Verlag: Mozaika Kategorie: Gesellschafts- und Liebesromane Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2016

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E-Book-Beschreibung Verschleppt: Die komplette Trilogie - Anna Zaires

Zum ersten Mal sind alle drei Bücher der dunklen Bestseller-Trilogie als praktischer und günstiger Sammelband erhältlich 'Wirst du mich jemals gehen lassen?' 'Nein, Nora', antwortet er und ich kann in der Dunkelheit sein Lächeln spüren. 'Niemals.' Kurz vor ihrem achtzehnten Geburtstag trifft Nora Leston auf Julian Esguerra, und ihr Leben ändert sich für immer. Sie wird auf eine private Insel verschleppt, wo sie sich der Gnade eines mächtigen, gefährlichen Mannes ausgesetzt sieht, dessen Berührungen ihr unter die Haut gehen. Ein Mann, dessen Besessenheit mit ihr keine Grenzen kennt. Ihr geheimnisvoller Entführer ist genauso grausam wie schön, aber am zerstörerischsten für Nora ist seine Zärtlichkeit. In dieser leidenschaftlichen Welt gefangen, muss sie einen Weg finden sich anzupassen um zu überleben – und ein Licht in der Dunkelheit zu finden.

Meinungen über das E-Book Verschleppt: Die komplette Trilogie - Anna Zaires

E-Book-Leseprobe Verschleppt: Die komplette Trilogie - Anna Zaires

Verschleppt: Die komplette Trilogie

Anna Zaires

Aus dem Amerikanischen von Grit Schellenberg

♠ Mozaika Publications ♠

Alle in diesem Buch geschilderten Handlungen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen, Geschäftseinrichtungen, Ereignissen oder Schauplätzen wären zufällig und nicht beabsichtigt.

Copyright © 2015 Anna Zaires

www.annazaires.com/deutsch.html

Alle Rechte vorbehalten

Kein Teil dieses Buches darf reproduziert, gescannt oder in gedruckter oder elektronischer Form ohne vorherige Erlaubnis verbreitet werden. Ausnahme ist die Benutzung von Auszügen in einer Buchbesprechung.

Veröffentlicht von Mozaika Publications, einer Druckmarke von Mozaika LLC.

www.mozaikallc.com

Lektorin: Kerstin Frashier

Cover Design von Najla Qamber Designs

najlaqamberdesigns.com

e-ISBN: 978-1-63142-144-0

Print ISBN: 978-1-63142-145-7

Twist Me - Verschleppt

Prolog

Nora

Blut.

Es ist überall. Die dunkelrote Lache auf dem Boden breitet sich aus, wird immer größer. Es ist auf meinen Füßen, meiner Haut, meinem Haar. Ich kann es fühlen, riechen und spüre, wie es mich bedeckt. Ich versinke in Blut, ich ersticke daran.

Nein! Halt!

Ich möchte schreien, aber ich kann nicht genügend Luft holen. Ich möchte mich bewegen, aber ich bin gefesselt, an etwas festgebunden. Die Seile schneiden in meine Haut, als ich versuche, mich aus ihnen herauszuwinden.

Ich kann ihre Schreie hören. Unmenschliches gequältes und schmerzerfülltes Kreischen, das mit ungebremster Gewalt in mich eindringt und meinen Verstand genauso roh und verstümmelt zurücklässt, wie ihr Fleisch.

Er hebt das Messer ein letztes Mal und die Blutlache wird zu einem Ozean, dessen reißende Strömung mich mit sich zieht—

Ich wache davon auf, dass ich seinen Namen schreie, meine Laken sind vollständig von kaltem Schweiß durchnässt.

Einen Augenblick lang bin ich orientierungslos... und dann erinnere ich mich.

Er wird niemals wieder zu mir kommen.

1

Achtzehn Monate zuvor

Nora

Ich bin siebzehn Jahre alt, als ich zum ersten Mal auf ihn treffe.

Siebzehn und verrückt nach Jake.

»Nora, jetzt komm schon, das ist langweilig«, sagt Leah, als wir auf der Tribüne sitzen und uns das Spiel anschauen. American Football. Etwas, von dem ich nichts verstehe, aber so tue, als würde ich es lieben, da ich ihn hier sehen kann. Auf dem Spielfeld, jeden Tag beim Training.

Ich bin natürlich nicht das einzige Mädchen, welches Jake beobachtet. Er ist der Quarterback und der heißeste Typ auf dem ganzen Planeten — oder zumindest in Oak Lawn, Illinois, einem Vorort von Chicago.

»Es ist nicht langweilig«, erwidere ich. »American Football ist toll.«

Leah rollte mit den Augen. »Ja, ja. Geh endlich zu ihm hin und rede mit ihm. Du bist doch nicht schüchtern. Warum machst du ihn nicht endlich auf dich aufmerksam?«

Ich zucke mit den Schultern. Jake und ich verkehren nicht in denselben Kreisen. Er wird von Cheerleadern belagert und ich habe ihn lange genug beobachtet um zu wissen, dass er auf große, blonde Mädchen steht und nicht auf kleine braunhaarige.

Außerdem macht es bis jetzt einfach Spaß, diese Anziehung zu spüren. Und ich weiß, was für ein Gefühl das ist. Lust. Schlicht und ergreifend Hormone. Ich weiß nicht, ob ich Jake als Person mögen würde, aber ich weiß mit Sicherheit, dass ich es liebe, wie er ohne sein Shirt aussieht. Immer wenn er an mir vorbeigeht, spüre ich, wie mein Herz vor Aufregung schneller schlägt. Ich fühle eine innere Wärme und kann kaum ruhig sitzen.

Ich träume auch von ihm. Sexy Träume, sinnliche Träume, in denen er meine Hand hält, mein Gesicht berührt, mich küsst. Unsere Körper berühren sich, reiben sich aneinander. Wir ziehen uns aus.

Ich versuche mir vorzustellen, wie es wäre, Sex mit Jake zu haben.

Letztes Jahr, als ich mich regelmäßig mit Rob getroffen habe, sind wir fast bis zum Ende gegangen, aber dann habe ich herausgefunden, dass er auf einer Party betrunken mit einem anderen Mädchen geschlafen hat. Er bereute es zutiefst und wollte es wiedergutmachen, als ich ihn darauf ansprach. Ich konnte ihm aber nie wieder vertrauen und wir haben uns getrennt. Jetzt bin ich vorsichtiger bei der Auswahl der Jungs, mit denen ich ausgehe, auch wenn ich weiß, dass nicht alle so sind wie er.

Jake könnte allerdings so sein. Er ist einfach zu beliebt, um kein Herzensbrecher zu sein. Trotzdem, wenn es jemanden gibt, mit dem ich mein erstes Mal erleben möchte, ist das definitiv Jake.

»Lass uns heute Abend weggehen«, schlägt Leah vor. »Nur wir Mädchen. Wir können nach Chicago fahren und deinen Geburtstag feiern.«

»Mein Geburtstag ist erst nächste Woche«, erinnere ich sie, auch wenn ich weiß, sie hat das Datum auf ihrem Kalender rot angestrichen.

»Na und? Wir können doch schon mal vorfeiern.«

Ich grinse. Sie ist immer so scharf darauf, Party zu machen. »Ich weiß nicht. Und wenn sie uns wieder rausschmeißen? Diese gefälschten Führerscheine sind nicht wirklich gut—«

»Wir gehen einfach woanders hin. Es muss ja nicht der Aristotle sein.«

Aristotle ist mit Abstand der coolste Club der Stadt. Aber Leah hatte Recht — es gibt auch andere.

»Okay«, meine ich. »Lass uns das machen. Lass uns vorfeiern.«

Leah holt mich um 21.00 Uhr ab.

Sie hat sich fürs Clubben zurechtgemacht — dunkle, glänzende Jeans, ein glitzerndes Schlauchtop und hochhackige Overknees. Ihr blondes Haar ist vollkommen weich und glatt und fällt wie ein markanter Wasserfall ihren Rücken hinab.

Ich dagegen trage immer noch meine Turnschuhe. Meine Schuhe fürs Clubbing habe ich in dem Rucksack, den ich in Leahs Auto lassen werde. Ein dicker Pulli versteckt das aufreizende Top, welches ich trage. Ich bin nicht geschminkt und mein langes braunes Haar ist zu einem Pferdeschwanz gebunden.

So verlasse ich das Haus, um keinen Verdacht zu erregen. Ich sage meinen Eltern, dass ich den Abend mit Leah bei Freunden zu Hause verbringe. Meine Mutter lächelt und wünscht mir viel Spaß.

