Timetravel #22: ...und Troja starb im Feuermeer - Horst Weymar Hübner - E-Book

Timetravel #22: ...und Troja starb im Feuermeer E-Book

Horst Weymar Hübner

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Beschreibung

TIMETRAVEL - Reisen mit der Zeitkugel Band 22 von Horst Weymar Hübner Der Umfang dieses Buchs entspricht 102 Taschenbuchseiten. Der Auftrag: Reisen Sie in das Jahr 1184 v. Chr. an den Ort der Stadt Troja und versuchen Sie in Erfahrung zu bringen, aus welchen Motiven heraus der Krieg der Griechen gegen Troja geführt wurde und welchen Wahrheitsgehalt die Dichtung Homers hat. Versuchen Sie weiter zu klären, wie vielen Bewohnern der Stadt nach der Einnahme die Flucht gelang, da Troja ja über keine Schiffe mehr verfügte. Konsortium der Sieben

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Seitenzahl: 105




Horst Weymar Hübner

Timetravel #22: ...und Troja starb im Feuermeer

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

… UND TROJA STARB IM FEUERMEER

TIMETRAVEL - Reisen mit der Zeitkugel

Band 22

von HORST WEYMAR HÜBNER

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 102 Taschenbuchseiten.

 

Der Auftrag:

Reisen Sie in das Jahr 1184 v. Chr. an den Ort der Stadt Troja und versuchen Sie in Erfahrung zu bringen, aus welchen Motiven heraus der Krieg der Griechen gegen Troja geführt wurde und welchen Wahrheitsgehalt die Dichtung Homers hat. Versuchen Sie weiter zu klären, wie vielen Bewohnern der Stadt nach der Einnahme die Flucht gelang, da Troja ja über keine Schiffe mehr verfügte.

Konsortium der Sieben

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author / Cover nach einem Motiv von Adam Elsheimer mit Steve Mayer, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

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Prolog

Am 5. Juli 1984 glückte Professor Robert Hallstrom das wahrhaft fantastische Experiment, winzige Substanzteile zu ent- und zu rematerialisieren. Und er errechnete, dass diese Substanzteile im Zustand der Körperlosigkeit mit ungeheurer Geschwindigkeit in der 4. Dimension zu reisen vermochten - also nicht nur durch den Raum, sondern auch in die Vergangenheit und in die Zukunft.

Mit seinem Assistent Frank Jaeger und dem Ingenieur Benjamin Crocker begann er, diese Entdeckung für die Praxis auszuwerten. Er wollte ein Fahrzeug bauen, das sich und seinen Inhalt entmaterialisieren, dann in ferne Räume und Zeiten reisen, sich dort wieder rematerialisieren und nach dem gleichen Verfahren wieder an den Ursprungsort und in die Ursprungszeit zurückkommen konnte. Doch nach vier Jahren musste der Professor seine Versuche aus Geldmangel einstellen.

Die superreichen Mitglieder vom „Konsortium der Sieben“ in London boten ihm aber die fehlenden Millionen unter der Bedingung an, dass sie über den Einsatz der Erfindung bestimmen könnten. Der Professor erklärte sich einverstanden, konnte weiterarbeiten und vollendete am 3. Mai 1992 sein Werk: die Zeitkugel. Seit diesem Tag reisen der Professor, sein Assistent und der Ingenieur im Auftrag des „Konsortiums der Sieben“ durch die 4. Dimension.

Dieser Roman erzählt die Geschichte der Ausführung eines derartigen Auftrags.

1

Stein und Mörtelstaub trieben in der muffigen Luft. Ein säulenartiger Pfeiler lag zerborsten am unebenen Felsboden, und ein bedrohliches Knirschen drang von oben aus der Decke.

