Verlag: Arena Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2013

Was geschah tatsächlich in Peru? E-Book

Cassandra Clare  

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E-Book-Beschreibung Was geschah tatsächlich in Peru? - Cassandra Clare

Wie die Fans der Chroniken der Unterwelt und der Chroniken der Schattenjäger bereits wissen, wurde Magnus Bane aus Peru verbannt … Warum? Das wird jetzt erzählt. Es gibt einen guten Grund, weshalb Magnus Bane Peru nicht mehr betreten darf - oder besser, mehr als einen. Nun endlich werden seine unzähligen Eskapaden enthüllt: Magnus entdeckt ein ganz außergewöhnliches Musikinstrument für sich (mit zutiefst verstörendem Ergebnis), tanzt mit den Einheimischen (mit zutiefst verstörendem Ergebnis) und entweiht ganz nebenbei die Nasca-Linien - sehr zum Leid seines Gastgebers … und seiner beiden Hexenmeisterfreunde Ragnor Fell und Catarina Loss. Exklusiv als eBook erscheinen von April 2013 bis Anfang 2014 zehn Kurzromane, die das Leben des rätselhaften Hexenmeisters Magnus Bane beleuchten, dessen schillernde Persönlichkeit sich durch die Seiten und Jahrhunderte der Weltbestseller "Chroniken der Unterwelt" und "Chroniken der Schattenjäger" zieht.

Meinungen über das E-Book Was geschah tatsächlich in Peru? - Cassandra Clare

E-Book-Leseprobe Was geschah tatsächlich in Peru? - Cassandra Clare

Cassandra Clare/Sarah Rees Brennan

DIE CHRONIKEN DES MAGNUS BANE

WAS GESCHAHTATSÄCHLICH IN PERU?

Aus dem Amerikanischenvon Ulrike Köbele

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Originalausgabe erschien 2013 unter dem Titel The Bane Chronicles.What really happend in Peru bei Margaret K. McElderry Books, einemImprint der Simon & Schuster Children’s Publishing Division, New York.Copyright © 2013 by Cassandra Clare LLC

1. Auflage 2013Für die deutschsprachige Ausgabe:© 2013 Arena Verlag GmbH, WürzburgAlle Rechte vorbehaltenAus dem Amerikanischen von Ulrike KöbeleCover: © Cliff NielsenGesamtherstellung: Westermann Druck Zwickau GmbHISBN 978-3-401-80275-6

www.arena-verlag.deMitreden unterwww.forum.arena-verlag.dewww.chroniken-der-unterwelt.de

 

 

 

Cassandra Clarewurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre Reihe Chroniken der Unterwelt sowie die zweite Trilogie Chroniken der Schattenjäger wurden auf Anhieb zu einem internationalen Erfolg, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Cassandra Clare lebt mit ihrem Mann, ihren Katzen und einer Unmenge an Büchern in einem alten viktorianischen Haus in Massachusetts.

Weitere Titel von Cassandra Clare im Arena Verlag:

CHRONIKEN DER UNTERWELT:City of BonesCity of AshesCity of GlassCity of Fallen AngelsCity of Lost Souls

City of Bones/Ashes/Glass/Fallen Angels sind auch als Hörbuch erhältlich.

CHRONIKEN DER SCHATTENJÄGERClockwork AngelClockwork PrinceClockwork Princess

Clockwork Angel ist auch als Hörbuch erhältlich.

 

Weiter Titel in der Reihe

DIE CHRONIKEN DES MAGNUS BANE

Königin der Ausreißer

Mai 2013

Vampires, Scones und Edmund Herondale

Juni 2013

Der Aufstieg des Hotels Dumont

Juli 2013

Der Niedergang des Hotels Dumont

August 2013

Die Rettung Raphael Santiagos

September 2013

Unsterbliche können keine Geheimnisse bewahren

Oktober 2013

Der Fluch wahrer Liebe (und erster Dates)

November 2013

Was braucht ein Schattenjäger, der schon alles hat?

