Undercover Unit One - Martin Barkawitz - E-Book

Undercover Unit One E-Book

Martin Barkawitz

0,0

Beschreibung

Hart, härter, Unit One! Diesmal greift die Spezialeinheit der Europol in der belgischen Hauptstadt ein Netzwerk der Kinderhändler-Mafia an. Ohne Rücksicht auf Verluste können die Undercover-Cops erste Erfolge verzeichnen, doch die Korruption hat ungeahnte Ausmaße. Officer Jasmin Brunner gerät in dramatische private Konflikte und begeht schließlich eine folgenschwere Tat ... Undercover Unit One ist eine actionreiche Miniserie von Jerry-Cotton-Autor Martin Barkawitz. Der Autor Martin Barkawitz schreibt seit 1997 unter verschiedenen Pseudonymen überwiegend in den Genres Krimi, Thriller, Romantik, Horror, Western und Steam Punk. Er gehört u.a. zum Jerry Cotton Team. Von ihm sind über dreihundert Heftromane, Taschenbücher und E-Books erschienen.   Aktuelle Informationen, ein Gratis-E-Book und einen Newsletter gibt es auf der Homepage: Autor-Martin-Barkawitz.de     SoKo Hamburg - Ein Fall für Heike Stein:   - Tote Unschuld - Musical Mord - Fleetenfahrt ins Jenseits - Reeperbahn Blues - Frauenmord im Freihafen - Blankeneser Mordkomplott - Hotel Oceana, Mord inklusive - Mord maritim - Das Geheimnis des Professors - Hamburger Rache - Eppendorf Mord - Satansmaske - Fleetenkiller - Sperrbezirk - Pik As Mord - Leichenkoje - Brechmann - Hafengesindel - Frauentöter - Killer Hotel - Alster Clown - Inkasso Geier - Mörder Mama - Hafensklavin - Teufelsbrück Tod  Ein Fall für Jack Reilly   - Das Tangoluder - Der gekreuzigte Russe - Der Hindenburg Passagier - Die Brooklyn Bleinacht - Die Blutstraße - Der Strumpfmörder - Die Blutmoneten Undercover Unit One - Todesschwadron von Lissabon - Die Bastarde von Belgien - Die Sklavenhalter von Malta - Todesroulette in Monte Carlo - Der Karpaten-Job - Die Organdealer von London

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 100

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0



Martin Barkawitz

Undercover Unit One

Die Bastarde von Belgien

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Prolog

 

»Komm, Teddy – wir gehen!«

René griff nach der flauschigen Pfote des Spielzeugtiers. Mit der ganzen Entschlossenheit, zu der ein Fünfjähriger fähig ist, drückte er geräuschlos die Tür auf.

Die bösen Männer hatten diesmal den Schlüssel nicht herumgedreht. Deshalb konnte René aus dem Gefängnis entkommen, in dem er eingeschlossen war. Seit wann? Dem kleinen Jungen fehlte das Gefühl für das Verrinnen von Zeit. Er wusste nur, dass er zu seiner Mama zurück wollte. Und dass die bösen Männer nie wieder diese schrecklichen Dinge mit ihm tun sollten.

René blieb auf dem Korridor stehen. Die steinernen Wände links und rechts waren aus der Sicht eines Fünfjährigen so hoch wie der Himmel. Der Junge lauschte. Irgendwo wimmerte ein anderes Kind. René ahnte, dass er nicht der einzige Gefangene der bösen Männer war. Der Flur wurde nur von wenigen Lampen beleuchtet, deren Strahlkraft ziemlich kümmerlich war.

Früher hatte René sich vor der Dunkelheit gefürchtet. Aber inzwischen hatte er lernen müssen, dass es für ein Kind noch viel entsetzlichere Dinge gab als die Finsternis. René wusste nicht, auf welchem Weg er aus diesem großen kalten Haus entkommen konnte. Also ging er nach links. Seine Knie waren weich vor Angst, aber mit jedem Schritt wuchs seine Zuversicht. Noch hatten die bösen Männer nichts von seiner Flucht bemerkt. Draußen vor den hohen spitzen Fenstern erblickte René den Nachthimmel. Der Halbmond hing tief über den Baumwipfeln. Die kahlen Äste ragten wie Totenfinger nach oben.

