Teilautonome Arbeitsgruppen in kritischer Sicht - Stefan Lorenz - E-Book

Teilautonome Arbeitsgruppen in kritischer Sicht E-Book

Stefan Lorenz

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Führung und Personal - Sonstiges, Note: 2,0, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (Wiwi), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff der teilautonomen Arbeitsgruppe (siehe Anhang, Abb. 1) wird vorwiegend mit skandinavischen Automobilunternehmen assoziiert, die bereits in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Arbeitsgruppen etabliert haben (siehe Anhang, Abb. 2)1. Es handelt sich hierbei zumeist um Gruppen von drei bis zehn Personen2. Diesen wird im Rahmen des regulären Produktionsprozesses - außer den übergeordneten Produktions- und Investitionsproblemen - alle Entscheidungen der Planung, Ausführung und Kontrolle für die komplette Erstellung eines (Teil-) Produktes verantwortlich übertragen (siehe Anhang, Abb. 3)3. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter weitgehend selbstorganisiert Arbeitsaufgaben ausführen. Verbunden damit ist gleichzeitig eine Abnahme der direkten Einflussnahme von Vorgesetzten. Eine teilautonome Arbeitsgruppe kann als in der betrieblichen Organisationsstruktur kontinuierlich verankerte Organisationseinheit betrachtet werden (siehe Anhang, Abb. 4).4 [...] ______ 1 Vgl. Ridder, Hans-Gerd: Personalwirtschaftslehre, 1. Aufl., Stuttgart/Berlin/Köln 1999, S. 318 2 Vgl. Freund, Ferdinand/Knoblauch, Rolf/Racké, Gerhard: Praxisorientierte Personalwirtschaftslehre, 5. Aufl., Stuttgart/Berlin/Köln 1993, S. 102 3 Vgl. Ridder, Hans-Gerd: a.a.O., S. 318; Hentze, Joachim: Personalwirtschaftslehre 1, 6. Aufl., Bern/Stuttgart/Wien 1994, S. 412 f. 4 Vgl. Horndasch, Peter: Entwicklung, Einführung und Evaluation eines präventiven Arbeitssicherheitsprogramms für teilautonome Gruppenarbeit unter Nutzung psychologischer Erkenntnisse und Methoden in einem Unternehmen der Automobilindustrie, Diss. Frankfurt am Main 1996, S. 17

