Tödliche Mutterliebe - Kirsten Sawatzki - E-Book

Tödliche Mutterliebe E-Book

Kirsten Sawatzki

4,8

Beschreibung

Endlich! Die 33 jährige Kommissarin Laura Braun wird zur Mordkommission versetzt. Gleich darauf wird sie mit einem bizarren Leichenfund konfrontiert: In einer leer stehenden Mühle in Weinheim hängt eine gefesselte und zu Tode gequälte Frau. Auch nach Wochen hat die Polizei keinen Hinweis auf ihre Identität und niemand vermisst sie. Dann wird ein Doppelmord gemeldet und Laura wird klar, dass sie einen Serienmörder jagen muss. Denn auch diesen Frauen wurde die Zahl Dreizehn tief in die Haut geschnitten….

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Krimi 1 mit Laura Braun

Tödliche Mutterliebe

von Kirsten Sawatzki

 

„Wenn ich doch nur die Erinnerungen ablegen könnte. Erinnerungen, die mich täglich quälen. Erinnerungen, die nachts meine Träume in Albträume verwandeln. Ich begebe mich in mein Zimmer.

Wie immer zähle ich die Schritte. Ich nehme mir ständig vor, meine Schritte nicht zu zählen. Aber doch tue ich es immer wieder. Ich kann nicht anders. Es ist ein Zwang, der mich beherrscht. Es sind dreizehn.“

 

Endlich! Die 33 jährige Kommissarin Laura Braun wird zur Mordkommission versetzt. Gleich darauf wird sie mit einem bizarren Leichenfund konfrontiert: In einer leer stehenden Mühle in Weinheim hängt eine gefesselte und zu Tode gequälte Frau.

Auch nach Wochen hat die Polizei keinen Hinweis auf ihre Identität und niemand vermisst sie. Dann wird ein Doppelmord gemeldet und Laura wird klar, dass sie einen Serienmörder jagen muss. Denn auch diesen Frauen wurde die Zahl Dreizehn tief in die Haut geschnitten….

 

Kirsten Sawatzki

wurde in Bad Dürkheim geboren. Sie lebt mit ihrer Familie in der Pfalz. Ihre Begeisterung fürs Schreiben steckt an und macht neugierig auf ihre Krimis.

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

 

Die Handlung ist frei erfunden und etwaige auftretende Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

 

Copyright © Jochen Werz Verlag 2015

Alle Rechte liegen beim Verlag

ISBN Format epub: 978-3939434-26-9

Mehr Informationen unter www.4werz.de

Für Mama und Gigge

Danksagung

 

Als Erstes möchte ich mich bei Gott dafür bedanken, dass er mir die Fähigkeit gegeben hat Geschichten zu erfinden und zu Papier zu bringen.

 

Dann möchte ich mich bei meiner Mama und bei meiner Schwester bedanken, die unermüdlich jede Version dieses Buches gelesen haben und immer versucht haben objektiv zu sein. Sie haben mich ständig bestärkt weiterzuschreiben und dieses Buch zu Ende zu bringen, auch wenn ich so oft bei der Recherche zu diesem Buch die Flinte ins Korn werfen wollte.

 

Horst, Otto Sawatzki - mein Schwiegervater - Dir ein dickes Bussi, weil Du mich mit Deinem Wissen als Polizist a. D. unterstützt hast und im Notfall immer wusstest, wen wir fragen können. Danke, dass Du Dir öfters ein Schmunzeln verkniffen hast ich habs gesehen!

 

Danke an meine Freunde und Freundinnen, die mir ihre Namen für meine Protagonisten geliehen haben. Erkennt Ihr Euch wieder?

 

Ein ganz liebes Dankeschön an Julia Gast und Jürgen Arz, die fleißig meine Texte korrigiert haben.

 

Herzlichen Dank an Christian und Georg für das tolle Cover.

 

Noch ein großes Dankeschön an Hannelore Heidelberger, meine Betreuerin, Fels in der Brandung und Zuhörerin. Danke, dass Sie mich ermutigt haben Herrn Werz das Manuskript zu schicken.

 

Und natürlich Danke an Jochen Werz, der trotz seiner Zweifel, den Mut gefunden hat dieses heikle Thema als Buch zu verlegen.

