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Das Unmögliche war passiert.
Tiefenbohrung, Deep Drilling, von Fiorella Franchini ist ein fesselnder kurzer Mystery-Thriller voller Wendungen in den Gassen von Neapel und den Campi Flegrei.
Ein beunruhigender Telefonanruf, mysteriöse Schatten, die im Dunkeln tückische Ränke schmieden … Werden eine neugierige Journalistin, ein leicht verrückter russischer Geologe und ein charmanter Söldner die Bedrohung abwenden können, die plötzlich über der Stadt schwebt?
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Veröffentlichungsjahr: 2023
Fiorella Franchini
Tiefenbohrung
Deep Drilling
Mystery-Thriller
Copyright © by Authors/Bärenklau Exklusiv
Cover: © Steve Mayer nach Motiven, 2023
Übersetzung: Bärenklau Exklusiv
Verlag: Bärenklau Exklusiv. Jörg Martin Munsonius (Verleger), Koalabärweg 2, 16727 Bärenklau. Kerstin Peschel (Verlegerin), Am Wald 67, 14656 Brieselang
Die Handlungen dieser Geschichte ist frei erfunden sowie die Namen der Protagonisten und Firmen. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und nicht gewollt.
Alle Rechte vorbehalten
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Das Buch
Tiefenbohrung – Deep Drilling
1.
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6.
7.
8.
9.
Biografische Notiz
Das Unmögliche war passiert.
Tiefenbohrung, Deep Drilling, von Fiorella Franchini ist ein fesselnder kurzer Mystery-Thriller voller Wendungen in den Gassen von Neapel und den Campi Flegrei.
Ein beunruhigender Telefonanruf, mysteriöse Schatten, die im Dunkeln tückische Ränke schmieden … Werden eine neugierige Journalistin, ein leicht verrückter russischer Geologe und ein charmanter Söldner die Bedrohung abwenden können, die plötzlich über der Stadt schwebt?
***
An diesem Winternachmittag waren die Farben der Luft gedämpft, getrübt durch den tobenden Sturm. Claudia schwankte einige Augenblicke lang in ihren Gedanken. Die Sendung war gut gelaufen, zwei Stunden Musik und Information, ein sehr gutes Publikum, und an Überraschungen hatte es nicht gemangelt.
Der Anruf kam kurz nach der Rede von Elisa Gargano, der Direktorin des Vesuv-Observatoriums, über die Ankündigung möglicher Bohrungen in den Campi Flegrei.
»Wie heißen Sie und von wo rufen Sie an?«, hatte sie wie üblich aus den Studios des Radio Club Napoli gefragt.
»Ich bin Mikhail und ich rufe … egal …«, antwortete eine Stimme mit ausländischem Akzent.
Stille, wenn man auf Sendung ist, ist wie ein Strudel, der einen in sich hineinzieht, und Claudia hat sich am Mikrofon festgehalten.
»Wir haben Mikhail verloren, aber lassen Sie uns zum zweiten Anruf übergehen …«
»Nein, ich bin hier«, hatte der Mann geantwortet. »Das ist Wahnsinn!«, hatte er nach einer weiteren Pause gerufen.
»Sie glauben also, dass die Ausbeutung unserer geothermischen Ressourcen Gefahren birgt.«
»Ich weiß es. Ich bin Geologe, aber es ist nicht die Wissenschaft, die mir Gewissheit gibt.«
»Was meinen Sie?«
»Was da ist, muss bleiben, wo es ist. Wir haben schon in Kola einen Fehler gemacht …«, hatte der Mann fortgesetzt.
»Mikhail, was ist mit Kola passiert?«
»Ich hörte die verdammten Schreie … Und ich sah den geflügelten Dämon, der den Sieg ausrief … Es wird auch hier geschehen und das Böse wird mit entsetzlichem Feuer kommen … Ich bin Mikhail Azzarof und ich habe keine Zeit mehr …«
Wie alle apokalyptischen Vorhersagen hatte die Geschichte bei ihr einen Schauer der Ungeduld ausgelöst, der durch den Titelsong der Sendung in den Hintergrund gedrängt worden war. Sie verließ den Aufnahmeraum und schaute aus dem Fenster. Am Hafenkai, dem nach Hongkong verkehrsreichsten der Welt, herrschte eine ungewöhnliche Ruhe, keine anlegenden Kreuzfahrtschiffe oder Horden von Passagieren, die sich vor der Maritime Station drängten. Vor allem die Abreisen erfüllten sie mit einer ungewohnten Melancholie, als würden sie Teile dieser erstaunlichen Stadt mit sich nehmen, die anfangs schüchtern war, dann aber großzügig gegenüber jedem, der ihr Interesse zeigte.
»Wohin gehen Sie?«, fragte der Direktor und hielt sie an. »Im ehemaligen Industriegebiet von Bagnoli ist ein Feuer ausgebrochen, schauen Sie sich um oder soll ich jemand anderen schicken?«
»Ich bin schon da!«, rief die Frau und schloss die Studiotür schnell hinter sich.
Der Abend brach herein, verdunkelte das Grau und löste die blauen Flecken auf. Als wir uns dem alten Italsider Stahlwerk näherten, war die schwarze Rauchsäule schon von weitem sichtbar. Mit heulenden Sirenen eilten Feuerwehr und Polizei herbei. Claudia fuhr in ihrem »Kielwasser« weiter, umging einen großen Teil der Autoschlange und entschuldigte sich selbst für ihr Fehlverhalten im Namen des Rechts auf Berichterstattung.