Jetzt, mit fast achtzehn, habe ich keine Ausgehsperre mehr. Oder vielleicht habe ich sie noch, aber sie ist zumindest nicht offiziell. Solange ich nach Hause komme bevor meine Eltern anfangen, sich Sorgen zu machen — oder ich ihnen zumindest sage, wo ich bin — ist alles in Ordnung.

Sobald ich in Leahs Auto sitze, beginne ich mit meiner Verwandlung.

Weg mit dem dicken Pulli und raus mit dem verführerischen Tanktop, das ich darunter habe. Ich trage einen Push-up BH, um mein etwas zu klein ausgefallenes Kapital zu maximieren. Die Träger des BHs sind durchaus vorzeigbar, weshalb es mich nicht stört, wenn sie hervorschauen. Ich habe nicht so coole Schuhe wie Leah, aber ich habe es geschafft, meine hübschesten schwarzen Absatzschuhe herauszuschmuggeln. Sie vergrößern mich um etwa zehn Zentimeter. Da ich jeden einzelnen von ihnen benötige, ziehe ich die Schuhe gleich an.

Als nächstes hole ich meinen Schminkbeutel hervor und klappe die Sonnenblende herunter, um den Spiegel zu benutzen.

Vertraute Gesichtszüge blicken mich an. Große, braune Augen und klar definierte schwarze Augenbrauen dominieren mein kleines Gesicht. Rob hat mir einmal gesagt, ich würde exotisch aussehen. Ein wenig kann ich das gerade selbst erkennen. Auch wenn ich nur zu einem Viertel Latino bin, sieht meine Haut immer ein wenig gebräunt aus und meine Wimpern sind außergewöhnlich lang. Künstliche Wimpern nennt Leah sie, aber sie sind hundertprozentig echt.

Ich habe kein Problem mit meinem Aussehen, auch wenn ich mir häufig wünsche, größer zu sein. Das sind meine mexikanischen Gene. Meine Großmutter war klein und das bin ich auch, obwohl meine Eltern beide durchschnittlich groß sind. Das wäre mir auch egal, würde Jake nicht große Mädchen mögen. Ich glaube nicht einmal, dass er mich im Gang überhaupt sieht; ich befinde mich im wahrsten Sinne des Wortes nicht auf seiner Augenhöhe.

Seufzend trage ich Lipgloss und ein wenig Lidschatten auf. Ich benutze nicht zu viel Make-up, weil ich ganz natürlich am besten aussehe.

Leah dreht das Radio auf und die neuesten Hits dröhnen durch das Auto. Ich lache und fange an, mit Rihanna mitzusingen. Leah fällt auch ein und jetzt schmettern wir beide die S&M Texte mit.

Ohne es zu merken, kommen wir auch schon am Club an.

Wir betreten ihn so, als würde er uns gehören. Leah schenkt dem Türsteher ein strahlendes Lächeln und wir zücken unsere Ausweise. Sie lassen uns ein, kein Problem.

Wir waren noch niemals zuvor in diesem Club. Er befindet sich in einem älteren, leicht heruntergekommenen Teil des Zentrums von Chicago.

»Wie bist du auf diesen Club gekommen?«, rufe ich Leah zu. Ich muss schreien, um die Musik zu übertönen.

»Ralph hat mir davon erzählt«, brüllt sie zurück und ich verdrehe die Augen.

Ralph ist Leahs Ex-Freund. Sie haben sich getrennt als er anfing, sich seltsam zu benehmen, aber sie reden trotzdem noch miteinander. Ich glaube, dass er Drogen nimmt oder so etwas. Ich bin mir nicht sicher, und Leah erzählt mir, aus falscher Loyalität zu ihm, nichts. Er ist der König des Zwielichts, und die Tatsache, dass die Empfehlung für diesen Ort von ihm kam, ist nicht sehr beruhigend.

Aber was soll's. Sicherlich ist die Gegend nicht die Beste, aber die Musik ist gut, und die anderen Gäste sind auch eine nette Mischung.

Wir sind hier, um Party zu machen, und genau das tun wir auch die nächste Stunde lang. Leah bringt ein paar Jungs dazu, uns einen Longdrink auszugeben. Wir trinken nicht mehr als einen pro Kopf. Leah — weil sie uns nach Hause fahren muss, und ich — weil ich Alkohol nicht gut vertrage. Wir sind vielleicht jung, aber wir sind nicht blöd.

Nach den Longdrinks tanzen wir. Die beiden, die uns eben die Drinks ausgegeben haben, tanzen mit uns, aber wir ziehen uns nach und nach von ihnen zurück. Sie sind nicht wirklich süß. Leah findet eine Gruppe heißer Typen im Studentenalter und wir pirschen uns an sie heran. Sie beginnt eine Unterhaltung mit einem von ihnen und ich schaue ihr lächelnd dabei zu. Sie ist gut, was diesen ganzen Flirtkram betrifft.

Unterdessen teilt meine Blase mir mit, es sei Zeit, die Damentoilette aufzusuchen. Also verlasse ich Leah und folge meiner Blase.

Auf meinem Rückweg bitte ich den Barmann um ein Glas Wasser. Nach dem ganzen Tanzen habe ich Durst.

Er reicht es mir und ich schütte es gierig hinunter. Als ich fertig bin, stelle ich das Glas ab und schaue auf.

Direkt in ein Paar stechend blaue Augen.

Er sitzt an der gegenüberliegenden Seite der Bar, etwa drei Meter von mir entfernt — und er starrt mich an.

Ich starre zurück. Ich kann nichts dagegen tun. Er ist wahrscheinlich der bestaussehendste Mann, der mir jemals begegnet ist.

Sein Haar ist dunkel und leicht gelockt. Sein Gesicht ist hart und männlich, alle seine Gesichtszüge sind perfekt symmetrisch. Geradlinige Augenbrauen über diesen auffallend blassen Augen. Ein Mund, der zu einem gefallenen Engel gehören könnte.

Mir ist plötzlich sehr warm, als ich mir vorstelle, wie dieser Mund meine Haut, meine Lippen berührt. Wenn ich leicht erröten würde, hätte mein Gesicht schon die Farbe von roter Bete.

Er steht auf, geht auf mich zu und hält mich immer noch mit seinem Blick fest. Er geht entspannt. Ruhig. Er ist sich völlig sicher. Und warum auch nicht? Er ist umwerfend, und er weiß es.

Als er näher kommt bemerke ich, dass er ein großer Mann ist. Groß und gut gebaut. Ich weiß nicht, wie alt er ist, aber ich denke er ist näher an der dreißig als an der zwanzig. Ein Mann, kein Junge.

Er steht neben mir und ich muss mich darauf konzentrieren zu atmen.

»Wie heißt du?«, fragt er sanft. Seine Stimme dringt durch die Musik, ihr tiefer Ton ist selbst in dieser lauten Umgebung deutlich zu hören.

»Nora«, sage ich leise und schaue zu ihm hinauf. Ich bin völlig hypnotisiert, und ich bin mir ziemlich sicher, dass er das weiß.

Er lächelt. Seine sinnlichen Lippen öffnen sich und geben den Blick auf gleichmäßige, weiße, Zähne frei. »Nora. Ein schöner Name.«

Er stellt sich nicht vor, weshalb ich meinen Mut zusammennehme und ihn frage: »Wie heißt du?«

»Du kannst mich Julian nennen«, antwortet er und ich beobachte, wie sich seine Lippen bewegen. Ich war noch nie zuvor so fasziniert von den Lippen eines Mannes.

»Wie alt bist du, Nora?«, will er als nächstes wissen.

Ich blinzele. »Einundzwanzig.«

Sein Gesichtsausdruck verdunkelt sich. »Lüg mich nicht an.«

»Fast achtzehn«, gebe ich zögernd zu. Ich hoffe, er wird es nicht dem Barmann erzählen und mich rausschmeißen lassen.

Er nickt, so als habe ich seine Vermutungen bestätigt. Und dann hebt er seine Hand und berührt mein Gesicht. Leicht, zart. Sein Daumen streicht gegen meine Oberlippe, so als würde er neugierig sein, wie sie sich anfühlt.

Ich bin so schockiert, dass ich einfach nur dastehe. Niemand hat das jemals getan, mich so beiläufig, so besitzergreifend berührt. Mir ist heiß und gleichzeitig kalt. Ein Angstschauer läuft mir über den Rücken. Er zögert nicht, bei dem was er macht. Er fragt nicht um Erlaubnis, hält nicht inne um zu sehen, ob ich seine Berührung zulasse.

Er berührt mich einfach. So als habe er das Recht dazu. So als gehöre ich zu ihm.

Ich atme zitternd ein und nehme Abstand. »Ich muss gehen«, flüstere ich und er nickt erneut, betrachtet mich mit einem unleserlichen Ausdruck auf seinem wunderschönen Gesicht.