 

Mein größter Dank geht an meinen Mann. Du hast mich ständig ermutigt weiterzumachen. Hast mich nach jedem Rückschlag aufgebaut, Dir mein Gejammere angehört und tapfer meine schlechte Laune ertragen. Danke, dass Du das mit mir trägst. Ich liebe Dich.

 

     Danke, dass Sie dieses Buch gekauft haben.

                  Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Prolog

 

Der Junge stand da und wusste nicht wohin mit seinen Händen.

Seine Pflegemutter hatte ihn extra gebadet und ihm neue Kleider angezogen. „Deine Mama soll sehen, was du für ein hübscher Junge bist“, sagte sie, während sie ihm liebevoll die widerspenstigen Haare mit der Hand glatt strich und sich verstohlen eine Träne wegwischte. Doch der Junge hatte die Tränen in den Augen von Regina Braun längst gesehen. Er schlang seine dünnen Ärmchen um ihren Hals und schluchzte: „Ich will aber nicht! Du bist doch meine Mami!“

Regina Braun musste ihre ganze Willenskraft aufbringen, um den kleinen Jungen von sich zu schieben. Als er nach dem Tod seines Vaters vor über einem Jahr zu ihnen gekommen war, war er total schüchtern und verstört gewesen. Ihre Freundin Claudia, die beim Jugendamt arbeitete, hatte am späten Abend angerufen. „Ich habe hier einen kleinen Jungen, dessen Vater vor einigen Stunden bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Unsere anderen Kurzzeitpflegeplätze sind alle belegt und ich will dem Jungen nicht auch noch das Kinderheim zumuten. Kannst du ihn für ein paar Tage bei dir aufnehmen, bis wir seine Mutter gefunden haben?“

Eine Stunde später stand Claudia vor der Tür. Auf dem Arm trug sie einen etwa sechs Jahre alten schlafenden Jungen. Regina Braun hatte auf der Couch schon ein Bett für das Kind gerichtet. Vorsichtig, um ihn nicht zu wecken, legte sie den Kleinen in die Kissen. Sie betrachtete nachdenklich den kleinen, mageren Körper. Dann gab sie ihm einen sanften Kuss auf die Stirn.

„Der Kinderhort hat uns angerufen, nachdem der alleinerziehende Vater ihn nicht abgeholt hatte. Wir haben dann herausgefunden, dass sein Vater auf dem Weg nach Hause in einen LKW gerast ist“, hatte die Freundin berichtet.

Heute küsste sie diese Stirn wieder. Aus dem schmalen, verschüchterten Jungen war ein kleiner Mann geworden. Vor einigen Wochen hatten sie seinen achten Geburtstag gefeiert. Am Tag darauf war die Nachricht gekommen, dass man seine Mutter ausfindig gemacht hatte. Regina Braun brach es fast das Herz, denn ihre ganze Familie hatte sich an das neue Familienmitglied gewöhnt und sie ganz besonders. Sie hatte den Eindruck, dass ihre beiden Töchter ihn wie einen Bruder behandelten, und ihr Mann hatte in ihm den lang ersehnten Sohn gefunden. Aber das Jugendamt hatte anders entschieden. Gleich würden sie seine Mutter treffen. Eine Mutter, die ihren Sohn nach der Geburt bei seinem Vater gelassen hatte und mit einem anderen Typen durchgebrannt war. Das Jugendamt hatte über ein Jahr gebraucht, um sie zu finden, da sie ständig den Wohnort gewechselt hatte.

Seine Mutter kam in die Räume des Jugendamtes hereinspaziert, als gehörte der Laden ihr. Regina Braun sah sie durch die Glastür kommen und merkte, wie der kleine Junge auf ihrem Schoß zu zittern anfing.

„Alles wird gut“, flüsterte sie ihm ins Ohr. „Das ist deine Mami.“ Im Stillen dachte sie: „Oh Gott, was ist denn das für eine schreckliche Person!“ Es war selten, dass ihr jemand schon im ersten Moment so unsympathisch war.

