Verbotene Liebe - P.A.I.N. Stefanie - E-Book

Verbotene Liebe E-Book

P.A.I.N. Stefanie

0,0
4,49 €

  • Herausgeber: neobooks
  • Kategorie: Erotik
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2021
Beschreibung

Verbotene Liebe Die Liebe der Résistance – Kämpferin Marie zu einem deutschen Offizier am Vorabend des D-Day Normandie, Frühjahr 1944: Eigentlich hat Marie das gar nicht so geplant. Sie schlittert in diese Geschichte irgendwie hinein. Es beginnt, als ihr Vater sie im Namen der Résistance auffordert, doch die Bekanntschaft des deutschen Offiziers Christof Weber zu suchen. Sie soll herausfinden, wo sich Minenfelder, Luftlandehindernisse und Geschützstellungen der Deutschen Wehrmacht befinden. Und tatsächlich gelingt es ihr, sein Vertrauen zu gewinnen. Doch dann macht das Schicksal der jungen attraktiven Frau einen Strich durch die Rechnung. Denn sie verliebt sich in Christof. Und urplötzlich wird ihr Auftrag zur Nebensache. Nach einer heißen Liebesnacht spitzt sich die Sache plötzlich zu. Denn der Krieg an der Westfront tritt nun in seine entscheidende Phase. Plötzlich landen Lastensegler und die Invasion beginnt. Verzweifelt müssen die beiden Liebenden um ihre Zukunft kämpfen. Denn nun wird Marie beschuldigt, sich mit dem Feind eingelassen zu haben und die einzige Person, die sie vor der Rache ihrer Landsleute retten kann, ist nicht vor Ort.....

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 74

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0



Verbotene Liebe

Die Liebe der Résistance – Kämpferin Marie zu einem deutschen Offizier am Vorabend des D-Day

IMPRESSUM

Stefanie P.A.I.N

CanLaon Road km 4,5

Ulay, Vallehermoso

Negros Oriental

The Philippines

[email protected]

Über die Autorin:

Mein Name ist Stefanie. Stefanie P.A.I.N.

Ich bin 24 Jahre alt und lebe derzeit auf den Philippinen. Ich bin eine Digitalnomadin und lebe mein Leben gerade immer nur da, wo es mir gerade gefällt. Freunde habe ich Gott sei Dank viele überall auf der Welt und derzeit lebe ich bei einer sehr guten Freundin auf den Philippinen.  

Ich beschäftige mich mit Softwareentwicklung und das Schöne daran ist, dass ich meine Aufträge überall auf der Welt abarbeiten kann, wo ich eine vernünftige Internetverbindung habe.  

Und nebenbei schreibe ich auch erotische Literatur. Aus eigener Veranlagung heraus sind das hauptsächlich Fetisch und sadomasochistische Werke. Ich schließe die Augen und schon beginne ich zu träumen. Da geht es um heftigen Sex. Um gegenseitiges Vertrauen und sich fallen lassen. Natürlich auch um Schmerzen (da ist mein Name auch Programm). Ich versuche dabei immer wieder neue Dinge zu entdecken, die mich reizen und die auch Euch als meinen Lesern hoffentlich gefallen.  

Doch nun genug der Vorrede….  

Ich wünsche Euch viel Spaß mit dem vorliegenden Werk 

Eure

Stefanie

"Ich hasse diesen Ort." 

"Ich hasse es, dass du so ein Frechdachs bist", sagte Danielle zu ihrem kleinen Bruder. 

"Warum müssen wir da überhaupt hingehen? Das ist doch immer sooo langweilig. Ma-mère spricht nicht einmal richtig Englisch", jammerte er noch mehr. 

"Was willst du denn, das tut sie doch."  

Er hörte aber nicht auf zu mosern und schließlich hatte sie genug. Er konnte so eine richtige Nervensäge sein. Sie griff hinüber und gab ihm eine Ohrfeige. 

"Jetzt halt endlich die Schnauze. Du bist einfach zu dumm, um sie zu verstehen." 

"Dani, ärgere deinen Bruder nicht", schimpfte ihre Mutter vom Vordersitz des VANs aus. 

