Trinity - Tödliche Liebe - Audrey Carlan - E-Book
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Beschreibung

Ein Kampf um Liebe und Tod. Der dritte Band der Trinity-Serie Gillian Callahan hat alles verloren: ihre große Liebe, ihre Freiheit – und vielleicht sogar bald ihr Leben. Ihr Körper ist in der Gewalt des Mannes, der von ihr besessen ist, der keine Skrupel kennt und der nur eines noch will: Gillians Herz. Doch niemand wird es je schaffen, die Liebe zwischen ihr und ihrem Verlobten Chase zu zerstören. Sie weiß, dass Chase sie verzweifelt sucht und die Polizei alles tun wird, um sie zu finden. Können sie das Rennen gegen die Zeit gewinnen? Die neue Serie von der Autorin des Mega-Bestsellers Calendar Girl!

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Seitenzahl:0


Das Buch

Gillian Callahan hat alles verloren: ihre große Liebe, ihre Freiheit – und vielleicht sogar bald ihr Leben. Ihr Körper ist in der Gewalt des Mannes, der von ihr besessen ist, der keine Skrupel kennt und der nur eines noch will: Gillians Herz. Doch niemand wird es je schaffen, die Liebe zwischen ihr und ihrem Verlobten Chase zu zerstören. Sie weiß, dass Chase sie verzweifelt sucht und die Polizei alles tun wird, um sie zu finden. Können sie das Rennen gegen die Zeit gewinnen?

Die Autorin

Audrey Carlan schreibt mit Leidenschaft heiße Unterhaltung. Ihre Serie »Calendar Girl

AUDREY CARLAN

TRINITY

Band 3

TÖDLICHELIEBE

Roman

Aus dem Amerikanischen

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ISBN 978-3-8437-1485-3

Deutsche Erstausgabe im Ullstein Taschenbuch

1. Auflage Februar 2017

© für die deutsche Ausgabe Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 2017

© 2015 Waterhouse Press, LLC

Titel der amerikanischen Originalausgabe: Trinity – Soul

Für Eric, meinen Mann.

Du wirst immer alles für mich sein, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Du bist mein wahrer Seelengefährte.

KAPITEL 1

Sie ist fort, aber ich kann sie immer noch spüren. Meine Seele sehnt sich nach ihrer anderen Hälfte. Wenn Gillian tot wäre, wüsste ich es, denn dann würde auch ich aufhören zu existieren. Mit halber Seele kann man nicht leben. Ich bin so müde, aber ich kann nicht schlafen, nicht, solange sie irgendwo dort draußen ist. Es ist jetzt schon drei Tage her – und es gibt kaum Spuren. Austin ist immer noch bewusstlos. Die tödliche Dosis Etorphin, die ihm in die Halsvene gespritzt wurde, hat er zwar knapp überlebt, doch bis jetzt ist er nicht aufgewacht. Jeder Tag, der vergeht, ist ein weiterer Tag, den meine Geliebte bei einem Wahnsinnigen verbringen muss.

Ich habe darauf bestanden, dass das Hotel geschlossen wird. Zum Ausgleich für die Unannehmlichkeit wurde jedem Hotelgast eine Übernachtung von seiner Rechnung abgezogen. Der beste Hinweis stammte von einem Paar. Ziemlich genau um die Zeit, als Gillian entführt wurde, gingen die beiden den Weg entlang, der hinter dem Brautzimmer verläuft. Sie meinten, sie hätten einen Mann in Arbeitsuniform gesehen, der einen Wäschewagen vor sich herschob. Das Hotelpersonal hat uns bestätigt, dass die Mitarbeiter vom Wäscheservice sehr viel unauffälliger auftreten und nicht die grauen Hausmeisteruniformen tragen, sondern das schwarzweiße Outfit des Hotelpersonals. Alle Mitarbeiter waren angewiesen, sich um diese Zeit nicht in der Nähe der Hochzeitsparty aufzuhalten, es sei denn, meine Assistentin Dana würde sie anfordern.

Das Pärchen erinnerte sich nur, dass die Person männlich und weiß und recht stattlich war. Das heißt, der Mann war entweder übergewichtig oder sehr durchtrainiert. Abgesehen von seiner sehr hohen Statur, etwa einen Meter neunzig, konnten die beiden uns keine weiteren Details nennen. Leider engt das die Suche nach dem Täter ganz und gar nicht ein. Solange Austin nicht wieder zu sich kommt, stecken wir in einer hoffnungslosen Sackgasse. Niemand anderer außer ihm hat dem Entführer direkt gegenübergestanden, und nun liegt er bewusstlos in einem Krankenhausbett hier in Cancún, Mexiko. Der Stadt, in der ich die Frau meines Lebens hätte heiraten sollen. Und in der meine Mutter ihren letzten Atemzug getan hat.

