Universum - Noah Sander - E-Book

Universum E-Book

Noah Sander

0,0

Beschreibung

Floyd Ewan wacht mitten in einem Wald auf und kann sich nicht erinnern wie er hierher gekommen ist. Sein Zelt steht aufgebaut neben ihm, aber er ist auf der Schlafmatte außerhalb von diesem aufgewacht. Was letzten Monat passiert ist, weiß Floyd nicht mehr. Dieses Buch beschreibt die Geschichte von Floyd Ewan, der in seinem Leben eine außergewöhnliche Geschichte erlebt, die gefüllt ist mit Bekanntschaften und Ereignissen. Warum wacht er mitten im Wald auf ohne sich erinnern zu können? Wo ist er genau und wie kommt er wieder zurück nach München? Steckt irgendetwas dahinter und was hat das Universum mit seiner Geschichte zu tun?

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 278

Veröffentlichungsjahr: 2022

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.


Ähnliche


Noah Sander

Universum

Die Geschichte des Floyd Ewan

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Einleitung

Kapitel eins.

Kapitel zwei.

Kapitel drei.

Kapitel vier.

Kapitel fünf.

Kapitel sechs.

Kapitel sieben.

Kapitel acht.

Kapitel neun.

Kapitel zehn.

Kapitel elf.

Kapitel zwölf.

Kapitel dreizehn.

Kapitel vierzehn.

Kapitel fünfzehn.

Kapitel sechzehn.

Kapitel siebzehn.

Kapitel achtzehn.

Kapitel neunzehn.

Kapitel zwanzig.

Kapitel einundzwanzig.

Kapitel zweiundzwanzig.

Kapitel dreiundzwanzig.

Kapitel vierundzwanzig.

Kapitel fünfundzwanzig.

Kapitel sechsundzwanzig.

Kapitel siebenundzwanzig.

Kapitel achtundzwanzig.

Kapitel neunundzwanzig.

Kapitel dreißig.

Kapitel einunddreißig.

Kapitel zweiunddreißig.

Kapitel dreiunddreißig.

Kapitel vierunddreißig.

Kapitel fünfunddreißig.

Kapitel sechsunddreißig.

Kapitel siebenunddreißig.

Kapitel achtunddreißig.

Kapitel neununddreißig.

Kapitel vierzig.

Kapitel einundvierzig.

Kapitel zweiundvierzig.

Kapitel dreiundvierzig.

Kapitel vierundvierzig.

Kapitel fünfundvierzig.

Kapitel sechsundvierzig.

Kapitel siebenundvierzig.

Kapitel achtundvierzig.

Kapitel neunundvierzig.

Kapitel fünfzig.

Kapitel einundfünfzig.

Kapitel zweiundfünfzig.

Kapitel dreiundfünfzig.

Kapitel vierundfünfzig.

Kapitel fünfundfünfzig.

Kapitel sechsundfünfzig.

Kapitel siebenundfünfzig.

Kapitel achtundfünfzig.

Kapitel neunundfünfzig.

Kapitel sechzig.

Kapitel einundsechzig.

Kapitel zweiundsechzig.

Kapitel dreiundsechzig.

Kapitel vierundsechzig.

Kapitel fünfundsechzig.

Kapitel sechsundsechzig.

Kapitel siebenundsechzig.

Kapitel achtundsechzig.

Kapitel neunundsechzig.

Kapitel siebzig.

Kapitel einundsiebzig.

Kapitel zweiundsiebzig.

Kapitel dreiundsiebzig.

Kapitel vierundsiebzig.

Kapitel fünfundsiebzig.

Kapitel sechsundsiebzig.

Kapitel siebenundsiebzig.

Kapitel achtundsiebzig.

Kapitel neunundsiebzig.

Kapitel achtzig.

Kapitel einundachtzig.

Kapitel zweiundachtzig.

Kapitel dreiundachtzig.

Kapitel vierundachtzig.

Kapitel fünfundachtzig.

Kapitel sechsundachtzig.

Kapitel siebenundachtzig.

Kapitel achtundachtzig.

Kapitel neunundachtzig.

Kapitel neunzig.

Kapitel einundneunzig.

Kapitel zweiundneunzig.

Kapitel dreiundneunzig.

Kapitel vierundneunzig.

Kapitel fünfundneunzig.

Kapitel sechsundneunzig.

Kapitel sechsundneunzig ein halb.

Impressum neobooks

Einleitung

Floyd Ewan wacht mitten in einem Wald auf und kann sich nicht erinnern wie er hierher gekommen ist. Sein Zelt steht aufgebaut neben ihm, aber er ist auf der Schlafmatte außerhalb von diesem aufgewacht. Was letzten Monat passiert ist, weiß Floyd nicht mehr. Dieses Buch beschreibt die Geschichte von Floyd Ewan, der in seinem Leben eine außergewöhnliche Geschichte erlebt, die gefüllt ist mit Bekanntschaften und Ereignissen. Warum wacht er mitten im Wald auf ohne sich erinnern zu können? Wo ist er genau und wie kommt er wieder zurück nach München? Steckt irgendetwas dahinter und was hat das Universum mit seiner Geschichte zu tun?