René kam zu einer breiten Steintreppe. Sie führte allerdings nur nach oben. Der Junge stieg langsam die Stufen hoch. Er lauschte angestrengt. Das Kinderweinen wurde immer leiser. René wünschte sich, dass die bösen Männer hart bestraft werden sollten. Er wollte alles erzählen, was er in diesem großen kalten Haus erleiden musste. Aber dafür musste zunächst seine Flucht gelingen.

Plötzlich schlug irgendwo eine Tür zu. Der Junge erschrak und drückte instinktiv den Teddy an sich. Das Geräusch erschien ihm so laut wie ein Donnerschlag. Rufe erklangen. René konnte die Worte nicht verstehen. Aber er wusste, dass die bösen Männer sein leeres Gefängnis entdeckt hatten. Sie würden ihn jagen. Er durfte ihnen auf keinen Fall wieder in die Finger geraten. Nicht noch einmal.

René begann zu laufen. Tränen der Angst rannen über sein kleines Gesicht. Zurück konnte er nicht. Wenn er die Richtung wechselte, würde er seinen Peinigern direkt in die Arme laufen. Und die Türen? René stellte sich auf die Zehenspitzen. Er versuchte, eine Türklinke herunterzudrücken. Doch die Tür war abgeschlossen. Also blieb ihm nichts anderes übrig, als dem Verlauf des Korridors zu folgen. Da entdeckte der Junge eine schmale, offene Tür unter einem gemauerten Bogen. Von dort führte eine Wendeltreppe steil nach oben. Die Beleuchtung war noch schlechter als in dem breiten Flur, aber das Kind mit dem Teddy erklomm keuchend die hohen Stufen.

René war in einem kleinen Turm gelandet. Das erkannte er, als er ganz oben angelangt war. Die schmalen Fenster hatten keine Glasscheiben, der kalte Nachtwind pfiff hindurch. Der Junge steckte seinen Kopf durch die Öffnung. Er sah den Nachthimmel, die kahlen Baumwipfel und weit unter sich das Glitzern einer Wasserfläche.

René hatte das Meer immer geliebt. Die Sommerferien in Knokke gemeinsam mit Mama gehörten zu den schönsten Erlebnissen seines jungen Lebens. Ein eisiger Schreck durchfuhr ihn, als er schwere Stiefeltritte auf der Wendeltreppe vernahm. Die bösen Männer wollten ihn holen kommen.

Wie von Sinnen kletterte das Kind auf das schmale Fenstersims. René wollte nur noch fort aus diesem kalten großen Haus. Er rutschte auf den feuchten Steinen aus. Kopfüber fiel er schreiend hinunter und tauchte tief in das kalte schwarze Wasser.

Das Kind kam nicht mehr an die Oberfläche.

Der Teddy ebenfalls nicht.

 

 

 

1. Kapitel

»Kinderschänder!«, knurrte Europol-Officer Isabel da Silva voller Abscheu. Die portugiesische Beamtin der europäischen Bundespolizei war auf dem Beifahrersitz tief heruntergerutscht.

Ihre Kollegin Jasmin Brunner saß am Lenkrad eines neuen silbermetallic Ford Mondeo der Brüsseler Kripo. Die beiden Frauen observierten einen Mann, der sich Alex Dupont nannte. Keine von beiden wusste, ob das sein richtiger Name war. Fest stand nur, dass Dupont eine Schlüsselfigur der internationalen Kinderporno-Mafia sein sollte.

