Weisheit des Konservatismus - Simon Beckert - E-Book

Weisheit des Konservatismus E-Book

Simon Beckert

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Beschreibung

Essay aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), , Sprache: Deutsch, Abstract: In einer Zeit, in der alles beliebig, jeder ersetzbar und nichts gebunden scheint, soll diese Schrift ein Plädoyer wider die Gleichgültigkeit sein, denn diese stiftet keinen Sinn.

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Veröffentlichungsjahr: 2013

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KAPITELÜBERSICHT

 

VORWORT

1 SINN

2 WÜRDE

2.1 LEBEN

2.2 FREIHEIT

2.3 TREUE

2.3.1 GEWISSEN

2.3.2 SICHERHEIT

2.3.3 BILDUNG

2.3.4 TRAUM

2.3.5 TRAUMA

2.4 GLÜCK

2.5 FRIEDEN

2.6 FORTSCHRITT

2.7 ERLÖSUNG

3 HALTUNG

3.1 EMPFÄNGNIS

3.1.1 TRIEB

3.1.2 TUGEND

3.1.3 MORAL

3.1.4 REIFE

3.2 GESTALTUNG

3.2.1 MOTIV

3.2.2 FORM

3.2.3 STIL

3.2.4 WERT

3.2.5 KULTUR

3.2.6 CHARAKTER

KONKLUSION

POLITISCHE FOLGERUNGEN

 

VORWORT

Potsdam, im September 2014

In einer Zeit, in der alles beliebig, jeder ersetzbar und nichts gebunden scheint, soll diese Schrift ein Plädoyer wider die Gleichgültigkeit sein, denn diese stiftet keinen Sinn.

Die Weisheit des Konservatismus eröffnet dagegen die bestmöglichen persönlichen Voraussetzungen für Gültigkeit und damit für ein sinnerfülltes Dasein.

Um die genannte These zu belegen, soll diese Schrift einen Bogen spannen zwischen der Frage nach dem Sinn des Daseins (Kapitel 1), den äußeren Umständen, welche den Sinn beeinflussen (Kapitel 2) und der inneren Haltung, welche dem Menschen eine möglichst sinnstiftende Gestaltung der Umstände erlaubt (Kapitel 3).

1 SINN

Die Frage nach dem Sinn des Daseins ist kaum abschließend zu beantworten. Gleichwohl kann man sich der Antwort nähern, indem man die Frage umgekehrt stellt: unter welchen Umständen verliert das Dasein an Sinn?

Sinnlos ist das Dasein immer dann, wenn es egal - also gleichgültig - erscheint, wie es gelebt wird und ob es gelebt wird. Folglich gewinnt das Dasein an Sinn, je weniger egal - also je gültiger es ausgestaltet ist.

Gleiches lässt sich für den Sinn von Dingen und Ideen feststellen: ist es egal, ob etwas existiert - herrscht dieser Sache oder Idee gegenüber also Gleichgültigkeit - so wird sie nicht von Dauer sein und irgendwann durch etwas Gültigeres ersetzt werden.

Gültigkeit bedeutet folglich (Über-)Leben und Gleichgültigkeit den Tod. Die Wirkung von Ideen, Handlungen und Werken kann auch weit über das materielle Ableben ihrer Schöpfer hinaus Bestand haben - etwas lebt davon also weiter, während anderes dagegen an Gültigkeit verliert und schließlich gleichgültig wird, also dann tatsächlich stirbt.

So haben Stücke von Mozart beispielsweise bis heute Gültigkeit, da sie den Menschen nicht gleichgültig sind - Mozart lebt also durch seine Werke fort, während seine Essgewohnheiten den meisten wohl eher gleichgültig sind und damit in Vergessenheit geraten, also sterben.

Gültigkeit kann man in zwei wesentliche Kategorien aufteilen: Empfängnis von Gültigkeit (Leben) und Gestaltung von Gültigkeit (Freiheit). Aus den Chancen, Gültigkeit zu Empfangen und zu Gestalten entwickelt sich Würde. Diese ist die Grundlage für Glück, Frieden und Erlösung.

Um dem Leben einen Sinn zu verleihen und um tatsächlich einen Zustand von Glück, Frieden und Erlösung zu erlangen, müssen die Chancen auf Empfängnis (Leben) und Gestaltung (Freiheit) jedoch auch genutzt werden. Dazu benötigt man ein möglichst hohes Maß an Empfängnis- und Gestaltungsoptionen. Diese werden Reife und Charakter genannt und durch die Haltung eines Menschen zusammengefasst.

Der Mensch benötigt von seinem Umfeld also ein möglichst hohes Maß an Würde (Leben + Freiheit) und aus sich selbst heraus eine besonders ausgeprägte Haltung (Reife + Charakter), um dem Dasein Sinn zu verleihen.