Ich weiß, er lässt mich gehen und erbärmlicherweise bin ich ihm dankbar dafür — weil irgendetwas tief in mir spürt, dass er auch leicht hätte weiter gehen können, dass er nicht nach den normalen Regeln spielt.

Und dass er wahrscheinlich das gefährlichste Wesen ist, welches ich jemals getroffen habe.

Ich drehe mich um und gehe durch die Menge. Meine Hände zittern und mein Herz schlägt zum Zerspringen.

Ich muss raus hier, also schnappe ich mir Leah und lasse mich von ihr nach Hause fahren.

Als wir aus dem Club gehen, blicke ich zurück und sehe ihn wieder. Er starrt mich immer noch an.

Sein Blick hält ein dunkles Versprechen — etwas, das mich erschauern lässt.

2

Nora

Die nächsten drei Wochen vergehen wie im Flug. Ich feiere meinen achtzehnten Geburtstag, lerne für die Abschlussklausuren und verbringe Zeit mit Leah und meiner anderen Freundin Jennie. Ich gehe zum American Football, um Jake spielen zu sehen, und bereite mich auf die Abschlussfeier vor.

Ich versuche, nicht mehr an den Zwischenfall im Club zu denken, denn immer wenn ich es mache, fühle ich mich wie ein Feigling. Warum bin ich weggerannt? Julian hatte mich kaum berührt.

Ich kann meine seltsame Reaktion kaum verstehen. Ich war erregt gewesen, aber gleichzeitig lächerlich verängstigt.

Und jetzt verbringe ich schlaflose Nächte. Anstatt von Jake zu träumen, wache ich oft auf, fühle mich heiß und unwohl, mit einem Pochen zwischen den Beinen. Dunkle, sexuelle Bilder dringen in meine Träume ein, Dinge, über die ich niemals zuvor nachgedacht habe. Eine Menge davon dreht sich um Julian, der etwas mit mir macht, während ich hilflos bin, unfähig mich zu bewegen.

Manchmal denke ich, ich werde verrückt.

Ich drücke diesen beunruhigenden Gedanken weg und konzentriere mich aufs Anziehen.

Heute ist mein Highschoolabschluss und ich bin aufgeregt. Leah, Jennie und ich haben nach der Zeremonie große Pläne. Jake schmeißt eine Nach-Dem-Abschluss-Party bei sich zu Hause. Es wird die perfekte Gelegenheit sein, mit ihm zu reden.

Ich trage ein schwarzes Kleid unter meiner blauen Abschlussrobe. Es ist schlicht, aber es steht mir gut, hebt meine kleinen Rundungen hervor. Ich trage außerdem zehn Zentimeter Absätze. Ein bisschen zu viel für eine Abschlussveranstaltung, aber ich brauche die zusätzliche Größe.

Meine Eltern fahren mich zur Schule. Ich hoffe diesen Sommer genug Geld zu sparen, um mir für die Uni mein eigenes Auto kaufen zu können. Ich habe geplant, zur örtlichen Universität zu gehen, weil es so billiger wird. Ich werde also immer noch zu Hause wohnen.

Das macht mir nichts aus. Meine Eltern sind nett und wir kommen gut miteinander aus. Sie lassen mir eine Menge Freiheiten — wahrscheinlich weil sie denken, ich sei ein gutes Kind, käme niemals in Schwierigkeiten. Sie haben fast Recht. Außer den gefälschten Ausweisen und dem gelegentlichen Clubbing führe ich ein recht beschauliches Leben. Keine Alkoholexzesse, kein Rauchen, keine Drogen — auch wenn ich schon einmal auf einer Party gekifft habe.

Wir kommen an und ich finde Leah. Für die Zeremonie aufgestellt, warten wir geduldig bis unsere Namen aufgerufen werden. Es ist ein perfekter Tag für Anfang Juni — nicht zu heiß, nicht zu kalt.

Leahs Name wird zuerst aufgerufen. Zu ihrem Glück beginnt ihr Nachname mit einem 'A'. Mein Name ist Leston, also muss ich noch weitere dreißig Minuten stehen. Wenigstens sind wir in unserer Abschlussklasse nur hundert Schüler. Einer der Vorteile, in einer Kleinstadt zu leben.

Mein Name wird aufgerufen und ich gehe mir mein Zeugnis abholen. Ich schaue in die Menge, lächle und winke meinen Eltern zu. Ich freue mich, weil sie so stolz aussehen.

Ich schüttele die Hand des Direktors und gehe zurück zu meinem Sitz.

Und in diesem Moment sehe ich ihn wieder.

Mein Blut gefriert in meinen Adern.

Er sitzt in den letzten Reihen und beobachtet mich. Ich kann seine Augen auf mir fühlen, selbst aus dieser Entfernung.

Irgendwie schaffe ich es, ohne zu fallen die Bühne zu verlassen. Meine Beine zittern und mein Atem ist schneller als normal. Ich nehme neben meinen Eltern Platz und hoffe, dass sie meinen Zustand nicht bemerken.

Warum ist Julian hier? Was will er von mir? Ich atme tief durch und versuche, mich zu beruhigen. Mit Sicherheit ist er wegen jemand anders hier. Vielleicht hat er einen Bruder oder eine Schwester in der Abschlussklasse. Oder einen anderen Verwandten.

Aber ich weiß, ich belüge mich selbst.

Ich erinnere mich an seine besitzergreifende Berührung und weiß, er ist noch nicht fertig mit mir.

Er will mich.

Ein Schauer läuft mir bei diesem Gedanken den Rücken hinunter.

Nach der Zeremonie sehe ich ihn nicht mehr und bin erleichtert. Leah fährt uns zu Jakes Haus. Sie und Jennie unterhalten sich die ganze Zeit, da sie so aufgeregt sind, mit der Schule fertig zu sein und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

Normalerweise würde ich mich ihrer Unterhaltung anschließen, aber ich bin zu durcheinander davon, Julian gesehen zu haben. Also sitze ich einfach schweigend da. Aus irgendeinem Grund hatte ich Leah nichts von dem Treffen im Club erzählt. Ich sagte ihr damals einfach, ich hätte Kopfschmerzen und wolle nach Hause fahren.

Ich weiß nicht, warum ich mit Leah nicht über Julian reden kann. Ich habe kein Problem damit, alles über Jake bei ihr loszuwerden. Vielleicht ist es einfach zu schwierig für mich, ihr zu beschreiben, welche Gefühle Julian in mir weckt. Sie würde nicht verstehen, warum er mir Angst macht.

Ich verstehe es ja selbst nicht richtig.

Die Party in Jakes Haus ist schon in vollem Gange, als wir ankommen. Ich bin immer noch entschlossen, mit ihm zu reden, aber ich bin zu aufgewühlt, Julian erneut gesehen zu haben. Ich beschließe, etwas flüssigen Mut vertragen zu können.

Ich verlasse die Mädels, gehe zu dem Fass und schenke mir einen Becher Bowle ein. Als ich daran rieche, bin ich mir sicher, dass sie Alkohol enthält und trinke den ganzen Becher auf einmal.

Fast augenblicklich werde ich benebelt. Wie ich in den letzten Jahren herausgefunden habe, vertrage ich nahezu keinen Alkohol. Ein Getränk ist schon fast meine Grenze.

Ich sehe, wie Jake in die Küche geht und folge ihm.

Er macht sauber, schmeißt übriggebliebene Becher und dreckige Papierteller weg.

»Möchtest du ein wenig Hilfe dabei?«, frage ich.

Er lächelt und an den äußeren Winkeln seiner braunen Augen bilden sich Fältchen. »Na klar, danke. Das wäre großartig.« Sein mit sonnengebleichten Strähnen durchzogenes Haar ist ein wenig länger und fällt über seine Stirn, was ihn besonders niedlich macht.

Ich schmelze innerlich dahin. Er ist so hübsch. Nicht auf die beunruhigende Art Julians, sondern auf eine schöne Weise. Jake ist groß und muskulös, aber nicht besonders riesig für einen Quarterback. Nicht riesig genug, um Football an der Uni zu spielen; das hat mir zumindest Jennie mal erzählt.

Ich helfe ihm aufzuräumen, fege einige Chipskrümel von der Theke und wische die Bowle auf, die auf den Boden gespritzt war. Die ganze Zeit über schlägt mein Herz vor Aufregung ganz schnell.

»Nora, stimmt's?«, meint Jake und schaut mich an.

Er kennt meinen Namen!

