtiges eingefallen, dann drehte sie sich abrupt um und rannte mit der Schulter voraus in ihr Opfer. Danach sank sie mit einem spitzen Schmerzensschrei zu Boden. Das machte sie jedes Mal geradezu hinreißend, wie Sebastian fand. Der Alte hingegen war zu Tode erschrocken. Er bückte sich, um der jungen Frau mit den kurzen bunten Haaren wieder auf die Beine zu helfen.

»Oh, das tut mir leid! Das wollte ich nicht!«, sagte er hastig. »Ich hoffe, Sie haben sich nicht verletzt.«

Als er dem gestürzten Mädchen beim Aufstehen half, sprang ihm freundlicherweise ein langhaariger junger Mann zur Seite. Er trug einen Tagesrucksack über der Schulter und packte beherzt mit an. Die Hand, die ihm blitzschnell in die Innentasche seines Regenmantels fuhr, spürte der Mann nicht. Stattdessen zeigte er sich untröstlich über sein Missgeschick.

»Das tut mir unendlich leid!«, sagte er, als Beta vor ihm stand und sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Ellbogen rieb. Der hilfsbereite junge Mann war längst wieder in der Menge verschwunden. »Bitte entschuldigen Sie! Das war wirklich ausgesprochen ungeschickt von mir! Wenn Sie möchten, überlasse ich Ihnen gerne meine Karte.«

In dem Moment, in dem er nach seiner Brieftasche griff, wusste Beta, dass sie einen Fehler gemacht hatte. Sie hätte längst über alle Berge sein müssen, aber diesmal hatte sie sich bei dem Sturz tatsächlich wehgetan.

»Volltrottel!«, zischte sie den verdatterten Rentner an. »Lass mich bloß in Ruhe!«

Dann eilte sie, ohne sich noch einmal umzudrehen, in die Gegenrichtung davon. Ihr geprellter Ellbogen schmerzte höllisch, dennoch bemühte sie sich darum, kein Aufsehen zu erregen. Nachdem sie um zwei weitere Ecken gebogen war, beruhigte sich ihr Puls allmählich. Der Schmerz verschwand und auch ihre Laune besserte sich. Vierhundert Dollar – das machte zweihundert für jeden. Immerhin konnte sie damit für diesen Monat ihr Zimmer bezahlen. Außerdem sehnte sie sich nach einem Frühstück. Wahrscheinlich wartete Sebastian bereits in ihrem Stammcafé auf sie. Sie beschleunigte ihren Schritt. Ihre Laune hob sich beträchtlich und ohne diese ständigen Kopfschmerzen wäre sie sogar noch besser gewesen. Es fühlte sich an, als würde jemand in einem fort glühende Nadeln in ihr Gehirn stechen.

3

Tosender Applaus ließ die Mehrzweckhalle erbeben. Wilhelm Decroix erklomm das Rednerpult, über dem auf einer überdimensionalen Videowand das weltbekannte Firmenlogo vonNANOTECHNOLOGIESerstrahlte. Er lehnte seinen Gehstock an das Pult und ließ seinen Blick über die Köpfe des Publikums hinwegschweifen. Steinreiche Investoren, mächtige Fondsmanager und private Kleinanleger – in der Mehrzahl festlich herausgeputzte Pensionäre – rangelten mit der Presse um die besten Plätze. Direkt vor ihm legten Techniker der NetTV-Stationen letzte Hand an, Blog-Fotografen zappelten auf der Jagd nach der besten Perspektive umher. Decroix plat

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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