Ein qualvoller Schmerz zieht durch meinen Körper und raubt mir den Atem. Zum x-ten Mal schlucke ich und verkrampfe dabei unwillkürlich die Hand auf dem Bauch. Ich darf jetzt nicht durchdrehen. Ich muss stark bleiben. Mehr kann ich Gillian nicht geben. Essen ist unmöglich, ich kann nichts bei mir behalten. Kaffee ist meine einzige Rettung. Wie von selbst ballen sich meine Hände zu Fäusten, als ich mit leerem Blick auf das Bett mit dem schlafenden Austin starre. Ich schließe die Augen. Plötzlich kommt sie wieder zu mir.

Rotes Haar ergießt sich über ihre Porzellanhaut. Das Handtuch verbirgt die untere Hälfte ihres Körpers. Sie taucht eine Zehe in das dampfende Wasser. Ich streichle sie mit Blicken, betrachte die Rundung ihrer Schultern, die sanfte Kurve ihres Rückens, dort, wo er sich zur Taille verjüngt. Mein Blick bleibt an der Wölbung ihres Hinterns hängen. Sie hat da zwei kleine Grübchen, in denen sich das Licht fängt. Lust wallt in mir auf, und ich wünsche mir nichts mehr, als die Lippen auf diese wundervolle Stelle zu drücken und vielleicht ein wenig zuzubeißen, bis Gillian schnurrt wie eine Katze.

Mit einer Hand wischt sie ihre feuerrote Lockenmähne über eine Schulter nach vorne und entblößt ihren Rücken. Er zieht mich magisch an. Ein geheimnisvolles Leuchten umgibt meine Frau. Sie dreht den Kopf leicht zur Seite, und ich kann ihren schwanengleichen Hals sehen, aber – irgendetwas stimmt nicht. Mein Blick wandert weiter, als sie das Handtuch fallen lässt, und meine Gedanken wechseln die Richtung. Ihr herzförmiger Po ist wunderbar. Meine Liebste wendet mir das Gesicht halb zu – doch ihre Augen sind dunkle, leere Höhlen und blicken gequält. Sie strahlen nicht wie sonst. Das perfekte, atemberaubende Smaragdgrün ist verschwunden.

Ich keuche auf. Unfähig, mich zu rühren, beobachte ich, wie etwas Rotes über ihren perfekten Rücken läuft wie Farbe über eine Leinwand. Sie hebt das Kinn, und jetzt sehe ich das grässliche dunkle Loch, dort, wo ihre Kehle sein sollte. Als sie mir das Gesicht ganz zuwendet, ist es von riesigen Blutergüssen entstellt. Es ist geschwollen und voller Blutkrusten.

»Nein! Gillian!«, schreie ich, aber kein Ton kommt über meine Lippen.

Sie schließt die Augen, und als sie sich vollständig umdreht, sehe ich die Katastrophe. Auf ihren Brüsten und ihrem Bauch sind überall blaue Flecken und getrocknetes Blut. Aus der klaffenden Wunde an ihrem Hals strömt noch mehr Blut.

Ich rufe, brülle, kämpfe verzweifelt gegen die Lähmung in meinen Gliedern. Aber ich kann mich nicht rühren.

Mit aller Willenskraft schicke ich ihr meine Liebe. Alles, was ich zu geben habe, meinen Schmerz, meine Trauer, meine Sehnsucht nach ihr. Ich brauche sie.

Ich öffne die Augen, und endlich sagt sie etwas: »Wach auf, Chase.«

Der Körper meiner Liebsten schimmert nur noch vage vor meinem inneren Auge und verschwindet schließlich ganz. Ein grelles Licht blendet mich, und ich spüre eine Hand auf meiner Brust.

»Chase!« Dana schüttelt mich. Ich stoße sie heftig von mir, springe vom Sessel auf und taumle rückwärts, bis ich an die Wand stoße, immer noch gefangen in diesem schrecklichen Traum. Drei Augenpaare sind auf mich gerichtet. Danas, Jacks und Austins.

»Du hast nur geträumt. Es ist alles in Ordnung«, flüstert Dana. Sie sieht aus, als würde sie gleich anfangen zu weinen.

Ich hole tief Luft und packe Austin am Arm. »Können Sie sprechen?« Ich schlucke die bittere Galle hinunter, die mir in der Kehle sitzt.

Austin blinzelt und leckt sich über die trockenen Lippen. Rasch bringt Dana einen Becher Wasser mit Strohhalm. Austin nimmt ihn zwischen die Lippen und saugt gierig. Ich wage kaum zu atmen, als ich ihm zusehe. Ein, zwei, drei große Schlucke, dann hebt er endlich den Kopf.