Ich grinse ihn breit an. »Ja, das stimmt.«

»Ich finde das wirklich großartig, dass du mir hilfst, Nora«, sagt er offen zu mir. »Ich schmeiße gerne Partys, aber das Aufräumen am nächsten Tag ist beschissen. Also versuche ich jetzt schon, ein bisschen was wegzumachen, bevor es zu schlimm wird.«

Mein Grinsen wird noch breiter und ich nicke. »Natürlich.«

Das verstehe ich völlig. Ich liebe es, dass er so nett und nachdenklich zu sein scheint, viel mehr als nur ein Sportler.

Wir beginnen, uns zu unterhalten. Er erzählt mir von seinen Plänen für das kommende Jahr. Im Gegensatz zu mir studiert er woanders. Ich sage ihm, dass ich plane, die nächsten zwei Jahre hierzubleiben, um Geld zu sparen. Danach würde ich gerne zu einer richtigen Uni wechseln.

Er nickt zustimmend und meint, das sei clever. Er hatte auch darüber nachgedacht, etwas in dieser Art zu machen, aber dann hatte er das Glück, ein komplettes Stipendium für die Universität von Michigan zu bekommen.

Ich lächle und gratuliere ihm. Innerlich hüpfe ich vor Freude auf und ab.

Wir verstehen uns. Wir verstehen uns wirklich gut. Er mag mich, das merke ich. Warum hatte ich ihn nur nicht eher angesprochen?

Wir reden etwa zwanzig Minuten lang, bevor jemand in die Küche kommt und Jake sucht.

»Ach Nora«, meint Jake bevor er wieder zurück zur Party geht, »hast du morgen schon was vor?«

Ich schüttele meinen Kopf und halte meinen Atem an.

»Was hältst du davon, wenn wir ins Kino gehen?«, schlägt Jake vor. »Vielleicht noch etwas in einem kleinen Fischrestaurant essen?«

Ich grinse und nicke wie ein Idiot. Ich habe zu viel Angst, etwas Dummes zu sagen, also halte ich meinen Mund.

»Klasse«, meint Jake und grinst zurück. »Ich komme dich um sechs abholen.«

Er geht, um wieder der Gastgeber der Party zu sein, und ich suche die Mädchen. Wir bleiben noch ein paar Stunden, aber ich rede nicht mehr mit Jake. Er ist von seinen Sportlerfreunden umgeben, und ich möchte ihn nicht stören.

Aber ab und an erwische ich ihn dabei, wie er in meine Richtung schaut und lächelt.

Die nächsten vierundzwanzig Stunden verbringe ich schwebend. Ich berichte Leah und Jennie alles, was passiert ist. Sie freuen sich für mich.

Ich bereite mich auf unser Date vor. Ich ziehe ein niedliches blaues Kleid an und ein Paar hochhackige, braune Stiefel. Sie sind so ähnlich wie Cowboystiefel, nur ein wenig schicker und ich weiß, sie stehen mir.

Jake holt mich Punkt sechs ab.

Wir gehen zu Fish-of-the-Sea, einem beliebten örtlichen Bistro, das nicht allzu weit vom Kino entfernt liegt. Es ist ein netter Ort zum Hinsetzen, nicht allzu förmlich.

Perfekt für das erste Date.

Wir amüsieren uns prächtig. Ich erfahre mehr von Jake und seiner Familie. Er fragt mich viele Sachen und wir entdecken, dass wir die gleiche Art von Filmen mögen. Irgendwie mag ich keine Mädchenfilme, aber liebe billige Weltuntergangsfilme mit vielen Spezialeffekten. Genau wie Jake.

Nach dem Essen gehen wir uns einen Film ansehen. Leider ist es keine Apokalypse, aber trotzdem ein ziemlich guter Actionfilm. Während der Vorstellung legt Jake seinen Arm um meine Schultern, und ich kann meine Freude kaum verbergen. Ich hoffe, dass er mich heute Abend küssen wird.

Als der Film zu Ende ist, gehen wir durch den Park. Es ist schon spät, aber ich fühle mich völlig sicher. Die Kriminalitätsrate unserer Stadt ist vernachlässigbar, und es gibt ausreichend Straßenbeleuchtung.

Wir gehen spazieren und Jake hält meine Hand. Wir sprechen über den Film. Dann hält er an und schaut zu mir runter.

Ich weiß, was er möchte. Es ist das gleiche, das ich auch möchte.

Ich schaue zu ihm rauf und lächle. Er erwidert mein Lächeln, legt seine Hände auf meine Schultern und beugt sich hinunter, um mich zu küssen.

Seine Lippen fühlen sich weich an und sein Atem riecht nach dem Mintkaugummi, welches er vorhin gekaut hat. Sein Kuss ist zärtlich und schön, genau so, wie ich gehofft hatte.

Dann ändert sich plötzlich alles.

Ich weiß nicht einmal, was passierte oder wie es passierte. In einem Moment küsste ich Jake und im nächsten liegt er bewusstlos auf dem Boden. Eine große Gestalt beugt sich über ihn.

Ich öffne meinen Mund, um zu schreien, aber ich bekomme nicht mehr als einen Ton heraus, bevor eine große Hand meinen Mund und meine Nase zuhält.

Ich fühle einen scharfen Stich in einer Seite meines Halses und dann versinkt meine Welt in Dunkelheit.

3

Nora

Ich wache mit hämmernden Kopfschmerzen und einem flauen Magen auf. Es ist dunkel und ich kann nichts sehen.

Einen Augenblick lang kann ich mich nicht an das erinnern, was passiert ist. Habe ich auf der Party zu viel getrunken? Dann bekomme ich einen klaren Kopf und die Ereignisse der letzten Nacht brechen hervor. Ich erinnere mich an den Kuss und dann... Jake! Oh Gott, was ist mit Jake passiert?

Was ist mit mir passiert?

Ich habe solche Angst, dass ich einfach nur zitternd daliege.

Ich liege auf etwas Bequemen. Ein Bett mit einer guten Matratze höchstwahrscheinlich. Ich liege unter einer Decke, aber ich kann keine Anziehsachen auf meinem Körper fühlen, nur die Weichheit der Baumwolllaken auf meiner Haut. Ich berühre mich und merke, dass ich Recht habe: Ich bin völlig nackt.

Mein Zittern verschlimmert sich.

Mit einer Hand untersuche ich mich zwischen meinen Beinen. Zu meiner großen Erleichterung fühlt sich alles wie immer an. Keine Nässe, kein Wundsein, kein Zeichen dafür, dass ich vergewaltigt worden bin.

Zumindest bis jetzt nicht.

Tränen brennen in meinen Augen, aber ich lasse sie nicht heraus. Heulen würde in dieser Situation auch nicht helfen. Ich muss herausfinden, was vor sich geht. Wollen sie mich umbringen? Mich vergewaltigen? Mich vergewaltigen und danach umbringen? Wenn sie auf ein Lösegeld aus sind, dann bin ich so gut wie tot. Nachdem mein Vater während der Rezession entlassen wurde, können meine Eltern kaum ihre Hypothek zahlen.

Ich kann unter Anstrengung verhindern, hysterisch zu werden. Ich will nicht anfangen zu schreien. Das würde ihre Aufmerksamkeit auf mich lenken.

Stattdessen liege ich hier in der Dunkelheit und mir kommen alle grauenhaften Geschichten in den Kopf, die ich jemals in den Nachrichten gesehen habe. Ich denke an Jake und sein warmes Lächeln. Ich denke an meine Eltern und daran, wie am Boden zerstört sie sein werden, wenn ihnen die Polizei mitteilt, dass ich verschwunden bin. Ich denke an meine ganzen Pläne und daran, wahrscheinlich nie wieder die Möglichkeit zu bekommen, eine richtige Universität zu besuchen.

Und ich beginne, wütend zu werden. Warum tun sie das? Wer sind sie überhaupt? Ich nehme an, es handelt sich um „sie“ anstatt um „ihn“, da ich mich daran erinnere, eine dunkle Gestalt über Jake gebeugt gesehen zu haben. Eine weitere Person muss mich von hinten gepackt haben.

Die Wut hilft mir dabei, meine Panik zu kontrollieren. Ich bin in der Lage, wieder ein wenig zu denken. Ich kann in der Dunkelheit immer noch nichts sehen, aber ich kann fühlen.

Ich bewege mich leise und beginne vorsichtig, meine Umgebung zu erkunden.

Zuerst stelle ich fest, wirklich in einem Bett zu liegen. Ein großes Bett, wahrscheinlich Kingsize. Es gibt Kissen und eine Decke und die Laken sind weich und fühlen sich angenehm an. Wahrscheinlich teuer.

Das macht mir irgendwie noch mehr Angst. Das sind Kriminelle mit Geld.