Professor Hallstrom richtete den Strahl seiner Lampe nach oben. Die Decke bestand aus unregelmäßigen Steinblöcken. Einige hatten sich gesenkt und drohten herabzustürzen. Aus den Fugen rieselte Mörtel und bildete im grellen Lichtkegel neue Staubwolken.

Frank Jaeger rieb sich Dreck aus den Augen und blickte ziemlich bestürzt den Professor an. Sie waren mit ihrer Zeitkugel an einem Ort herausgekommen, der keinerlei Ähnlichkeit mit dem Lager der griechischen Völker vor Troja hatte!

Stattdessen steckten sie irgendwo unter der Oberfläche in uraltem Gemäuer, das ihnen im nächsten Moment auf den Kopf fallen konnte.

Ben Crocker, der dritte Mann des Teams, etwas massig geraten und dadurch behäbig wirkend, richtete seine Lampe auf die zerborstene Säule. Dann geisterte der Lichtstrahl weiter und beleuchtete die unregelmäßigen Wände des Raumes.

„Der Teufel soll mich holen, wenn das nicht eine uralte Felskammer ist, in der seit zweihundert Jahren kein Mensch mehr gesehen wurde“, sagte Ben Crocker dumpf.

Es gab kein Echo. Die kahlen Quaderwände warfen nichts zurück. Nur oben knirschte es in der Decke, und eine neue Dreckwolke kam herunter.

Professor Hallstrom drehte das Gesicht in Bens Lampenlicht. Verständnislosigkeit und Bestürzung lagen in seinem Blick.

„Da muss ein Irrtum vorliegen, Ben.“ Er sprach hastig, und seine Stimme war schrill und verriet die aufkommende Panik. „Die Griechen können doch nicht solche Anlagen unter ihrem Lager errichtet haben! Durch die Nähe des Meeres müsste doch Grundwasser eindringen. Oder zumindest vom Fluss Skamandros her. Ben, verdammt, sagen Sie doch was und stehen Sie nicht rum!“

Ben Crocker legte bedächtig seinen Radar-Timer frei und las die Angaben ab. Brummend hob er die Schultern. „Wir sind nicht um einen Zentimeter vom programmierten Landeplatz abgewichen - weder in der Höhe noch flächenmäßig.“ „Vielleicht hat sich ein Fehler in die Programmierung eingeschlichen?“, meinte Hallstrom fast verzweifelt angesichts der Erkenntnis, dass sie keine Ahnung hatten, wo sie herausgekommen waren.

Scharf und schnappend entgegnete Frank Jaeger: „Ich habe nicht falsch programmiert und weise auch nur den Verdacht auf einen Fehler in dieser Richtung zurück!“ Ben winkte ab. „Ob Fehler oder nicht, bringt uns hier nicht raus. Ich habe den bösen Verdacht, dass sich in über zweitausend Jahren die geologische Struktur dieses Gebietes ganz beträchtlich verändert hat. Es gehört zum Bebengebiet.“ Er schnippte mit den behandschuhten Fingern. „Ja, dieses Gebiet lag zur Zeit des Trojanischen Krieges viel höher und ist später abgesunken. Teufel, wir sind gar nicht in irgendeinem alten Gemäuer auf der Oberfläche herausgekommen! Wir stecken im Boden!“

„Sehr scharfsinnig!“, meinte Hallstrom spitz. „Das habe ich auch bereits herausgefunden.“

Ben zog den Bauch etwas ein. „Sie mit Ihren Direktsprüngen!“, knurrte er. „Ich habe schon immer gesagt, dass uns das noch in Teufels Küche bringen wird. Diesmal ist es passiert. Ich habe immer für eine Orientierungslandung plädiert mit entsprechendem Sicherheitsabstand zur Oberfläche. Hätten wir’s so gemacht, wäre das jetzt nicht passiert. Ich wundere mich bloß über unser unverschämtes Glück, dass die Zeitkugel in diese unterirdische Kammer hineingepasst hat.“

„Nur hat es dabei diese Säule weggedrückt, die bisher die Decke oben gehalten hat“, fügte Frank hinzu.