Dezember 2013

Der Brief

Januar 2014

 

Cassandra Clare/Sarah Rees Brennan

Die Chroniken des Magnus Bane

WAS GESCHAH TATSÄCHLICH IN PERU?

Aus dem Amerikanischenvon Ulrike Köbele

 

Der Tag, an dem der Hohe Rat der Peruanischen Hexenmeister Magnus Bane des Landes verwies, war einer der traurigsten Tage seines Lebens. Das lag nicht allein daran, dass das Bild von ihm auf den Plakaten, die in der peruanischen Schattenwelt herumgereicht wurden, so außerordentlich unschmeichelhaft war.Der eigentliche Grund war, dass Peru einer seiner Lieblingsorte war. Dort hatte er unzählige Abenteuer erlebt und verband viele wunderbare Erinnerungen damit, beginnend mit jenem Tag im Jahre 1791, an dem er Ragnor Fell eingeladen hatte, ihn auf eine fröhliche Sightseeing-Tour durch Lima zu begleiten.

1791

Magnus erwachte in einer Herberge etwas außerhalb von Lima und machte sich, herausgeputzt mit einer bestickten Weste, Kniebundhosen und glänzenden Schnallenschuhen, auf die Suche nach Frühstück. Stattdessen fand er die Herbergswirtin, eine rundliche Frau, deren langes Haar unter einer schwarzen mantilla verborgen war, tief beunruhigt in einer aufgeregten Unterhaltung mit einem der Serviermädchen über den jüngsten Neuankömmling in ihrem Haus.

»Ich glaube, es ist ein Seeungeheuer«, hörte er die Wirtin flüstern. »Oder ein Wassermann. Können die an Land überleben?«

»Guten Morgen, meine Damen«, rief Magnus. »Das klingt gerade so, als sei mein Gast bereits eingetroffen.«

Beide Frauen blinzelten zweimal. Magnus führte das erste Blinzeln auf sein schillerndes Äußeres zurück und das zweite, langsamere Blinzeln auf das, was er eben gesagt hatte. Mit einem fröhlichen Winken spazierte er durch die breite Holztür nach draußen, durchquerte den Innenhof und betrat den Gemeinschaftsraum, wo er seinen Hexenmeisterfreund Ragnor Fell antraf, der sich mit einem Becher chicha de molle im hintersten Eck des Raumes herumdrückte.

»Ich nehme das Gleiche wie er«, wies Magnus das Dienstmädchen an. »Nein, warten Sie einen Moment. Ich nehme drei davon.«

»Sag ihr, für mich auch«, bat Ragnor. »Ich bin nur mithilfe äußerst energischer Zeichensprache zu diesem Getränk gekommen.«

Magnus tat, wie ihm geheißen, und wandte sich dann wieder Ragnor zu, nur um festzustellen, dass sein alter Freund aussah wie immer: grauenhaft gekleidet, missmutig gestimmt und von tiefgrüner Hautfarbe. Magnus verspürte einmal mehr tiefe Dankbarkeit, dass sein eigenes Hexenmal nicht ganz so offensichtlich war. Gelegentlich konnte es unangenehm sein, die grün-goldenen schlitzförmigen Pupillen einer Katze zu haben, aber diese ließen sich für gewöhnlich problemlos hinter einem kleinen Zauberglanz verbergen und wenn nicht, nun ja, dann gab es durchaus eine ganze Menge Frauen – und Männer –, die das nicht unbedingt als Nachteil empfanden.

»Kein Zauberglanz?«, erkundigte sich Magnus.

»Du sagtest doch, ich soll dich auf eine Reise begleiten, die du mir als eine endlose Abfolge von Ausschweifungen beschrieben hast«, antwortete Ragnor.

Magnus strahlte. »Allerdings!« Er hielt inne. »Bitte entschuldige. Und was hat das eine mit dem anderen zu tun?«

»Ich habe festgestellt, dass ich in meinem natürlichen Zustand größeren Erfolg bei den Damen habe«, erklärte Ragnor. »Sie schätzen ein gewisses Maß an Abwechslung. Es gab da mal eine Frau am Hofe des Sonnenkönigs, Ludwig des Vierzehnten, die behauptete, niemand könne es mit ihrem ›allerliebsten Kohlköpfchen‹ aufnehmen. Angeblich hat sich das in Frankreich zu einem recht beliebten Ausdruck von Zuneigung entwickelt. Dank mir.«

Er sprach in demselben düsteren Tonfall wie sonst auch.