Kapitel eins.

Es war ein schöner Sommertag, an dem die Sonne schien und es nicht regnete. Nur einzelne Wolken waren am Himmel. Floyd wachte in einem Wald auf und konnte sich nicht erinnern, was in den Tagen zuvor geschehen war. Es war ein Sommermorgen im Jahr 2009. Er war allein in dem Wald und das Zelt neben ihm war ordentlich aufgebaut. Er jedoch lag außerhalb des Zelts auf einer Matte, auf der er aufgewacht war, und konnte sich nicht erinnern wie er hierher gekommen ist. Er wusste wie er hieß, aber er wusste nicht wo er war, denn an diesem Ort ist er noch nie zuvor gewesen. Das einzige, was ihm in diesem Moment durch den Kopf ging, war wie dies nur passieren konnte. Etwas ähnliches ist ihm bisher noch nie passiert. Floyd versuchte krampfhaft sich an die letzten Tage zu erinnern, aber so sehr er sich auch anstrengte, es war ihm nicht möglich die Ereignisse des letzten Monats ins Bewusstsein zu rufen. Floyd raffte sich auf und schaute sich um. In dem Zelt lag ein großer Rucksack, der gefüllt war mit allen Dingen, die ein Wanderer benötigt. Ein Schlafsack, Besteck zum Essen, ein kleines Taschenmesser, Schuhe zum Wechseln und eine Regenjacke. Floyd war jedoch auf der Schlafmatte außerhalb des Zelts aufgewacht. Er hatte draußen ohne den Schlafsack geschlafen. An seinem Körper waren keinerlei große Verletzungen zu erkennen. Er hatte lediglich heftige Kopfschmerzen. In dem Rucksack war auch ein Smartphone, das anscheinend zu ihm gehörte. Dieses war eingeschaltet und hatte einen Aufladezustand von 18 Prozent. Floyd versuchte herauszufinden, ob ihn jemand in den letzten Tagen angerufen oder ihm eine SMS gesendet hatte, aber nichts dergleichen war auf dem Smartphone auffindbar. Unverständlicherweise war das Smartphone komplett ohne Kontakte, ohne SMS und ohne letzte Anrufe.

Floyd suchte weiter und fand in dem Rucksack auch ein Portemonnaie. In dem Portemonnaie waren lediglich einige Münzen und ein kleines Stück Papier, das jedoch vollkommen unbeschriftet war. Ansonsten war die Brieftasche vollkommen leer. Es fehlte der Führerschein, der Personalausweis und die Bankkarte.

Er glaubte sich an die Ereignisse des vorigen Monats erinnern zu können. Er war eingeschriebener Student im Fach Lehramt Geschichte und Englisch an der Universität in München, war ein Monat zuvor in der Prüfungsphase, wohnte in einer kleinen Einzimmerwohnung und hatte für die Prüfungen gelernt. Alle Klausuren in diesem Semester hatte er erfolgreich absolviert. Danach jedoch konnte er sich an nichts erinnern. Seine Uhr an seinem Handgelenk, eine schlichte Uhr, auf der lediglich die Uhrzeit und das Datum zu sehen war, zeigte das Datum 2. August 2009. An den Monat Juli konnte sich Floyd nicht mehr erinnern. Er versuchte in seinem Schockzustand einen klaren Gedanken zu fassen. Was sollte er nun am besten tun?

Kapitel zwei.

Floyd Ewan war 21 Jahre alt und war ein normaler Student, der nie sonderlich aufgefallen ist. Er bestand alle seine Klausuren, weil er sich vollkommen auf sein Studium konzentrieren konnte. Sein Vater war ein wohlhabender und freiberuflicher Anwalt, der nach seinem Tod zwei Jahre zuvor, als Floyd 19 Jahre alt gewesen ist, einen Großteil seines Vermögens an seine Frau und sein einziges Kind Floyd vererbt hatte. Seine Mutter war Krankenschwester in einem Kinderkrankenhaus und übte auch nach dem Tod von Floyds Vater ihren Beruf weiterhin aus, obwohl sie dies nicht zwingend benötigte. Floyd hatte nicht sehr viele Freunde, nur einige Bekannte, die auf dem Campus seinen Namen kannten und ihn begrüßten, wenn sie ihn auf dem Universitätsgelände trafen. Zu den Partys an der Uni, die regelmäßig stattfanden, ging er nicht, weil er kein Interesse daran hatte. Alle diese Informationen wusste Floyd. Er wusste wer er war, zumindest dachte er dies. Nur das, was letzten Monat passiert ist, konnte er nicht mehr rekonstruieren und auch wie er hier in diesen Wald gekommen ist wusste er nicht. Die Uhr an seinem Handgelenk zeigte 12:21 Uhr. Er beschloss das Zelt abzubauen. Dies dauerte in etwa eine Stunde. Er packte das eingepackte Zelt in den Rucksack und ging ohne genau zu wissen wohin los. Er fühlte sich nicht körperlich schwach, nur die Kopfschmerzen verhinderten ein klares Denken. Dort, wo er aufgewacht war, war eine Lichtung mit wild gewachsenem Gras. Die Sonnenstrahlen an diesem schönen Tag wärmten das Gesicht von Floyd, konnten jedoch nicht sein mulmiges Gefühl beseitigen. Floyd hatte blaue Sportschuhe, ein blaues T-Shirt und eine schwarze Shorts an. Er war ein normal großer und normal gewichtiger junger Mann. Seine Gesichtszüge waren männlich, aber in keinster Weise arrogant oder eingebildet. Die Haare waren dunkelbraun und kurz. Als er jung war trug er eine Brille, hatte jedoch mit 16 Jahren eine Augenoperation und benötigte seitdem keine Brille mehr. Dadurch, dass er optisch nie sonderlich aufgefallen ist und nicht sehr gesellig war, war er sowohl in der Schule als auch an der Universität nie ein sonderlich beliebter Zeitgenosse. Man kann ihn eher als Außenseiter bezeichnen.

