Wann wird das /∫/-Phonem im südhessischen Dialekt benutzt? - Gudrun Kahles - E-Book

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Gudrun Kahles

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 2,7, Technische Universität Darmstadt (FB 2), Veranstaltung: Varietäten des Deutschen in Text und Gespräch, Sprache: Deutsch, Abstract: Der deutsche Sprachraum gliedert sich in zahlreiche Varietäten. Diese wiederum weisen verschiedene Varianten auf. Varietäten können unter diastratischen, diaphasischen und diatopischen Gesichtspunkten betrachtet werden. Diese Hausarbeit befasst sich in deskriptiver Weise mit der Varietät des hessischen Dialekts - also einer diatopischen Betrachtungsweise - und speziell mit dessen südhessischer Variante. Ein auffälliges phonetisches Phänomen und ein primäres Merkmal des Südhessischen ist die Anwendung des /∫/-Phonems. In welchem Zusammenhang es eingesetzt wird soll im Rahmen dieser Hausarbeit untersucht werden, ohne jedoch den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Um die Anwendungsbeispiele zu transkribieren, wird die Lautschrift der International Phonetic Association (IPA) benutzt. Einzelne Phoneme werden innerhalb der Zeichenfolge / /, die phonetische Transkription mit [ ], Grapheme/Graphien mit den Zeichen < > dargestellt. Zur Herausarbeitung der lautlichen Unterschied wird hauptsächlich die Zungenbewegung beschrieben. Die Arbeit ist folgendermaßen gegliedert: Zuerst wird auf den Begriff der „Varietät“ im Allgemeinen und dann auf das Südhessische im Speziellen eingegangen. Anschließend werden die verschiedenen Anwendungen des /∫/-Phonems in Verbindung mit Konsonanten und Vokalen beschrieben. Unter Punkt 5 wird die Anwendung im Zusammenhang mit den Buchstabenkombinationen

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Veröffentlichungsjahr: 2015

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Inhaltsverzeichnis:

 

1. Einleitung:

2. Die Varietät „Dialekt“

3. Das „Hessische“

4. Das /∫/-Phonem im südhessischen Dialektraum

4.1. /∫/-Phonem statt /ç/-Phonem

4.1.1 Konsonanten

4.1.2 Vokale.

5. Phonemverbindungen [st] und [sp]

5.1 Die fest/fescht-Linie (<st> im Auslaut>)

5.2 <st> im Inlaut

5.3 <sp> im Inlaut

5.4 <st> und <sp> im Anlaut

6. Die g-Spirantisierung:

7. Der ch-Laut

8. Das /∫/-Phonem

9. Transkription des Südhessischen in der Dialektliteratur.

10. Zusammenfassung

11. Fazit

12. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

 

1. Einleitung:

Der deutsche Sprachraum gliedert sich in zahlreiche Varietäten. Diese wiederum weisen verschiedene Varianten auf. Varietäten können unter diastratischen, diaphasischen und diatopischen Gesichtspunkten betrachtet werden. Diese Hausarbeit befasst sich in deskriptiver Weise mit der Varietät des hessischen Dialekts - also einer diatopischen Betrachtungsweise - und speziell mit dessen südhessischer Variante.

Ein auffälliges phonetisches Phänomen und ein primäres Merkmal des Südhessischen ist die Anwendung des /∫/-Phonems. In welchem Zusammenhang es eingesetzt wird soll im Rahmen dieser Hausarbeit untersucht werden, ohne jedoch den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Um die Anwendungsbeispiele zu transkribieren, wird die Lautschrift der International Phonetic Association (IPA) benutzt. Einzelne Phoneme werden innerhalb der Zeichenfolge / /, die phonetische Transkription mit [ ], Grapheme/Graphien mit den Zeichen < > dargestellt. Zur Herausarbeitung der lautlichen Unterschiede wird hauptsächlich die Zungenbewegung beschrieben.

Die Arbeit ist folgendermaßen gegliedert: Zuerst wird auf den Begriff der „Varietät“ im Allgemeinen und dann auf das Südhessische im Speziellen eingegangen. Anschließend werden die verschiedenen Anwendungen des /∫/-Phonems in Verbindung mit Konsonanten und Vokalen beschrieben. Unter Punkt 5 wird die Anwendung im Zusammenhang mit den Buchstabenkombinationen <st> und <sp> näher beleuchtet. Nach der Beschreibung der standardmäßigen g-Spirantisierung werden die Realisierungsarten des ch-Lautes aufgezeigt. Eine Betrachtung zur Transkription des ich-Lauts in der Mundartliteratur findet sich unter Punkt 9. Danach werden die Untersuchungsergebnisse zusammengefasst und ein Fazit gezogen. Den Abschluss der Hausarbeit bildet eine kurze Betrachtung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Dialekten.

2. Die Varietät „Dialekt“

 

Der Begriff „Dialekt“ wird von Joachim Herrgen[1] wie folgt definiert:

 

„Dialekte sind die areal differenten, jeweils homogen gedachten, von der ältesten Generation der Landbevölkerung gesprochenen Varietäten.“[2]

 

Diese Definition muss hinterfragt werden, denn Dialekte werden nicht nur von der ältesten Generation gesprochen, sondern – je nach Sozialisation – von allen Altersgruppen der Bevölkerung. Außerdem ist der Gebrauch des Dialekts nicht ausschließlich bei der Landbevölkerung zu finden. Auch innerstädtisch wird Mundart gesprochen. Dem Dialekt der südhessischen Stadt Darmstadt zum Beispiel hat Ernst Elias Niebergall[3] im 19. Jahrhundert mit der Lokalposse „Datterich“ ein Denkmal gesetzt. Zwar zeigt es sich, dass sich die Anwendung der Dialektsprache immer weiter reduziert, aber gleichzeitig haben sich in den letzten Jahren Interessegruppen gebildet, die sich der Pflege des Dialekts widmen und ihn bewahren möchten.[4]

 

3. Das „Hessische“

 

Das sogenannte „Hessische“ existiert, ebenso wie alle anderen Mundarten, nicht in einer einheitlichen Form. Betrachtet man es innerhalb der geographischen Grenzen des heutigen Bundeslandes Hessen, so findet sich im Norden das Niederhessische, im mittleren Bereich das Mittelhessische, daran angrenzend das Osthessische und im Süden, im Rhein-Main-Gebiet, das Südhessische, dessen südlicher Bereich durch das Rheinfränkische beeinflusst wird. In der Gegend von Lahn und Taunus hört man auch das Mittelfränkische, das Niederhessische grenzt an die Benrather Linie[5] und vermischt Die Dialekträume Hessens[6]