Der Ford Mondeo war auf einem Parkplatz vor einem Supermarkt an der Rue de Angleterre oder Engelandstraat abgestellt. Jasmin hatte sich inzwischen daran gewöhnt, dass die Brüsseler Straßennamen grundsätzlich zweisprachig waren, damit sich weder Flamen noch Wallonen auf den Schlips getreten fühlten. Viel unbefriedigender fand sie es, dass sie und Isabel seit einer Woche ohne greifbares Ergebnis diesen Dupont verfolgten.

Der Verdächtige ging offensichtlich keiner geregelten Arbeit nach. Aber das war ja nicht verboten. Bisher waren sie aber noch auf kein Indiz gestoßen, das auf seine Verbindung zu Kinderschändern hinwies. Und weil das so war, musste Jasmin immer stärker unter der sich rapide verschlechternden Laune ihrer Kollegin Isabel leiden.

»So ein Kinderschänder ist doch das Letzte«, fuhr die Portugiesin fort. »Ich wüsste schon, was ich mit dem Kerl machen würde, wenn ich mal kurz mit ihm allein wäre.«

Sie ahmte mit ihrem ausgestreckten Zeige- und Mittelfinger das Auf- und Zuklappen einer Schere nach. Jasmin seufzte.

»Kinderschänder sind oftmals selbst in jungen Jahren Opfer von Missbrauch geworden.«

»Vielen Dank für die Information, Frau Oberlehrerin«, höhnte Isabel. »Soll ich deshalb vielleicht Mitleid mit diesem Abschaum haben? Die können zum Gehirnklempner gehen oder sich meinetwegen gerne kastrieren lassen. Aber wenn sie sich selbst an Kinder heranmachen ...«

Isabel vollendete den Satz nicht. Aber man musste nur in ihr hasserfülltes Gesicht sehen, um zu wissen, wie es in ihrem Herzen aussah.

»Ich wollte nur sagen, dass wir ja noch gar nicht wissen, was Dupont wirklich getan hat. Er hat als unschuldig zu gelten, bevor das Gegenteil ...«

»Könntest du mal aufhören, so politisch korrekt zu sein?«, giftete Isabel. »Ich dachte, du hättest aus unserem Pariser Fall gelernt. Aber das war wohl ein Irrtum.«

Jasmin schüttelte den Kopf.

»Ich habe eine zwangsverheiratete junge Frau aus der Gewalt der Islamisten befreit, wie es meiner Pflicht als Polizistin entspricht. Was für eine Lehre soll ich daraus ziehen?«

»Ganz einfach – du hast gegen Shaws ausdrücklichen Befehl gehandelt.«

Damit hatte Isabel an einen wunden Punkt in Jasmins Vergangenheit gerührt. Angus Shaw war der Vorgesetzte der beiden Europol-Beamtinnen und leitete die Spezialeinheit, die überall in Europa eingesetzt wurde. Die junge deutsche Polizistin wünschte sich nichts sehnlicher, als dass dieser Wortwechsel mit Isabel enden würde. Der Verdächtige schien Jasmins Flehen gespürt zu haben, denn Dupont erschien genau in diesem Moment wieder auf der Bildfläche. Er war ein durchschnittlich aussehender Mann Mitte dreißig in einem dunklen Anzug. Dupont telefonierte mit seinem Handy, während er aus einem Haus kam und in seinen Porsche stieg.

Isabel stemmte sich im Beifahrersitz hoch und griff zum tragbaren Funkgerät.

»Verdächtiger startet den Wagen und fährt Richtung Gare du Midi, Sir.«

»Sehr gut.« Isabel und Jasmin vernahmen nun Shaws Stimme, die durch den Funkverkehr leicht verzerrt war. »Ich darf Sie bitten, unauffällig an ihm dran zu bleiben. Officer Khaled und meine Wenigkeit werden geruhen, uns zu Ihrer Verfügung zu halten.«

