Was schenkt man einem Schattenjäger, der schon alles hat? - Cassandra Clare - E-Book
Beschreibung

Auch wenn nicht ganz klar ist, ob Magnus Bane nun mit Alec Lightwood zusammen ist oder nicht: Auf jeden Fall braucht er das perfekte Geburtstagsgeschenk für ihn.

Im Zeitraum zwischen City of Ashes und City of Glass hat Hexenmeister Magnus Bane ein Abenteuer der besonderen Art zu überstehen: Er hat sich in den Kopf gesetzt, das allerbeste Geburtstagsgeschenk der Welt für Alec Lightwood zu finden, auch wenn er selbst nicht so genau weiß, ob sie nun zusammen sind oder nicht. Und ganz nebenbei muss er auch noch mit einem Dämon fertig werden, den er für einen äußerst nervtötenden Kunden heraufbeschworen hat …

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EPUB
MOBI

Seitenzahl:59


Cassandra Clare/Sarah Rees Brennan

DIE CHRONIKEN DES MAGNUS BANE

WAS SCHENKT MAN EINEM SCHATTENJÄGER, DER SCHON ALLES HAT?

Aus dem Amerikanischen von Ulrike Köbele

 

 

 

Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre Reihe Chronikender Unterwelt sowie die Trilogie Chroniken der Schattenjäger wurden auf Anhieb zu internationalen Erfolgen, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Cassandra Clare lebt mit ihrem Mann, ihren Katzen und einer Unmenge an Büchern in einem alten viktorianischen Haus in Massachusetts.

Weitere Titel von Cassandra Clare im Arena Verlag:

CHRONIKEN DER UNTERWELT: City of Bones City of Ashes City of Glass City of Fallen Angels City of Lost Souls

City of Bones/Ashes/Glass/Fallen Angels sind auch als Hörbuch erhältlich.

CHRONIKEN DER SCHATTENJÄGER: Clockwork Angel Clockwork Prince Clockwork Princess

Clockwork Angel ist auch als Hörbuch erhältlich.

 

 

 

 

Die Originalausgabe erschien 2013 unter dem Titel The Bane Chronicles. What to Buy the Shadowhunter Who Has Everything (And Who You’re Not Officially Dating Anyway) bei Margaret K. McElderry Books, einem Imprint der Simon&Schuster Children’s Publishing Division, New York.

Copyright © 2013 by Cassandra Claire, LLC

1. Auflage 2013 Für die deutschsprachige Ausgabe: © 2013 Arena Verlag GmbH, Würzburg Alle Rechte vorbehalten Aus dem Amerikanischen von Ulrike Köbele Cover: © Cliff Nielsen ISBN 978-3-401-80282-4

www.arena-verlag.de

Mitreden unter www.forum.arena-verlag.de

www.chroniken-der-unterwelt.de

Inhaltsverzeichnis

Was schenkt man einem Schattenjäger, der schon alles hat? (Die Chroniken des Magnus Bane, Band 8)

Weitere Titel in der Reihe

DIE CHRONIKEN DES MAGNUS BANE

Was geschah tatsächlich in Peru?

Bereits erschienen

Die Flucht der Königin

Bereits erschienen

Vampire, Scones und Edmund Herondale

Bereits erschienen

Tochter der Finsternis

Bereits erschienen

Der Aufstieg des Hotels Dumort

Bereits erschienen

Die Rettung Raphael Santiagos

Bereits erschienen

Der Niedergang des Hotels Dumort

Bereits erschienen

Der Fluch wahrer Liebe (und erster Dates)

Dezember 2013

Der letzte Kampf des New Yorker Instituts

Januar 2014

Cassandra Clare/Sarah Rees Brennan

Die Chroniken des Magnus Bane

WAS SCHENKT MAN EINEM SCHATTENJÄGER, DER SCHON ALLES HAT?

Aus dem Amerikanischen von Ulrike Köbele

Als Magnus erwachte, sickerte das goldene Mittagslicht träge durchs Fenster und auf seinem Kopf lag der Kater und schlief.

Der Große Vorsitzende Miau Tse-Tung drückte seine Zuneigung gelegentlich auf diese ungünstige Weise aus. Sanft, aber sehr bestimmt löste Magnus den Kater aus seinem Haar. Der Große Vorsitzende äußerte sein Missfallen über diese Umsiedelung durch ein langes trauriges Maunzen und richtete in seiner Abwehr mit seinen winzigen Pfötchen nur noch größeren Schaden an.

Dann hüpfte der Kater aufs Kissen – offensichtlich hatte er sich von seiner Tortur schnell wieder erholt – und sprang vom Bett. Mit einem leisen Plumps landete er auf dem Boden und jagte mit einem lauten Schlachtruf zum Futternapf.

Magnus wälzte sich in seinem Bett, bis er quer auf der Matratze lag. Das Fenster gegenüber seinem Bett war aus Buntglas. Wie grüne und goldene Diamanten schoben sich die Lichtkegel über seine Bettwäsche und legten sich warm auf die nackte Haut. Er hob den Kopf vom Kissen, das er umschlungen hielt, und bemerkte erst dann, was er da eigentlich tat: Er schnupperte nach einem Hauch von Kaffeeduft.