Seine Augen füllen sich mit Tränen. »Er hat sie«, bringt er rau heraus.

Ich schließe die Augen, zwinge mich, ruhig weiterzuatmen, und unterdrücke den Wunsch, Austin zu schütteln, anzuschreien oder alles im Umkreis von einer Meile mit den Fäusten zu bearbeiten. Stattdessen nicke ich nur.

»Ich habe ihn schon mal gesehen.«

Jack stellt sich an die andere Bettseite. »Wo?«

Austin schluckt. Das Sprechen scheint ihm weh zu tun. »Fotos. Du hast sie.« Er holt Luft, knirscht mit den Zähnen, dann schließt er die Augen. »Ms Callahan kennt ihn.«

Jack zieht sein Handy aus der Tasche und tippt aufs Display. »Meinst du die Fotos, die ich dir gezeigt habe?« Sogar ihm fällt das Sprechen offenbar schwer.

Austin schüttelt den Kopf. »Im Penthouse. Bei Ms Callahans Sachen, die wir für sie dort hingeschafft haben.« Als er weiterredet, kommt nur noch ein unverständliches Krächzen aus seiner Kehle. Dana reicht ihm den Wasserbecher, und er trinkt. Schließlich schiebt er den Becher weg, offensichtlich enttäuscht. Er versucht, sich aufzusetzen. »Ich muss da hin. Er ist auf den Fotos, die bei ihren Sachen sind. Blond, blaue Augen. Groß. Ein Riese.«

Ich drücke Austin zurück aufs Kissen, und Jack hält ihn an beiden Handgelenken fest, bevor er sich die Schläuche mit den lebensrettenden Medikamenten herausreißen kann. Der Arzt hat gemeint, Austin müsse eine Weile in der Klink bleiben, sobald er aufgewacht ist, und im Moment erhält er immer noch das Gegenmittel, das seine lebenswichtigen Funktionen stabilisieren soll.

Die vielen Apparate lösen einen schrillen Alarm aus. »Ich muss zu ihr!«, brüllt Austin. »Es ist meine Schuld. Er wird ihr was antun!« Seine Augen wirken fast schwarz, und er sieht aus, als würde er gleich durchdrehen.

Mehrere Ärzte stürmen herein. Einer hält eine Spritze hoch. »Alle raus!«

»Nein, nein! Er weiß, wer Gillian entführt hat! Er muss wach bleiben, wir brauchen ihn!« Ich schiebe mich an den Ärzten vorbei und versuche, zurück zu Austin zu gelangen, aber mehrere Hände greifen nach mir und halten mich fest.

Der Leibwächter packt mich am Arm. »Narbe. Eine Narbe. An seiner Hand. Wie ein Brandmal«, sagt er noch, bevor der Arzt den Inhalt der Spritze in den Infusionsschlauch drückt.

Ich sinke auf die Knie. Schließlich kommen mir die Tränen. Ich raufe mir die Haare und ziehe daran.

Zwei sehr starke Hände packen mich, schieben mich zur Tür hinaus auf den Flur und pressen mich gegen die weiße Krankenhauswand vor Austins Zimmer. »Chase, reißen Sie sich zusammen! Wir haben jetzt eine Spur!« Jack hält mich fest. Sein Blick ist hart und entschlossen. Sein Mund bildet einen dünnen Strich. »Wir müssen was unternehmen, ihre Freundinnen anrufen. Vielleicht kennen sie ihn.«

Sofort werde ich ruhig. Ich ziehe mein Handy heraus und wähle Marias Nummer.

»Chase?« Ihre Stimme klingt angespannt, als sie sich meldet. Die Mädchen sind alle außer sich vor Sorge. Sie warten und hoffen darauf, irgendetwas von Gillian zu hören.

»Maria, kennt Gillian einen Mann, der blondes Haar und blaue Augen hat und sehr groß ist?« Sie stößt einen überraschten Laut aus. Ich drücke das Telefon noch dichter ans Ohr. »Mit einer Narbe an der Hand, die aussieht wie eine Brandnarbe?«

»Dios Mio. Das könnte Danny sein.«

Ich beiße mir so fest auf die Unterlippe, dass ich Blut schmecke. Ein Schauer fährt mir über den Rücken. Das ist ein Zeichen. Wir sind nahe dran, etwas zu finden. »Danny wer?«

Die Verbindung wird schlecht. »Danny Mc … äh … Mc irgendwas. Bree … Kat? Wie hieß Danny noch mit Nachnamen?«

»McBride«, sagt Maria, und Jack, der schon sein Handy zückt, spricht ihre Worte mit.

