Verlag: Engelsdorfer Verlag Kategorie: Fantasy und Science-Fiction Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2013

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Sicherung: Wasserzeichen

E-Book-Beschreibung Weihnachten im Weltall - Ulrich Lucas

Weihnachten 2010. UFO-Alarm in Mainz! Der Sprit ist alle. Ein außerirdisches Raumschiff strandet im Ober-Olmer Wald. Der vierzehnjährige Felix wird zufällig Zeuge dieses Ereignisses und damit zum einzigen Freund und Helfer des interstellaren Besuchers. Auf der Suche nach dem nötigen Treibstoff und verfolgt vom durchgeknallten Oberst Gottfried Hamann, erlebt Felix das verrückteste Weihnachtsfest seines Lebens.

Meinungen über das E-Book Weihnachten im Weltall - Ulrich Lucas

E-Book-Leseprobe Weihnachten im Weltall - Ulrich Lucas

Weihnachten im Weltall

Ulrich Lucas

Weihnachten im Weltall

Engelsdorfer Verlag

Leipzig

2012

Bibliografische Information durch die Deutsche

Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen

Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.dnb.de abrufbar.

Copyright (2012) Engelsdorfer Verlag Leipzig

Alle Rechte beim Autor

Titelbild © fergregory - Fotolia.com

Hergestellt in Leipzig, Germany (EU)

www.engelsdorfer-verlag.de

Inhalt

Absturz

Sperrgebiet

Ein neuer Anlauf

Felix ist weg

Das Raumschiff

Oberst Hamann

Besucher

Sprengsätze

Sonderbare Kleidung

Was in der Küche geschah

Presserummel

Wurmlöcher

Flucht

In der Stadt

Weihnachtseinkäufe

Unerwartete Hilfe

Oberst Hamann sieht fern

Freie Bahn

Ground Zero

Das Geschenk

Weihnachten im Weltall

Ich bedanke mich bei Erich von Däniken für die

Erlaubnis, seinen Namen nennen zu dürfen und für die Inspiration zu dieser Geschichte.

Absturz

Der Winter 2010 versprach, kein Winter wie jeder andere zu werden. Heftige Schneefälle ließen beinahe im Stundentakt das Rhein-Main-Gebiet unter einem dichten, weißen Teppich verschwinden. Streusalz wurde mancherorts knapp und Schneepflüge kamen mit der Arbeit kaum noch nach. Bereits zweimal innerhalb von vierzehn Tagen schlugen aufgrund der Wetterverhältnisse kurz vor Weihnachten sowohl die zivile als auch die militärische Luftraumüberwachung fast gleichzeitig Alarm, als sich auf dem Radar ein merkwürdiges Objekt zeigte, das völlig unmögliche Flugmanöver ausführte. Es verschwand ebenso schnell von den Schirmen, wie es aufgetaucht war und nach mehrmaligen Checks sämtlicher Systeme kam das Ereignis als »Wetterphänomen infolge starken Schneefalls« ins Protokoll. Zuletzt wurde es am 23. Dezember um 14.07 aufgezeichnet.

