Verlag: Books on Demand Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2018

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E-Book-Beschreibung Theodor spricht Getreidisch - Karin Hojdar

Das Geheimnis des Theodor Tompte handelt von einem kleinen Jungen, der auf einem Bauernhof aufwächst. Sein Leben ist sehr abwechslungsreich, spannend und lustig. Und wäre das nicht schon genug, passiert an seinem achten Geburtstag noch etwas Unerwartetes. Theodor hat auf einmal die Gabe, mit Getreide sprechen zu können. Was Theodor anfänglich jedoch noch nicht weiß, ist, dass dies alles aus einem guten Grund passiert. Welchem? Findet es heraus!

Meinungen über das E-Book Theodor spricht Getreidisch - Karin Hojdar

E-Book-Leseprobe Theodor spricht Getreidisch - Karin Hojdar

Mit diesem Buch möchte ich mich bei der Familie Mittermayr bedanken, auf deren Bauernhof ich einen wichtigen Teil meiner Kindheit verbringen durfte.

Inhaltsverzeichnis

Der Morgen des achten Geburtstages

Der Hofladen

Zeit sich um die Tiere zu kümmern

Die Überraschung

Apfelsaft und Brot

Die Schule ruft

Theodor lernt neue Freunde kennen

Die Vielfalt des Tompte- Hofes

Theodors Welt wird immer bunter

Theodor ist nicht der einzige Lauser am Hof

Der Tag des Schreckens

Das Geheimnis der Gabe

Zeit um zu Handeln

Das Fest möge beginnen

Ende gut, alles gut!

Der Morgen des achten Geburtstages

Theodor Tomptes Mutter Laura wartet gemeinsam mit dem Rest der Familie am Frühstückstisch auf ihn. Doch typisch Theodor kommt dieser wieder einmal nicht aus den Federn. Nicht einmal heute! Obwohl heute doch ein ganz besonderer Tag ist.

„Theodor!“, ertönt es laut vom Esszimmer herauf. „Theodor! Zeit zum Aufstehen! Du willst doch deinen eigenen Geburtstag nicht verschlafen!“ Doch Theodor schläft so tief und fest, dass auch der erneute Ruf seiner Mutter ihn nicht wecken kann. „Lotte, sei doch so gut und wecke deinen Bruder auf“, bittet Theodors Mutter seine kleine Schwester. Lotte seufzt leise, blickt dann zur Mutter auf und steht vom Tisch auf. Nachdem dies für sie nicht zum ersten Mal passiert, könnte man schon fast von einem Morgenritual sprechen. Lotte nimmt Anlauf und eilt die Treppen zu Theodors Zimmer hinauf, öffnet stürmisch die Türe, um dann mit kräftiger Stimme direkt in Theodors rechtes Ohr die Worte: „Theo, munter werden! Wir warten nur mehr auf dich!“, zu schreien. Man weiß nicht, ob es an der ´lieblichen´ Art seiner Schwester oder doch deren Stimmumfang liegt, doch Lotte schafft es tatsächlich jedes Mal, dass Theodor in nicht einmal einer Sekunde putzmunter vor dem Bett steht. Zugegeben, seine Augen sind zu diesem Zeitpunkt immer noch geschlossen, doch er kommt dem Frühstück doch einen bedeutenden Schritt näher. Lotte seufzt nun erneut, diesmal noch etwas lauter, dreht sich im Stand um, schnappt sich das nächstbeste Polster und saust damit die Treppen hinunter. Am Treppenende angekommen wird sie sogleich von der Mutter gerügt, dieses gefährliche Rutschmanöver doch das nächste Mal bitte sein zu lassen.

Während sich Lotte schon wieder am Frühstückstisch eingefunden hat, beginnt Theodor erst mit seinem Aufsteh-Manöver. Theodor streckt zuerst den rechten, dann den linken Arm in die Höhe, verbiegt den Rücken zu einem Hohlkreuz und reißt seinen Mund zu einem lauten Gähnen auf. - Phase eins eingeleitet! - Nun ballt er die Hände zu Fäusten, um sich anschließend die Augen zu reiben. - Phase eins geht in Phase zwei über! – Theodor öffnet nun vorsichtig seine Augen, um ihnen ausreichend Zeit zu geben sich an die intensive Sonneneinstrahlung am Morgen zu gewöhnen. - Phase drei ist abgeschlossen. - Theodor ist endlich wach! Nun nimmt auch er ein Polster vom blau– weiß- gestreiften Sofa, wirft sich darauf und flitzt wie auf einer Rodel sitzend die Treppen im Höllentempo Richtung Esszimmer hinunter. „Theo, muss das sein? Wie oft habe ich dir und deiner kleinen Schwester schon gesagt, dass das Rutschen zu gefährlich ist!“, schimpft Theodors und Lottes Mutter mit ernster Miene und erhobenem Zeigefinger. Lange kann sie aber nicht böse sein. Einerseits weil sie generell eine Frohnatur ist und niemals länger als eine Minute auf jemanden sauer ist und anderseits weil heute ja Theodors achter Geburtstag ist.