»Daniel McBride«, brüllt mein Leibwächter in den Hörer. »An die Arbeit, Leute. Sofort! Was er beruflich macht, wo er wohnt, wo er Sport treibt! Ich will alles, was ihr über ihn habt. Ich will wissen, wer seine Eltern sind, seine Schulfreunde, was er heute Morgen gefrühstückt hat! Schnell!«

Zum ersten Mal seit Tagen kann ich wieder frei atmen. Wir haben eine Spur. Eine richtig gute. Gillian rückt näher. Es muss so sein, denn ich spüre ihre Nähe mehr als zuvor.

»Daniel McBride«, bringt Dana heiser heraus und ist plötzlich kreideweiß im Gesicht. Sie lehnt sich an die Wand. Tränen laufen ihr übers Gesicht. »Nein.« Sie schüttelt den Kopf. »Nein, das kann nicht sein!«, flüstert sie.

»Ich rufe gleich zurück«, sage ich zu Maria und schiebe mein Handy in die Tasche, bevor ich zu Dana gehe und ihr Gesicht in beide Hände nehme. »Du kennst ihn?«

Danas Augen sind weit aufgerissen. Ihr Gesicht verzieht sich zu einer schmerzvollen Grimasse. »Er … er ist mein Freund.«

Drei Tage. Vor drei Tagen hat er mich in diesem Zimmer eingeschlossen. Es gibt kein Licht, keine Heizung und keine Möglichkeit zu entkommen. Die Wände sind aus Beton, ohne Fenster, und es ist unglaublich kalt. So kalt, dass der Raum sich eigentlich nur unter der Erde befinden kann, vielleicht in einem Keller. Seit er mich entführt hat, hält Danny mich in einem mehr oder weniger tranceartigen Zustand. Das Einzige, was ich sicher weiß, ist, dass wir lange Zeit mit dem Auto unterwegs waren, bevor ich irgendwann hier aufgewacht bin. Gestern Abend hat Danny durchblicken lassen, dass wir zurück in den Staaten wären. Hat sogar gelacht, als er mir erzählte, wie er mich als seine schlafende Braut über die Grenze gebracht hat. Deshalb hatte er wohl auch einen Smoking an, als ich das erste Mal wach wurde. Damals war mir das alles noch nicht ganz klar, denn Danny hatte mich bis zur Nasenspitze mit Drogen abgefüllt. Er hat mir dann noch erklärt, dass er diesen Smoking bei unserer Hochzeit tragen würde, wenn es so weit wäre. Und im Übrigen sei Austin höchstwahrscheinlich gestorben, nach der Riesendosis Beruhigungsmittel, die er ihm verpasst habe. Chase’ Mutter wäre auf jeden Fall tot. Daran erinnere ich mich. Das Bild, wie sie da leblos saß, kehrt in einer quälenden Endlosschleife immer wieder in meine Gedanken zurück. Danny hat sogar noch damit angegeben, wie aufregend er es fand, Chase dieses Geschenk zu hinterlassen, zusätzlich zu einer verschwundenen Braut.

Der Knauf dreht sich mit einem Quietschen, dann öffnet sich die Tür. Ich kauere mich auf die Matratze, die in einer Ecke des Raums liegt. Danny hat die Schnüre gegen Ketten eingetauscht, mit denen ich an Händen und Füßen gefesselt bin. Die Ketten wiederum sind mit einem raffinierten Seilzugsystem verbunden. Immerhin kann ich herüber in die andere Ecke gehen, zu dem Eimer, den Danny mir als Toilette dagelassen hat.

»Du bist schon drei Tage hier, Prinzessin. Willst du jetzt ein braves Mädchen sein?« Dannys Lippen verziehen sich zu einem sadistischen Grinsen. Sein blondes Haar ist gleichmäßig bleistiftkurz rasiert, im Gegensatz zu gestern, als er noch einen Stufenschnitt hatte. Vielleicht ein weiterer Versuch, sein Äußeres zu verändern, falls Chase und seine Leute herausfinden, wer mich entführt hat. Oh mein Gott, ich hoffe, sie sind inzwischen dahintergekommen.

Ich gebe keine Antwort. Am ersten Tag habe ich noch mit ihm geredet. Seitdem kein Wort mehr. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Mein Magen knurrt laut. Seit drei Tagen habe ich nichts gegessen.