"Sie haben nicht mal eine Playstation!" 

Großer Gott, halt doch einfach mal die Klappe! dachte Danielle bei sich. Bevor sie noch etwas sagte, was sie in noch größere Schwierigkeiten bringen konnte, steckte sie ihre Ohrstöpsel ein und drehte die Lautstärke ihres iPods auf Maximum, um das Gejammer ihrer Geschwister zu übertönen. 

Sie für ihren Teil liebte es, ihre Großeltern und ihre Urgroßmutter zu besuchen. Ma-mère lebte immer noch in demselben Haus, in dem sie ihre Familie nach dem Zweiten Weltkrieg großgezogen hatte, und Oma und Opa wohnten nur ein paar Blocks weiter. Danielle mochte es, weil es so ruhig war. Kein ständiger Straßenlärm und nur das Gezwitscher der Vögel war zu hören. Sie hielt es für durchaus vorteilhaft, auf dem Land zu wohnen. Sie liebte es, in der umfangreichen Bibliothek ihrer Urgroßmutter zu stöbern und ihren Geschichten über Frankreich und Deutschland und England und weit entfernte Länder zuzuhören. Außerdem trieb es ihren Bruder in den Wahnsinn, und das war nur ein zusätzlicher Bonus. Die Fahrt von Atlanta hierher dauerte fast den ganzen Tag und sie waren alle reichlich erschöpft, als sie endlich in Ma-mères Einfahrt einbogen. Danielle fand, dass sie trotz ihres Alters wunderschön war. Immer noch schlank und immer tadellos gekleidet, wurde sie von manchen Frauen beneidet, die zwei Jahrzehnte jünger waren als sie mit ihren sechsundneunzig Jahren. Sie stand auf der Veranda, zusammen mit Danielles Großeltern, Ma-mères Tochter und deren Mann. Ihr lockiges weißes Haar glitzerte in der untergehenden Sonne. Sie war fit und rüstig für ihr Alter, aber sie musste sich jetzt auf den Arm ihres Schwiegersohns stützen, um die Stufen hinunterzugehen und ihren Besuch zu begrüßen. 

"Du bist so groß geworden!"  

Danielle war einen halben Kopf größer als ihre Urgroßmutter, aber es machte ihr nichts aus, die liebevolle Umarmung zu erwidern, von der sie wusste, dass sie immer kommen würde. Ma-mère sprach perfektes Englisch, aber ihren melodischen französischen Akzent würde sie nie verlieren. Maries umgangssprachlicher Name bedeutete wörtlich übersetzt "meine Mutter", und so wurde sie von ihren Kindern genannt, und die beiden nachfolgenden Generationen benutzten ihn einfach weiter, auch wenn "Grand-mère" vielleicht angemessener gewesen wäre.  

"Kommt herein! Wir haben schon auf Euch gewartet." 

Sie gingen zu siebt hinein, ihr Vater und ihr Großvater holten die Taschen der Familie. Die Erwachsenen waren zu Besuch und ihr Bruder spielte mit seinem Nintendo, als Danielle sich in ihren Lieblingsraum im Haus ihrer Urgroßmutter schlich: die Bibliothek. 

Vor Jahren hatte man ihr dort einmal freien Lauf gelassen und mit Ausnahme eines Glasschranks mit antiken, in Leder gebundenen wertvollen Büchern, hatte sie alles durch gestöbert. Bei den häufigen Besuchen der Familie hatte Danielle bereits einen großen Teil der Sammlung durchgelesen. Sie mochte die Geschichts- und Reisebücher und mied eher die Liebesromane und die  Belletristik. Es klopfte leise.....

"Wie ich sehe, hast du nicht lange gebraucht, um den Weg hierher zu finden", rief Ma-mère von der Tür her, ein breites Lächeln auf dem Gesicht. Danielle errötete leicht. 

"Komm, setz dich zu mir, Dani. Ich möchte dir etwas zeigen." 

