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Otto wacht, von der Polizei umstellt, mit zahlreichen Verletzungen in einer ihm völlig unbekannten Umgebung auf und kann sich an nichts erinnern. Er wird beschuldigt, zwei Morde begangen zu haben. Im Verhör erzählt er dem ermittelnden Kommissar seine Geschichte. Er berichtet von seinem tristen Leben, von Arbeitslosigkeit und dem verzweifelten Versuch, über einen Kindheitsfreund, der im Staatsdienst ist, an einen Job zu kommen. Als Dozent für Malerei gelangt er an das Centro Popular de Cultura und lernt dort Sophia, eine seiner Schülerinnen, kennen. Obwohl Sophia verheiratet ist, lässt er sich mit ihr ein eine ambivalente und verbotene Beziehung mit verheerenden Folgen entspinnt sich ... "Unter dem Augusthimmel" zieht den Leser mit einem dynamischen Plot und mysteriösen Geheimnissen in den Bann und beleuchtet nicht zuletzt die brasilianische Polizeiarbeit in all ihren dunklen Facetten.
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Seitenzahl: 184
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Gustavo Machado
Unter dem Augusthimmel
Kriminalroman
Aus dem brasilianischen Portugiesisch
von Lisa Graf-Riemann
ars vivendi
Obra publicada com o apoio do Ministério da Cultura do Brasil/ Fundação Biblioteca Nacional.
Diese Publikation wurde vom brasilianischen Kulturministerium/Stiftung Nationalbibliothek gefördert.
Titel der Originalausgabe: »Sob o Céu de Agosto«
First published by Dublinense in Brazil, 2010
© 2010 by Gustavo Machado
Vollständige E-Book-Ausgabe der im ars vivendi verlag erschienenen Originalausgabe (1. Auflage 2013)
© 2013 by ars vivendi verlag
GmbH & Co. KG, Cadolzburg
Alle Rechte vorbehalten
www.arsvivendi.com
Lektorat: Stefan Imhof
Satz: Christine Richert, www.typoholica.de
Umschlaggestaltung: Philipp Starke, Hamburg
unter Verwendung eines Fotos von
plainpicture/Millennium/Vincent Catala
Datenkonvertierung eBook: ars vivendi verlag
eISBN 978-3-86913-297-6
Für meinen Sohn João Francisco
»Gütiger als Gott ist der Teufel. Da er nicht
so mächtig ist, kann er nicht so grausam sein.
Ich habe keine Angst, meine Freunde!«
Joseph Roth, Hiob. Roman eines einfachen Mannes
1
Am Anfang war die Feuchtigkeit. Dann Kälte und Gestank, Dunkelheit und mein zerschlagener Körper. Was mir am meisten wehtat, war mein Auge, ein mit feinen Glasscherben gefüllter Tortellino. Wenn mir etwas wehtut, kann ich nicht tot sein, dachte ich. Dann hörte ich weit weg Stimmen. Wortfetzen. Gelächter, einen tropfenden Wasserhahn, jemanden, der hustete, eine Klospülung, eine hämmernde Schreibmaschine, Niesen, Gesundheit, danke. Ich hörte, wie jemand weinte und nach Gott schrie. Schritte von draußen, die näher kamen, näher, noch näher. Ein Schlüssel, der umgedreht wurde, klick, gleißendes Licht, Schritte im Raum.
Jemand setzte sich an mein Bett. Ich hatte Angst, es könnte ein Häftling sein, einer, der versuchen würde mich zu vergewaltigen oder zu töten. Ach ja, jetzt sah ich die Szene mit den beiden Polizisten wieder vor mir, die mir Fragen gestellt hatten, die mich nicht schlafen ließen mit ihren Fragen und noch mehr Fragen auf dem Weg zurück in die Stadt. Der eine furzte die ganze Zeit, und der andere lachte über die Fürze seines Kollegen und stellte gleich die nächste Frage. Ich erinnerte mich an den Rücksitz eines alten Golfs, eines innen und außen verdreckten Golfs, an die Bonbonpapiere und Pappbecher, die über den nackten Boden rollten, auf dem keine Gummimatten lagen, während das Auto die steilen Serpentinen bergab fuhr. Alles klapperte und krachte in diesem Wagen, der alte Motor röchelte. Ich erinnerte mich auch daran, dass mich jemand vor sich hergeschoben und in diese Zelle gebracht hatte, in der ich vorübergehend sitzen und Papiere unterzeichnen musste, einen Haufen Papiere. Unterschreiben Sie hier. Und jetzt hier. Was für ein schreckliches Licht. Und die Schmerzen im Auge.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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