»Wie ich höre, hast du Hunger.« Danny stellt ein Tablett auf dem kleinen Couchtisch neben der Matratze ab. Ein Sandwich, ein Apfel und etwas, das aussieht wie ein Glas Milch, befinden sich auf dem Tablett. »Wenn du etwas isst, bekommst du eine Belohnung. Eine Wolldecke. Wie findest du das?«

Ich zittere. Mein weit ausgeschnittenes Hochzeitskleid ist alles, was ich anhabe. Keine Schuhe, kein BH, nur ein Slip aus Spitze und dieses Kleid. Ein tiefer Rückenausschnitt und transparente Ärmel sind wunderschön, aber nicht dafür gedacht, jemanden warm zu halten. Mir wird klar, dass ich etwas essen muss, wenn ich überleben will, bis Chase mich findet. Außerdem ist mir entsetzlich kalt. Seit Danny mich ziemlich unsanft in diese Betonkammer geschubst hat, klappern mir die Zähne. Er deutet auf das Tablett, und ich hocke mich vor den Tisch. Die Ketten rasseln, während ich mich wie eine hundertjährige Frau darauf zubewege. Meine Gelenke und Glieder fühlen sich steif an.

Danny lehnt sich an die Wand gegenüber. Er beobachtet mich, als ich nach dem Apfel greife und hineinbeiße. Er eignet sich wohl am wenigsten dazu, mit Drogen versetzt zu werden. Zumindest hoffe ich das. Seit ich hier bin, kämpfe ich gegen Lethargie, Übelkeit und Schwindel an. Entweder habe ich mich erkältet, oder ich stehe unter irgendeiner Droge. Wahrscheinlich Letzteres.

»Braves Mädchen«, sagt Danny herablassend. »Und jetzt wollen wir mal zur Sache kommen. Du wirst hier bleiben, bis ich dir glaube, dass du deine Fehler einsiehst, diesen reichen Wichser vergisst und erkennst, dass wir beide füreinander bestimmt sind.«

Das Apfelstück in meinem Magen scheint sich in reine Säure zu verwandeln. Gleich kommt es mir hoch.

»Das wird nicht passieren. Und wenn du mich für immer hier festhältst, Danny. Das ist doch verrückt. D-du hast eine Frau getötet!« Endlich schreie ich meine Angst heraus.

Danny fährt sich mit der Hand durch sein kurzes Haar. Früher habe ich sein Haar geliebt. Es fühlte sich so weich an und glänzte so schön, und das bei einem Mann. Frauen würden alles geben, um solche Haare zu haben. Aber jetzt wünsche ich mir nichts weiter, als mit den Fingern durch Chase’ dunkelbraune Locken zu gleiten. Mein Gott, er ist bestimmt halb verrückt vor Sorge. Es tut so weh, nicht bei ihm sein zu können. Ich kann den Schmerz und die Sehnsucht nach ihm kaum ertragen. Ich unterdrücke einen Schluchzer. Danny soll nicht wissen, wie groß meine Angst ist.

Danny presst die Lippen zusammen. »Ms Davis umzubringen war eine Kleinigkeit. Ich werde langsam richtig gut darin; allerdings habe ich erfahren, dass deine blöde Freundin noch lebt. Ein raffinierter Trick, das muss ich dir lassen, Prinzessin. Mich so reinzulegen. Das Mädel sah aus wie eine Doppelgängerin von Bree. Tja …«, er lacht in sich hinein, »jetzt ist sie eben tot.« Er zuckt mit den Schultern. Offenbar hat er überhaupt keine Gewissensbisse und kein bisschen Respekt vor dem menschlichen Leben.

»Wer bist du?«, flüstere ich.

Zwei Schritte, und er steht vor mir, legt die Hand um meinen Hals und drückt zu. Ich bekomme keine Luft mehr. »Ich bin dein schlimmster Alptraum, wenn du nicht Vernunft annimmst und tust, was ich sage!«, schreit er mir ins Gesicht. Ich spüre seinen Speichel auf meiner Wange.

Ich schaudere und versuche, den Kopf so weit wie möglich rückwärtszubewegen. Danny zieht mich am Hals zu sich heran, dann schmettert er meinen Kopf an die Betonwand. Lichter tanzen vor meinen Augen. Ich gleite an der Wand abwärts und sinke auf die Matratze. Danny setzt sich rittlings auf mich. Ich kann die Arme nicht bewegen, denn er drückt sie mir mit den Knien in die Matratze. »Siehst du, ich kann mit dir machen, was ich will.« Sein Finger zeichnet eine Linie von meiner Kehle nach unten, dann packt Danny brutal meine Brüste. »Weil. Du. Mir. Gehörst. Verstanden?« Er greift nach dem Halsausschnitt meines Kleides und reißt den Stoff bis zum Ansatz meiner Brüste herunter. »Du hattest schon immer heiße Möpse.« Er beugt sich vor und küsst mich auf den Hals und zwischen die Brüste. Tränen laufen mir übers Gesicht und tropfen auf die Matratze. Ich höre auf, mich zu wehren, blicke zur Decke und stelle mir Chase’ Gesicht vor. Seine wundervollen tiefblauen Augen.