Da sie zu groß war, um auf dem Schoß ihrer Urgroßmutter zu sitzen, entschied sie sich für den nächstbesten Platz: auf der weichen Couch unter einer Leselampe. Auf dem Couchtisch standen eine Schachtel mit Bildern, ein Fotoalbum und zwei kleine, abgenutzte Bücher. 

"Du hast dich schon immer für meine Geschichtsbücher interessiert, Dani", Ma-mère griff nach dem Fotoalbum.  

Die Bilder waren unter den vergilbten Plastikseitenhüllen verfärbt.  

"Ich möchte dir etwas von meiner eigenen Geschichte zeigen. Deine Mutter hat mir erzählt, dass du in der Schule Französisch lernst? Gut, ich habe etwas, das dir dabei helfen kann." 

Sie blätterte die erste Seite um, und Danielles Augen wurden groß. Eine der Personen auf dem ersten Bild war eindeutig ihre Urgroßmutter. Die andere Person war älter, mit einem vollen, weißen Bart. Sie standen vor einem kleinen Steinhäuschen. 

"Du warst wunderschön, Ma-mère", flüsterte Dani. 

"Das bin ich mit meinem Vater vor unserem Haus in der Normandie in Frankreich, kurz vor dem Krieg. Oder war es schon in den ersten Kriegsjahren? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr so genau."  

In ihrer Stimme lag ein trauriger, wehmütiger Ton.  

"Du bist jetzt fünfzehn, ja? So alt muss ich etwa auf diesem Bild gewesen sein." 

Es gab noch mehrere Bilder von Ma-mère und ihrer Familie. 

"Wer ist das?"  

Dani zeigte auf einen sehr gut aussehenden Mann in einer Armeeuniform. 

"Das ist dein Urgroßvater."  

Die Mundwinkel von Ma-mère verzogen sich zu einem traurigen Lächeln.  

"Das war im Frühjahr 1944, kurz bevor die Amerikaner und Briten kamen." 

"Urgroßvater war ein Deutscher?"  

Danielle war sehr verwundert und ihre Stimme war etwas lauter als normal. Die unverwechselbare Uniform der deutschen Wehrmacht war nicht zu übersehen. 

"Ja, das war er", flüsterte Ma-mère, und eine Flut von Erinnerungen überrollte sie.  

"Deshalb mussten wir ja nach Amerika auswandern. Niemand zu Hause wollte uns mehr dort haben. Weder in Frankreich noch bei ihm in Deutschland." 

"Warum nicht?" 

"Aus vielen Gründen, Dani, von denen ich manche immer noch nicht verstehe."  

Zum ersten Mal, seit sie sich erinnern konnte, sah Danielle ihre Urgroßmutter die Stirn runzeln. In ihren immer noch wachen Augen blitzte ein Hauch von Wut und Schmerz auf. 

"Wissen Großmutter und Großvater davon?" 

"Ich habe es ihnen schon vor langer Zeit erzählt, aber niemand sonst in der Familie wollte darüber reden", seufzte Ma-mère. "Es ist das eine Familiengeheimnis, von dem alle am liebsten hätten, dass es verschwindet." 

"Du hast ihn geliebt."  

Es war eigentlich keine Frage. Mehr eine Feststellung. 

"Ja, das habe ich. Ich tue es immer noch."  

Sie blätterte zum Ende des Albums zurück zu einem Familienporträt. Ma-mère saß in der Mitte, zusammen mit vier Kindern, von denen eines ihre Großmutter war. Neben ihr saß ein gut aussehender Mann, aber er war nicht der Mann in der deutschen Armeeuniform.  

"Nachdem er gestorben war, heiratete ich wieder, und ich liebte auch diesen Mann. Aber nicht so sehr, wie ich meinen Christof geliebt habe."

"Was ist passiert, Ma-mère?"

Marie sagte kein weiteres Wort. Stattdessen reichte sie ihrer mit großen Augen dasitzenden Urenkelin ihr Tagebuch. Sie wischte sich eine Träne aus den Augen, holte tief Luft und ließ Danielle auf der Couch sitzen, um dem jungen Mädchen dieses geheimnisumwitterte Kapitel ihrer Familiengeschichte zu offenbaren.

***********************