Hallstrom reckte angriffslustig das Kinn vor. „Aha, die Herren sind sich mal wieder einig. Schön, zugegeben, es war ein Fehler, und ich nehme die Verantwortung auf mich ...“

Um ein Haar hätte er statt der Verantwortung die halbe Decke auf sich liegen gehabt. Ben hörte das verstärkte Knirschen von oben und handelte in Sekundenbruchteilen. Er stieß Frank gegen die Wand, sprang gleichzeitig vor und fegte Hallstrom mit einer wilden Armbewegung aus dem Gefahrenbereich.

Mit Getöse und grollendem Poltern brachen Steinblöcke aus der Decke und schlugen herab. Berge von Schutt fielen hinterher. Kalkiger Staub wallte auf und nahm den tödlich erschrockenen Männern die Sicht.

Von oben kam noch ein Quader herab, überschlug sich auf dem Schuttberg und stürzte der Stelle zu, an der Ben Crocker an die Wand gepresst stand.

Buchstäblich im letzten Moment erkannte er in den Dreckwolken die Gefahr und sah, dass das, was auf ihn zukippte, ein mächtiger Opferstein war.

Er warf sich zur Seite, spürte, dass ihn der Quader noch an der Hüfte streifte, und hörte den dumpfen Anprall des Steines an der Wand. Es hätte ihn jämmerlich zerquetscht, wäre er noch an dieser Stelle gestanden.

Im Lichtkegel seiner Lampe tauchte Hallstrom auf, der aus dem hinteren und weniger gefährdeten Teil des Raumes heranwankte und kurzsichtig wie ein Maulwurf in das grelle Licht und den Mörtelstaub blinzelte.

„Frank?“, krächzte Ben ihn an. „Wo ist er?“

„Hier!“, kam es von der Seite. „Keine Sorge, ich bin noch in einem Stück.“ Franks Lampe ging an. Er stand keine zwei Meter entfernt.

Träge senkte sich der Staub und gestattete den Männern, das Licht auf die eingebrochene Decke zu richten. Ein mächtiges gezacktes Loch gähnte dort. Darüber schien sich ein weiterer unterirdischer Raum zu befinden, in dem es finster wie in einem zugenähten Sack war.

„Verdammt, wir sind aber ganz schön tief angekommen!“, staunte Ben.

Frank wies auf den Schutthügel unter dem Loch, der ziemlich weit hinaufreichte. „Mit etwas Glück könnten wir es schaffen, da hinaufzukommen.“

„Pass bloß auf“, warnte Ben. „Mich hat ein Altarstein beinahe an die Wand geklebt.“

„Altarstein?“, fragte Hallstrom. „Wo?“

Ben führte ihn hin.

Mit wissenschaftlichem Eifer betrachtete der Professor den Block, der schräg gegen die Wand geprallt und in dieser Lage zur Ruhe gekommen war. Hastig schaltete er seine Lampe ein und richtete den Strahl auf den kunstvoll behauenen Stein, der durch den Sturz etwas von seiner Schönheit eingebüßt hatte.

Hallstrom wischte eine Längsseite vom Mörtel frei. Schriftzeichen kamen zum Vorschein.

Ben und Frank schauten dem Professor neugierig über die Schulter, der plötzlich zu keuchen begann.

„Unvorstellbar!“, murmelte Hallstrom.