Die Lichtung, wo Floyd aufgewachsen war, hatte keinerlei Weganbindung. Aus diesem Grund wanderte Floyd nun mit seinem Rucksack mitten in dem Wald umher ohne auch nur eine Ahnung zu haben, wo er hingehen sollte. Nach etwa 2 Stunden Wanderung bekam er leichte Panik. Er hatte nichts zu Essen und nichts zu trinken in seinem Rucksack. Die Uhr an seinem Handgelenk zeigte mittlerweile 14:31 Uhr. Auch nach zwei Stunden Umherirren im Wald war er bisher noch nicht an eine Weganbindung gelangt. Er war seltsamerweise auch nicht sehr hungrig oder durstig in diesem Moment. Dennoch machte ihm die Ungewissheit Angst und versetzte ihn in leichte Panik. In diesem Moment beschloss er sich kurz zu setzen. Er lehnte den Rucksack an einen Baum und setzte sich auf den Boden. Kurz nachdem er sich gesetzt hatte, hatte er die Idee mit dem Smartphone einen Anruf zu tätigen. Möglicherweise würde die Polizei ihn orten können. Floyd holte das Smartphone aus seinem Rucksack und versuchte eine beliebige Nummer zu wählen. Er bemerkte jedoch, dass es nicht möglich war, da das Smartphone keine SIM-Karte hatte. Ausgehende Anrufe waren folglich nicht möglich. Dennoch versuchte Floyd die allgemeine Notrufnummer 112, die er in Deutschland kannte, zu wählen. Genau in diesem Moment realisierte er, dass der Akku des Smartphones leer war und das Mobiltelefon sich ausschaltete. Mit Entsetzen und großen Augen starrte er auf das Telefon und sah zu wie dieses sich langsam ausschaltete. Nun wurde seine Angst größer, er fing an zu weinen, umklammerte sitzend auf dem Boden mit seinen Armen seine Beine und vergrub sein Gesicht zwischen seinen Beinen.

Kapitel drei.

Er fühlte sich verloren und weinte einige Minuten mit dem Gesicht in seinen Händen vergraben. Normalerweise war Floyd mental stark und weinte selten. Doch niemals in seinem Leben war er in einer derartigen Lage gewesen. Die Situation machte ihm Angst. Bis zu seinem Schulabschluss zwei Jahre zuvor lebte er bei seinen Eltern. Floyd und seine Eltern lebten in einem kleinen Haus in einem kleinen Dorf in der Nähe von München. Erst mit seinem Studienbeginn ist Floyd direkt in eine Einzimmerwohnung in der Nähe der Universität gezogen. Einmal im Monat besuchte er seine Mutter nach dem Tod seines Vaters und sie verbrachten den Samstag zusammen. In einer derartigen Situation ist er noch nie gewesen und war deshalb in keinster Weise vorbereitet. Mittlerweile zeigte die Uhr 15:41 Uhr. Er musste weitergehen solange es noch hell draußen war. Deshalb raffte sich Floyd auf und wanderte mit seinem Rucksack auf dem Rücken wieder los. Allmählich konnte er auch wieder klar denken, die Kopfschmerzen wurden weniger. Seine Situation war nicht aussichtslos. Floyd hatte ein Zelt und ein Taschenmesser. Es musste in irgendeiner Weise möglich sein mit Hilfe der Ressourcen des Waldes zu überleben. Er stoppte kurz und sah sich um. Es gab keinerlei Beeren in der Nähe. Auf dem Boden waren einige Pilze. Aber Floyd wusste nichts von Pilzen. Dennoch musste er etwas zu sich nehmen. So nahm er einige Pilze und steckte sie in den Rucksack. Er machte sich weiter auf den Weg und schlussendlich fand er einen kleinen Bach nach etwa zwei weiteren Stunden Wanderung. Gierig bückte er sich und trank soviel Wasser aus dem Bach wie er konnte. Die Uhr an seinem Handgelenk zeigte mittlerweile 18:05 Uhr und so beschloss Floyd hier das Zelt aufzubauen, um an diesem Platz zu übernachten.