Die Frau, die sich als seine Mutter vorstellte, trug ein pinkfarbenes Shirt mit Schulterpolstern, die sie um einiges breiter wirken ließen, einen Minirock mit Leopardenprint und dazu hohe Stiefel. An ihren Ohren baumelten lange rosa Plastikohrringe. Um ihr schlecht blondiertes Haar, das zu einer wirren Mähne toupiert war, hatte sie ein pinkfarbenes Band geschlungen. Es sollte wohl den herausgewachsenen Haaransatz verdecken. Für die bodenständige und eher biedere Regina Braun war diese Person alles andere als eine liebevolle Mama.

Hilfesuchend sah sie ihre Freundin Claudia an, diese aber ignorierte ihre Blicke und begrüßte die Frau. „Frau Woodford, schön, dass Sie es geschafft haben.“

„Ja, ja“, sagte die Frau mit einer unangenehm hohen Stimme. „Wo muss ich unterschreiben und wo sind die Schlüssel zu meinem Haus?“ Sie sah ihren Sohn nicht einmal an und Regina Braun kam der verstörende Gedanke, dass das Interesse der Frau gar nicht dem Jungen galt, sondern vielmehr dem Haus und dem Vermögen, das er geerbt hatte.

Kapitel 1

Sie ruft schon wieder, ständig höre ich ihre schwache, jammervolle Stimme.

„David, David!“

Ich liege auf meinem Bett und starre zur Zimmerdecke. Versuche, ihre Stimme zu überhören. Durch das geöffnete Fenster höre ich den Lärm der belebten Straße. Irgendwo bellt ein Hund. Autos fahren vorbei. Menschen unterhalten sich. Menschen, die an meinem Fenster vorbeigehen. Menschen, die nicht ahnen, wer ich bin. Menschen, die nicht wissen, wer in diesem Haus lebt. Welches Grauen sich hinter diesen Mauern verbirgt. Sicher, der eine oder andere Nachbar wird sich schon gefragt haben, wer hier wohnt. Welche Leute hier eigentlich leben. Vielleicht haben sie auch schon mal die Köpfe zusammengesteckt und hinter vorgehaltener Hand über uns getuschelt. Über die Leute in dem alten Haus mit dem verwilderten Vorgarten, der bröckelnden Fassade und den verwitterten Holzfenstern, die schon lange einen neuen Anstrich benötigt hätten. Leute, die nur selten das Haus verlassen und die man eigentlich nie sieht. Und doch sind wir da.

„David, David, wo bist du?“

„Ich bin doch hier, du alte Schabracke“, murmle ich.

Ich drehe mich mit dem Gesicht zur Wand und betrachte die vergilbten Farben der alten Tapete. Ich möchte nicht aufstehen! Ich will nicht zu ihr! Ich will nicht in dieses Zimmer gehen!

Ich schließe die Augen und versuche, ihre quengelnde Stimme zu ignorieren. Aber ich höre sie. Ihre Stimme wird immer fester und lauter. Wie ein Mantra.

„David! David!“

Immer lauter. Bis sie nur noch ein Dröhnen in meinem Kopf ist. Ich stehe auf, gehorche. So wie ich es immer getan habe. Ich gehe den Flur entlang. Gehe über denselben alten Teppich wie schon vor vierundzwanzig Jahren. Das geometrische Blumenmotiv des abgetretenen Persers ist kaum noch zu erkennen, aber ich weiß, dass es da ist. Es ist in meine Netzhaut eingebrannt. Die rote Grundfarbe ist einem schmutzig-gelben Braunton gewichen. Das blaue Muster gleicht eher schwarzen Farbklecksen. Ich gehe weiter. Ich zähle die Schritte.

Dreizehn.

Immer sind es dreizehn Schritte. Schon vor vierundzwanzig Jahren waren es dreizehn Schritte. Ich kann noch so langsam gehen, es sind immer dreizehn Schritte von meinem Zimmer bis zu ihrem. Ich komme näher, nähere mich der Tür zu ihrem Zimmer. Sie ist nur angelehnt und ich kann ihre Atemgeräusche hören. Ich höre, wie sie gierig die Luft einsaugt, als gehöre sie nur ihr allein. Ich gehe auf die Tür zu. Meine zittrige Hand greift nach der Türklinke. Sie ist schweißnass und doch drücke ich die Klinke nach unten. Die Tür öffnet sich mit leichtem Quietschen.

Ich weiß, dass sie weiß, dass ich es bin, und doch fragt sie: „David, bist du es?“

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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