2,99 €
Auf der Flucht vor seiner Midlife-Crisis verlässt Christian, Mitte 40, seine Ehe und trifft auf dem Spielplatz die 19-jährige Jennifer. Die junge alleinerziehende Mutter wickelt ihn mit ihrer jugendlichen Frische um den Finger. Ihre sexuell aufgeladene Affäre entwickelt sich jedoch zu einem gefährlichen Spiel aus Manipulation und Rache, bei dem Jennifer ihre perversen Fantasien auslebt. Als Christian versucht, sich zu lösen, wehrt sie sich mit Drohungen und Racheakten. Schließlich erkennt Christian den Wert seines alten Lebens und muss sich entscheiden, wie weit er gehen will, um es zurückzubekommen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2025
cover
Titel
Impressum
unersättlich
Contents
Start of Content
Felix Mond
Copyright © 2025 Felix Mond
Alle Rechte vorbehalten.
Felix Mond c/o autorenglück.de Franz-Mehring-Str. 15 01237 Dresden
MEIN NAME IST Christian. Mit Ende 40 schlitterte ich in eine Midlife-Crisis, die mich wie ein schwarzes Loch verschlang. Nach über 25 Jahren Ehe starrte ich morgens in den Badezimmerspiegel auf graue Schläfen und müde Augen, die mich fragten, ob das wirklich alles gewesen sein sollte. Der Gedanke, weitere Jahrzehnte im selben Trott zu verbringen, schnürte mir die Kehle zu. Also überließ ich meiner verständnislosen Frau unser Haus mit dem gepflegten Vorgarten und den cremefarbenen Wänden, die wir erst letztes Jahr gestrichen hatten. Meine älteste Tochter nahm mich vorübergehend auf – in ihrem chaotischen Drei-Zimmer-Apartment, wo Spielzeug den Boden bedeckte und der Geruch von Babynahrung in der Luft hing. Zu meinen neuen Pflichten gehörte es, meinen quirligen Enkel zum Spielplatz zu begleiten, dessen ächzende Schaukeln und sandverkrustete Rutsche ich bald besser kannte als meine Westentasche. Dort sah ich sie zum ersten Mal: Jennifer, mit ihren 19 Jahren ein Bild jugendlicher Frische. Ihre kastanienbraunen Haare glänzten in der Sonne, während sie ihrer zweijährigen Tochter half, die Rutsche hinaufzuklettern. „Sie erinnern mich total an meinen Vater”, sagte sie bei unserer ersten Begegnung. Dabei musterten mich ihre blaugrauen Augen ohne Scheu. Meine Tochter rümpfte die Nase, wann immer Jenni in der Nähe war – die mit den billigen Klamotten und dem Tattoo am Handgelenk. Aber wenn ich allein mit meinem Enkel dort war, setzten wir uns auf dieselbe Bank, und ich verlor mich in ihrer angenehmen Stimme und dem Anblick ihrer vollen Lippen. Freundschaft? Nein – in meinen Träumen schmeckte ich ihre Haut, süß und saftig wie ein Pfirsich im Hochsommer. Doch diese Gedanken blieben hinter meiner Stirn verschlossen. Der Altersunterschied von fast drei Jahrzehnten und die verächtlichen Blicke meiner Tochter, die Jenni als asozial abstempelte, waren wie ein eiserner Vorhang zwischen Fantasie und Wirklichkeit.
Jenni erzählte mir mit einer Mischung aus Resignation und schulterzuckender Gewöhnung, dass sich der Vater ihres Kindes schon vor dessen Geburt wortlos aus ihrem Leben verabschiedet hatte. Er war einfach eines Tages weggezogen, ohne Adresse oder Kontaktmöglichkeit zu hinterlassen. Seitdem lebte sie tatsächlich, wie sie es nannte, vom Amt