Jasmin hatte sich an die geschraubte Sprechweise ihres Vorgesetzten inzwischen gewöhnt. In den ersten Tagen beim Department Serious Crime hatte sie noch geglaubt, er wollte sich über sie lustig machen. Das dachte sie inzwischen nicht mehr. Trotz seiner Eigenheiten mochte Jasmin Shaw sehr gern. Jedenfalls viel lieber als die kratzbürstige Isabel. Umgekehrt arbeitete die Portugiesin vorzugsweise mit dem arabischstämmigen Officer Hassan Khaled zusammen, den sie richtig in ihr Herz geschlossen hatte. Als Khaled in Paris schwer verwundet worden war, hatte Isabel innerlich Höllenqualen ausgestanden. Sie befand sich mit ihm auf der gleichen Wellenlänge, während Isabel ihre deutsche Kollegin langweilig und streberhaft fand.

Jasmin startete den Ford Mondeo. Der Brüsseler Stadtverkehr war kaum weniger chaotisch als der in Paris. Trotzdem gelang es der Europol-Beamtin, Duponts Porsche nicht aus den Augen zu verlieren. Jasmin und Isabel verfolgten den Verdächtigen die viel befahrene Avenue de Stalingrad/Stalingradlaan entlang. Von dort bog Dupont nach links ab, tauchte in einem Gewirr von kleinen Straßen unter.

»Mist! Hat er uns entdeckt?«, zischte die Portugiesin.

»Glaube ich nicht. – Da vorn ist er wieder!«

Nun erblickte auch Isabel den stahlblauen Porsche erneut. Er parkte in der zweiten Reihe vor einem schäbigen Mietshaus, die Warnblinkanlage war eingeschaltet.

»Der wird gleich wieder rauskommen«, vermutete Isabel.

»Hoffentlich, hier kann ich nirgendwo unauffällig parken.«

Jasmin fuhr im Radfahrertempo an dem Porsche vorbei. Halten konnte sie hier unmöglich, ohne sofort aufzufallen. Dann erblickte sie im Rückspiegel den Verdächtigen. Er kam aus der Mietskaserne, aber er war nicht allein.

Dupont hatte ein in eine Decke gewickeltes Bündel bei sich. Ein Kleinkind, vielleicht drei Jahre alt.

»Verflucht noch mal!« Isabel betätigte das Funkgerät. »Sir, Dupont hat ein Kind abgeholt. In der – wie heißt das hier? – Fabriekstraat/Rue des Fabriques. Verdammte Belgier! Was sollen wir tun?«

»Beruhigen Sie sich, meine Liebe! Bleiben Sie an ihm dran, wir werden Sie unterstützen. Auf keinen Fall wird Dupont diesem Kind etwas antun, das verspreche ich Ihnen.«

Die Portugiesin atmete tief durch. Jasmin warf ihr einen Seitenblick zu. An die temperamentvolle Art ihrer Kollegin hatte sie sich ja schon gewöhnt. Aber noch niemals hatte Isabel bei einem Fall so einen persönlichen Anteil genommen wie diesmal.

»Was glotzt du so?«, blaffte Isabel, die den Blick bemerkte hatte. »Häng dich lieber wieder an diesen Päderasten dran!«

»Ich finde, du verlierst momentan schnell die Nerven, Isabel. Das ist nicht gut im Einsatz.«

»Ich habe mich schon unter Kontrolle, nur keine Sorge. Du kannst das nicht verstehen, Jasmin. Man merkt, dass du keine eigenen Kinder hast.«

»Und du? Hast du ein Kind?«, fragte Jasmin verblüfft.

»Das geht dich gar nichts an! – Schlaf nicht ein, sonst entkommt uns der Perverse!«

Die deutsche Polizistin wartete, bis der Porsche den Ford Mondeo überholt hatte. Dann folgte sie Dupont, der in Richtung des Stadtteils Molenbeek fuhr. Isabel rutschte unruhig auf ihrem Sitz hin und her.

Der Porsche hielt vor einem Gewerbegebäude. Die Portugiesin nahm ihr Fernglas und las die Firmenschilder laut vor.