Bevor ich begreife, was los ist, werde ich von der Matratze hochgerissen, und Danny schlägt mir hart ins Gesicht. Der Riss in meiner Lippe, der von dem Überfall in meinem Brautzimmer stammt, springt wieder auf, und ich spüre einen metallischen Geschmack auf der Zunge. »Was erlaubst du dir? Glaubst du, du kannst einfach die Augen zumachen und an jemand anders denken, während ich dich streichle?« Danny schlägt mich erneut. Diesmal erwischt er mein linkes Auge. Es fängt an zu pulsieren. »Du blöde Schlampe! Du hast seinen Namen geflüstert.«

Danny steht auf und läuft von einem Ende des Raums zum anderen. Die Kammer misst nur ungefähr drei mal drei Meter, er läuft also nicht weit. Ich fühle nach, ob er mir außer einem blauen Auge noch andere Verletzungen zugefügt hat. Offenbar nicht. Ich taste mit der Zungenspitze über die Unterlippe und drücke mit dem Finger auf die geplatzte Stelle, damit sie aufhört zu bluten. Mit der anderen Hand halte ich den zerrissenen Stoff vor der Brust zusammen. Wenigstens hat er mir nicht das Kleid heruntergerissen. Ich fürchte, wenn er das tut, ist es vorbei. Dann wird er mich vergewaltigen.

Schließlich, nachdem er minutenlang vor sich hin gebrütet hat, bleibt Danny stehen und zeigt mit dem Finger auf mich. »Du wirst es lernen. Du wirst ihn vergessen.« Ich schüttele den Kopf. Ein Fehler. Er brüllt mich an, packt meinen Kopf aufs Neue und schlägt ihn gegen die Betonwand. Um mich herum wird es schwarz.

Warum, warum, warum kann sie nicht einfach auf mich hören? Himmel, der Typ hat ihr das Gehirn gewaschen. Was ist aus meiner perfekten Prinzessin geworden? Ich werfe die Tür zu ihrem Gefängnis zu, verriegle sie und schiebe den Schlüssel in meine Hosentasche. Ich steige die Treppe hinauf. Auf halber Höhe setze ich mich auf eine der kalten Betonstufen. »Verdammt!«

Okay, denk nach, Danny, denk nach. Ich will sie, seit sie mich vor über einem Jahr verlassen hat. Seitdem habe ich viel Zeit damit verbracht, mir vorzustellen, wie anders die Dinge sein würden, wenn ich sie erst wiederhätte. Sie will gevögelt werden wie eine Hure. Das soll sie kriegen, und zwar bald. Ich habe im Laufe der Jahre alles gevögelt, was mir unter die Finger gekommen ist, aber nicht meine Gillian. Meine perfekte Prinzessin. Sie verdiente was Besseres. Bis zu dem Tag, als sie nackt auf alle viere ging und mir ihren Wahnsinnshintern präsentierte. Da ist etwas in mir geplatzt. Der ganze Hass, den ich vor ihr zurückgehalten habe, ist hochgekommen. Ich musste an all die anderen Weiber denken, die ich gevögelt hatte. Nichts als gierige Schlampen, die es besorgt haben wollten, egal, von wem.

Aber nicht meine Gillian. Nein, sie wollte ich niemals beschmutzen wie diese Huren. Sie war anders, sie war perfekt und gebrochen, als wir uns begegneten. Irgendwann habe ich herausgefunden, was der Kerl vor mir mit ihr angestellt hat. Und dann habe ich fast ein Jahr gebraucht, bis sie mir gehörte. Ich habe sie behandelt wie die Königin, zu der ich sie am liebsten gemacht hätte. Sogar als ich sie dort, in dem Hotelzimmer, in ihrem Brautkleid gesehen habe, hatte ich solche Gedanken. Meine Prinzessin, da steht sie in ihrem weißen Kleid und wartet auf mich.

Tja, wenn sie glaubt, sie kommt hier wieder raus und geht zurück zu ihm, hat sie sich geschnitten. Ich werde sie brechen. Ist mir egal, wie lange es dauert. Sie wurde schon einmal gebrochen, von Justin. Ich werde mir einfach ein paar Scheiben von ihm abschneiden. Am Ende wird sie zur Vernunft kommen. Es wird ihr gar nichts anderes übrigbleiben, denn wenn ich sie nicht haben kann, wird sie keiner haben.

