Verlag: amicus - Verlag Kategorie: Fantasy und Science-Fiction Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2015

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E-Book-Beschreibung Theas Vermächtnis - Tina Hörchner

Thea, eine junge Frau des einundzwanzigsten Jahrhunderts, erfährt unerwartet, dass ihre Mutter nicht ihre leibliche Mutter ist. Dieses Geständnis ist der Beginn einer langen Reise, einer Reise nach Irland zur leiblichen Mutter, einer Reise mithilfe eines geheimnisvollen Tranks ins Mittelalter auf die Burg Cufhausen im Kyffhäusergebirge – und nicht zuletzt auch einer Reise auf dem Weg zu sich selbst, um herauszufinden, wer sie selbst wahrhaftig ist. Denn nicht nur eine Zeitreise und ein geheimnisvolles Amulett sind die fantastischen Ingredienzien für Theas Weg, sie selbst hat eine besondere Gabe von ihrer Mutter übernommen. Für mittelalterliche Verhältnisse wird sie zur perfekten Diplomatin, um kriegerische Unternehmungen zu befriedigen. Auch Theas Liebe geht verschlungene Wege durch Vergangenheit und Gegenwart. Sie muss sich nicht nur den unterschiedlichsten Gebräuchen, dem Fortschritt und der Moderne stellen, sondern wird gejagt von Theas leiblichem Vater Konrad, der für den „Trank des Lebens“ über Leichen geht.

Meinungen über das E-Book Theas Vermächtnis - Tina Hörchner

E-Book-Leseprobe Theas Vermächtnis - Tina Hörchner

Nachdruck oder jede Art der Veröffentlichung, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung und Quellenangabe.

Die Deutsche Bibliothek – CIP-Einheitsaufnahme – verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Im Internet abrufbar unter: http://dnb.ddb.de

Autorin: Tina Hörchner

Covergestaltung: Tölle Werbung, Burgstraße 15, 99706 Sondershausen

Hintergrund: shutterstock.com

Gestaltung des Amuletts: Luzie Aweh, Schrift & Grafik, Lange Straße 33, 99706 Sondershausen

© amicus-Verlag

Alle Rechte vorbehalten.

1. Auflage 2013

www.amicus-verlag.de

Satz: www.DTPMEDIA.de Mathias Gawlich

1. digitale Auflage: Zeilenwert GmbH 2016

ISBN 978-3-944039-56-5

Danksagung:

Thomas, du bist mein Seelenheil. Ich danke dir für unsere wundervolle Tochter und dass ich mein Leben mit dir teilen kann.

Meinen Eltern möchte ich für ihre bedingungslose Liebe danken und dass sie mich zu der gemacht haben, die ich heute bin. Natürlich gilt auch ein Dank an meinen Bruder, denn auch er hat seinen Teil dazu beigetragen.

Danke an meine Lektorin Bärbel Philipp aus Jena, die mich in meinem Vorhaben unterstützt und meiner Geschichte den Schliff verpasst hat.

Anika von Tölle Werbung aus Sondershausen gilt mein besonderer Dank für ihre tolle Unterstützung und die wunderschöne Gestaltung des Covers.

Luzie Aweh, Schrift & Grafik aus Sondershausen, danke ich für die wundervolle Darstellung des Amuletts.

Ingrid Maikath vom amicus-Verlag, Ihnen Danke ich, dass Sie mir die Möglichkeit gaben, aus meiner gesponnenen Phantasie tatsächlich ein Buch werden zu lassen.

Inhalt

Cover

Titel

Impressum

Widmung

Danksagung

Thea und Ben

Das Geheimnis

Der Entschluss

Eine Reise nach Irland

Das Amulett

Meine Mutter

Die besondere Gabe

Ein gewaltsames Ende

Eine Reise nach Thüringen

Reise in die Vergangenheit

Leben auf der Burg

Die Suche nach dem Elixier

Sammeln für den Wintervorrat

Herbst

Besuch aus der Gegenwart

Gefangen

Wieder in Freiheit

Endlich Nachricht von Andel

Neuerliche Begegnung mit dem Todfeind

Verliebt

Ein neues Leben?