Etwa zur selben Zeit war Felix im Ober-Olmer Wald unterwegs. Der Vierzehnjährige war allein und genoss die winterliche Stille um sich herum. Es kümmerte ihn herzlich wenig, ob Streusalz knapp wurde oder Flüge ausfielen, er freute sich über den Schnee. Endlich mal wieder richtiger Winter! Endlich mal wieder weiße Weihnachten! Das machte die Vorfreude auf die Geschenke noch mal so schön und steigerte irgendwie die Spannung. Er konnte gar nicht verstehen, dass Leute morgens, wenn er zur Schule quer über den Lerchenberg lief, fluchten, wenn sie Schnee schaufeln oder Autos frei kratzen mussten. Winter ist doch was Tolles! Ein strahlend blauer Himmel wölbte sich über ihm, die Sonne ließ den Schnee, den er bei jedem Schritt aufwirbelte, funkeln wie Millionen kleiner Diamanten. Zum Schutz vor dem grellen Licht, das von der weißen Pracht reflektiert wurde, trug er eine Sonnenbrille, auf die er sehr stolz war. Es war eine Nachbildung der Modelle, die Will Smith und Tommy Lee Jones in Men in Black getragen hatten. Sein Vater hatte sie ihm aus Los Angeles mitgebracht, als er vor zwei Jahren auf einer Tagung über Flugsicherheit in den Vereinigten Staaten gewesen war. Natürlich war er überhaupt stolz auf seinen alten Herrn. Er hatte zwar mehrere Klassenkameraden, dessen Väter oder Mütter am Frankfurter Flughafen arbeiteten, aber keiner von ihnen bekleidete einen so hohen Posten. Peter Jordan war der Sicherheitschef und damit zuständig für sehr viel mehr, als nur den reibungslosen Ablauf des Flugbetriebes! Felix fand das absolut cool und wollte später auf jeden Fall Fluglotse werden! Oder Motorradmechaniker, mal sehen … Er formte einen Schneeball und versuchte, einen schmalen Baum zu treffen. Der erste Wurf ging daneben, und als der Zweite sein Ziel traf, geriet die Welt um ihn herum aus den Fugen.

Ein infernalischer Knall durchbrach die Stille des Waldes, gefolgt von einem Pfeifen, das in den Ohren schmerzte. Erschrocken blieb Felix stehen und sah sich um, die Hände auf die Ohren gepresst. Das Pfeifen wurde lauter und lauter. Ein Tiefflieger oder ein Überschallknall! Aber so laut und so nahe? Er sah, wie aus den umliegenden Bäumen Schwärme von Vögeln panisch aufflogen, wie Wildtiere, die er sonst nie zu Gesicht bekam, aus dem verschneiten Unterholz hervorbrachen und ängstlich das Weite suchten. Ein Wildschwein galoppierte keine zwei Meter vor dem Jungen über den Weg, ohne ihn überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Felix glaubte in diesem Bruchteil einer Sekunde nacktes Entsetzen in den kleinen Augen des Tieres zu sehen. In das Pfeifen mischte sich ein Summen wie von schweren Elektromotoren. Felix spürte, wie es in seinen Körper drang und ihn zum Beben brachte. Er ging in die Knie. Eine plötzliche Schwäche erfasste ihn, die aber nur kurz anhielt. Dann sah er nach oben. Ein metallisch schimmerndes Objekt schwebte für Sekunden über ihm und verdeckte die Sonne. Das Ding schien aus seiner Perspektive riesig zu sein und an der Unterseite pulsierend zu glühen oder zu leuchten. Das Summen wurde lauter, als wolle jemand einen Motor durchstarten, dafür nahm das schmerzhafte Pfeifen um eine Nuance ab. Das Ding in der Luft zitterte und schwankte. Der Schnee in den Baumkronen schmolz augenblicklich und tropfte als lauwarme Brühe Felix in den Kragen. Er war zu keiner Regung fähig, sondern beobachtete mit einer Mischung aus Faszination und Angst das Ding über ihm. Plötzlich setzte es sich wieder in Bewegung. Es torkelte, versuchte an Geschwindigkeit aufzunehmen, statt dessen sank es tiefer und tiefer und Felix verfolgte mit aufgerissenen Augen, wie es hinter den Bäumen verschwand und irgendwo mit einem dumpfen Knall zu Boden ging. Von einer Sekunde zur anderen war es unheimlich still im Ober-Olmer Wald.

Weniger still war es zur selben Zeit bei der Flugraumüberwachung in Frankfurt. Hektische Betriebsamkeit setzte ein, kaum, dass das Objekt auf den Schirmen erschienen war. Die Fluglotsen hatten alle Hände voll zu tun, sämtliche Landeanflüge abzubrechen und die Maschinen entweder auf andere Flughäfen umzuleiten oder sie auf unbestimmte Zeit kreisen zu lassen. Solange es auch nur das geringste Kollisionsrisiko gab, hatte die Sicherheit von Mensch und Maschine absolute Priorität!