In den vergangenen Wochen war es mehrfach vorgekommen, dass Magnus, vom satten Duft des Kaffees angelockt, einen Morgenmantel aus seinem großen und reichhaltigen Vorrat zerrte und in die Küche taumelte, wo er Alec fand. Magnus hatte eine Kaffeemaschine gekauft, weil seine Angewohnheit, Kaffee aus dem Mudd Truck herbeizuzaubern-Schrägstrich-zu-mopsen, bei Alec auf anhaltenden Widerstand gestoßen war. Das Gerät bedeutete zwar einen zusätzlichen Aufwand, aber Magnus war trotzdem froh, es gekauft zu haben. Alec wusste offenbar, dass die Kaffeemaschine ihm und seinen sensiblen Moralvorstellungen zuliebe angeschafft worden war. Zumindest schien er sich mit dem Apparat so wohl zu fühlen, wie mit keinem anderen Gegenstand in Magnus’ Wohnung, was sich darin zeigte, dass er, ohne lange zu fragen, Kaffee kochte und Magnus eine Tasse brachte, wenn dieser gerade arbeitete. Allem anderen begegnete er nach wie vor mit großer Vorsicht; wenn er etwas anfasste, dann so, als wäre er ein Gast und hätte kein Recht dazu.

Natürlich war er auch nur ein Gast. Magnus verspürte einfach den irrationalen Wunsch, dass Alec sich in seinem Loft zu Hause fühlen möge, als würde das irgendetwas bedeuten. Als gewänne er dadurch ein Anrecht auf Alec oder als würde sich Alec so zu ihm bekennen. Magnus hielt das für den wahrscheinlichsten Grund. Er wollte ebenso sehr, dass Alec bei ihm war und dass er dabei glücklich war.

Allerdings konnte er den Erstgeborenen der Lightwoods schlecht kidnappen und als Dekorationselement in seiner Wohnung aufstellen. Alec war bereits zweimal bei ihm eingeschlafen – auf dem Sofa, wohlgemerkt, nicht im Bett. Das erste Mal hatten sie sich zuvor die ganze Nacht geküsst, das zweite Mal war Alec nach einem langen Tag auf Dämonenjagd eigentlich nur auf eine Tasse Kaffee vorbeigekommen, aber so erschöpft gewesen, dass er praktisch auf der Stelle in Tiefschlaf gefallen war. Magnus hatte sich außerdem angewöhnt, seine Wohnungstür offen zu lassen – wer würde schon den Obersten Hexenmeister von Brooklyn ausrauben? So konnte Alec hin und wieder früh am Morgen bei ihm reinschauen.

Jedes Mal, wenn Alec ihm solch einen morgendlichen Besuch abgestattet hatte – oder auf dem Sofa eingeschlafen war –, war Magnus von den Geräuschen und Düften erwacht, die Alec an der Kaffeemaschine erzeugte, obwohl Alec doch wusste, dass Magnus sich seinen Kaffee gewissermaßen aus der Luft herbeizaubern konnte. Das war erst einige wenige Male geschehen; höchstens an einer Handvoll Tagen war Alec so früh am Morgen schon bei ihm gewesen. Magnus sollte sich besser nicht daran gewöhnen.

Heute war Alec natürlich nicht da, schließlich hatte er Geburtstag und den verbrachte er mit seiner Familie. Magnus war nicht gerade die Art von Freund, die man zu einer Familienfeier mitbrachte. Genau genommen wussten die Lightwoods nicht einmal, dass Alec einen Freund hatte – erst recht nicht, dass dieser ein Hexenmeister war –, und Magnus war sich nicht sicher, ob sie es jemals erfahren würden. Er machte Alec keinen Druck. So vorsichtig, wie Alec sich verhielt, wusste er, dass es noch viel zu früh war.

Es gab also keinen Grund für Magnus, aus dem Bett zu kriechen und durch die Wohnung zur Küchenzeile zu trotten, um sich dort dann vorzustellen, wie Alec in einem hässlichen Pulli vor dem Tresen hockte und mit hoch konzentriertem Gesicht Kaffee machte. Alec führte diese simple Aufgabe stets mit größter Gewissenhaftigkeit aus. Er trägt echt grauenhafte Pullis, dachte Magnus bei sich und musste zu seinem eigenen Missfallen feststellen, dass ihn bei diesem Gedanken eine heftige Zuneigung befiel.

Das war nicht die Schuld der Lightwoods. Ganz eindeutig stellten sie Alecs Schwester Isabelle und auch Jace Wayland ausreichend Geld zur Verfügung, damit sie sich stilvolle Kleidung kaufen konnten. Magnus hatte den Verdacht, dass Alecs Mutter seine Kleidung kaufte. Oder Alec kaufte sie rein nach ihrem praktischen Nutzen – Oh, guck mal, wie nett: Auf Grau sieht man das Wundsekret nicht so –