Ich krieche an das Ende des Bettes, setze mich hin und halte die Decke fest an mich gepresst. Meine nackten Füße berühren den Boden. Er fühlt sich glatt und kalt an, wie Hartholz.

Ich wickele die Decke um mich und stehe auf, bereit, mich weiter umzuschauen.

In diesem Moment höre ich, wie sich die Tür öffnet.

Ein sanftes Licht geht an. Auch wenn es nicht grell ist, kann ich einen Augenblick lang nichts erkennen. Ich blinzele einige Male, damit sich meine Augen an die Helligkeit gewöhnen können.

Und dann sehe ich ihn.

Julian.

Wie ein dunkler Engel steht er im Türrahmen. Sein Haar wellt sich leicht um sein Gesicht und lässt die harte Perfektion seiner Gesichtszüge weicher erscheinen. Seine Augen fixieren mein Gesicht, und seine Lippen sind zu einem leichten Lächeln verzogen.

Er ist umwerfend.

Und unglaublich Angst einflößend.

Meine Instinkte hatten recht gehabt — dieser Mann ist zu allem fähig.

»Hallo Nora«, sagt er leise und betritt den Raum.

Ich blicke mich verzweifelt um. Ich sehe nichts, was mir als Waffe dienen könnte.

Mein Mund ist so trocken wie die Wüste. Ich kann nicht mal genug Spucke zusammenbekommen, um zu reden. Also sehe ich ihm einfach dabei zu, wie er auf mich zukommt, so wie ein hungriger Tiger, der sich seiner Beute nähert.

Ich werde kämpfen, wenn er mich berührt.

Er kommt näher und ich mache einen Schritt zurück. Dann noch einen und noch einen. Das Laken ist weiterhin um mich gewickelt.

Er hebt seine Hand und ich versteife mich, bereite mich darauf vor, mich zu verteidigen.

Aber er hält nur eine Flasche Wasser hoch, die er mir anbietet.

»Hier«, sagt er. »Ich nehme an, du hast Durst.«

Ich blicke ihn an. Ich bin am Verdursten, aber ich möchte nicht noch einmal betäubt werden.

Er scheint meine Zurückhaltung zu verstehen. »Keine Angst, mein Kätzchen. Das ist nur Wasser. Ich möchte dich wach und bei Bewusstsein.«

Ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren soll. Mein Herz hämmert und mir ist ganz schlecht vor Angst.

Er steht einfach nur da und schaut mich geduldig an. Ich halte die Decke mit einer Hand ganz fest, gebe meinem Durst nach und nehme das Wasser von ihm. Meine Hand zittert und meine Finger berühren ihn, als ich nach der Flasche greife. Eine Hitzewelle überrollt mich, eine befremdliche Reaktion, die ich ignoriere.

Jetzt muss ich den Deckel abschrauben. Er beobachtet mein Dilemma mit Interesse und einiger Belustigung. Zum Glück berührt er mich nicht. Er steht etwa einen halben Meter von mir entfernt und betrachtet mich einfach nur.

Ich halte meine Arme fest gegen meinen Körper gedrückt, um die Decke festzuhalten, und schraube den Verschluss auf. Danach halte ich die Decke wieder mit einer Hand fest und setzte die Flasche an meine Lippen, um zu trinken.

Die kühle Flüssigkeit fühlt sich auf meinen ausgedörrten Lippen und der trockenen Zunge fantastisch an. Ich trinke, bis die ganze Flasche leer ist. Ich kann mich nicht an das letzte Mal erinnern, an dem Wasser so gut geschmeckt hat. Der trockene Mund muss eine Nebenwirkung der Droge sein, die er benutzt hat, um mich hierher zu bringen.

Jetzt kann ich wieder reden, also frage ich ihn: »Warum?«

Zu meiner großen Überraschung hört sich meine Stimme fast normal an.

Er hebt seine Hand und berührt erneut mein Gesicht. Genauso, wie in dem Club. Und wieder stehe ich hilflos da und lasse ihn machen. Seine Finger fahren behutsam über meine Haut, fast zärtlich. Das steht in einem so starken Gegensatz zu dieser ganzen Situation, dass ich einen Moment lang verwirrt bin.

»Weil ich es nicht mochte, dich mit ihm zu sehen«, antwortet Julian und ich kann die kaum unterdrückte Wut in seiner Stimme hören. »Weil er dich berührt hat, dich angefasst hat.«

Ich kann kaum denken. »Wer?«, flüstere ich und versuche herauszubekommen, wovon er redet. Und dann verstehe ich. »Jake?«

»Ja, Nora«, sagt er düster. »Jake.«

»Ist er—« Ich weiß nicht einmal, ob ich es überhaupt laut aussprechen kann. »Ist er... am Leben?«

»Momentan ja«, erwidert Julian und seine Augen brennen sich in meine. »Er ist mit einer leichten Gehirnerschütterung im Krankenhaus.«

Ich bin so erleichtert, dass ich gegen die Wand sacke. Und dann wird mir die ganze Bedeutung seiner Worte bewusst. »Was meinst du mit „momentan“?«

Julian zuckt mit seinen Schultern. »Seine Gesundheit und sein Wohlbefinden hängen einzig und alleine von dir ab.«

Ich schlucke um meinen immer noch trockenen Hals zu befeuchten. »Von mir?«

Seine Finger liebkosen wieder mein Gesicht, streichen mein Haar hinter mein Ohr. Mir ist so kalt, dass es sich anfühlt, als würde seine Berührung meine Haut verbrennen. »Ja, mein Kätzchen, von dir. Wenn du brav bist, wird es ihm gut gehen. Wenn nicht …«

Ich kann kaum einatmen. »Wenn nicht?«

Julian lächelt. »Wird er innerhalb einer Woche tot sein.«

Sein Lächeln ist das Schönste und das Angsteinflößendste, was ich jemals gesehen habe.

»Wer bist du?« flüstere ich. »Was willst du von mir?«

Er antwortet nicht. Stattdessen berührt er mein Haar, führt eine dicke braune Strähne zu seinem Gesicht. Er atmet ein, so als würde er daran riechen.

Ich beobachte ihn wie versteinert. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Sollte ich jetzt gegen ihn kämpfen? Und wenn ja, was würde das bringen? Er hat mir bis jetzt nicht wehgetan, also möchte ich ihn nicht provozieren. Er ist viel größer als ich, viel stärker. Ich kann den Umfang seiner Muskeln unter seinem schwarzen T-Shirt sehen. Ohne meine Absatzschuhe reiche ich ihm kaum bis zu den Schultern.

Während ich darüber nachdenke, ob es sich lohnt, gegen jemanden zu kämpfen, der bestimmt fünfzig Kilo schwerer ist als ich, trifft er die Entscheidung. Seine Hand verlässt meinen Kopf und zieht an der Decke, die ich so fest an mich gepresst halte.

Ich lasse nicht los. Wenn überhaupt, greife ich sie fester. Und ich mache etwas Peinliches.

Ich bettele.

»Bitte«, sage ich verzweifelt, »bitte mach das nicht.«

Er lächelt wieder. »Warum nicht?« Seine Hand zieht weiterhin an der Decke, langsam und unerbittlich. Ich weiß, er macht das nur deswegen, um die Qualen zu verlängern. Er könnte leicht mit einem starken Ruck die ganze Decke von mir wegreißen.

»Ich möchte das nicht«, erkläre ich ihm. Ich kann wegen der Enge meines Brustkorbs kaum genug Luft einatmen, und meine Stimme klingt unerwartet gehaucht.

Er sieht belustigt aus, aber da ist ein düsterer Schimmer in seinen Augen. »Nein? Denkst du, ich konnte deine Reaktion auf mich im Club nicht spüren?«

Ich schüttele meinen Kopf. »Es gab keine Reaktion. Du täuschst dich …« Meine Stimme ist wegen der unvergossenen Tränen ganz belegt. »Ich möchte nur Jake—«

Sofort legt sich seine Hand um meinen Hals. Er macht nichts weiter, er drückt nicht, aber die Drohung ist da. Ich kann die Gewalt in ihm fühlen und ich bekomme Panik.

Er beugt sich zu mir. »Du willst diesen Jungen nicht«, erwidert er scharf. »Er kann dir niemals das geben, was ich dir geben kann. Verstehst du mich?«

Ich nicke, zu verängstigt um etwas anderes zu tun.

Er lässt meinen Hals los. »Gut«, fährt er danach mit einem weicheren Ton fort. »Jetzt lass die Decke los. Ich möchte dich wieder nackt sehen.«

Wieder? Also muss er derjenige gewesen sein, der mich ausgezogen hat.

Ich versuche, mich noch enger an die Wand zu drücken. Und lasse die Decke immer noch nicht los.

