1,99 €
Er ist ein Suchender auf der Spur des ewigen Lebens. Ein Reisender, dessen verwegene Abenteuer in fast jedes Land der Erde führten. Ein Wissender, der ein Geheimnis hütet, das die Welt, wie wir sie kennen, vernichten könnte.
Und ein Sterbender, dem nicht mehr viel Zeit bleibt. Sein Leben währt seit nunmehr hundertsiebenunddreißig Jahren, doch seine Bestimmung hat sich noch nicht erfüllt. Er darf nicht sterben, denn niemand ist da, um sein Erbe anzutreten.
Der Vampirkeim gäbe ihm Zeit, aber auch Verdammnis. Es gibt nur zwei Wesen, die ihm helfen können. Eines ist die Halbvampirin Lilith Eden.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 148
Veröffentlichungsjahr: 2012
Vollständige E-Book-Ausgabeder beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe
Lübbe Digital und Bastei Verlag in der Bastei Lübbe GmbH & Co. KG
© 2012 by Bastei Lübbe GmbH & Co. KG, Köln
Datenkonvertierung E-Book:César Satz & Grafik GmbH, Köln
ISBN 978-3-8387-1866-8
Sie finden uns im Internet unter
www.bastei.de
oder
www.luebbe.de
GRÜNDERGustav H. Lübbe († 1995)
Geschäftsführung:Stefan Lübbe (Vorsitzender)
Cheflektor: Dr. Florian MarzinVerantwortlich für den Inhalt
Lektorat: Michael Schönenbröcher
VERLAG UND REDAKTIONBastei Lübbe GmbH & Co. KGSchanzenstraße 6 – 20, 51063 KölnTelefon: 0221/8200-0 – Telefax: 0221/8200-3450
Erfüllungsort: KölnGerichtsstand:Das für den Verlagssitz zuständige Gericht.
Alle Rechte an diesem Romanheft vorbehalten.Die Bastei-Romanhefte dürfen nicht verliehen oder zugewerbsmäßigem Umtausch verwendet werden.Für unverlangt eingesandte Manuskripte und andereBeiträge übernimmt der Verlag keine Haftung.Unverlangten Einsendungen bitte Rückporto beifügen.Der Preis dieses Bandes versteht sich einschließlichder gesetzlichen Mehrwertsteuer.
Titelbild: Jan Balaz
Lilith Eden – Tochter eines Menschen und der Vampirin Creanna. Für 98 Jahre lag sie schlafend in einem lebenden Haus in Sydney, doch sie ist vor der Zeit erwacht. Sie muss gegen die Vampire kämpfen, die in ihr einen Bastard sehen, bis sie sich ihrer wahren Bestimmung bewusst wird.
Der Symbiont – ein geheimnisvolles Wesen, das Lilith als Kleid dient, obwohl es fast jede Form annehmen kann. Der Symbiont ernährt sich von Vampirblut und verlässt seine Wirtin bis zu deren Tod nie mehr.
Landru – Mächtigster der alten Vampire und der Mörder von Liliths Vater. Seit 268 Jahren jagt er dem verlorenen Lilienkelch nach, dem Unheiligtum der Vampire, der ihm damals von Felidae gestohlen wurde.
Felidae – Vampirin im Auftrag einer geheimnisvollen Macht, die Liliths Geburt in die Wege leitete und damit einen Plan verfolgt, der die Welt der Menschen und Vampire verändern wird.
Beth MacKinsey – Journalistin bei einer Sydneyer Zeitung. Gleichgeschlechtlich veranlagt, hat sie sich in Lilith verliebt. Dies wurde jedoch durch eine magische Pest ins Gegenteil verkehrt: Unter deren Einfluss hat sie sich mit Landru gegen Lilith verbündet.
Die Vampire – Noch kennt niemand ihre wahre Herkunft, doch sie leben seit Urzeiten neben den Menschen in Sippen zusammen. Der einzige Weg, einen neuen Vampir zu schaffen, besteht darin, ein Menschenkind schwarzes Blut aus dem Lilienkelch trinken zu lassen. Der Kodex verbietet Vampiren, sich gegenseitig umzubringen. Lilith verstößt dagegen und wird gnadenlos gejagt.
