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Praktikumsbericht / -arbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Pflegewissenschaft - Sonstiges, Note: 2,3, Evangelische Hochschule Darmstadt, ehem. Evangelische Fachhochschule Darmstadt, Veranstaltung: Praktisches Studiensemester, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Rahmen meines Studiums der Pflege- und Gesundheitswissenschaften an der EFH- Darmstadt bekam ich die Aufgabe, dass im deutschsprachigen Raum als "Bezugsrahmen der Pflege- und Kranheitsverlaufskurve" bekannte Modell von Corbin und Strauss, auf seine Anwendbarkeit und Alltagstauglichkeit zu prüfen und es anzuwenden. Dazu sollte eine sogenannte Einzelfallstudie erstellt werden. Das Modell dient dazu chronische Erkrankungen besser zu bewältigen. Zum einen geschieht diese Bewältigung aus Sicht des Betroffenen und seiner wichtigsten Bezugspersonen, zum anderen aus der Sicht der "professionellen Helfer" des Gesundheitssystems. Das Modell kann u.a. die chronische Erkrankung des Betroffenen "visualisieren", so dass unterschiedliche Verlaufsphasen ausgemacht und benannt werden können. Speziell das modifizierte Modell von Schütze/Riemann wurde in diesem Bericht zur Verlaufskurvenentwicklung herangezogen. Während eines vierwöchigen Praktikums in einem ambulanten Pflegedienst wurde eine Patientin mit einer chronischer Krankheit (DIABETES MELLITUS Typ2) ausgewählt, die bereit war und kognitiv dazu in der Lage war, über ihr Leben bzw. ihre Krankheitsgeschichte zu berichten. Auch die Angehörigen sowie der behandelnde Hausarzt erklärten sich bereit Aussagen zu tätigen und wurden in die Verlaufskurvenarbeit miteinbezogen. Dieser Praktikumsbericht soll einen kleinen Einblick über die Nutzung des Corbin/Strauss Modells in der Praxis geben.
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Veröffentlichungsjahr: 2007
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Beschreibung der Institution des Praktikums: Ein ambulanter Pflegedienst
3. Methodik zur Datenerhebung für die Darstellung der Pflege- und Krankheitsverlaufskurve
4. Beschreibung des Trajectory Work Modells nach Corbin und Strauss unter Einbezug der Modifikation nach Schütze und Riemann
5. Die chronische Krankheit Diabetes mellitus
5.1. Die Erkrankung und die medikamentöse Therapie bei Fr. P.
6. Die Einzelfallstudie: Fr. P.
6.1. Die Biografie von Frau P. bis zur Diagnose des Diabetes mellitus
6.2. Das Vorstadium: Aufschichtung des Verlaufkurvenpotentials
6.3. Hervorgehobenes auslösendes Ereignis der Verlaufskurve
6.4. Labiles Gleichgewicht
6.5. Entwicklung von Problemen „zweiter Ordnung“
6.6. Erschöpfung der inneren Handlungskapazitäten
6.7. Labiles Gleichgewicht
6.8. Labiles Gleichgewicht gerät erneut ins Trudeln
6.9. Labiles Gleichgewicht- bis heute
7. Zusammenfassung der Pflege- und Krankheitsverlaufkurve der Fr. P.
8. Das Modell und seine praktische Anwendung: Eine eigene Stellungnahme
Literaturliste
Interquellen
Im Rahmen meines Studiums an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, entstand diese Ausarbeitung einer Pflege- und Krankheitsverlaufskurve einer Patientin mit Diabetes mellitus. Während eines vierwöchigen Praktikums in einer Einrichtung des Gesundheitswesens sollte ein/e Patient/in mit chronischer Krankheit gefunden werden, der/die bereit war, sein/ihr Leben bzw. Krankheitsgeschichte zu berichten. Das Modell der Pflege- und Krankheitsverlaufskurve diente dabei als theoretisches Rahmenwerk. Speziell das modifizierte Modell von Schütze/Riemann wurde zur Verlaufskurvenentwicklung einbezogen.
Ich kannte meine Patientin schon aus meinem Pflegepraktikum, das ich im Grundstudium absolvierte. So brauchte es nicht lange bis eine Vertrauensbasis geschaffen werden konnte, die bei dieser Arbeit absolut wichtig ist.
Ich wählte die Patientin aus, da sie zurzeit in ihrem Krankheitsverlauf eine ausgesprochen „stabile Phase“ besitzt und sich ihr Allgemeinzustand stark gebessert hat. Was sind die Gründe dafür? Wer oder welche Maßnahmen spielten und spielen in dieser Entwicklung eine Rolle?
Der ambulante Pflegedienst L. besteht seit dem 01.04.1996. Das Pflegeteam besteht aus elf Mitarbeiterinnen, darunter examinierte Pflegekräfte, Pflegehelferinnen und Haushaltshilfen. In einem Umkreis von ca. zwanzig Kilometern werden die Klienten versorgt. Es werden rund 30 Klienten betreut, welche unterschiedliche Pflegestufen haben und deshalb einen unterschiedlichen Pflegeaufwand benötigen.
Der Pflegedienst hat sich die Ziele gesetzt betagte, kranke und behinderte Menschen so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld zu betreuen und zu pflegen, um einen Aufenthalt im Krankenhaus oder Pflegeheim zu vermeiden. Auch in schwierigen und anspruchsvollen Fällen wird versucht eine Versorgung in der vertrauten Umgebung zu gewährleisten.
Der Pflegedienst bietet hierbei Leistungen wie Grundpflege, Behandlungspflege, Intensivpflege, hauswirtschaftliche Versorgung, Besorgungsdienste, Verleih oder Vermittlung von Pflegehilfsmitteln, Beratung, Nachsorge und Pflege nach stationären Aufenthalten, Sterbebegleitung und eine Unterstützung der Angehörigen der Pflegebedürftigen an. Das benutzte Modell der Pflege richtet sich nach dem Vorstellungen von Juchli.