»Eine Import-Export-Klitsche, eine Werbeagentur, ein Übersetzungsbüro – was soll das? Ob Dupont hier eine Scheinfirma hat?«

»Oder er ist in die Hausmeisterwohnung gegangen«, meinte Jasmin. »Das Penthouse da oben, sieh nur!«

Inzwischen war die Dunkelheit hereingebrochen. Man konnte erkennen, wie in dem Penthouse auf dem Flachdach die Lichter angingen.

»Der ideale Spielplatz für kranke Ausschweifungen«, knurrte Isabel. »Die Bürotypen haben längst Feierabend, es gibt niemanden, der die Schreie der Opfer hören kann. – Aber heute Nacht wird jemand anders schreien«, fügte sie drohend hinzu.

»Gib lieber Shaw unsere Position durch«, bemerkte Jasmin. Die Portugiesin warf ihr einen giftigen Blick zu, tat es aber. Wenig später ließ Senior Officer Shaw seinen Renault Alpine neben dem Ford Mondeo ausrollen. Er und Officer Khaled stiegen aus.

»Normalerweise würden wir auf Unterstützung der hiesigen Polizei zurückgreifen«, erinnerte der blasse Engländer. »Allerdings hat uns die belgische Regierung um Unterstützung gebeten, weil sie bei der Bekämpfung der Kinderporno-Mafia ihren eigenen Beamten nicht besonders viel Vertrauen entgegenbringen. Daher werden wir diesen Zugriff allein durchführen. Legen Sie bitte Ihre Schutzwesten an!«

Jasmin öffnete den Kofferraum, legte ihr Jackett ab und streifte die schusssichere Weste über.

»Haben wir einen Durchsuchungsbefehl, Sir?«

»Was willst du denn damit?«, rief Isabel dazwischen. »Glaubst du vielleicht, Dupont ist ein harmloser Babysitter?«

Shaw lachte, als hätte die Portugiesin einen besonders guten Witz gemacht.

»Einen Durchsuchungsbefehl habe ich in der Tat nicht, Officer Brunner. Wir können auch den belgischen Richtern nicht trauen, wenn ich Sie an den Fall Dutroux erinnern darf. Ich wollte später zu Protokoll geben, dass ich den Hilfeschrei eines Kindes gehört habe. Macht Ihnen das irgendwelche Probleme?«

»Nein, Sir«, murmelte Jasmin und wurde rot. Sie hatte sich immer noch nicht an Shaws eigenwillige Auslegung von Recht und Gesetz gewöhnen können. Allerdings musste sie zugeben, dass für das Leben des Kindes seine Methoden wahrscheinlich die Erfolg versprechenderen waren ...

Während des kurzen Wortwechsels hatten alle vier Mitglieder der Gruppe Shaw ihre Westen angelegt. Khaled benötigte mit seinem Einbruchwerkzeug keine dreißig Sekunden, um die Tür des Bürogebäudes zu öffnen.

Es gab einen Fahrstuhl, aber die vier Eurocops nahmen die Treppe. Sie wollten ihr Nahen nicht dadurch ankündigen, dass der Liftmotor Geräusche von sich gab.

»Wir wissen nicht, ob Dupont mit dem Kind allein ist«, raunte Shaw. »Officer Brunner, Sie konzentrieren sich sofort auf das Kind und schaffen es aus der Schusslinie! Officer da Silva, Officer Khaled und meine Wenigkeit werden den Rest des Problems aus der Welt schaffen.«

»Soll ich nicht lieber das Kind schützen, Sir?«, fragte Isabel.

»Ich habe gerade einen Befehl erteilt, meine Liebe«, bemerkte der Senior Officer kalt.

»Selbstverständlich, Sir. Entschuldigen Sie.« Diesmal war es Isabel, die errötete.

»Wir sind alle etwas angespannt«, sagte Shaw jovial. »Wenn das Kind lebendig und in Sicherheit ist, werden wir uns alle besser fühlen, denke ich.«