Er seufzt.

Zwei Sekunden später liegt sie auf dem Boden. Wie ich vermutet hatte, bin ich chancenlos, wenn er seine volle Kraft einsetzt.

Ich widersetze mich auf die einzige Art und Weise, die ich kann. Anstatt dazustehen und ihn meinen nackten Körper betrachten zu lassen, lasse ich mich an der Wand hinuntergleiten bis ich auf dem Boden sitze und ziehe meine Knie an die Brust. Meine Arme umschlingen meine Beine und so sitze ich da, am ganzen Körper zitternd. Mein langes, dickes Haar fällt über meinen Rücken und meine Arme, weshalb ich teilweise bedeckt bin.

Ich verstecke mein Gesicht hinter meinen Knien. Ich habe Angst vor dem, was er jetzt mit mir machen wird und die Tränen, die in meinen Augen brennen, entwischen mir schließlich, laufen mir über die Wangen.

»Nora«, sagte er und hat dabei eine harte Note in seiner Stimme. »Steh auf. Steh sofort auf.«

Ich schüttele meinen Kopf und schaue ihn weiterhin an.

»Nora, das kann schön für dich sein, oder auch schmerzhaft. Das liegt wirklich an dir.«

Schön? Ist er verrückt? Jetzt bebt durch mein Schluchzen schon mein ganzer Körper.

»Nora«, versucht er es noch einmal und ich kann die Ungeduld aus seiner Stimme heraushören. »Du hast genau fünf Sekunden Zeit das zu tun, was ich dir sage.«

Er wartet und ich kann fast hören, wie er in seinem Kopf zählt. Ich zähle auch und als ich bei vier bin, laufen immer noch Tränen über mein Gesicht.

Ich schäme mich für meine Feigheit, aber ich habe solche Angst vor Schmerzen. Ich möchte nicht, dass er mir wehtut.

Ich möchte eigentlich überhaupt nicht, dass er mich anfasst, aber das scheint keine Option zu sein.

»Feines Mädchen«, sagt er sanft und berührt erneut mein Gesicht, streicht meine Haare hinter die Schultern.

Ich zittere bei seiner Berührung. Ich kann ihn nicht ansehen, also halte ich meinen Blick gesenkt.

Doch offensichtlich möchte er das nicht, denn er drückt mein Kinn nach oben, bis mir nichts anderes übrig bleibt, als seinen Blick zu erwidern.

Seine Augen sehen in diesem Licht dunkelblau aus. Er ist so nahe bei mir, dass ich die Hitze spüren kann, die sein Körper ausstrahlt. Es fühlt sich gut an, da mir kalt ist. Ich bin nackt und ich friere.

Plötzlich greift er nach mir, beugt sich nach unten. Bevor ich Angst bekommen kann, legt er einen Arm um meinen Rücken und den anderen unter meine Knie.

Dann hebt er mich ohne Anstrengungen hoch und trägt mich zum Bett.

Er legt mich darauf ab, fast zärtlich, und ich rolle mich bebend zu einer Kugel zusammen. Er beginnt sich auszuziehen, und ich muss ihm einfach dabei zusehen.

Er trägt Jeans und T-Shirt, und das T-Shirt ist zuerst an der Reihe.

Sein Oberkörper ist ein Kunstwerk: breite Schultern, harte Muskeln und glatte, gebräunte Haut. Seine Brust ist leicht mit dunklem Haar überzogen. Unter anderen Umständen wäre ich von einem solchen Liebhaber begeistert gewesen.

Unter diesen Umständen möchte ich einfach nur schreien.

Seine Jeans ist als nächstes dran. Ich kann den Reißverschluss hören, der geöffnet wird, und das lässt mich schlagartig aktiv werden.

Innerhalb einer Sekunde liege ich nicht mehr auf dem Bett, sondern stürme auf die Tür zu — die er aufgelassen hat.

Ich mag klein sein, aber ich bin schnell. Ich bin zehn Jahre lang gerannt. Leider habe ich mir während eines Laufes mein Knie verletzt, und muss jetzt langsamere Sportarten betreiben.

Ich schaffe es, aus dem Zimmer zu entkommen und bin schon fast an der Eingangstür des Hauses, als er mich fängt.

Seine Arme umschließen mich von hinten und er drückt mich so fest, dass ich einen Moment lang nicht atmen kann. Meine Arme sind völlig bewegungsunfähig, also kann ich nicht einmal gegen ihn ankämpfen. Er hebt mich hoch und ich trete mit meinen Fersen nach ihm. Ich treffe ihn einige Male, bevor er mich herumdreht, damit ich ihn ansehe.

Ich bin mir sicher, dass er mir jetzt wehtun wird und bereite mich mental auf den Schlag vor.

Stattdessen umarmt er mich einfach nur und hält mich an sich gedrückt. Mein Gesicht liegt auf seiner Brust und mein nackter Körper berührt seinen. Ich kann den sauberen Moschusduft seiner Haut riechen und fühle etwas Hartes und Warmes an meinem Bauch.

Seine Erektion.

Er ist komplett nackt und erregt.

So wie er mich hält, bin ich fast völlig hilflos. Ich kann weder treten noch kratzen.

Aber ich kann beißen.

Also versenke ich meine Zähne in seinem Brustmuskel und höre ihn fluchen, bevor er an meinem Haar zieht und mich dadurch zwingt, ihn loszulassen.

Danach hält er mich fest, indem er einen Arm um meine Taille legt, was meinen Unterleib eng an ihn presst. Seine andere Hand ist in meinem Haar verschwunden und hält meinen Kopf nach hinten. Meine Hände drücken in dem sinnlosen Versuch, Abstand zwischen uns zu bringen, gegen seine Brust.

Ich erwidere trotzig seinen Blick, ignoriere die Tränen, die mein Gesicht hinunterlaufen. Ich habe keine andere Wahl, als jetzt mutig zu sein. Wenn ich sterbe, dann wenigstens mit einem Rest Würde.

Sein Gesichtsausdruck ist dunkel und verärgert, seine blauen Augen verengen sich.

Ich atme schwer und mein Herz schlägt so schnell, dass ich das Gefühl habe, es könnte gleich aus meiner Brust springen. Wir sehen uns an — Jäger und Beute, der Eroberer und die Eroberte — und in dem Moment spüre ich eine eigenartige Verbindung zu ihm. So als ob ein Teil von mir sich durch das, was zwischen uns passiert für immer verändert.

Plötzlich wird sein Gesicht weich. Ein Lächeln erscheint auf seinen sinnlichen Lippen.

Dann beugt er sich zu mir, senkt seinen Kopf und drückt seinen Mund auf meinen.

Ich bin fassungslos. Obwohl er mich in diesem eisernen Griff hält, sind seine Lippen sanft und zärtlich, als sie meine erkunden.

Er kann definitiv küssen. Ich habe schon ein paar Jungs geküsst und nie so etwas gefühlt. Sein Atem ist warm, mit einem süßen Aroma und seine Zunge spielt mit meinen Lippen, bis sie sich freiwillig öffnen, um ihm Zugang zu meinem Mund zu gewähren.

Ich weiß nicht, ob das die Nachwirkungen des Mittels sind, welches er mir verabreicht hatte, oder einfach die Erleichterung darüber, dass er mir nicht wehtut, aber ich schmelze bei diesem Kuss dahin. Eine unbekannte Mattigkeit breitet sich in meinem Körper aus und nimmt mir meinen Willen zum Kämpfen.

Er küsst mich langsam, entspannt, so als habe er alle Zeit der Welt. Seine Zunge stößt gegen meine und er saugt leicht an meiner Unterlippe, was eine Welle feuchter Hitze direkt in mein Mark sendet. Seine Hand lässt mein Haar los und hält stattdessen sanft meinen Hinterkopf. Es ist fast so, als würde er Liebe mit mir machen.

Ich merke, dass meine Hände auf seinen Schultern liegen. Ich weiß nicht, wie sie dorthin gekommen sind, aber jetzt halte ich mich an ihm fest, anstatt ihn von mir wegzudrücken. Ich verstehe meine eigene Reaktion nicht. Warum wende ich mich nicht angeekelt von seinem Kuss ab?

Er fühlt sich einfach so gut an, sein unglaublicher Mund. Es ist so, als würde ich einen Engel küssen. Ich vergesse einen Moment lang die Situation und kann den Terror wegdrücken.

Er nimmt Abstand und schaut auf mich hinab. Seine Lippen sind nass und glänzend, ein wenig geschwollen von dem Kuss. Meine wahrscheinlich auch.