Als ihre sechs Drinks eintrafen, musterte Magnus sie abschätzend. »Die werde ich alle für mich brauchen. Bitte bringen Sie noch mehr für meinen Freund.«

»Eine Frau hat mich sogar als ihre ›Zuckerschote der Liebe‹ bezeichnet«, fuhr Ragnor fort.

Magnus nahm einen großen, kräftigenden Schluck, blickte hinaus in den Sonnenschein und auf die Drinks vor ihm und fühlte sich mit einem Mal deutlich besser. »Glückwunsch. Und willkommen in Lima, der Stadt der Könige, meine Zuckerschote.«

Nach dem Frühstück, das aus fünf Bechern chicha de molle für Ragnor und siebzehn für Magnus bestand, nahm Magnus seinen Freund Ragnor mit auf einen Spaziergang durch Lima, der sie von der goldenen, mit Schnörkeln und Schnitzereien verzierten Fassade des erzbischöflichen Palais’ zu den leuchtend bunten Gebäuden auf der anderen Seite der Plaza führte, auf deren ausladenden, quasi obligatorischen Balkonen die Spanier einst Kriminelle hingerichtet hatten.

»Ich dachte, es wäre ganz nett, wenn wir in der Hauptstadt anfangen. Außerdem war ich schon mal hier«, erklärte Magnus. »Vor ungefähr fünfzig Jahren. War eine tolle Zeit, wenn man mal von dem Erdbeben absieht, das beinahe die ganze Stadt in Schutt und Asche gelegt hätte.«

»Hattest du etwas mit dem Erdbeben zu tun?«

»Ragnor«, tadelte Magnus seinen Freund. »Du kannst mir nicht für jede noch so kleine Naturkatastrophe die Schuld in die Schuhe schieben!«

»Du hast die Frage nicht beantwortet«, entgegnete Ragnor mit einem Seufzen. »Ich verlasse mich darauf, dass du … zuverlässiger bist als sonst und dich ein bisschen weniger so aufführst, wie du dich üblicherweise gibst«, mahnte er, während sie weitergingen. »Ich spreche die Sprache hier nicht.«

»Du sprichst also kein Spanisch?«, zog ihn Magnus auf. »Oder meintest du, dass du kein Quechua sprichst? Und wie steht es mit Aymara?«

Magnus war sich nur allzu bewusst, dass er, wo immer er hinkam, fremd war, weswegen er sich bemühte, so viele Sprachen wie möglich zu lernen, damit er alle Orte bereisen konnte, die ihm gerade gefielen. Spanisch war die erste Sprache gewesen, die er gelernt hatte, wenn man von seiner Muttersprache absah. Letztere benutzte er nur noch selten. Sie erinnerte ihn zu sehr an seine Mutter und seinen Stiefvater – an die Liebe, die Gebete und die Verzweiflung seiner Kindheit. Die Sprache seines Heimatlandes lag ein wenig zu schwer auf seiner Zunge, als müsse er jedes Wort, das er aussprach, mit tiefstem Ernst und einer Bedeutung versehen.

(Es gab noch andere Sprachen – Purgatisch, Gehennisch und Tartarisch –, die er zur Verständigung mit den Dämonenwesen erlernt hatte und die er unweigerlich für seine Arbeit brauchte. Aber diese Sprachen erinnerten ihn an seinen leiblichen Vater und das waren noch schlimmere Erinnerungen.)

In Magnus’ Augen wurden Aufrichtigkeit und Ernsthaftigkeit vollkommen überbewertet und das galt auch für alles, das einen zwang, unliebsame Erinnerungen erneut zu durchleben. Viel lieber amüsierte er sich oder andere.

»Ich spreche keine einzige dieser Sprachen, die du genannt