Die Dienerkreaturen – Tötet ein Vampir einen Menschen mit seinem Biss, wird dieser kein vollwertiger Blutsauger, sondern eine Kreatur, die dem Vampir bedingungslos gehorcht. Ihrerseits kann eine Dienerkreatur den Vampirkeim nicht weitergeben, benötigt aber Blut zum (ewigen) Leben und wird – anders als die Ur-Vampire – mit zunehmendem Alter immer lichtempfindlicher.
Duncan Luther und George Romano gehorchen nach Liliths Biss einem magischen Programm, das sie nach Uruk in den Irak zieht. Als sie dort mit Grabungen beginnen, erwacht in Schottland die Kelchdiebin Felidae aus langem Schlaf. Sie erkennt, dass sich Lilith ihrer Bestimmung nicht bewusst ist.
Die Toten in Uruk legen eine Höhle frei, die in einen Gang mündet, und machen sich auf den Weg. Als der Gang kein Ende zu nehmen scheint, betreten sie einen der Seitenkorridore – und finden sich im Alten Eurogypten wieder! Dort erleben sie mit, wie der Pharao Echnaton zu einem Vampir gemacht wird, um den Bau einer unterirdischen Pyramide zu verlassen. Darin soll ein Wesen eingekerkert werden, das dem Lilienkelch entsprang und schrecklich unter den Vampiren wütete.
Landru platzt, dank Beth’ Verrat, mitten in die Zeremonie, die Lilith ihre Bestimmung erkennen lassen soll. Er und Felidae stehen sich nach 268 Jahren wieder gegenüber. Denn damals stahl Felidae das Unheiligtum vom Kelchhüter Landru. Beim Kampf werden beide Vampire schwer verletzt.
Der siegreiche Landru zieht sich mit dem Kelch nach Polen zurück. Hier schafft er Lazarus, den ersten neuen Vampir, mit seinem eigenen Blut. Doch sein Sohn missrät – dank einer »Diebstahlsicherung« Felidaes. Lazarus folgt einem Zwang: den Lilienkelch zu ihr zurückzubringen! Nichts kann ihn stoppen, denn sein Körper verbrennt die Energien unglaublich schnell und entwickelt dabei riesige Kräfte. Bei Warschau stellen sich ihm Landru und auch Lilith entgegen, doch er umhüllt sie mit Kelchmagie und reist mit einem Flugzeug in Richtung Australien. Landru befreit sich schneller als Lilith aus dem Kokon, kann Lazarus aber nicht mehr einholen.
Als schließlich Lilith Sydney erreicht, ist der Kelch wieder in Felidaes Besitz, die sich damit zurückgezogen hat, um ihn zu reinigen. Zuvor hat sie Beth, die in ihrem veränderten Zustand Felidae töten wollte, von den Auswirkungen des Pestkeims endgültig geheilt. Landru erfährt dies, als er Beth kontaktet, im Glauben, sie wäre ihm noch untertan.
Beth brüllt die Flughafenpolizei zusammen, und während Landru als Sittenstrolch verhaftet wird, macht sie sich mit Lilith davon …
Der Hexer
London, Whitechapel, 9. November 1888
»Jack«:
Der Winter kam spät in diesem Jahr. Zwar hing der Geruch von Schnee schon seit Wochen über der Stadt, aber bisher war noch keine Flocke vom Himmel gefallen.
Doch es war kalt, und um diese Zeit, kurz vor Mitternacht, hatten sich die Temperaturen fast bis auf den Gefrierpunkt gesenkt. Nicht, dass mir die Kälte etwas ausmachte. Vor meinem Mund war nicht einmal der zarte Hauch des Raureifs zu sehen. Was nicht zuletzt daran lag, dass ich das Atmen vor langer Zeit aufgegeben hatte.
Ich verließ das Haus so unauffällig und leise, wie ich es vor Stunden betreten hatte. Sorgfältig drückte ich die wuchtige Zedernholztür hinter mir ins Schloss. Eine rote Spur blieb an der Messingklinke zurück, und ich zückte rasch mein Schnupftuch, um sie zu entfernen.
Meine Hände klebten von Blut, obwohl ich lederne Handschuhe getragen hatte. Es war kaum zu vermeiden gewesen, dass ich mich befleckte; selbst auf meiner Hose waren verräterische Spuren zurückgeblieben. Aber selbst wenn ich jemandem auf dem Rückweg begegnen würde; die Nacht und der herbstliche Nebel waren meine Verbündeten, wie stets.
Mit geübtem Griff streifte ich die Handschuhe ab und leckte das Blut von meinen Fingern. Es war noch warm und köstlich.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