Alltag im Mittelalter

Abreise

Missverständnisse

Verhandlungen

Der Überfall und seine Folgen

Frieden

Kyffhäuser, einundzwanzigstes Jahrhundert

Wieder in Irland

Trauer

Ein Neuanfang?

Worterklärungen

Handelnde Personen

Thea und Ben

Ich steckte den Schlüssel in meine Wohnungstür und drehte ihn langsam um. Meine Armbanduhr zeigte weit nach einundzwanzig Uhr an; ich fühlte mich kaputt und erschlagen, wie durch den Fleischwolf gedreht. Mein Körper und vor allem mein Innerstes waren ausgebrannt, einfach leer, als hätte mich jemand angezapft und langsam und qualvoll ausgesaugt. Jeder normale Mensch hätte sich gefreut, nach einem anstrengenden Tag – wie es heute wieder mal einer war – nach Hause zu kommen, doch mich kostete es immer wieder Überwindung, meine Wohnung zu betreten. Jeden Morgen war ich erleichtert, diesen so fremd gewordenen und verhassten Ort zu verlassen, und jeden Abend versuchte ich, meinen Feierabend irgendwie hinauszuzögern. Allein der Gedanke an die Einsamkeit in diesen mir einst so vertrauten Wänden drückte auf meine Stimmung.

Die schlimmsten Wochen meines Lebens lagen hinter mir, und dabei hatte das Jahr so gut begonnen. Mit gerade mal vierundzwanzig Jahren erhielt ich im Februar die Chance, bei Feister & Sohn in München als Innenarchitektin, meinem absoluten Traumberuf, mein Geld zu verdienen. Dieses Angebot, bei einer der renommiertesten Firmen arbeiten zu dürfen, konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Selbst Ben, mein leicht egozentrisch veranlagter Freund, stand zu hundert Prozent hinter meiner Entscheidung. Das wunderte mich anfänglich ein wenig, bedeutete es doch, dass sich unser gemeinsames Leben entscheidend verändern würde. Meine Freude über diese Möglichkeit verdrängte das kurz auflodernde Misstrauen gegenüber meinem Lebensgefährten. Ich schrieb seine sehr auf sich selbst bezogene Art schon immer seiner Erziehung als verwöhntes Einzelkind zu, und da dies die einzige Unart war, die Ben an den Tag legte, konnte ich relativ gut damit leben. Natürlich gab es immer wieder Momente, in denen ich mich mit Ben wie im siebten Himmel fühlte, allerdings konnte ich sie an meiner rechten Hand abzählen, so selten gab es diese harmonische Zweisamkeit. Für mich war es in den Monaten, die ich mit ihm verbrachte, schon ein Highlight, wenn er mal den Frühstückstisch am Sonntagmorgen deckte. Im Laufe unserer zweijährigen Beziehung hatte ich einmal mehr gelernt, dass ich meine Bedürfnisse und Wünsche in den Hintergrund zu stellen habe, um mich nicht um jedes noch so kleine Glücksgefühl zu bringen.

Nach und nach wurde dieser Umstand unerträglicher, seinen Höhepunkt erreichte er, als Ben seinen Job verlor, weil er irgendwelchen Bockmist gebaut hatte. Bis heute bin ich nicht dahintergekommen, was wirklich vorgefallen war. Die Gerüchteküche brodelte, es wurde von Stellenstreichung, Unterschlagung bis hin zu sexueller Nötigung gemunkelt. Ich schaltete meine Ohren auf Durchzug und glaubte seinen fadenscheinigen Ausreden.