Er wusste nicht wie man Feuer machte und wusste nicht wie man jagte, denn bisher war es nie notwendig gewesen dies zu erlernen. Hungrig durchsuchte er den Boden. Das einzige was er fand waren einige Ameisen, die er zu essen begann. Er hatte einmal gelesen, dass man die Ameisen schnell zerkauen sollte, damit sie nicht die Speiseröhre hochgehen und nicht die Zunge zerbeißen. Er tat dies. Die Ameisen schmeckten leicht säuerlich, aber satt wurde er nicht. Auch die Pilze in seinem Rucksack nahm er roh zu sich, weil er kein Feuerzeug im Rucksack hatte. Er wusste nicht, ob die Pilze giftig waren oder nicht. Mit leerem Magen ging er in das Zelt und schlief mit mulmigen Gefühl im Bauch ein.

Kapitel vier.

Am nächsten Morgen wachte Floyd auf und krabbelte aus dem Zelt. Auch an diesem Tag regnete es nicht und das Wetter war angenehm warm. Ihm war sehr übel und das erste, was er an diesem Morgen tat war sich in einem Gebüsch zu übergeben. Floyd trank möglichst viel aus dem Bach nebenan. Dies gab ihm wieder ein wenig mehr Kraft und beseitigte auch ein wenig seine Magenschmerzen. Er musste weitergehen, denn er konnte hier nicht bleiben. Dennoch hatte Floyd Zweifel, denn er wusste nicht, ob er wieder einen Bach wie diesen finden würde und ein weiteres Problem war, dass er keine Flasche zum Auffüllen in seinem Rucksack hatte.

Nachdem Floyd also das Zelt abgebaut hatte, beschloss er entlang des Baches zu wandern. Drei Tage lang ernährte sich Floyd nur von Ameisen, Insekten, Beeren und dem Wasser vom Bach. Er fühlte sich von Tag zu Tag schwächer. Doch am dritten Tag endete der Bach und er kam schließlich an einen Weg. Die Entdeckung des Weges war ein Lichtblick und gab ihm wieder mehr Kraft. Es war ein kleiner Weg und keine Straße, auf dem regelmäßig Autos fuhren. Dennoch wusste er, dass der Weg womöglich an ein Dorf oder eine Stadt angebunden sein könnte. Er wusste nicht, ob er rechts oder links gehen sollte und beschloss deshalb eine Münze aus seiner Brieftasche zu werfen, um ihm die Entscheidung abzunehmen. Bei Kopf sollte er rechts gehen und Zahl sollte für links stehen. Die Münze zeigte Kopf und so ging Floyd nach rechts. Durch die Entdeckung des Weges motiviert ging Floyd los, doch nach zwei Stunden überkam ihm wieder eine Panik. Wie konnte er nur so kurzsichtig sein. Er brauchte Wasser und hatte vollkommen vergessen, dass er ein letztes Mal vom Bach trinken sollte bevor er sich auf den Weg machte. Deshalb ging er nochmals dorthin, wo der Bach und der Weg sich begegneten. Seine Armbanduhr zeigte im Moment 18:45 Uhr und deshalb entschied sich Floyd hier an dem Ende des Baches, dort wo er den Weg gefunden hatte, zu übernachten. Es wäre besser, wenn er sich erst morgen früh wieder auf den Weg machen würde. Er baute das Zelt auf, trank vom Fluss und aß einige Beeren und Insekten. Er hatte in den letzten Tagen drastisch abgenommen, zumindest fühlte er sich um einiges dünner und schwächer. Außerdem hatte er angefangen zu beten. Normalerweise war er kein gläubiger Mensch. Er ging nur selten in die Kirche. Doch in dieser Situation hatte er angefangen zu Gott zu beten. Er war sehr froh darüber den Weg gefunden zu haben, aber dennoch wusste er nicht, ob seine Kräfte reichen würden bis in das nächste Dorf oder die nächste Stadt zu kommen. An dieser Nacht war keine einzige Wolke am Himmel und so hatte Floyd ein Himmel voller Sterne über sich, auf die er hinaufblickte. Der Sternenhimmel offenbarte ein Blick auf das Universum und war so klar, dass Floyd anfing zu weinen. Es war ein Mix aus Trauer um seine Situation, aber auch Hoffnung auf Besserung durch den gefundenen Weg, die ihn zum Weinen brachte. Morgen früh wird alles besser, morgen früh wird er ein Dorf oder eine Stadt finden, wo die Menschen ihm helfen und ihn unterstützen werden. Dies sprach er sich zu. In diesem Moment realisierte Floyd, wie wichtig doch Mitmenschen sind. So schlief er müde und schlapp in seinem Zelt ein mit der Hoffnung, dass der morgige Tag besser wird. Am nächsten Tag wachte Floyd durch laute Geräusche geweckt um 6:31 Uhr auf. Draußen war ein lautes Schnauben zu hören, aber Floyd konnte nicht feststellen, um welches Tier es sich handelte. Möglicherweise war es ein Wolf oder ein Bär. Er hatte große Angst, aber dennoch versuchte er sich möglichst ruhig in seinem Zelt zu verhalten. Für einen Moment hielt er auch die Luft an und versuchte so ruhig zu atmen wie es nur möglich war. Nach etwa zwanzig Minuten war kein Schnauben mehr zu hören und deshalb öffnete Floyd sehr langsam und vorsichtig den Reißverschluss vom Zelt, um herauszugucken.