Ich stehe auf. Es wird Zeit, dass ich Pflaster oder Verbandszeug für ihren Kopf und ihre Lippe besorge. Dummes Biest. Wenn sie nur einfach anfangen würde, auf mich zu hören, dann müsste ich sie nicht zur Besinnung prügeln. Am Ende der Treppe schiebe ich den Riegel der verrotteten Holztür zurück. Draußen scheint die Sonne an einem strahlend blauen kalifornischen Himmel. Die Bäume, die das Grundstück umgeben, sind dicht belaubt. Meine Eltern legten keinen Wert auf Nachbarschaft. Wahrscheinlich, weil sie mich die ganze Zeit verdroschen und normale Leute wenig übrig haben für Menschen, die ihr Kind halb tot schlagen.

Am Rand des Grundstücks, weit weg vom Haus, hatte ich jedoch einen perfekten Zufluchtsort. Meine Eltern wussten nichts davon. Das Haus war damals schon mindestens hundert Jahre alt und verfügte über einen Luftschutzbunker. Einen kleinen betonierten Raum in der Erde, der wahrscheinlich einen Nuklearkrieg überstehen würde. Solche Dinge sind in Kalifornien nicht gerade üblich, aber damals war ich demjenigen, der dafür gesorgt hatte, extrem dankbar. Über die Jahre hat der Bunker sich als geniales Versteck erwiesen. Neben der Treppe gibt es sogar einen Schrank, wo ich meine Waffen, den Sprengstoff und einen Safe mit meinen Papieren aufbewahre – praktisch alles, was mir wichtig ist.

Das Haus selbst existiert natürlich nicht mehr. Ich habe es mitsamt den Leichen meiner Eltern abgefackelt, als ich vierzehn war. Stattdessen besitze ich jetzt ein Wohnmobil, das ich günstig erstanden habe. Es sieht nach nicht viel aus, aber es funktioniert. Ich habe einen Wasseranschluss legen lassen und beziehe Strom aus einem Generator. Auch wenn das alte Haus nicht mehr da ist, höre ich, wenn ich nachts wach liege, die Geister von damals, als ich meine biologischen Eltern umbrachte. Wir müssen weg von hier, und zwar bald. Wenn ich Gillian endlich so weit habe, ziehen wir los und leben irgendwo, wo es schön ist. Ich habe gespart. Das Geld aus der Lebensversicherung meiner Eltern, das mir mit achtzehn ausgezahlt wurde, ist zum größten Teil noch da, ebenso wie die Abfindung, die ich erhielt, weil ich meinem Land gedient hatte. Wenn man kein Zuhause hat, bezahlt man keine Rechnungen, also gibt man nicht viel aus. Ich lebe bescheiden, trotz meines Jobs als Buchprüfer und eines satten Gehalts. Tja, alles für diesen Augenblick – wenn ich die perfekte Frau finde. Ich wusste gleich beim ersten Date, dass sie die Richtige war. Sie hat zwar nie gesagt, sie würde mich lieben, aber mir war klar, dass das an Justin lag und an dem, was er ihr angetan hatte. Es wird Zeit brauchen, bis sie einsieht, wie gut es zwischen uns wird, und Zeit habe ich genug – den Rest meines Lebens.

Irgendetwas hat mich dazu gebracht, hierher zurückzukommen, zu diesem verdammten Loch tief in der Erde. Und ich bin froh darum. Niemand kann mein Mädchen schreien hören, und niemand wird uns finden, während ich daran arbeite, dass sie wieder mein wird. Da liegt sie jetzt auf der Matratze in der Betonkammer, immer noch in dem teuren Hochzeitskleid. Das macht mich total an – der Schmutz und das Blut auf dem feinen Stoff.

Ich sollte ihr ein paar Klamotten besorgen. Ein Gedanke führt natürlich zum nächsten, und ich stelle mir vor, wie ich ihr das Kleid ausziehe. Als ich vorhin ihre Brüste angefasst und sie geküsst habe, da ist mir die Hose verdammt eng geworden. Ich muss Gillian haben, ich muss sie nehmen, und das bald. Es ist nur eine Frage der Zeit. Wenn ich ihren Duft spüre, diesen Geruch nach Vanille und Kirschen, und das Salz auf ihrer Haut schmecke … Es ist, als käme ich nach Hause. Und jetzt bin ich zu Hause. An dem Ort, an dem ich aufgewachsen bin.