Zu dieser Zeit war ich für nichts anderes aufnahmefähig, da ich mich inmitten meines ersten Projekts befand. Das Naturkundemuseum „Mensch und Natur“ beauftragte die Firma Feister & Sohn, eine komplexe Umgestaltung der Innenräumlichkeiten vorzunehmen, und mir wurde ein Teil der Leitung übertragen. Ich verlangte nicht viel von Ben, doch war es so verwegen, sich nach etwas Geborgenheit nach einem langen Arbeitstag zu sehnen? Leider sah die Realität anders aus, als ich sie mir in meinen Gedanken zurechtgesponnen hatte. Fast jeden Abend musste ich mir das gleiche Gejammer, die gleichen Fragen anhören, ob ich nicht wenigstens von unterwegs etwas zu essen hätte mitbringen können, wo und vor allem mit wem ich meine Zeit verbringen würde (mit ihm ja wohl nicht!), und zu guter Letzt ging es um Sex – der wäre auch nicht mehr das, was er mal war. Was war ich? Langweilig, eintönig, ohne jegliche Fantasie? Ich wollte einfach nicht streiten, denn ich brauchte meine Kräfte im Job. Und ich wollte mir einfach nicht von diesem faulen, egoistischen, seit Neuestem ständig Bier trinkenden Typen sagen lassen, wofür ich angeblich noch verantwortlich wäre. Die einzige Frage, die ich Ben an einem dieser ach so wundervollen Abende in sarkastischem Ton stellte, lautete: „Darf es denn noch ein Bier sein?“ Zu schade war jedoch nur, dass dieser Sarkasmus nicht bei Ben ankam, es kam nur ein „na klar“ als Antwort. Nach Luft schnappend drehte ich mich wutschnaubend um, um dieser verfahrenen Situation so schnell wie möglich zu entrinnen. Mein Körper wollte platzen vor Wut, gleichzeitig spürte ich einen Klumpen Eis in meiner Seele sitzen, der auch nach einer heißen Wanne nicht beginnen wollte zu schmelzen. Später lag ich dann in meinem Bett und versuchte mir zu erklären, was ich falsch gemacht haben könnte. Irgendwann nach Mitternacht schlief ich ein; es waren unruhige Nächte, Nächte voller wilder, aber auch schöner Träume, die eine tiefe Sehnsucht in mir weckten. Vieles vergaß ich am nächsten Morgen, doch sie veränderten langsam, Schritt für Schritt mein Leben.

Plötzlich, an einem Morgen, kam die Erkenntnis, dass dieser Mann nicht mehr zu meinem Leben gehörte. Während ich beim Arbeiten darüber nachdachte, wie ich Ben aus meinem Leben verbannen könnte, kam mir der Zufall zu Hilfe. Ich durfte erstmals meine Mittagspause zu Hause verbringen. Schon als ich den Schlüssel im Schloss drehte, überkam mich dieses seltsame Gefühl, dass mich etwas Unverhofftes erwartete. Ein Kribbeln durchzog meinen Körper. Der Weg zum Wohnzimmer war beschwerlich. Meine Füße fühlten sich an wie Blei, doch dann stand ich endlich an der Wohnzimmertürschwelle. Da sah ich Ben nackt mit zwei ebenfalls nackten Frauen im Arm friedlich auf meinem Sofa schlafen. Ich war wütend, verletzt, empört, der Anblick ekelte mich. Ich wollte schreien, doch mein Mund war ausgetrocknet, als hätte ich ein Kilo Sand gefrühstückt. Mein ganzer Körper zitterte. Es war mir unmöglich, meine Blicke von dieser grotesken Szene abzuwenden, ich klebte mit meinen Augen an diesem Bild wie die Fliege am Fliegenfänger. Nach einer kleinen Unendlichkeit schienen meine Stimmbänder endlich in der Lage zu sein, einen Laut zu äußern. Der jedoch war so laut und voller Hass, dass ich vor mir selbst erschrak. Das Ende der Geschichte ist schnell erzählt: Der sonst so großspurige, egozentrische Ben war kleinlaut und ängstlich wie ein geprügelter Hund. Ich sah noch niemanden so schnell seine Sachen zusammenraffen und weglaufen. Ich fiel auf den nächsten Stuhl, mein Körper bebte und zitterte. Ich weinte, ich lachte, ich trat mit voller Wucht vor meinen Schrank, was mir zwar Schmerzen verursachte, aber nichts zum gewünschten Wutabbau beitrug. Ich fühlte mich gleichzeitig beschmutzt und dann wieder frei.