Theodor krabbelt in die Ecke der Esstischgruppe, entschuldigt sich bei seiner Mutter, nimmt dann einen großen Schluck heißen, stark nach Schokolade duftenden Kakao und stellt diesen anschließend mit einem lauten und sehr genüßlichem Seufzen wieder zurück auf den Tisch. Erst in diesem Moment fällt ihm die riesengroße Erdbeer-Joghurt Torte in der Mitte des Tisches auf. Was für eine Augenweide! Diese Torte zählt zu Theodors Lieblingsmehlspeisen, gefolgt von dem Zucchinikuchen mit Schokoguss und dem Karottenkuchen mit dünnem Zuckerguss. Gestern jedoch, als seine Mutter ihn fragte, welchen Kuchen er sich zum Geburtstag wünsche, rief Theodor, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachdenken zu müssen: „Erdbeer-Joghurt, auf alle Fälle Erdbeer-Joghurt!“

Theodor kann es nun kaum noch erwarten und auch Lotte schaut schon ungeduldig in Richtung Tortengabel. Beide müssen sich jedoch noch etwas gedulden, zuvor gilt es nämlich wie jedes Jahr Kerzen auszupusten und ein Geburtstagslied zu singen. Theodor pustet die acht Kerzen im Nu aus und Lotte stimmt sogleich das Lied an: „Happy Birthday to you, Marmelade im Schuh, Aprikose in der Hose und `nen Kornspitz dazu“. Lotte ist, genau wie ihr großer Bruder, immer für einen kleinen Scherz zu haben.

„Wer will ein Stück Torte haben?“, fragt Theodors Papa Thore. „Ich, ich, ich!“ rufen beide Kinder um die Wette. „Alle bekommen Kuchen, zuerst Theodor, weil er ja heute unser Geburtstagskind ist und dann Lotte“, entscheidet der Vater.

Theodor streckt sein Teller Richtung Torte. Sein Vater plaziert ein ganz großes Stück darauf, das Theodor unverzüglich verputzt. „Langsam, mein Lieber!“, ermahnt Theodors Mutter, „sonst kannst du gar nicht schmecken, wie gut sie eigentlich geworden ist!“ „Mmhmm-kay!“, murmelt Theodor mit vollem Mund. Egal welchen Kuchen oder welche Torte Laura bäckt, tut sie dies immer mit den besten Zutaten vom hauseigenen Bauerngarten und der am Hof hergestellten Produkte. Es wäre demnach wirklich zu schade gewesen, hätte Theodor den fruchtig süßlichen Geschmack der leuchtend roten Erdbeeren, die cremige Beschaffenheit der Joghurtmasse und den flaumig- gebackenen, gelben Biskuitboden nicht wahrgenommen. Was für ein Genuss!

Nachdem alle ein Stück von der wohlschmeckenden Torte hatten, schlägt Laura vor sich nun um den Hofladen zu kümmern. „Normalerweise erledigen wir das ja vor dem Frühstück, doch Theodors Geburtstag hatte diesmal Priorität. Nichts desto trotz, die Hühner wollen ihre Eier loswerden“, meint die Mutter bestimmend. Für Lotte und Theodor ist das nichts Neues. Sie stehen vom Tisch auf, nehmen die Teller, stellen diese zum Abwaschen in die Spüle und gehen ins Vorzimmer, um sich stallfertig zu machen. Zuerst die blaue Latzhose über das gelbe T-Shirt und dann natürlich noch die knallroten Gummistiefel. Fertig! Lotte bindet sich ihre langen, rotblonden Haare zu einem Zopf und schützt diese durch ein hellrosa Kopftuch, mit vielen bunten kleinen Blumen darauf. Ach, wie entzückend sie doch beide aussehen!

Der Hofladen