Bald wird Gillian mich genauso lieben wie ich sie. Dafür werde ich sorgen. In der Zwischenzeit muss ich etwas unternehmen, damit sie sich säubern kann. Ich habe keine Lust auf eine ungewaschene Frau. Bis ich ihr so weit trauen kann, dass ich ihr erlaube, im Wohnmobil zu duschen, werden wir uns wohl mit Feuchttüchern behelfen müssen. Ja, ich werde mich um mein Mädchen kümmern. Langsam, Zentimeter für Zentimeter, werde ich ihr das Kleid herunterziehen und sie reinigen. Bis sie bereit für mich ist. Wenn ich ihre Haut genug berührt und gestreichelt habe, so wie sie es mag, dann wird sie mich anflehen, sie zu ficken. Es kann nicht sein, dass sie nicht mehr weiß, wie es zwischen uns war. Wie gut es sich angefühlt hat, wenn ich in ihr war. Das waren die einzigen Momente, in denen alles andere verschwand. Die Schreie in meinem Kopf, die Dämonen, die mir sagen, was ich tun soll, dass ich anderen Menschen weh tun, dass ich Gillian zurückholen soll. Das alles war weg.

Ich brauche bloß Sex mit meiner Prinzessin, dann wird alles Schlechte vergehen. Mein rasender Zorn, der ganze Wahnsinn, all das wird verschwinden. Sich auflösen. Solange ich sie habe, kann ich sein, wie ich wirklich bin. Das will ich zurückhaben. Diese Ruhe nach dem Sturm. Genau das ist Gillian immer für mich gewesen, seit dem ersten Tag, als wir uns im Fitnessstudio begegneten. Vielleicht habe ich gleich das kaputte kleine Mädchen in ihr erkannt. Wahrscheinlich hat sie den kaputten kleinen Jungen in mir angesprochen. Wenn wir zusammen waren, war alles gut. Mein Geist wurde still. Ich konnte schlafen, arbeiten, duschen, ohne an früher zu denken. Daran, was meine Eltern mir angetan haben, wie alle weggeschaut, die blauen Flecken nicht gesehen haben und auch nicht die Angst und den Schmerz in meinen Augen. Nachdem ich sie umgebracht hatte, waren meine Eltern körperlich verschwunden. Ihre Fäuste waren weg, aber nicht ihre Stimmen. Ich kann sie immer noch hören. Sie rufen mir Schimpfnamen zu, brüllen mich an, machen mich fertig, sagen mir, ich sei hässlich, ein schlechter Sohn, ein böser Mensch.

Der ganze Mist löste sich in nichts auf, wenn ich bei meinem Mädchen war. Deshalb brauche ich sie. Unbedingt. Sie ist meine Rettung, und wenn ich erst mal wieder in ihr drin bin, wird sie sich erinnern. Ich gehöre zu ihr. Ich war es, der die einstweilige Verfügung gegen Justin erwirkt und dafür gesorgt hat, dass er sie lange Zeit nicht mehr belästigte. Bis er sie dann eines Tages wieder angefasst hat. Natürlich war es ein Kinderspiel, ins Haus seiner Eltern einzubrechen – wo er seinen vom Gericht angeordneten Hausarrest verbrachte, um sich von der Prügelei mit Gillians Bodyguard zu erholen – und ihn im Schlaf zu erwürgen. Habe es einfach nach Selbstmord aussehen lassen. Keine große Sache, ich habe seinen Gürtel benutzt. Die einzigen Fingerabdrücke, die sie finden können, sind seine eigenen. Ich habe zwei Gürtel zusammengefügt, einen für den Dachbalken und einen für Justins Hals. Dann habe ich seine Leiche genommen, seinen Kopf durch die Schlinge geschoben, die Länge des Gürtels abgeschätzt und sachte den Stuhl unter ihm weggekickt. Als ich hinausging, pendelte sein Körper immer noch hin und her. Habe sogar ein Foto gemacht, um es Gillian zeigen zu können. Ich will es ihr als Geschenk überreichen. Vielleicht wenn wir unser neues schönes Leben angefangen haben, irgendwo am Meer, weit, weit weg von hier.

KAPITEL 2

Ich träume wieder von ihr. Nur ist sie diesmal am Leben, strahlend und wunderschön. Ihr mahagonifarbenes Haar gleitet seidenweich durch meine Finger und breitet sich wie ein Fächer auf dem weißen Laken aus. »Baby«, raune ich und reiße plötzlich die Augen weit auf. Ein Hauch von Vanille liegt in der Luft, und ich blicke mich um. Voller Panik suche ich nach ihr. Die Stewardess bietet Jack ein Getränk an und geht dann an mir vorbei. Eine Duftwolke umgibt sie. Genau so riecht Gillian. Dieser Vanilleduft ist ein Teil von ihr, wie eine zweite Haut. Aber es ist nicht sie. Es war nur wieder ein Traum. Immer wieder nur ein Traum. Entweder wird sie gerade gefoltert, und ihr Körper besteht nur noch aus klaffenden Wunden, oder sie ist so schön wie eh und je, und ich bin es, der gefoltert wird, weil ich ständig ihr Bild vor mir sehe. Letzteres ist mir lieber.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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