Peter Jordan hatte schon den Mantel in der Hand gehabt und sich auf ein paar ruhige Weihnachtstage mit seiner Familie gefreut, als der Alarm ausgelöst wurde. Jetzt stand er neben seinen Kollegen und betrachtete die Aufzeichnung zum wiederholten Male. Die Flugmanöver, die das Ding vollführte, waren schon rein physikalisch völlig unmöglich. Es schlug Haken, änderte innerhalb von Millisekunden seinen Kurs und bremste aus einer geradezu tödlichen Geschwindigkeit heraus auf Null herunter. Kein Fluggerät war dazu imstande.

»Zumindest keines, das uns bekannt ist«, sagte ein junger Techniker.

»Und das soll was genau heißen«, fragte Jordan. Der Junge antwortete mit einem verlegenen Achselzucken.

»Warum sprechen wir es nicht einfach aus«, sagte jemand anderes.

»Sie wollen doch nicht wirklich ein UFO zu Protokoll geben, oder?«

»Kennen Sie etwas, das so fliegen kann?«

»Das ist ein technischer Defekt, nichts weiter.«

»Wieder mal typisch«, rief der junge Techniker dazwischen. »Weil nicht sein kann, was nicht sein darf …«

Alle sprachen aufgeregt durcheinander, bis Peter Jordan auf den Tisch schlug und »Ruhe« rief. Die Kollegen verstummten.

»Wo ist es zuletzt geortet worden?«

»In der Nähe von Mainz«, sagte ein älterer Kollege.

»Vergrößern Sie den Bereich«, verlangte Jordan. Als er den Bildausschnitt sah, schluckte er.

»Ist es da abgestürzt?«

»Möglich. Da ist ein Waldstück. Und … oh je … direkt daneben stehen Wohnhäuser!«

»Ja«, sagte Peter Jordan trocken. »Eins davon ist meines. Das ist der Lerchenberg!«

Er musste dringend telefonieren.

Sperrgebiet

Felix duckte sich unter einen tiefhängenden Ast einer Tanne, als ein Polizeihubschrauber knapp in Höhe der Baumkronen über ihn hinwegbrauste. Der Wind der Rotorblätter blies den feinen Pulverschnee von den Zweigen und verursachte ein Schneegestöber, als die Luftwirbel den Boden erreichten. Mit der Ruhe war es endgültig vorbei, als Militärjeeps der Bundeswehr ganz in der Nähe vorbei preschten, gefolgt von allradgetriebenen Transportern. Befehle wurden von allen Seiten durch den Wald gebrüllt, Funkgeräte krachten und knirschten um die Wette und unzählige, schwer bewaffnete Soldaten sprangen von den Ladeflächen und verschwanden im Unterholz.

Felix kroch unter seinem Ast hervor, als er sich nach einer Weile allein glaubte und schlich quer durch den Wald den Geräuschen der Hubschrauber und Fahrzeuge nach. Es war ein riskantes Manöver, denn so allein, wie er dachte, war er gar nicht. Überall standen Soldaten scheinbar verstreut im Wald herum, bei genauem Hinsehen jedoch ergab sich ein Muster. Sie standen in immer größer werdenden, konzentrischen Kreisen um einen bestimmten Punkt herum. Felix war viel zu aufgeregt, um über Begriffe wie »Schießbefehl« oder »Sperrgebiet« nachzudenken, zu dem vermutlich der gesamte Wald längst erklärt worden war. Er wollte sehen, was da vom Himmel gefallen war.