Draußen war kein Tier zu sehen und aus diesem Grund ging Floyd auf Zehenspitzen hinaus aus dem Zelt. In der Nähe des Zelts waren Tatzen-Spuren ersichtlich. Leider fehlten ihm die Kenntnisse und so konnte er nicht entscheiden, um welches Tier es sich handelte. Die Spuren waren mittelgroß, deshalb war es schwierig festzustellen, ob es sich um Pfoten von einem Bär, einem Wolf oder einem anderen Tier handelte. Aber eines war ihm klar, es war eine Spur eines Tieres und keines Menschen. Floyd versuchte ganz ruhig zu bleiben, doch sein Herz hörte nicht auf zu rasen. Sein ganzer Körper bebte durch die Adrenalinausschüttung in seinem Blut. Tag um Tag versuchte er sich bei Kräften zu halten und nun hatte er ein weiteres Problem. Er wurde von einen Tier, möglicherweise einem Wolf oder vielleicht einem Bär verfolgt. Dies war ein Kampf ums Überleben. Womit hatte er das nur verdient? Wie ist er nur in diese Lage gekommen? Nach einigen Minuten hatte er sich beruhigt und begann das Zelt abzubauen. Er trank einige Schlucke aus dem Bach und aß einige Beeren, die er noch in seinem Rucksack hatte. Er fühlte sich zwar schwach, aber seltsamerweise hatte er sich gestern und heute noch nicht übergeben müssen. Durch die Adrenalinausschüttung auf Grund der Begegnung mit dem Tier war sein ganzer Körper im Zustand der Flucht. Er wollte nur noch wegrennen, obwohl sein Körper eigentlich viel zu schwach dafür war. Wie durch die Münze gestern festgelegt ging er diesmal nach rechts den Weg entlang. Nach drei Stunden fing er an hinter sich ein Schnauben zu hören. War es lediglich seine Einbildung? Er stoppte kurz und blickte zurück, aber dort war nichts zu sehen. Floyd ging wieder weiter, nach einigen Schritten jedoch hörte er wieder ein Schnauben hinter sich. Wieder stoppte er kurz und blickte sich um, aber wieder konnte er nichts hinter sich erkennen. Er fing an laut zu schreien: "Lass mich in Ruhe, was auch immer du bist, lass mich in Ruhe, ich habe schon genug Probleme".

Er hörte für kurze Zeit nichts mehr und so ging er wieder weiter. Kurze Zeit später kam das Schnauben wieder, aber viel lauter als zuvor. Floyd schaute sich kurz um und fing diesmal, ohne lang zu überlegen, an zu laufen. Nach einigen Schritten jedoch stolperte er und fiel in hohem Bogen direkt mit seinem Gesicht auf den harten Steinboden. Durch den Fall geschockt, versuchte er sich sogleich aufzuraffen, aber es gelang ihm nicht. Ihm wurde schwarz vor Augen und er verlor vollkommen sein Bewusstsein.

Kapitel fünf.

Floyd wachte auf und lag diesmal in einem Bett. Das Zimmer war spärlich eingerichtet, es gab ein Bett, einen Nachttisch, einen Schrank und eine kleine Kommode. Ansonsten war in dem Zimmer nichts. Er blickte sich um. Es war kein Krankenhauszimmer, sondern ein Zimmer in einem kleinen Holzhaus. Das Zimmer hatte keine Fenster, aber eine Tür. Auf dem Nachttisch neben dem Bett war eine Petroleumlampe, die den Raum beleuchtete, und ein Teller mit einigen Früchten sowie ein Glas Milch.