Er scheint nicht länger verärgert zu sein. Stattdessen sieht er gleichzeitig hungrig und erfreut aus. Ich kann Lust und Zärtlichkeit auf seinem perfekten Gesicht erkennen und schaffe es nicht, meine Augen von ihm abzuwenden.

Ich lecke meine Lippen und sein Blick fällt eine Sekunde lang auf meinen Mund. Er küsst mich noch einmal, diesmal ist es nur eine kurze Berührung meiner Lippen.

Dann hebt er mich wieder hoch und trägt mich nach oben in sein Bett.

4

Nora

Wenn ich auf diesen Tag zurückblicke, ergibt mein Verhalten keinen Sinn. Ich verstehe nicht, weshalb ich mich ihm nicht stärker widersetzt habe, warum ich nicht erneut versucht habe, von ihm wegzukommen. Es war keine rationale Entscheidung von mir — es war keine bewusste Wahl zu kooperieren, um Schmerzen zu verhindern.

Nein, ich habe rein instinktiv gehandelt.

Und mein Instinkt ist, mich ihm zu unterwerfen.

Er legt mich auf dem Bett ab und ich liege einfach nur da. Ich bin zu erschöpft von unserem vorangegangenen Kampf und fühle mich immer noch ein wenig benommen von der Betäubung.

Das, was passiert, ist so surreal, dass mein Kopf es gar nicht verarbeiten kann. Ich fühle mich, als ob ich ein Theaterstück oder einen Film anschaue. Ich kann mich unmöglich in dieser Lage befinden. Ich kann nicht dieses Mädchen sein, welches betäubt und verschleppt wurde, welches sich von ihrem Entführer berühren und am ganzen Körper streicheln lässt.

Wir liegen beide auf der Seite und schauen uns an. Ich kann seine Hände auf meiner Haut spüren. Sie sind ein wenig rau, schwielig. Warm auf meinem eiskalten Fleisch. Stark, auch wenn er diese Kraft gerade nicht benutzt. Er könnte mich mit Leichtigkeit unterwerfen, genauso wie vorhin, aber das ist nicht nötig. Ich kämpfe nicht gegen ihn an. Ich schwebe in einem diesigen, sinnlichen Nebel.

Er küsst mich wieder und streichelt meinen Arm, meinen Rücken, meinen Hals, meinen äußeren Oberschenkel. Seine Berührung ist sanft aber fest. Es ist fast so, als massiere er mich, nur dass ich die sexuelle Motivation seiner Berührungen spüren kann.

Er küsst meinen Hals, knabbert sanft an dieser empfindlichen Stelle, an der er auf die Schulter trifft, und ich erschauere lustvoll.

Ich schließe meine Augen. Sie ist entwaffnend, seine überraschende Zärtlichkeit. Ich weiß, ich sollte mir vergewaltigt vorkommen — und das mache ich auch — aber ich fühle mich gleichzeitig sonderbar geschmeichelt.

Mit meinen geschlossenen Augen tue ich so, als sei das nur ein Traum. Eine dunkle Fantasie, in der Art, wie ich sie manchmal spät nachts habe. Das macht die Tatsache erträglicher, dass der Fremde das mit mir machen kann, ich es zulasse.

Eine seiner Hände liegt nun auf meinen Pobacken und knetet das zarte Fleisch. Seine andere Hand wandert meinen Bauch und meinen Brustkorb hinauf. Er erreicht meine Brüste und bedeckt die linke mit seiner Hand, drückt sie sanft. Meine Nippel sind schon hart und seine Berührung fühlt sich gut an, fast beruhigend. Rob hatte das auch schon bei mir gemacht, allerdings hatte es sich nie so angefühlt. Es hat sich noch nie so angefühlt.

Ich halte meine Augen geschlossen, als er mich auf meinen Rücken dreht. Er ist zum Teil auf mir, aber der Großteil seines Gewichts liegt auf dem Bett. Er möchte mich nicht zerdrücken, wird mir klar, und ich bin ihm dankbar dafür.

Er küsst mein Schlüsselbein, meine Schulter, meinen Bauch. Sein Mund ist heiß und hinterlässt eine feuchte Spur auf meiner Haut.

Dann umschließen seine Lippen meinen Nippel und saugen an ihm. Mein Körper biegt sich und ich fühle die Spannung in meinem Unterleib. Er macht das gleiche bei meinem anderen Nippel und die Anspannung in mir wächst.

Er spürt das. Ich weiß, dass er das macht, weil seine Hand zwischen meine Oberschenkel vordringt und die Feuchtigkeit dort fühlt. »Braves Mädchen«, murmelt er und streichelt meine Falten. »So süß, so zugänglich.«

Ich wimmere, als seine Lippen meinen Körper hinunterwandern, sein Haar auf meiner Haut kitzelt. Ich weiß, was er vorhat und mein Kopf wird leer, als er sein Ziel erreicht.

Einen Augenblick lang versuche ich zu widerstehen, aber er öffnet meine Beine ohne Anstrengungen. Seine Finger tasten mich sanft ab und legen dann die Öffnung zwischen meinen Schamlippen frei.

Er beginnt, mich dort zu küssen, und eine Hitzewelle jagt durch meinen Körper. Sein erfahrener Mund leckt und knabbert rund um meine Klitoris herum bis ich stöhne. Dann umschließt er sie mit seinen Lippen und saugt ganz leicht.

Die Lust ist zu stark, so unerwartet, dass ich meine Augen aufreiße.

Ich verstehe nicht, was mit mir passiert und es macht mir Angst. Ich brenne innerlich, spüre ein Pochen zwischen meinen Beinen. Mein Herz schlägt so schnell, ich kann kaum Luft holen und ich bemerke, dass ich keuche.

Ich beginne, mich zu wehren, und er lacht sanft. Ich kann den Lufthauch seines Atems auf meinem empfindlichen Fleisch fühlen. Er hält mich mit Leichtigkeit unten und fährt mit dem fort, was er gerade macht.

Die Anspannung in mir wird unerträglich. Ich winde mich an seiner Zunge und meine Bewegungen scheinen mich näher an einen unglaublichen Abgrund zu bringen.

Und dann falle ich mit einem sanften Schrei. Mein gesamter Körper spannt sich an und ich werde von einer so intensiven Lustwelle mitgerissen, dass sich meine Zehen durchbiegen. Ich kann fühlen, wie meine inneren Muskeln pulsieren und dann wird mir plötzlich klar, dass ich gerade einen Orgasmus hatte.

Den ersten Orgasmus meines Lebens.

Und das durch den Mund meines Entführers.

Ich bin so am Boden zerstört, ich möchte mich nur noch zusammenrollen und weinen. Ich drücke meine Augen wieder fest zusammen.

Aber er ist noch nicht fertig mit mir. Er schiebt sich an meinem Körper entlang nach oben und küsst mich wieder auf den Mund. Er schmeckt jetzt anders, salzig mit einer leichten Moschusnote. Nach mir, wird mir klar. Ich kann mich selbst auf seinen Lippen schmecken. Eine heiße Welle von Verlegenheit überkommt mich, auch wenn sich der Hunger in mir verstärkt.

Sein Kuss ist verlangender als zuvor, rauer. Seine Zunge bewegt sich mit Bewegungen, die den Sexualakt in meinem Mund imitieren, und seine Hüften liegen schwer zwischen meinen Beinen. Eine seiner Hände hält meinen Hinterkopf, während die andere sich zwischen meinen Oberschenkeln befindet, um mich leicht zu reiben und mich erneut zu erregen.

Ich widerstehe immer noch nicht wirklich, obwohl mein Körper sich anspannt, als die Angst zurückkehrt. Ich kann die Hitze und die Härte seiner Erektion an den Innenseiten meiner Oberschenkel spüren und ich weiß, er wird mir wehtun.

»Bitte«, flüstere ich und öffne meine Augen, um ihn anzusehen. Meine Sicht ist durch die Tränen verschwommen. »Bitte... Ich habe das noch nie gemacht—«

Seine Nasenlöcher blähen sich und seine Augen leuchten stärker. »Das freut mich«, entgegnet er sanft. Dann bewegt er seine Hüften ein wenig und benutzt seine Hand um seine Erektion zu meiner Öffnung zu führen.

Ich schnappe nach Luft, als er beginnt vorzustoßen. Ich bin feucht, aber mein Körper wehrt sich gegen den unbekannten Eindringling. Ich weiß nicht, wie groß er ist, aber er fühlt sich riesig an, als sich seine Eichel langsam in meinen Körper bohrt.

Es beginnt zu schmerzen und ich schreie auf, drücke gegen seine Schultern.