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Veröffentlichungsjahr: 2002

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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung.
2. Einführung teilautonomer Arbeitsgruppen
2.1. Abgrenzung teilautonome Arbeitsgruppen - klassische Arbeitsgruppen
2.2. Tätigkeitsspielraum.
2.3. Leitregeln für die Schaffung teilautonomer Gruppenarbeit.
2.3.1. Voraussetzungen für die Schaffung von teilautonomen Arbeitsgruppen
2.3.2. Machbarkeitsstudie vor der Einführung von teilautonomen Arbeitsgruppen.
2.3.3. Ergebnisse der Machbarkeitsstudie
2.4. Der Gruppensprecher.
2.4.1. Externe Koordination der Gruppe.
2.4.2. Interne Koordination der Gruppe.
2.4.3. Moderation von Gruppenbesprechungen.
2.4.4. Bearbeitung von Konflikten in der Gruppe
2.4.5. Ausführung direkter und indirekter Tätigkeiten
2.5. Führung bei teilautonomer Gruppenarbeit.
2.5.1. Veränderte Rolle des Vorgesetzten.
2.5.2. Vom Meister zum Coach
2.5.3. Kontinuierliche Weiterentwicklung des sozio-technischen Systems
2.5.4. Scheitern sozio-technischer Projekte
3. Probleme bei der Einführung teilautonomer Arbeitsgruppen.
3.1. Gruppendruck und gruppeninterne Machtdifferenzierung
3.1.1. Psychische Belastung.
3.1.2. Die HAWTHORNE-Studie
3.2. Gestaltungs- und Koordinationsprobleme bei der Schaffung teilautonomer
3.2.1. Gestaltungs- und Koordinationsprobleme auf Gruppenebene.
3.2.1.1. Autonomiegrad teilautonomer Arbeitsgruppen
3.2.1.2. Problem der Gruppenkommunikation
3.2.2. Gestaltungs- und Koordinationsprobleme auf Betriebsebene
3.2.2.1. Gruppengröße und Personalkontinuität
3.2.2.2. Problem der Handhabung geeigneter Anreizsysteme
3.3. Widerstände bei der Einführung teilautonomer Gruppenarbeit.
3.3.1. Widerstände bei den Arbeitgebern
3.3.2. Widerstände bei den Gewerkschaften.
3.3.3. Widerstände bei den betroffenen Arbeitspersonen.
4. Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit
4.1. Motivation.
4.1.1. Entstehen positiver Gefühle aus Aktivität
4.1.2. Motivation als Puffer gegen negative Gefühle
4.2. Arbeitszufriedenheit.
4.3. Das Volvo-Modell
4.3.1. Ursachenforschung
4.3.2. Lösungsansätze
5. Entlohnung in teilautonomen Arbeitsgruppen.
5.1. Entgeltsysteme
5.1.1. Grundlohn
5.1.1.1. Flexibilität und Lohnkosten
5.1.1.2. Grundlohn ohne leistungsorientierte Entgeltbestandteile
5.1.2. Leistungsentgelt
5.1.2.1. Leistungsbeurteilung und Leistungsmessung
5.1.2.2. Zeitlohn mit individueller Leistungszulage und Zusatzprämie als
5.1.2.3. Wahl des geeigneten Entlohnungskonzeptes.
5.2. Entgeltsysteme im Vergleich
5.2.1. Motivationswirkung der Entgeltsysteme
5.2.2. Ergebnisse des Vergleichs
6. Scheitern des Konzepts teilautonomer Arbeitsgruppen.
7. Zusammenfassung
Abbildung 1: Merkmale von Gruppenarbeit
Abbildung 2: Internationale Entwicklungslinien von Formen der Gruppenarbeit
Abbildung 3: Funktionsintegration in teilautonomen Arbeitsgruppen
Abbildung 4: Merkmale teilautonomer Arbeitsgruppen
Abbildung 5: Entscheidungen, die in der teilautonomen Arbeitsgruppe selbst getroffen
Abbildung 6: Unterschied zu klassischen Arbeitsgruppen
Abbildung 7: Regelkreismodell für teilautonome Arbeitsgruppen
Abbildung 8: Eignungskriterien für teilautonome Gruppenarbeit
Abbildung 9: Aufgaben des Gruppensprechers
Abbildung 10: Modell zur Führung von Gruppen
Abbildung 11: Aufgaben des Coachs bei teilautonomen Arbeitsgruppen
Abbildung 12: Primär- und Sekundäraufgaben in sozio-technischen Systemen
Abbildung 13: Sozio-technisches Modell der Gruppeneffektivität
Abbildung 14: Autonomiekriterien
Abbildung 15: Mit der Einführung teilautonomer Arbeitsgruppen Angestrebte Ziele
Abbildung 16: Wie entsteht Motivation?
Abbildung 17: Layout des Werkes in Kalmar
Abbildung 18: Lohnkomponenten

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1. Einleitung

Der Begriff der teilautonomen Arbeitsgruppe (siehe Anhang, Abb. 1) wird vorwiegend mit skandinavischen Automobilunternehmen assoziiert, die bereits in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Arbeitsgruppen etabliert haben (siehe Anhang, Abb. 2)1. Es handelt sich hierbei zumeist um Gruppen von drei bis zehn Personen2. Diesen wird im Rahmen des regulären Produktionsprozesses - außer den übergeordneten Produktions- und Investitionsproblemen - alle Entscheidungen der Planung, Ausführung und Kontrolle für die komplette Erstellung eines (Teil-) Produktes verantwortlich übertragen (siehe Anhang, Abb. 3)3. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter weitgehend selbstorganisiert Arbeitsaufgaben ausführen. Verbunden damit ist gleichzeitig eine Abnahme der direkten Einflussnahme von Vorgesetzten. Eine teilautonome Arbeitsgruppe kann als in der betrieblichen Organisationsstruktur kontinuierlich verankerte Organisationseinheit betrachtet werden (siehe Anhang, Abb. 4).4