Gierig ohne lange zu überlegen aß Floyd die Früchte und trank die Milch. Er war aber noch immer nicht satt und versuchte einige Schritte zu gehen, aber sein ganzer Körper schmerzte, sodass er sich wieder in sein Bett legte. Sein Rucksack lag neben dem Bett und seine Armbanduhr war immer noch an seinem Handgelenk. Jemand hatte sich anscheinend um ihn gekümmert. In dem Zimmer gab es keinen Spiegel, so dass Floyd nicht prüfen konnte, wie er aussah. An seinem Körper war er vollkommen unversehrt. Mit seinen Händen tastete er behutsam sein Gesicht ab. Er konnte einige Schürfwunden ertasten, noch immer von dem Sturz, an den er sich noch genau erinnern konnte. Aber diese schienen nicht frisch zu sein. Es schien also als hätte er schon einige Zeit hier gelegen. Seine Uhr war wohl beschädigt, denn sie zeigte die gleiche Uhrzeit an und die Zeiger bewegten sich nicht. Wie lange er hier gelegen hatte konnte er deshalb nicht sagen. Nach einigen Minuten versuchte Floyd sich wieder aufzuraffen und einige Schritte zu gehen. Er wollte zur Tür gehen und prüfen, ob diese offen war. Jeder Schritt kostete ihn sehr viel Kraft, aber er erreichte die Tür und versuchte die Türklinke herunterzudrücken. Die Tür war abgeschlossen, er konnte nicht hinaus. Er fing an mit seinen letzten Kräften an die Tür zu klopfen, aber niemand kam und öffnete die Tür. So sank er erschöpft zu Boden und krabbelte wieder zu seinem Bett. In dem Bett schlief er erschöpft ein. Als er wieder aufwachte waren auf dem Nachttisch wieder einige Früchte, ein Glas Milch und diesmal sogar einige Tomaten. Er verschlang alles wieder sehr gierig. Dadurch, dass in dem Zimmer kein Fenster war, konnte er nicht sagen, ob es Tag oder Nacht war. Auch seine kaputte Uhr zeigte ihm noch immer die gleiche Uhrzeit. Floyd versuchte erneut einige Schritte zu gehen und diesmal fühlte er sich schon ein wenig stärker. So ging er erneut auf die Tür zu und drückte die Türklinke runter. Immer noch war die Tür abgeschlossen. Gestärkt klopfte Floyd an die Tür. Niemand öffnete ihm. Diesmal sprach er mit möglichst lauter Stimme: "Wer auch immer da ist, bitte öffnen Sie die Tür. Ich bin kein Tier, das man einsperren kann". Auf der anderen Seite konnte er kein Geräusch hören. Enttäuscht ging er wieder zu seinem Bett und in dem selben Moment als er sich auf das Bett setzen wollte öffnete sich die Tür und dort stand ein alter Mann mit langen weißen Haaren. Der Mann hatte Sandalen an und trug eine leicht durchlöcherte Shorts mit einem zerfledderten Shirt. Der alte Mann und Floyd starrten sich für eine kurze Zeit an. Keiner von beiden sprach, sie blickten sich nur an. Floyd war der Erste, der das Wort ergriff: "Vielen Dank, dass sie sich um mich gekümmert haben, ich fühle mich schon sehr viel besser." Der alte Mann starrte Floyd jedoch weiterhin an. Floyd guckte ihn an, aber konnte den Blick nicht halten und blickte verlegen auf den Boden. Er wartete bis der Mann auch etwas sagen würde, aber der Mann schwieg. Floyd schätzte den Mann in etwa siebzig Jahre alt. Der Mann hatte einen leichten, weißen Bart und die weißen, langen Haare waren zu einem Zopf zusammengebunden. Er hatte große, blaue Augen, trug keine Brille und machte einen intelligenten Eindruck.

Einige Minuten stand der alte Mann vor der Tür ohne ein Wort zu sagen. Dann ging er kurz aus dem Raum, anscheinend um etwas zu holen. Als er wieder kam, hatte er einen Stuhl in seiner Hand. Er zeigte mit der Hand an die Wand neben dem Bett. Er bat Floyd um Erlaubnis, ob er sich zu ihm setzen konnte.

Floyd erwiderte: "Natürlich können sie sich zu mir setzen." Und der alte Mann tat dies, er stellte den Stuhl an die Wand neben das Bett von Floyd und setzte sich auf den Stuhl. Immer noch hatte der Mann kein einziges Wort gesprochen. Floyd wurde leicht mulmig, er wusste nicht was er sagen sollte. Verstand der alte Mann ihn überhaupt? Vielleicht sprach er eine andere Sprache? Floyd hatte keine Angst vor dem alten Mann, denn er wirkte nicht gefährlich, sondern eher abgekämpft und zerbrechlich. Dennoch wollte Floyd mit dem Mann reden. Wieder versuchte Floyd ein Gespräch zu beginnen und sprach mit ruhiger Stimme: "Können sie mich verstehen?" Der alte Mann starrte jedoch fast regungslos in Floyds Richtung. Dann wechselte Floyd in die englische Sprache in der Hoffnung, dass der Mann ihn so verstehen würde: "Sprechen sie vielleicht englisch? Ich wollte ihnen nur danken, dass sie mir geholfen haben." Floyd konnte in dem Gesicht des Mannes nun eine Regung erkennen. Trotzdem blieb der Mann still und antwortete nicht. Dann stand der alte Mann mit überraschend flinken Schritten auf, anscheinend wollte er wieder etwas holen. Nach nur einigen Minuten kam er wieder. Er brachte wieder Milch diesmal in einer Glasflasche, Früchte und einige Tomaten. Er füllte das leere Glas auf dem Nachttisch auf und legte die Früchte sowie die Tomaten auf den Teller neben dem nun mit Milch gefüllten Glas. Dann setzte er sich wieder auf den Stuhl neben das Bett. Floyd wartete bis der Mann sich gesetzt hatte und aß gierig die Früchte sowie die Tomaten und trank die Milch sowohl aus dem Glas als auch aus der Flasche. Noch immer hatte er sehr großen Hunger. Er war sehr froh etwas Vernünftiges zu essen zu haben nach all den Tagen, an denen er sich nur mit Insekten, Beeren und Bachwasser ernährt hatte. Floyd entschied sich dafür nicht mehr zu reden, denn der alte Mann wollte oder konnte nicht reden. Das Einzige, was er noch sagen wollte war: "Danke". Er sprach dies in englisch. Der alte Mann antwortete nicht, zeigte aber wieder eine kleine Regung, zumindest dachte Floyd dies. Floyd legte sich auf das Bett, drehte sich mit dem Rücken zum Mann und schlief leicht weinend ein.