Wenige Minuten später duckte er sich abermals hinter einem Busch und spähte durch dessen Geäst hindurch auf die Szene. Er trug eine helle, dicke Winterjacke, die ihn fast mit dem Schnee verschmelzen ließ. Ein Alptraum für jeden wachhabenden Soldaten. Als er einen guten Blick auf das Geschehen hatte, stockte ihm vor Aufregung der Atem. Das Ding hatte bei seinem Absturz eine Schneise in den Wald geschlagen und sich anschließend mitten auf einer Lichtung, die für Neuanpflanzungen vorgesehen war, in die Erde gebohrt und dabei eine große Kiefer einfach umgelegt. Es schien eine dreieckige Form zu haben, etwa wie ein kleines Stealth-Flugzeug. Der Bug steckte unter einem Berg Erde im Boden fest, das Heck lag frei. Aus zwei runden Öffnungen stieg feiner, weißer Dampf auf. Die Oberfläche des Objekts glänzte matt silbern und schien eine komplette, glatte Einheit zu bilden. Man sah weder eine Luke noch ein Fenster. Dafür blinkte an der Oberseite – er war sicher, dass es sich um die Oberseite handelte - ein Lämpchen abwechselnd Rot und Grün. Felix war fasziniert. Er verspürte keinerlei Angst bei dem Anblick, nur eine ungeheure Aufregung. Durch den Job seines Vaters kannte er sich einigermaßen gut mit Flugzeugtypen aus, er hatte auch schon Tarnkappenbomber gesehen und als Modell zuhause nachgebaut. Doch so sehr er auch in seinen Kenntnissen kramte, er konnte sich nicht erinnern, jemals so eine Maschine gesehen zu haben.

Konnte es denn möglich sein …?

»Meine Fresse«, hauchte er ergriffen. Ihm war plötzlich klar geworden, dass es sich unmöglich um ein irdisches Fluggerät handeln konnte. Nicht nur, weil es in kein Muster passen wollte, nicht nur, weil sein jugendlicher Verstand noch sehr viel offener gegenüber dem Unbekannten war, sondern weil der ganze militärische Aufwand in keinem Verhältnis stand. Es sei denn, es handelte sich um den Prototyp eines neuen Militärfliegers. Aber würde man ausgerechnet über so einem dicht besiedelten Gebiet Testflüge durchführen? Wohl kaum. Felix verwarf diese Möglichkeit sofort wieder. Stattdessen war er sich absolut sicher: Kaum fünfzig Meter vor ihm hatte ein außerirdisches Raumschiff den Planeten Erde berührt!

Schließlich riss er sich von dem Bild los und überprüfte die nähere Umgebung, wo eine Vielzahl von Soldaten bewaffnet umher liefen Er fragte sich, warum sie sich dem Raumschiff nicht näherten und erklärte es sich damit, dass sie einfach nicht wollten oder nicht durften, bis neue Anweisungen eintrafen. Doch plötzlich merkte er zu seinem grenzenlosen Erstaunen, dass sie sich dem Ding nicht nähern konnten! Einige der Soldaten pressten ihre behandschuhten Hände gegen irgendetwas Unsichtbares in der Luft. Jetzt ballte einer die Faust und hieb dagegen, um gleich darauf ein schmerzverzerrtes Gesicht zu ziehen. Felix konnte sich das Verhalten nicht erklären. Da war doch gar nichts. Glasklare Winterluft, die den Atem sichtbar machte. Er kroch auf allen Vieren ein Stück weiter, blieb dabei immer in Deckung und schlug plötzlich mit der Stirn gegen ein Hindernis. Überrascht schrie er auf und hielt sich den Kopf. Vor ihm war - nichts.

»Spinn ich jetzt oder was«, murmelte er überrascht.

Er hob die Hand und tastete. Dann fühlte er etwas. Es war, als presse er seine Handfläche gegen eine Glasscheibe. Nein, es war anders. Das Hindernis vor ihm war warm und kribbelte auf der Haut. Er tastete einen Meter nach links, dann nach rechts und stellte überall dasselbe Phänomen fest. Schließlich glaubte er zu verstehen, was es war.