Seine Pupillen werden größer, was seine Augen dunkler aussehen lässt. Er hat Schweißperlen auf seiner Stirn, und mir wird klar, dass er sich gerade zurückhält. »Entspanne dich, Nora«, flüstert er rau. »Es wird wehtun, wenn du dich nicht entspannst.«

Ich zittere. Ich kann nicht auf seinen Rat hören, weil ich zu nervös bin — und weil es schon schmerzt, ihn nur dieses kleine bisschen in mir zu haben.

Er drückt weiter, und mein Fleisch macht ihm langsam Platz, dehnt sich widerstrebend für ihn aus. Ich krümme mich, schluchze, und meine Nägel zerkratzen seinen Rücken. Er bleibt aber unnachgiebig, arbeitet sich Stück für Stück voran.

Dann hält er einen Augenblick inne, und ich kann eine Ader sehen, die neben seiner Schläfe pulsiert. Er sieht aus, als habe er Schmerzen. Aber ich weiß, er bereitet ihm Lust, dieser Akt, der mir so weh tut.

Er beugt seinen Kopf nach unten und küsst meine Stirn. Und dann durchbricht er mein Jungfernhäutchen, zerreißt die dünne Membran mit einem entschlossenen Stoß. Er hält nicht inne, bevor er nicht vollständig in mir ist und sich seine Schambehaarung gegen meine drückt.

Ich falle vor Schmerzen fast in Ohnmacht. Mein Magen krampft vor Übelkeit und ich habe das Gefühl, ich kippe gleich um. Ich kann nicht einmal schreien; alles, was ich machen kann, ist flach zu atmen, um eine Ohnmacht zu verhindern. Ich kann seine Härte, tief in mir vergraben, spüren, und es ist die quälendste, aufdringlichste Sache, die ich jemals erlebt habe.

»Entspann dich«, murmelt er in mein Ohr, »entspann dich einfach, mein Kätzchen. Der Schmerz wird vergehen und es wird besser werden …«

Ich glaube ihm nicht. Es fühlt sich an, als sei ein heißer Baseballschläger in meinen Körper geschoben worden und hätte mich aufgerissen. Ich kann nichts machen, dem zu entkommen, die Schmerzen zu mindern. Er ist so viel größer als ich, so viel stärker. Alles, was ich tun kann, ist hilflos unter ihm eingeklemmt dazuliegen.

Er bewegt seine Hüften nicht, stößt nicht zu, obwohl ich die Anspannung in seinen Muskeln spüre. Stattdessen küsst er mich wieder zärtlich auf die Stirn. Ich schließe meine Augen und bittere Tränen fließen meine Schläfen hinab. Ich fühle die leichte Berührung seiner Lippen auf meinen Augenlidern.

Ich weiß nicht, wie lange wir so bleiben. Er bedeckt mein Gesicht und meinen Hals mit sanften Küssen. Seine Hände umarmen mich, streicheln meine Haut, parodieren die Berührung eines Liebenden. Währenddessen ist er die ganze Zeit tief in mir, seine unnachgiebige Härte verletzt mich, verbrennt mich von innen heraus.

Ich weiß nicht, an welchem Punkt der Schmerz sich zu verändern beginnt. Mein verräterischer Körper entspannt sich langsam und beginnt auf seine Küsse zu reagieren.

Der gemeine Bastard merkt das. Er fängt langsam an, sich zu bewegen, zieht sich ein Stück aus meinem Körper zurück, um sich dann wieder hineinzudrängen.

Zuerst machen seine Bewegungen alles schlimmer, quälen mich noch mehr. Dann schiebt er eine Hand zwischen unsere Körper und benutzt einen Finger, um einen ganz leichten aber steten Druck auf meine Klitoris auszuüben. Seine Stöße gegen meine Hüften führen dazu, dass ich rhythmisch an seinem Finger entlangreibe.

Zu meinem Entsetzen spüre ich die Spannung, die sich in mir aufbaut. Der Schmerz ist immer noch da, aber jetzt auch die Lust. Ich winde mich in seinen Armen, kämpfe jetzt allerdings auch gegen mich selbst an. Seine Stöße werden härter, tiefer, und ich schreie wegen der unerträglichen Intensität. Der Schmerz und die Lust vermischen sich, bis sie nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind — bis für mich nur noch eine Welt überwältigender Empfindungen existiert. Und dann explodiere ich. Ein Orgasmus rast mit einer solchen Kraft durch meinen Körper, dass einen Moment lang alles dunkel vor meinen Augen wird.

Plötzlich kann ich ihn in mein Ohr stöhnen hören und merke, wie er in mir noch dicker und länger wird. Sein Geschlecht pulsiert, zuckt tief in mir und ich weiß, er hat sich entladen.

Kurz darauf rollt er sich von mir herunter und zieht mich zu sich heran, um mich an sich gedrückt zu halten.

Ich weine in seinen Armen, suche Trost bei derselben Person, die für meine Tränen verantwortlich ist.

Danach ist mein Kopf wie benebelt und meine Gedanken sind eigenartig verwirrt. Er trägt mich irgendwo hin und ich liege schlaff wie eine Stoffpuppe in seinen Armen.

Jetzt wäscht er mich. Ich stehe mit ihm unter der Dusche. Ich bin ein wenig erstaunt darüber, dass meine Beine mich halten können.

Ich fühle mich taub, irgendwie losgelöst.

Auf meinen Oberschenkeln ist Blut. Ich kann sehen, wie es sich mit dem Wasser vermischt und im Abfluss verschwindet. Da ist auch etwas Klebriges zwischen meinen Beinen. Wahrscheinlich sein Samen. Er hat kein Kondom benutzt.

Ich könnte jetzt eine Geschlechtskrankheit bekommen. Ich sollte bei diesem Gedanken entsetzt sein, aber ich fühle mich einfach nur wie betäubt. Wenigstens muss ich mir keine Sorgen machen, schwanger zu sein. Sobald es mit Rob ernst wurde, hat meine Mutter darauf bestanden, mit mir zum Arzt zu gehen und mir ein Verhütungsstäbchen in den Oberarm einsetzen zu lassen. Als Pflegehelferin in einem Krankenhaus für Frauen hat sie zu viele Teenagerschwangerschaften gesehen und wollte sichergehen, dass mir nicht das gleiche passiert.

Gerade jetzt bin ich ihr wahnsinnig dankbar dafür.

Während ich über das alles nachdenke, wäscht mich Julian gründlich, bearbeitet mein Haar mit Shampoo und Spülung. Er rasiert mir sogar die Achseln und die Beine.

Als ich porentief rein und glatt bin, dreht er das Wasser aus und führt mich aus der Dusche.

Zuerst trocknet er mich mit einem Handtuch ab und danach sich. Als er damit fertig ist, wickelt er mich in einen flauschigen Bademantel und trägt mich in die Küche, um mir etwas zu essen zu geben.

Ich esse, was er mir hinstellt. Ich schmecke es nicht einmal. Es ist irgendein Sandwich, aber ich weiß nicht, mit was es belegt ist. Er stellt mir auch ein Glas Wasser hin, welches ich gierig austrinke.

Ich hoffe kurz, dass er mich nicht wieder betäuben will, aber so richtig beschäftigt es mich nicht. Ich bin so müde, ich möchte einfach nur schlafen.

Nachdem ich mit essen und trinken fertig bin, führt er mich zurück ins Badezimmer.

»Putz dir deine Zähne«, fordert er mich auf und ich starre ihn an. Er macht sich Gedanken über meine Mundhygiene?

Ich möchte mir meine Zähne nicht putzen, aber ich mache, was er sagt. Ich nutze das Badezimmer auch, um aufs Klo zu gehen. Dafür lässt er mich netterweise alleine.

Danach begleitet er mich zurück in mein Zimmer. Das Bett ist schon frisch bezogen, ohne irgendwelche Blutspuren. Dafür bin ich dankbar.

Er küsst mich sanft auf die Lippen, verlässt den Raum und schließt die Tür ab.

Ich bin so fertig, dass ich nur zu meinem Bett gehe, mich hinlege und sofort einschlafe.

5

Nora

Als ich aufwache, ist mein Kopf völlig klar. Ich erinnere mich an alles und möchte schreien.

Ich springe aus dem Bett und bemerke, dass ich immer noch den Bademantel von letzter Nacht anhabe. Die plötzliche Bewegung macht mich auf mein inneres Wundsein aufmerksam und mein Unterleib zieht sich bei dem Gedanken daran zusammen, wie es dazu gekommen ist. Ich kann immer noch seine Fülle in mir spüren, und ich erschauere bei dieser Erinnerung.

Ich bin von mir selbst angeekelt. Was stimmt nicht mit mir? Wie konnte ich einfach nur daliegen und Julian Sex mit mir haben lassen? Wie konnte ich in seiner Umarmung Lust empfinden?

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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