Kapitel sechs.

Als Floyd aufwachte saß der alte Mann immer noch auf dem Stuhl neben dem Bett. Wieder lagen auf dem Nachttisch Früchte, Tomaten und ein Glas mit Milch. Floyd aß alles auf und trank die Milch aus dem Glas vollkommen aus. Da es anscheinend wenig Sinn machte wollte er nichts mehr sagen. Er war aber nicht mehr hungrig und deshalb zeigte er dem alten Mann lediglich einen nach oben zeigenden Daumen, um zu signalisieren, dass alles in Ordnung war. Der Mann lächelte leicht, regte sich aber nicht. Floyd konnte nicht einschätzen, ob der Mann nicht sprechen konnte oder ob er ihn nicht verstand, weil er eine andere Sprache sprach. So zeigte Floyd mit dem Zeigefinger in Richtung der offenen Tür, um zu signalisieren, dass er gerne raus gehen würde. Der alte Mann antwortete nicht und so ging Floyd einfach in Richtung Tür. Kurz bevor er vor der Tür war, stand der alte Mann auf einmal neben ihm und stach mit seinem Zeigefinger in die Seite von Floyd. Dieser war vollkommen überrascht und sprang erschreckt zur Seite: "Warum tun sie das?" sprach Floyd in englisch. Doch der alte Mann kam wieder näher und stach wieder mit dem Finger in die Seite von Floyd. Floyd sprang zur Seite und rannte dann mit großen Schritten aus dem Zimmer durch die offene Tür. Es gab einen kurzen Gang und dann war Floyd bereits draußen. Das Zimmer, in dem er gewesen ist, war lediglich eine kleine Holzhütte. Nebenan war ein etwas größeres Holzhaus, wo der Mann anscheinend lebte. Diese beiden Holzhäuser waren die einzigen hier in der Umgebung. Anbei war eine kleine Umzäunung, wo einige Ziegen waren. Es gab auch eine Art Gewächshaus, wo einige Pflanzen wuchsen und neben dem Haus war ein kleines Feld, wo etwas wuchs, das Floyd nicht sofort identifizieren konnte. Er konnte nicht feststellen, ob noch jemand hier lebte oder ob der alte Mann alleine war. Aber alles sah sehr ordentlich und gepflegt aus. Nun war der alte Mann ebenso raus gekommen und stand vor der kleinen Hütte, wo Floyd raus gelaufen ist. Floyd sagte in englisch: "Warum reden sie nicht mit mir? Können sie nicht sprechen? Bitte reden sie mit mir. Ich weiß nicht wie ich hier gelandet bin. Ich bin hier im Wald aufgewacht und konnte mich nicht erinnern, wie ich hierher gekommen bin. Ich weiß auch nicht was passiert ist, möglicherweise hatte ich einen Blackout. Meine Erinnerung scheint gelöscht zu sein, ich kann mich nicht erinnern, was letzten Monat passiert ist."

Der alte Mann stand vor der Tür des kleinen Hauses und guckte sehr erschrocken in Richtung Floyd. Der Mund war leicht geöffnet und die Augen sehr groß auf Floyd gerichtet. Langsam ging der alte Mann in das andere Haus und kam nach einigen Minuten wieder raus. Er stellte sich vor Floyd, der immer noch am selben Platz stand und holte etwas aus seiner Hosentasche. Floyd erkannte, dass es ein kleiner Notizblock und ein Stift war. Der alte Mann begann etwas in den Notizblock zu schreiben. Als er fertig war gab er den Notizblock zu Floyd. Auf dem Notizblock stand in englischer Sprache: "Wie heißen Sie?". Floyd nannte dem alten Mann seinen Namen: "Ich heiße Floyd Ewan. Wie heißen Sie?". Der alte Mann nahm den Notizblock und schrieb wieder etwas darauf. Als Floyd den Notizblock wieder von dem alten Mann erhielt, starrte er für einen kurzen Augenblick darauf. Auf dem Notizblock stand: "Wie kommen Sie von München hierher?". Floyd antwortete verblüfft: "Ich habe ihnen nie erzählt, dass ich aus München komme. Woher wissen Sie das und wo bin ich überhaupt?" Floyd sah sich um und konnte nicht erkennen, wo er war. Es konnte Deutschland sein, aber der Mann verstand offensichtlich kein deutsch. Es gab keine Schrift außerhalb des Hauses, die erkennen ließ, ob hier eine andere Sprache gesprochen wird. Der alte Mann antwortete nicht und schrieb auch nichts in den Notizblock. Deshalb fragte Floyd wieder in englischer Sprache: "Bitte sagen Sie mir wo ich bin und woher Sie wissen, dass ich aus München komme?"