»Ein Schutzschild«, sagte er überrascht zu sich selbst. »Wie auf der Enterprise!« Gleich darauf schlug er die Hand vor den Mund und sah sich um. Er hatte die Soldaten vor lauter Aufregung völlig vergessen. Es konnte nur eine Art Kraftfeld sein, das das Raumschiff vor Angriffen schützen sollte. Und das tat es auch, denn die Soldaten waren mehr oder weniger zu Statisten degradiert worden. Felix wurde von einer ungeheuren Spannung gepackt. Er fuhr vorsichtig mit den Fingerspitzen über die unsichtbare Mauer, als plötzlich ein hellblauer Funke übersprang und seine rechte Hand für eine Sekunde knisternd einhüllte. Der Schmerz war kurz aber heftig. Felix schrie laut auf. Er sah, wie einer der Soldaten sich erschrocken umdrehte und sein Gewehr entsicherte. Er war aber zu weit entfernt, um den Jungen sehen zu können.

»He, wer ist da«, rief jemand. Funksprüche wurden gewechselt, Schritte näherten sich. Sein Herz schlug vor Schreck bis zum Hals. Er hielt seine rechte Hand mit der linken umklammert, als fürchte er, sie würde gleich abfallen. Sie fiel nicht ab, stattdessen geschah etwas anderes. Als er aufstand, flimmerte die Luft vor seinen Augen und er sah einen rechteckigen Bildschirm im Freien schweben.

»Oh Mann«, hauchte er und bekam zum ersten Mal Angst.

Auf der grünen Fläche vor seinen Augen erschien eine Abfolge wirrer Zahlen und Wörter, die er nicht verstand, weil sie in einer Sprache abgefasst waren, die er nicht kannte. Die seltsamen Schriften wurden langsamer, dann verschwanden sie bis auf das grüne Leuchten. Anschließend erschien nur ein Wort und das in scheinbar allen Sprachen der Erde.

IDENTIFIKATION verlangte die Schrift.

Felix tat vorsichtig zwei Schritte rückwärts.

IDENTIFIKATION

Die Schrift verwandelte sich in ein fließendes Band, das über den Bildschirm raste.

IDENTIFIKATION

IDENTIFIKATION

IDENTIFIKATION

IDENTIFIKATION

IDENTIFIKATION

IDENTIFIKATION

Felix trat noch zwei Schritte zurück. Die Sache kam ihm langsam gar nicht mehr spannend vor.

IDENTIFIKATION SONST ERFOLGT

TERMINATION.

Die Angst wich nacktem Entsetzen.

IDENTIFIKATION SONST ERFOLGT

»Ich weiß doch nicht, wie …«, flüsterte er und sah sich ängstlich nach den Soldaten um.

Die Schrift verschwand. Stattdessen erschienen Bilder in hektischer Reihenfolge. Panik erfasste ihn, bis er schließlich begriff, was er sah. Es waren Hände. Hände in allen möglichen Formen, vermutlich aus dem gesamten Universum. Felix verstand. Er sollte seine Hand auf den Bildschirm legen. Doch bevor es dazu kam, hörte er Äste brechen und schwere Schritte auf sein Versteck zukommen.

»He, Junge«, brüllte plötzlich jemand. Felix sah erschreckt auf und in das Gesicht eines Soldaten im Kampfanzug, der keine dreißig Meter von ihm entfernt stand, das Gewehr im Anschlag und aufgeregt ins Funkgerät rufend. Felix bekam noch mit, wie der Bildschirm aus der Luft verschwand, dann gab er Fersengeld wie zuletzt bei den Bundesjugendspielen. Er preschte durch dichtes Unterholz und als er sich einmal kurz umdrehte, war der Soldat verschwunden. Felix rannte noch, als er schon aus dem Wald heraus war und kam erst in der Einfahrt seines Elternhauses zur Ruhe. Krachend schlug er die Haustür hinter sich zu, lehnte sich gegen das Holz und lauschte nur noch den hämmernden Herzschlägen in seiner Brust.