Das Klingeln meines Handys holte mich unsanft aus diesem Gefühlschaos heraus. Meine Mutter – noch so ein psychischer Pflegefall – rief mich an …

Das Geheimnis

Sie klang anders als sonst, mit zittriger, fast weinerlicher Stimme bat sie mich um eine Unterredung. Eine Unterredung! Meine Mutter bat mich nie um eine Unterredung! Sie führte mit mir Unterhaltungen wie zwischen Freundinnen. Sie fand diesen, wie sie ihn nannte, Erziehungsquatsch immer blödsinnig. Ich glaube, die Siebzigerjahre hingen ihr immer noch nach. Sie liebte jegliche Art von Esoterik, versuchte jedem, der ihr über den Weg lief, aus der Hand zu lesen, angeblich träumte sie die Zukunft. Ich hielt nichts von diesem Quatsch. Umso mehr verwirrte mich ihr Gebrauch des Wortes „Unterredung“. So irritiert ich auch war, so sehr beunruhigte mich die aufgelöste Stimmung meiner Mutter am Telefon. Mein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich in zwei Minuten an der Arbeit sein musste– ein Ding der Unmöglichkeit. Ich entschied, mich für den Rest des Tages krankzumelden. Meine Konzentration wäre so oder so gen null gegangen. Außerdem war es Freitag, es hätte nicht mehr allzu viel zu tun gegeben. Folglich widmete ich mich meiner Mutter am Hörer und sagte, sie möge gleich bei mir vorbeikommen.

Nach etwa zwanzig Minuten klingelte es. Es war ein kurzes und zögerliches Klingeln. Nicht das lange und aufdringliche, welches ich eigentlich von meiner Mutter gewohnt war. Ich weiß nicht, aus welchem Grund sie diesen Klingelknopf immer so quälte, vielleicht eine Art Aggressionsabbau. Vielleicht sah aber auch nur so ihre Art aus, darauf aufmerksam zu machen, dass sie vor der Tür stand. Dennoch, an diesem Tag war das Läuten anders. Es klang fast ängstlich, wenn man ängstlich auf ein Klingeln projizieren kann.

Ich schleppte mich zur Tür, das vorher Geschehene immer noch in den Knochen. Eigentlich war ich für nichts aufnahmefähig, aber die Niedergeschlagenheit meiner Mutter am Telefon machte mir richtig Sorgen. Langsam, fast strauchelnd betrat sie meine Wohnung, ging durch den Flur und setzte sich mit letzter Kraft auf mein immer noch ausgezogenes, entweihtes Sofa. Ich stand etwas unschlüssig neben ihr und wusste nicht so recht, wie ich mit dieser mir völlig fremden Situation umgehen sollte. Schließlich bot ich ihr ein Glas Wasser an, in der Hoffnung, meiner Bewegungslosigkeit zu entfliehen. Meine Mutter lehnte dankend ab, bat mich aber, mich zu ihr zu setzen. Mein ganzer Körper wehrte sich gegen diese Vorstellung, meine befleckte, von irgendwelchen Tussies vollgeschwitzte Couch auch nur zu berühren. Meine Beine fingen wieder an, sich wie zu weich gewordenes Wachs anzufühlen. Bevor sich jedoch dieses Gefühl ganz in mir ausbreiten konnte und ich mich der Länge nach auf dem Flokati wiedergefunden hätte, ließ ich mich ohne weiteren Gedanken niedersinken.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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