„Sieht aber nicht nach griechischer Schrift aus“, meinte Ben auch sichtlich erstaunt. „Und die haben die Trojaner doch benützt, wenn ich mich nicht irre. Mensch, das sieht wie die babylonische Schrift aus.“

„Das sieht nicht nur so aus, das ist es tatsächlich.“ Hallstrom war mächtig beeindruckt von der Entdeckung. „Das wirft ein völlig neues Licht auf Troja.“

Frank Jaeger hatte ziemlich viel Staub geschluckt und räusperte sich die Kehle frei. „Lassen Sie sich bloß nicht zum Narren halten, Professor!“, warnte er. „Troja hatte nichts mit Babylon zu schaffen.“

Hallstrom richtete sich auf und drehte sich um. Er schüttelte eigensinnig den Kopf. „Mehr als Sie glauben. Das von den Griechen zerstörte Troja war die siebte oder achte Stadt, die auf den Trümmern zerstörter Vorgängerinnen errichtet war. Eine der Städte vor Troja muss zum Hethiter-Reich gehört haben, das ja seine Hauptstadt auf dem Gebiet der Türkei hatte. Und die Hethiter waren ziemlich mächtig und besaßen überall hin Verbindungen, sogar nach Ägypten zu den Pharaonen. Mit Ramses II. gab es einen Freundschaftsvertrag und mit dem Pharao Echnaton Krieg. Sogar das babylonische Reich haben sie erobert und für einige Zeit im Besitz gehabt. Über viele hundert Jahre war die babylonische Sprache die Sprache der Gesandten und der Priester. Ich behaupte, dass das ein hethitischer Opferstein ist. Die babylonische Keilschrift können Sie ja wohl nicht wegleugnen!“

Frank brummte etwas, es klang aber nicht zustimmend.

Ben Crocker ließ plötzlich einen saftigen Fluch los. „So ein dreimal verdammter Mist! Wissen Sie, was Sie da sagen, Professor? Wenn das ein hethitischer Stein aus einer älteren Stadtschicht unter Troja ist, dann bedeutet das, dass wir nicht unter dem Lager der Griechen am Meer in einem versunkenen Tempel hocken, sondern irgendwo unter der belagerten Stadt Troja!“

Hallstrom riss erschreckt die Augen auf.

Frank Jaeger schluckte hörbar. Nach einer Weile beängstigender Stille sagte Ben sarkastisch: „Das sind nette Aussichten. Vielleicht werden wir bei der Erstürmung der Stadt erschlagen oder vom Feuer verbrannt. Irgendwann musste es ja mal schiefgehen.“

2

Ben stand oben auf dem Schuttberg, hatte die Hände zum Steigbügel gefaltet und wuchtete Frank in den stockdunklen Raum über der Kammer.

„Leg dich flach hin, Arme und Beine auseinander, bevor die Decke vollends einstürzt!“, rief Ben.

„Schon geschehen“, antwortete Frank. Dann meldete er: „Der Raum hier ist viel größer. Da hinten scheint der Boden aus gewachsenem Fels zu bestehen. Ich krieche hin.“

„Gut“, knurrte Ben und wartete auf Hallstrom, der sich auf Händen und Füßen den Schuttberg heraufbewegte und fortwährend etwas murmelte.

Ben hielt ihm die Hände hin. Hallstrom setzte einen Fuß in den gebildeten Bügel, stützte sich auf Bens Schulter ab und ließ sich nach oben hieven.

Mit etwas Schwung half Ben nach. Der leichte Professor schoss förmlich durch das gezackte Loch in der Decke und plumpste oben hin. Die Erschütterung ließ neue Mörtelwolken aus den Ritzen der Steinblöcke quellen.

Ben wartete, bis Hallstrom davongekrochen war. Dann spannte er alle Muskeln an, duckte sich etwas und nahm Maß.

Wie eine losgelassene Spannfeder flog er hoch, warf die Arme nach vorn auf den Boden der oberen Kammer und biss die Zähne zusammen, als ihn sein Körpergewicht in die Tiefe hinabzureißen drohte. Er prellte sich den Magen und die Hüftknochen und erwartete, dass die Steindecke, an der er hing, vollends einstürzte.