Der Mann antwortete nicht und plötzlich hatte Floyd Bedenken, ob er dem Mann trauen konnte. Woher wusste er etwas über Floyd. In seinem Geldbeutel fehlte der Personalausweis. Er hatte also keinerlei Dokument, in dem ersichtlich war, dass er aus München kam. Wusste der Mann etwas über Floyd und wie er hierher gekommen war? Hatte er womöglich etwas mit seiner Situation zu tun? Floyd versuchte weiterhin dies aus dem Mann herauszubekommen: "Warum antworten Sie mir nicht? Ich finde es beängstigend. Bitte verraten Sie mir ihren Namen und sagen Sie mir wo wir sind? Ich habe ihnen auch meinen Namen genannt".

Der alte Mann antwortete jedoch nicht, nahm den Notizblock und ging zurück in das Haus.

Kapitel sieben.

Floyd entschloss sich dem alten Mann nicht in das Haus zu folgen. Was sollte er nun tun? Sollte er in die kleine Holzhütte gehen, seine Sachen nehmen und von hier weggehen? Er sah sich aufmerksam um. Es schien nicht so, dass die beiden Holzhütten zu einem Dorf oder einer Stadt gehörten. Es gab keinen Postkasten und keinen Weg oder eine Straße. Floyd ging ein wenig herum, um zu sehen, ob sich in der Umgebung andere Häuser befanden. Aber im Umkreis von einigen Metern gab es nur Wald und keinerlei Häuser oder Straßen. Der alte Mann hatte sich merkwürdig verhalten. Zu Beginn war der Mann sehr fürsorglich gewesen, aber dennoch war Floyd misstrauisch. Er war sehr zurückhaltend, womöglich lebte er hier abgeschieden schon mehrere Jahre. Zumindest vermutete Floyd dies. Der alte Mann jedoch schien nicht gefährlich zu sein, denn Floyd hatte keine Angst vor dem Mann. Eher weckte der alte Mann Mitleid bei Floyd, er schien sehr zerbrechlich und außerdem war er ihm zutiefst dankbar, dass er sich um ihn gekümmert hatte. Floyd überlegte und es wäre unsinnig sich nun mit seinen Sachen ins Ungewisse aufzumachen. So entschloss sich Floyd hier zu bleiben und dem Mann weiter Fragen zu stellen bis er wusste wo er war und ob der Mann etwas mit seiner Situation zu tun hatte. Floyd ging wieder in die kleine Hütte, wo seine Sachen lagen. Er suchte alle seine Sachen ab, konnte jedoch nichts bezüglich seiner Person finden. Nichts deutete darauf hin, dass er aus München kam. Es gab in seinem Geldbeutel lediglich diesen kleinen weißen Zettel, der allerdings vollkommen unbeschrieben schien. Floyd betrachtete den Zettel eingehend. Der zerknüllte Zettel war etwa so groß wie ein Bierdeckel und dick, aber nicht so robust wie Karton. Floyd betrachtete den Zettel von allen Seiten und drehte ihn mehrfach herum. Er konnte nichts finden, aber er hatte das Gefühl, dass der Zettel eine Bedeutung hatte. Wie sonst hätte der Mann wissen können, dass er aus München kommt. Floyd wollte das Stück Papier gerade wieder in seinen Geldbeutel stecken, da öffnete sich die leicht bedeckte Wolkendecke und ein Lichtstrahl strahlte auf das Stück Papier. Erstaunt betrachtete Floyd den Zettel. Er konnte ein Zeichen erkennen, dass nur bei der Betrachtung gegen Licht ersichtlich war. Auf dem Zettel waren die Buchstaben "UV" in einer verschnörkelten Schrift abgebildet. Ansonsten schien auf dem Zettel nichts weiter ersichtlich. Er überlegte stark, aber mit diesen Informationen konnte er nichts anfangen. Noch nie in seinem Leben hatte er diese Buchstaben in einer derartigen Form gesehen. Frustriert ging Floyd wieder in die Hütte und legte den Zettel wieder in den Geldbeutel. Woher wusste der alte Mann, dass er aus München kam? Draußen begann es nun bereits dunkel zu werden und Floyd kämpfte dagegen, aber schlussendlich fielen ihm die Augen zu und er schlief in dem Bett ein.

Kapitel acht.