Unter ihm polterte es grollend. Doch die Decke hielt seinem Gewicht stand, und langsam kroch Ben Crocker in die zweite Kammer und bewegte sich auf Händen und Füßen wie eine unförmige riesige Spinne aus dem Bereich der einsturzbedrohten Decke.

Frank hatte richtig beobachtet. Ein Stück weiter bestand der Untergrund wirklich aus gewachsenem Fels. Zwar war er bearbeitet und geglättet, aber er bestand aus einem einzigen Stück. Die Quarzadern, die ihn durchzogen, waren an keiner Stelle unterbrochen.

Im Hintergrund stieg der Fels senkrecht zu einer glatt behauenen Wand auf. Frank leuchtete diese Wand an und machte Hallstrom auf etwas aufmerksam. Der Professor war verbissen mit seinem Armbandrechner beschäftigt und schüttelte schließlich den Kopf.

„Ben, es kann gar nicht Troja sein“, meinte er geradezu erleichtert. „Vielleicht ein bis heute unbekannt gebliebener Ort in der Nähe des Griechen-Lagers.“

„Lassen Sie sich den Zahn lieber gleich ziehen“, erwiderte Ben düster. „Da es da unten kein Grundwasser gibt, muss die Kammer über dem Wasserspiegel liegen. Der einzige Ort, wo zwei und mehr solcher Kammern übereinander unterzubringen wären, sind die Hügel, auf denen Troja erbaut ist. Das gesamte Land ringsum ist topfeben und liegt bestenfalls zehn Meter über Meeresniveau.“

Hallstrom starrte ihn aufsässig und mit dem beleidigten Stolz des unverstandenen Wissenschaftlers an. „Aber meine Messungen!“ Er deutete auf seinen Armbandrechner. „Zwischen der Stadt und dem Griechen-Lager bestand eine ziemliche Distanz. Vier Wegstunden etwa, das bedeutet rund zwanzig Kilometer. Wir können uns nicht um zwanzig Kilometer versprungen haben.“

„Theoretisch nicht“, sagte Ben. „In über zweitausend Jahren aber kann sich die gewaltige Erdscholle in diesem Gebiet ganz beträchtlich verschoben haben. Auch im Zusammenhang mit dem Untergang von Santorin. Da dürfte speziell diese Ecke hier einen ganz netten Stoß bekommen haben.“

Die Entrüstung schnürte Hallstrom fast die Kehle zu. „Ich appelliere an Ihren Verstand, Ben! Eine Ortsverschiebung um zwanzig Kilometer! Das sind in einem Jahr fast zehn Meter. Unmöglich!“

„Im Mittelmeerraum ist überhaupt nichts unmöglich“, beharrte Ben. „Als Santorin unterging oder in die Luft flog, gab es im östlichen Mittelmeer an den Küsten und bis weit ins Land hinein Flutberge, die bis hundert Meter hoch gingen. Das ist wissenschaftlich nachgewiesen. Was glauben Sie, was sich da erst in der Erdkruste abgespielt hat und welche unvorstellbaren Druckmomente freigesetzt wurden. Ich bleibe bei meiner Theorie, dass sich die Lage von Troja in zweitausend Jahren sogar ganz beträchtlich verschoben hat. Samt dem Land, auf dem es steht.“

Hallstrom begann, ihm vor der Nase herumzufuchteln. „Ich könnte bittere Tränen über Sie vergießen, Ben. Santorin oder Thera ging 1500 vor Christus unter, Troja aber erst 1184.“

„Und?“, machte Ben trocken. „Es gab danach noch genügend Erd- und Seebeben, die katastrophale Auswirkungen hatten. Ich habe ja nicht ausdrücklich behauptet, dass der Santorin-Stoß die kleinasiatische Erdscholle in Bewegung versetzt hat. Es kann jeder Erdstoß nach 1184 gewesen sein.“

Voller Grimm hob Hallstrom den Kopf und reckte das Kinn. „Leute wie Sie sind das Ende der seriösen Wissenschaft!“